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Radeln im Tempel-Park von Sukhothai, Thai-Massage lernen in Chiang Mai

Nach Überquerung der Burmesisch-Thailandischen Grenze bei Mae Sot war es nicht so einfach, den passenden Bus nach Sukhotai zu finden, erst mussten ein Kanadier, der in Chengdu, China, Jazz! unterrrichtet und ich uns ein Taxi teilen, um zum Busbahnhof zu kommen. In Thailand war es eine halbe Stunden frĂŒher, so hĂ€tten wir fast noch unseren Bus verpasst. Ich quartierte mich gleich in der NĂ€he des Busbahnhofs von Neu-Sukhotai im Siri-Guesthaus ein.

Von hier nahm ich am nĂ€chsten Morgen einen Songtheow nach Old-Sukhotai und von dort lieh ich mir ein Rad fĂŒr 30 Baht. Im Park gab es erfeulicherweise viele BĂ€ume und kein Auto- oder Motorradverkehr, so brachte es viel Spaß, die Tempel per Rad zu erkunden.

ÜberflĂŒssigerweise gab es gelegentlich einen vorbeifahrenden Minibus, der die zahlenden Mitfahrer aufgabelte, die unpraktischerweise auf ihn warten mussten.

auch die Schulklasse hatte viel Spaß auf den Tempeln

Am Nachmittag hörte ich bei einem nahen Tempel Musik und sah eine Menschenmenge sich dazu elegant bewegen. Beim NĂ€herkommen wurde ich ebenfalls aufgefordert, mitzutanzen. Die Thais waren begeistert und ein Mann brachte mir eine kalte, sehr sĂŒĂŸe FlĂŒssigkeit, die ich unauffĂ€llig verschwinden lassen mußte. Nach mehreren Tempel-Umrundungen wurde es mir zu heiß und ich begab mich wieder nach Neu-Sukothai per Bus.

Weiter nach Chiang Mai brauchte der bequeme Bus nur ca. zwei Stunden, die ich sehr genoß nach den furchtbaren Straßen und Bussen in Mynamar! Der Verkehr ist unangenehm stauanfallig, aber  die kleinen Seitengassen im Historischen Zentrum sind schattig und fast Auto- und Motorradfrei, ideal zum Radfahren.

ZufĂ€llig war Vollmond und ein Tempel veranstaltete ein Fest, bei dem die Mönche unzĂ€hlige, schwimmende Kerzen anzĂŒndeten.  Ich kaufte wie viele Thais ein Blumenbouquet, mit dem ich dreimal den Tempel umrundete und mir etwas wĂŒnschte. Ob der Wunsch wohl in ErfĂŒllung geht?

Die Altstadt scheint neben einigen schönen Tempeln ausschließlich aus Massagesalons und Travelagencys zu bestehen, die alle das ĂŒbliche wie Elephant-Riding oder -Camp; das letztere ist eher zu empfehlen, da die hin- und herwackelnden Gestelle, auf denen die Touristen sitzen, den RĂŒcken des Elefanten schĂ€digen; Besuchen von WasserfĂ€llen, Höhlen und der Hilltribe-Dörfer, wo die Einwohner wie im Zoo begafft und fotograiert werden und „Flight like a gibbon“, wo man sich im „Dschungel“ an einem elastischen Seil zum Affen schwingen kann.

Ich wollte die Thai-Massage erlernen, so entschied ich  mich fĂŒr die Old Medical Hospital Massageschool, die sich an dem Physiotherapisten Buddhas, dem „Father Doctor“ Jivaka Komarabhacca orientiert.  Die Thai-Massage ist von der Indischen Ayurvedischen Lehre inspiriert und eine Kombination aus Akupressur der Energie-Meridian-Punkte sowie eine dem Yoga-angelehnte Dehnung. Sie ist eher Energie- statt Körper-Arbeit, um den natĂŒrlichen Heilungsprozess zu stimulieren. Das ist sowohl fĂŒr den Kunden als auch fĂŒr den Masseur anstrengend.

Zuerst zeigte uns unser Lehrer 15 Positionen, die wir dann an den anderen Teilnehmern ausprobieren durften. Es war alles andere als einfach, sich das alles zu merken! Jeden Tag kamen neue Massagegriffe hinzu, insgesamt 56 in drei Tagen.

die PrĂŒfung ist geschafft!

Am vierten Tag ĂŒbten wir noch einmal die Praxis, bis wir am fĂŒnften Tag geprĂŒft wurden und statt diesem opulenten Blumenstrauß wie die Thai-Kinder, unser Zertifikat bekamen.

Thai-Kinder bekommen bei bestandenem Examens dieses besondere Geschenk, genau auf die BlĂŒten und die Scheinchen schauen!

Mein absolutes Highlight in Chiang Mai war die exzellente Ausstellung in der Seescape Gallery von „Lucktospestive“ von Luck Maisalee, die leider nur noch bis zum 18.MĂ€rz 2018 lĂ€uft.

 

„the last supper“ von Leonardo da Vinci, neu interpretiert als the last drunker von Luck Maisalee in der Seescape Gallery, Chang Mai

Tips fĂŒr Sukhothai und Chiang Mai:

gleich am Busbahnhof von Neu-Sukhothai kann ich das Siri Siri Guesthouse mit sauberen, gĂŒnstigen Zimmern empfehlen, leicht mit Mapsme zu finden, das Poo-Restaurant nicht weit entfernt an der Hauptstraße hat leckere KĂŒche, mit dem Songtheow kommt man  fĂŒr 30 Baht nach Alt-Sukhothai  und kann dort ein Rad leihen

In Chiang Mai hatte ich ein sehr schönes, sauberes Zimmer mit schnellem Wifi und KĂŒhlschrank in GritÂŽs Guesthaus, wer andere Reisende kennenlernen möchte, ist in JulieÂŽs Guesthaus an der richtigen Adresse, die Zimmer sind allerdings weniger schön, gemĂŒtlich sitzt man ohne zuviel Abgase in KatÂŽs Kitchen und kann die tolle KĂŒche unter bunten Lampions genießen, statt die Abgase am Nightmarket an der starkbefahrenen Ringstraße einzuatmen und dort die gleichen Preise zu zahlen…

Abgase inklusive im Nightmarket an der Ringstraße um das Historische Zentrum, Chang Mai

Keine Lust auf zu viele Touristen? Der Kad Manee Market, 5 Minuten mit dem Rad sĂŒdlich vom historischen Zentrum ist ein netter Food-Nightmarket mit Matten auf dem Boden und kleinen Tischen, wo man sich seinen Hotpot im geborgten Tontopf selber brutzelt.

