Rekordverdächtige 95000 Besucher gaben sich bei rund 385 Filmvorführungen und 140Veranstaltungen des Filmfests München die Klinke in die Handund wurde so zum Treffpunkt für Filmbegeisterte, die internationale und nationale Branche. Zuletzt erhielt David Duchovny den CineMerit Award, stellte seinen neuen Film „See you when i see you“, vor und äußerste sich sehr kritisch zu Trumps „Win win win“, „Lasst uns doch mal verlieren und gegenseitig umarmen!“. Davor kamen Weltstars wie Sandra Hüller,die im Film „Vaterland“ von Paweł Pawlikowski Erika Mann verkörpert, die sich mit ihrem Vater Thomas Mann in der früheren DDR hofieren ließ, zur Eröffnung. Pedro Almodóvar zeigte seinen Film „Bitteres Fest“ und die kritische Musikerin Noga Erez ihren Film „Noga“, deren Konzerte abgesagt wurden, weil sie Israelin ist.
Zum 25. Mal wurde der „Friedenspreis des Deutschen Films – Die Brücke“ verliehen. Heimat-Trilogie Filmemacher Edgar Reitz, der den Ehrenpreis erhielt, meinte, die Verleihung sei eine Gelegenheit, über den Begriff des Friedens nachzudenken. Es stelle sich die Frage „in welcher Weise die Künste zum Frieden beitragen können“. Denn würden erst mal die Waffen schweigen, haben wir eine Chance, dann ist für die Filmkunst ein Platz“.
Traditionell eröffnet die Junge Nacht des Museum Brandhorst in Kooperation mit CineYou am 26. Juni 2026 das Festivalwochenende. Darüber hinaus beteiligt sich das Filmfest am Ausstellungs- und Veranstaltungsprojekt „Carrying“ und widmet sich filmischen Perspektiven, die plurale und vielschichtige Geschichten Münchens sichtbar machen. Kuratiert von Can Sungu, Mitbegründer und Leiter von SİNEMA TRANSTOPIA, präsentiert das Festival in der Reihe „Inventur einer Stadt: München neu betrachtet“ den Langfilm „Im Niemandsland“ von Hans Andreas Guttner. Der Film porträtiert türkische Jugendliche in München Anfang der 1980er-Jahre, die sich in ständiger Unsicherheit in einer Gegenwelt bewegen, die von James Dean und Elvis Presley inspiriert ist.
Das 41. DOK.fest München – erstmals unter der Leitung von Adele Kohout – war ein großer Erfolg. In die Kinos und Sonderspielstätten kamen deutlich mehr Besucher*innen als im Vorjahr: Rund 58.000 Zuschauer*innen und Gäste nahmen an den zahlreichen Vorführungen, den Veranstaltungen der Branchenplattform DOK.forum und des Bildungsprogramms DOK.education teil. Das sind rund 4.500 mehr als im Vorjahr.
1440 Filme wurden eingereicht, 106 Filme aus 49 Ländern zeigt das 41. DOKfest vom 6. -18.Mai in den Kinos und @Home vom 11.-25.05. in diesem Jahr, davon kommen drei Viertel aus dem Ausland. Aus 410 Screenings und 200 Filmgespräche auszuwählen dürfte schwer fallen!
Die östereichische Poetin Ingeborg Bachmann. Winter 1958.
Festliche Eröffnung wird im Deutschen Theater mit Ingeborg Bachmann- Jemand, der einmal ich war, mit Sandra Hüller gefeiert, beendet wird das Festival mit einer Finissage und Weltpremiere am 18. Mai von Sportfreunde Stiller- Mit dem Herz in der Hand in den City-Kinos.
Die Festivalfilme sind in 15 thematisch gegliederte Reihen unterteilt. Es gibt einen Signature Film und dazu einen Fokus-Talk.In der Reihe „Visions of the Future“ dreht es sich um die Frage, wie neue Technologien unsere Gesellschaft verändern, wie zum Beispiel in „Finding Connection“ über Menschen, die emotionle Verbindungen zu Ki-Chatbots eingehen.
