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Was gibt es zu tun außer Radeln & Tango-Tanzen in Buenos Aires?

Beim Anflug im Dunkeln sieht Buenos Aires von oben fast wie Los Angeles aus mit seinen geografisch anmutenden Straßenzügen. Unten angekommen kann davon keine Rede mehr sein. Gewaltige, bildschön-verzierte Kolonialbauten, von Art-Deco, Gotik oder den Griechen inspiriert, lassen mich begeistert staunen, ebenso die Seitenstraßen im Zentrum, die zweispurige! Radwege statt Autoparkplätze beeinhalten.

so sieht es am Wochenende aus…

Und schon sind wir beim lustigen Raten, wie kann ich mir eines der kostenlosen Räder Ecobici der Stadt Buenos Aires ausleihen? Die Touristeninformation meint, das gibt es im Moment nicht, Einheimische sind sich unsicher. Zwei Tage später erfahre ich von einer anderen Touristeninfo-Mitarbeiterin, das man sich direkt am Plaza de Mayo bei Ecobici registrieren lassen kann. Sicher bin ich 50 mal da vorbeigelaufen!  Es klappt und um die Ecke wartet schon ein Rad auf mich. Ein junger Argentinier hift mir und checkt die Bremsen, es kann los gehen, juchhuh!

mit ecobici Buenos Aires erkunden und den Horizont-ausfüllenden Rio de la Plata in der nahen Reserva Ecologica bewundern

Am Wochenende war die Stadt fast leer, jetzt am Montag trauen sich doch Autos, auf den Radwegen zu fahren. So einfach ist es nicht, wegen der vielen Einbahnstraßen den Weg zum Recoleta Friedhof zu finden. Hier liegen die berühmtesten, wichtigsten Menschen Argentiniens, angefangen von Evita Peron, die eine eher kleine Ruhestätte bekommen hat, Tango-Musiker Carlos Gardel und unendlich viele mehr. Manchen wurden sogar kleine Mausoläumspaläste gebaut. Herrlich, sich hier zu verlaufen!

hier ist die Frau größer als der Mann…im Recoleta Cemetary Buenos Aires

Später treffe ich mich mit Internations-Mitgliedern, die eine geführte Tour durch den Reserva Ecologica anbieten. Leider reicht mein Spanisch nicht aus, um alles zu verstehen, aber es ist angenehm, mit netten Menschen durch die grüne Lunge zu schlendern. Interessant, daß eher die Nicht-Argentinier dem Tango verfallen sind!

schön, sich auch in Buenos Aires bei Internations zu treffen!

Am nächsten Tag mache ich mich auf nach Tigre, das hat mit Tigerbeobachtungen leider gar nichts zu tun, sondern ist das drittgrößte Fluß-Delta der Welt, wo der Rio de la Plata und der Parana zusammenfließen. Ich nehme ein lokales Bootesortund lasse mich bis nach tres Bocas mitnehmen. Jede Villa hat einen Anlegesteg inklusive Boot, manche Resorts wollen schick sein, haben die Palmen gefällt, Rasen angepflanzt und als Schattenspender Minibasthütten gebaut. Toll, so wird es schön heiß!

Tigre-Resort

Ich lasse mich durch die unendlich scheinenden, schattigen Pfade treiben und treffe ein paar Argentinier und Spanier, die in Berlin leben. Bei Inez leihen wir uns Kanus. Leider bin ich auf´s nasse Kanu-Paddeln mit meinem Kleid nicht perfekt vorbereitet. Gerne wäre ich hier über Nacht geblieben, es wirkt so entspannt und viele Kanäle warten auf Entdeckung.

mit dem Kanu durch das Tigre Delta, bloß nicht verfahren!

Gerade freue ich mich, in Buenos Aires wieder mit dem Rad zu fahren, aber wie sollte es anders sein, die Ecobici werden gerade ausgetauscht und sind leider nicht immer verfügbar oder defekt. Die öffentlichen Verkehrsmittel funktionieren sehr gut, in mancher U-Bahn erspart man sich die Sauna, nur das Kühlbecken fehlt!

sogar ein Cello-Spieler gab sein Talent zum Besten!

Für Unterhaltung ist immer gesorgt. Sind die lauten Bettler und schreienden Verkäufer von Süßigkeiten, Kaugummis oder Socken gegangen, stellen sich Musiker und einmal auch ein ziemlich guter Breakdancer auf. Heute tat es mir fast leid, als die U-Bahn kam, gegenüber interpretierten ein Geiger und ein Gitarrist „Child of Mine“. Klasse!

En Verano en La Cuidad bietet jeden Tag gratis Konzerte, gestern ganz entspannt und mit angenehmer Brise vor dem Palacio de Belgrano, vorgestern im Usina del Arte im verufenen Viertel La Boca, der Heimat der Boca Juniors Fußballmannschaft, mit wundervoller Lightshow und Musik. Bevor diese spielen, sind die Busse voll und es ist schwierig, mitgenommen zu werden. Nach dem Spiel sollte man sich lieber fernhalten.

Wofür wohl diese Masken auf dem San Temo Markt verwendet werden? Für den Banküberfall zwischendurch? Oder ist das jetzt die neue Horror-Hip-Mode?

Sonntags kann ich nur wärmstens den San Telmo Markt empfehlen. Selbstgemachter Schmuck, Schallplatten als Uhren, gestrickte Kakteen, künstlerische und originelle Dinge, die in Europa kaum auf Straßenmärkten zu finden sind, werden feilgeboten.

Wozu der Flaschenhalter gebraucht wird`? Um die mitgebrachte Flasche unter der Bar zu verstecken?