Im „Art of Paradise“ kann groß und klein surrealistische Fotos ausprobieren, eine schöne AbkĂŒhlung und ein Riesenspaß, besonders, wenn man zu mehreren ist! Unbedingt vorher den Handy-Akku aufladen, da die App einen hohen Verbrauch hat.

 

Wegen ihrer Schönheit tÀtowiert, die Chin-Frauen im Norden Myanmars

Von Yangoon ĂŒber Pyay und Bagan in den Chin-Staat

Vom SĂŒden MyanmarÂŽs landete ich mal wieder in Yangoon, um weiter in den Chin-State zu reisen. Die ĂŒblichen SehenswĂŒrdigkeiten hatte ich ja bereits vor 13 und 3 Jahren angeschaut, so fielen mir die extrem baufĂ€llig aussehenden 8 bis 9stöckigen HĂ€user besonders auf.

Sicher sind sie seit hundert Jahren noch nie renoviert worden und fallen wohl nur deswegen nicht zusammen, weil sie sich aneinandergereiht gegenseitig stabil halten. Im krassen Gegensatz dazu werden klimatisierte, elegante Shoppingmalls , die man nur durch eine Sicherheitsschleuse passieren darf, gebaut. Hier wird fĂŒr Rolex-Uhren, Armani und Co. geworben, das ist es, was die Burmesen am dringensten brauchen.

Ich hatte Lust, Unbekanntes zu sehen und buchte einen Radausflug zu den umliegenden Dörfern auf der anderen Flussseite Yangoons. Leider mussten wir eine ganze Weile am Hafen entlang radeln, bis wir endlich mit dem Boot ĂŒbersetzen konnten.

den Hintergrund beachten!

Hier beginnt eine ganz andere, dörfliche Welt. Gerade fand eine Hochzeitsfeier statt und begeistert wurde ich mit der Braut fotografiert.

Es war fast zu heiß, um durch die trockenen Felder ohne Schatten zu radeln.

Überall sah man Plastikabfall, ob am Ufer oder um die HĂŒtten herum. Ein Mönch schenkte uns FrĂŒchte, Kinder winkten uns wie immer zu und umringten uns eisschleckend.

Am nĂ€chsten Tag nahm ich den Bus Richtung Norden nach Pyay. Am grĂ¶ĂŸten Tempel standen die Burmesen am hĂ€ĂŸlichen, riesigen Aufzug Schlange. Touristen dĂŒrfen 3000 Kyat löhnen. Ich wurde von Burmesischen Studentinnen, die sich Yasmine und Iris nannten, angesprochen, um ihr Englisch aufzufrischen. Sie zeigten mir den Markt, wo wir leckere Salate mit Nudeln, Tofu und GemĂŒse verdrĂŒckten. Schön, mal etwas neues Vegetarisches auszuprobieren!

ein schöner Abend mit Iris-su, Yasmine, Alex und jakob

Sie halfen dem Franzosen Alex, den ich im Guesthaus traf, und mir, den Zug nach Bagan zu erwischen. In der neonbeleuchteten „Upper class“ war es unangenehm schmutzig, die Toilette stockdunkel und das Ruckeln förderte nicht unbedingt meinen Schlaf.

Um von Bagan nach Mindat im Chin-State zu kommen, mußte ich erstmal einen Pick-Up nach Pakkoku nehmen.

Beim Rundgang zum Fluss in Pakkoku

Von da gingÂŽs weiter mit dem Bus nach Mindat. Ich hatte mir romantischerweise einen schönen Bergort vorgestellt. Gerade wurde die Straße erweitert, was soviel Staub erzeugte, dass die Anwohner Plastikplanen an ihre Fassaden hĂ€ngen mußten. . Spazierengehen war also gestrichen. Wanderungen sollten auch zum Teil an den Straßen entlang gehen.

Bergpanorama bei Mindat

So buchte ich einen Tagesausflug zu den Chin-Dörfern mit Guide und Motorrad. Die tÀtowierten Chin-Frauen wurden meist sehr jung und oft unfreiwillig im Gesicht tÀtowiert, da sie sehr schön waren und damit verhindert wurde, dass sie vom König zur Frau genommen wurden. Jetzt sind die GesichtstÀtowierungen verboten.

Die obige Dame war schon sehr alt und gekrĂŒmmt, aber zeigte mir ihr schönstes LĂ€cheln

Wunderbar, mit diesen immer noch schönen, wĂŒrdevollen Damen sprechen zu können! Der Guide ĂŒbersetzte uns alles.

mit 70 jahren noch sehr fit, das FeierpÀrchen

Auf dem Weg zurĂŒck wurden wir von einer Familienfeier aufgehalten, die uns zu selbstvergorenem „Wein“ im BĂŒffelhorn und  einem Reisessen einlud. Alle waren sehr gut gelaunt, sie hatten wohl dem frisch schmeckenden GetrĂ€nk gut zugesprochen! Gar nicht so einfach, mit dem Horn in der Hand Fotos zu machen…

mein Highlight im Chin State

 

Umwelttips:

am besten eine Trinkflasche von zu Hause mitbringen, diese kann man fast ĂŒberall, in Tempeln, Restaurants und Hotels kostenlos auffĂŒllen, am besten aus dem Stahltank oder Filter, darauf achten, falls es ein PlastikbehĂ€lter ist, dass dieser nicht in der Sonne stand, sonst können sich Weichmacher lösen. Wenigstens kann man dadurch verhindern, dass noch mehr Plastik in FlĂŒssen landet

am Fluss bei Yangoon…

mehr Unwelttips hier:https://horizonteentdecken.de/nachhaltig-reisen-mit-8-tips-leicht-gemacht/

Im Internet kann man jetzt praktisch und ĂŒbersichtlich seinen Bus selber aussuchen und buchen, einfach Myanmar Bus Ticket in die Suchmaschine eingeben

Tips fĂŒr Yangoon, Bagan, Pakkoku und Mindat:

das nahe der Sule-Pagoda Yangoons  liegende Chan Myaye Guest House hat nette, saubere Zimmer, einen Balkon fĂŒr alle, Englisch-sprechendes Personal und liegt im 4. bzw. teilweise im 8. Stock, gut als Bergwander-Training geeignet!

