Archiv der Kategorie: Kolumbien

Vom Dschungel umschlungen

Mit dem Boot von Leticia, Kolumbien nach Iquitos, Peru

Ganz im Südwesten Kolumbiens liegt Leticia, umgeben vom Amazonas Dschungel. Nur per Flugzeug oder Boot erreichbar, gibt es erstaunlich viel Motorrad- und Autoverkehr, denn sehr weit kommen sie hier nicht, nur ein paar Kilometer nach Brasilien. So herrscht ausgerechnet im größten Urwaldgebiet der Welt schlechte Luft. Ich quartierte mich erstmal im Leticia-Hostel ein. Der Swimmingpool lud  bei 95 % Luftfeuchtigkeit und 35 Grad Celsius zum Abkühlen ein, der Outdoor-Bereich zum Relaxen in Hängematten, während man dem lauten Verkehr lauschen durfte.

Im Vorfeld hatte ich gehört, wie die Insekten im Dschungel einen bei lebendigem Leib fressen, und bei einer Belgierin riesige, ein paar Wochen alte Insektenstiche gesehen. Über den neuen Chikungunya-Virus hörte ich, daß er einen für Monate außer Gefecht setzt und Malaria ist auch noch nicht ausgerottet. Offene Wasserbehälter sollen für diese Mücken besonders attraktiv sein. Seltsam, daß die meisten hier offen stehen.

Die üblich-verdächtigen Dschungel-Touren werden überall angeboten. Zum Beispiel eine Bootfahrt zur Affeninsel, wo man sich mit halbzahmen Affen auf Fotos zum Affen machen lassen kann, von Indigenen Eingeborenen etwas vortanzen läßt und ein Dorf besucht, im dem die Einwohner mit Jungtieren wie Kaimanen, Affen und kleinen Jaguaren zusammenleben. Was mit den Tieren passiert, wenn sie ausgewachsen sind, konnte ich leider nicht herausfinden.

IMG_1311Ich buchte eine Bootsfahrt auf den Amazonas-Nebenarmen, um möglicherweise Tiere zu sehen.  Aufregend, sich mit dem Boot durch den überfluteten Dschungel zu zwängen, Köpfe und Arme müssen im Boot bleiben, damit man nicht von zackigen Pflanzenarmen verletzt wird. Manchmal war der Weg versperrt und wir mußten uns einen anderen Ausweg suchen. Einmal streikte der Motor und es dauerte eine Weile, bis er sich erbarmte und wieder ansprang.

Suchbild mit Delfin
Suchbild mit Delfin

Auf der Wasseroberfläche des Amazonas blinzelten immerhin einige Delphinschnauzen hervor. Einem Faultier im Baum folgte Antonio vom Boot aus kletternd, bis das normalerweise sich in Zeitlupe bewegende Tier plötzlich verschwand.

Aus Filmen lernen wir, daß gefährliche Raubtiere wie Jaguare, Anakondas und Krokodile die Expeditionen im Amazonas-Dschungel bedrohten. Das ist natürlich eine Illusion. Insekten gibt es in nicht unbeträchtlicher Anzahl, dafür zeigten die Guides Antonio und Mario uns beim Dschungelspaziergang Bäume, die als natürliche Medikamente gegen Arthritis, Verletzungen oder gar als Verhütungsmittel helfen sollen.

das angebliche "Verhütungsmittel"
Extrakte aus diesem Gewächs sollen als „Verhütungsmittel“ dienen

Sie ließen uns das innere der Kakaobohne kosten, das wie dunkle Schokolade schmeckt.

Kakaobohnen in freier Wildbahn
Kakaobohnen in freier Wildbahn

Um eine Tarantel zu sehen, mußte Antonio in ihrem Baumnest herumstochern, bis endlich eine herauskam.

Antonio in BVB-shorts beim Tarantel-Ärgern
Antonio in BVB-shorts beim Tarantel-Ärgern

Ein gefährlich schönes Tier, daß elegant einen winzigen Ast herauflief.

TarantelNachts gingen wir auf Kaimanjagd.

zum Fürchten, ein kleiner Kaiman!
zum Fürchten, ein kleiner Kaiman!

Die unfaßbaren Adleraugen von Mario entdeckten nach langem Suchen einen Kaiman, den er mit der Hand aus dem Wasser zog. Natürlich mußten die Franzosen aus der Gruppe mit dem Kaiman in der Hand fotografiert werden, um ihre vermeintliche Tollkühnheit zu zeigen, befor er wieder ins Wasser durfte.

Antonio hatte eine kleine Anakonda unter seiner Hütte, mit der sich die ständig fotografierende Katalina aus Chile nicht auf ein Foto traute. Ich zeigte ihr, wie harmlos das Tier ist, solange man den Kopf festhält.

