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Bolivianisch-feuchter Karneval und Dinosaurier bei Sucre

Karneval in Uyuni und Sucre, Dinosaurierspuren in Sucre

Nach der anstrengenden WĂŒstentour gönnte ich mir 2 Tage Ruhe beim Karneval in Ayuni. In Orosi soll zwar der tollste Karneval stattfinden, aber so kurzfristig konnte ich keine Unterkunft erkunden. In einer Straße versammelten sich die Einheimischen mit StĂŒhlen bewaffnet, von denen immer welche ewig frei blieben. Aber wehe, wir, ein Ungarischer RumĂ€nisch-Deutscher, der in Frankreich lebt und ich wagten es, uns mal auf die leeren Sitzgelegenheiten zu setzen! Da wurde gleich gepetzt und gemeckert, nur die HandtĂŒcher haben noch gefehlt.

Dann bewegte sich etwas, Vereine, Clubs, merkwĂŒrdig-, aber auch traditionell gekleidete „Compadres“ liefen oder tanzten ĂŒber die Straße. In den vielen Pausen stĂ€rkten wir uns mit Bier. Die kleinsten Kinder waren mit Schaumpistolen bewaffnet und machten davon quietschend Gebrauch.

Puma- und Condor-TraditionskostĂŒm

Abends, wir hatten schon einige Biere intus, ging es endlich weiter in diversen Clubs mit Eintrittspreisen wie in MĂŒnchen, zum Teil auch nur privat. Wir schafften es, in die „Compadres“ Party zu gelangen,  wurden ausgiebig betrachtet, anschließend zum  Bier eingeladen und zum Tanzen aufgefordert. Eine passable Live-Band heizte mit Cumbia ein. Die Compadres bestellten gleich kistenweise Bier und irgendwann war der Alkohol-Pegel zu hoch und einige MĂ€nner wurden agressiv, das Zeichen, aufzubrechen.

Im weißgetĂŒnchten Sucre landete ich am Wochenende, wo fast alles wegen des Karnevals geschlossen war. Wehe, ich begab mich auf die Suche nach etwas Essbarem oder schönen KolonialhĂ€usern, das wurde sogleich mit einer Dusche bestraft.

Unsere Hostel-Chefin vom Condor lud uns zum mega-leckeren Lunch ein, dann wurden Luftballons mit Wasser gefĂŒllt…

Aus jeder Ecke rauschten ohrenbetĂ€ubende Blaßmusikbands an, begleitet von wasserwerfenden und Schaumpistolen-bewaffneten Begleitern. Je spĂ€ter der Abend, je alkoholisierter wurden alle, leere Bier- und Whiskyflaschen sĂ€umten die Wege und desto schlechter wurde die „Musik“. Wirklich getanzt wurde nicht, der Fokus lag aufÂŽs Bespritzen.

Nachdem mir jemand Seifenschaum in die Augen gespritzt hatte, verzog ich mich lieber.

Am nĂ€chsten Tag freute ich mich ĂŒber die „Ruhe“ und die geöffneten GeschĂ€fte und Restaurants, leider schwĂ€ngerten die Abgase der schicken, neuen Autos in den engen Straßen die Luft. Dabei wĂ€re Sucre eine wunderschöne Stadt!

 

Dinosaurierspuren sehen? Nichts wie hin mit dem Dinobus zum Dinosaurierpark!

der grĂ¶ĂŸte Dino ist 15 Meter lang und Vegetarier!

Der Guide erzÀhlte uns in gutem Englisch, das die Spuren der Dinos vor Millionen von Jahren entstanden sind und durch die Minenarbeiten gefunden und freigelegt wurden.

so sehen sie jetzt aus, vor 10 Jahren waren sie noch erheblich deutlicher zu sehen

Daher sind sie nicht mehr konserviert, verblassen jetzt und sollen besser geschĂŒtzt werden. Die Dinosaurier sind als Repliken wieder auferstanden, schön gemacht und sehr interessant!

Beim Schwarzmarkt von Sucre hat sogar der Dino ein Telefon, ob das wohl funktioniert?

Tipps fĂŒr Uyuni:

Kulinarik:

Streetfood ist gĂŒnstig und lecker, vegetarisch muss man mit der Lupe suchen, alternativ hielt ich nach Comida Boliviano Ausschau, es handelte sich um das in SĂŒdamerika sehr beliebte Fast Food! Da blieben fĂŒr abends nur noch die ĂŒberteuerten Touristenrestaurants ĂŒbrig

Unterkunft:

Das Bunkerhostel hat saubere, gute Zimmer, nette und hilfsbereite Mitarbeiter und eines der besten FrĂŒhstĂŒcksbuffets mit Fruchtsalaten, Smoothies, gutem Brot, auch Vollkornbrot und Ei-Variantionen

Tipps fĂŒr Sucre:

beim Schwarzmarkt gibt es alles mögliche, das Beste aber: ReißverschlĂŒsse und RucksĂ€cke reparieren sie toll und gĂŒnstig!

Kulinarik:

Im Mercado Central werden frisch vom Erzeuger Brot, KĂ€se, FrĂŒchte und GemĂŒse zu guten Preisen angeboten, eigene Plastik- und EinkaufstĂŒten mitbringen, oben gibt es gĂŒnstiges Mittagessen

ganz lecker wird im Condor-Café vegetarisch gekocht, es hat einen schönen Innenhof!

Unterkunft:

zum Kennenlernen von anderen Reisenden empfehle ich das Condor-Hostel, saubere Zimmer mit gutem FrĂŒhstĂŒck im Innenhof, der abends etwas frisch werden kann, seine Wasserflasche kann man natĂŒrlich gegen ein MinigebĂŒhr auffĂŒllen

wer lieber seine Ruhe hat, ist im wunderschönen Casa Solariega Hostal B&B sehr gut aufgehoben, schön wie in einem 4 Sterne Haus mit sehr schnellem Wifi

Radfahren ist wegen der engen Straßen und dem Verkehr nicht ratsam

 

Was gibt es zu tun außer Radeln & Tango-Tanzen in Buenos Aires?

Beim Anflug im Dunkeln sieht Buenos Aires von oben fast wie Los Angeles aus mit seinen geografisch anmutenden StraßenzĂŒgen. Unten angekommen kann davon keine Rede mehr sein. Gewaltige, bildschön-verzierte Kolonialbauten, von Art-Deco, Gotik oder den Griechen inspiriert, lassen mich begeistert staunen, ebenso die Seitenstraßen im Zentrum, die zweispurige! Radwege statt AutoparkplĂ€tze beeinhalten.

so sieht es am Wochenende aus…

Und schon sind wir beim lustigen Raten, wie kann ich mir eines der kostenlosen RÀder Ecobici der Stadt Buenos Aires ausleihen? Die Touristeninformation meint, das gibt es im Moment nicht, Einheimische sind sich unsicher. Zwei Tage spÀter erfahre ich von einer anderen Touristeninfo-Mitarbeiterin, das man sich direkt am Plaza de Mayo bei Ecobici registrieren lassen kann. Sicher bin ich 50 mal da vorbeigelaufen!  Es klappt und um die Ecke wartet schon ein Rad auf mich. Ein junger Argentinier hift mir und checkt die Bremsen, es kann los gehen, juchhuh!

mit ecobici Buenos Aires erkunden und den Horizont-ausfĂŒllenden Rio de la Plata in der nahen Reserva Ecologica bewundern

Am Wochenende war die Stadt fast leer, jetzt am Montag trauen sich doch Autos, auf den Radwegen zu fahren. So einfach ist es nicht, wegen der vielen Einbahnstraßen den Weg zum Recoleta Friedhof zu finden. Hier liegen die berĂŒhmtesten, wichtigsten Menschen Argentiniens, angefangen von Evita Peron, die eine eher kleine RuhestĂ€tte bekommen hat, Tango-Musiker Carlos Gardel und unendlich viele mehr. Manchen wurden sogar kleine MausolĂ€umspalĂ€ste gebaut. Herrlich, sich hier zu verlaufen!

hier ist die Frau grĂ¶ĂŸer als der Mann…im Recoleta Cemetary Buenos Aires

SpĂ€ter treffe ich mich mit Internations-Mitgliedern, die eine gefĂŒhrte Tour durch den Reserva Ecologica anbieten. Leider reicht mein Spanisch nicht aus, um alles zu verstehen, aber es ist angenehm, mit netten Menschen durch die grĂŒne Lunge zu schlendern. Interessant, daß eher die Nicht-Argentinier dem Tango verfallen sind!

schön, sich auch in Buenos Aires bei Internations zu treffen!

Am nĂ€chsten Tag mache ich mich auf nach Tigre, das hat mit Tigerbeobachtungen leider gar nichts zu tun, sondern ist das drittgrĂ¶ĂŸte Fluß-Delta der Welt, wo der Rio de la Plata und der Parana zusammenfließen. Ich nehme ein lokales Bootesortund lasse mich bis nach tres Bocas mitnehmen. Jede Villa hat einen Anlegesteg inklusive Boot, manche Resorts wollen schick sein, haben die Palmen gefĂ€llt, Rasen angepflanzt und als Schattenspender MinibasthĂŒtten gebaut. Toll, so wird es schön heiß!

Tigre-Resort

Ich lasse mich durch die unendlich scheinenden, schattigen Pfade treiben und treffe ein paar Argentinier und Spanier, die in Berlin leben. Bei Inez leihen wir uns Kanus. Leider bin ich aufÂŽs nasse Kanu-Paddeln mit meinem Kleid nicht perfekt vorbereitet. Gerne wĂ€re ich hier ĂŒber Nacht geblieben, es wirkt so entspannt und viele KanĂ€le warten auf Entdeckung.

mit dem Kanu durch das Tigre Delta, bloß nicht verfahren!

