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Mit 10 Tips nachhaltig und plastikfrei einkaufen, jetzt!

Die Geschenke-Kauffwut zu Weihnachten verursacht horrende Müllberge, warum nicht einfach Zeit und Liebe schenken? Umweltfreundlich und menschenfreundlich ist es allemal! Höchste Zeit jetzt Abfall zu vermeiden, bevor unser Planet so aussieht!

beim Karneval in Goa schon 2011 entdeckt
Müllplanet auf dem Carnival in Goa 2011 entdeckt!

Seit ich vor Jahren in Bali´s Meer in Plastiktüten schwamm und auf der ganzen Welt den horrenden Plastikkonsum sah, habe ich mein Konsumverhalten radikal verändert und mir die Plastikbewußtlosigkeit von der Seele geschrieben.

Nicht nur in Südamerika mußte ich mich nur einem Gemüseladen nähern, dann kramte der Verkäufer schon eine Plastiktüte aus. So gewöhnte ich es mir an, immer rechtzeitig meine eigene Tüte auszupacken, da war unter den staunenden Augen der Verkäufer Reaktionschnelligkeit gefragt.

als wenn es gratis ist, mehr Plastik als zuvor auf dem Night-Market in Krabi, Thailand
als wenn es gratis ist, mehr Plastik als zuvor auf dem Night-Market in Krabi, Thailand, obwohl es einen Stand mit organischen Tüten gab…

Für mich gibt es kein zurück mehr. Milch und Yoghurt kaufe ich seitdem im Biomarkt nur im Pfandglas, Trinkwasser fülle ich mir in der ganzen Welt in meine Trinkflasche. Wichtig ist es, alle Produkte aus Palmöl und mit Mikroplastik zu vermeiden, am einfachsten in den Biomärkten. Traurig, daß in vielen tropischen Teilen der Welt wie in Borneo immer noch sauerstoffreiche Regenwälder gerodet werden, um Palmölplantagen anzulegen. Wir Verbraucher müssen jetzt handeln!

Plastikfrei Einkaufen ist möglich, erfordert aber genaue Vorbereitung.

1. Bauernmärkte oder die Münchner Wochenmärkte bieten die Möglichkeit, zum gleichen Preis direkt vom Erzeuger auch biologische Erzeugnisse einzukaufen, ohne die sindflutartige Verpackungsflut. Einfach selber Taschen und Behälter mitnehmen!

 2. Obst und Gemüse lose kaufen sollte selbstverständlich sein, Empfindliches schont ein mitgenommenes Netz. Supermärkte, die alles in Plastik verpacken, vermeiden.

3. Beim Käse wird es schwieriger wegen der Deutschen Hygienevorschriften. Auf den Märkten und im Bio-Markt Basic darf der Kunde seine Behälter  mitbringen. Wichtig ist , verschiedene Käsesorten zu separatieren, da Käse „lebt“ und sich mit der Zeit verändert. In vielen Bioläden gibt es Käse- und Brotpapier aus Bienenwachs, das sich waschen und wiederverwenden läßt.

Papier aus Bienenwachs, ideal für Brot und Käse

4. Geringfügig  teurer als die billigsten, mit Plastik umwickelten, sind trockene Lebensmittel wie Reis, Nudeln, Nüsse, Bohnen, sogar Schokolade und vieles mehr, abfüllbar in mitgebrachte Gläser im „Ohne“ Laden und Basic. Praliné-Liebhaber sollten eigene Behälter dabei haben, die offenen Pralinen sind nicht teurer, dafür frischer und leckerer! Das spart auch den Umstand, die Produkte aus der Verpackung in die Behälter zu füllen.

5. Zum Abschminken, als Sonnen-, Körper- und Haaröl, selbst zum Braten benutze ich Biokokosnussöl im Glas, leer habe ich Glas zum Auffüllen von oben genannten Lebensmitteln. Bei tropischen Temperaturen wird es flüssig, bei kalten hart, daher stelle ich es im Winter auf die Heizung. Vorsicht, der Ausguss kann verstopfen, wenn man es hineingießt.

