Archiv der Kategorie: Indonesien

Bali-Tips: Schnorcheln bei Amed, Wandern in Munduk, Live-Musik in Ubud

Mit der FĂ€hre aus Lombok landete ich in Padang Bai auf Bali. Trotz des immer stĂ€rker werdenden Massentourismus verstehen es die Balinesen, ihrem ausgeprĂ€gten Sinn fĂŒr Schönheit Ausdruck zu verleihen. Die Tempel und ihre Skulpturen sind mit bunten TĂŒchern geschmĂŒckt. Wenn eine Zeremonie stattfindet und das passiert fast jeden Tag, werfen sie sich in traditionelle KostĂŒme.

Opfergaben werden in Körben dekoriert, Gamelanorchester spielen und gelegentlich wird elegant getanzt.

Gamelanorchester

 

frisch geschmĂŒckt fĂŒr die nĂ€chste Zereminie

In Jelenuk im Norden soll es gute Tauch- und SchnorchelgrĂŒnde geben, also nahm ich den flotten Bemo-Minibus nach Amlapura, stieg in Culik um, von dort waren es nur ein paar Minuten per Taxi nach Jelenuk. In meinem Zimmer beim FishermanÂŽs Homestay lief ein zwei handbreit großer Gecko an meiner Zimmerdecke entlang; eigentlich gehört er aufÂŽs Dach zum MĂŒcken fangen! Als eine fette Kakerlake sich im Bad niederließ und mir ein kleiner Skorpion vor die FĂŒĂŸe lief, erinnerte ich mich an einen Vorfall an einem Kolumbianischen Strand, wo der Gebissene wie am Spieß schrie. Da hatte ich die Nase voll und sah ich mich nach einer anderen Unterkunft um.

tanzende Frauen am Strand von Jelenuk

Direkt am Strand fand ich beim jungen PÀrchen im Beten Enjung Beach Guesthouse  in Karangasem  ein blitzsauberes Zimmer samt Terrasse zum Meer. Ein paar Meter weiter konnte ich mit Schnorcheln loslegen. SpektakulÀr war es nicht, aber entspannend, die bunten Fische und Korallen zu bewundern.

der Strand von Jelenuk von meiner Terrasse gesehen

Das Japanische Mini-Wrack unter Wasser im nĂ€chsten Ort, von dem in diversen ReisefĂŒhrern die Rede ist, konnte nicht mithalten. Am dritten Tag bemerkte ich braunes, angeschwemmtes Heu am Strand und dachte mir nichts weiter dabei. Mit Schnorchel, Brille und Flossen bewaffnet, tauchte ich unter und gleich wieder auf. Unter Wasser schwammen ganz unschuldig die Fische, an der WasseroberflĂ€che schaukelte der Plastik-MĂŒll. Widerlich!

Mir war die Lust auf weitere Meereserkundungen vergangen, so beschloß ich, nach Munduk in die Berge zu fahren. Angeblich fahren keine öffentlichen Verkehrsmittel dorthin. Keine drei Minuten wartete ich in Culik, bis mich der lokale Bus an der KĂŒste entlang nach Singaraja brachte. Hier durfte ich einige Zeit am Busbahnhof mit Einheimischen zubringen, bis der Bus nach Denpasar weiterfuhr. Er ließ mich an der Abzweigung nach Munduk heraus und jetzt wurde das Weiterkommen spannend. Ein leerer, weißer Minibus stand herum und es hieß, warte ein bißchen. Kein gutes Zeichen, da normalerweise der Bus erst fĂ€hrt, wenn er voll besetzt ist. Zehn Minuten spĂ€ter war er voll und wir fuhren los.

Die Hauptstraße wird leider auch Munduk von MotorrĂ€dern und Autos stark frequentiert. Einmal auf dem Wanderpfad in den GewĂŒrzplantagen konnte ich endlich in Ruhe die Berglandschaft genießen.

Im unvermeidlichen Wasserfall badete ich meine FĂŒĂŸe, zum Schwimmen war es zu flach. WĂ€hrend andere ausgiebig plantschten, sah ich eine dunkle Wolkenlandsschaft aufziehen.

die dunklen Wolken sind im Anmarsch…

Auf den Wasserfall von oben war ich nicht scharf, daher begab ich mich auf den RĂŒckweg. Wind kam auf und ich begann zu laufen. Als der Regen wie aus Eimern losprasselte, konnte ich gerade noch rechtzeitg das Dach eines Restaurants erreichen.

Der Besitzer brachte mir mit einem Regenschirm bewaffnet lachend die Karte. Ich bekam die beste vegetarische Pasta Bolognese ĂŒberhaupt!

Zimtstangen und MuskatnĂŒsse warten auf den Koch

Nach drei Tagen Wandern in GewĂŒrzplantagen und die wolkenverhangene Aussicht auf Berge und Meer bekam ich Lust, heraus zu finden, wie sich Ubud in 4 Jahren verĂ€ndert hat. Das mußte ich herausfinden und nahm den Bus nach Batubulan, dem Busbahnhof bei Denpasar, der Hauptstadt BaliÂŽs. In Ermangellung jeglicher Informationsmöglichkeit fragte ich bei der Polizeistation, wo der Bus nach Ubud weiterfuhr. Diese wollten mir ihren „friend“ fĂŒr viel Geld als Motorradtaxifahrer andrehen, als ich den Bus auf der anderen Straßenseite erblickte. Ich raste los, erwischte ihn und durfte etwas ĂŒberteuert, aber dafĂŒr auf einem Sitzplatz bequem nach Ubud weiterfahren.

im Loka Sari lĂ€ĂŸt es sich aushalten

In der Hauptstraße quetschten sich Busse und MotorrĂ€der im Stau aneinander vorbei. Ich bog in die Kajengstraße mit seinen in den Stein eingelassenen Namen mit Hand- und SchuhabdrĂŒcken der Sponsoren wie in Hollywood ein. Ein Guesthouse ist schöner als das andere, alle mit hauseigenem Tempel und Garten. Nach einigem Suchen fand ich ein Traum-Zimmer mit geschnitzten Holzmöbeln, Terrasse zum Garten und Pool. Unfaßbar, wie gĂŒnstig und ruhig ich hier im Luxus schwelgen durfte!

