Schlagwort-Archive: Nachhaltigkeit

Klimawandel extrem: Greenwashing in Singapur

Ist dieser Planet noch zu retten?

Das ging mir durch den Kopf, als ich in klimatisierten Bussen und U-Bahnen durch Singapur, das sich für die „grünste“ Stadt der Welt hält, fuhr, ausstieg und schweißgebadet saunierte, ohne das obligatorische Kühlbecken. Schon jetzt, 2020, ist es fast unerträglich, sich im Freien aufzuhalten. Die Straßen sind mit Bäumen gesäumt, viele schöne Gärten und Dschungel-artige Nationalparks laden zum Spazieren ein, um den Abgasen zu entfliehen. Zwecklos, ein horrender Verkehr mit brandneuen, teuren Autos auf sechs- bis zehnspurigen! Straßen und eisgekühlte Gebäude heizen die Stadt am Äquator mit ihren Klimaanlagen zusätzlich auf.

Klimaanlagen-Gasse in Little India

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Urwald in Sarawak, Borneo verzweifelt gesucht!

Kuching, die Stadt der Katzen, im Südlichen Borneo, empfing mich mit brütender Hitze. Verschwitzt schlängelte ich mich zwischen den Autos durch, die mit ihren Klimaanlagen für noch mehr Wärme sorgten.

Vereinzelte Streetart-Wandmalerien und die spiralförmige Brücke über den Fluß erhaschten meine Aufmerksamkeit, auf der anderen Seite winkte der Orchideen-Garten. Hier konnte ich endlich frische Luft schnappen, eine Seltenheit auf meiner bisherigen Reise durch abgasschwangere Städte, und die farbenprächtigen Blumen genießen.

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Mit 10 Tips nachhaltig und plastikfrei einkaufen, jetzt!

Die Geschenke-Kauffwut zu Weihnachten verursacht horrende Müllberge, warum nicht einfach Zeit und Liebe schenken? Umweltfreundlich und menschenfreundlich ist es allemal! Höchste Zeit jetzt Abfall zu vermeiden, bevor unser Planet so aussieht!

beim Karneval in Goa schon 2011 entdeckt
Müllplanet auf dem Carnival in Goa 2011 entdeckt!

Seit ich vor Jahren in Bali´s Meer in Plastiktüten schwamm und auf der ganzen Welt den horrenden Plastikkonsum sah, habe ich mein Konsumverhalten radikal verändert und mir die Plastikbewußtlosigkeit von der Seele geschrieben.

Nicht nur in Südamerika mußte ich mich nur einem Gemüseladen nähern, dann kramte der Verkäufer schon eine Plastiktüte aus. So gewöhnte ich es mir an, immer rechtzeitig meine eigene Tüte auszupacken, da war unter den staunenden Augen der Verkäufer Reaktionschnelligkeit gefragt.

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Nachhaltig Reisen, mit 8 Tips leicht gemacht

Ökotourismus ist uncool? Wer einmal beim Schnorcheln statt Fische und Korallen zu bewundern, durch den Müll an der Oberfläche schwamm, vergißt das nie! Bei meiner Indonesien-Reise war die Strömung ungünstig und da durfte ich diese unvergeßliche Erfahrung machen.

Strand bei Labuan Bajo, Flores

Vor der Reise lohnt es sich, zu überlegen, was man außer Stofftüten  mitbringen sollte. Einen großen Coffee-to-go Becher kann man mit Tee, Kaffee oder Suppe auffüllen. Die in tropischen Ländern frischgespressten Fruchtsäfte oder Fruchtsalate und das selbstgemachte Müsli schmecken darin besser als in Plastik. Im Flugzeug freut sich die  Stewardess über weniger Arbeit, wenn sie Wasser in die mitgebrachte Trinkflasche einfüllt, den Wein kann sie in den Coffee-to go Becher einfüllen.

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Erholung pur mit gutem Gewissen in der Gili Asahan Eco Lodge

Die Secret Gilis in Südwest-Lombok entdecken und nachhaltig wohnen

Wer träumt nicht von einer paradiesischen Insel? Bei genauerem Hinsehen existieren sie nur im Traum. In der Realität entspannt sich der Italiener Luciano dabei, wenn er den Plastikmüll vom feinen Sandstrand Gili Asahans aufliest. Dieser ist der bisher sauberste, der mir in Indonesien untergekommen ist. Seit über 20 Jahren auf Bali ansässig, kaufte er vor 16 Jahren auf der abgelegen Insel Asahan in Süd-Lombok ein Stück Land. Mit Familie und Freunden kam er ab und zu vorbei.