 

6. Zum Reinigen vermische ich Essigessenz mit Wasser, kann Putzmittel in der eigenen Flasche im Bioladen abfüllen und als Waschmittel benutze ich Indische Waschnüsse. Bei weißer Wäsche empfehle ich zusätzlich etwas Waschsoda oder Backpulver beizugeben.

7. Um Mikroplastik in den Abflüssen zu vermeiden, läßt sich zum Putzen und zur Körperpflege aus der Luffapflanze der rein biologische Luffaschwamm herstellen, selber im Garten anbauen oder in gut sortierten Biomärkten erwerben. Den muß ich erst noch austesten, der Anbau dauert noch…

8. Zum Haarewaschen habe ich mir jetzt aus dem Ohne-Laden Shampoo- und Spülung als Seifen zugelegt und bin sehr zufrieden. Die von allen empfohlene Essig-Spülung hat mein lockiges Haar nicht wirklich entwirrt. Auch zum Baden und Duschen kommt bei mir nur noch naturreine Seife in Frage.

9. Warum nicht Kosmetik selber machen und einem Kurs belegen? Rein natürlichen Kajal habe ich zum Beispiel in Indien aus Asche selbstgemacht. Kaffeesatz, vermischt mit kaltgepresstem Sonnenblumenöl, macht als Maske und Gesichtspeeling eine samtweiche Haut. Letzteres Öl half mir auch als Mundspülung gegen Zahnfleischentzüdung. Kokosöl, Kokosmilch und ein Stück von der Aloe Vera Pflanze zerstampfen und schon hat man einen feuschtigkeitsspendenden Sonnenschutz.

10. Für Kaffee to go gilt es natürlich, seinen eigenen Becher dabei zu haben oder nur in einem Geschäft, das die RECUP Pfandbecher, benutzt, einkaufen.

Noch mehr Tips für nachhaltige Reisevorbereitung gibt´s hier

Nachhaltig Reisen, mit 8 Tips leicht gemacht

Ökotourismus ist uncool? Wer einmal beim Schnorcheln statt Fische und Korallen zu bewundern, durch den Müll an der Oberfläche schwamm, vergißt das nie! Bei meiner Indonesien-Reise war die Strömung ungünstig und da durfte ich diese unvergeßliche Erfahrung machen.

Strand bei Labuan Bajo, Flores

Vor der Reise lohnt es sich, zu überlegen, was man außer Stofftüten  mitbringen sollte. Einen großen Coffee-to-go Becher kann man mit Tee, Kaffee oder Suppe auffüllen. Die in tropischen Ländern frischgespressten Fruchtsäfte oder Fruchtsalate und das selbstgemachte Müsli schmecken darin besser als in Plastik. Im Flugzeug freut sich die  Stewardess über weniger Arbeit, wenn sie Wasser in die mitgebrachte Trinkflasche einfüllt, den Wein kann sie in den Coffee-to go Becher einfüllen.

Einen guten Wasserfilter von zu Hause mitbringen erspart den Kauf von Wasser in Plastikflaschen. Man kann es auch abkochen, abkühlen lassen und in seine mitgebrachte Stahlflasche einfüllen. Am besten schmeckt es mit Limonensaft und/oder frisch geschnittenem Ingwer.

Jetzt kann man sogar in Thailand für unglaublichen 1! Baht, circa 3 Cent, einen Liter Trinkwasser auffüllen!

da staunt Sänger Ryan, daß ich freiwillig radfahre

In flachen Regionen ein Fahrrad zu leihen erzeugt keine stinkenden Abgase, lärmt nicht und man tut etwas für seinen Kreislauf und die Fitness.