Zu den Reisfeldern ging ich nur die Kajeng Straße weiter und konnte herrlich entspannen! Nur wie den Abgasen und dem LĂ€rm der Hauptstraße entgehen, wenn man mehr sehen will? FrĂŒh morgens ist der Verkehr ertrĂ€glich, so konnte ich zum Arma Museum radeln. Balinesische traditionelle und moderne Kunst wechseln sich hier ab, auch die GemĂ€lde vom Deutschen Walter Spies, der lange Zeit in Ubud lebte, sind zu sehen.

Balinesiche Kunst im Arma-Museum

NatĂŒrlich gibt es wundervollerweise kaum Besucher. Auf dem RĂŒckweg blieb ich weniger schön im Stau stecken. Ja, Ubud hat sich nicht zum Vorteil verĂ€ndert, die Touristenmassen sind enorm geworden, gottseidank werden diese zum großen Teil mit Bussen nach Kuta oder Seminyak zurĂŒck gekarrt, wo sie hingehören.

Abends erlebte ich eine klasse Jazzband im Casa Luna an der jetzt normal belebten Hauptstrasse. Zur gleichen Zeit fand das  balispiritfestival statt, mit Yoga-und anderen Workshops und drei Abenden Live-Musik. So viele schöne, kreativ gekleidete Menschen sieht man selten. Das Ambiente war friedlich und das Konzert mit Zap Mama am folgenden Abend ein Genuß!

An meinem letzten Tag auf Bali durfte ich zufÀllig mein absolutes Highlight mit den Brooklyn Gypsies gratis im Casa Luna erleben!

Brooklyn Gypsies im Casa Luna heizen ein!

 

Tips fĂŒr Bali:

Das absolut empfehlenswerte Beten Anjung Beachguesthouse am Ende von Jelenuk hat nur 2 wunderschöne Zimmer, also schnell zugreifen: Tel.: +6263252866, email: betenenjung@gmail.com

Sehr schön und blitzsauber wohnt man in Munduk mit Aussicht, aber etwas VerkehrlÀrm im Taman Sari Guesthouse, das beste Restaurant ist der Warung Classic, der mir ein fantastisches vegetarisches Nasi Campur servierte, leider einmalig!

In Ubud gibt es die meisten Spas Indonesiens, die beste Massage gab es bisher fĂŒr mich im Kupu Kupu Barong Villas & Tree SPA by L’OCCITANE. NatĂŒrlich kann sich hier der anspruchsvolle Gast  grĂŒndlich verwöhnen lassen.

mein Zimmer im Kupu Kupu Barong

Konkurrenzlos gĂŒnstig und schön kann er auch in anderen GasthĂ€usern unterkommen, das ist nur hier in Ubud möglich.

Das Loka Sari in der Kajeng Straße 10, Tel.: 0361971847 ist fantastisch, oder die Ajana 3 Bungalows, Tel.; 0361-976303, liegen bildschön im Reisfeld mit Pool, nur die BĂ€der brĂ€uchten eine Renovierung.

Mehr ĂŒber Indonesien gibtÂŽs unter www.horizonteentdecken.de/category/reisen/indonesien

 

 

 

 

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Erholung pur mit gutem Gewissen in der Gili Asahan Eco Lodge

Die Secret Gilis in SĂŒdwest-Lombok entdecken

Wer trĂ€umt nicht von einer paradiesischen Insel? Bei genauerem Hinsehen existieren sie nur im Traum. In der RealitĂ€t entspannt sich der Italiener Luciano dabei, wenn er den PlastikmĂŒll vom feinen Sandstrand Gili Asahans aufliest. Dieser ist der bisher sauberste, der mir in Indonesien untergekommen ist. Seit ĂŒber 20 Jahren auf Bali ansĂ€ssig, kaufte er vor 16 Jahren auf der abgelegen Insel Asahan in SĂŒd-Lombok ein StĂŒck Land. Mit Familie und Freunden kam er ab und zu vorbei.

Vor etwa 2 Jahren baute er in traditioneller Holz-Bauweise seine Gili Asahan Eco Lodge auf.

Bungalow mit Terrasse

Mit rustikalem Charme liebevoll bis inÂŽs Detail von Luciano aus Strandgut dekoriert, fĂŒhlte ich mich dort gleich zu Hause. Es gibt Bungalows mit Terrasse und HĂ€ngematte oder nach allen Seiten offene HĂ€uschen im Indonesischen Treffpunkt-Stil, beide mit traumhaften Betten samt Moskitonetz, Open-Air-Bad  und traditionellen BambusvohĂ€ngen als Sichtschutz.

hiermit wird der Bambusvorhang befestigt

Auf eine Klimaanlage wird verzichtet, die frische Meeresluft und der Ventilator machen sie ĂŒberflĂŒssig. Vor dem FrĂŒhstĂŒck ging ich direkt vor die TĂŒr zum Schwimmen und Schnorcheln. Das opulente FrĂŒhstĂŒck mit Fruchtsalat, MĂŒsli, Yoghurt und Eierspeisen schmeckte umso leckerer! Danach mußte ich die insel erkunden. Bei Ebbe konnte ich am Meer entlanglaufen und ĂŒber die Felsen klettern, denn Wege gibt es nicht wirklich.

Nach etwa 2 Stunden war ich an Pferdekoppeln und KĂŒhen vorbei wieder am Ausgangspunkt.

Zum Sonnenuntergang erklomm ich den schmalen Pfad vom Resort auf den höchsten Punkt der Insel. Ein traumhafter Blick auf die umliegenden Inseln samt Lombok durfte ich genießen.

Beim Heruntergehen kam ich vom richtigen Weg ab und dachte, alle Wege fĂŒhren nach unten, das kann kein großer Umweg sein. Ein Irrtum, der Weg war gut ĂŒberwachsen und schien gefĂŒhlt kein Ende zu nehmen, als ich an eine eingezĂ€umte Pferdekoppel gelangte. An ihr entlang wanderte ich Richtung Meer und hatte den Eingang des Resorts vor mir.

Die Angestellten kommen aus dem Dorf nebenan, wo die Bewohner ermuntert werden, Plastik zu sammeln und beim Resort abzugeben, das nach Mataram zur Entsorgung gebracht wird. Die heruntergekommende Schule im Dorf soll mit Hilfe vom Resort neu aufgebaut werden. Ein Teil des Stroms der Eco-Lodge kommt von Sonnenkollektoren.

Abends wird das Lagerfeuer enfacht  Foto: Gili Asahan Lodge

Als echter Italiener bietet Luciano neben Indonesischer auch Italienische Köstlichkeiten an. Hausgemachter Limoncello und Italienische Weine fehlen selbstverstÀndlich nicht.