20160226_143236Abends spielten die Franzosen mit der Dorfjugend neben unserer Lodge Fußball, während mich die Mädchen zum Volleyball einluden.  Als ich ihnen meine Spiegelreflexkamera zeigte, wollten alle mal fotografieren. Einige waren erfolgreich. In der Lodge mit doppeltem Moskitonetz hielt sich das Mücken-aufkommen in Grenzen, nur zum Abendessen draußen versammelten sie sich. Ich war vorbereitet mit langen Hosen und langem Hemd aus speziellem Stoff, den ich zusätzlich bespüht hatte und durch den sie nicht durchstechen konnten.  So blieb ich die Einzige, die nicht gestochen wurde.

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Abends vor unserer Lodge
Um dem lauten Straßenverkehr in Leticia zu entfliehen, nahm ich ein Boot nach Puerto Narino, in dem es keine Straßen gibt. In der Paraiso Ayahuasca Lodge fand ich Unterkunft, ein mit wunderschönen, vom Besitzer Armando gemalten Bildern geschmücktes Zimmer samt Hängematte auf dem Balkon. IMG_1418Das hätte mein Lieblingsplatz werden können, wenn nicht der vom Langzeitgast Harry geliebte Fernseher darunter gewesen wäre.

Armando erzählte, wie er zum Schamanen wurde. Nach exzessivem Leben in Bogotà bekam er mit 32 Jahren Krebs. Er entdeckte das pflanzliche Rauschmittel Ayahuasca und nahm jeden Samstag etwas davon. Er änderte seine Lebensweise und Ernährun; da Fleisch toxisch ist, ißt er nur Fisch und frisches Gemüse ohne chemische Zusätze. Der Krebs verschwand. Jetzt bietet er Ayahuasca Zeremonien an. Die Visionen, die er dabei hat, verarbeitet er in seinen surrealen Bildern. Er unterrichtet Kunst und wirkt absolut mit sich im Reinen. Für eine Zeremonie konnte ich mich allerdings nicht so schnell erwärmen.

auf dem Boot nach Iquitos
auf dem Boot nach Iquitos

Ich wollte weiter mit dem „Rapido“ Boot nach Iquitos, Peru, das nur einen statt drei Tage braucht wie das Langsame, unangenehme Sanitäre Anlagen inklusive.

Iquitos
bei dem horrenden Straßebverkehr in Iquitos nützen auch keine schönen Wandmalereien

Hier wurden die Filme „Fitzcarraldo“ und „Aguirre, der Zorn Gottes“ von Werner Herzog mit Klaus Kinski gedreht. Wie es wohl damals zuging? Jetzt kommt man von der 700000-Einwohner-Stadt auf der Straße nicht weiter als 100 Kilometer, dann beginnt der undurchdringliche Dschungel. Trotzdem ist der Motorrad- und Motorcar-Verkehr horrend. Wie die Fahrzeuge wohl hierher befördert wurden? Boot oder Flugzeug sind die Alternativen.
Der einzig erträgliche Ort ist der Fußgänger- Boulevard am Fluß, wo der Langzeit-Radler Matthias, von Manaus mit dem Boot hergeschippert, und ich unser Stammlokal Fitzcarraldo entdeckten. Es gibt sogar Cusquena, ein Weißbier aus Cusco mit Machu Pichu-Aufdruck. Ausflüge zu anderen Restaurants endeten mit Flucht vor den Autoabgasen, beziehungsweise dem unerträglichen Lärm. 20160305_223737[1]Am Wochenende füllt sich das Amphitheater mit Zuschauern am Boulevard, die  sich bei seltsamen Performances amüsieren. Wir gönnten uns noch einen Besuch bei der Pilpintuhuasi Schmetterlingsfarm, bei der wir lernen konnten, wie Schmetterlinge gezüchtet werden.

von der Puppe...
von der Puppe…
entpuupt sich die Raupe

Auch vom Zoll beschlagnahmte Tiere wie ein Jaguar und ein Ozelot, sowie von der Polizei gefangene Affen, die zu Dieben abgerichtet wurden, finden hier eine neue Heimat. So kamen wir doch noch dazu, einen Jaguar, leider hinter Gittern, zu sehen.

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und wird zum Schmetterling

Ich konnte es kaum erwarten, Iquitos zu verlassen und nahm das nächstmögliche Flugzeug nach Lima. Beim Einchecken merkte ich, daß mein Handy weg ist. Wollte mich Iquitos nicht loslassen? Schließlich hatte ich eine Salsa-Bigband dieses Wochendende verpaßt, das Plakat erst jetzt gesehen. Mein Mobiltelefon wird warscheinlich noch in meinem Zimmer aufgeladen. Also raste ich raus und nahm einen Motorcar zurück zum Hotel, während ich mir ausmalte, was ich mache, wenn es nicht auffindbar ist. Der Manager sah mich, machte die Schublade auf und hurra, nahm es heraus! Glück gehabt, jetzt hieß es, das Flugzeug rechtzeitig zu erreichen, auch das klappte, gottseidank!