Der Bus 36 fĂ€hrt fĂŒr 200 Kyat von der Sule Pagode direkt zum Aung Mingalar Busbahnhof und braucht zwischen einer bis eineinhalb Stunden dafĂŒr

Wer mal etwas anderes als Pagoden sehen möchte, sollte die River Gallery nahe dem ebenfalls sehenswerten Strand Hotel besichtigen, zur Zeit stellen sie zeitgenössische, Burmesische KĂŒnstler aus und beteiligen sich an dem Yangoon Photo Festival .

Noch Geld ĂŒbrig vor dem Nachhauseflug und keine Lust, das Geld fĂŒr öde Souvenirs auszugeben? Das Shangli La Hotel bietet fast jeden Abend ein unglaublich tolles Gourmet-Buffet fĂŒr 36 Dollar

In Bagan quartierte ich mich im May Kha Lar Guesthouse im zentralgelgenen Nyaung U ein und bekam ein nettes Zimmer mit Bad fĂŒr 20000 Kyat inklusive sehr gutem FrĂŒhstĂŒck.

Wer in Pakkoku Station machen möchte, kann sich im nahe am Busbahnhof gelegenen Hotel Yoma am Pool erholen, das schöne Zimmer kostete inklusive nettem FrĂŒhstĂŒck, super Service (der Gast wurde mit einem Schirm als Sonnenschutz zum Zimmer begleitet) und Transport zum Busbahnhof 35000 Kyat

In Mindat am besten vorher ein Zimmer reservieren, wir bekamen gerade noch welche im Va Kok (Tel: 09459168374) am Anfang des Ortes. Die sehr nette Mitarbeiterin kĂŒmmert sich rĂŒhrend um ihre GĂ€ste. Ein Geheimtip: der Pastor kann eventuell einen untouristischen Aufenthalt in einer Familie in einem Chin-Dorf vermitteln.

 

 

Einmal Paradies und zurĂŒck nach Dawei und Mawlamyine, SĂŒd-Myanmar

Über die ThailĂ€ndische Grenze nach Dawei, seinen StrĂ€nden und weiter nach Mawlamyine

Von Kanchanaburi brauchte mein hyperbequemer Bus nur 1 Âœ Stunden zur Grenze nach Myanmar. Schnell wurde mein Pass abgestempelt und ich versuchte den Shuttle-Bus zur Bimanesischen Grenze zu erwischen. Fehlanzeige, alle winkten ab und die Fahrzeuge waren blitzschnell voll. So stand ich vor einer Art Travel Agency, die mir den Bus-Transport nach Dawei, der nĂ€chstgrĂ¶ĂŸeren Stadt Myanmars, fĂŒr 800 Baht anbot. Die Summe stand auch in allen ReisefĂŒhrern, also buchten ich und ein ThailĂ€ndisch-Schwedischen PĂ€rchen die Fahrt. An der Burmesischen Grenze durften wir dann in den „Bus“ steigen, der sich als ein etwas betagter Kombi herausstellte. Alles nicht so wild, wir saßen zu dritt hinten, als noch ein Burmese sich neben uns drĂ€ngeln wollte, was ich ablehnte. Nach endlosem Palaver legte sich derjenige bequem hinten aufÂŽs GepĂ€ck und nickte gleich ein.

Wir landeten im Shwe Moung Than Hotel in Dawei, das uns empfohlen wurde. Nachts ließ sich zwar die Klimaanlage abschalten und das Fenster öffnen, das sofort etliche Moskitos zum Anlass nahmen, sich auf mich zu stĂŒrzen. Da war es erstmal vorbei mit Schlafen, zumal sich die eisernen Sprungfedern bemerkbar machten. Am nĂ€chsten Morgen quartierte ich mich daher ins Sein Shwe Moe Guesthouse umÂŽs Eck fĂŒr einen erheblich gĂŒnstigeren Preis ein, samt umweltfreundlichem Moskitoscreen am Fenster und Ventilator. Nachts war es so kĂŒhl, dass ich den Ventilator ausmachte.

Tempelaufgang in Dawei

Dawei ist ein angenehmer Ort mit KolonialhĂ€usern, Tempeln, netten CafĂ©s und sogar einem echten Biergarten mit BĂ€umen, in dem ich einen schönen Abend mit meinem Netbook verbrachte, da das Internet gut funktionierte. Erst spĂ€ter bemerkte ich die zahlreichen, dicken MĂŒckenstiche.

mein tĂ€gliches FrĂŒhstĂŒck in Dawei

Nach einem hervorragenden Kaffee im Journey-CafĂ© und FrĂŒchten mit Joghurt am nĂ€chsten Morgen machte ich einen langen Spaziergang und entdeckte sogar ein gemĂŒtliches CafĂ© im EuropĂ€ischen Stil in der Myotwin Street. Der Besitzer Thanzawhat vom Yathasone CafĂ© zauberte gerade mit viel GefĂŒhl die Verzierung einer Geburtstagstorte. Ich gönnte mir einen leckeren Schokoladenkuchen samt Kaffee.

der Meister am Werk

Aber ich war ja hier, um die jungfrĂ€ulichen StrĂ€nde zu sehen. Mit zwei französischen Schweizerinnen teilte ich ein Taxi zum Fischerdorf San Hilan und dem Tizit Strand. Von der Alphaltstrasse ging ein hĂŒgelliger Sandweg ab, der ĂŒber Stock und Stein zum Dorf fĂŒhrte.

Es liegt idyllisch zwischen zwei Buchten, jeder lÀchelte uns zu, ancheinend waren sie Besucher gewöhnt. Ich wanderte auf den Aussichtspunkt, um eine bessere Rundumsicht zu haben. Absolut lohnend!

Tizit Strand

Weiter fuhren wir zum Tizit-Strand, um uns von der Hitze abkĂŒhlen zu können. Wir waren fast allein, nur ein paar Einheimische liefen uns ĂŒber den Weg. Herrlich, im warmen Wasser zu schwimmen! Leider spendete keine Palme Schatten, so verließen wir dieses Idyll nach ausgiebigem Geplansche.

per Shuttle-Boot ĂŒber den Mangrovensumpf

Im Internet fand ich die Sin Htauk Beach Bungalows im SĂŒden der Dawei-Halbinsel, da mußte ich hin! So nahm ich den Bus und am Weg zum Dorf, das den Bungalows am nĂ€chsten liegt, ein Motorrad-Taxi. Der Fahrer bretterte den sandigen, holprigen, mit Schlaglöchern ĂŒbersĂ€ten Weg entlang, dass mir ganz mulmig wurde. Er wollte wohl den vor ihm sehr flott fahrenden MĂ€dels imponieren. Wir erreichten sicher den ĂŒberfluteten Mangrovensumpf und wurden per Boot in die NĂ€he der Bungalows gebracht. Bei Niedrigwasser lĂ€uft man etwa 20 Minuten ĂŒber den Sumpf.