Entgegen anderslautenden Empfehlungen der einschlägigen Handbücher wie Lonely Planet und Stefan-Loose-Reiseführer, die fast immer aus undurchsichtigen Gründen Taxis und privaten Shuttle-Bussen den Vorzug geben, konnte ich sehr wohl mit öffentlichen Verkehrsmitteln durch Lombok und Bali reisen. Einfach vorher zum Beispiel bei travelfish oder Einheimischen informieren. Ein paar Worte in Indonesisch und Hartnäckigkeit sind von Vorteil, dann fährt man oft bequem und meistens schnell mit dem Bemo-Kleinbus für ein Drittel Rupias durch die Lande. Der beste Platz für Langbeinige ist rechts von der offenen Eingangstür, oft ist noch Platz für´s Gepäck, man kann seine Beine ausstrecken und bekommt den Fahrtwind in´s Gesicht. Die Reihe hinter oder neben dem Fahrer ist die Schlechteste, weil sie vom schlecht abgedichteten Motor schweißtreibend erhitzt wird. Mit den freundlichen Mitreisenden, immer Einheimische, konnte ich ein Schwätzchen halten und oft wurde mir ein Snack angeboten.

Beim Früchte- und Gemüse-Kauf Unverpacktes in seinen Stoffbeutel einfüllen, das spart Plastiktüten und Verpackung.

in der Touristen-Info von Flores…

Klimaanlagen, schädigen die Umwelt und tragen zur Erderwärmung bei. Das Meerwasser ersitzt sich so stark, das bereits viele Korallen abgestorben sind. Ein anständiger Ventilator und Fenster, die man nachts offen lassen kann, am besten mit Mosquitoscreen, genügen bei tropischer Hitze völlig. Leider sind letztere nicht besonders populär in Indonesien, manche Fenster lassen sich gar nicht öffnen oder sind ebenerdig ohne Gitter, so daß jederman hineinfensterln kann.

Im Eco-Resort nächtigen, zum Beispiel von  Green Pearls,  ist eine andere Möglichkeit, nachhaltig zu reisen. Das muß nicht die Welt kosten wie beim  El Maco Resort in St. Agostin, Kolumbien oder In Lombok´s Rinjani Mountain Garden, der ein eigenes kleines Wasserkraft- und Klärwerk sein eigen nennt. Es gibt interessante Projekte kennen zu lernen wie beim luxuriösen Tongsai Bay Resort auf Ko Samui, das einen eigenen Biogarten betreibt und seine Reinigungsmittel aus traditionellen, rein natürlichen Zutaten herstellt: http://horizonteentdecken.de/das-tongsai-bay-resort-eine-oase-in-koh-samui/. Abgeschiedenheit und Ruhe mit rustikal-charmantem Outdoor-Ambiente samt exzellentem Italienischem und Indonesischem Essen findet man auf den Secret Gilis von Lombok  in der Eco Gili Asahan Lodge.  Das Zeavola Green Pearls Resort engagiert sich für das  Dorf nebenan und den Schutz der Korallen auf Ko Phi Phi in Thailand :http://horizonteentdecken.de/eco-outdoor-feeling-pur-im-zeavola-auf-koh-phi-phi-thailand/

Wer sich und seiner/seinem Liebsten etwas Besonderes gönnen möchte oder zum Honeymoon unterwegs ist,  kann sich im ältesten internationalen Eco Resort Bali´s, dem Kupu Kupu Barong Villas & Tree Spa by L ` Occitane , nach Strich und Faden verwöhnen lassen, Chef I. Ketut Bagiada kreirt jeden Monat ein neues Gourmet-Menue und die Massage ist göttlich!

Es existieren bereits lokale Projekte, um Plastik zu vermeiden und dieses einzusammeln. Darüber Reden, Schreiben und Unterstützen hilft.

Beauty-Produkte nach traditionellem Rezept von ubud botany

Die studierte Botanikerin Dewi von www.ubudbotany.com in Ubud´s Kajeng Straße in Bali gibt nicht nur Workshops für selbstgemachte, Balinesische Beauty-Produkte und Botanische Spaziergänge, sondern verwendet von Schülern eingesammelte, ehemalige Saft- und Schnapsfläschchen wieder. Ausschließlich lokale Farmer-Produkte werden für ihre naturreinen Shampoos, Sonnenlotions und Öle verwandt.

www.trashhero.org engagiert sich mit Schulprogrammen und Gemeinden, um auf den Plastikmüll und seine Auswirkungen aufmerksam zu machen. In Thailand, Malaysia, den Philippinen, sogar in New York, überall, wo es nötig ist, wird wöchentlich mit Volontären der Müll an Stränden und anderswo gesammelt. Warum nicht mitmachen, statt immer die gleichen Sehenswürdigkeiten mit anderen Touristen abzuhaken? Die Zeiten stehen auf der Webseite.