Seit 2013 schafft das DOKfest mit der Reihe AFRICAN ENCOUNTERS einen Raum für den Austausch zwischen Filmschaffenden aus dem afrikanischen und dem europäischen Kontinent.
DOKfest_ENOUGH_IS_ENOUGH_
In THE WOMAN WHO POKED THE LEOPARD begegnen wir Dr. Stella Wissenschaftlerin, Poetin und Feministin ist sie eine der wichtigsten Gegenstimmen zu Ugandas Autokraten Yowery Museveni. Nach dem Screening am Sonntag, den 10. Mai im Audimax der HFF stehen sowohl Dr. Nyanzi als auch die Filmemacherin Patience Nitumwesiga auf der Bühne für ein Filmgespräch.
Elisé Sawasawa fängt mit seinem Film ENOUGH IS ENOUGH die widerständige Stimmung einer ganzen kongolesischen Stadt ein und in Kenia steht eine ganze Generation auf und sorgt für Veränderung in Mark Maina und Nick Wambugus Film THE PEOPLE SHALL. Anschließend an das erste Screening am Sonntag, den 10. Mai im Kino 1 in der HFF München, findet ein Podiumsgespräch statt, das sich dem globalen Trend des Widerstands und des Aktivismus widmet.
Eine besondere Begegnung und eine Möglichkeit zum Austausch am Sonntag, 10. Mai, um 19.30 Uhr an der HFF München, bietet unser AFRICAN ENCOUNTERS Special WIM WENDERS & KING AMPAW. Studenten und gehen in den generationenübergreifenden Dialog mit den Studierenden Kokutekeleza Musebeni (HFF München) und Joanna Adu-Amoani (UniMAC-IFT, Accra / Ghana).
Innere Emigranten von Lena Karbe
Über den Der VFF Dokumentarfim-Produktionspreis darf sich Lena Karbe für ihren Film INNERE EMIGRANTEN freuen. Darin erzählt die Regisseurin vom Alltag einer Krisenhotline in Moskau und den freiwilligen Mitarbeiter*innen, die seit Beginn des Ukrainekrieges mit der wachsenden Verzweiflung der Bevölkerung konfrontiert sind. Der Film konnte nur unter größter Geheimhaltung und großem Risiko entstehen. Die Verleihung findet am 12.05.26 um 20 Uhr im Audimax statt.
Der erste VFF Nachwuchs-Dokumentarfilm-Produktionspreis geht an die Produzenten des Films DRIVING EUROPE Lennart Heidtmann, Felix Länge und Artur Althen (Regie: Felix Länge). Der Film wirft einen schonungslosen Blick auf hinter die Fassade der Kosumgesellschaft und die schlechten Arbeitsbedingungen ausbeuterischen Abhängigheitsverhältnisse der Fernfahrer in Europa und ihren Arbeitskampf im hessischen Gräfenhausen.
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Europäische und chinesische Konsortien wollen in der größten Salzwüste Bolviens Lithium abbauen. Der Film „Materna Prima“ begleitet die Verhandlungen der staatlichen Firma YLB mit europäischen Firmenvertreterinnen, aber auch den Widerstand indigener Gemeinschaftern, die um ihre Umwelt besorgt sind. Regisseurin Atena Eshtiagi erhält dafür den Deutschen Dokumentarfilm-Musikpreis.
Camgaroo feiert 25 jähriges Jubiläum: Am Mittwoch, 29. April, werden in der ASTOR FILM
LOUNGE im ARRI München die Camgaroo Awards in acht Kategorien verliehen. Sie zählen zu
den wichtigsten Filmpreisen für Nachwuchs- und Independent-Filmemacher im deutschsprachigen Raum. In diesem Jahr wurden knapp 300 Filme eingereicht. Tagsüber bietet der Camgaroo Film Summit Workshops, Masterclasses, Paneldiskussionen und Networking-Möglichkeiten für Nachwuchs- und Independent-Filmemacher, Filmstudierende, Auszubildende in Medienberufen, Filmschaffende und alle Interessierten.
