Archiv der Kategorie: München-Highlights

Heldenschmieden, Teecocktails & fairer Genuss auf dem Tollwood

Irritierend fasziniernde Birdman-Aliens leuchten auf dem Tollwood-Gelände und necken Passanten mit ihren Riesenschnäbeln. Nach ausgiebiger Geschenke-Recherche knurrt mein Magen und frieren tu ich auch. 

Da lockt der White Rabbit Stand mit Cocktails auf Teebasis. Alice im Rausch, der Irische Hutmacher oder der wilde Mexikaner? Ich probier von allen und finde sie nicht zu süß mit leichtem Teegeschmack im Abgang, grandios! 

Der Magen knurrt und ich begebe mich in´s Esszimmer zum Schmeckerling-Stand, wo die goldene Sojamilch mit indischen Gewürzen auf mich wartet.

Kürbispürre wird mit Gemüse zur Glücksbowl

Beim Schmeckerling-Stand ist alles fair und bio, da schmeckt die Glücksbowl  doppelt gut! Die Burger sind auch lecker mit hausgemachter Sauce, bloß Weißmehlsemmel sind nicht mein Geschmack. Der vegane Lebkuchen ist göttlich!


Auf geht´s zur Heldenschmiede in meinem Lieblingsort auf Tollwood: dem Weltsalon! Die Veranstalter lassen sich immer interaktive Aktionen einfallen, die zum Nachdenken anregen, mitmachen!

Da konnt ich eine Trump-Figur herzen unter dem Hashtag#hugsnohate.

Hier im Weltsalon spielen kommenden Freitag die Souligen Troulbeshooters und Im Hexenkessel laden diese Woche die Salsa-Band Palo Santo und die Soulband Troubleshooters ein, das Tanzbein zu schwingen, ich bin dabei!

Insgesamt 12 Preise regneten auf die zukünftigen Regie-Stars beim Filmschoolfilmfest München

Unter dem Motto: Mission Film: Possible konnten die Zuschauer des Filmschoolfests München vom 18.-24. November 46 schräge, lustige, erklärungsbedürftige, belanglose, spannende und überraschende Studentische Kurzfilme im gut besuchten Filmmuseum anschauen.
Am 24. 11. 18 wurde die Preise verliehen und anschließend angemessen in der HFF, der Filmhochschule Münchens, angemessen gefeiert.

Die Festivaljury und weitere Jurys der Preisstifter konnten aus 30 Spielfilmen, 8 Dokumentar-, 5 Animations- und 3 Experimentalfilmen ihre Sieger küren, die Preisträger*innen freuten sich über insgesamt  56.500 €.

Der Hauptpreis VFF Young Talent Award des 38. FILMSCHOOLFEST MUNICH ging an die lakonische Komödie “Excuse Me, I’m Looking for the Ping-Pong Room and My Girlfriend“ von Bernhard Wenger. Er gewann damit 10000 €! Die Jury mit Phillip Gröning, Asja Krsmanivic, Tice Oakfiled, Antonis Papadopoulos and Sinje Köhler sagten: „Wir waren fasziniert von dieser ungewöhnlichen Reise der Selbstfindung eines sehr inaktiven Antihelden.“
Über den ARRI-Preis für den Besten Dokumentarfilm (dotiert mit Sachleistungen im Wert von 4.000 Euro), freute sich „Son of Wind“ Regisseur David Noblet. Noblet studiert am National Institute of Performing Arts (INSAS) in Belgien und seine Dokumentation begleitet den kleinen Panpan, der in Peking beim Großvater lebt, während der Vater im fernen Frankreich Geld verdient.

Der Student Camera Award (2.000 Euro von Film & TV Kameramann) für die beste Bildgestaltung ging an DP Cem Demirer für den Film „End of Season“ (Regie: Zhannat Alshanova, London Film School). Wie Demirer uns mit Farben, Schattierungen und Kamerabewegungen nicht nur die Melancholie des Herbstes, sondern auch die Zwiespältigkeit seiner Hauptfigur spüren lässt, hat die Jury überzeugt.

Der mit insgesamt 2.500 Euro dotierte zweiB-Award für die beste Animation geht ebenfalls nach Großbritannien an den Film „Facing it“ von Sam Gainsborough (National Film and Television School Beaconsfield). Sein Protagonist Sean ist aus Knetmasse geformt, einem Material, das sich ständig verändert und es nie schafft, die ursprüngliche Form anzunehmen, so wie die Hauptfigur ständig durch die Einflüsse anderer verändert wird.

Der Luggi-Waldleitner-Preis für das beste Drehbuch (3.000 Euro) geht an Michal Ďuriš, der das Drehbuch für „A Warm Comedy about Depression, Madness and Unfulfilled Dreams“ zusammen mit Sophia Boyd und Emil Smoliga schrieb und anschließend auch Regie führte (Academy of Performing Arts, Bratislava). „In nur 20 Minuten schaffen es die Autoren, vollkommen abgerundete Charaktere zu erschaffen, die uns subtil von der Zerbrechlichkeit ihres Familienlebens erzählen.

Der Panther-Preis für die beste Produktion eines Films einer europäischen Hochschule geht nach Finnland und ist mit 5.000 Euro dotiert. Hannu-Pekka Peltomaa entführt uns in seiner rabenschwarzen Komödie „Rose Garden“ in ein trostloses Altersheim, aus dem drei ungleiche Freunde ausbrechen wollen. Die Jury sagt: „Die Kernbotschaft der Träume unserer heroischen Gruppe geht weit über eine schlichte Charakterisierung der älteren Menschen hinaus und kritisiert in aller Schärfe eine Welt, in der Kriminelle besser behandelt werden als ältere Menschen.“ Toller Film!