Von alleine kann der Ozean sich nicht vom Plastik befreien, daher gibt es unzählige Möglichkeiten, sich zu engagieren, wie zum Beispiel hier: http://www.parley.tv/oceanplastic/#parleyair oder: https://www.nabu.de/natur-und-landschaft/meere/muellkippe-meer/.

 

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Erholung pur mit gutem Gewissen in der Gili Asahan Eco Lodge

Die Secret Gilis in Südwest-Lombok entdecken und nachhaltig wohnen

Wer träumt nicht von einer paradiesischen Insel? Bei genauerem Hinsehen existieren sie nur im Traum. In der Realität entspannt sich der Italiener Luciano dabei, wenn er den Plastikmüll vom feinen Sandstrand Gili Asahans aufliest. Dieser ist der bisher sauberste, der mir in Indonesien untergekommen ist. Seit über 20 Jahren auf Bali ansässig, kaufte er vor 16 Jahren auf der abgelegen Insel Asahan in Süd-Lombok ein Stück Land. Mit Familie und Freunden kam er ab und zu vorbei.

Vor etwa 2 Jahren baute er in traditioneller Holz-Bauweise seine Gili Asahan Eco Lodge auf.

Bungalow mit Terrasse

Mit rustikalem Charme liebevoll bis in´s Detail von Luciano aus Strandgut dekoriert, fühlte ich mich dort gleich zu Hause. Es gibt Bungalows mit Terrasse und Hängematte oder nach allen Seiten offene Häuschen im Indonesischen Treffpunkt-Stil, beide mit traumhaften Betten samt Moskitonetz, Open-Air-Bad  und traditionellen Bambusvohängen als Sichtschutz.

hiermit wird der Bambusvorhang befestigt

Auf eine Klimaanlage wird verzichtet, die frische Meeresluft und der Ventilator machen sie überflüssig. Vor dem Frühstück ging ich direkt vor die Tür zum Schwimmen und Schnorcheln. Das opulente Frühstück mit Fruchtsalat, Müsli, Yoghurt und Eierspeisen schmeckte umso leckerer! Danach mußte ich die insel erkunden. Bei Ebbe konnte ich am Meer entlanglaufen und über die Felsen klettern, denn Wege gibt es nicht wirklich.

Nach etwa 2 Stunden war ich an Pferdekoppeln und Kühen vorbei wieder am Ausgangspunkt.

Zum Sonnenuntergang erklomm ich den schmalen Pfad vom Resort auf den höchsten Punkt der Insel. Ein traumhafter Blick auf die umliegenden Inseln samt Lombok durfte ich genießen.

Beim Heruntergehen kam ich vom richtigen Weg ab und dachte, alle Wege führen nach unten, das kann kein großer Umweg sein. Ein Irrtum, der Weg war gut überwachsen und schien gefühlt kein Ende zu nehmen, als ich an eine eingezäumte Pferdekoppel gelangte. An ihr entlang wanderte ich Richtung Meer und hatte den Eingang des Resorts vor mir.

Die Angestellten kommen aus dem Dorf nebenan, wo die Bewohner ermuntert werden, Plastik zu sammeln und beim Resort abzugeben, das nach Mataram zur Entsorgung gebracht wird. Die heruntergekommende Schule im Dorf soll mit Hilfe vom Resort neu aufgebaut werden. Ein Teil des Stroms der Eco-Lodge kommt von Sonnenkollektoren.

Abends wird das Lagerfeuer enfacht  Foto: Gili Asahan Lodge

Als echter Italiener bietet Luciano neben Indonesischer auch Italienische Köstlichkeiten an. Hausgemachter Limoncello und Italienische Weine fehlen selbstverständlich nicht.

Luciano, the creator of the eco-lodge

Wer beim Schwimmen, Schnorcheln und Kanufahren Erholung sucht, ist hier an der richtigen Adresse.