Sin Htauk Beach bei Ebbe
die Flut kommt…

Am Strand angekommen, atmeten ich und die zwei Griechinnen, die auch im Bus waren, auf. Was fĂŒr ein paradiesischer Ort! Wunderschön und unberĂŒhrt! Genau das, was ich brauchte!

Die Bungallows haben alles, was der Gast benötigt, inklusive Terrasse und Liegestuhl. Hier ließe es sich aushalten, wenn man das entsprechende Kleingeld dabei hat.

Irgendwann ist auch der schönste Aufenthalt zu Ende und so wanderte ich bei Niedigwasser durch die Mangroven und wurde sogar auf dem RĂŒckweg, da der Bus an mir vorbeiraste, von einem Burmesen, der KokosnĂŒsse geladen hatte, bis nach Dawei mitgenommen.

Da man nicht auf den SĂŒdlichen Inseln im Myeick Archipel ĂŒbernachten kann und vieles ĂŒberteuert ist, entschloß ich mich, weiter in den Norden zu fahren.

So machte ich nur kurz Station im Starlight Hotel in Ye und da ich kein Fahrrad leihen konnte, gingÂŽs weiter nach Mawlamyine.

Auf dem Weg dahin sah ich mehrere Tempel auf steilen Felsen und fragte mich, wie diese wohl hinauf transportiert wurden? Endlich konnte ich mir ein Rad leihen, ideal fĂŒr Mawlanyine. Vom Fluß wehte eine Brise, die mich auf die HĂŒgel mit den zahlreichen Tempeln lockte.

Buddha streng bewacht

NatĂŒrlich gibt es einen Sunset-Tempel, den zu spĂ€t Gekommende per Aufzug erreichen können um sich die Treppen zu ersparen.

Sunset Tempel

Anschließend aß ich wieder auf dem Nachtmarkt am Fluß, eine Art Promenade mitsamt einem riesigen TV-Screen, auf dem Werbefilme und kurze Fußballszenen gezeigt werden. Die WM kann kommen!

Myanmar ist vorbereitet…

Tips fĂŒr Dawei:

Das Shwe Moung Than Hotel ist vollklimatisiert, die Zimmer kosten 25000 Kyat mit FrĂŒhstĂŒck auf der Dachterrasse, von der man eine schöne Rundumsicht hat und das Internet gut funktioniert, ist auch nutzbar wĂ€hrend des Tages, wenn man nur einen Snack nimmt

Das Sein Shwe Moe hat kleine, kĂŒhle Zimmer mit Fenstern und Ventilatoren, ab 8000 Kyat das kleine Einzelzimmer, von den nahen Schulen hört man die „GesĂ€nge“ morgens und abends, die Besitzerin spricht besser Englisch als die Angestellten im Shwe Moung Than

Neben dem Shwe Moung Than schlĂŒrfte ich im von vielen Einheimischen frequentierten Journey CafĂ© guten Capuccino fĂŒr 800 Kyat und Fruchtsalat mit Joghurt fĂŒr 1200, draußen im Schatten war es nochmal so schön!

Wer andere Traveller kennenlernen möchte, ist im Tavoy Kitchen richtig, die Nudeln in Kokosnusssoße waren besonders lecker!

Die StrĂ€nde sind nur fĂŒr sehr erfahrene Motorradfahrer geeignet, da die sandigen Wege zum Strand sehr schwierig sind.

Tips fĂŒr Mawlamyine:

Das Sandalwood hat preiswerte, schöne Zimmer ab 15000! Kyat mit Ventilator, unbedingt vorher reservieren! Internet funktioniert sehr gut!

Das Pann Su Wai hat auch saubere Zimmer mit Bad ab 16000 Kyat, mit Ventilator, Fenster mit Fliegengitter und Aircon, nachts war es kĂŒhl genug, um den Ventilator auszulassen, die Aircon sowieso

Schön ist es, im Grandfather-Restaurant auf dem Balkon oder auf dem Nachtmarkt dem Sonnenuntergang zuzusehen.

das einheimische „Sweet“ Restaurant macht gutes Indisches Poori-FrĂŒhstĂŒck, Shan-Nudeln und Kaffee zum unschlagbaren Preis, auffindbar mit Mapsme

 

 

Traditionelle Kulinarik auf Burmesisch

Vor 10 jahren noch hatte fast jeder Myanmar-Besucher regelmĂ€ĂŸig Magenprobleme. Das hat sich erheblich verbessert. So traute ich mich, das traditionelle Buffet aus dem nordöstlichen Shanstaat zu probieren. GemĂŒse- und Fleischvariationen werden mit frischen grĂŒnen Salat-Zutaten serviert.  Dazu schmecken selbstgemachte Chutneys und Pickles unterschiedlicher SchĂ€rfe.

Am besten und gĂŒnstigsten ist es im lokalen Einheimischen-Restaurant. Der LĂ€rmempfindliche muß allerdings mit TV-Beschallung und wenig schmeichelhaftem Neon-Licht rechnen, in dem der WeißhĂ€utige leichenblaß aussieht, an der Straßenbeleuchtung wird dagegen gerne gespart, sprich man tappt im Dunkeln.

typisches Shanbuffet mit verschiedenen hausgemachten Chutneys
typisches Shanbuffet mit verschiedenen hausgemachten Chutneys

IMG_0060Um die SchĂ€rfe und den Knoblauch etwas zu mildern, passen Kokosnußbonbons, sĂŒĂŸ-saure TamarindbĂ€lle und Coffecandys  hervorragend.

Pot Pot mit Nudeln und GemĂŒse
scharfer Hot Pot mit Nudeln, GemĂŒse und frischem Koreander

Chinesische Restaurants sind sehr populĂ€r und es lohnt sich, ein gutes fĂŒr den scharfen Hot Pot, ĂŒrsprĂŒnglich aus der Chinesischen Provinz Szechuan zu geniessen.