Jury-Präsident Philip Gröning vergab eine Special Mention of the Jury President an den Film “Landing” von Wong Kam (Hong Kong Academy for Performing Arts) und würdigt damit einen Film, der einer Hauptfigur viel Liebe entgegen bringt, die im wirklichen Leben wohl eher gemieden und verachtet würde.

ARTE-Zuschauer dürfen sich auf „Schoolyard Blues“ freuen, der 2018 den ARTE-Kurzfilmpreis gewonnen hat. Es ist der Abschlussfilm der jungen schwedischen Regisseurin Maria Eriksson Hecht und sie erzählt darin eine tief berührende Geschichte über zwei Brüder, in der der ältere Bruder den Jüngeren auf das Schulleben und das Leben an sich vorbereitet. Die ARTE-Jury stellt fest, dass das Thema der Gewalt unter Heranwachsenden leider große Aktualität hat und dass sich die beiden jungen exzellenten Hauptdarsteller nicht nur in das Herz des Zuschauers spielen, sondern dass dieses kurze Stück Kino sich auch gerne in einen langen Spielfilm verwandeln könnte.

Die Jury, die den mit 3.000 Euro dotierten Wolfgang-Längsfeld-Preis vergibt, macht sich regelmäßig auf die Suche nach dem originellsten Film im internationalen Wettbewerb und hat ihn 2018 in der belgischen Produktion „Simon Cries“ von Sergio Guataquira Sarmiento gefunden.

Der Prix Interculturel (1.500 Euro) geht an „Siren“ von Zara Dwinger (Netherlands Film Academy). Die Jury lobt, dass „Siren“ subtil die Identitätssuche eines jungen Menschen portraitiert und dabei seinen Figuren viel Freiraum lässt. Die Regisseurin behandelt ein gesellschaftlich wichtiges Thema, sie ergreift Partei für diejenigen, die auf der Suche nach ihrer Geschlechtszugehörigkeit sind und erzählt von der Akzeptanz sich selbst und anderen gegenüber.“

Den ersten Platz bei den Climate Clips Awards (5.000 Euro) gewinnen Veronika Hafner und Rina Zimmering von der HFF München mit ihrem Film „The Meeting“, der selbstironisch die Green-Production-Bemühungen der Filmindustrie beleuchtet. Den ersten Platz der Hofbräu Trophy (5.000 Euro) für die beste Bier-Werbung belegte der Clip „The Beerboard“, in dem uns die drei jungen Münchner Filmemacher Julius Montgomerie Luger, Clemens Friese und Mike Schneider zeigen, was man mit einer Bierbank auf Rollen machen kann, bevor man sich draufsetzt.

Am besten abgeschnitten in der Gunst des Publikums hat das israelische Drama  „Flood“ von Oshri Zeituni über die 17-jährige Osher, die zwar ihre Mutter ins Frauenhaus bringen kann, aber selbst zum gewalttätigen Vater zurückkehrt, denn da sind ja noch die beiden jüngeren Brüder. Der Publikumspreis wird vom Freundeskreis Filmfest München e.V. unterstützt, der den Publikums-Preis mit 1.500 Euro dotiert.


Was 200 Frauen bewegt, eine inspirierende Ausstellung in der Bayerischen Staatsbank

Was ist Ihnen wirklich wichtig? Was macht Sie glücklich? Was empfinden Sie als tiefstes Leid? Was würden Sie in der Welt verändern, wenn Sie könnten? Diese Fragen haben wir uns möglicherweise mal selbst gestellt. 200 Frauen aus aller Welt, berühmte oder weniger bekannte, wurden diese Fragen im Rahmen des Buchprojektes „200 Frauen – Was uns bewegt“ gestellt. Um die ganze Welt reiste Fotograf Kieran E. Scott, um  diese Frauen vor weißem Leinen zu porträtieren.

Ashley Judd, links, wurde durch sexuellen Mißbrauch zur Kreuzritterin

Faszinierend und inspirierend sind die Antworten der Frauen auf die fünf Fragen.

Sängerin Kimbra aus Neuseeland

Kimbra zum Beispiel sagte, sie würde sich selbst verändern, die Welt zu retten ist eine Illusion, sie möchte ein besserer, gütigerer und liebevollerer Mensch werden. Nobelpreisträgerin Jody Williams meinte, Leute, die sich selbst verwirklichen wollen, sollten ihren Hintern in Bewegung setzen, um Menschen zu helfen, die wirklich Hilfe brauchen.

Model und Sängerin Imany

Model und Sängerin Imany ließ sich von einem Buch von Simone de Beauvoir beeinflussen, daß sie Herrin ihres Schicksal ist.

Zur Vernissage am letzten Samstag kamen zahlreiche Porträtierte und die Initiatoren Blackwell & Ruth sowie Verlegerin Dr. Elizabeth Sandmann, um diese tolle Ausstellung mit dem exklusiven Förderer,  der BMW-Group, zu eröffnen.

Bis zum 26. November 2018 sind die 200 Frauen in der Alten Bayerischen Staatsbank in der Kardinal-Faulhaber-Str. 1 zu sehen, anschließend wandert sie bis zum 14. Dezember in die Technische Universität in der Arcisstrasse 21.

Anschauen, sie ist auch für Männer geeignet!

Die schönsten Herbst-Termine für Kunst-, Kulinarik- und Wein-Genießer!