Gerade freue ich mich, in Buenos Aires wieder mit dem Rad zu fahren, aber wie sollte es anders sein, die Ecobici werden gerade ausgetauscht und sind leider nicht immer verfĂŒgbar oder defekt. Die öffentlichen Verkehrsmittel funktionieren sehr gut, in mancher U-Bahn erspart man sich die Sauna, nur das KĂŒhlbecken fehlt!

sogar ein Cello-Spieler gab sein Talent zum Besten!

FĂŒr Unterhaltung ist immer gesorgt. Sind die lauten Bettler und schreienden VerkĂ€ufer von SĂŒĂŸigkeiten, Kaugummis oder Socken gegangen, stellen sich Musiker und einmal auch ein ziemlich guter Breakdancer auf. Heute tat es mir fast leid, als die U-Bahn kam, gegenĂŒber interpretierten ein Geiger und ein Gitarrist „Child of Mine“. Klasse!

En Verano en La Cuidad bietet jeden Tag gratis Konzerte, gestern ganz entspannt und mit angenehmer Brise vor dem Palacio de Belgrano, vorgestern im Usina del Arte im verufenen Viertel La Boca, der Heimat der Boca Juniors Fußballmannschaft, mit wundervoller Lightshow und Musik. Bevor diese spielen, sind die Busse voll und es ist schwierig, mitgenommen zu werden. Nach dem Spiel sollte man sich lieber fernhalten.

WofĂŒr wohl diese Masken auf dem San Temo Markt verwendet werden? FĂŒr den BankĂŒberfall zwischendurch? Oder ist das jetzt die neue Horror-Hip-Mode?

Sonntags kann ich nur wĂ€rmstens den San Telmo Markt empfehlen. Selbstgemachter Schmuck, Schallplatten als Uhren, gestrickte Kakteen, kĂŒnstlerische und originelle Dinge, die in Europa kaum auf StraßenmĂ€rkten zu finden sind, werden feilgeboten.

Wozu der Flaschenhalter gebraucht wird`? Um die mitgebrachte Flasche unter der Bar zu verstecken?

Ein Straßenzug will die Stadt anders nutzen und die KĂŒnstler, die sonst dort verkaufen, protestieren dagegen. Demonstrationen gehören zum Alltag in Buenos Aires.

hier in Puerto Madero lĂ€ĂŸt es sich herrlich flanieren

Fast wie die Flaniermeile Bund in Shanghai mit Bick aufÂŽs Hochhausviertel sieht es am Hafen Puerto Madero aus, nur ohne Segelschiff, welches hier erklommen werden darf, um die ruhige AtmosphĂ€re zu genießen.

Nachhaltigkeits-Tipps:

Statt Plastikflaschen zu kaufen, das sicher trinkbare Leitungswasser abfĂŒllen, den leichten Chlorgeschmack mit frisch gepresster Zitrone eleminieren, in Touristeninfos, in SupermĂ€rkten und Parks lĂ€ĂŸt sich Trinkwasser abfĂŒllen

immer eine kleine Tasche dabeihaben, um auf unvorhergesehene EinkĂ€ufe vorbereitet zu sein, am besten eine kleine PlastiktĂŒte fĂŒr Obst und GemĂŒsekauf dabeihaben

es wird zwar versucht, verschiedene MĂŒlltonnen aufzustellen, mit recyclebar und nicht recyclebar, nur woher weiß irgendjemand, was recycelt wird?

Ecobici Karte beantragen: gleich am Plaza de Mayo, Ecke Rivadaria, Eingang zwischen den Gittern, von 9-15 Uhr, Paß mitbringen und die App runterladen, um zu wissen, wo es RĂ€der gibt und wieviele zur VerfĂŒgung stehen! In Rosario, der Geburtsstadt von Che Guevara und Lionel Messi, klappt es sehr gut mit den Ecobicis

Im Restaurant essen, statt etwas zum Mitnehmen zu bestellen, es schmeckt viel besser!

Tipps fĂŒr Buenos Aires:

Leider habe ich es nicht zu einem Tangokurs mit Milonga geschafft, wegen Hitze sind anscheinend einige ausgefallen, aber Oy Milonga aufrufen, oft gibt es Kurse, bevor die Milonga beginnt!

 

el verano en La Ciudad im Internet aufrufen, da gibt es alle sommerlichen Gratis-Veranstaltungen von BA

Von Internationalen Flughafen den Tienda Leon-Bus inÂŽs Zentrum nehmen und am besten gleich die Sammeltaxifahrt mitbuchen, der kleine MilitĂ€rflughafen vom gĂŒnstigen flybondi ist mit Bussen und dem Zug zu erreichen, am besten bei googlemaps nachfragen

Sicherheit: gibt es keine; wer seine Wertsachen, teure Kameras und Handys nicht zu offensichtlich herumtrĂ€gt, dem werden sie eher nicht gestolen. Abends möglichst keine großenTaschen mitnehmen, lieber kleine, die am Körper getragen werden können und Einheimische fragen, welche Gegend gerade nicht empfehlenswert ist, ich bin trotzdem mit wenig Geld nach la Boca und spĂ€te abends zurĂŒck per Bus gefahren…

Café-Restaurant in Palermo

Palermo gilt als DAS Ausgehviertel von Buenos Aires, es gibt schöne Cafés, Restaurants und Clubs. Auf der Suche mittags nach einem Café musste ich einen Champagner-Àhnlichen Cava probieren, da ein schickes Restaurant seine Eröffnung feierte.

Vegetarisch essen:

Durch Mapsme fand ich dann doch noch das wunderschöne bBlue CafĂ© und genoss einen leckeren MilchcafĂ© in einer Hollywoodschaukel im Patio. Hier in der Calle Armenia 1691 gibtÂŽs sehr schmackhafte, auch vegetarische KĂŒche in kreativ-dekoriertem Ambiente, in der NĂ€he der Plaza de Mayo, Calle Alfonso Alsina, im El Toro gibt es leckere, saftige Veggiesandwiches mit Vollkornbrot und Veggieburger, eher eine Ausnahme!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Welche Insel ist die Schönste in der ThailÀndischen Andamanen-See?

Koh Mook, Koh Kradan, Koh Rok, Koh Lipe, Koh Adang, Koh Lanta oder Koh Jum?

Gibt es ĂŒberhaupt das Paradies? Schon bei Adam und Eva war es nicht ganz perfekt. FĂŒr mich findet das Paradies im Kopf statt, wenn ich fĂŒhle, es passt, ich bin angekommen, fĂŒhle mich unendlich wohl an einem Ort. Absolut paradiesisch waren fĂŒr mich der Aufenthalt im Viceroy auf Bali, allein die Massagen mit BlĂŒtenbad waren traumhaft, ebenso das Tongsai Bay Resort mit eigenem Biogarten und Kino am Strand, weit, aber nicht zu weit weg vom Touristentrubel auf Koh Samui. Bei einer Insel möchte ich einen schönen Strand zum Schwimmern, möglichst auch zum Schnorcheln. Um nicht in der Sonne zu Braten, brauche ich Schatten und einen schönen Bungalow mit Moskitonetz, HĂ€ngematte und Fenstern, die ich nachts offen lassen kann, ein fĂŒr Einheimische unverstĂ€ndlicher Wunsch.

Auf der Suche nach den verlorenen Paradies-Inseln landete ich mit dem Zug in Trang im SĂŒden Thailands. Da der Sleeper ausgebucht war, probierte ich einen Sitzplatz mit Ventilator, eine nicht empfehlenswerte Entscheidung! Von TrangÂŽs Bahnhof konnte ich einfach einen Transfer nach Koh Mook buchen. Angekommen, traf ich diesmal die richtige Entscheidung, das Mook-Garden-Beach-Resort war genau richtig. Es gibt Bungalows fĂŒr jeden Geldbeutel, ĂŒberall im Garten laden HĂ€ngematten zum Relaxen ein, der kleine Pool hat kĂŒhles! Wasser, es ist ruhig, nicht mal MotorradlĂ€rm nervt, von ĂŒberall hat man freie Sicht auf die Bucht und das Restaurant lockt mit leckerem Essen.

Koh MookÂŽs SteilkĂŒste

Von hier lĂ€ĂŸt sich auch der Dschungel auf verschlungenen Pfaden erkunden, Chefin Dada gibt jede Menge Tips. Baden geht nur bei Flut bei nicht besonders klarem Wasser, weit draußen kann man manchmal schnorcheln.

Koh Kradan

So buchte ich einen Schnorchel-Ausflug nach Koh Kradan und Umgebung. Die schlechte Sicht unter Wasser erinnerte mich an Zeiten vor meiner Laser-Op, alles, was weiter als einen Meter weg war,  war verschwommen. Koh Kradan hat einen wunderschönen Sandstrand mit viel Schatten, wenig Bootsverkehr und außer einigen Resorts mit Restaurants ist die Insel fast unbewohnt, zum Erholen und Schwimmen ideal. Am nĂ€chsten Tag auf Koh Rok, nur von Rangern bewohnt und gelegentlich zum Zelten freigeben, war das Wasser klar und wir konnten endlch nach Herzenslust Schnorcheln.

endlich Schnorchelsicht bei Koh Rok

Von Koh Lipe hatte ich bereits viel Gutes gelesen, warum nicht ausprobieren, dachte ich mir. Menschenmassen schĂ€lten sich aus den zahlreichen Booten, beziehungsweise enterten diese. Am Pattayastrand wurde ein- und entladen, am Sunrise-Strand auf der anderen Seite sĂ€umten wartende Longtailboote den Strand, so daß man sich kaum traute, zu Baden. Die StrĂ€nde waren mit betonierten Wegen, gesĂ€umt mit den ĂŒblichen verdĂ€chtigen Restaurants, Massagesalons, Travelagencys ect., zu Fuß erreichbar, trotzdem voller Motorradfahrer.

da fliehen sogar die Möwen am Sunrise Beach, Koh Lipe

Obwohl man theoretisch sogar hier Schnorcheln könnte, buchen die Touristen lieber die angebotenen Schnorcheltouren auf anderen Inseln. Nichts wie weg war mein erster Gedanke und ich nahm am nĂ€chsten Tag ein Longtailboot auf die gegenĂŒberliegende Insel Koh Adang.

