Schlagwort-Archiv: Stefan Loose

Nachhaltig Reisen, mit 8 Tips leicht gemacht

Ökotourismus ist uncool? Wer einmal beim Schnorcheln statt Fische und Korallen zu bewundern, durch den Müll an der Oberfläche schwamm, vergißt das nie! Bei meiner Indonesien-Reise war die Strömung ungünstig und da durfte ich diese unvergeßliche Erfahrung machen.

Strand bei Labuan Bajo, Flores

Vor der Reise lohnt es sich, zu überlegen, was man außer Stofftüten  mitbringen sollte. Einen großen Coffee-to-go Becher kann man mit Tee, Kaffee oder Suppe auffüllen. Die in tropischen Ländern frischgespressten Fruchtsäfte oder Fruchtsalate und das selbstgemachte Müsli schmecken darin besser als in Plastik. Im Flugzeug freut sich die  Stewardess über weniger Arbeit, wenn sie Wasser in die mitgebrachte Trinkflasche einfüllt, den Wein kann sie in den Coffee-to go Becher einfüllen.

Einen guten Wasserfilter von zu Hause mitbringen erspart den Kauf von Wasser in Plastikflaschen. Man kann es auch abkochen, abkühlen lassen und in seine mitgebrachte Stahlflasche einfüllen. Am besten schmeckt es mit Limonensaft und/oder frisch geschnittenem Ingwer.

Jetzt kann man sogar in Thailand für unglaublichen 1! Baht, circa 3 Cent, einen Liter Trinkwasser auffüllen!

da staunt Sänger Ryan, daß ich freiwillig radfahre

In flachen Regionen ein Fahrrad zu leihen erzeugt keine stinkenden Abgase, lärmt nicht und man tut etwas für seinen Kreislauf und die Fitness.

Entgegen anderslautenden Empfehlungen der einschlägigen Handbücher wie Lonely Planet und Stefan-Loose-Reiseführer, die fast immer aus undurchsichtigen Gründen Taxis und Shuttle-Bussen den Vorzug geben, konnte ich sehr wohl mit öffentlichen Verkehrsmitteln durch Lombok und Bali reisen. Einfach vorher zum Beispiel bei travelfish oder Einheimischen informieren. Ein paar Worte in Indonesisch und Hartnäckigkeit sind von Vorteil, dann fährt man oft bequem und meistens schnell mit dem Bemo-Kleinbus für ein Drittel Rupias durch die Lande. Der beste Platz für Langbeinige ist rechts von der offenen Eingangstür, oft ist noch Platz für´s Gepäck, man kann seine Beine ausstrecken und bekommt den Fahrtwind in´s Gesicht. Die Reihe hinter oder neben dem Fahrer ist die Schlechteste, weil sie vom schlecht abgedichteten Motor schweißtreibend erhitzt wird. Mit den freundlichen Mitreisenden, immer Einheimische, konnte ich ein Schwätzchen halten und oft wurde mir ein Snack angeboten.

Beim Früchte- und Gemüse-Kauf Unverpacktes in seinen Stoffbeutel einfüllen, das spart Plastiktüten und Verpackung.

Klimaanlagen, schädigen die Umwelt und tragen zur Erderwärmung bei. Das Meerwasser ersitzt sich so stark, das bereits viele Korallen abgestorben sind. Ein anständiger Ventilator und Fenster, die man nachts offen lassen kann, am besten mit Mosquitoscreen, genügen bei tropischer Hitze völlig. Leider sind letztere nicht besonders populär in Indonesien, manche Fenster lassen sich gar nicht öffnen oder sind ebenerdig ohne Gitter, so daß jederman hineinfensterln kann.

Im Eco-Resort nächtigen, zum Beispiel von  Green Pearls,  ist eine andere Möglichkeit, nachhaltig zu reisen. Das muß nicht die Welt kosten wie beim  El Maco Resort in St. Agostin, Kolumbien oder In Lombok´s Rinjani Mountain Garden, der ein eigenes kleines Wasserkraft- und Klärwerk sein eigen nennt. Es gibt interessante Projekte kennen zu lernen wie beim luxuriösen Tongsai Bay Resort von Green Pearls auf Ko Samui, das einen eigenen Biogarten betreibt und seine Reinigungsmittel aus traditionellen, rein natürlichen Zutaten herstellt: http://horizonteentdecken.de/das-tongsai-bay-resort-eine-oase-in-koh-samui/. Abgeschiedenheit und Ruhe mit rustikal-charmantem Ambiente samt exzellentem Italienischem und Indonesischem Essen findet man auf den Secret Gilis in der Eco Gili Asahan Lodge.  Das Zeavola Green Pearls Resort engagiert sich für das  Dorf nebenan und den Schutz der Korallen auf Ko Phi Phi in Thailand :http://horizonteentdecken.de/eco-outdoor-feeling-pur-im-zeavola-auf-koh-phi-phi-thailand/