Luciano, the creator of the eco-lodge

Wer beim Schwimmen, Schnorcheln und Kanufahren Erholung sucht, ist hier an der richtigen Adresse.

Wie kommt man hin:

Neben privatem Transport fĂ€hrt auch ein öffentlicher Bemo/Kleinbus vom gegenĂŒberliegenden Dorf Gili Asahans in Lombok und von dort direkt ĂŒber Temboran, wo das öffentliche Boot zur Nachbarinsel Gili Gede abfĂ€hrt, nach Lembar fĂŒr ca. 50000 Rupias.

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Nach 8 Jahren Weltumsegelung fast den Garten Eden in Lombok gefunden

Nachhaltig erholen: Rinjani Mountain Garden unter dem Vulkan

Auf dem Boot von Sumbawa nach Lombok schmöckerte ich im „Travelfish“, einem sehr informativem Online-Travelhandbuch, ĂŒber den Rinjani Mountain Garden und die Entscheidung ĂŒber meine nĂ€chste Destination war gefallen. Weil der Bus total ĂŒberhöhte Preise verlangte, probierten Jean-Marc, seine Freundin Annie, die ich aus Sumbawa kannte, und ich es mit Autostop. Bei der letzten Etappe auf dem offenen Pick-Up fing es an zu regnen und unser Fahrer nahm uns netterweise auf einen Tee zu Bekannten mit. Dort verhandelten wir die Weiterfahrt, da die Franzosen nach Senaru mit seinen Guides auf Touristen-Fang und ich zum Rinjani Mountain Garden in`s Dorf nebenan wollte. Irmgard, genannt Toni, begrĂŒĂŸte mich in ihrem Guesthouse und erzĂ€hlte mir ihre Geschichte.

der hauseigene Quellwasserpool, im Hintergrund der Rinjani

Gute 8 Jahre segelten Roland und Toni mit ihrer 24 Meter- Segelyacht „Albatros“ samt ChartergĂ€sten um die Welt. Roland hatte sie nach eigenen PlĂ€nen gebaut, inklusive Meerentsalzungsanlage und eigenem Wasserkreislauf fĂŒr die sanitĂ€ren Anlagen. Als durch den Bombenanschlag in Bali viele ChartergĂ€ste ausfielen, suchten sie einen Platz, um nebenbei SĂŒĂŸwasserfische zu zĂŒchten. Sie fanden heraus, daß das beste Wasser durch Gesteinsfilter von LombokÂŽs Vulkan kam. Im Norden von Lombok, am Fuße des Rinjani, fanden sie vor 10 Jahren ihr Paradies in den Reisfeldern.

Durch von Roland angelegter Wasserkraft konnten sie nicht nur ihr Haus, sondern auch 3 Dörfer mit Strom beliefern. Beim Verkauf der Fische an Hotel- und Restaurantbesitzer wurde es gelegentlich beim gemĂŒtlichen Teil mit hausgemachtem Wein zu spĂ€t, die schlechte Straße zurĂŒck zu fahren. Die Idee, GĂ€stezimmer anzubieten, war geboren.

Lumbung, ein traditionelles GasthÀuschen

Es war ein schwerer Schlag, als ihre Segelyacht auf Gili Travangan gestohlen wurde. So richteten sie sich ihr Refugium mit traditionellen GÀstehÀusern aus Holz mit Blick auf den Rinjani und das Meer ein. Im Garten wachsen Avocados und Papayas, ein Quellwasserpool lÀd zum Plantschen ein.

Auch die Duschen werden vom Quellwasser gespeist, das gleichzeitig als Trinkwasser geeignet ist. Nachhaltigkeit ist hier eine SelbstverstĂ€ndlichkeit, daher gibt es auch eine KlĂ€ranlage. Katzen, Hunde, Pferde, Papageien, PerlhĂŒhner und sogar der mit Toni schmusende Nashornvogel fanden hier ein Zuhause.

Frieder, der Nashornvogel

Morgens weckte mich das exzellente hausgemachte FrĂŒhstĂŒcksbuffet mit FrĂŒchten, gebackenem Brot, hausgemachter Marmelade, Pfannkuchen, leckerem FrischkĂ€se aus mit Milchpulver hergestellter Milch, Gurken-Tomaten-Salat, Guacamole und lĂ€chelndem FrĂŒhstĂŒcksei.

Wegen der Regenzeit war der Rinjani-Nationalpark geschlossen. Daher wanderte ich am Wasserlauf entlang bis zum „Wasserkraftwerk“, einer Art Wasserfall mit Turbinen. Auf den Reisfeldern wurde gerade gesĂ€ht und lĂ€chelnd eine Pause gemacht, als ich exotische Figur auftauchte.

Im nahen Dorf mit traditionellen HĂ€usen aus Bambus wurde ich mit Hundegebell und schmunzelnden Bewohnern begrĂŒĂŸt. Wer sich von LĂ€rm, Straßenverkehr und schlechter Luft erholen möchte, ist hier an der richtgen Adresse. Abends durfte ich die exzellenten Asia-Nudeln des Rinjani Mountain Gardens genießen.

Nudeln mit Meerblick

Nach dem Tod von Roland vor ein paar Monaten ĂŒbergibt Toni das Gasthaus an Gleichgesinnte, um zu Reisen und ihre Freunde in aller Welt zu besuchen.

Tips:

Vom 1.-31.3.17 war der Rinjani-Nationalpark wie jedes Jahr geschlossen. Wer es trotzdem illegal wagt, ihn zu betreten, muß sich vor den Rangern, die die Wege wieder in Ordnung bringen sowie den MĂŒll entsorgen und der Guidemafia in Acht nehmen. Nur seine eigene Fußspuren hinterlassen und allen MĂŒll wieder mitnehmen sollte usus sein!

NatĂŒrlich fĂ€hrt vom nahen Bayan ein Bus in die Hauptstadt Mataram.

 

 

 

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Sumbawa, Surf-Mekka und Heimat des Tambora-Vulkans, der das Weltklima verÀnderte

Von Sape im Osten quer durch Sumbawa ĂŒber Bima nach Santai Lakey bis zur FĂ€hre nach Lombok

Die Überfahrt mit der FĂ€hre von Labuan Bajo in Flores nach Sape in Sumbawa verlief  unspektakulĂ€r. Beim Einlaufen sahen wir den kreisrunden Vulkan Api im Meer, der schon öfters schwarze Wolken spie und den Flugverkehr von Bali und Lombok lahmlegte. Die Busfahrt bis zur modernen Großstadt Bima bescherte uns Ausblicke auf die schöne Berglandschaft. In Bima gab es gerade eine Art Kirmes mit Angel-Spielen, Inlinern und Elektro-Miniautos fĂŒr Kinder.