Der Goldene Herbst läd mich  gerne zum Bergwandern und Spazierengehen ein. Da es früh dunkel wird, genieße ich es, diverse Kunst-, Wein- und Kulinarik-Festivals aufzusuchen.

Wolf Hamm Perlweiß bei den Highlights in der Residenz

Heute beginnt das Kunst Hightlight in der Residenz Münchens, die Internationale Kunstmesse  Highlights .   Bis zum 21. Oktober gibt es Antiquarisches, Fotografisches, neue und immer interessante Kunst zu sehen, hingehen!

Brisant: John F. und Bobby Kennedy mit Marolyn Monroe…1962 Foto: Cecil William Stoughton

Jetzt jagd eine Weinprobe die andere. Am 18. Oktober 2018 präsentiert das Österreichische Burgenland in der Münchner Tonhalle seine besten Weine mit 70 Winzern. Von 14-16 Uhr dürfen die Fachleute probieren, anschließend ist bis 20 Uhr für alle geöffnet.

ein Genuss-Trio von Küchenchef Andreas Roland von Lump, Stein und Küchenmeister

Am 26. Oktober eröffnet die Frankenweinbar im Alten Hof, genannt Lump, Stein und Küchenmeister, ab 18 Uhr dürfen alle Gäste  die kulinarischen Genüsse mit dem passenden Frankenwein verkosten. Wie wäre es mit Rotem Rübensalat mit Schafskäse und frischem Koriander, gegrilltem Chicoree mit Kapern und Blauschimmelkäse und Ceviche vom Saibling mit Kokosminzsauce? Die ungewöhnlichen Namen Lump, Stein und Küchenmeister stammen von drei Weinregionen Frankens.

Der Lions Club in Pullach veranstaltet am 26.10. die Wein und Genuß im Bürgerhaus mit Weinen und Köstlichkeiten aus aller Welt. Dabei  unterstützt er Kids to Life, ein Zentrum für benachteiigte Kinder und Jugendliche.

Der Weinherbst München vom 26. – 28. Oktober auf der Praterinsel bietet Weine von Mosel, Saar, Ruhr, Ahr und Nahe, aus dem Rheingau, Franken, Rheinhessen, der Pfalz, Baden, Württemberg sowie aus Italien, Spanien, Portugal, Frankreich, Österreich, Südafrika, Chile, Australien, Neuseeland etc. Insgesamt 900 Weine des Jahrgangs 2017 stehen zum Probieren bereit. Bei dem Angebot ist es wichtig, viel Wasser zu trinken und sich vorher eine Grundlage zu verschaffen!

Am 3. November startet für zwei Tage wieder mein Lieblings- Foodfestival, die eat&STYLE im Zenith. 150 Aussteller präsentieren  ihre außergewöhnliche Köstlichkeiten aus regionalen Manufakturen und Ideen zum Thema Essen und Trinken.  Bei den Workshops wine&STYLE lernen die Besucher,  welche Weine zu Schokolade oder Käse passen. Dafür und zum Backen mit Veronique Witzigmann oder Kochen mit Spitzenköchen wie Lucky Maurer oder Sebastian Copien gilt es, sich rechtzeitig anzumelden, am besten online. Küchentricks lernen und selber verkosten bringt unheimlich viel Spaß!

selber kochen, probieren, genießen, die auf der eat&STYLE

Zum Schnäppchen-Preis von 5 € darf der Genießer unter dem Motto „so schmeckt deine Stadt“ eine Spezialität der 8 Münchner Restaurants verkosten und damit den indviduellen Style der Küche, das Team und die Philosophie kennenlernen. Dabei sind unter anderem Bernd Arold aus dem Gesellschaftsraum, Lilian Schumann und Michael Urban von La Bohème, die Sushi-Meister aus dem Kim Sang,  Daniela und Daniel Roch aus dem Essence, und Anh-Thu von Chi Thu. Ein Gericht nach Wahl ist im Eintrittspreis enthalten. Mit läuft schon jetzt das Wasser im Munde zusammen!

Die größte Weinmesse, die Forum Vini, findet vom 9. -11. November im MOC statt. 300 Aussteller aus 40 Ländern laden zum Probieren ihrer Weine, Schaumweine und Delikatessen ein. Wer bei den anderen Weinmessen nicht fündig wurde, hier wird er oder sie es!  Erstmalig können Fans und solche, die es werden wollen, an der Prominenten-Weinbar an drei Messetagen ausgewählte Weine u. a. von Gérard Depardieu, Sting, Francis Ford Coppola oder Matthias Schweighöfer und Joko Winterscheidt kostenlos probieren. Bei den Seminaren kann, wer sich rechtzeitig angemeldet hat, alles über Klasse-Weine lernen, mitmachen!

Die 8 besten Tipps für eine Schöne Wiesn 2018

Wo unterkommen? Eine Unterkunft muss man selbstverständlich rechtzeitig, am besten ein Jahr im voraus buchen. Wer noch keine hat, kann im „Zelt“ des Kapuzinerhölzls versuchen, eine Matraze im Massenlager zu ergattern.

Wie Hinkommen? Natürlich nicht mit dem Auto und nicht im total überfüllten U-Bahnhof Theresienwiese aussteigen, sondern eine Station weiter in der Schwanthaler Höhe und mit herrlichem Blick auf die Wiesn hinab wandern.

Was anziehen? Natürlich geht nichts mehr ohne Tracht. Aber bitte keine Billig-Dirndl oder Lederhosn, die schon beim ersten Wiesnbesuch einreißen. Trachendesigner gibt es viele und beim Kaufhof oder Hallhuber wird der Suchende zu humanen Preisen fündig.