Wie kommt man hin:

Neben privatem Transport fährt auch ein öffentlicher Bemo/Kleinbus vom gegenüberliegenden Dorf Gili Asahans in Lombok und von dort direkt über Temboran, wo das öffentliche Boot zur Nachbarinsel Gili Gede abfährt, nach Lembar für ca. 50000 Rupias.

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Nach 8 Jahren Weltumsegelung fast den Garten Eden in Lombok gefunden

Nachhaltig erholen: Rinjani Mountain Garden unter dem Vulkan

Auf dem Boot von Sumbawa nach Lombok schmöckerte ich im „Travelfish“, einem sehr informativem Online-Travelhandbuch, über den Rinjani Mountain Garden und die Entscheidung über meine nächste Destination war gefallen. Weil der Bus total überhöhte Preise verlangte, probierten Jean-Marc, seine Freundin Annie, die ich aus Sumbawa kannte, und ich es mit Autostop. Bei der letzten Etappe auf dem offenen Pick-Up fing es an zu regnen und unser Fahrer nahm uns netterweise auf einen Tee zu Bekannten mit. Dort verhandelten wir die Weiterfahrt, da die Franzosen nach Senaru mit seinen Guides auf Touristen-Fang und ich zum Rinjani Mountain Garden in`s Dorf nebenan wollte. Irmgard, genannt Toni, begrüßte mich in ihrem Guesthouse und erzählte mir ihre Geschichte.

der hauseigene Quellwasserpool, im Hintergrund der Rinjani

Gute 8 Jahre segelten Roland und Toni mit ihrer 24 Meter- Segelyacht „Albatros“ samt Chartergästen um die Welt. Roland hatte sie nach eigenen Plänen gebaut, inklusive Meerentsalzungsanlage und eigenem Wasserkreislauf für die sanitären Anlagen. Als durch den Bombenanschlag in Bali viele Chartergäste ausfielen, suchten sie einen Platz, um nebenbei Süßwasserfische zu züchten. Sie fanden heraus, daß das beste Wasser durch Gesteinsfilter von Lombok´s Vulkan kam. Im Norden von Lombok, am Fuße des Rinjani, fanden sie vor 10 Jahren ihr Paradies in den Reisfeldern.

Durch von Roland angelegter Wasserkraft konnten sie nicht nur ihr Haus, sondern auch 3 Dörfer mit Strom beliefern. Beim Verkauf der Fische an Hotel- und Restaurantbesitzer wurde es gelegentlich beim gemütlichen Teil mit hausgemachtem Wein zu spät, die schlechte Straße zurück zu fahren. Die Idee, Gästezimmer anzubieten, war geboren.

Lumbung, ein traditionelles Gasthäuschen

Es war ein schwerer Schlag, als ihre Segelyacht auf Gili Travangan gestohlen wurde. So richteten sie sich ihr Refugium mit traditionellen Gästehäusern aus Holz mit Blick auf den Rinjani und das Meer ein. Im Garten wachsen Avocados und Papayas, ein Quellwasserpool läd zum Plantschen ein.

Auch die Duschen werden vom Quellwasser gespeist, das gleichzeitig als Trinkwasser geeignet ist. Nachhaltigkeit ist hier eine Selbstverständlichkeit, daher gibt es auch eine Kläranlage. Katzen, Hunde, Pferde, Papageien, Perlhühner und sogar der mit Toni schmusende Nashornvogel fanden hier ein Zuhause.

Frieder, der Nashornvogel

Morgens weckte mich das exzellente hausgemachte Frühstücksbuffet mit Früchten, gebackenem Brot, hausgemachter Marmelade, Pfannkuchen, leckerem Frischkäse aus mit Milchpulver hergestellter Milch, Gurken-Tomaten-Salat, Guacamole und lächelndem Frühstücksei.

Wegen der Regenzeit war der Rinjani-Nationalpark geschlossen. Daher wanderte ich am Wasserlauf entlang bis zum „Wasserkraftwerk“, einer Art Wasserfall mit Turbinen. Auf den Reisfeldern wurde gerade gesäht und lächelnd eine Pause gemacht, als ich exotische Figur auftauchte.