Koh Lipe von Koh Adang aus gesehen

Koh Adang ist das Gegenteil von Koh Lipe. Man kann in den angebotenen Zelten, im eigenem Zelt oder schönen Bungalows ĂŒbernachten. Keinerlei Bebauung stört die Natur, zum Essen gibt es ein Restaurant. Endlich konnte ich in den schönen Buchten Schwimmen und Schnorcheln, herrlich enspannend! Am Ende der Bucht am Kliff ging ich den Pfad zum Viewpoint hinauf. Ich war froh, meine Trekkingsandalen dabei zu haben, denn er ist ganz schöne steil und steinig. Von oben sah Koh Lipe wieder ganz unschuldig traumhaft aus! Leider waren die Bungalows nach zwei Tagen ausgebucht, daher konnte ich den Dschungelweg zum Wasserfall oder die anderen Buchten nicht erkunden, vielleicht ein anderes Mal.

ein Strand auf Koh Adang

Die Bootsfahrt nach Koh Lanta mit dem Schnellboot dauerte circa fĂŒnf Stunden und ich war froh, ein Buch dabei zu haben, schlafen konnte ich wie einige andere wegen der ruppigen Wellen nicht. Am Pier von Ban Saladan scharten sich sofort Schlepper und Taxi-Fahrer um die ankommenden Touristen, ich setzte mich erstmal in ein kreativ-dekoriertes CafĂ©

das „Not a Toy“ CafĂ© in Ban Saladan

und fand bald ein schönes Zimmer in der NĂ€he. Am nĂ€chsten Morgen ließ ich mich mit dem Tuk-Tuk, das gĂŒnstigste Verkehrsmittel, wenn man kein eigenes hat, zum Long Beach fahren und siehe da, ich fand meinen Fast-Traumbungalow! Es gibt keine Bungalows mit Meerblick, die sind fĂŒr die Restaurants reserviert. DafĂŒr sind es nur ein paar Schritte zum Meer, in dem ich wunderbar  Schwimmen konnte!

auch abends beleuchtet, der Long Beach auf Koh Lanta

Ich lieh mir ein Rad, um die Insel zu erkunden. So entdeckte ich den Relax-Beach, wanderte ein StĂŒckchen weiter sĂŒdlich, wo eine Bucht ganz fĂŒr mich allein wartete.  Weiter Richtung SĂŒden hinter dem Klong Nin Beach, der direkt an der lauten Straße liegt, wurde es hĂŒgellig, mit meinem Citybike kam ich ganz schön inÂŽs Schwitzen. DafĂŒr wurde ich mit einer schönen, unbebauten Bucht mit wenigen Besuchern hinter dem Diamond Cliff belohnt.

Diamond Cliff, Koh Lanta

Durch Zufall erfuhr ich von der nahen Insel Koh Jum und buchte die FĂ€hre nach Krabi, die dort stoppte, damit ich mit dem Longtailboot zu meinem Resort gelangen konnte. Absolut traumhaft ist es hier! Schöne StrĂ€nde, ein paar Resorts und das Schönste, hier existiert lokales Leben, es gibt 3 Dörfer mit freundlichen muslimischen Einwohnern. Es geht total entspannt und herzlich zu. Mein geliehenes Rad abschließen? Braucht es nicht, hier kennt jeder jeden. Eine Insel zum wiederkommen!

noch unverdorben, ein Strand von Koh Jum

Umwelt-Tipps:

Schönheit allein reicht natĂŒrlich nicht, jeder muss etwas dafĂŒr tun! Zum Beispiel seinen Plastik-Konsum reduzieren, indem er oder sie immer seine Wasserflasche auffĂŒllt, statt neu kauft, geht auf Koh Lanta und Koh Jum mit der Trashhero-Flasche gratis oder mit einer anderen Flasche fĂŒr 5!Baht; auf dem Festland stehen ĂŒberall die großen weißen Osmosefilter herum, wo jeder seine Wasserflaschen fĂŒr 1! Baht pro Liter fĂŒllen kann! Sich weigern, Smoothies aus Plastikbechern zu trinken, eine unsĂ€gliche Mode nicht nur in Thailand,  sondern seinen eigenen Becher mitbringen, in Restaurants essen, die kein Plastikgeschirr verwenden

 

Tipps fĂŒr die Inseln:

Ko Mook: Im Mook Garden Resort weht immer eine Brise und es ist nicht so heiß wie im Dorf, das nur 10 Minuten zu Fuß entfernt ist, die „Smaragd“ Höhle, ein von Felsen eingeschlossener „Hong“, ein Ministrand, vor 9 Uhr morgens oder nach 4 Uhr nachmittags besuchen, sonst darf man an Riesenschlangen von paddelnden Asiaten im GĂ€nsemarsch vorbeischwimmen.

Ko Kradan: toll zum Erholen und Schwimmen ohne Abgase

Ko Rok: ideal zum Schnorcheln, vorher im Nationalpark erkundigen, ob man in Zelten ĂŒbernachten kann

Ko Lipe: wer auf viel Trubel, eine betonierte Insel und AusflĂŒge mit Longtailbooten, ohne am Strand Schwimmen zu können, steht, ist hier an der richtige Adresse

Ko Lanta: hat StrĂ€nde fĂŒr jeden Geschmack, mit vielen Restaurants oder fast einsam, mit Partyszene oder ruhig, aber immer entspannt.  Der Klong Nin Beach ist nur etwas fĂŒr Abgasjunkies. Der Long Beach, wo ich mich in den ruhigen, schönen Blue Sky Bungalows mit Moskitoscreen und -netz inklusive HĂ€ngematte auf der Veranda und nur ein paar Metern zum Strand einquartierte, liegt zentral mit Restaurants und Minimarts in der NĂ€he, mit dem Rad kommt man vom Norden bis vor dem Diamond Cliff im SĂŒden gut voran, weiter sĂŒdlich wird es hĂŒgellig, allerdings sollte man sich vor rasenden Motorradfahrern in Acht nehmen! Toll, unabhĂ€ngig einkaufen zu können, es gibt lokale MĂ€rkte mit FrĂŒchten und GemĂŒse, fast alles, was das Gourmet-Herz begehrt!

Ban Saladan, Koh Lanta

wer zu mĂŒde ist, sich seinen Bungalow samt Strand zu suchen, sollte erstmal zur Entspannung im Lanta Chaolay, ein paar Schritte vom Pier, absteigen, schöne Zimmer, perfekt zum Entspannen, nebenan lockt das „Not a Toy“ CafĂ© mit FrĂŒhstĂŒck

Koh Jum

die schönen Loma Sea View Bungalows liegen am Strand, wo man auch gut Schwimmen kann, um zum Dorf mit Shops, lokalen Restaurants und kleinen Frucht- und GemĂŒsemĂ€rkten zu kommen, muß man einige steile Treppen ĂŒberwinden, dort kann man sich auch ein Rad leihen, fĂŒr große EuropĂ€er leider etwas niedrig gebaut um die Insel schweißtreibend erkunden…

 

 

Vom Feuer-Dunst in Chiang DaoÂŽs Bergen zum Temple & Radl-Paradies Chiang Rai im Norden Thailands

In Nordthailand gibt es jede Menge Berge und Nationalparks, da hatte ich mir Bergwandern eingebildet. Angekommen, erfuhr ich, daß im MĂ€rz und April nicht nur die Temperaturen besonders nach oben steigen, sondern die Bergsicht fast auf Null sinkt. Ob das auch der Fall wĂ€re, wenn die Felder nicht immer noch verbotenerweise abgebrannt wĂŒrden?

Ich nahm trotz allem hoffnungsfroh den Bus von Chiang Mai nach Chiang Dao,  inmitten von Bergen. Ich quartierte mich nicht im Ort, sondern in den netten Chiang Dao Huts ein, die zwischen dem Höhlen- und dem auf dem Berg liegenden Wat Tham Pla Plong liegt. NatĂŒrlich lieh ich mir ein Fahrrad, um die Gegend zu erkunden.

Die ringsumliegenden Berge lagen im Dunst und der Mount Chiang Dao, den man in zwei Tagen besteigen kann, mußte ausfallen, so schaute ich mir den tollen Höhlentempel an.

Rechts vom Tempel geht eine Treppe zu einem Pfad zu einer anderen Höhle laut Maps me. Es war entspannend, endlich mal im schattigen Wald spazieren zu gehen. Nach einer Weile war der Weg derartig von BÀumen versperrt, dass ich umkehren musste.

Macht nichts, ich radelte zu den etwa fĂŒnf schweißtreibende Kilometer entfernten heißen Quellen. Schweigebadet, ließ ich mich erst in voller Montur in den kalten Fluss fallen, dann in den runden Pool der heißen Quellen, herrlich!

Ich traf einen Deutschen, der in dem Bergtempel mit den Mönchen zusammen meditiert, fegt und lebt. So verbrachten wir den Rest des Nachmittags abwechselnd mit abkĂŒhlen, aufwĂ€rmen und erzĂ€hlen. Neben den Chiang Dao Huts liegt die Cave Woman Bar, die einzige weit und breit, mit guter Musik und ich traf jeden Abend nette Leute. Am letzten Tag radelte ich zum Eingang vom Tempel Tham Pla Plong und erklomm die 500 Stufen. Alle paar Stufen sind wundervolle, buddhistische Weisheiten zu lesen, so merkte ich die viele Stufen kaum.