Wer seiner Liebsten etwas Besonderes gönnen möchte oder zum Honeymoon unterwegs ist,  kann sich im ältesten internationalen Eco Resort Bali´s, dem Jungle Retreat, nach Strich und Faden verwöhnen lassen, Chef I. Ketut Bagiada kreirt jeden Monat ein neues Gourmet-Menue und die Massage ist göttlich!

Es existieren bereits lokale Projekte, um Plastik zu vermeiden und dieses einzusammeln. Darüber Reden, Schreiben und Unterstützen hilft.

Beauty-Produkte nach traditionellem Rezept von ubud botany

Die studierte Botanikerin Dewi von www.ubudbotany.com in Ubud´s Kajeng Straße in Bali gibt nicht nur Workshops für selbstgemachte, Balinesische Beauty-Produkte und Botanische Spaziergänge, sondern verwendet von Schülern eingesammelte, ehemalige Saft- und Schnapsfläschchen wieder. Ausschließlich lokale Farmer-Produkte werden für ihre naturreinen Shampoos, Sonnenlotions und Öle verwandt.

www.trashhero.org engagiert sich mit Schulprogrammen und Gemeinden, um auf den Plastikmüll und seine Auswirkungen aufmerksam zu machen. In Thailand, Malaysia, den Philippinen, sogar in New York, überall, wo es nötig ist, wird wöchentlich mit Volontären der Müll an Stränden und anderswo gesammelt. Warum nicht mitmachen, statt immer die gleichen Sehenswürdigkeiten mit anderen Touristen abzuhaken? Die Zeiten stehen auf der Webseite.

.

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Luxury Planet statt Lonely Planet

Es war einmal eine Zeit, da brach Tony Wheeler mit seiner Frau auf, durch die Welt zu reisen. Nach langen Monaten kamen sie fast Pleite zurück. Sie setzten sich an ihren Küchentisch und schrieben ihr erstes Handbuch nieder. Es verkaufte sich überraschend gut. Der Lonely Planet Reiseführer war geboren. Einst für Traveller gedacht, die sich Zeit nehmem möchten, um Land und Leute kennenlernen zu lernen. Das Budget war so gering wie die Dauer der Reise lang. Handbücher wie der Lonely Planet und Stefan Loose halfen mit, öffentliche Verkehrsmittel nehmen zu können statt sich von Schleppern, Taxi- und Rischkafahrern über´s Ohr hauen zu lassen. Symphatische, saubere Gasthäuser mit Gemeinschaftsräumen zum Austauschen von Geschichten wurden empfohlen.

Die Zeiten sind entgültig vorbei. Jetzt gehört der Lonely Planet der BBC. 80 % der darin enthaltenen Unterkünfte, da steht ihm der Loose-Reiseführer in nichts nach, sind Mittelklassehotels und Luxusherbergen, die besonderen Empfehlungen gehören ausschließlich der letzteren Kategorie. Die Behauptung, Empfehlungen beruhen auf Erfahrungen, die unabhängig gefällt werden, sind lächerlich. Keiner vergönnt es dem Schreiber, wenn er sich vom Luxusresort verwöhnen läßt. Nur wem nützt es außer ihm? Der Luxusreisende interessiert sich garantiert nicht für diese Handbücher. Der Budgettraveller ärgert sich über unnötigen Ballast.

Emmisionsschutz und Umweltbewußtsein werden selbstverständlich ebenfalls behandelt, ist ja gerade in Mode. Sollte eine Unterkunft keine Aircondition anbieten, wird die bemängelt. Sehr umweltfreundlich!

Ist das Buch von seiner Geschwätzigkeit noch nicht schwer genug, werden die Unterschiede von Bahn, Bus, Flug, geliehendem Auto mit oder ohne Chauffeur beschrieben. Ein sinnvolles Buch für gebildete Budgetreisende und ein mehrere Kilo schweres Luxury Planet Handbook für Neulinge oder diejenigen, die mit Chauffeur unterwegs sind, wäre eine Option, die beide zufriendenstellt.