Im nahen Dorf mit traditionellen Häusen aus Bambus wurde ich mit Hundegebell und schmunzelnden Bewohnern begrüßt. Wer sich von Lärm, Straßenverkehr und schlechter Luft erholen möchte, ist hier an der richtgen Adresse. Abends durfte ich die exzellenten Asia-Nudeln des Rinjani Mountain Gardens genießen.

Nudeln mit Meerblick

Nach dem Tod von Roland vor ein paar Monaten übergibt Toni das Gasthaus an Gleichgesinnte, um zu Reisen und ihre Freunde in aller Welt zu besuchen.

Tips:

Vom 1.-31.3.17 war der Rinjani-Nationalpark wie jedes Jahr geschlossen. Wer es trotzdem illegal wagt, ihn zu betreten, muß sich vor den Rangern, die die Wege wieder in Ordnung bringen sowie den Müll entsorgen und der Guidemafia in Acht nehmen. Nur seine eigene Fußspuren hinterlassen und allen Müll wieder mitnehmen sollte usus sein!

Natürlich fährt vom nahen Bayan ein Bus in die Hauptstadt Mataram.

 

 

 

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Kein Sommer ohne Tollwood

Sein Blaues Wunder kann der Besucher auf dem gerade eröffneten Tollwood Festival im Olympiapark erleben! Ein Riesenwal aus Plastikflaschen begrüßt ihn und soll auf die unfaßbar riesige Plastikverschmutzung der Ozeane aufmerksam machen. Eine begehbare Fischdose läßt einen in´s blaue Meer eintauchen und animiert den Besucher zum #WelleMachen für den Schutz der Ozeane. Das betrifft nicht irgendwelche Ökofuzzis, sondern uns alle! Jeder kann bei sich selbst anfangen, etwas dagegen zu tun!

wal

Mit Live Musik, Theater, Kunst und Akrobatik ist bis zum  24.07.16 für jeden ist Geschmack etwas dabei. Top Musik Acts wie Anastacia, Melody Gardot oder Jamie Cullum, der 2014 das Zelt zum Kochen brachte, bespielen  die Musikarena.

Im Andechser, der Fassbar und dem Hackbrettl gibt´s täglich Live-Musik bei freiem Eintritt. Meine Lieblinge sind die jungen Bands vom Stadt-Land-Rock-Festival, die ihre eigene Musik in der Tanzbar spielen. Ein Erlebnis ist auch die Silent Disco mit Kopfhören in der Tanzbar.

Nur noch bis morgen ist Maria Rud´s außergewöhnliche Performance aus Live-Musik mit Live-Malerei zu sehen, sie trägt Farbe auf eine Glasplatte auf, die von einer hochempfindlichen Kamera auf eine große Leinwand übertragen wird. Mit der Musik verändert sie ständig ihre Bilder. Die beste Aussicht darauf hat man an der S-Beach im Liegestuhl.

Mit dem Kinderprogramm, Performances, dem Markt der Ideen und der Biogastronomie gibt es viel zu entdecken.

Alle Infos im Programmheft oder der Tollwood-Webseite.

Das Tollwood engagiert sich auch für ein Artgerechtes München. Das bedeutet: nur noch artegerechte Tierhaltung ohne massenhaften Antibiotika-Einsatz in München, würdiges Leben und menschliche Arbeitsbedingungen der Bauern. Selbstverständlich wird das Tollwood nachhaltig mit Ökostrom betrieben!

Auf der Webseite www.artgerechtes-muenchen.de kann man seine Stimme abgeben.

 

 

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Eine Ruhe-Oase in der Natur: die Eco Finca El Maco in St. Agostin, Kolumbien

Welcher Reisende braucht nicht gelegentlich mal seine Ruhe? In St. Agostin, Kolumbien, berühmt für seine 3300 vor Christus alten Statuen, die auch heute noch Rätsel aufgeben, kann er sie in der Eco-Finca El Maco finden.

IMG_1169Auf einem Hügel mit Sicht auf die umliegenden Berge liegen die Cabanas, Tipis und Chalets in einem Garten. Künstler dürfen hier ihre Kreativität ausleben, so ist jede einmalig.