Zur StĂ€rkung wurde an bunten RieseneistĂŒten geschleckt.

das machte mich neugierig…den Gado Gado mußte ich probieren!

Ich probierte meinen bisher besten Gado Gado Salat, mit gebratenem Tofu, Tempeh(fermentiertes Soja), Eieromelet und einer Art Mais-Minipfannkuchen, grĂŒnen Bohnen und SalatblĂ€ttern unter einer hausgemachten Erdnußsoße mit zerdrĂŒckten Zwiebeln, Stevia (natĂŒrlicher Zuckerersatz), Tamarinde, Knoblauch und Limonenjus. Dazu gab es bunten Krupuk. Lecker!

Einige Busstunden weiter im SĂŒden liegt Pantay Lakey, ein Surf-Mekka von Weltklasse. Surfer aus aller Welt pilgern hierher. Zur Erholung meiner aufgschlagenen Knie von einem Radunfall genau das Richtige!

 

Nette Bungalow-Anlagen sĂ€umen den Strand, ohne LĂ€rm von MotorrĂ€dern oder Moscheen genießt man leckeres einheimisches Essen in „MahatmaÂŽs und indahÂŽs“ Warung-Restaurant an der wenig befahrenen Straße neben der Polisi, fĂŒr den Fruchtsalat versammeln sich die Surfer bei Radna am Strandweg mit Blick auf die DĂŒnung und den fantastischen Sonnenuntergang.

Nicolas & Doris

Es herrscht eine sympathische, entspannte AtmosphÀre, aber fast alle sind zum Surfen hier!

ob groß ob klein, ob Einheimischer oder Tourist, alle wollen surfen!

Eigentlich wollte ich mir den Vulkan Tambora, der 1815 bei seinem Ausbruch von 4300 Metern auf 2851 zusammen stĂŒrzte und damit das Weltklima verĂ€nderte, ansehen. Jean-Marc und Annie rieten mit davon ab, wer ihn nicht erklimmt, sieht kaum etwas und in der Regenzeit kann man ihn nicht besteigen. Also beschloß ich, nach Lombok weiter zu ziehen.

Statt darauf zu warten, bis der Bus vom nĂ€chsten Dorf MuĂș irgendwann voll wird und losfĂ€hrt, probierten Jean-Marc, Annie und ich Auto-Stop. TatsĂ€chlich nahm uns keine 5 Minuten spĂ€ter ein Lastwagen auf seiner LadeflĂ€che nach Dompu mit. Von dort erwischten wir den großen Direktbus nach Sumbawa-Besar. Das Hotel am Busbahnhof war unterirdisch, daher waren wir froh, als die Nacht vorĂŒber war und wir den Bus zum Hafen Poto Tano erwischten, um so schnell wie möglich nach Lombok zu kommen. Eigentlich nahmen wir an, daß die Einwohner auf Sumbawa wenig Touristen gewohnt sind und daher noch nicht ausschießlich darauf aus sind, ĂŒberhöhte Preise zu verlangen. Leider ist das Gegenteil der Fall, die Bevölkerung, die nichts mit Touristen zu tun hat, ist dagegen sehr freundlich.

Geheim-Tips fĂŒr Sumbawa:

Wer gerne Motorcross fĂ€hrt, muß nicht von Pancasila auf den Vulkan Tambora hinaufwandern, bei Doropeli kann man per Motorrad den Berg hinauffahren, wie es die Einheimischen machen

Beim Busfahren unbedingt die großen, schnellen Busse nehmen, die Kleinen halten an jeder Ecke und sind bis oben hin mit Menschen, HĂŒhnern und GepĂ€ck vollgestopft, Autostop bei Pick-Ups ist eine weitere Möglichkeit, um schneller voran zu kommen

Im Amalgati Hotel in Pantai Lakey kann man das meistens gut funktionierende Internet nutzen, wenn man bei moderaten Preisen etwas ißt oder trinkt

Mehr Geschichten ĂŒber Indonesien gibtÂŽs hier:

 

 

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Die Kelimutu-Kraterseen, Schnorcheln im Meer und ein unfreiwilliges Rad-Salto

Flores entdecken: von Moni zu den Kelimutu-Kraterseen bis anŽs Meer bei Maumere  zum Schnorcheln

Die fasziniernden Kraterseen des Kelimutu verĂ€ndern ihre Farben, wenn sie beim Vordringen in tiefere Gesteinsschichten unterschiedliche Mineralien lösen. In den Tagen vor meiner Ankunft war der Nationalpark wegen Sturms geschlossen. Vom netten Dorf Moni aus brechen die meisten Besucher frĂŒhmorgens zum Sonnenaufgang zu den Kratersseen auf. Ich frĂŒhstĂŒckte erst und nahm um 8 Uhr ein Motortaxi. Das Wetter hatte gute Laune und am Eingang angekommen, ging ich den befestigten Weg entlang zu den ersten zwei Seen.

Traumhaftes Wetter ließ die Seen in krĂ€ftigem GrĂŒn schimmern. Der dritte kleinere See war weniger spektakulĂ€r dunkelgrĂŒn.

Kelimutu See No. 3

Zum Beweisfoto scharten sich die Touristen vor den zwei anderen Seen.

Toll, am steil abfallenden Fels des Kraterrands entlang zu klettern und die klare Aussicht genießen zu dĂŒrfen! Statt mit dem Motorbike wanderte ich den Weg zurĂŒck und bog in den Mini-Pfad zum Wasserfall ab. Es ging steil nach unten und ich fragte mich nach einer Weile, ob ich auf dem richtigen Weg war. Maps me fĂŒhrte mich sicher zu den unterhalb des Wasserfalls im Pool planschenden jungen Indonesiern.

Diese kicherten, als sie mich sahen und ich traute mich nicht, bei so vielen neugierigen Zuschauern selbst in voller Montur unterzutauchen. Die „BrĂŒcke“ ĂŒber den Fluß bestand aus 6 wackeligen Bambusstangen. Als ich zögerlich anfing, diese zu ĂŒberqueren, sprang ein junger Mann zu mir, nahm meine Hand und fĂŒhrte mich sicher hinĂŒber. Alle lachten. Ein paar Minuten spĂ€ter war ich kaum im Dorf angekommen, als ein krĂ€ftiger Platzregen losging, GlĂŒck gehabt!

