Mit Burma-Bus, Flugzeug und Boot nach Inle Lake und Mandalay

Laut den einschlĂ€gigen ReisefĂŒhrern soll der reperaturbedĂŒrftige Burma-Bus bis zu 15! Stunden VerspĂ€tung haben.

IMG_0332Dieser umgebaute, mit jedem Zentimeter vollgepackte Pick-Up kann kaum gemeint sein. Ausprobieren gehört zum Burma-Abenteur dazu! EingezwÀngt sollte man sich besser eine Sitzunterlage besorgen, er nimmt sich viel Zeit, damit Leute ein-, aussteigen, auf-, abladen, ein SchwÀtzchen halten oder essen können.

Seit meinem letzten Besuch vor 10 Jahren sind die Straßen verbessert worden, die Busse sehen neuer aus. Beim Betreten des Busses von Hpa An nach Yangoon schlĂ€gt mir eine durchdringende Desinfektionswolke entgegen. Ich frage mich, ob die Busfahrer öfters unter den giftigen DĂ€mpfen leiden? Wegen der moderaten Klimaanlage lĂ€ĂŸt sich kein Fenster zum LĂŒften öffnen. Gottseidank erreichen wir sieben Stunden spĂ€ter pĂŒnktlich Yangoon.

Hier wird jede Nacht die Bevölkerung mit Reden und GesĂ€ngen per Lautsprecher beschallt, religiös oder GehirnwĂ€sche? TagsĂŒber fahren Autos und sogar FahrrĂ€der mit ohrenbetĂ€ubenden Durchsagen durch die Straßen. Der sanftmĂŒtige Burmese hat sich anscheinend eine alles abperlendeTeflonhaut zugelegt und bleibt herzlich und hilfsbereit.

Nach Inle Lake nehme ich den Flug mit Myanmar National Airlines und habe versĂ€umt, herauszufinden, ob es sich um die Regierungsfluggesellschaft handelt, die unsichere und heruntergekommene Flugzeuge haben soll. Erleichtert stelle ich fest, daß unsere brandneu aussieht und uns sicher anÂŽs Ziel bringt  .

IMG_0239Inle Lake hat sich sehr verĂ€ndert, ĂŒberall wird gebaut, die meisten GasthĂ€user am Kanal in Nyaungshwe in der NĂ€he liegen an einer verkehrsreichen, staubigen Straße, auf dem Kanal gegenĂŒber knattern die Touristenboote.

IMG_0276Ich bin im freundlichen, sauberen Sin Yaw Guest House in einer ruhigen Seitenstrasse gelandet. Auf der Dachterrasse wird das liebevoll zubereitete FrĂŒhstĂŒck serviert.

Beim Radeln um den See treffe ich zwei weitgereiste, junggebliebene Französinnen, mit denen ich ein Boot zum Überqueren des Sees teile. Im netten Dorf auf Stelzen werden Soja, Linsen und selbst hergestellte Zuckerrohrbonbons getrocknet.

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Der Linsenverteiler
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zur Herstellung von Zuckerrohrbonbons wird die Masse immer wieder ĂŒber den Haken geworfen
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geschnitten und gedreht, fertig ist der schneckenÀhnliche Bonbon
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nach dem Trocknen kommt der sĂŒĂŸe Genuß!

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IMG_0246Der See ist berĂŒhmt fĂŒr seine Fischer, die mit einem Beim rudern, um die HĂ€nde frei fĂŒr das Netz zu haben.

IMG_0250leider zu berĂŒhmt, dieser hatte nur einen Fisch im Boot, dafĂŒr wollte er Trinkgeld.  Statt dem bereits jetzt schon raren Fisch wird es bald nur noch posende Pseudo-Fischer geben.

Ob wohl deswegen dieses Schild aufgestellt wurde?