Enteneisalat mit Gratissuppe
Enteneisalat mit Gratissuppe

Die authentische KĂŒche probierte ich auf einem Night-Market, hier Enteneisalat mit ErdnĂŒssen, Zwiebeln, Knoblauch, Rettich, Karotten und Linsen, mmmhhh!

so wird er zubereitet
so wird der Enteneisalat zubereitet

Traditionell ist auch der Avocado-Salat aus der schwarzen Avocado mit viel Knoblauch, Zwiebeln und Tomaten zubereitet, manchmal auch als Guakamole.

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IMG_0200Wem nach vitaminreicher Erfrischung ist, kann die frischen Fruchtsalate direkt von den mobilen Damen kaufen!

 

 

SchaukelzĂŒge & Tempel satt beim Touristenauftrieb in Bagan

Eins meiner schönsten Erlebnisse ist die Zugfahrt ĂŒber das Gokteik-Viadukt. In Hsipaw eingestiegen, wĂ€hle ich die economy class statt der ausschließlich von Touristen bevölkerten Upper class.

Mit einer Jacke als Polster mache ich mirÂŽs gemĂŒtlich, der „Geschwindigkeit“ des Zuges angepaßt. Felder ziehen vorbei, von denen uns die Arbeiter zuwinken, entspannter geht’s kaum. Gelegentlich fĂ€ngt der Zug an zu schaukeln wie ein Boot bei kappeliger See, ein Wagen entgegengesetzt zum anderen. Das Geheimnis, warum er nicht entgleist?

IMG_0509Dann nĂ€hern wir uns dem Highlight, dem Gokteik-Viadukt. Nach einem Felsentunnel rattern wir ĂŒber die BrĂŒcke, nur eine Handbreit neben dem Abgrund. Da wird sogar mir ein wenig schwindelig. Gottseidank schaukelt er hier nicht!

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IMG_051613 Stunden Zugfahrt sind mir doch zuviel, daher nehme ich von Pjin OO Lwin lieber den Bus nach Mandalay. Weiter in der Touristenhochburg Bagan kostet es 20 Dollar Eintritt fĂŒr jeden AuslĂ€nder, auch in vielen Museen, Pagoden und sogar Parks darf er im Gegensatz zu den Burmesen zahlen. Ich nehme einen sehr bequemen Kleinbus, der mich netterweise auf mein Winken direkt am Guesthouse absetzt und mir den Eintritt erspart.

IMG_0563Nach 10 Jahren erkenne ich Bagan kaum wieder, der Verkehr hat wie die Preise erheblich zugenommen, die Ochsenkarren und Kutschen gibt es kaum mehr, letztere nur noch fĂŒr Touristen. Neue PKWÂŽs und LastwĂ€gen dominieren jetzt die Straßen.

IMG_0531Ganz begeistert bin ich vom E-Bike, einer Art umgebauten und lautlosen! Mofa. Wenigstens etwas ruhiger wĂ€re es, wenn alle statt stĂ€ndig hupendem Motorrad darauf umsteigen wĂŒrden, viel schneller sind sie damit wegen kreuz- und querfahrenden LastwĂ€gen, PKWÂŽs, TrishawÂŽs, Bussen, FahrrĂ€dern, FußgĂ€ngern und bepackten HandwĂ€gen auch nicht.

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die Kehrseite der Pagode

Überraschend, daß die Burmesen nie agressiv werden, sondern neben meinem Rad oder E-Bike herfahren, um mir zuzuwinken, etwas zu verkaufen, mich zu begrĂŒĂŸen oder KußhĂ€nde zuzuwerfen.

Der Sonnenuntergangs-Tourismus ist ab 17:30 in vollem Gange. Am ersten Abend verschwindet die Sonne vorzeitig im grauen Dunst. TagsĂŒber wird es jetzt plötzlich ernorm heiß. Daher vertreibe ich mir die Zeit im geschmackvoll dekorierten „A little bit of Bagan“, das Garden-Restaurant in einer ruhigen Seitenstrasse.

IMG_0576Das schönste Wunder: Internet funktioniert! Liebevoll wird das Essen zu zivilen Preisen serviert, merkwĂŒrdig, daß die meisten Touristen die lauten Lokale an der staubigen Strasse bevorzugen.

Avocado-Tomatensalat und Fruitshake Ă  la Little bit of Bagan
Avocado-Tomatensalat und Fruitshake Ă  la Little bit of Bagan

Am nĂ€chsten Abend wird der nĂ€chste besteigbare Tempel besucht, von unten sieht man bereits die herunterhĂ€ngenden FĂŒĂŸe der Wartenden. Oben ist die Sicht auf die Tempel und umliegenden Berge herrlich!

IMG_0580Darauf achtet kaum jemand, 1000 Fotos schießen ist wichtiger als die wunderbare Aussicht zu genießen. Riesenobjektive werden auf Stativen platziert, alles, was eine Knipsfunktion vorweist, ununterbrochen gezĂŒckt. Diesmal tut die Sonne uns den Gefallen, im roten Ball hinter den Bergen zu versinken.

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Schafherde mit Tempel

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IMG_0583Auf dem RĂŒckweg durch menschnleere sandige Wege wird mein E-Bike verdĂ€chtig langsam und der Weg kommt mir plötzlich so weit vor. Wo sind die Menschenmassen bloß hin? Haben die eine andere Straße genommen? Mit dem letzten Rucken erreiche ich mein Guesthouse.

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erst die Speisung…
nicht ohne mein Handy gilt auch fĂŒr Mönche!
dann das Handy checken gilt auch fĂŒr Mönche!

Um meine Lunge zu entstauben, schwebt mir ein Strandbesuch fĂŒr die letzten Tage vor. Das wĂŒrde 1 Âœ Tage und auf der RĂŒckfahrt noch einmal 7 Stunden Busfahrt fĂŒr einen Tag am Strand bedeuten.

IMG_0618Alternativ erkunde ich Bago mit seinen liegenden Buddhas und Tempeln, in denen es entspannend ruhig ist, bis per Lautsprecher GesĂ€nge die Ohren schmerzen lĂ€ĂŸt.

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Das staunt die Naga-Schlange ĂŒber die vielen Souveniers!
keine große Pagode ohne Souveniermeile, da staunt die Naga-Schlange

Der Verkehr ist hier besonders unertrĂ€glich und die Suche nach einem passablen Restaurant schwierig, so daß ich vorzeitig nach Yangoon abreise. So schlendere ich dort durch die Gassen und entdecke den GewĂŒrzmarkt und einige schöne Art-DĂ©co GebĂ€ude.