Tips für Leticia und Iquitos:

Oropax und Mund- beziehungsweise Atemschutz, Mückenabwehr und langärmelige Kleidung mitnehmen!

Ava-Tours gegenüber dem Waira-Hotel in Leticia kann ich für Ausflüge empfehlen, vermieten auch Zimmer und sprechen Englisch und Französisch. Im Waira gibt´s ein tolles Frühstücksbuffet.

Café Mona in Iquitos ist gut und nicht direkt an einer lauten Straße, so das man gemütlich sein Frühstück oder einen Snack einnehmen kann.

Kulinarik à la Colombiana

Die gute Nachricht zuerst: es gibt hervorragende Küche in Kolumbien, wie die berühmten Rausch-Brüder mit ihren im Land verstreuten Restaurants beweisen. Leider bin ich nicht dazu gekommen, diese auszuprobieren und rechtzeitig zu reservieren.
Als Reisende ist es in kleinen Orten und abgelegenen Gebieten selten möglich, gut oder gar vegetarisch zu essen. Bei Nachfrage zu Letzterem wird man oft kopfschüttelnd abgewiesen. Wer als Feinschmecker abnehmen will, ist hier an der richtigen Adresse. Er wird kaum das übliche Gericht wie weißer, geschälter Reis, frittierte Platanos oder anderes Fettgebackenes mit Schuhsohlen-zähem Fleisch verzehren.

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typische Snacks

In der Tatacoa-Wüste wurden mir dazu noch geschmacksneutrale Arepas und „Spaghetti“, Nudeln mit etwas Ketchup vermischt, angeboten. Trockener kann nur die Wüste sein!
Kein Wunder, daß mir Italiener erzählten, vor ihrer Rückkehr nach Italien bei ihren Müttern ihre Lieblingsmenues für mehrere Wochen bestellt zu haben und sich unbändig darauf freuten!
Auf dem Markt in Sylvia ließ mich der nette Kolumbianer vom Essensstand in die Töpfe gucken und siehe da, man kann durchaus lecker vegetarisch und heiß zu einem Spottpreis essen! Endlich!

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Bohnen gemischt mit Salat und Spaghetti, zum Nachwürzen gab´s hausgemachte scharfe Sauce statt Fertigsoße aus der Tube

In Cali entdeckte ich gleich drei naheliegende Vegetarische Restaurants, eines bot ein exzellentes Mittagsbuffet, bei denen die Kolumbianer Schlange standen!

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Lunch im Punto Verde, Cali

Abends probierte ich ein anderes, Italienisch inspiriertes mit Holländischen Bekannten. Meine Pasta war ok, nur leider wie fast immer in Kolumbien, zu trocken. Das selbstgebackene Brot machte es nicht saftiger.

Das künstlerisch dekorierte Nativo in Bogotàs Candelaria bietet Crèpes wie in Frankreich sowie andere vegetarische Spezialitäten wie gute Pasta und Jugos mit frischen Früchten.

Nativos lokale Spezialität
„Nativo“s lokale Spezialität kleine Kartoffeln, gebratene Platanos, Tofu, Avocado, Mais mit hausgemachter Salsa

Diese sind das absolute Highlight in Kolumbien. Ob Mangos, Papaya, Bananen, Ananas, rote, runde Lolos und viele völlig unbekannte Früchte, die ich selbst in Asien noch nie gesehen habe. Die frisch gepressten oder gequirlten Säfte sind wie die Fruchtsalate einfach göttlich!

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meine Favouriten

Das Leitungswasser in läßt sich in allen Städten gefahrlos trinken, in kleineren Orten bei Einheimischen nachfragen. Um die unsägliche Plastikflut zu vermeiden, kann man das Wasser bei Unsicherheit auch abkochen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Märkte in Sylvia, geheimnisvolle Statuen in St. Agostin und die Tatacoa-Wüste

Popayan begrüßt mich mit entsetzlich stinkendem Verkehr, die perfekt weißgetünchten Häuser können das nicht ausblenden. Jede Minute hat man das Gefühl, umgefahren zu werden. Also nichts wie weg auf den Aussichtspunkt zum Sonnenuntergang.

IMG_1139Er ist bereits gut besucht, natürlich dürfen Essensstände mit ungesunden Snacks und buntem Kinderspielzeug nicht fehlen. Ein übersteuerter Lautsprecher krächzt zu den „Vorführungen“, die manche zum Lachen bringen,  während die Sonne im Dunst untergeht.