Ein Themenschwerpunkt ist der Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Filmproduktion.
Fünf Keynotes beleuchten das Thema aus verschiedenen Perspektiven: Expert*innen erläutern die kreativen Möglichkeiten, die generative KI bei der Entwicklung und Produktion von Filmprojekten bietet. Sie informieren über rechtliche Aspekte sowie neue Wege der Filmfinanzierung durch den Einsatz künstlicher Intelligenz. In einer Keynote erläutert Neurowissenschaftler Dr. Orell Mielke, wie KI unser Denken beeinflusst und unsere Vorstellungskraft formt. Zum Abschluss diskutieren Erfolgsproduzent Max Wiedemann (Leonine, Wiedemann & Berg), Produzent Taç Romey (HFF
Professor) und die fünf Speaker*innen in einem von Tina Kaiser moderierten Panelgespräch.
In die rund 600 Filmscreenings und Veranstaltungen, die erstmals in die Statistik aufgenommen wurden, strömten mehr als 91.000 Besucher:innen. Allein aus den Panels und Networkingevents kamen mindestens 16.000 Besucher:innen dazu. Ein Fächer war bei den heißen Temperaturen das wichtigste Utensiel, wer zur Floßfahrt auf der isar eingeladen wurde, durfte sich beim Springen in´s kühle Nass erfrischen. Passend dazu bestanden die Preise aus einer Welle…
Zum 13. Mal wurde letzten Mittwoch der renommierte Fritz Gerlich Preis im Rahmen des FILMFEST MÜNCHEN im Münchner Künstlerhaus verliehen. Aus den drei nominierten Produktionen – OXANA von Charlène Favier, BORN TO FAKE von Erec Brehmer & Benjamin Rost sowie BRIDES von Nadia Fall – wurde BRIDES, ein extrem wichtiger Film in der heutigen Zeit, nämlich warum sich manche junge Leute radikisieren, ausgezeichnet.
Die Laudatio hielt die vielseitige Schauspielerin Teresa Rizos, moderiert wurde die Zeremonie von Nina Sonnenberg (FIVA). Für die musikalische Begleitung sorgte das Gesangsduo MALVA. Den mit 10.000 EUR dotierten Preis überreichte Kardinal Reinhard Marx an die Regisseurin und Drehbuchautorin Nadia Fall.
Chististph Gröner, Julia Weigl, Regisseurin Nadia Fall und Tellux Chef Philipp Schall
Kommenden Samstag ist es so weit! Das komplette Programm an Filmen und Industry Events des 42. FILMFEST MÜNCHEN ist nun online einsehbar.164 Filme aus 54 Ländern, davon 141 Premieren, gilt es zu entdecken. Wie gewohnt werden zahlreiche Gäste für Q&As und FilmTalks anwesend sein.
Gillian Anderson in ihrem neuen Film “ Der Salzpfad“ Foto: Steve Tanner
Internationale Stars wie Gillian Anderson, Stellan Skarsgård, François Ozon oder Jay Duplass sind auf der Leinwand und live vor Ort in München zu erleben. Als Plattform Nr. 1 des deutschen Filmschaffens zeigt das FILMFEST MÜNCHEN neue Regiestimmen wie Alison Kuhn, Jovana Reisinger und Jaqueline Jansen sowie nationale Stars vor der Kamera wie Jella Haase, Christoph Maria Herbst, Paula Beer, Albrecht Schuch, Helge Schneider und Matthias Schweighöfer, nicht zu vergessen der Cannes-Gewinner „In die Sonne schauen“ von Mascha Schilinski.