20160217_142957[1]Meine Cabana betritt man über eine Treppe zum kleinen Balkon mit Hängematte, dann aufgepaßt, den Kopf einziehen, wenn man durch die niedrige Tür geht. Rustikale Ausstattung bestmmt das Bild, die Falltür führt zum Badezimmer. Statt von Autoverkehr, lärmenden Angestellten und Gästen wird man höchstens von Vögeln und Hühnern geweckt.

IMG_1161Die vom Schweizer René Suter geführte Finca legt viel Wert auf Nachhaltigkeit. Das Restaurant bietet eine ausgezeichnete Küche mit selbstgebackenem Brot und dem von hauseigenen Kühen stammenden Yoghurt.

Frühstück im El Maco
lecker frühstücken im El Maco

Abends treffen sich die Gäste zum Abendessen, ich probierte das gut gewürzte und saftige rote Curry aus. Das muß man in Kolumbien mit der Lupe suchen!

Mehr Infos unter: www.elmaco.ch

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Ausflüge kann man über die dazugehörige Agentur Chaska Tours buchen. Wir machten einen herrlichen Ausflug zu den Statuen mit den Pferden von Pacho, der nur Spanisch spricht und sich gut auskennt,  duch die wunderschöne, hügellige Landschaft, .

Danke für die Kooperation an die  Finca El Maco

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Gastrostände zum Geniessen und Ausstellungen zum Nachdenken

Empfehlenswertes auf dem Wintertollwood

Insider des Einzelhandels raunen, wegen des lauen Wetters leide die Weihnachts- und damit die KaufrauschStimmung. Den Eindruck habe ich als Radlerin in der Münchner Innenstadt keineswegs. An gefühlt jeder Ecke drängeln sich Weihnachtsmärkte mit ihren glühweinsüchtigen Besuchern samt Autostaus um die Wette, so daß man selbst als Radler kaum durchkommt.

Der größte und beliebteste Weihnachtsmarkt ist natürlich das Winter-Tollwood auf der Theresienwiese. Schon vor dem Eingang läd die Müll-Armee Installation vom Künstler H.A. Schult zum Reflektieren ein, wie man selbst Müll vermeiden kann.

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Foto: dk
Auf dem Gelände gibt es statt Tannenbaum einen aus den leider immer noch allgegenwärtigen Plastikflaschen, ansonsten ist hier Plastik tabu.

20151221_211347Unbedingt sind auch die Ausstellungen im Weltsalon zu empfehlen, in der eine „Welle“ aus Sandalen an der Wand die diesjährigen Flüchtlinge symbolisiert, die im Mittelmeer ertrunken sind.

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Foto: dk
Bei so vielen ernsten Themen melden sich Hunger und Durst. Jedes Jahr werden die Besucher gefragt, welche Essens- und Getränke-Stände ihnen am besten gefallen. Gleich nach dem Eingang fällt die originelle Druiden-Bar inklusive Kessel unterm Feuer auf, bei der wir den leckeren Zaubertrank nach „Geheimrezept“ aus einer kleinen Flasche wie bei Asterix kosten. Ob er Zauberkräfte verleiht, ist nicht überliefert, den 3. Preis hat er verdient.

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Foto: dk

Die Schwedenbar von Wirt Jörn Mayerding mit klassischen Schwedischen Drinks wie Glögg und Schwedenfeuer freute sich über den 2. Platz. Sieger wurde die EssZimmer Bar, deren Highlight der „Morgenland“ mit in Rum eingelegten Himbeeren und Glühwein gerade richtig zum Aufwärmen einläd. Internationale Vegane und vegetarische Spezialitäten verlocken zum Probieren.

Mein absoluter Favorit vom Sommertollwood, die Mambo Wraps von Peter Dörfer verdienten sich dieses Mal den 1. Platz in der Kategorie Speisen. Frisch und mit Liebe gemacht sind die Afrikanisch inspirierten Wraps ein Genuß.

Der 2. Platz ging an die Kartoffel-Reiberei mit süßen oder salzigen Kombinationen, der dritte an die Nussbrennerei, die etliche Variationen von gebrannten Nüssen anbietet, die fast auf der Zunge zergehen statt an den Zähnen fest zu kleben.