Dieses schöne Dirndl erstand ich beim Hallhuber

Was mitnehmen? Taschen dürfen nicht zu groß sein, praktisch sind die zusammenklappbaren Handtaschenhalter, die am Tisch befestigt werden. Da hänge ich auch meine Jacke auf, so landet sie nicht unter dem Tisch in einer Bierlache.

Vorbereiten auf den Bierkonsum? Mit entsprechenden Grundlagen den Nachwehen vorbeugen, viel Wasser trinken und zwischendurch eine oder mehr Brezn verspeisen, wenn man nicht reserviert hat und ein opulentes Mahl  vernaschen darf. Die Cafés wie der Gugelhupf laden zu Kaffee, Tee und Kuchen ein, Cocktails- und Schnaps-Affine kommen auch im neuen Almgarten nicht zu kurz.

In welches Zelt gehen? Das ist Geschmacksssache, daher empfehle ich, mal mittags in alle Zelte zu schauen, um seine Lieblinge zu erkunden. Wochentags ist es einfacher und entspannter, abends in die Zelte zu kommen.

Express Brass Band

Ich mag am liebsten das Herzkasperlzelt auf der Oidn Wiesn. Tolle Bands wie die Express Brass Band bringen die Tanzfläche zum Brodeln, taumelnde Betrunkene gibt es weniger. Im Museumszelt gibt es nicht nur eine Sonderausstellung über die Wiesn-Legende Carl Gabriel, der 1903 das „Chinesische Hippodrom“ eröffnete, sondern süße Leckerieien wie gebrannte Mandeln werden auf historischen Geräten hergestellt. Radlfans  dürfen auf dem Humoristischen Velodrom, eines der ältesten Vergnügungsbetriebe der Wiesn,  auf „Scherzrädern“  eine Runde drehen und die sonst weniger lustige Radlsituation in München vegessen.

ein Muss im Käfer: Ruinart-Rosé mit Brezn…

Klasse Stimmung herrscht immer im Käfer, in das ich nachmittags schon auf dem Tisch getanzt habe und natürlich das Hackerzelt, in dem hauptsächlich junge Leute feiern! Später gehe ich gerne weiter in Bodo´s kleinem, aber feinen Zelt mit toller Band und Stimmung.

Was gibt es Neues auf der Wiesn? Das „Chaos Pendel“ des Schweizers Hanspeter Maier klingt harmloser, als es ist. Die Fahrt ist nichts für schwache Nerven und hat uns ganz schön durcheinander gewirbelt, Schreckschreie inklusive!

Irrsinnige Höhen-Schwünge! auf dem Chaos Pendel

Mit 80! Stundenkilometern drehen sich die 8-Personen Kabinen in unerwartete Richtungen im Kreis. In 42 Metern Höhe hatten wir einen herrlichen Blick über das Oktoberfest bis zu den Bergen, bis wir plötzlich kopfüber mit Kräften von 4,5 G nach untern rauschten. Das Richtige für Adrenalin-Junkies! Vorheriges Biertrinken nicht empfehlenswert!

Im „Insekten“-Dschungel-Camp

Im Dschungelcamp mussten wir gottseidank doch keine Insekten vertilgen, rutschig und schwankend war es trotzdem im Hindernisparcours.

Für moderate Biertrinker geignet ist das wellenartig sanft schwingende, nagelneue Wellenflieger-Karrussel mit Sicht auf die umliegenden Schaugeschäfte. In „Pitt´s Original Todeswand“ von 1928 wird erstmals ein spezielles Hochleistungs-E-Bike die Steilwand umrunden. Eine schöne, umweltfreundliche Idee!

Wie schaffen die Wiesn-Wirte es bloß, auch 2018 wieder für gutes Wetter zu sorgen trotz schlechter Vorhersage? Haben Sie Petrus lebenslanges Freibier versprochen? Wir wissen es nicht. Sie sorgten für schönes Wetter bei den Trachten und Schützenumzügen zur Eröffnung , daher lohnt es sich immer, dabei zu sein!

Ein Klassisch schönes Sommer-Wochenende am Odeonsplatz

Einige Gäste beim Klassik am Odeonsplatz fragten sich doch tatsächlich, warum Klassik am Odeonsplatz statt Samstag, Sonntag in diesem Jahr am Freitag und Samstag stattfand? Nur auf einer medienlosen, einsamen Insel würde man und frau vom Fußball verschont werden.  Wenn am Sonntag WM-Endspiel ist, kann kein Klassik am Odoensplatz stattfinden!

Diana Damrau und Dirigent Cristian Macelaru

Freitags, in einer herrlich warmen Sommernacht, startete das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks mit Leonard Bernsteins „Candide“ ein bißchen zu schmissig. Sopran-Artistin Diana Damrau bezauberte als Manon von Jules Massenet mit leider nur zwei Arien. Anschießend schläferte das Orchester unter der Leitung von Cristian Maceraru uns mit Eric Sarie´s Gymnopédie ein wenig ein, bevor es mit Chares Gounot und Antonin Dvorák eher schwermütig weiterging.