Vor etwa 2 Jahren baute er in traditioneller Holz-Bauweise seine Gili Asahan Eco Lodge auf.

Bungalow mit Terrasse

Mit rustikalem Charme liebevoll bis in´s Detail von Luciano aus Strandgut dekoriert, fühlte ich mich dort gleich zu Hause. Es gibt Bungalows mit Terrasse und Hängematte oder nach allen Seiten offene Häuschen im Indonesischen Treffpunkt-Stil, beide mit traumhaften Betten samt Moskitonetz, Open-Air-Bad  und traditionellen Bambusvohängen als Sichtschutz.

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Nach 8 Jahren Weltumsegelung fast den Garten Eden in Lombok gefunden

Nachhaltig erholen: Rinjani Mountain Garden unter dem Vulkan

Auf dem Boot von Sumbawa nach Lombok schmöckerte ich im „Travelfish“, einem sehr informativem Online-Travelhandbuch, über den Rinjani Mountain Garden und die Entscheidung über meine nächste Destination war gefallen. Weil der Bus total überhöhte Preise verlangte, probierten Jean-Marc, seine Freundin Annie, die ich aus Sumbawa kannte, und ich es mit Autostop. Bei der letzten Etappe auf dem offenen Pick-Up fing es an zu regnen und unser Fahrer nahm uns netterweise auf einen Tee zu Bekannten mit. Dort verhandelten wir die Weiterfahrt, da die Franzosen nach Senaru mit seinen Guides auf Touristen-Fang und ich zum Rinjani Mountain Garden in`s Dorf nebenan wollte. Irmgard, genannt Toni, begrüßte mich in ihrem Guesthouse und erzählte mir ihre Geschichte.

der hauseigene Quellwasserpool, im Hintergrund der Rinjani

Gute 8 Jahre segelten Roland und Toni mit ihrer 24 Meter- Segelyacht „Albatros“ samt Chartergästen um die Welt. Roland hatte sie nach eigenen Plänen gebaut, inklusive Meerentsalzungsanlage und eigenem Wasserkreislauf für die sanitären Anlagen. Als durch den Bombenanschlag in Bali viele Chartergäste ausfielen, suchten sie einen Platz, um nebenbei Süßwasserfische zu züchten. Sie fanden heraus, daß das beste Wasser durch Gesteinsfilter von Lombok´s Vulkan kam. Im Norden von Lombok, am Fuße des Rinjani, fanden sie vor 10 Jahren ihr Paradies in den Reisfeldern.

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Kein Sommer ohne Tollwood

Sein Blaues Wunder kann der Besucher auf dem gerade eröffneten Tollwood Festival im Olympiapark erleben! Ein Riesenwal aus Plastikflaschen begrüßt ihn und soll auf die unfaßbar riesige Plastikverschmutzung der Ozeane aufmerksam machen. Eine begehbare Fischdose läßt einen in´s blaue Meer eintauchen und animiert den Besucher zum #WelleMachen für den Schutz der Ozeane. Das betrifft nicht irgendwelche Ökofuzzis, sondern uns alle! Jeder kann bei sich selbst anfangen, etwas dagegen zu tun!

wal

Mit Live Musik, Theater, Kunst und Akrobatik ist bis zum  24.07.16 für jeden ist Geschmack etwas dabei. Top Musik Acts wie Anastacia, Melody Gardot oder Jamie Cullum, der 2014 das Zelt zum Kochen brachte, bespielen  die Musikarena.

Im Andechser, der Fassbar und dem Hackbrettl gibt´s täglich Live-Musik bei freiem Eintritt. Meine Lieblinge sind die jungen Bands vom Stadt-Land-Rock-Festival, die ihre eigene Musik in der Tanzbar spielen. Ein Erlebnis ist auch die Silent Disco mit Kopfhören in der Tanzbar.

Nur noch bis morgen ist Maria Rud´s außergewöhnliche Performance aus Live-Musik mit Live-Malerei zu sehen, sie trägt Farbe auf eine Glasplatte auf, die von einer hochempfindlichen Kamera auf eine große Leinwand übertragen wird. Mit der Musik verändert sie ständig ihre Bilder. Die beste Aussicht darauf hat man an der S-Beach im Liegestuhl.