Chiang Rai ganz im Norden war mein nĂ€chstes Ziel. In der Staatlichen Touisteninformation nahm ich StadtplĂ€ne und eine Karte mit Radtouren mit. Zum White Temple Wat rong khun waren es 20 Kilometer, eigentlich nicht weit, aber bei der Hitze mußte ich schattige Nebenstraßen finden und so immer wieder absteigen, um in maps me nachzuschauen, wo ich weiterfahren musste. Der Temple, gebaut von Chalermchai Kositpipat seit 1996, im Jahre 2070 ist die Fertigstellung geplant;  lohnt jede Anstrengung! Er ist ausschließlich von Spenden finanziert, die nicht höher als 250 € sein dĂŒrfen, um unabhĂ€ngig zu bleiben. Da könnten sich Parteien mal eine Scheibe abschneiden!

Um hinein zu kommen, muss man erst an der „Hölle“ mit seinen verzweifelt ausgestreckten Armen und Totenköpfen vorbei, bevor man den beeindruckenden weißen Tempel betreten kann. Ich musste bei dem Anblick an die vielen FĂŒchtlinge und die Armen dieser Welt denken.

Im Tempel tummeln sich Engel, Teufel und jede Menge BerĂŒhmtheiten wie Batmann, Spiderman, Keanu Reeves im Matrix-KostĂŒm, Michael Jackson und Elvis. Hier ließ ich mir Zeit zum Reflektieren und Nachdenken!

Die 53 Kilometer lange Radtour am Fluss entlang auf Straßen mit wenig Verkehr und viel Schatten kann ich nur wĂ€rmstens empfehlen. Rechts und links sind sie von Reisfeldern und  Ananasplantagen gesĂ€umt. NatĂŒrlich war ich die einzige Radfahrerin. Da es etwas hĂŒgelig war, freute ich mich, ein gutes Mountainbike geliehen zu haben. Bei Ban Ruammit wird immer noch Elefantenreiten angeboten, obwohl bekannt ist, daß es schĂ€dlich fĂŒr ihren RĂŒcken ist. Die armen DickhĂ€uter standen angekettet in einem Gehege, schade, daß sie sich das gefallen lassen! Das hielt einen Elefanten nicht davon ab, zumindest mit den RĂŒssel seine Angebete zu knutschen.

Beim Radeln Richtung Norden kam ich auch an einem „Hilltribe-Dorf“ vorbei.

auf dem Weg zum Hilltribe-Dorf…ein sehr selten anzutreffender Radweg nicht nur in Thailand

Eine Tour wĂŒrde ich nicht buchen, aber da ich schon mal da war, zahlte ich Eintritt, um mir das ganze anzuschauen. Das „Dorf“ der Akha, Yao, Lahu, Kyor und Karen war sehr klein, eigentlich zu klein, um dort 5 Hilltribe-Dörfer unterzubringen.  Als die Chinesische Gruppe zu Ende fotografiert hatte, sprach ich ein MĂ€dchen an, die Thanaka-Paste in ihrem Gesicht hatte. Das ist sehr populĂ€r in Myanmar, die Karen kommen auch von dort.

Mit meiner Übersetzer-App konnte ich mich glĂŒcklicherweise ein bißchen unterhalten und erfuhr, daß alle Frauen aus diesem Dorf die Halsringe von klein auf tragen, mit dem Alter werden immer mehr Ringe hinzugefĂŒgt.  Dadurch werden die Schulter hinuntergedrĂŒckt, was den Hals lĂ€nger erscheinen lĂ€ĂŸt.  WĂ€hrend sie im Dorf zum Teil selbst-gewebte Schals, Taschen und andere Souvenirs verkaufen und fĂŒr die Touristen posieren, arbeiten die MĂ€nner außerhalb. Viel mehr konnte ich leider nicht erfahren.

Da Blau meine Lieblingsfarbe ist, durfte ein Besuch des Blauen Tempels nicht fehlen. Und er lohnte sich absolut!

Tips fĂŒr Chiang Dao:

nicht im Ort wohnen, er ist staubig und der Verkehr nicht angenehm, besser in den Chiang Daos Huts mit liebevoll dekoriertem Garten einquartieren, die Zimmer sind sogar noch schöner als die Bungalows,; die Wanderwege und Tempel sind in der NÀhe

 

Tips fĂŒr Chiang Rai:

BenÂŽs Guesthouse kann ich sehr empfehlen, ruhige Lage, gute Zimmer und Pool, leider wie meistens ohne Schatten

ChatÂŽs Guesthouse liegt sehr zentral, aber das Restaurant fand ich ĂŒberteuert, an einem Abend wanderte eine Schnecke im Bad, am anderen eine junge Ratte, warscheinlich durch den Abfluss…

Grace CafĂ© und Bakery beimOverbrook- Hospital hat den besten und gĂŒnstigsten Kaffee und fantastische Schokodesserts…, bis 15 Uhr bietet das Vegetarische Restaurant an der Rattanakeat Rd. leckere, nicht ĂŒberteuerte Thai-Gerichte an, abends ist der Nightmarket empfehlenswert mit Live-Performances und riesiger Auswahl an Thai-Gerichten, die beste Massage gibtÂŽs gegenĂŒber bei Mueng Lanna Massage, nicht teurer, aber besser als die anderen; praktisch wĂ€re die Möglichkeit, das Handy am Lenker zu befestigen, um nicht absteigen zu mĂŒssen, um maps me anzuschauen

 

 

Nachhaltigkeit Thai-Style mit Leidenschaft & Gourmet-GenĂŒssen im Khum Lanna Eco-Resort, Thailand

Phrao liegt nur knapp ein bis zwei Stunden nördlich vom abgasschwangeren Chiang Mai, die ideale Oase ist das Khum Lanna EcoResort. Vor fast zwanzig Jahren fingen die Besitzer Rachet Wapeetha und seine Frau Yaowanith Boonchoosilp an, ein HolzhĂ€uschen mit vierZimmern zu vermieten, jetzt befindet sich unter dem GebĂ€ude die Rice for Life Ausstellung, die Rachet gerne erklĂ€rt. Nicht nur 12 gemĂŒtliche Zimmer sind es mehr geworden, sie haben auch einen beneidenswerten, wild aussehenden Bio-GemĂŒse- und Obstgarten angelegt, in dem zu jeder Saison frische FrĂŒchte, KrĂ€uter und GemĂŒse die KĂŒche erfreuen.

Das Tollste sind die fĂŒr die ThailĂ€ndische KĂŒche notwendigen KrĂ€uter wie zum Beispiel Zitronengras und BergamottblĂ€tter, die bei EuropĂ€ischen Temperaturen gar nicht sprießen.

Frau Yaowanith erklĂ€rt uns die Zutaten fĂŒr die ThailĂ€ndischen Gerichte

Da passte es natĂŒrlich hervorragend, daß Frau Yaowanith ThailĂ€ndische Kochkurse anbietet. Wie es sich als exzellente Köchin gehört, sprach sie sehr zur Freude des Französischen PĂ€rchens im Kochkurs, fließend Französisch. Die KĂŒche ist professionell mit allem ausgerĂŒstet, was das Kochherz begehrt und erklĂ€rt in Bildern, aber auch auf Englisch, Französisch und sogar Deutsch die KrĂ€uter und GemĂŒsearten.

bei der Zubereitung des Currys…

So lernten wir die Zubereitung von FrĂŒhingsrollen, Tom Kha Gai  und Curry mit Reis, selbstverstĂ€ndlich mit Zutaten aus eigenem Garten. Anders als in vielen Thai-GarkĂŒchen und Restaurants werden alle KrĂ€uter kleingeschnitten, so daß man alles mitessen kann. Da lief uns das Wasser im Munde zusammen. Zum Dinner durften wir dann unsere Köstlichkeiten vernaschen!

vegetarisch lecker: FrĂŒhlingsrollen, Tom Kha Gai und Curry Ă  la Kum Lanna

Am Tag vorher radelte mit mir Rachet Wapeetha, ihr Ehemann, zu den umliegenden Tempeln, einer Bio– und einer Pilzfarm,  wo ich sah, wie die Engels- , „Woodear“- und Shitakepilze natĂŒrlich gezĂŒchtet werden.

Weiter auf der Zuckerrohrfarm wurde erst das Zuckerrohr geschĂ€lt, die Schalen gleich zum Befeuern genutzt. Dann wurde das Zuckerrohr zerstoßen und gepresst, die FĂŒssigkeit in den großen Töpfen aufgekocht und der Schaum abgeschöpft. Nach mehrmaligem Aufkochen wird die braune Soße auf ein Brett mit zuckerstĂŒckengroßen Löchern gegossen und geschabt. Nach 10 Minuten sind die StĂŒckchen fest und man schĂŒttelt sie raus, fertig sind die rein natĂŒrlichen Zuckerrohrbonbons, beziehungsweise WĂŒrfel.

Von den Entwicklungsprojekten des verstorbenen Königs Bhumibol inspiriert, engagiert sich das Khum Lanna Resort sehr fĂŒr Nachhaltigkeit. In Zusammenarbeit mit den Dörfern der Umgebung haben sie BĂ€ume gepflanzt, die Bienenstöcke geschĂŒtzt und eine Aufstellung von benötigtem Saatgut auf ihre Facebookseite gestellt, die sie noch benötigen, um weiter Wald und Wiesen aufzuforsten.