Haie, Krokodile und andere Hindernisse in Java und Sulavesie

An der Rezeption unseres Hostels, bei den Guides sowie beim oft unsäglichen Stefan Loose Guidebook hiess es, man könne von Lavang aus ganz leicht den Bromovulkan Javas in 2 Stunden erklimmen. Ein aelteres Schweizer Paerchen, ein junges Deutsches, ein langhaariger immer etwas schlaefriger Schwede, der meinte, wenn der Schwede, trinkt, dann muessen es 5 – 10 Bier sein, ein Spanier und ich wollten also zu Fuss gehen.

 

Nachts um 3 stand ich auf und draussen meinten die Guides, die anderen waeren gerade losgegangen. Licht war keins zu sehen, dafuer rasten alle 15 Sekunden Jeeps an mir vorbei, in laengeren Abstaenden Motorraeder, die fragten, ob ich mitfahren wollte. Der Weg zog sich, die anderen waren nicht zu sehen und da die Jeepskolonne nicht aufhoerte, handelte ich mit einem Motorradfahrer einen guten Preis aus und war heilfroh, warm angezogen zu sein.

Gottseidank hatte ich die richtige Entscheideung getroffen, vorm Sonnenaufgang waren wir am einem der Aussichtspunkte der Vulkane und waermten uns erstmal mit einem Kaffee auf, wobei ich gleich von jungen Maennern umringt war, die alle Fotos mit mir wollten. Wenn sie bloss fotografieren koennten!

coole jungsLangsam wurde es heller, einige Wolken bedeckten das Tal, die Sicht war jedoch gut, der Blick ueber die Vulkane atemberaubend.

KraterNach Sonnenaufgang wurde ich zum Bromokrater gefahren, an dessen schmalem Rand man entlang balancieren kann. Ein Taiwaner spielte zur phaenomenalen Aussicht Floete, herrlich!

IMG_3062

Krater m Musik Spaeter wieder im Hostel stellte sich heraus, dass auch die anderen ein Motorrad gechartert hatten, weil der Weg sich unendlich hinzog!

In Surabaya machte ich kurz Station, um nach Makassar, Sulavesie zu fliegen. Sura bedeutet Hai fuer Tapferkeit, Baya Krokodil fuer Gefahr. Passenderweise hatte Surabaya fuer mich den Klang von Freiheit und Abenteuer, als ich meine Nase so tief in Piratenromane der Java- und Chinesischen See steckte, dass mir die Buecherei verboten wurde, um dieselbige mehr in Schulbuecher zu vertiefen. Ahnte mein Vater, dass ich mit zwoelf plante, als blinder Passagier von Hamburg nach Australien auszuwandern?

Parade im Park
Parade im Park

Da kann die Realitaet nicht standhalten, die 4 Millionen Einwohner sorgen fuer genug Verkehr mit neuen Gelaendewägen und Motorraedern, alten Bussen und Rikschas, die teurer sind als jedes Taxi auf den modern ausgebauten Strassen, schoen angelegte Parks erfeuen das Auge, den Frachtenseglerhafen fand ich auch hier nicht, ein nicht endenwollender Tropenguss zwang mich an einenTeestand und mir verging die Lust, weiterzusuchen. Im Bus zurueck wurde ich mit grossem hallo begrusst, eine Schuelergruppe scharte sich um mich und wollte alles wissen von mir, wir hatten so viel Spass, dass der ganze Bus schmunzelte, als ich ausstieg.

im BusUm diese Zeilen schreiben zu koennen, galt es einige Hindernisse zu ueberwinden. Es regnet in Stroemen, die Strassen von Makassar, der Hauptstadt Sulavesies, sind halb ueberschwemmt, Fusswege zugeparkt oder von Garkuechen besetzt. Nachdem 3 Einheimische mich in 3 verschiedene Richtungen geschickt hatten, gab mir ein Polizist eine praezise Beschreibung. Die staendigen Fragen von Rikschafahrern ignorierend  fand ich das beschriebene Internetcafe  unbeleuchtet und wenig einladend vor. Mein Mut sank, als ich versuchte, die schwarz verklebte Glastuer zu oeffnen. Schusswechsel und laute Geraeusche von Videospielen erfuellten den Raum, auch das noch! Am Ende des Raumes meinte die Mitarbeiterin “upstairs”, und oh Wunder, oben gab es moderne Computer und Monitore! Fotos liessen sich nicht laden. Klappt erst einen Tag später.