Popayan am Sonntag
Popayan am Sonntag

Nur Sonntags kann man den Ort erradeln, die einzige Möglichkeit, vom Verkehr befreit zu sein.

IMG_1150Mich interessiert eher der Dienstags-Markt im nahen Sylvia, auf dem die freundlichen Guambianos ihre selbstgehäkelten und gewobenen Taschen, Obst und Gemüse verkaufen.

fast hätte ich etwas von dieser freundlichen Dame gekauft
fast hätte ich etwas von dieser freundlichen Dame gekauft

Nicht nur Lebensmittel, auch Fernseher, Marihuana und Tinkturen gegen alle erdenklichen Zipperlein werden feilgeboten.

20160216_112847St. Agostin lockt Touristen durch die immer noch nicht enträtselten, über 6300 Jahre alten Statuen an. Früher ein nettes Dorf, werden immer mehr Hotels gebaut, Souvenirshops säumen die Hauptstraße und statt Pferden werden Motorräder und Autos zur Fortbewegung  genutzt. Pferde existieren noch für Ausflüge zu manchen Steinfiguren. Unser war sehr interessant, aber nach 5 1/2 Stunden ohne Reithose doch nicht ganz schmerzfrei.

IMG_1265Beim entspannten Dschungelspaziergang im absolut empfehlenswerten Parque Archeologico genoß ich die Ruhe und  stellte mir vor, was die vor tropischen Baumformationen platzierten Statuen wohl darstellen sollen. Sie sollen Menschen, Götter und Tiere darstellen und haben Asiatische, Indigene und Einflüsse aus der Amazons-Region. Manche wirken harmlos, andere haben Dracula-Zähne, halten Affen oder Kinder in den Händen, die anscheinend geopfert wurden. Mich erinnern manche an die Statuen in Rapa Nui auf den Osterinseln.

IMG_1204Der Deutsche Ehnologe Korad T. Preuss entdeckte die erste große Statue 1913. Zahlreiche sind noch gar nicht gefunden worden, andere von Grabräubern gestohlen.

IMG_1172Weit außerhalb von St. Agostin vertreut, sind noch mehr Statuen zu entdecken. Wir machten daher einen neunstündigen Ausflug durch die bildschöne, serpentinenreiche Berglandschaft mit Kaffeeplantagen, soweit das Auge reicht. An manchen Steilhängen frage ich mich, wie jemand dort ernten oder gar leben kann.

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nicht mein „kleiner grüner Kaktus“

Die Wüste Tatacoa liegt auf dem Weg nach Bogotà, also nehm ich den Bus nach Neiva und von dort den Colectivo in die Wüste. Es soll sehr heiss werden, daher sind die Noches de Saturnia mein Ziel, um in deren Pool zu planschen. Ist auch nett, man kann in Hängematten, Dorms oder Zimmern mit eigenem Bad nächtigen. Essen und Trinken mitbringen ist verboten. Ich ahnte nichts Böses bis ich fragte, was es denn zum Abendessen gibt.  „Spaghetti“ mit etwas Ketchup, die eine Beleidigung für Italien sind, natürlich weißer, geschälter Reis, knochentrockene Arepas und Fleisch. Mit hungrigem Magen fällt es schwer, darüber einen trockenen Witz zu machen. So trocken kann nicht mal die Wüste hier sein, es gibt immerhin Kakteen und Sträucher.

IMG_1294So wanderte ich am nächsten Morgen fast allein durch die nahe rote Wüste, ein Guide ist überflüssig. Die graue Wüste sah ich dann auf dem Rückweg nach Neiva im Collectivo statt einen Ausflug zu buchen.

Tips:

Wer in Popayan übernachten möchte, sollte versuchen, etwas weg von den stark befahrenen Straßen zu finden. Das Hostel Trail hat ganz gute Informationen zu Ausflügen, ist aber sehr laut. Die „heissen Quellen“ sind nicht natürlich und nichts Besonderes. Wer nicht den Vulkan Puracé in acht Stunden erklimmen oder in den Natonalpark möchte, kann Dienstags in Sylvia den sehenswerten Markt besuchen.

In St. Agostin unbedingt den Parque Archeologico besuchen. Die Ausflüge zu den weitläufigen Statuen können anstrengend werden. Ruhige und saubere Unterkünfte zu humanen Preisen sind in der Finca El Maco zu finden, fast ruhig ist es im Los Moyos bei einer Familie. Beide liegen nur einen Kilometer vom Park.

 

 

Eine Ruhe-Oase in der Natur: die Finca El Maco in St. Agostin

Welcher Reisende braucht nicht gelegentlich mal seine Ruhe? In St. Agostin, Kolumbien, berühmt für seine 3300 vor Christus alten Statuen, die auch heute noch Rätsel aufgeben, kann er sie in der Eco-Finca El Maco finden.