Aktiv-Urlaub wird im Khum Lanna großgeschrieben, so wurden wir um 5 Uhr 30 geweckt, um zum lokalen Markt in der Umgebung zu radeln, der bereits um 7 Uhr morgens schließt. Die Einheimischen kaufen jetzt schon ein, bevor sie zur Arbeit gehen. Darunter sind auch gewöhnungsbedĂŒrftige Ameiseneier inklusive einige noch herumwandernde Ameisen, frischer gehtÂŽs nicht!

Anschließend bereiteten wir das Mittagsessen, bestehend aus Papaya-Salat, ohne Ameisen, vor. Da lief mir beim Anblick der Zutaten; geraspelte grĂŒne Papaya und Karotten, man kann auch Gurken und oder Melonen verwenden, geschĂ€lter Knoblauch, grĂŒne Chillies, grĂŒne Bohnen, Limonen, Anchovissauce, Tomaten, Tamarindensauce, gerösteter ErdnĂŒsse und Palmzucher schon das Wasser im Munde zusammen! Nicht-Vegetarier wie dieThais fĂŒgen noch die fast ĂŒberall prĂ€sente Fischsauce und getrocknete Shrimps hinzu.

Klar, dass ich mir zum Abschluß die Thai-Massage mit heißen KrĂ€utern zur Entspannung gönnte!

Tips fĂŒrÂŽs Khum Lanna Resort:

per Songthaew kommt man fĂŒr 60 Baht oder mit dem Minibus fĂŒr 80 von Chiang MaiÂŽs kleinem Busbahnhof Chang Phuak, nördlich vom historischen Zentrum, in weiniger als 1 1/2 Stunden nach Phrao, von dort wird man auf Wunsch abgeholt, dem Busfahrer unbedingt sagen, daß er einen bei PhraoÂŽs Busbahnhof absetzen soll, sonst landet man wie ich irgendwo auf der Straße.

Gottseidank traf ich auf Pim, die Rached Wapaatha kannte! Der holte mich dann bei ihrem Proud-Coffee(Poomjai-Coffee) Stand ab, wo ich ihren superleckeren Capuccino probierte, absolut empfehlenswert! Leider gab es ihn in Plastikbechern (ich hatte meinen eigenen -Becher dabei!). Der Stand ist gegenĂŒber der Kaisokorn-Bank, gleich um die Ecke vom Busbahnhof

Pim bei der Chai-Latte Zubereitung

Es lohnt sich, ein paar Tage zu bleiben, es gibt genĂŒgend Interessantes zu sehen und zu tun im Khum Lanna Resort und Umgebung! FĂŒrÂŽs Bergwandern und die dazugehörige Aussicht war es Mitte MĂ€rz leider zu neblig und diesig, erst ab Juni wird die Sicht besser.

 

Radeln im Tempel-Park von Sukhothai, Thai-Massage lernen in Chiang Mai

Nach Überquerung der Burmesisch-Thailandischen Grenze bei Mae Sot war es nicht so einfach, den passenden Bus nach Sukhotai zu finden, erst mussten ein Kanadier, der in Chengdu, China, Jazz! unterrrichtet und ich uns ein Taxi teilen, um zum Busbahnhof zu kommen. In Thailand war es eine halbe Stunden frĂŒher, so hĂ€tten wir fast noch unseren Bus verpasst. Ich quartierte mich gleich in der NĂ€he des Busbahnhofs von Neu-Sukhotai im Siri-Guesthaus ein.

Von hier nahm ich am nĂ€chsten Morgen einen Songtheow nach Old-Sukhotai und von dort lieh ich mir ein Rad fĂŒr 30 Baht. Im Park gab es erfeulicherweise viele BĂ€ume und kein Auto- oder Motorradverkehr, so brachte es viel Spaß, die Tempel per Rad zu erkunden.

ÜberflĂŒssigerweise gab es gelegentlich einen vorbeifahrenden Minibus, der die zahlenden Mitfahrer aufgabelte, die unpraktischerweise auf ihn warten mussten.

auch die Schulklasse hatte viel Spaß auf den Tempeln

Am Nachmittag hörte ich bei einem nahen Tempel Musik und sah eine Menschenmenge sich dazu elegant bewegen. Beim NĂ€herkommen wurde ich ebenfalls aufgefordert, mitzutanzen. Die Thais waren begeistert und ein Mann brachte mir eine kalte, sehr sĂŒĂŸe FlĂŒssigkeit, die ich unauffĂ€llig verschwinden lassen mußte. Nach mehreren Tempel-Umrundungen wurde es mir zu heiß und ich begab mich wieder nach Neu-Sukothai per Bus.

Weiter nach Chiang Mai brauchte der bequeme Bus nur ca. zwei Stunden, die ich sehr genoß nach den furchtbaren Straßen und Bussen in Mynamar! Der Verkehr ist unangenehm stauanfallig, aber  die kleinen Seitengassen im Historischen Zentrum sind schattig und fast Auto- und Motorradfrei, ideal zum Radfahren.

ZufĂ€llig war Vollmond und ein Tempel veranstaltete ein Fest, bei dem die Mönche unzĂ€hlige, schwimmende Kerzen anzĂŒndeten.  Ich kaufte wie viele Thais ein Blumenbouquet, mit dem ich dreimal den Tempel umrundete und mir etwas wĂŒnschte. Ob der Wunsch wohl in ErfĂŒllung geht?

Die Altstadt scheint neben einigen schönen Tempeln ausschließlich aus Massagesalons und Travelagencys zu bestehen, die alle das ĂŒbliche wie Elephant-Riding oder -Camp; das letztere ist eher zu empfehlen, da die hin- und herwackelnden Gestelle, auf denen die Touristen sitzen, den RĂŒcken des Elefanten schĂ€digen; Besuchen von WasserfĂ€llen, Höhlen und der Hilltribe-Dörfer, wo die Einwohner wie im Zoo begafft und fotograiert werden und „Flight like a gibbon“, wo man sich im „Dschungel“ an einem elastischen Seil zum Affen schwingen kann.

Ich wollte die Thai-Massage erlernen, so entschied ich  mich fĂŒr die Old Medical Hospital Massageschool, die sich an dem Physiotherapisten Buddhas, dem „Father Doctor“ Jivaka Komarabhacca orientiert.  Die Thai-Massage ist von der Indischen Ayurvedischen Lehre inspiriert und eine Kombination aus Akupressur der Energie-Meridian-Punkte sowie eine dem Yoga-angelehnte Dehnung. Sie ist eher Energie- statt Körper-Arbeit, um den natĂŒrlichen Heilungsprozess zu stimulieren. Das ist sowohl fĂŒr den Kunden als auch fĂŒr den Masseur anstrengend.

Zuerst zeigte uns unser Lehrer 15 Positionen, die wir dann an den anderen Teilnehmern ausprobieren durften. Es war alles andere als einfach, sich das alles zu merken! Jeden Tag kamen neue Massagegriffe hinzu, insgesamt 56 in drei Tagen.

die PrĂŒfung ist geschafft!

Am vierten Tag ĂŒbten wir noch einmal die Praxis, bis wir am fĂŒnften Tag geprĂŒft wurden und statt diesem opulenten Blumenstrauß wie die Thai-Kinder, unser Zertifikat bekamen.

Thai-Kinder bekommen bei bestandenem Examens dieses besondere Geschenk, genau auf die BlĂŒten und die Scheinchen schauen!

Mein absolutes Highlight in Chiang Mai war die exzellente Ausstellung in der Seescape Gallery von „Lucktospestive“ von Luck Maisalee, die leider nur noch bis zum 18.MĂ€rz 2018 lĂ€uft.

 

„the last supper“ von Leonardo da Vinci, neu interpretiert als the last drunker von Luck Maisalee in der Seescape Gallery, Chang Mai

Tips fĂŒr Sukhothai und Chiang Mai:

gleich am Busbahnhof von Neu-Sukhothai kann ich das Siri Siri Guesthouse mit sauberen, gĂŒnstigen Zimmern empfehlen, leicht mit Mapsme zu finden, das Poo-Restaurant nicht weit entfernt an der Hauptstraße hat leckere KĂŒche, mit dem Songtheow kommt man  fĂŒr 30 Baht nach Alt-Sukhothai  und kann dort ein Rad leihen

In Chiang Mai hatte ich ein sehr schönes, sauberes Zimmer mit schnellem Wifi und KĂŒhlschrank in GritÂŽs Guesthaus, wer andere Reisende kennenlernen möchte, ist in JulieÂŽs Guesthaus an der richtigen Adresse, die Zimmer sind allerdings weniger schön, gemĂŒtlich sitzt man ohne zuviel Abgase in KatÂŽs Kitchen und kann die tolle KĂŒche unter bunten Lampions genießen, statt die Abgase am Nightmarket an der starkbefahrenen Ringstraße einzuatmen und dort die gleichen Preise zu zahlen…

Abgase inklusive im Nightmarket an der Ringstraße um das Historische Zentrum, Chang Mai

Keine Lust auf zu viele Touristen? Der Kad Manee Market, 5 Minuten mit dem Rad sĂŒdlich vom historischen Zentrum ist ein netter Food-Nightmarket mit Matten auf dem Boden und kleinen Tischen, wo man sich seinen Hotpot im geborgten Tontopf selber brutzelt.

Im „Art of Paradise“ kann groß und klein surrealistische Fotos ausprobieren, eine schöne AbkĂŒhlung und ein Riesenspaß, besonders, wenn man zu mehreren ist! Unbedingt vorher den Handy-Akku aufladen, da die App einen hohen Verbrauch hat.