20151213_191340Bei  Ali Baba Tajine im Bazar Zelt probierten wir Gemüse aus traditionellen Naturkochtöpfen und wunderten uns, wie gut das ungewürzte Gemüse schmeckte. Ursprünglich stammen diese  Tajine genannten Lehmtöpfe von Nomaden aus Marokko. Das freundliche Personal und die originelle Gestaltung des Standes in Form einer Tajine Kuppel brachten ihnen den 1. Marktplatz Preis ein.

Charlot u. Cie verbreiten mit ihren handgemachten, bunten Papierlampen eine angenehme Atmosphäre und zusammen mit zuvorkommendem Personal ging der 2. Platz an sie. Den 3. Platz ging an Kibonu, in dessen Mooskugeln kleine Setzlinge oder Miniaturpflanzen verwurzelt sind, die dem Besitzer Glück und Lebensergie bringen sollen.

Selbstverständlich sind alle Stände biozertifiziert und aus fairem Handel.

Noch bis zum 23.12.15 kann man sich auf dem Bazar, den Gastroständen oder Bars tummeln, die Ausstellungen besuchen, Performances bewundern oder zur Live-Musik das Tanzbein im Festivalclub schwingen! Noch mehr Tanzen geht nur bei der großen Sylvestersause mit zahlreichen Bands.

Alle Infos unter: www.tollwood.de

 

 

Kulinarische Entdeckungen auf der eat&STYLE

Zwischen Kochshows und Weinhändlern konnte der Besucher interessante Stände mit nachhaltigen Konzepten kennenlernen.  Wer hat sich noch nicht über den Müllberg von Kaffekapseln geärgert? beanarella stellte die erste kompostierbare Kaffekapsel der Welt vor. Selbstverständlich enthält sie keine gesundheitsschädlichen Weichmacher oder Schwermetalle. Die Kaffebohnen, ausschließlich aus fairem Handel, werden in der ältesten Kafferösterei der Schweiz verarbeitet.

Wahre Geschmacksexplosionen wie beim Wein verspricht der Kampot-Pfeffer aus Kambodscha. Die Pfefferboutiquen von Hennest Finest in Köln stellten weißen, roten und schwarzen Pfeffer vor, die wie bei Wein oder Parfum Kopf- und Herznoten besitzen. Direkt nach dem Mahlen beim schwarzen Pfeffer entstehen Ätherische Kopf-Noten wie Minze, Thymian, Meerluft, nach einigen Minuten dominieren fruchtige Herz-Noten wie Pfirsich und Zitrone. Dazu empfielt der Experte rotes Fleisch, dunkle Soßen und Tomaten. Der Weiße zeichnet sich durch deutliche Schärfe und brotig-würziger Komponente aus, er paßt zu Fisch, Meeresfrüchtten und Geflügel. Der Rote verleiht Geflügel und Fisch eine fruchtig-scharfe Note  und eigent sich als Dessert-Pfeffer für Erdebeeren oder reife Mangos.

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schwarzer, weißer und roter Pfeffer Foto:DK

Opaque stellte seine handgemachten Pralinen mit einem Hauch von Sylter Meersalz vor, die auf der Zunge zerschmolzen.

Bei chocqlate  kann man seine Schokolade selber aus natürlichen Zutaten wie Kakaobutter,  Agavensirup, Kakao-Bohnen- und Pulver herstellen, ebenfalls ein himmlischer Genuß! Sie unterstützen mit oneplanetcrowd.de kleine Bio-Kakaoplantagen in Panama.

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geröstete und ungeröstete gemahlene Kakaobohnen, Kakaobutter, Vanillepulver, Agavensirup, eine leckere Mischung! Foto:DK

Zahlreiche hochwertige, umweltfreundlich hergestellte  Genußmittel konnten verkostet und gekauft werden, nur die Plastikmüllentsorgung  braucht dringend ein upgrade. Pfandflaschen von „Almdudler“ wurden gratis verteilt, die Flaschen überfüllten anschließend zusammen mit Plastikbechern die Mülleimer, nicht sehr umweltfreundlich!

www.beanarella.ch

www.hennesfinest.com