IMG_1169Auf einem Hügel mit Sicht auf die umliegenden Berge liegen die Cabanas, Tipis und Chalets in einem Garten. Künstler dürfen hier ihre Kreativität ausleben, so ist jede einmalig.

20160217_142957[1]Meine Cabana betritt man über eine Treppe zum kleinen Balkon mit Hängematte, dann aufgepaßt, den Kopf einziehen, wenn man durch die niedrige Tür geht. Rustikale Ausstattung bestmmt das Bild, die Falltür führt zum Badezimmer. Statt von Autoverkehr, lärmenden Angestellten und Gästen wird man höchstens von Vögeln und Hühnern geweckt.

IMG_1161Die vom Schweizer René Suter geführte Finca legt viel Wert auf Nachhaltigkeit. Das Restaurant bietet eine ausgezeichnete Küche mit selbstgebackenem Brot und dem von hauseigenen Kühen stammenden Yoghurt.

Frühstück im El Maco
Frühstück im El Maco

Abends treffen sich die Gäste zum Abendessen, ich probierte das gut gewürzte und saftige rote Curry aus. Das muß man in Kolumbien mit der Lupe suchen!

Mehr Infos unter: www.elmaco.ch

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Ausflüge kann man über die dazugehörige Agentur Chaska Tours buchen. Wir machten einen Ausflug zu den Statuen mit den Pferden von Pacho, der nur Spanisch spricht und sich gut auskennt.

Danke für die Kooperation an die  Finca El Maco

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Cali Salsa Caliente

Cali gilt nicht ohne Grund als heißeste Salsa Stadt Kolumbiens. Und brütend heiß ist es! Im Stadtteil San Antonio angekommen, machte ich erstmal einen Spaziergang. Die schmalen Gassen waren fast menschenleer, alle Fenster und Türen vergittert, sogar geöffnete Läden und die wenigen Cafés haben vergitterte Türen. Einladend sieht das nicht aus. Es geschieht wohl aus Sicherheitsgründen, denn jeder hat mich vor Überfällen gewarnt.

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ganz normal in Kolumbien: ein Laden hinter Gittern

Das Schöne sind die tollen Graffittis und Wandmalereien.

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20160208_164215Eigentlich wollte ich nur zwei Tage bleiben, aber am zweiten Tag lernte ich Shannon aus Kalifornien, Alfredo aus Mexiko und die taube Gwen aus Frankreich kennen, mit denen ich in einer Bar am Parque Perros tanzen ging. So viel nette, junge Männer sieht frau eher selten in Kolumbien. Und Tanzen können sie! Zu Salsa, Bachata, Reggaeton und Choco ging die Post ab, daß der Schweiß über die Stirn lief. Von neuen Bekanntschaften ließen wir uns noch überreden,  in´s Menga mit zu fahren. Es dauerte und ich fragte mich, ob wir nicht etwas unvorsichtig waren, da Cali doch so gefährlich sein soll. Unsere Begleiter waren gottseidank sehr nett und wir tanzten noch die halbe Nacht. Dienstags gegen 3 Uhr morgens war der große Club noch halbvoll.

Es half nichts, ich mußte meinen Aufenthalt um ein paar Tage verlängern! Steven aus den USA macht hier Salsa-Ferien und kann sich nicht entscheiden, ob er noch einen Monat verlängert oder nur zwei Wochen. Er empfahl mir einen Salsa-Kurs. Frauen und Männer aller Altersklassen, Einheimische und Ausländer, wärmten sich erstmal auf, bevor wir die Schritte lernen. Später wurden wir dann in Anfänger, Fortgeschrittene und Fast-Profis aufgeteilt, ein Riesenspaß! Ein lustigeres Kreislauftraining kann ich mir nicht vorstellen!

20160210_230202Abends ging´s dann in die Praxis, erstmal Live-Musik im Punto Baré, dann nebenan in´s Topa Tolanda.

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Don Herbert

Klar, daß wir auch Don Herbert ausprobieren mußten, eine kleine Salsa-Bar mit einer Art Parkplatz davor inklusive Bier- und Chipsverkaufswägelchen, drinnen konnte ich meine gelernten Drehungen in der Praxis anwenden, klasse!

Cali by night
Cali by night

 

 Tips für Cali:

Wer Salsa liebt oder es lieben lernen möchte, ist hier an der richtigen Adresse. Bei der Manisero Salsa School neben dem Exito San Fernando kann man einfach zum Gruppenkurs antanzen, Privatkurse bieten sie auch an wie viele andere. Im Tostaky Hostel werden gelegentlich Gratis- oder Privatkurse angeboten, beides wie das Manisero sehr empfehlenswert! Es ist ideal, um Leute und Mittänzer kennen zulernen. Das einzige Hostel, in dem man draußen ohne Gitter sitzen kann.

