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Fast-Absturz in den Kratersee bei Bajawa, Flores

Umwelt- und andere Tips fĂŒr Bajawa

Im Jahr 1644 entdeckte ein Portugiesiches Handelsschiff das Östliche Kap der Musa Nipa (Schlangeninsel) und taufte es Cabo des Flores. Seit dem 17ten Jahrhundert war der Name Flores offiziell, auch als die Insel 1851 an die HollĂ€nder verkauft wurde. Der grĂ¶ĂŸte Teil der Bevölkerung ist seit 1914 katholisch und viele Einheimische haben Italienische, Spanische und Deutsche Namen wie Wilhelmina und Johann.

Als auch in Ruteng in den Bergen der Wettergott Dauerregen bestellte, machten sich Natalia, eine Kolumbianische Spanierin, und ich gleich weiter nach Bajawa Richtung Osten auf.

die schöne Flores-Kuh vor dem Vulkan Inerie

Hier kann man bei trockenem Wetter den 2245 Meter hohen Vulkan Inerie besteigen.

Noch durchgefroren von der NĂ€sse engagierten wir die Motortaxifahrer Roberto und Ignacio, die uns nach Bena fuhren, ein fĂŒr Touristen schöngemachtes, traditionelles Ngada-Dorf.

Die DĂ€cher sind mit Bambus und Stroh gedeckt und zum Teil mit Figuren geschmĂŒckt wie ich es bereits in Peru gesehen habe. Ngadhu sind kleine PfĂ€hle mit Schnitzerreien und einer Kriegerfigur, die das mĂ€nnliche symbolisieren. Bhaga, die kleinen HĂŒtten mit Strohdach stellen die Mutterschaft dar, in Ihnen werden Rituale der Ahnenverehrung abgehalten.

Dorf hin und her, die heissen Quellen bei Malabhaga waren das absolute Highlight! Hier fließt das heiße Wasser vom Vulkan auf der einen Seite, das kalte auf der anderen. Außer Natalia, Ignacio, Roberto und mir war keine Menschenseele zu sehen, herrlich!

Am nĂ€chsten Tag lieh ich mir in der offiziellenTouristeninformation ein neues Luxus-Mountainbike aus, um die Kraterseen des 1753 Meter hohen Wawomudha zu erkunden. Im symphatischen Ort Bajawa winkten mir alle freundlich zu und zeigten mir den Weg. SelbstverstĂ€ndlich bin ich die einzige Radlerin weit und breit. Die Indonesier mĂŒssen unbedingt Motorrad und Auto fahren, ist ja auch schön laut inklusive Abgase und man muß sich nicht bewegen. FĂŒr die Einheimischen ist Spazierengehen völlig unverstĂ€ndlich.

Es geht ein wenig bergauf bis zu einem steilen Schotterweg. Hier stell ich das Rad ab und mir begegnet Johannis, barfuß mit Sarong und Machete, der fragt, ob ich einen Guide brauche. Ich habe eine Karte mit Beschreibung und verneine.

Johan

Ein StĂŒck geht er mit, dann bin ich alleine in wunderschöner Natur. Nach einer ganzen Weile kommt mir ein Mann mit umgehĂ€ngten Gewehr entgegen, den ich nach dem Weg frage. Ich muß umkehren und glaube bald, die Mini-Abzweigung gefunden zu haben.

wo gehtÂŽs zum Kratersee?

Ich erklimme den hohen, ehemaligen Kraterrand. Ganz oben auf dem schmalen Pfad angekommen, kommt plötzlich Sturm auf und Regentropfen fallen. Ist das der angekĂŒndigte Zyklon? Rechts und links geht es steil bergab, ich versuche, mein wie ein schotenloses Segel flatterndes Regencape anzulegen, eine extrem schwierige Angelegenheit. Ich gehe ein StĂŒck den Weg weiter nach unten, vielleicht ist es dort geschĂŒtzter? Von wegen, es weht wie verrĂŒckt, aber ich sehe endlich die Kraterseen.

Schnell das Handy raus, um ein paar Fotos zu machen, ohne den Abhang hinunter zu rutschen! Vorsichtig gehe ich den rutschigen Weg zurĂŒck, eine nicht ganz ungefĂ€hrliche Angelegenheit bei den WindstĂ€rken. Unten verpasse ich noch eine Abzweigung, so dauert es gefĂŒhlt ewig, bis ich mein ersehntes Rad erreiche. Damit kann ich dann fast wie von alleine abwĂ€rts bis Bajawa hinunterrollen, wundervoll! Angekommen bemerke ich erst meine dreckigen FĂŒĂŸe, aufgescheuert und blutig von Steinen, die in den Trekkingsandalen gelandet sind.

Reise- und Umwelt-Tips fĂŒr Bajawa, die in keinem ReisefĂŒhrer stehen:

Statt mit dem lauten Motorrad stehen mehrere Rad-Touren zur Auswahl, je nach Kondition und Wetter, sie sind in der Brochure der Touristeninformation beschrieben.

der Watu Nariwato Viewpoint auf den Gunung Inerie

Viewpoints wie Watu Nariwoto auf den Inerie  Vulkan gilt es zu entdecken.

Ewal von der Touristeninfo

Der freundliche und kompetente Mitarbeiter Ewal kennt sich gut aus. Bei AusflĂŒgen maps me aktivieren, damit man sich nicht verlĂ€uft. Einen Wasserschutz, auch fĂŒrÂŽs Handy mitnehmen, Trinkwasser und zur Sicherheit eine Taschenlampe.

Im Restaurant Milonari spielt öfters eine gute Band in netter AtmosphĂ€re. Das Lukas Restaurant gegenĂŒber hat leckere Indonesische KĂŒche. Hier gibt es auch mehrere gĂŒnstige Homestays.

Mehr ĂŒber Indonesien hier

 

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