Mit dem Kinderprogramm, Performances, dem Markt der Ideen und der Biogastronomie gibt es viel zu entdecken.

Alle Infos im Programmheft oder der Tollwood-Webseite.

Das Tollwood engagiert sich auch für ein Artgerechtes München. Das bedeutet: nur noch artegerechte Tierhaltung ohne massenhaften Antibiotika-Einsatz in München, würdiges Leben und menschliche Arbeitsbedingungen der Bauern. Selbstverständlich wird das Tollwood nachhaltig mit Ökostrom betrieben!

Auf der Webseite www.artgerechtes-muenchen.de kann man seine Stimme abgeben.

 

 

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Eine Ruhe-Oase in der Natur: die Eco Finca El Maco in St. Agostin, Kolumbien

Welcher Reisende braucht nicht gelegentlich mal seine Ruhe? In St. Agostin, Kolumbien, berühmt für seine 3300 vor Christus alten Statuen, die auch heute noch Rätsel aufgeben, kann er sie in der Eco-Finca El Maco finden.

IMG_1169Auf einem Hügel mit Sicht auf die umliegenden Berge liegen die Cabanas, Tipis und Chalets in einem Garten. Künstler dürfen hier ihre Kreativität ausleben, so ist jede einmalig.

20160217_142957[1]Meine Cabana betritt man über eine Treppe zum kleinen Balkon mit Hängematte, dann aufgepaßt, den Kopf einziehen, wenn man durch die niedrige Tür geht. Rustikale Ausstattung bestmmt das Bild, die Falltür führt zum Badezimmer. Statt von Autoverkehr, lärmenden Angestellten und Gästen wird man höchstens von Vögeln und Hühnern geweckt.

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Gastrostände zum Geniessen und Ausstellungen zum Nachdenken

Empfehlenswertes auf dem Wintertollwood

Insider des Einzelhandels raunen, wegen des lauen Wetters leide die Weihnachts- und damit die KaufrauschStimmung. Den Eindruck habe ich als Radlerin in der Münchner Innenstadt keineswegs. An gefühlt jeder Ecke drängeln sich Weihnachtsmärkte mit ihren glühweinsüchtigen Besuchern samt Autostaus um die Wette, so daß man selbst als Radler kaum durchkommt.

Der größte und beliebteste Weihnachtsmarkt ist natürlich das Winter-Tollwood auf der Theresienwiese. Schon vor dem Eingang läd die Müll-Armee Installation vom Künstler H.A. Schult zum Reflektieren ein, wie man selbst Müll vermeiden kann.

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Foto: dk
Auf dem Gelände gibt es statt Tannenbaum einen aus den leider immer noch allgegenwärtigen Plastikflaschen, ansonsten ist hier Plastik tabu.

20151221_211347Unbedingt sind auch die Ausstellungen im Weltsalon zu empfehlen, in der eine “Welle” aus Sandalen an der Wand die diesjährigen Flüchtlinge symbolisiert, die im Mittelmeer ertrunken sind.

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Foto: dk
Bei so vielen ernsten Themen melden sich Hunger und Durst. Jedes Jahr werden die Besucher gefragt, welche Essens- und Getränke-Stände ihnen am besten gefallen. Gleich nach dem Eingang fällt die originelle Druiden-Bar inklusive Kessel unterm Feuer auf, bei der wir den leckeren Zaubertrank nach “Geheimrezept” aus einer kleinen Flasche wie bei Asterix kosten. Ob er Zauberkräfte verleiht, ist nicht überliefert, den 3. Preis hat er verdient.

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Foto: dk

Die Schwedenbar von Wirt Jörn Mayerding mit klassischen Schwedischen Drinks wie Glögg und Schwedenfeuer freute sich über den 2. Platz. Sieger wurde die EssZimmer Bar, deren Highlight der “Morgenland” mit in Rum eingelegten Himbeeren und Glühwein gerade richtig zum Aufwärmen einläd. Internationale Vegane und vegetarische Spezialitäten verlocken zum Probieren.

Mein absoluter Favorit vom Sommertollwood, die Mambo Wraps von Peter Dörfer verdienten sich dieses Mal den 1. Platz in der Kategorie Speisen. Frisch und mit Liebe gemacht sind die Afrikanisch inspirierten Wraps ein Genuß.