Überfälle sind an der Tagesordnung, also nur das nötige Kleingeld mitnehmen, sich nicht verrrückt machen lassen und Einheimische fragen, wo es nicht sicher ist. Im Tostaky bekommt man einen Stadtplan, in dem die gefährlichen Gegenden markiert sind.

Das historische Viertel mit Kirchen und Museen läßt sich von San Antonio leicht zu Fuß erreichen. Das Gold-Museum befindet sich in einer Bank, ist gratis und ideal, um sich etwas abzukühlen mit seiner Klimaanlage.

Chillen, Wandern, Reiten und Kaffee trinken in der Zona Cafetera

Während in Barranquilla die Hüften beim Carneval schwingen, in Deutschland „entwaffnend“ (von führenden Politikern empfohlen) Karneval gefeiert wird, wird in der Zona Cafetera Kolumbiens gechillt, was das Zeug hält.

Filandia

Im übersichtlichen Filandia ist selbst in der Disko nichts los, Musik spielen muß sie trotzdem neben meinem sehr schönen Bremen Hostel.

IMG_1069Bei der Kaffeefarm-Tour lernen wir, wie man die roten Bohnen pflückt, drehen! und die 2fache Schälung vonstatten  geht.

hiermit wird traditionell die rote Schale geschält
hiermit wird traditionell die rote Schale geschält

Zuerst werden sie in einem traditionellen Trichter von der roten Schale befreit, dann mit einem überdimenionalen Holzstab zerstoßen, damit die 2. Schale abfällt.

IMG_1085Im Topf werden die weißen Bohnen geröstet, danach gemahlen. Aufbrühen, fertig ist der handgemachte Kaffeegenuß!

Laura aus Spanien beim Rösten
Laura aus Spanien beim Rösten

Laura empfieht mir die Hacienda La Serrana in Salento.

Salento
Salento

Kaum im Grünen mit wunderbarem Bergblick angekommen, sind alle etwaigen Anspannungen wie weggeblasen!

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Aussicht vom La Serrana

Chillen ist die Hauptbeschäftigung.

20160204_193350Abends trifft man sich zum Barbeque, das wegen Regen ausfällt. Stattdessen lassen wir uns Mexikanisch bekochen, während über uns die (nicht von uns!) ausgetrunkenen Weinflaschen hängen.

Das mit Abstand schönste Erlebnis war der vierstündige Ausritt in sehr unwegsamen Gelände auf abenteuerlichen, steingen, rutschigen Pfaden.

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so sahen die meisten Wege nicht aus!

Die Pferde meisterten alles mit Bravour, wir genossen die traumhafte Landschaft!

20160206_130404Fast unmöglich, dieses Erlebnis zu übertreffen, die Wanderung in´s Cocora-Tal, berühmt für seine atemberaubend riesigen Wachspalmen kann in Sachen Schönheit durchaus mithalten.

IMG_1123Das Nachtleben in Salento beschränkt sich auf den Hauptplatz, wo mancher sich als Musiker probiert. Eine Bar spielt Salsa, ein Mann alleine tanzt, meine männlichen Begleiter aus dem La Serrana nehmen sich ein Bier zur Brust. Rachel aus Frankreich bringt Stimmung in die Runde und schenkt aus ihrer Rotweinflasche aus. Ihre junge Französische Truppe, die frei in Wohnwägen lebt,  gesellt sich dazu und wir begeben uns zur Tanzfläche. Nur zwei, drei Paare tanzen, während die anderen Kolumbianer zusehen. Diese habe ich ganz anders als Partytiger in Erinnerung!

 

Tips für die Zona Cafétera:

Filandia eignet sich nicht für unbedingt Alleinreisende, Salento ist lebendiger und die Hacienda La Serrana klasse zum Kennenlernen anderer Reisender! Reservieren empfehlenswert. Salento gilt als sicher, nur wegen der vielen Polizeipräsenz oder sowieso? Omar Hernandes (über La Serrana buchbar) kann ich für die Ausritte empfehlen. Bei der Wanderung in´s Cocora-Tal eine Karte organisieren, weiter nach Acaime zum Vögel beobachten lohnt den Eintritt nur für Aficionades. Eine Kaffeetour bei einer aktiven Farm buchen, ca. 18000 Pesos.