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noch gibt es Ochsenkarren

IMG_0254Oberhalb des Sees wird Wein angebaut, das mußten wir uns unbedingt anschauen! Die Touristen, die uns vor dem Eingang begegneten, sahen nicht besonders fröhlich aus. Ein DĂ€nisches PĂ€rchen, die Französinnen und ich hatten dagegen viel Spaß bei der Weinprobe, es gab Sauvignon (sehr gut!), Shiraz, sĂŒĂŸen RosĂ©dessertwein und merkwĂŒrdigen Muscat. IMG_0258Weiter ging die Reise mit dem neuen, geruchsarmen Bus in das von berĂŒhmten Schriftstellern wie Somerset Maughen, Glaspalast-Autor Amitav Gosh und George Orwell besuchte Mandalay. Leider hielt er alle zwei Stunden, was mit lauten Getöse angekĂŒndigt wurde.  Kaum war ich endlich eingedöst, wurden wir von Geschrei geweckt. Von wegen VerspĂ€tung, 2 1/2 Stunden frĂŒher als angekĂŒndigt, waren wir mitten in der Nacht um 3 Uhr am Ziel. Gottseidank hatte ich reserviert und konnte gleich im AD1 Hotel einchecken.  FĂŒr Budgetreisende ist es eine gute Wahl, das FrĂŒhstĂŒck auf der netten Dachterasse lecker. Hier kann man auch tagsĂŒber vom LĂ€rm, Verkehr und Staub Mandalays entspannen.IMG_0279Da der Palast zerstört wurde und der Nachbau von jeglichem Geschmack befreit sein soll, erspĂ€hte ich beim ziellosen Radeln eine wunderschöne Pagode samt Kloster. Dort kam ich mit Mönchen inÂŽs GesprĂ€ch, die sogar ein wenig Deutsch konnten.

IMG_0285Herrlich, einfach entspannt die Stadt und ihre Bewohner zu beobachten statt dem Touristenstrom zu folgen!

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Ob zwei FahrgĂ€ste, EiswĂŒrfel oder andere Waren, dieses ökonomische Verkehrsmittel Trishaw ist immer noch im Einsatz

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Vom Yangoon-Stau zu Höhlen-Pagoden und Felsenlandschaften in Hpa An

Yangoon, von Smog umnebelt, besteht offensichtlich aus Baustellen und Staus. FußgĂ€nger sind zwar bewegsamer, angenehm fĂŒhlt sich der LĂ€rm von auf sich aufmerksam machenden StraßenhĂ€ndlern rechts und links vom Fußweg nicht an. Wer auf die Straße ausweicht, darf sich zwischen im Stau stehenden Autos und Bussen durchdrĂ€ngeln.

IMG_0035aIch glaubte, bersonders schlau auf Seitenstraßen auszuweichen, das war ein Fehltritt. Dort kam nicht mal ein FußgĂ€nger vorbei, LastwĂ€gen und Autos standen kreuz und quer, dazwischen Waren, die verladen wurden.

IMG_0034aDie berĂŒhmte Swedagon Pagode hatte ich vor 11 Jahren besichtigt, daher floh ich nach Hpa An, nur 6 Stunden Busfahrt Richtung SĂŒden. Am Fluß gelegen und Umgeben von Felsen lebt es sich geruhsamer.

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MarktmÀdchen aus Hpa An

Da mein reserviertes Hostel voll war, landete ich mit Hilfe von Tiffany aus dem ausgebuchten Galaxy im blitzsauberen Sky Garden, das Zimmer mit Balkan und Fenster anbot, eher selten in Myanmar. Auf dem Dachgarten startet man sein eher bescheidenes FrĂŒhstĂŒck mit toller Aussicht auf die herrliche Landschaft.

Klar, daß ich gleich ein Fahrrad mietete, um die Gegend zu erkunden. Nach gefĂŒhlter Ewigkeit auf staubigen, starkbefahrenen Straßen kehrte ich lieber um und buchte fĂŒr den nĂ€chsten Tag die Höhlen- Tempel-Tour.

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mein „Radweg“

Die Entscheidung war genau richtig!

IMG_0131Heinz, der fĂŒr die UN Mikrokredite organisiert, Laura aus Spanien, Ian, der seine Philippinische gleichaltrige Freundin erst vor 2 Monaten kennenlernte, ein Deutsches PĂ€rchen, eine Französin, die auf Mallorca lebt und ich teilten uns die Sitze auf dem offenen Tuk Tuk Kleinbus. Ian prĂ€sentiert uns seine Wasserflasche von Seychelle, die einen Filter enthĂ€lt und sich und seiner Umwelt die wahnsinnige Vermehrung von Plastikflaschen erspart.

IMG_0067a Eine wundervolle Idee, die unbedingt jeder Reisende probieren sollte. Über Surfer Jon Rose, der  auf waves4water eine Initiative gegrĂŒndet hat, wie einfache, preiswerte Wasserfilter von Reisenden an BedĂŒrftige verteilt werden können, habe ich bereits auf http://horizonteentdecken.de/mit-leidenschaft-innovation-zum-bewussten-genuss-der-eckart-2014/berichtet.

Interessant, daß nicht alle Regierungen der Welt lĂ€ngst auf diese Idee gekommen sind und damit viel Geld sparen könnten!