 

25 Stunden im Burma-Bus nach Mrauk U, Rakhine State

Von Bagan nach Mrauk U, zurĂŒck nach Yangoon und ĂŒber Hpa An zur ThailĂ€ndischen Grenze

Erst seit kurzem dĂŒrfen AuslĂ€nder mit dem Bus nach Mrauk U fahren. Es liegt im Rakhine State, dessen Landschaft Rudyard Kipling zum Dschungelbuch inspiriert haben soll. 1430 von König Mong Saw Mon gegrĂŒndet, war die Hauptdstadt 350 Jahre ein Zentrum fĂŒr Kunst, Kultur und Handel mit Portugiesen, HollĂ€ndern und Arabien. Erst 1785 wurde Mrauk U von einem Birmanischen König durch Verrat erobert und nachdem die Briten 1826 ihren Verwaltungssitz nach Sittwe verlegten, damit bedeutungslos.

Ich durfte mich also in Bagan mit anderen Burmesen vier Stunden lang in einen Minibus quetschen. In Magwe mußte ich dann drei Stunden Zeit im Restaurant totschlagen, bis ein großer Bus mich nach Mrauk U mitnahm. Es gab immerhin Decken und als mein Vordermann die RĂŒckenlehne zurĂŒckklappte, mußte ich dies auch tun, um nicht meine Knie zu zerdrĂŒcken. Diese konnte ich sogar etwas ausstrecken, rutschte nach einiger Zeit nach unten, um mich anschließend wieder aufzurichten. So wurde es mir in der Nacht nicht langweilig. Vor lauter MĂŒdigkeit nickte ich trotz ununterbrochenem Geruckel und Serpentinen ohne Ende sogar gelegentlich ein.

Am nĂ€chsten Vormittag schĂ€lte ich mich gerĂ€dert aus dem Sitz, reckte mĂŒde meine verspannten Glieder und nahm ein Taxi zum Guesthouse. Nach einer kalten Dusche fĂŒhlte ich mich erstaunlich fit genug, mir ein Rad zu leihen, um die Umgebung zu erkunden.

Mrauk U ist ein netter Ort, ideal zum Radfahren. Auf wenigen Straßen wird der Radler von hupenden Autos und MotorrĂ€dern belĂ€stigt. Herrlich, sich auf den zum Teil schattigen Wegen zu verirren!

So entdeckte ich diverse Tempel und einen wunderschönen, friedlichen See.

Nur zum Guesthouse zurĂŒck zu finden war schrierig, da die Einheimischen mir keine genauen Angaben machen konnten und ich mich völlig verfahren hatte. Der Sonnenuntergang war etwas vernebelt und diesig, die Zeit fĂŒr schöne SchnappschĂŒsse war gerade ungĂŒnstig, egal, ich traf einen Franzosen und zwei Burmesische Fofografen, die mir vom Yangoon Photo Festival erzĂ€hlten.

ZurĂŒck nach Yangoon braucht der Bus 25 Stunden! Lieber hĂ€tte ich im 25hours Hotel genĂ€chtigt und mich hinbeamen lassen, leider ist das immer noch Zukunftsmusik. So landete ich im bisher schlechtesten Bus in Myanmar. Eng, ohne Platz fĂŒr meine Beine, ohne Decke, stattdessen Staubwirbel, die durchs Fenster eine Staublunge förderten, daher kamen wohl die Husten- und ekligen SpuckanfĂ€lle der Einheimischen; war die Fahrt eine harte PrĂŒfung . Die steinharte Lehne bereitete mir noch tagelang Schmerzen.

Mrauk U, photo by Edgar Mc Tressin, im Mahabandoola Park

Angekommen, weckte mich die tolle Ausstellung im Mahabandoola Park des Yangoon Photo Festivals ĂŒber Cultural Heritage, Burmese Photographers and World Press Photos wieder auf.

Yangoon Photo Festival Ausstellung

Am Abend wurden die besten Myanmar Photo Stories im Institut Francais de Birmanie ausgezeichnet. Ein absolutes Highlight fĂŒr mich waren die bewegenden Geschichten Myanmars und die Ausstellung von Profifotografen ĂŒber Afghanistan, die FrĂŒchtlingswelle nach Europa und die Drogenmorde in den Philippinen.

Idylle an Hpa Ans Fluss

Zeit, weiter nach Hpa An ĂŒber die ThailĂ€ndische Grenze zu kommen. Hier bekam ich einen wunderbaren, bequemen Bus, der nur 6 Stunden brauchte! Ich blieb nur einen Tag, da ich ja schon mal dort war, und radelte in der glĂŒhenden Hitze, leider ohne viel Schatten, bis zu einer mit unzĂ€hligen Buddhas gefĂŒllten Höhle, um mich dann im kĂŒhlen Naturpool mit planschenden Einheimischen abzukĂŒhlen, herrlich!

Höhle bei Hpa An
Sonnenuntergang in Hpa An

Tips fĂŒr Mrauk U:

das Happy Garden hat schöne Bungalows fĂŒr 15000 Kyat und ein nettes Restaurant

das Nice Meal Restaurant ist total ĂŒberteuert und der „Service“ interessiert sich hauptsĂ€chlich fĂŒr Indische Schmalzfilme

die Tempel lassen sich leicht mit dem Rad erkunden, beim Busticketkauf darauf bestehen, einen neuen, guten Bus zu bekommen! Ich kaufte an dem „Bus Station“ Stand gegenĂŒber dem Mrauk U Luxus Hotel mein Ticket, kann ich nicht empfehlen, versuchen, ein Online-Ticket zu kaufen

Tips fĂŒr Hpa an:

einen Ausflug zu den Höhlen und dem „James Bond Felsen“ machen

das Golden Sky Guesthouse hat den schönsten Flussblick von der Terrasse und passable, gĂŒnstige Zimmer mehr ĂŒber Hpa An hier

 

Einmal Paradies und zurĂŒck nach Dawei und Mawlamyine, SĂŒd-Myanmar

Über die ThailĂ€ndische Grenze nach Dawei, seinen StrĂ€nden und weiter nach Mawlamyine

Von Kanchanaburi brauchte mein hyperbequemer Bus nur 1 Âœ Stunden zur Grenze nach Myanmar. Schnell wurde mein Pass abgestempelt und ich versuchte den Shuttle-Bus zur Bimanesischen Grenze zu erwischen. Fehlanzeige, alle winkten ab und die Fahrzeuge waren blitzschnell voll. So stand ich vor einer Art Travel Agency, die mir den Bus-Transport nach Dawei, der nĂ€chstgrĂ¶ĂŸeren Stadt Myanmars, fĂŒr 800 Baht anbot. Die Summe stand auch in allen ReisefĂŒhrern, also buchten ich und ein ThailĂ€ndisch-Schwedischen PĂ€rchen die Fahrt. An der Burmesischen Grenze durften wir dann in den „Bus“ steigen, der sich als ein etwas betagter Kombi herausstellte. Alles nicht so wild, wir saßen zu dritt hinten, als noch ein Burmese sich neben uns drĂ€ngeln wollte, was ich ablehnte. Nach endlosem Palaver legte sich derjenige bequem hinten aufÂŽs GepĂ€ck und nickte gleich ein.

Wir landeten im Shwe Moung Than Hotel in Dawei, das uns empfohlen wurde. Nachts ließ sich zwar die Klimaanlage abschalten und das Fenster öffnen, das sofort etliche Moskitos zum Anlass nahmen, sich auf mich zu stĂŒrzen. Da war es erstmal vorbei mit Schlafen, zumal sich die eisernen Sprungfedern bemerkbar machten. Am nĂ€chsten Morgen quartierte ich mich daher ins Sein Shwe Moe Guesthouse umÂŽs Eck fĂŒr einen erheblich gĂŒnstigeren Preis ein, samt umweltfreundlichem Moskitoscreen am Fenster und Ventilator. Nachts war es so kĂŒhl, dass ich den Ventilator ausmachte.

Tempelaufgang in Dawei

Dawei ist ein angenehmer Ort mit KolonialhĂ€usern, Tempeln, netten CafĂ©s und sogar einem echten Biergarten mit BĂ€umen, in dem ich einen schönen Abend mit meinem Netbook verbrachte, da das Internet gut funktionierte. Erst spĂ€ter bemerkte ich die zahlreichen, dicken MĂŒckenstiche.

mein tĂ€gliches FrĂŒhstĂŒck in Dawei

Nach einem hervorragenden Kaffee im Journey-CafĂ© und FrĂŒchten mit Joghurt am nĂ€chsten Morgen machte ich einen langen Spaziergang und entdeckte sogar ein gemĂŒtliches CafĂ© im EuropĂ€ischen Stil in der Myotwin Street. Der Besitzer Thanzawhat vom Yathasone CafĂ© zauberte gerade mit viel GefĂŒhl die Verzierung einer Geburtstagstorte. Ich gönnte mir einen leckeren Schokoladenkuchen samt Kaffee.

der Meister am Werk

Aber ich war ja hier, um die jungfrĂ€ulichen StrĂ€nde zu sehen. Mit zwei französischen Schweizerinnen teilte ich ein Taxi zum Fischerdorf San Hilan und dem Tizit Strand. Von der Alphaltstrasse ging ein hĂŒgelliger Sandweg ab, der ĂŒber Stock und Stein zum Dorf fĂŒhrte.

Es liegt idyllisch zwischen zwei Buchten, jeder lÀchelte uns zu, ancheinend waren sie Besucher gewöhnt. Ich wanderte auf den Aussichtspunkt, um eine bessere Rundumsicht zu haben. Absolut lohnend!