Klassik am Odeonsplatz, Foto: Marcus Schlaf, 14.07.2018

Der Samstag bescherte einen kurzen Platzregen, um pünktlich zum Konzertbeginn alles Staubige vom Odeonplatz zu wischen. Der Abend blieb trocken und der Peruanische Tenor Juan Diego Flores eroberte feurig die Zuschauer-Herzen, hervorragend begleitet von Valery Gergievs Münchner Philharmonikern, mit seinen Weltschmerz-Arien aus „Werther“, als Chevalier Des Grieux in „Manon“ und als Edgardo aus „Lucia de Lammermoor“ und erwärmte mit Verdis „I Lombardi“. Den Höhepunkt der Begeisterung entfachte er als Zugabe mit Luciano Pavarottis WM-Hymne von 1990 „Nessun dorma“.

Latino-Leidenschaft mit Juan Diego Flores Foto: Marcus Schlaf, 14.07.2018

Nach der Pause versetzten uns die Münchner Philharmoniker unter der Leitung von Valery Gergiev in  Scheherazade´s  Träume von Nikolaj Rimskij-Korsakw, wunderbar! Noch am Abend flog der Dirigent nach Moskau zum WM-Finale und konnte so die Gäste im VIP-Zelt nicht mit seiner Anwesenheit erfreuen, genauso wenig wie Juan Diego Flores, schade!

Aber im nächsten Jahr können wir uns auf René Fleming und Pianist Daniil Trifinow freuen!

Alle Fotos: Marcus Schlaf

 

 

Preisregen, Sonne satt und Filmtips beim Filmfest München

So viele Filme, nur 10 Tage Zeit; Flügel müsste man haben, dachte ich mir, mit dem Rad von einem zum anderen Kino rasend.  Die CSU hat die Lösung, wie schon Stoiber mit seinem „Transrapid“: sie will ein Flugtaxi bauen, um die Staus zu umgehen. Ob die Staus in der Luft nicht viel gefährlicher sind?

die wunderbaren Franz Dinda und Sahin Eryilmaz in Ronny & Klaid
Foto: Filmfest

Da ging ich lieber in den  Film „Ronny & Klaid“ aus der Reihe Spotlight. Ronny und Klaid betreiben einen wenig erfolgreichen Laden. Klaid versucht sich beim Glücksspiel, gewinnt und verliert wieder alles. Jetzt muss er seine Schulden beim Gangsterboss zurückzahlen. Jeder zehnte Deutsche ist ein Millionär? Dann müssen sie nur 10 Kunden aus ihrem Laden entführen! Irrwitzige Dialoge und überrraschende Wendungen lassen einen schlapplachen. Leider steht ein Kinostart noch nicht fest.

Welcome to Sodom
Foto: Filmfest

Ein sehr wichtiger Film ist „Welcome to Sodom“ über die größte Müllhalde der Welt in Accra, Ghana, wo 6000 Menschen unter gesundheitsschädlichen Bedingungen unseren Elektromüll sortieren und entsorgen. Leider halten die Regisseure Florian Weigensamer und Christian Krönes nur die Kamera auf das Geschehen, anstatt es zu kommentieren.  Er bekam eine lobende Erwähnung auf dem Filmfest. Beim Camino-Vereih startet der Film am 2.8.18 in die Kinos, anschauen!

Jede Menge Preise wurden verliehen, das Highlight war Schauspielerin und Drehbuchschreiberin Emma Thompson, die auf der Bühne ein Ständchen sang, als sie mit dem CineMerit Award geehrt wurde.

Auch Filmfest-Wiederholungsgast Terry Gilliam wurde mit dem CineMerit Award ausgezeichnet, der gutgelaunt seinen neuen Film „The man who killed Don Quijote“ vorstellte, dessen Fertigstellung über 20 Jahre dauerte. Witzig und ungewöhnlich mit vielen Überraschungen ist er nur ein klein wenig zu lang. Am 27.9.18 kommt er in die Kinos.

SHOPLIFTERS
Foto: filmfest

Das humanistische Meisterwerk Shoplifters von Hirokazu Kore-eda begeisterte nicht nur die Jury aus Schauspielerin und Sängerin Meret Becker, Schauspielerin Amanda Plummer und Musiker Blixa Bargeld, die ihm den ARRI/Osram Award für den besten internationalen Film in der Reihe CineMasters vermachten. Die Goldene Palme von Cannes hat erschon. Hier wird die Familie aufgebrochen, Identitäten geändert, neue Moralvorstellungen entwickelt, die laut Jury Hoffnung geben.

Border
Foto: Filmfest

Der verstörende, ungeheuerliche Film „Border“ aus Dänemark von Ali Abbasi über die „anders-aussehende“ Protagonistin, die einen herausragenden Geruchssinn hat, mit dem sie sogar Angstschweiß riechen kann, erhielt den CineVision Award.

Alles ist gut“ von Eva Trobisch über sexuelle Gewalt und Nötigung, die die Betroffene einfach ignorieren möchte, gewann nicht nur den Firesci Preis des internationalen Kritikerverbandes, sondern auch den Fördepreis Neues Deutsches Kino für Beste Regie und Schauspielproduktion. Im Herbst 2018 ist er im Kino zu sehen, sehenswert!

Wackersdorf

Das Filmfest Publikum wählte „Wackersdorf“ von Oliver Haffner, die kritische Geschichte über die damaligen Vorkommnisse um die Proteste gegen die Wiederaufbereitungsanlage in Wackersdorf, für den Publikumspreis aus. Hoffentlich bekommt er auch im Kino ab dem 20.9.18 genug Zuschauer!

Die Brücke“, den Friedenspreis des Deutschen Films, erhielten Ziad Doueiri für „The Insult“ (Regiepreis international),  Lars Kraume für „Das Schweigende Klassenzimmer“ (Regiepreis national) und Feras Fayyad für „Die letzten Männer von Aleppo“ (Spezialpreis), Katja Benrath (Nachwuchspreis) in „Watu Wote – All of us“ und Bernhard Wicki Gedächtnis Fonds bekam Oliver Bodmer bei einer festlichen Gala im Cuvillée Theater.