IMG_0662 Als krönender Abschluß darf ein Besuch im legendĂ€ren wunderschönen „The Strand“ Hotel nicht fehlen.

IMG_0671Das schönste an Myanmar ist die Freundlichkeit und das LĂ€cheln der Einwohner. GetrĂŒbt werden kann es  durch das Kauen der Betelnuß, die mit unappetitlichem GerĂ€usch ausgerotzt wird. Das lĂ€ĂŸt die ZĂ€hne wie verfault oder blutunterlaufen aussehen, eher bei MĂ€nnern und Älteren zu beobachten.

die Betenußbar
die Betenußbar
ohne Betelnußkauen
ohne Betelnußkauen
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mit Betelnuß

Frauen und Kinder tragen traditionell die aus Baumrinde hergestellte Thanaka Creme auf, die eine schöne Haut macht und vor Sonnenbrand schĂŒtzt.

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Von Mingun zur AbkĂŒhlung nach Pjin OO Lwin und Hsipaw im Shanstate

Als schreibende Reisende in Myanmar fĂŒhle ich mich wie von der Schlange Kaa aus Rudyard KiplingÂŽs Dschungelbuch hypnotisiert, so starre ich auf das unendlich-kreisende Ladezeichen im Internet. Ich fĂŒhle mich wie in einem Hamsterrad. Wann werde ich befreit? Damit hatten Kipling, George Orwell und Co. damals keine Schwierigkeiten.

Um dem Staub und hupendem Verkehr in Mandalay zu entkommen, empfiehlt sich ein Bootstrip nach Mingun. Einheimische rĂ€keln sich nicht in den harten Deckchairs, kein Wunder, wie ich erfahre, kostet das lokale Boot, angeblich fĂŒr AuslĂ€nder verboten, wie so oft nur ein Zehntel.

IMG_0347In Mingun hatte der König Bodawpaya versucht, die grĂ¶ĂŸte Pagode der Welt mit Hilfe von Zwangsarbeitern zu bauen.  Wie so viele GrĂ¶ĂŸenwahnsinnige vor und nach ihm scheiterte er, als sie zu einem Drittel fertig war, starb er und die Bauarbeiten wurden eingestellt.   Jetzt erklomm ich wie viele Touristen barfuß den Bau und genoß den Rundumblick, nur vom ewigen Februar-Dunst Myanmars eingeschrĂ€nkt.

IMG_0340Die passende Riesenglocke, die GrĂ¶ĂŸte der Welt, ließ Bodawpaya 1808 giessen und anschließend den Glockengießer ermorden, damit er nicht noch einmal  so ein Meisterwerk erschaffen konnte.

Hinutempel in Pyin OO Lwin
Hinutempel in Pyin OO Lwin

Pyin OO Lwin, 3 Pick-Up Stunden vom hektischen Mandalay und von den EnglĂ€ndern als kĂŒhle Hillstation genutzt, lockte mich mit seinem Botanischen Garten. Beim FrĂŒhstĂŒck im netten Grace-Hotel lernte ich Elizabeth aus Hamburg kennen, die jedes Jahr mehrere Monate durch Asien reist.

IMG_0361Wir machten uns gemeinsam zum weitlĂ€ufigen Botanischen Garten auf. Herrlich entspannend verirrten wir uns in BlumengĂ€rten, bis wir die Orchideen fanden.  Die StiefmĂŒtterchen hatten es mir angetan, sie erinnerten an KĂ€ptn Haddock von Tim und Struppi.

IMG_0373Am faszinierensten fand ich das versteinerte Holz, das nach Millionen von Jahren ganz steinhart und glatt wird.

IMG_0365Nicht weit von Pyin OO Lwin auf dem Weg zu einem Wasserfall trafen wir auf eine lustige Truppe Einheimischer MĂ€dels.

IMG_0385Unterhalb des Wasserfalls hatten sich schöne Pools gebildet, in denen wir uns herrlich abkĂŒhlen konnten.

IMG_0394Die Burmesinnen beschĂ€ftigten sich fast ausschließlich damit, ihre Handys leerzuknipsen.

Von anderen höre ich, daß man etwas weiter in Hsipaw individuell trekken kann. Es ist fast unmöglich, in Myanmar die Touristenpfade zu verlassen. Gerade soll es KĂ€mpfe im östlichen Shanstaat geben. Viele andere Gebiete sind AuslĂ€ndern verboten oder utopisch teuer, wie zum Beispiel die noch jungfrĂ€uliche Inselwelt im Myeik-Archipel.
Elizabeth und ich finden nach langem Palaver den Pick-Up Bus und quetschen uns zwischen die Passagiere und ihr GepĂ€ck. Er rast davon. Als es dunkel wird, stimmt etwas mit dem Motor nicht, wird aber bald repariert. Es kommt mir ewig vor, bis wir gegen 22 Uhr abgesetzt werden. GegenĂŒber im Teehaus frage ich nach LilyÂŽs Guesthaus und erfahre, daß wir einfach das Taxi nehmen sollen, Lily the Home zahlt es. Das WohlfĂŒhl-Doppelzimmer ist die beste Budget-Option bisher, das FrĂŒhstĂŒck im 4. Stock wie im 4 Sterne Hotel!

Hsipaw war Sitz eines Shan-FĂŒrsten, der in den 1950er-Jahren in Amerika seine aus Österreich stammende Frau kennenlernte und sie nach Birma brachte. Das MilitĂ€r verschleppte ihren Mann und tötete ihn vermutlich. Sie schrieb in „My life as a Shanprincess“ ĂŒber die Zeit, in der sie als verehrte Mahadevi im Palast lebte. Leider ist ihre Nachfahrin, die gerne ĂŒber das abenteuerliche Leben ihrer Familie erzĂ€hlt, bei einem Besuch unsererseits nicht da. Stattdessen ergattere ich das Buch in Mr. BookÂŽs Shop.

IMG_0411Auf dem Weg zu einigen Dörfern, winken uns sehr schĂŒchterne Kinder zu.

IMG_0418Dann tauen sie auf und haben beim Fotos machen einen Riesenspaß! Sie fĂŒhren uns zu ihrer Familie, die Mutter zeigt uns ihre laminierten Hochzeits- und Familienfotos.