Der scheidende Festivalleiter Daniel Sponsel, dem am Schluss noch ein Ständchen gesungen wurde, konnte sich freuen, über 36000 Zuschauer, mehr als im letzten Jahr, nahmen an den Filmvorführungen, dem DOK.forum und dem Bildungsprgramm Dok.education teil. Zusätzlich kamen auf der digitalen Leinwand @home und in den digitalen Klassenzimmern von DOK.education 19.500 hinzu. Insgesamt erreichte das DOK.fest München mit seinem Filmprogramm und allen Veranstaltungen rund 55.500 Menschen.
Die am meisten besuchten Filme waren der Eröffnungsfilm FRIENDLY FIRE, AZZA, die geschieden ist und als Fahrlehrerin arbeitet, revolutionär in Saudi-Arabien,
DOKfest_die Revolutionärin AZZA
SOLDATEN DES LICHTS über Wunderheiler und SIMON! THE JOY OF CONDUCTIN über Dirigent Simon Rattle, der bei der ausverkauften Premiere im Amerikahaus dabei war, wo sicher die Hälfte der Zuschauer nur die Hälfte der Leinwand sehen konnten, da der Saal ungeeignet für Filmvorführungen ist, leider genauso wie der Saal im HP8, der Isarphilharmonie. Die Spielstätten waren zum Teil sehr weit auseinander, was es unmöglich machte, alle interessanten Filme zu sehen. Ein großer Erfolg war auch das diesjährige VR Pop Up Kino im Futuro-Haus. Insgesamt erlebten 1.150 Gäste die VR-Experiences SCHIELE: EINE PERSÖNLICHE BEGEGNUNG IN VR, CITYFLOW – LOOMITS MÜNCHEN und DUCHAMPIANA sowie die AR-Installation CURRENT. Die VR-Experiences waren zu fast allen Zeiten ausgebucht.
DOKfest_PATRICE_THE_Movie
Der all inclusive Award – Preisträger für inklusive Dokumentarfilmproduktionen: PATRICE: THE MOVIE / Regie: Ted Passon, besticht vor allem durch seine Protagonistin Patrice, die ihren ebenfalls körperlich behinderten Liebsten heiraten möchte, aber dann würden ihnen die staatlichen Hilfen komplett gestrichen, was für die USA erheblich teurer werden würde. Sie wird durch ihr Engagement im Fernsehen berühmt und bringt es bis zum Dinner mit dem damaligen Präsidenten Biden, der die Gesetze nicht mehr ändern konnte.
Die restlichen Gewinnerfilme waren VIKTORIA DOK.international Main Competition: SILENT OBSERVERS / Eliza Petkova, VIKTORIA DOK.deutsch Wettbewerb: WIR ERBEN / Simon Baumann, VIKTORIA DOK.horizonte Competition – Cinema of Urgency: RASHID, L’ENFANT DE SINJAR / Jasna Krajinovic, kinokino Publikumspreis – gestiftet von BR und 3sat:WRITING HAWA / Najiba Noori und Rasul Noori, megaherz Student Award: WOMAN/MOTHER / Klara Harden, Deutscher Dokumentarfilm-Musikpreis: VRACHT / Mirjam Skal, Regie: Max Carlo Kohal, VFF-Dokumentarfilm Produktionspreis: DAS FAST NORMALE LEBEN / Ulla Lehmann und Andrea Roggon, Regie: Stefan Sick, DOK.fest Preis der SOS-Kinderdörfer weltweit: RASHID, L’ENFANT DE SINJAR / Jasna Krajinovic, DOK.edit Award – presented by Adobe: A SUDDEN GLIMPSE TO DEEPER THINGS / Timo Langer, Regie: Mark Cousins.
DOK.digital Award: TRACES OF RESPONSIBILITY / Anja Reiß und Jann Anderegg, DOK.archive Award: FEBRE TROPICAL / TROPICAL FEVER / Andy Malafaia und Carolina Höfs, DOK.talent Award: FAMILIE, LOL / Patrick Wira und DOK.composition Award: DER ENGELMACHER / Mirjam Skal, Regie: Marina Klauser wurden beim DOK.forum 2025 verliehen, der Branchenplattform des DOK.fest München.