Der 2. Platz ging an die Kartoffel-Reiberei mit süßen oder salzigen Kombinationen, der dritte an die Nussbrennerei, die etliche Variationen von gebrannten Nüssen anbietet, die fast auf der Zunge zergehen statt an den Zähnen fest zu kleben.

20151213_191340Bei  Ali Baba Tajine im Bazar Zelt probierten wir Gemüse aus traditionellen Naturkochtöpfen und wunderten uns, wie gut das ungewürzte Gemüse schmeckte. Ursprünglich stammen diese  Tajine genannten Lehmtöpfe von Nomaden aus Marokko. Das freundliche Personal und die originelle Gestaltung des Standes in Form einer Tajine Kuppel brachten ihnen den 1. Marktplatz Preis ein.

Charlot u. Cie verbreiten mit ihren handgemachten, bunten Papierlampen eine angenehme Atmosphäre und zusammen mit zuvorkommendem Personal ging der 2. Platz an sie. Den 3. Platz ging an Kibonu, in dessen Mooskugeln kleine Setzlinge oder Miniaturpflanzen verwurzelt sind, die dem Besitzer Glück und Lebensergie bringen sollen.

Selbstverständlich sind alle Stände biozertifiziert und aus fairem Handel.

Noch bis zum 23.12.15 kann man sich auf dem Bazar, den Gastroständen oder Bars tummeln, die Ausstellungen besuchen, Performances bewundern oder zur Live-Musik das Tanzbein im Festivalclub schwingen! Noch mehr Tanzen geht nur bei der großen Sylvestersause mit zahlreichen Bands.

Alle Infos unter: www.tollwood.de

 

 

Kulinarische Entdeckungen auf der eat&STYLE

Zwischen Kochshows und Weinhändlern konnte der Besucher interessante Stände mit nachhaltigen Konzepten kennenlernen.  Wer hat sich noch nicht über den Müllberg von Kaffekapseln geärgert? beanarella stellte die erste kompostierbare Kaffekapsel der Welt vor. Selbstverständlich enthält sie keine gesundheitsschädlichen Weichmacher oder Schwermetalle. Die Kaffebohnen, ausschließlich aus fairem Handel, werden in der ältesten Kafferösterei der Schweiz verarbeitet.

Wahre Geschmacksexplosionen wie beim Wein verspricht der Kampot-Pfeffer aus Kambodscha. Die Pfefferboutiquen von Hennest Finest in Köln stellten weißen, roten und schwarzen Pfeffer vor, die wie bei Wein oder Parfum Kopf- und Herznoten besitzen. Direkt nach dem Mahlen beim schwarzen Pfeffer entstehen Ätherische Kopf-Noten wie Minze, Thymian, Meerluft, nach einigen Minuten dominieren fruchtige Herz-Noten wie Pfirsich und Zitrone. Dazu empfielt der Experte rotes Fleisch, dunkle Soßen und Tomaten. Der Weiße zeichnet sich durch deutliche Schärfe und brotig-würziger Komponente aus, er paßt zu Fisch, Meeresfrüchtten und Geflügel. Der Rote verleiht Geflügel und Fisch eine fruchtig-scharfe Note  und eigent sich als Dessert-Pfeffer für Erdebeeren oder reife Mangos.

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schwarzer, weißer und roter Pfeffer Foto:DK

Opaque stellte seine handgemachten Pralinen mit einem Hauch von Sylter Meersalz vor, die auf der Zunge zerschmolzen.

Bei chocqlate  kann man seine Schokolade selber aus natürlichen Zutaten wie Kakaobutter,  Agavensirup, Kakao-Bohnen- und Pulver herstellen, ebenfalls ein himmlischer Genuß! Sie unterstützen mit oneplanetcrowd.de kleine Bio-Kakaoplantagen in Panama.

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geröstete und ungeröstete gemahlene Kakaobohnen, Kakaobutter, Vanillepulver, Agavensirup, eine leckere Mischung! Foto:DK

Zahlreiche hochwertige, umweltfreundlich hergestellte  Genußmittel konnten verkostet und gekauft werden, nur die Plastikmüllentsorgung  braucht dringend ein upgrade. Pfandflaschen von “Almdudler” wurden gratis verteilt, die Flaschen überfüllten anschließend zusammen mit Plastikbechern die Mülleimer, nicht sehr umweltfreundlich!

www.beanarella.ch

www.hennesfinest.com