Von Bogotà in´s entspannte Villa de Leyva

Im „Eldorado“, dem Flughafen Bogotàs angekommen, erfuhr ich vom netten Kolumbianer in der Touristeninformation, wie man mit öffentlichen Verkehrsmitteln einfach nach Candelaria, dem touristischen Zentrum Bogotàs, kommt. Der Alimentador-Shuttle Bus fuhr mir vor der Nase davon, der Transmilenio-Bus mit eigener Busspur, ebenfalls. So war es doch nicht so bequem, wie ich es mir vorgestellt hatte. In Candelaria angekommen, konsultierte ich zum Finden meines Guesthouses die Polizei und kam samt Blinklicht in den Genuß, hinter Gittern mal mitzufahren. Dabei wären es nur ein paar Schritte gewesen!

IMG_1303Um sich vom Jetlag zu erholen oder gar zu schlafen, eignen sich die Gasthäuser keineswegs, ich geriet sogar vom Regen in die Traufe, als ich zum Fatima wechselte. Nette Zimmer und kommunale Räume zum Relaxen, Essen, Draußen-Rauchen und Fernsehen wirkten gemütlich. Ab Nachmittags durfte ich dann den Lärm in Quadrophonie aus allen Richtungen und Räumlichkeiten ertragen.

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Graffitti vom Eldorado

Früher verboten, sind jetzt farbenfrohe Grafittis überall in Bogotà zu bewundern. Gut gegen Jetlag und wenig Schlaf empfehle ich unbedingt das Botero Museum.

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Es bietet nicht nur Boteros farbenfrohe, barocke Malereien und Skulpturen, sondern Picasso, Miro, Max Ernst und die französischen Impresssionisten, sondern experimentelle Kunst im Nebentrakt, alles für lau!

Das Genie von Max Ernst
Das Genie von Max Ernst

Um die Nacht zum Tag zu machen, mag Bogotá gerade richtig sein, ich brauchte Erholung und nahm den bequemen Direktbus nach Villa de Leyva. Die weißgetünchten, mit Blumengirlanden verzierten Häuser in den mit übergroßen Steinen gepflasterten Gassen sind fast zu schön, um wahr zu sein.

20160131_162557_resizedDie umliegenden Berge lassen sich gut erwandern. Nur bei 35 Grad machten eine Bordelaiserin und ich nach zwei Stunden kehrt, um ein Eis zu essen. Jede Menge Sehenswürdigkeiten werden  hier angepriesen. Die tiefen „Blauen“ Seen nehmen nur diese Farbe an, wenn der Himmel blau ist und lohnen nicht den Eintrittspreis. Das Terracotta-Haus ist etwas für Gaudí-Aficionades.

Terracotta-Haus
Terracotta-Haus

Nach drei Tagen Balancieren auf den überdimensionalen Plastern taten mir die Füße weh! Neue Abenteuer warteten im Kaffee-Anbaugebiet.

Tips für Bogotà:

Budgetreisende mit nicht zu schwerem Gepäck können vor dem Flughafen den kostenlosen Alimantador-Bus zum Portal del Dorado nehmen, von da fährt der Transmilenio J6 Richtung Universitario nach Las Aguas. Von dort sind es nur ein paar Schritte zu den Hotels und Hostels Candelarias. Ohropax nicht vergessen, wer schlafen möchte! Zurück nimmt man die Numero K86, die direkt von Las Aguas, beziehungsweise Universitario zum Flughafen fährt.

Das Tourismusbüro bot kostenlose Walking-Tours für Historien-Interessierte an, bei denen auch Geschichten zu den Menschen auf den Geldscheinen Kolumbiens  nicht fehlen. Dann erfährt man auch, warum dieser Mann sein Herz verlor.

20160128_144124Dort liegen die Bogotà Post, die über aktuelle Themen wie den Zika-Virus und Veranstaltungen top informiert.

Um die Ecke der Touristen-Info kann man hervorragenden Kaffee in schönem Ambiente zu humanen Preisen bei der Escuela de Baristas erleben, statt sich bei Juan Valdez abzocken zu lassen.

Radtouren für Aficionades bietet unter anderen Carlos vom Fatima an, obwohl Bogotà mit seinen Hügeln und zweispurigen Radwegen von Nord nach Süd nicht gerade ideal dafür ist. Wegen der permanent überfüllten Busse wird Radeln immer beliebter, es gibt neuerdings das Bici Picnic Bogotá als Treffpunkt.

 

Feiern auf Kolumbianisch

Feiern auf Kolumbianisch

Als ein Freund mir von Bogotà´s Salsa- und Rumbapartys vorschwärmte und mich nach Kolumbien einlud, konnte ich nicht widerstehen. Beim Erwähnen von Kolumbien fallen den meisten Menschen die längst vergangenen Drogenkriege, Entführungen durch Rebellen und Shakira ein. Die Drogenkriege führten einmal sogar zum Sturm des Kartells auf den Justizpalast mit vielen Toten, weil die Regierung es wagte, einen Drogenboss anzuklagen. Bei meinem Besuch war der Palast von künstlichen Riesen-Ameisen übersäht, es handelte sich ganz harmlos um eine Kunstinstallation.