IMG_0413Elizabeth fĂ€hrt zu neuen Abenteuern, ich bleibe, abwohl sich niemand zum trekken findet und spaziere durch grĂŒnbepflanzte Melonen-, Tomaten und andere Beete, raffiniert bewĂ€ssert.

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BewÀsserung mit Schlauch und Kondenswasser
BewÀsserung mit Schlauch und Kondenswasser

Auf dem Weg treffe ich Andrea aus SĂŒdtirol, die auf Weltreise ist. Wir kommen an einem MĂŒllabladeplatz vorbei und werden herzlich vom „MĂŒllrecycling“ Fachmann begrĂŒĂŸt.

das MĂŒllbegrĂŒĂŸungskommitee
das MĂŒllbegrĂŒĂŸungskommitee

IMG_0470Er zeigt uns den Weg zum „Non“-Waterfall, der total ausgetrocknet ist.

IMG_0472auf dem RĂŒckweg fĂ€chelt er uns Luft zu und bietet Platz zum Ausruhen an.

IMG_0474Wer keine Lust hat, aufwendig zum Goldenen  Felsen in Kyaikhtiyo zu fahren, kann diesen bewundern.

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hier wÀchst der Baum aus dem Tempel

IMG_0481Auch Bagan gibt es im Kleinformat. Hier ist der Sonnenuntergang viel schöner und ohne TouristengetĂŒmmel wie auf dem gepriesenen „Sunset Point“ in Bagan!

IMG_0427Danach erstmal einen Mint-Lime-Drink bei Mrs. Popcorn Garden um die Ecke.

alles aus eigenem Garten
alles aus eigenem Garten

Im Dorf an der Ecke Namtu/Aung Tha Pyay schlecken wir von dem bisher besten Eis in Myanmar, 2 oder 3 Kugeln fĂŒr 500 Kyat!

Den Abend lassen wir in der wunderbaren The Club Terrasse Food Lounge direkt am Fluß statt mit Staub und Abgasen, mit wunderbarem Dinner zu zivilen Preisen ausklingen.

Tips:

fĂŒr Pyin OO Lwin: das Grace Hotel, sehr zentral gelegen zu Markt, Restaurants und dem absolut empfehlenswerten Botanischen Garten. Es ist angehnehm kĂŒhl abends, eine Jacke mithnehmen!

mein Liebelingsort Hsipaw hat fast alles:

klein Bagan, den goldenen Felsen, eine schöne Umgebung mit Dörfern zum Besuchen, tolle Restaurants zum vernĂŒnftigen Preis, das beste Eis und Klasse-Zimmer schon ab 15 $ bis zur Suite bei www.lilythehome.com

 

 

 

Mit Burma-Bus, Flugzeug und Boot nach Inle Lake und Mandalay

Laut den einschlĂ€gigen ReisefĂŒhrern soll der reperaturbedĂŒrftige Burma-Bus bis zu 15! Stunden VerspĂ€tung haben.

IMG_0332Dieser umgebaute, mit jedem Zentimeter vollgepackte Pick-Up kann kaum gemeint sein. Ausprobieren gehört zum Burma-Abenteur dazu! EingezwÀngt sollte man sich besser eine Sitzunterlage besorgen, er nimmt sich viel Zeit, damit Leute ein-, aussteigen, auf-, abladen, ein SchwÀtzchen halten oder essen können.

Seit meinem letzten Besuch vor 10 Jahren sind die Straßen verbessert worden, die Busse sehen neuer aus. Beim Betreten des Busses von Hpa An nach Yangoon schlĂ€gt mir eine durchdringende Desinfektionswolke entgegen. Ich frage mich, ob die Busfahrer öfters unter den giftigen DĂ€mpfen leiden? Wegen der moderaten Klimaanlage lĂ€ĂŸt sich kein Fenster zum LĂŒften öffnen. Gottseidank erreichen wir sieben Stunden spĂ€ter pĂŒnktlich Yangoon.

Hier wird jede Nacht die Bevölkerung mit Reden und GesĂ€ngen per Lautsprecher beschallt, religiös oder GehirnwĂ€sche? TagsĂŒber fahren Autos und sogar FahrrĂ€der mit ohrenbetĂ€ubenden Durchsagen durch die Straßen. Der sanftmĂŒtige Burmese hat sich anscheinend eine alles abperlendeTeflonhaut zugelegt und bleibt herzlich und hilfsbereit.

Nach Inle Lake nehme ich den Flug mit Myanmar National Airlines und habe versĂ€umt, herauszufinden, ob es sich um die Regierungsfluggesellschaft handelt, die unsichere und heruntergekommene Flugzeuge haben soll. Erleichtert stelle ich fest, daß unsere brandneu aussieht und uns sicher anÂŽs Ziel bringt  .

IMG_0239Inle Lake hat sich sehr verĂ€ndert, ĂŒberall wird gebaut, die meisten GasthĂ€user am Kanal in Nyaungshwe in der NĂ€he liegen an einer verkehrsreichen, staubigen Straße, auf dem Kanal gegenĂŒber knattern die Touristenboote.

IMG_0276Ich bin im freundlichen, sauberen Sin Yaw Guest House in einer ruhigen Seitenstrasse gelandet. Auf der Dachterrasse wird das liebevoll zubereitete FrĂŒhstĂŒck serviert.

Beim Radeln um den See treffe ich zwei weitgereiste, junggebliebene Französinnen, mit denen ich ein Boot zum Überqueren des Sees teile. Im netten Dorf auf Stelzen werden Soja, Linsen und selbst hergestellte Zuckerrohrbonbons getrocknet.

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Der Linsenverteiler
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zur Herstellung von Zuckerrohrbonbons wird die Masse immer wieder ĂŒber den Haken geworfen
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geschnitten und gedreht, fertig ist der schneckenÀhnliche Bonbon
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nach dem Trocknen kommt der sĂŒĂŸe Genuß!

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IMG_0246Der See ist berĂŒhmt fĂŒr seine Fischer, die mit einem Beim rudern, um die HĂ€nde frei fĂŒr das Netz zu haben.

IMG_0250leider zu berĂŒhmt, dieser hatte nur einen Fisch im Boot, dafĂŒr wollte er Trinkgeld.  Statt dem bereits jetzt schon raren Fisch wird es bald nur noch posende Pseudo-Fischer geben.