Tizit Strand

Weiter fuhren wir zum Tizit-Strand, um uns von der Hitze abkĂŒhlen zu können. Wir waren fast allein, nur ein paar Einheimische liefen uns ĂŒber den Weg. Herrlich, im warmen Wasser zu schwimmen! Leider spendete keine Palme Schatten, so verließen wir dieses Idyll nach ausgiebigem Geplansche.

per Shuttle-Boot ĂŒber den Mangrovensumpf

Im Internet fand ich die Sin Htauk Beach Bungalows im SĂŒden der Dawei-Halbinsel, da mußte ich hin! So nahm ich den Bus und am Weg zum Dorf, das den Bungalows am nĂ€chsten liegt, ein Motorrad-Taxi. Der Fahrer bretterte den sandigen, holprigen, mit Schlaglöchern ĂŒbersĂ€ten Weg entlang, dass mir ganz mulmig wurde. Er wollte wohl den vor ihm sehr flott fahrenden MĂ€dels imponieren. Wir erreichten sicher den ĂŒberfluteten Mangrovensumpf und wurden per Boot in die NĂ€he der Bungalows gebracht. Bei Niedrigwasser lĂ€uft man etwa 20 Minuten ĂŒber den Sumpf.

Sin Htauk Beach bei Ebbe
die Flut kommt…

Am Strand angekommen, atmeten ich und die zwei Griechinnen, die auch im Bus waren, auf. Was fĂŒr ein paradiesischer Ort! Wunderschön und unberĂŒhrt! Genau das, was ich brauchte!

Die Bungallows haben alles, was der Gast benötigt, inklusive Terrasse und Liegestuhl. Hier ließe es sich aushalten, wenn man das entsprechende Kleingeld dabei hat.

Irgendwann ist auch der schönste Aufenthalt zu Ende und so wanderte ich bei Niedigwasser durch die Mangroven und wurde sogar auf dem RĂŒckweg, da der Bus an mir vorbeiraste, von einem Burmesen, der KokosnĂŒsse geladen hatte, bis nach Dawei mitgenommen.

Da man nicht auf den SĂŒdlichen Inseln im Myeick Archipel ĂŒbernachten kann und vieles ĂŒberteuert ist, entschloß ich mich, weiter in den Norden zu fahren.

So machte ich nur kurz Station im Starlight Hotel in Ye und da ich kein Fahrrad leihen konnte, gingÂŽs weiter nach Mawlamyine.

Auf dem Weg dahin sah ich mehrere Tempel auf steilen Felsen und fragte mich, wie diese wohl hinauf transportiert wurden? Endlich konnte ich mir ein Rad leihen, ideal fĂŒr Mawlanyine. Vom Fluß wehte eine Brise, die mich auf die HĂŒgel mit den zahlreichen Tempeln lockte.

Buddha streng bewacht

NatĂŒrlich gibt es einen Sunset-Tempel, den zu spĂ€t Gekommende per Aufzug erreichen können um sich die Treppen zu ersparen.

Sunset Tempel

Anschließend aß ich wieder auf dem Nachtmarkt am Fluß, eine Art Promenade mitsamt einem riesigen TV-Screen, auf dem Werbefilme und kurze Fußballszenen gezeigt werden. Die WM kann kommen!

Myanmar ist vorbereitet…

Tips fĂŒr Dawei:

Das Shwe Moung Than Hotel ist vollklimatisiert, die Zimmer kosten 25000 Kyat mit FrĂŒhstĂŒck auf der Dachterrasse, von der man eine schöne Rundumsicht hat und das Internet gut funktioniert, ist auch nutzbar wĂ€hrend des Tages, wenn man nur einen Snack nimmt

Das Sein Shwe Moe hat kleine, kĂŒhle Zimmer mit Fenstern und Ventilatoren, ab 8000 Kyat das kleine Einzelzimmer, von den nahen Schulen hört man die „GesĂ€nge“ morgens und abends, die Besitzerin spricht besser Englisch als die Angestellten im Shwe Moung Than

Neben dem Shwe Moung Than schlĂŒrfte ich im von vielen Einheimischen frequentierten Journey CafĂ© guten Capuccino fĂŒr 800 Kyat und Fruchtsalat mit Joghurt fĂŒr 1200, draußen im Schatten war es nochmal so schön!

Wer andere Traveller kennenlernen möchte, ist im Tavoy Kitchen richtig, die Nudeln in Kokosnusssoße waren besonders lecker!

Die StrĂ€nde sind nur fĂŒr sehr erfahrene Motorradfahrer geeignet, da die sandigen Wege zum Strand sehr schwierig sind.

Tips fĂŒr Mawlamyine:

Das Sandalwood hat preiswerte, schöne Zimmer ab 15000! Kyat mit Ventilator, unbedingt vorher reservieren! Internet funktioniert sehr gut!

Das Pann Su Wai hat auch saubere Zimmer mit Bad ab 16000 Kyat, mit Ventilator, Fenster mit Fliegengitter und Aircon, nachts war es kĂŒhl genug, um den Ventilator auszulassen, die Aircon sowieso

Schön ist es, im Grandfather-Restaurant auf dem Balkon oder auf dem Nachtmarkt dem Sonnenuntergang zuzusehen.

das einheimische „Sweet“ Restaurant macht gutes Indisches Poori-FrĂŒhstĂŒck, Shan-Nudeln und Kaffee zum unschlagbaren Preis, auffindbar mit Mapsme

 

 

GlĂŒcklich planschende Elefanten, die BrĂŒcke am Kwai und ihre furchtbare Historie in Thailand

Kanchanaburi gehört zu den heißesten Provinzen Thailands. Die Hauptstadt gleichen Namens ist nicht nur bei Bangkoker Thais ein beliebter Wochenend Hot Spot. Kein Wunder, bei Angeboten wie „Get drunk for 10 Baht, (ca 30 cent) und Restaurants, die sich “Schluck“ nennen.

das muss nicht sein, dieses schöne CafĂ© im Sitthisang Haus aus der Kolonialzeit des 19. Jahrhunderts gibtÂŽs auch…

Dabei gibt es erheblich mehr zu sehen als das, wie Nationalparks und die durch Regisseur David Leans Film berĂŒhmte BrĂŒcke am Kwai, sowie Zeugnisse deren unrĂŒhmlicher Vergangenheit wĂ€hrend der Japanischen Besatzung im 2. Weltkrieg.
Nach ein paar Stunden mit dem Bus von Bangkok quartierte ich mich im von Travelfish empfohlenen „Blue Star“ in eine gemĂŒtliche HĂŒtte auf dem Fluss ein.

mein Bungalow im Blue Star

Hier ist es herrlich ruhig vom ewigen Verkehr, aber nachts wurde ich von sanftem Geschaukel geweckt, das sich gelegentlich wiederholte. Was war das? Vielleicht waren die PfĂ€hle, auf denen meine HĂŒtte gebaut war, morsch? Ein BootsgerĂ€usch war auch nicht zu hören, nur gelegentlich planschte ein Waran vorbei. Ein Erdbeben? Das fĂŒhlt sich nach meiner Erfahrung auf Bali Ă€hnlich an, eigentlich ein ganz angenehmes Schaukeln, wenn es sich um ein leichtes handelt…Am nĂ€chsten Morgen bemerkte ich, dass mein Bungalow mit dem daneben liegendem verbunden war, anscheinend war der Nachbar nachts aufgestanden und in seiner HĂŒtte auf und ab gelaufen, viel Platz hatte er da nicht.

Beim Radverleih ein paar Meter weiter musste ich mich durch den Fundus wĂŒhlen, um ein funktionierendes Zweirad fĂŒr die kurze Radtour zur BrĂŒcke am Kwai zu ergattern.

An den unvermeidlichen SouvenirstĂ€nden vorbei schloss ich mich den anderen Touristen an, die ĂŒber die BrĂŒcke wanderten.

die berĂŒhmte BrĂŒcke am Kwai

Lautes Bimmeln kĂŒndigte einen Zug an und alle verließen die BrĂŒcke, beziehungsweise stellten sich in die dafĂŒr vorgesehenen Einbuchtungen. Die ursprĂŒngliche BrĂŒcke sollte die von Kriegsgefangenen unter horrenden Bedingungen gebaute Bahnlinie nach Myanmar vervollstĂ€ndigen. Der empfehlenswerte War Cemetary und das gegenĂŒberliegende Museum im Zentrum Kanchanaburis zeugen von den 6982 Kriegsgefangenen, die beim Bau der Bahnlinie wegen der schrecklichen Bedingungen umkamen.

die Schneise des Hellfire-Passes

Am Hellfirepass mussten sich die gefangenen Australier, HollÀnder und Briten sowie die angeheuerten Asiaten mit primitivsten Werkzeugen durch die Felsen schlagen.

Bei der Besichtigung wanderte ich ein StĂŒck den wegen der Hitze  endlos scheinenden Weg mit Blick auf Myanmar entlang, bis ich aufgab. Viele Kriegsgefangene hatten weder genug zu Trinken noch zu Essen und starben elendig. Das kleine Museum und der Hellfirepass sind leicht mit dem Bus von Kanchanaburi zu erreichen.

ZurĂŒck nahm ich den Bus zum Sai Yok Noi Wasserfall in Nam Tok, in der Trockenzeit im April war dieser leider nur ein bescheidenes Rinnsaal. Die Zugfahrt von dort zurĂŒck nach Kanchanaburi inklusive der Überquerung der BrĂŒcke am Kwai war wunderbar entspannend entlang der Felder und des Flusses.

Es war heiß, so beschloß ich, den Erawan Nationalpark mit seinen 7 WasserfĂ€llen zu besuchen. Der Bus brauchte 1 1/2 Stunden und ich dachte mir, da ist es sicher schöner, dort zu ĂŒbernachten. Tja, alle UnterkĂŒnfte waren voll, da blieb nur ein kleines Minizelt ĂŒbrig. Ab 18:30 schloß das einzige Restaurant am Parkeingang, also blieb mir nichts anderes ĂŒbrig, als mit der Taschenlampe etwas zu lesen und frĂŒh auf dem harten Boden zu versuchen, einzuschlafen.  So wachte ich bei Sonnenaufgang auf und machte mich auf den Weg zum ersten Wasserfall.

ein Pool schöner als der

Keine Menschenseele war unterwegs und so konnte ich in aller Ruhe in den Pools plantschen, die nachmittags voller Touristen sein sollen.