Am Nachmittag in Moni spazierte ich mal links und rechts ins Dorf und sofort kamen Kinder auf mich zu.

LĂ€nger als „Hello“, „What is your name“ und „my name is…“ geht die Konversation meistens nicht, dafĂŒr wird immer freundllich gelĂ€chelt und gewunken. Ein junges MĂ€dchen kam wie viele andere vom Gottesdienst aus der Kirche und zeigte mir das traditionelle Versammlungshaus des Dorfes und wollte natĂŒrlich ein Selfie.

Das Meer und SchnorchelgrĂŒnde lockten mich nach Maumere und von dort weiter Richtung Osten in das Ankermi Bungalow Resort.

Hier gibt es statt Verkehr und lauter Moschee nur das Meeresrauschen, gutes Essen und SchorchelgrĂŒnde. Mit drei Finnen brachen wir zum Tauch- und Schnorcheltrip auf. Da immer noch Regenzeit herrschte, war die Sicht und der Fischreichtum nicht spektakulĂ€r. Macht nichts, es brachte Spaß, entspannt und ich sah sogar ein paar Babyrochen. Trotz Sonnencreme, T-Shirt und Shorts holte ich mir einen ĂŒblen Sonnenbrand. Eigentlich wollte ich auch den Egon besteigen, einen nahen Vulkan, leider versteckte er sich immer unter Wolken.

mein Arkemi-Bungalow direkt am Meer

ZurĂŒck in Labuan Bajo an der WestkĂŒste gönnte ich mir beim Flores-Spa eine spezielle Sonnenbrand-Behandlung, bei der eine eisige Creme aus Minze, Gurke und Lavendel aufgetragen wird. Sehr empfehlenswert, sogar Einheimische interessierten sich dafĂŒr, die sich trotz brauner Haut verbrannt hatten.

Strand bei Labuan Bajo

Ich lieh mir in der Touristeninformation ein Mountainbike und radelte Richtung Norden zu einem netten Strand. Die geliehene Taucherbrille war nicht dicht, die Korallen bescheiden, aber das Meer angenehm kĂŒhlend. Es war eigentlich viel zu heiß, um die HĂŒgel auf und ab zu radeln. Die Straße war frei, also sauste ich bergab, als sich plötzlich der Sattel löste, hin- und her drehte und herunterrutschte. Ich flog ĂŒber das Rad und schlug mir Knie, Ellenbogen, HĂ€nde und FĂŒĂŸe blutig.

Gleich stand ich wieder auf und fuhr vorsichtig weiter, gab Rad und SchnorchelausrĂŒstung ab und begab mich zum Siloam-Hospital. Hier wurde ich gleich mit allem versorgt, durfte mich erstmal schonen und nicht inÂŽs Meerwasser. Zur Erholung beschloß ich, weiter nach Sumbawa in das Surfer-Paradies Pantai Lakey zu ziehen.

Tips fĂŒr Moni:

die Antoneri Lodge hat Zimmer inklusive Veranda mit dem besten Preis-LeistungsverhĂ€ltnis, die nicht direkt an der Straße liegen, MopiÂŽs Place hat gutes Essen und fĂŒnf verschiedene Kaffeesorten wie den traditionellen Ingwer-Kaffee mit leichter SchĂ€rfe, gelegentlich gibt es Live-Musik

Tips fĂŒrÂŽs Schnorcheln bei Maumere:

die empfehlenswerten Sunset-und Arkemi Bungalows liegen nebeneinander, organisieren Schnorchel- und Tauchtrips und punkten mit sehr leckerem Essen, Arkemi hat gefiltertes Wasser, daß man sich in seine Wasserflasche fĂŒllen kann. Abgelegen, wie es ist, kommt man entweder per Taxi oder mit dem langsamen Bemo-Bus von Maumere dorthin, einfach das Resort dem Fahrer nennen. Ein großer Bus fĂ€hrt morgens direkt nach Ende.

Mehr Geschichten ĂŒber Indonesien gibtÂŽs hier:

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Fast-Absturz in den Kratersee bei Bajawa, Flores

Umwelt- und andere Tips fĂŒr Bajawa

Im Jahr 1644 entdeckte ein Portugiesiches Handelsschiff das Östliche Kap der Musa Nipa (Schlangeninsel) und taufte es Cabo des Flores. Seit dem 17ten Jahrhundert war der Name Flores offiziell, auch als die Insel 1851 an die HollĂ€nder verkauft wurde. Der grĂ¶ĂŸte Teil der Bevölkerung ist seit 1914 katholisch und viele Einheimische haben Italienische, Spanische und Deutsche Namen wie Wilhelmina und Johann.

Als auch in Ruteng in den Bergen der Wettergott Dauerregen bestellte, machten sich Natalia, eine Kolumbianische Spanierin, und ich gleich weiter nach Bajawa Richtung Osten auf.

die schöne Flores-Kuh vor dem Vulkan Inerie

Hier kann man bei trockenem Wetter den 2245 Meter hohen Vulkan Inerie besteigen.

Noch durchgefroren von der NĂ€sse engagierten wir die Motortaxifahrer Roberto und Ignacio, die uns nach Bena fuhren, ein fĂŒr Touristen schöngemachtes, traditionelles Ngada-Dorf.

Die DĂ€cher sind mit Bambus und Stroh gedeckt und zum Teil mit Figuren geschmĂŒckt wie ich es bereits in Peru gesehen habe. Ngadhu sind kleine PfĂ€hle mit Schnitzerreien und einer Kriegerfigur, die das mĂ€nnliche symbolisieren. Bhaga, die kleinen HĂŒtten mit Strohdach stellen die Mutterschaft dar, in Ihnen werden Rituale der Ahnenverehrung abgehalten.

Dorf hin und her, die heissen Quellen bei Malabhaga waren das absolute Highlight! Hier fließt das heiße Wasser vom Vulkan auf der einen Seite, das kalte auf der anderen. Außer Natalia, Ignacio, Roberto und mir war keine Menschenseele zu sehen, herrlich!