Ob wohl deswegen dieses Schild aufgestellt wurde?

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noch gibt es Ochsenkarren

IMG_0254Oberhalb des Sees wird Wein angebaut, das mußten wir uns unbedingt anschauen! Die Touristen, die uns vor dem Eingang begegneten, sahen nicht besonders fröhlich aus. Ein DĂ€nisches PĂ€rchen, die Französinnen und ich hatten dagegen viel Spaß bei der Weinprobe, es gab Sauvignon (sehr gut!), Shiraz, sĂŒĂŸen RosĂ©dessertwein und merkwĂŒrdigen Muscat. IMG_0258Weiter ging die Reise mit dem neuen, geruchsarmen Bus in das von berĂŒhmten Schriftstellern wie Somerset Maughen, Glaspalast-Autor Amitav Gosh und George Orwell besuchte Mandalay. Leider hielt er alle zwei Stunden, was mit lauten Getöse angekĂŒndigt wurde.  Kaum war ich endlich eingedöst, wurden wir von Geschrei geweckt. Von wegen VerspĂ€tung, 2 1/2 Stunden frĂŒher als angekĂŒndigt, waren wir mitten in der Nacht um 3 Uhr am Ziel. Gottseidank hatte ich reserviert und konnte gleich im AD1 Hotel einchecken.  FĂŒr Budgetreisende ist es eine gute Wahl, das FrĂŒhstĂŒck auf der netten Dachterasse lecker. Hier kann man auch tagsĂŒber vom LĂ€rm, Verkehr und Staub Mandalays entspannen.IMG_0279Da der Palast zerstört wurde und der Nachbau von jeglichem Geschmack befreit sein soll, erspĂ€hte ich beim ziellosen Radeln eine wunderschöne Pagode samt Kloster. Dort kam ich mit Mönchen inÂŽs GesprĂ€ch, die sogar ein wenig Deutsch konnten.

IMG_0285Herrlich, einfach entspannt die Stadt und ihre Bewohner zu beobachten statt dem Touristenstrom zu folgen!

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Ob zwei FahrgĂ€ste, EiswĂŒrfel oder andere Waren, dieses ökonomische Verkehrsmittel Trishaw ist immer noch im Einsatz

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Vom Yangoon-Stau zu Höhlen-Pagoden und Felsenlandschaften in Hpa An

Yangoon, von Smog umnebelt, besteht offensichtlich aus Baustellen und Staus. FußgĂ€nger sind zwar bewegsamer, angenehm fĂŒhlt sich der LĂ€rm von auf sich aufmerksam machenden StraßenhĂ€ndlern rechts und links vom Fußweg nicht an. Wer auf die Straße ausweicht, darf sich zwischen im Stau stehenden Autos und Bussen durchdrĂ€ngeln.

IMG_0035aIch glaubte, bersonders schlau auf Seitenstraßen auszuweichen, das war ein Fehltritt. Dort kam nicht mal ein FußgĂ€nger vorbei, LastwĂ€gen und Autos standen kreuz und quer, dazwischen Waren, die verladen wurden.

IMG_0034aDie berĂŒhmte Swedagon Pagode hatte ich vor 11 Jahren besichtigt, daher floh ich nach Hpa An, nur 6 Stunden Busfahrt Richtung SĂŒden. Am Fluß gelegen und Umgeben von Felsen lebt es sich geruhsamer.

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MarktmÀdchen aus Hpa An

Da mein reserviertes Hostel voll war, landete ich mit Hilfe von Tiffany aus dem ausgebuchten Galaxy im blitzsauberen Sky Garden, das Zimmer mit Balkan und Fenster anbot, eher selten in Myanmar. Auf dem Dachgarten startet man sein eher bescheidenes FrĂŒhstĂŒck mit toller Aussicht auf die herrliche Landschaft.

Klar, daß ich gleich ein Fahrrad mietete, um die Gegend zu erkunden. Nach gefĂŒhlter Ewigkeit auf staubigen, starkbefahrenen Straßen kehrte ich lieber um und buchte fĂŒr den nĂ€chsten Tag die Höhlen- Tempel-Tour.

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mein „Radweg“

Die Entscheidung war genau richtig!

IMG_0131Heinz, der fĂŒr die UN Mikrokredite organisiert, Laura aus Spanien, Ian, der seine Philippinische gleichaltrige Freundin erst vor 2 Monaten kennenlernte, ein Deutsches PĂ€rchen, eine Französin, die auf Mallorca lebt und ich teilten uns die Sitze auf dem offenen Tuk Tuk Kleinbus. Ian prĂ€sentiert uns seine Wasserflasche von Seychelle, die einen Filter enthĂ€lt und sich und seiner Umwelt die wahnsinnige Vermehrung von Plastikflaschen erspart.

IMG_0067a Eine wundervolle Idee, die unbedingt jeder Reisende probieren sollte. Über Surfer Jon Rose, der  auf waves4water eine Initiative gegrĂŒndet hat, wie einfache, preiswerte Wasserfilter von Reisenden an BedĂŒrftige verteilt werden können, habe ich bereits auf http://horizonteentdecken.de/mit-leidenschaft-innovation-zum-bewussten-genuss-der-eckart-2014/berichtet.

Interessant, daß nicht alle Regierungen der Welt lĂ€ngst auf diese Idee gekommen sind und damit viel Geld sparen könnten!

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IMG_0138IMG_01269 verschiedene Pagoden oder Heiligenfiguren in Höhlen besichtigten wir. Der dem James Bond Felsen in Thailand Ă€hnelnde Kyauk Ka Lat Temple hat sogar eine Stupa auf seinem schmalen Gipfel. Da dĂŒrften nur Akrobaten die halsbrecherischen Leitern hinaufklettern!

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der „James Bond“ Felsen in Hpa An

Nach dem Durchqueren einer Höhle, natĂŒrlich barfuß wegen des Heiligtums, begann das Highlight: eine Bootsfahrt mit dem Ruderboot durch wunderschöne Landschaft!

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IMG_0112PĂŒnktlich um 7 Uhr verlassen jeden Tag Tausende oder Hundertausende von FledermĂ€usen die Bat-Cave. Es dauert mehrere Minuten.

Kinder vor der Fledermaushöhle
Kinder vor der Fledermaushöhle

IMG_0166Man fĂŒhlt sich an „Die Vögel“ von Alfred Hitchcock erinnert, so unheimlich ist der Riesenschwarm!

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