Anna de Paoli freute sich über den Produzentenpreis für „A Young Man with High Potential“ und Damian John Harper über den Preis für das beste Drehbuch für „In the Middle of the River„.

Und ich freue mich auf das nächste Filmfest München in 2019!

Save the Date!

 

Was gibt es Neues auf dem Sommer-Filmfest Münchens?

Cineasten und Filmliebhaber dürfen aufatmen: nur noch 10 Tage, dann können sie sich auf Münchens entspanntem Filmfest bei aufregenden Filmen in Originalfassung abkühlen, die Regisseure mit Fragen löchern und anschließend auf Partys und Empfängen Gleichgesinnte treffen.

Start ist am 27.6. 18 mit F.W. Murnaus Stummfilmklassiker „Faust – eine Deutsche Volkssage“ in der Philharmonie mit Live-Musik des Komponisten Bernd Schultheiss, gespielt von den Münchner Symphonikern.

Mackie Messer Brechts Dreigroschenfilm mit Tobias Moretti

Offiziell eröffnet wird das Fimfest München am 28.6. mit „Mackie Messer –  Brechts Dreigroschenfilm“ von Joachim A. Lang mit Tobias Moretti, Hannah Herzsprung und Joachim Krol aus der Reihe Neues Deutsches Kino. Hier werden Klassiker über Brechts Rechtsstreit und einem fiktiven Filmprojekt neu interpretiert mit echten Brecht-Zitaten, klingt spannend!

Emma Thomson im neuen Film Kindeswohl

Stargäste sind diesmal die zur „Dame“ gekürte Oskar-Preisträgerin, Drehbuchautorin und Schauspielerin Emma Thomson, die ihren neuen Film „Kindeswohl“ und drei ihrer früheren Filme vorstellt. Sie spielt in „Kindeswohl“ eine Familienrichterin, die mit dem Fall eines leukämiekranken Jungen der Zeugen Jehovas konfrontiert ist, dessen Eltern aus religiösen Gründen einer lebensnotwendigen Bluttransfusion nicht zustimmen wollen.

der urkomische Film „Die Ritter der Kokosnuss“

Sie bekommt wie Regisseur Terry Gilliam den Cine Merit Award, dessen Filme „Brazil“, „Die Ritter der Kokosnuss„,  „Der König der Fischer“, „Lost in La Mancha“ und „The man who killed Don Quichote“ gezeigt werden. Die Verfilmung des letztgenannten Films dauerte 20! Jahre. Ich bin gespannt, was er darüber beim Filmgespräch am 2.7. um 17 Uhr in der Blackbox zu erzählen weiß. Alle Filme unbedingt anschauen!

„Zama“

10 Filme von Meisterregisseuren wie Lucretia  Martel mit „Zama“ über den königstreuen Zama, der 1790 auf seinem verlassenen Außenposten Paraguays auf seine Versetzung nach Argentinien wartet,  locken in der Reihe Cinemasters, allesamt von den Programmern des Filmfests wärmstens empfohlen.

„Border“

In der Reihe Cinevision habe ich mir den „un certain regard“ Gewinner „Border“ aus Dänemark angekreuzt; die beim Zoll arbeitende Tina hat einen ausgezeichneten Geruchssinn und bei einer Begegnung mit einem außergewöhnlich riechendem Mann öffnet sich eine Tür zu einer mythologischen Welt. In „Chuva é cantoria na aldeia dos mortos“ erlebt ein Eingeborener aus dem Brasilianischen Regenwald die Großstadt. Auch er gewann den Jurypreis „un certain regard“. „Diamantino“ erzählt eine Geschichte über einen Portugiesischen Fußball-Weltstar, der seine Talente verliert und auf der Sinnsuche mit der Flüchtlingskrise, dem Neofaschismus und der Gentechnik konfrontiert wird.

Anon

Im Spotlight zeigt unter vielen anderen wieder Klaus Lemke sein neuestes Werk „Bad girl avenue“ über Frauen, die ihre Männer in Mimosen verwandeln, um sie später auszuwidern, man darf gespannt sein! Brandaktuell der Abschlußfilm „Anon“ von Andrew Niccol über die totale Datentransparenz über eine Augenimplantation, auf der alles gespeichert wird, ein Horrofilm der nicht mehr so fernen Zukunft! Nicht entgehen lassen.

Nicht nur in diesem Film geht es um die weltweite, permanente Überwachung, der Entführungethriller „Searching“ spielt sich ausschließlich auf Computerbildschirmen ab, „Dragonfly Eyes“ von Bing Xu besteht nur aus Material mit Überwachungskameras.

Filme von Philipp Gröning und Lucretia Martel sind in der Retrospektive zu sehen, die International Independents warten mit 64! spannenden Filmen auf. Das Seriencamp, Kinderfilmfest, die neuen Deutschen Serien und Filme runden das umfangreiche Programm ab. Natürlich sind alle Filmemacher in der Blackbox live zu erleben. Neben vielen Fachveransstaltungen und Workshops laden öffentliche Partys zum Feiern ein, darunter im Bahnwärter Thiel am 30. Juni.

Alles Infos unter filmfest-muenchen

Fotocredit: Filmfest München

Titelbildcredit: aus „Lost in La Mancha“ Diego Lopez Calvin

Auf der Jagd nach den besten Filmen beim Dok.Fest München

So viele Filme und nur 12 Tage Zeit!