Der echte George Young, im Film „Blow“ gespielt von Johnny Depp, sorgte damals eine Zeitlang für reißenden Absatz von Pablo Escobar´s gelieferten Rauschmitteln, weil die Kunden seines Kontaktmanns, ein Prominentenfriseur in LA, Unmengen davon konsumierten. Daran hat sich anscheinend nicht viel verändert, die Drogenkriege dagegen haben sich nach Mexiko verlagert, die Rebellen fangen sogar an, mit der Regierung zu verhandeln und halten sich normalerweise in Malaria verseuchten Dschungelgebieten auf.

Bogotà liegt auf 2600 m und eigentlich wäre Ausruhen empfehlenswert nach dem langen Flug, aber es half nichts, wir mußten die umliegenden Bars und Clubs der Wohnung meines Freundes unsicher machen. Hier im Norden Bogotàs konnten wir gefahrlos nachts zu Fuß herumlaufen!

Trotzdem wird man in manchen Lokalen nach Waffen? abgetastet. Nicht nur, denn die Kolumbianer schmuggeln gerne Rumflaschen hinein. Wer das Lokal verläßt, muss seine Rechnung vorzeigen, ob auch bezahlt wurde.

Die Einheimischen verstehen zu feiern und zu trinken und das nicht zu knapp. Am nächsten Tag rief seine beruechtigte Kollegen-Clique an, daß der Chef gerade gegangen sei und die Flasche Aguardiente geöffnet wurde. 15 Minuten später kam ein Anruf, daß sie bereits in´s Lokal um die Ecke weitergezogen waren. Kaum betraten wir das Lokal, es war ca. 20:30 Uhr, wurde abgetanzt, dass die Wände wackelten. Dazu wird literweise Bier und Rum getrunken. Leider hat an diesem Tag meine neue Digitalkamera schlappgemacht als ich den Hausberg besichtigen wollte, super! So konnte ich die Salsa-Tänze bisher nicht filmen. Während ich nach den nächtlichen Gelagen ausschlafen und mir die Stadt mit dem wundervollen Botero- und Goldmuseum anschauen konnte, mussten mein Freund und seine Kollegen zur Arbeit und abends natürlich wieder auf die Piste.

2600 m von Bogota in’s Tal und wieder hinauf auf 2200 m ging´s kurvenreich per Bus nach Manizales mit seinen herrlichen Kaffeeplantagen. Weiter in Medellin, berüchtigt wegen des ehemaligen Drogenkartells, entpuppt es sich als eine relativ sichere Großtadt. In der Gegend, in der ich unterkam, reiht sich ein Lokal an das andere, und wir hätten abends sicher die Gegend unsicher machen können. Stattdessen kochten und mixten die jungen Argentinier im Guesthaus ihre Cocktails selber, Salsa- oder Tango-Tanzen fiel daher flach.

Der Carneval in Barranquilla nahte, daher wurde es Zeit, den Nachtbus ins tropische Cartagena zu nehmen. Es erinnert mich an Fotos von Havana mit seinen Kolonialbauten und den engen Gassen mit seinem lebendigen Treiben.

Um zum Carneval zu kommen, muss man um 5 Uhr los, um rechtzeitig vor 10 Uhr da zu sein, bevor die Stadt gesperrt wird. Jede Menge Warnungen habe ich über den Carneval gehört, hoffentlich kommt mir meine neu erstandene Kamera nicht abhanden! Sie befindet sich gut versteckt unterm T-Shirt. Mit dem Bus angekommen, trafen wir die Kolumbianer, bei denen einige als couchsurfer untergekommen sind (sie schlafen auf dem Boden in ihren Schlafsäcken). Für den Österreicher Matthias und mich war weder eine Couch noch sonst ein Flecken frei, daher müssen wir wohl mit dem Bus abends nach Cartagena zurück.

Die Einheimischen raten uns, jetzt bereits Rum und Bier einzukaufen. Bei der Affenhitze mittags verzichte ich. Während die anderen in der prallen Sonne beim lauen Getränke-schlürfen der Parade zusehen, genehmige ich mir kaltes Bier an den Bars im Schatten. Irgendwann verabschieden sich die Kolumbianer, um sich für die abendlichen Feiern auszuruhen. Am späten Nachmittag müssen dann Matthias und ich schweren Herzens den Bus zurück nehmen. Er fährt quer duch die Stadt, wo überall bereits getanzt wird! Die Kostümierten von der Parade sind ebenfalls dabei. Zurück in Cartagena ist mein Begleiter müde, ich auch, aber die Argentinierinnen Mara und Guadeloupe schleppen mich noch in die Havana Bar mit toller Salsa-Live Band, immerhin ein kleiner Trost!

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