Am nĂ€chsten Tag lieh ich mir in der offiziellenTouristeninformation ein neues Luxus-Mountainbike aus, um die Kraterseen des 1753 Meter hohen Wawomudha zu erkunden. Im symphatischen Ort Bajawa winkten mir alle freundlich zu und zeigten mir den Weg. SelbstverstĂ€ndlich bin ich die einzige Radlerin weit und breit. Die Indonesier mĂŒssen unbedingt Motorrad und Auto fahren, ist ja auch schön laut inklusive Abgase und man muß sich nicht bewegen. FĂŒr die Einheimischen ist Spazierengehen völlig unverstĂ€ndlich.

Es geht ein wenig bergauf bis zu einem steilen Schotterweg. Hier stell ich das Rad ab und mir begegnet Johannis, barfuß mit Sarong und Machete, der fragt, ob ich einen Guide brauche. Ich habe eine Karte mit Beschreibung und verneine.

Johan

Ein StĂŒck geht er mit, dann bin ich alleine in wunderschöner Natur. Nach einer ganzen Weile kommt mir ein Mann mit umgehĂ€ngten Gewehr entgegen, den ich nach dem Weg frage. Ich muß umkehren und glaube bald, die Mini-Abzweigung gefunden zu haben.

wo gehtÂŽs zum Kratersee?

Ich erklimme den hohen, ehemaligen Kraterrand. Ganz oben auf dem schmalen Pfad angekommen, kommt plötzlich Sturm auf und Regentropfen fallen. Ist das der angekĂŒndigte Zyklon? Rechts und links geht es steil bergab, ich versuche, mein wie ein schotenloses Segel flatterndes Regencape anzulegen, eine extrem schwierige Angelegenheit. Ich gehe ein StĂŒck den Weg weiter nach unten, vielleicht ist es dort geschĂŒtzter? Von wegen, es weht wie verrĂŒckt, aber ich sehe endlich die Kraterseen.

Schnell das Handy raus, um ein paar Fotos zu machen, ohne den Abhang hinunter zu rutschen! Vorsichtig gehe ich den rutschigen Weg zurĂŒck, eine nicht ganz ungefĂ€hrliche Angelegenheit bei den WindstĂ€rken. Unten verpasse ich noch eine Abzweigung, so dauert es gefĂŒhlt ewig, bis ich mein ersehntes Rad erreiche. Damit kann ich dann fast wie von alleine abwĂ€rts bis Bajawa hinunterrollen, wundervoll! Angekommen bemerke ich erst meine dreckigen FĂŒĂŸe, aufgescheuert und blutig von Steinen, die in den Trekkingsandalen gelandet sind.

Reise- und Umwelt-Tips fĂŒr Bajawa, die in keinem ReisefĂŒhrer stehen:

Statt mit dem lauten Motorrad stehen mehrere Rad-Touren zur Auswahl, je nach Kondition und Wetter, sie sind in der Brochure der Touristeninformation beschrieben.

der Watu Nariwato Viewpoint auf den Gunung Inerie

Viewpoints wie Watu Nariwoto auf den Inerie  Vulkan gilt es zu entdecken.

Ewal von der Touristeninfo

Der freundliche und kompetente Mitarbeiter Ewal kennt sich gut aus. Bei AusflĂŒgen maps me aktivieren, damit man sich nicht verlĂ€uft. Einen Wasserschutz, auch fĂŒrÂŽs Handy mitnehmen, Trinkwasser und zur Sicherheit eine Taschenlampe.

Im Restaurant Milonari spielt öfters eine gute Band in netter AtmosphĂ€re. Das Lukas Restaurant gegenĂŒber hat leckere Indonesische KĂŒche. Hier gibt es auch mehrere gĂŒnstige Homestays.

Mehr ĂŒber Indonesien hier

 

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Tanzen beim Komodo-Festival und die schockierende Kehrseite Indonesiens

Plastik-Horror am Strand von Flores und Umwelt– & Geheimtips, die in keinem ReisefĂŒhrer stehen

Indonesien könnte so schön sein! Beim Zwischenstop in Seminyak, SĂŒdbali, einer ĂŒberfĂŒllten Touristenenklave wie in Spanien, wurde ich mit RegengĂŒssen wie aus KĂŒbeln begrĂŒĂŸt.

2003, bei meinem ersten Indonesien-Besuch,  empfing mich eine tolle Strandparty, siehe hier: http://horizonteentdecken.de/baliparis-statt-haengende-graeber/, aber im Meer bemerkte ich schon damals PlastiktĂŒten beim Schwimmen. Jetzt lag MĂŒll offen und in PlastiksĂ€cken am Strand von Seminyak, der normalerweise tĂ€glich gereinigt wird.

Bei zwei Tagen Dauerregen blieb Kuu aus Japan, die einen Indonesien-Sprachkurs hier macht, und mir, nichts anderes ĂŒbrig, als im empfehlenswerten Wineshop an der Hauptstraße den Balinesischen Cuvee-Brut Sekt zu probieren.

Am nĂ€chsten Tag vor dem Abflug nach Flores wurde der Besucher am Flughafen, leider nur auf Englisch, darauf aufmerksam gemacht, daß eine Person durchschnittlich pro Jahr 700 PlastiktĂŒten benutzt und wie horrend das fĂŒr die Umwelt ist. Drei MĂŒlleimer fĂŒr Bio- Plastik- und RestmĂŒll waren aufgestellt. Das dĂŒrfte kaum reichen, um der Plastikflut hier Herr zu werden.

die Bucht von Labuan Bajo

Labuan Bajo auf Flores ist der Ausgangspunkt zur Besichtigung der Riesenwarane, die bis zu 3 Meter lang, 135 Kilo schwer und 30 Jahre alt werden können. Schnorchel und Tauchgebiete sollen auch fantastisch sein. Kleinere Warane habe ich schon oft gesehen und   die Unterwasserwelt wollte ich weiter im Nordosten bei Maumere ergrĂŒnden, wo das Wetter besser sein soll. Touristen, die die Millionen Rupies schwere „Drachen“ Besichtigung  gebucht hatten, zeigten mir Fotos von chillig-ĂŒbereinander liegenden Waranen, die auf die FĂŒtterung warteten, wĂ€hrend sie von Touristen umrundet, geknipst wurden. Sah nicht besonders aufregend aus. Taucher erzĂ€hlten mir, das sich hier mehrmals Plastik in der Schiffsschraube verhedderte und durch einen Tauchgang entwirrt werden mußte.