Beim Radeln von Kino zu Kino war es nötig, genau zu planen, um einen Bruchteil der Veranstaltungen besuchen zu können, bei 22 Veranstaltungsorten nicht so einfach!

Eröffnet wurde das DOKfest mit „Over the Limit„; hier erträgt die russiche Turnerin Rita unzählige Beschimpfungen ihrer berühmten Trainerin stoisch, Familien- und persönliche Anglegenheiten müssen zurückstehen. Sie schafft den Olympia-Sieg und befreit sich von dem unnachgiebigen System, tritt zurück und unterrrichtet jetzt. Bei der Eröffnung wirkte sie selbstbewußt und befreit, während die Regisseurin und ehemalige Turnerin Marta Prus einen eingeschüchterten Eindruck machte.

Rita in „Over the Limit“
Fotocredit: DOKfest

Mein Filmfavorit war eindeutig „Genesis 2.0“ von Christian Frei und Maxim Arbugaev.   Während auf einer Sibirischen Insel Reste von Mammut-Skeletten- und zähnen ausgegraben und verkauft werden,  möchte ein Wissenschaftler, falls sich noch eine lebende Zelle finden sollte, diese in eine Elefantenkuh implantieren, um ein Mammutbaby zu erzeugen. Ob er wohl King Kong gesehen hat? In der größten Gendatenbank der Welt in China wollen die Wissenschaftler Gott spielen, indem sie irgendwann den Designmenschen erschaffen wollen, während in den USA Haustierklonen ein gutes Geschäft ist. Auch Barbara Streisand hat sich ihr Haustier kopieren lassen! In der Bostoner Universität der Bioenergetik experimentieren die Studenten mit genetisch veränderten Produkten, um Krankheiten zu heilen und die Honigbiene zu retten. Vom Zauberlerling haben sie anscheinend noch nichts gehört! Ein brisant-aktueller Film! Kinostart: Herbst 2018.

In „Die Schatten der Wüste“ von „Amma und Appa“ Regisseurin Franziska Schönenberger und ihrem Mann Jay Subramanian erfährt dieser, daß der Mann seiner Kusine in Dubai Selbstmord begannen haben soll, was sie nicht glaubt. Sie bittet ihn, das zu untersuchen. Während er Freunde und Kollegen befragt, lernt die Witwe, auf eigenen Beinen zu stehen, für sich und ihre Kinder zu sorgen, was sonst ihr Mann erledigt hat.


In “The Goddesses of Food“ werden Gourmetköchinnen portraitiert, die in den „normalen“ Medien fast gänzlich untergehen. Über 90 % der Sterneköche sind männlich. In den Gourmet-Magazinen kommen fast nur berühmte Sterneköche vor, weil damit mehr Anzeigen verkauft werden. Dabei gab es Anfang des 20sten Jahrhunderts sehr berühmte Sterneköchinnen. Ein unterhaltsamer, inspirierender Film nicht nur für Gourmets!

DOKfest: The Goddesses of Food

In „System Error“  befragt „Speed“ Regisseur Florian Opitz weltweit Ökonomen, die sagen, die Grenzen des Wachstums sind bald erreicht, die Erde und ihre Resourcen sind endlich. Industrievorstände und Finanzjongleure behaupten felsenfest, ohne Wachstum bricht die Wirtschaft zusammen.  Toll wäre es gewesen, wenn diese zusammen diskutiert hätten, trotzdem ein wichtger Film, der 10.5.18 in die Kinos kommt.

System Error…

Beim Afrika-Tag interessierte mich  „Silas“ , der sich für die Umwelt seines Landes Liberia einsetzt und dafür de App TIMBY nutzt, in der Menschenrechtsverletzungen angezeigt werden können.

„For in my way it lies“ zeigt die Entstehung des neuen Albums von Ausnahme-Musiker Jasper Junk und seine Entwicklung, wie es dazu kam. Er ist sein größter Kritiker und zweifelt immer wieder an sich, für ihn muß alles 100%ig stimmen. Seine Blues-Stimme ist bereits außergewöhnlich, sein Aussehen erinnert an David Bowie!

Jasper Junk
Fotovcredit: DOKfest

Fasziniert hat mich  auch M.I.A.  über die Musikerin Matangi Maya, die eigentlich Filmemacherin werden wollte, aber durch Elastica Sängerin Justine Frischmann zur Musik kommt. Als Teenager mußte sie mit ihrer Familie nach London fliehen, ihr Vater blieb als Mitbegründer der Tamil Tigers, der Tamilischen Unabhängigkeitsbewegung, in Sri Lanka. Schwanger, war sie für den Grammy und den Oskar nominiert und während sie über den roten Teppich schritt, brach der Bürgerkrieg in ihrer Heimat aus. Immer wieder kritisiert sie den brutalen Krieg, auch im US-TV, was herausgeschnitten wird, unangenehme Wahrheiten sind hier unerwünscht.  Ihre außergewöhnlichen Videos thematisieren ebenfalls radikal den Krieg.  Ein toller Film von Steve Loveridge!

M.I.A. Matanga

Das reichhaltige Filmprogramm des 33. DOK.fest offerierte  nicht nur zahlreiche interessante Filme, sondern auch DOK Education mit der Dokumentarfilm-Schule, im DOK-Forum Diskussionen, Open Training- und Kamera-Workshops for Profis und Interessierte.