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IMG_0138IMG_01269 verschiedene Pagoden oder Heiligenfiguren in Höhlen besichtigten wir. Der dem James Bond Felsen in Thailand Ă€hnelnde Kyauk Ka Lat Temple hat sogar eine Stupa auf seinem schmalen Gipfel. Da dĂŒrften nur Akrobaten die halsbrecherischen Leitern hinaufklettern!

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der „James Bond“ Felsen in Hpa An

Nach dem Durchqueren einer Höhle, natĂŒrlich barfuß wegen des Heiligtums, begann das Highlight: eine Bootsfahrt mit dem Ruderboot durch wunderschöne Landschaft!

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IMG_0112PĂŒnktlich um 7 Uhr verlassen jeden Tag Tausende oder Hundertausende von FledermĂ€usen die Bat-Cave. Es dauert mehrere Minuten.

Kinder vor der Fledermaushöhle
Kinder vor der Fledermaushöhle

IMG_0166Man fĂŒhlt sich an „Die Vögel“ von Alfred Hitchcock erinnert, so unheimlich ist der Riesenschwarm!

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Das Tree House, ein Refugium in der grĂŒnen Lunge Bangkoks

Auch erfahrene Bangkok-Besucher ahnen nicht, was sie erwartet, wenn sie mit Skytrain und Taxi den Bang Na Pier erreichen, um mit dem Boot den Chao Praya zu ĂŒberqueren. Mangrovendschungel, durchzogen von erhöhten Holzpfaden, die zu vereinzelten HĂ€usern auf Stelzen fĂŒhren, lĂ€sst den gestessten Reisenden aufatmen. Hier hat sich der Besitzer Frank einen Traum erfĂŒllt, als er im Einklang mit der Natur und den Nachbarn das Bangkok Tree House aus Holz und Glas baute.

IMG_6293aDie ungewöhnlichen, mit liebevollen Details ausgestatteten BaumhĂ€user auf Stelzen sind dreistöckig, man betritt zuerst das verspiegelte Bad.  Der Toilettenboden ist aus Glas mit Blick auf das Flußbett.

IMG_0004aGeradeaus, von BambuswĂ€nden ummantelt, befindet sich hinter einer GlastĂŒr im Freien die Dusche mit Bambusvorhang.

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Hat man die steile, zweiteilige Treppe erklommen, erblickt man sich selbst im Spiegel und erschrickt erstmal wegen der tiefen Aussicht durch den Glasboden. Die SpiegeltĂŒr fĂŒhrt inÂŽs Schlafzimmer mit Balkon. Wer möchte, kann auf dem Dach in einer RiesenhĂ€ngematte nĂ€chtigen.

Ich ließ die SchiebetĂŒr auf und genoß die frische, kĂŒhle Nachtluft, die die bei den Thais heiß-geliebte Klima- unfreundliche Anlage ĂŒberflĂŒssig machte. Kein Moskito traute sich herein, trotzdem wĂ€re ein verschiebbarer Moskitoschutz ideal.

Ein Teil der Energie speisen Sonnenkollektoren und ein Windrad. AbfĂ€lle werden recycled, Plastik bei jeder Buchung aus dem Fluß gefischt, eine unendliche Aufgabe! In dem Restaurant auf mehrern Ebenen lĂ€ĂŸt es sich herrlich im GrĂŒnen frĂŒhstĂŒcken, das Dinner ist allerdings etwas ĂŒberteuert, den Fruchtsalat macht jeder StraßenhĂ€ndler besser. Alle Zutaten stammen von lokalen Bio-Farmern, die ihre SpezialitĂ€ten selber herstellen.

IMG_6300aHerrlich ist es, mit dem Rad im saftigen GrĂŒn die Gegend zu erkunden. Am Wochenende sollte man den „Floating“ Market in der NĂ€he erradeln, in dem man von selbstgemachten, ungewöhnlichen Leckereien kosten kann, ohne von Touristen-Busladungen ĂŒberrannt zu werden.

IMG_0013aIMG_0008aIMG_0010aEin Paradies fĂŒr Entdecker!

IMG_0012aHier kaufen die Einheimischen Insider gĂŒnstig ein!

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Schlangen jetzt fangfrisch auf den Tisch!
Schlangen jetzt fangfrisch auf den Tisch!

 

Alle Infos unter: http://www.bangkoktreehouse.com

Mitglied bei http://www.greenpearls.com, wo auf hohen Standart, Ökologie und Gastfreundschaft besonderen Wert gelegt wird.

 

 

Empfehlungen unter www.tripadviser.com