Nichts böses ahnend machte ich  einen Ausflug zum obigen Strand. Ein Meer aus Plastik wurde an den Strand gespĂŒlt. Schockierend und traurig, daß anscheinend geglaubt wird, Plastik löst sich im Wasser in Luft auf. Ein Irrtum, es verwandelt sich in Mikroplastik, daß sich erst in 500 Jahren auflöst. Auf ein Bad verzichtete ich lieber.

die „saubere“ Bucht von Labuan Bajo

Um auf andere Gedanken zu kommen, fuhr ich mit dem lokalen Minibus, dem Bemo, zur Spiegelsteinhöhle und traf dort auf Dirk aus Holland. Eine schöne Abwechslung, mal außerhalb des Verkehrs im GrĂŒnen herumzulaufen und in der Höhle zu klettern. Wir entdeckten im Stockdunkeln mehrere GĂ€nge, die immer enger wurden. Seine Handylampe flackerte unheimlich, da zogen wir es vor, den glitschigen Weg lieber zurĂŒckzukraxeln. Die Sonne fiel zwar in die Höhle, aber wirklich spiegeln tat sich nichts.

am Eingang der Spiegelsteinhöhle

Vor dem Eingang wurden fĂŒr ein großes Event StĂŒhle, BĂŒhne und StĂ€nde aufgebaut. Auf unsere Frage erzĂ€hlten uns die Einheimischen, daß das Komodo-Festival um 19 Uhr beginnen soll. Das lassen wir uns natĂŒrlich nicht entgehen!

Wir gehörten zu den wenigen AuslĂ€ndern auf dem Fest. Nach einigen Reden vom BĂŒrgermeister und anderen VIPÂŽs wurde das indonesische Buffet eröffnet und alle durften davon kosten.

Traditionelle TĂ€nze wurden vorgefĂŒhrt, dann spielte eine gute Band Pop- und Reggaecoversongs. Die hohen Herrschaften, wie fast alle in traditioneller Kleidung mit Sarong, tanzten in Formation, Hunderte von Einheimischen trauten sich nicht und schauten wie gebannt zu.

der Waran als Dekoration darf natĂŒrlich nicht fehlen!

Als die VIPÂŽs gegangen sind,  stĂŒrmten die Mitarbeiter inklusive Dirk und ich die TanzflĂ€che. Wir hatten einen Riesenspaß und Dirk meinte, vor so vielen Zuschauern hĂ€tte er noch nie getanzt!

Posted by Doris Krumm on Samstag, 4. Februar 2017

 

mehr Geschichten und Tips aus Indonesien horizonteentdecken.de/reisen/indonesien

 

Umwelttip: Man kann seine Wasserflasche in der offiziellen Touristen- Info gratis auffĂŒllen! Das geht in Nepal schon lange in jedem Shop und jetzt hier in manchen Hotels. Also einfach mal im Hotel, Restaurant oder Shop nachfragen, ob das gegen einen Obulus möglich ist und sagen, warum(s.o.). Wenn das nicht geht, kann man auch Wasser abkochen, es kĂŒhl werden lassen und in seine Stahlflasche, die man in der Touristeninformation kaufen kann, fĂŒllen. Eine andere Lösing wĂ€re es, einen Filter zu kaufen.

www.trashhero.org trifft sich jeden Freitag zum clean-up und bezieht auch einheimische Kinder mit ein.

Geheim-Tips fĂŒr Labuan Bajo, die in keinem Handbuch stehen :

die offizielle Touristeninformation im Zentrum, neben Hotel Gardena, hat sehr gute Infos und verleiht neue TrekkingrĂ€der zum gĂŒnstigen Preis, zum Erkunden der nĂ€heren Umgebung ideal. Trotzdem die RĂ€der auf Herz und Nieren prĂŒfen, da einmal der Sattel verrutschte, was zu UnfĂ€llen fĂŒhren kann.

Statt ĂŒberteuerte AusflĂŒge nach Komodo oder Rinca von „Tourist Information Centern“, die sich als normale Tour-Anbieter herausstellen, zu buchen, einfach ein öffentliches Boot (ja, das gibt es) nehmen und in dem Dorf vor dem Nationalpark ĂŒbernachten. An dem Strand laufen Riesenwarane herum, ganz ohne Guide. Die Boote fahren hinter dem Fischmarkt um ca. 10 Uhr Montags, Mittwochs und Freitags ab, die Übersetzter-App nicht vergessen, dort spricht keiner Englisch.

Das Gardena Hotel und Bungalows hat ein gutes Preis- LeistungsverhĂ€ltnis, ist oberhalb der Straße, hat eine schöne Aussicht auf die Bucht, und das Wlan funktioniert sehr gut bei den gemĂŒtlichen Tischen neben der Rezeption, wenn nicht mal wieder der Strom ausfĂ€llt! Über dem Bett hĂ€ngt ein Mosquitonetz, das Fenster ist vergittert und hat einen Mosquitoscreen, so daß man nachts die kĂŒhle Luft hinein lassen kann.

Mamas Warung schrĂ€g gegenĂŒber hat leckere einheimische Speisen zu gĂŒnstigen Preisen.

Unbedingt Ohrstöpsel einpacken, da trotz ĂŒberwiegend katholischer Bevölkerung der Muezzin nachts und tagsĂŒber per knarrendem Lautsprecher „singt“.

Wer einen Transport braucht, kann einfach ein Bemo, den lokalen Minibus, fragen, die fahren einen fast ĂŒberall zum Spottpreis inklusive Lokalkolorit, hin, natĂŒrlich auch zum Flughafen und zurĂŒck.

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Vulkane auf Bali – Gili-Inselleben – Shanghai

Ganz nah an den Aufgang vom Vulkan Batur auf Bali kann man heranfahren. Wer zum Sonnenaufgang oben sein moechte, darf mit Taschenlampe nachts aufbrechen und einen Guide engagieren, wenn er es nicht mit dem Guidekartell aufnehmen will. Also stolperten wir 2 Stunden den steinigen Weg hinauf. Am Aussichtspunkt war bereits die Menge versammelt, Handy und Kamera zueckend. Spektakulaer begann sich erst ein Hauch von Helligkeit hinter den Bergen anzukuendigen. Wolken zogen heran, bevor langsam die Sonne hinter Lombok auftauchte. Es wurde geblitzt und geknipst. was die Kamera oder das Handy hergab.

Indonesien china 071Kaum war die Sonne aufgegangen und zu Tode abgeschossen, stieg die Meute herab. Wir erklommen noch den Gipfel, wo wir die gesamte Caldera ueberblicken konnten und ganz unter uns waren.

calderaVon den Motorrad- und Autostaus Balis genervt, freute ich mich schon auf Erholung beim Inselleben auf Gili-Air bei Lombok.