Amira-Award Gewinner wurde der Horrorfilm Caniba über zwei gestörte Brüder; der eine verletzt sich selber, der andere brachte seine Geliebte um und aß sie teilweise. Er bekam nur 2 Jahre in Frankreich und wurde nach Japan abgeschoben. Die Kamera, ständig wechselnd zwischen Schärfe und Unschärfe, kam den Protagonisten für den Zuschauer unerträglich nahe. Daß die Regisseure das konnten, ist schauerlich genug.

Der VFF Dokumentarfilm-Produktionspreis, der die Arbeit der Produzent.innen würdigt, ging an „Grenzenlos-Geschichten von Freiheit & Freundschaft„, wo junge Syrer, Deutsche, Kolumbianer und Iraner Kurzfilme über ein Leben ohne Heimat, Familie oder Freunde in Flüchtlingslagern drehten.

The distant barking of dogs“ von Simon Lereng Wilmont räumte gleich 2 Preise ab, den SOS-Dokumentarfilmpreis und den Viktor für den besten Film. Der Film, im nicht ganz ungefährlichen Ukraine-Krieg aufgenommen, während immer wieder Bomben zu hören sind, handelt von der Liebe von Enkel und Großmutter in diesen gefährlichen, traumatisierenden Zeiten.

The distant barking of dogs

Der BR Kino Kino Publikumspreis ging an das Feel-Good Movie  „Tackling Life“ über eine schwul-hetero gemischte Rugby Mannschaft, bei der sich alle wie in einer Familie fühlen.

Über den „Viktor“ DOK Deutsch freute sich Regisseurin Susanne Freund für „I am a bad guy“ über einen ehemaligen Bankräuber. Sri Lanka´s Geschichte in „Demons in Paradise“ überzeugte die Jury von DOK horizonte. Der FFF Förderpreis ging an „Früher oder Später “ über Bayerisches Dorfleben mit einer Bäuern, die gleichzeitig als Bestatterin tätig ist und einer „Veganen Kommune“ von Pauline Roenneberg.

früher oder später

Musik spielt eine wichtige Rolle im Film, so erhielten Damien Scholl und Ulrich Reuter den Dokumentarfilm-Musikpreis für „Beuys“ von Andres Veiels.

Das nächste DOKfest kommt bestimmt, am 8. Mai 2019 geht´s los!

 

Alle Fotocredits: DOKfest

 

 

 

 

 

Das Royal Bavarian: eine unerwartete Genuß-Oase gegenüber dem Hauptbahnhof Münchens

Das ungewöhnliche 25hours Hotel Munich entdecken!

Die Suche nach dem Eingang des Royal Bavarian 25hours Hotel, gestaltete sich als nicht so einfach in der Dunkelheit, so traute ich mich in den unbeleuchteten Eingang des Kiosks und oh Wunder, ich betrat die Eingangshalle.

hier geht´s zur Rezeption vom 25hours hinauf… Foto: Steve Herud

Von hier geht es die Treppe hinauf zur Rezeption, wer sich Notizen machen will, kann die Schreibmaschinen oder Notizblocks nutzen statt Computer.

Natürlich gibt es keine gewöhnlichen Zimmer, sondern ironisch inspiriert von der Vergangenheit als frühere Königliche Telegrafen Station, nächtigt man und frau im Dienstbotenzimmer mit Accessoires wie Staubwedel und Teppichklopfer, in Herrschaftszimmern, Adelsgemächern oder Schwanen- beziehungsweise Pfauensuiten, alle liebevoll-charmant mit viel Holz dekoriert.

das Adelsgemach Foto: Steve Herud

Ich wollte das orientalisch angehauchte Neni von Haya Molcho, der Frau von Pantomine Sami Molcho, kennen lernen. Der Name setzt sich aus den Anfangsbuchstaben ihrer vier Söhne zusammen. Der Laden war gut gefüllt, angenehm, daß wir uns trotz Musik-Untermalung ohne zu schreien gut unterhalten konnten.

die Vorspeisen-Étagère

Wir entschieden uns für das Best of Neni. Schon bei der Vorspeisen Etagère mit Hummus von Roter Beete, Ofen-Süßkartoffel und Babaganoush, einer Auberginenpaste, genoss ich die vegetarische Vielfalt.

da läuft mir das Wasser im Munde zusmmen…

Mein Begleiter verspeiste zum Hauptgang auch das Roastbeef mit Gemüsesalat, während ich mich als Pescetarierin vom Glasierten Lachs, der karamelisierten Aubergine und dem Jerusalem-Teller verführen ließ, lecker!

links das Weinregal

Statt in den Weinkeller klettert der Kellner auf eine Leiter, um aus dem sich unter der Decke befindlichen Regal die Wein-Flaschen zu holen. Ich bestellte einen süffigen Merlot, das alles macht nicht nur satt, sondern auch glücklich! Damit nicht genug, denn das Dessert aus geröstetem Tahina  mit Eis war einfach göttlich! Wer sein Date damit nicht verführt, sollte sich anderweitig umschauen!

Wir waren mehr als satt, da bietet sich ein Absacker in der lauschigen Boilermann-Bar an, wo wir uns die Spezialität, einen Highball, genehmigten. Wer auf seinen Zug wartet und nichts zu lesen dabei hat, ist auch hier bestens bedient. Er oder sie kann unten im Deli einen Drink oder Snack nehmen, sich im Kiosk eindecken und dann seinen Zug nehmen. Ich komme auch so wieder!

so sieht der offizielle Hotel-Eingang aus

25hours Hotel Munich the Royal Bavarian

Bahnhofsplatz 1

München