Andere

In der HerrgottsfrĂŒhe war es nicht so heiß zum Wandern, aber warm genug, um sich gelegentlich abzukĂŒhlen.

Unterwegs war diese Kleidung auf BÀumen aufgehÀngt, vermutlich, um damit bunte Fotos machen zu können.

Fishspa war hier inklusive, das heißt, kleine Tierchen knapperten an meinen winzigen Hautfetzen und reinigten sie so. Am spĂ€ten Vormittag war ich wieder zurĂŒck, um den Bus nach Kanchanaburi nehmen zu konnen.

beim Elefanten-FĂŒttern im Elephantsworld

Elefanten-Reiten wird leider immer noch in Thailand angeboten, obwohl es den RĂŒcken dieser Tiere schĂ€digt,. Nicht weit von Kanchanaburi  konnte ich einen nicht ganz billigen Ausflug inÂŽs Elephants World Camp buchen, das sich um kranke, schlecht behandelte und unterernĂ€hrte Elefanten kĂŒmmert.

Kein Elefant kommt von derselben Familie, manche freunden sich miteinander an. Nur ihr Mahout darf alles mit ihnen machen, wir sollten lieber von einigen, die schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht hatten,  Abstand halten.

Es brachte Spaß, diese wunderbaren Tiere etwas kennenlernen zu dĂŒrfen, im Wasser zu schrubben  und zu fĂŒttern. FĂŒr die Ă€lteren mit wenigen ZĂ€hnen kochten wir Reis und GemĂŒse, stampften es und formten es zu BĂ€llchen, anschließend wurden diese vernascht!

der Elefantendame lĂ€uft schon das Wasser im Munde zusammen…

Tips fĂŒr Kanchanaburi:

Alle SehenswĂŒrdigkeiten sind innerhalb Kanchanaburis mit dem Rad zu erreichen, die außerhalb liegenden mit dem Bus. RĂ€der werden ĂŒberall fĂŒr 50 Baht am Tag angeboten. Unbedingt den Zug von Nam Tok zurĂŒck nehmen, ist viel schöner als auf der Straße und er fĂ€hrt ĂŒber die BrĂŒcke am Kwai!

Wer im Erawan-Nationalpark ĂŒbernachten möchte, sollte rechtzeitig reservieren, sonst muß er oder sie mit einem kleinen Zelt vorlieb nehmen. Wertsachen können nirgendwo eingeschlossen werden! Es empfielt sich, so frĂŒh wie möglich loszugehen, um den Massen zu entgehen.

dieses leckere Gericht entdeckte ich auf dem Nachtmarkt, hauchdĂŒnn gebackenes mit Creme, Eiern und geraspelter Kokosnuß gefĂŒllt, hmmm

Jeden Abend von 18-22 Uhr gibt es einen Nachtmarkt westlich vom Bahnhof in Kanchanaburi mit Thai-Essen, Schuhen, Kleidung, Handyzubehör und was man sonst noch braucht oder nicht. Das Nachtleben beschrĂ€nkt sich hauptsĂ€chlich auf glatzköpfige AuslĂ€nder mit Bauchansatz beim Biertrinken an den Straßenbars, fĂŒr alleinreisende Frauen nicht gerade empfehlenswert.

Besser ist es, sich in ein nettes Restaurant zu setzen wie OnÂŽs Issan Thai Vegetarian mit leckerem vegetarischen und veganen Essen an der Mae Nam Khwae Rd, leider gibt es an der Straße nur 2 Tische, im Restaurant kĂŒhlt einen die Klimaanlage unangehem ab. In den GuesthĂ€usern am Fluß ein StĂŒckchen weiter rechts die Straße herunter kann man gemĂŒtlich essen ohne StraßenlĂ€rm- und Abgase inklusive free WiFi.

Das Blue Star Guesthouse hat blitzsaubere Zimmer und Bungalows, im Restaurant, auch ruhig, funktioniert das WiFi sehr gut.

Das wunderschöne CafĂ© im Siitisang House ist leider klimatisiert statt mit Holzventilatoren zu kĂŒhlen, drinnen sitzen ein paar Thais, vor sich GetrĂ€nke zum Teil in Plastikbechern! Draußen gibt 2 Tische an der Straße.

das Siri Osot and Boonpong & Brothers House

Interessant ist es, die verbliebenen KolonialhĂ€user anzuschauen, daneben kann man auf Schildern ihre Geschichte erfahren. Der Besitzer des obigen Hauses vermittelte mit geheimen Codes zwischen den Gefangenen und ihren HeimatlĂ€ndern, so konnten die Alliierten die BrĂŒcke am Kwai erfolgreich bombadieren.

 

Viel interessante Reiseberichte gibÂŽs auch  bei 1001 Reiseberichte…

 

 

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Der Traum von GĂ€rten statt Autostau

Vor einigen Monaten titelte die Abendzeitung „BĂ€ume statt Autos“ in MĂŒnchen. Ich trĂ€umte beim Vorbeiradeln von GĂ€rten statt parkender und im Stau stehender Autos, deren Abgase ich einatmen durfte. StĂ€ndig wird man von stockendem Verkehr behindert, bedrĂ€ngt und von ignoranten Rechtsabbiegern gefĂ€hrdet. Leider kam ich beim Lesen der Untertitel wieder in die RealitĂ€t zurĂŒck. Es handelt sich um die Sendlinger Straße, die jetzt FußgĂ€ngerzone bleibt.

Wo bleiben wir Radler bei der Diskussion um „MobilitĂ€t“? Wir brauchen keinen Strom, verpesten die Luft nicht und werden von den Politikern bei der Diskussion um „MobilitĂ€t“ gerne ignoriert. Die Innenstadt MĂŒnchens ist so gut wie nicht mit dem Rad zu durchqueren. Auf dem Marienplatz ist der ĂŒbergroße, aufgemalte Radler verschwunden und stattdessen fĂŒr ZweirĂ€der gesperrt. Wer ĂŒber den Viktualienmarkt ausweichen will, landet in einer „FußgĂ€ngerzone“ mit Taxifahrern und Bussen. Radelt man weiter ĂŒber die Sparkassenstraße, zynisch Fahrradstraße genannt, Ă€rgert und wundert man sich ĂŒber rechts und links parkende und auf der Straße fahrende Autos, fĂŒr einen Radweg ist kein Platz.

die Sparkassenstraße, hĂ€misch „Fahrradstraße“ genannt

Der Hauptbahnhof  und das Sendlinger Tor sind mal wieder wegen Bauspellen gesperrt.

Rad-Allee de Luxe in Lima

Nicht nur in Paris kann man einfach ein Rad fĂŒr eine halbe Stunde kostenlos leihen, in Bordeaux, Lima, und Bogota gibt es autofreie Sonntage.  Andere StĂ€dte und LĂ€nder sind erheblich fortschrittlicher, bieten preisgĂŒnstige Radverleihe und zweispurige, vor Autos und FußgĂ€ngern sichere Rad-Alleen wie in Barcelona oder Lima an.

ein Radlertraum-Weg in Barcelona

Diese befinden sich in der Mitte der Straße, die weder von FußgĂ€ngern noch von Autos benutzt werden können. Und MĂŒnchen mit seinen aufgemalten „Radwegen“ nennt sich peinlicherweise Radlhauptstadt! Vom EuropĂ€ischen Gerichtshof wurde MĂŒnchen verpflichtet, den Feinstaub und die Abgasbelastung zu reduzieren, aber eine wirksame Reaktion blieb aus. Laut Umweltbundesamt sterben jĂ€hrlich 45000 Menschen durch die Folgen des Feinstaubs. In keiner Deutschen Großstadt stehen die Autofahrer so lange im Stau wie in MĂŒnchen. China fĂŒhrt ab 2020 eine E-Auto Quote ein, Volvo baut ab 2019 nur noch E-Autos, nur Deutschland besteht auf rĂŒckstĂ€ndige Auto-Nostalgie statt Fortschritt.

die MĂŒnchner Maximilianstraße mit aufgemaltem „Radweg“

Was ist so schön, im Stau zu stehen, Abgase einzuatmen und verzweifelt einen Parkplatz zu suchen ? Nur in Sturttgart ist die Belastung höher als in MĂŒnchen.  Der MVV muß Anreize schaffen, damit mehr Leute auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen. Da ist noch sehr viel Luft nach oben und erheblicher Verbesserungsbedarf vonnöten. Wer am Stadtrand parkt, sollte zum Beispiel gĂŒnstiger mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren dĂŒrfen. Wenn die Autos nur noch ausnahmsweise, wie E-Taxis und Lieferfahrzeuge, in die innere Stadt dĂŒrften wie in der Innenstadt von Bordeaux, gĂ€be es weder Staus noch Schadstoffbelastung.  Nicht nur Radler könnten aufatmen, es gĂ€be Platz und wĂ€re ungefĂ€hrlich, so dass mehr Menschen aufÂŽs Rad umsteigen wĂŒrden.

Statt Autos und zugeparkten Straßen werden Parks und Gartenrestaurants angelegt, Menschen flanieren und entspannen, wĂ€hrend Radfahrer auf vierspurigen, geschĂŒtzten Radwegen viel schneller als frĂŒher Autos anÂŽs Ziel kommen. Was fĂŒr eine LebensqualitĂ€t wĂ€re möglich!

Die Stadt MĂŒnchen hat nun einen Masterplan Luftreinhaltung vom Stadtrat verabschieded, der mit 1 Milliarde! Fördergeldern vom Bund gesponsert wird und Fahrverbote verhindern soll!