Blick von Gili-Air auf Lombok
Blick von Gili-Air auf Lombok

Hier machen nur die Pferdekutschen die Wege unsicher, waehrend Warane ungestoert ihren Tuempel bevoelkerten.

kutsche2WaranDie Freude beim Schnorcheln wird durch die Dynamitfischerei zerstoerten Korallen etwas getruebt, immerhin konnte ich zweimal Schildkroeten beim eleganten Schwimmen in Zeitlupe beobachten. Abends spielen und singen die Einheimischen gern mit der Gitarre, die Franzoesin Lisa und Ich gesellten uns dazu und hatten einen wunderbaren Abend beim Mitsingen.

singenDie Diskrepanz koennte nicht groesser sein, vom herrlichen Sonnenaufgang am Mount Batur ueber die Gili-Inseln, die ohne Autos und Motorraeder auskommen, in die groesste Stadt Chinas, nach Shanghai.

Auflauf beim Bund, der Promenade ShanghaiÂŽs
Auflauf beim Bund, der Promenade ShanghaiÂŽs

Mit der 300 – 400 km hyperschnellen-Magnetbahn vom Flughafen eingeschwebt, bescherte mir Shanghai den ersten sonnigen „Fruehlingstag“, fuer den Tropenreisenden abends trotzdem etwas frisch. Mit Blick auf Pudong, dem Finanzdistrikt, auf der Bund-Seite die alten historischen Gebaeude, in denen jetzt Banken ihren Sitz haben, genoss ich den Spaziergang am Huangpu Fluss mit halb Shanghai.

strasseErstaunlicherweise sind Fussgaenger in dieser zentralen Gegend in der Ueberzahl, kaum hupende Motorraeder und Autos bevoelkern die Strassen wie in Indonesien, fuer mich regelrecht erholsam!

finanzviertelBei blauem Himmel ueberquerte ich den Fluss mit der Faehre, um bei idealem Aussichtswetter einen der Wolkenkratzer anzupeilen. Der im Moment noch Heochste, der wie ein Flaschenoeffner aussieht, verlangt umgerechnet ca 18 Euro. Daher nahm ich den Aufzug des Hyatt bis zur Bar im 91sten Stockwerk, Weiter oben haette man auch nicht mehr gesehen, der Smog, von unten gar nicht sichtbar, vernebelt die Aussicht.

aussicht Fotos by D.M. Krumm all rights reserved

Bali’s Schoenheitssrituale

Die steigende Inflation der Spas in Bali schadet der Qualitaet keineswegs. Jahrhunderte alte Traditionen aus Doerfern (Villages), welche, bleiben geheim, wie zum Beispiel Balinese Boreh beeinhalten Massagen mit Kraeuteroelen aus alten Rezepturen. Danach wird man mit Gurken eingerieben, Ylang Ylang als Dusch-Oel verwendet und als Abschluss mit erfrischender Bodylotion eingerieben. Das soll den Koerper erwaermen bei den ersten Anzeichen des Winters. Winter? Auf Bali? Vielleicht stammen die Rezepte aus den Bergen. Ausserdem soll es bei Kopfschmerzen, Erkaeltung und Arthritis hilfreich sein.

Weitere traditionelle Balinesiche Schoenheitsrituale wie Milch- Blueten- und Kraeuterbaeder, Koerperpeelings mit Kaffee, Gruenem Tee und Gewuerzen, Haar- und Gesichtsbehandlungen sowie Tradtionelle Balinesische und Hot-Stone Massagen vervollstaendigen das Angebot. Kein Wunder, dass die Menschen hier so schoen und froehlich sind!

blĂŒtenbadWie eine Koenigin oder ein Koenig darf man/frau sich beim javanischen Lulur Ayu fuehlen. Nach einer Relax-Massage wird die Haut mit Kraeuterpeeling behandelt, um abgestorbene Hautzellen zu entfernen. Danach mit Yoghurt eingerieben und befeuchtet, wird die Haut zart wie eine Babyhaut. Zur Kroenung im Ylang-Bluetenbad darf sich jeder der totalen Entspannung hingeben. Mit erfrischender Lotion eingecremt, trinkt man einen Jamu, den traditionellen Kraeutertrank, der die Blutzirkulation anregen soll.

fishspaDas exotischste von allen ist das Fischspa, bei dem kleine Fische am Fuss die abgestorbene Hautschueppchen abknabbern.

Ubud gleich Entspannung

Ubud in Zentrql-Bali, durch den Bestseller und Film „Eat Pray Love“ mit Julia Roberts zu zweifelhafter Beruehmheit gelangt, laed zur Entspannung ein. Es soll ReisebĂŒros in den USA geben, die Extra-Touren nach Ubud veranstalten, damit sich die Damen der Illusion hingeben können, hier wie im Film ihren Traummann zu treffen.

IMG_3522Beim Spazierengehen in den Reisterrassen koennen Augen und Seele im saftigen Gruen versinken, bei guter Sicht die Berge betrachten und abends von der hervorragenden Kueche naschen.

IMG_3665Der touristische Einfluss hat ausnahmsweise einen positiven Effekt auf das leckere Speiseangebot. Biofarmen und vegetarische Restaurants spriessen aus dem Boden, die Vielfalt scheint nirgendwo so hoch wie in Ubud. Da konnte ich in Java und Sulavesi nur von traeumen! IMG_3517Natuerlich muss sich der Fussgaenger, (zu Fuss gehen ist dem Asiaten suspekt,  jedes Kind faehrt Motorrad) auf den Hauptstrassen auch hier an dem Auto- und Motorradverkehr vorbeidraengeln. Der Fussweg verspricht Rettung, auf dem bereits Taxifahrer, Massage- und anderen Angebote lauern. Egal, die Freundlichkeit und Schönheit der Balinesen ist unĂŒbertroffen!

Ein Touristenmagnet ist der Affenwald, in den ich zufĂ€llig eher unfreiwillig bei einem Waldspaziergang gelangte. Sogar den Affen war so heiß, daß sie freiwillig im Wasser  plantschten.

IMG_3579Feste feiern gehört zu den Balinesischen Leidenschaften. Eine  Attraktion sind die fast tĂ€glich vorgefĂŒhrten traditionellen TĂ€nze.

IMG_3498
Indonesien china 170 Hier wird wieder fĂŒr eine andere traditionelle FestivitĂ€t gebastelt.