Ein Straßenzug will die Stadt anders nutzen und die Künstler, die sonst dort verkaufen, protestieren dagegen. Demonstrationen gehören zum Alltag in Buenos Aires.

hier in Puerto Madero läßt es sich herrlich flanieren

Fast wie die Flaniermeile Bund in Shanghai mit Bick auf´s Hochhausviertel sieht es am Hafen Puerto Madero aus, nur ohne Segelschiff, welches hier erklommen werden darf, um die ruhige Atmosphäre zu genießen.

Nachhaltigkeits-Tipps:

Statt Plastikflaschen zu kaufen, das sicher trinkbare Leitungswasser abfüllen, den leichten Chlorgeschmack mit frisch gepresster Zitrone eleminieren, in Touristeninfos, in Supermärkten und Parks läßt sich Trinkwasser abfüllen

immer eine kleine Tasche dabeihaben, um auf unvorhergesehene Einkäufe vorbereitet zu sein, am besten eine kleine Plastiktüte für Obst und Gemüsekauf dabeihaben

es wird zwar versucht, verschiedene Mülltonnen aufzustellen, mit recyclebar und nicht recyclebar, nur woher weiß irgendjemand, was recycelt wird?

Ecobici Karte beantragen: gleich am Plaza de Mayo, Ecke Rivadaria, Eingang zwischen den Gittern, von 9-15 Uhr, Paß mitbringen und die App runterladen, um zu wissen, wo es Räder gibt und wieviele zur Verfügung stehen! In Rosario, der Geburtsstadt von Che Guevara und Lionel Messi, klappt es sehr gut mit den Ecobicis

Im Restaurant essen, statt etwas zum Mitnehmen zu bestellen, es schmeckt viel besser!

Tipps für Buenos Aires:

Leider habe ich es nicht zu einem Tangokurs mit Milonga geschafft, wegen Hitze sind anscheinend einige ausgefallen, aber Oy Milonga aufrufen, oft gibt es Kurse, bevor die Milonga beginnt!

 

el verano en La Ciudad im Internet aufrufen, da gibt es alle sommerlichen Gratis-Veranstaltungen von BA

Von Internationalen Flughafen den Tienda Leon-Bus in´s Zentrum nehmen und am besten gleich die Sammeltaxifahrt mitbuchen, der kleine Militärflughafen vom günstigen flybondi ist mit Bussen und dem Zug zu erreichen, am besten bei googlemaps nachfragen

Sicherheit: gibt es keine; wer seine Wertsachen, teure Kameras und Handys nicht zu offensichtlich herumträgt, dem werden sie eher nicht gestolen. Abends möglichst keine großenTaschen mitnehmen, lieber kleine, die am Körper getragen werden können und Einheimische fragen, welche Gegend gerade nicht empfehlenswert ist, ich bin trotzdem mit wenig Geld nach la Boca und späte abends zurück per Bus gefahren…

Café-Restaurant in Palermo

Palermo gilt als DAS Ausgehviertel von Buenos Aires, es gibt schöne Cafés, Restaurants und Clubs. Auf der Suche mittags nach einem Café musste ich einen Champagner-ähnlichen Cava probieren, da ein schickes Restaurant seine Eröffnung feierte.

Vegetarisch essen:

Durch Mapsme fand ich dann doch noch das wunderschöne bBlue Café und genoss einen leckeren Milchcafé in einer Hollywoodschaukel im Patio. Hier in der Calle Armenia 1691 gibt´s sehr schmackhafte, auch vegetarische Küche in kreativ-dekoriertem Ambiente, in der Nähe der Plaza de Mayo, Calle Alfonso Alsina, im El Toro gibt es leckere, saftige Veggiesandwiches mit Vollkornbrot und Veggieburger, eher eine Ausnahme!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf der Suche nach vegetarischem Genuß in China

Hühnergrippe ohne Ende, verendete kranke Schweine im groessten Fluß Chinas, diverse Lebensmittelskandale in aller Welt, da kann einem der Appetit auf Fleisch gruendlich vergehen. Auch der bestialische Gestank von uraltem Fett im Umkreis von 10 Metern vieler Strassenstaende Chinas trägt nicht zur Fleischeslust bei.

Leider ist in fast jeden Gericht irgendeine kleingeschnittene Fleischeinlage unbekannter Herkunft beigemischt, es sei denn, es handelt sich um genau Bezeichnungen wie Krokodil- oder Hühnerfüße.

Beim naechsten, nett aussehenden, gutbesetzten Restaurant in Shanghai fragte ich auf Chinesisch, kein Fleisch? Auf der bebilderten Karte suchte ich mir auf gut Glueck zwei Gerichte aus. Auf den Tisch kam schwabbeliges Tofu in Oel-Tomatensoße und ein ebenfalls aus Tofu bestehendes rundes Etwas, daß wie Tortellini aussah, zaeh und schleimig schmeckte, mit einer Art Kohl.

Ekeltofu, Mehrkornbrot, Nudelsuppe, Kaffee mit Fruchsalat, Teezubereitung, Sesamkräcker, Gemüsecurry, Ginsengwein Fotos by D. M. Krumm all rights reserved

Nachdem ich ein paar Bissen heruntergewuergt hatte, floh ich aus dem Lokal zu einer der zahlreichen lokalen Baeckereien. Das hervorragende Mehrkornbrot rettete mich vorm Übergeben. Butter oder Käse waren leider weit und breit nicht aufzutreiben.

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Jeden Morgen stärkte ich mich erstmal mit gutem Kaffee und frischem Pain au Chocolat, dass wie in Frankreich schmeckte, um etwaiige Verkostungen zu überstehen.

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Nudelsuppe mit Gemüse in einem vornehm aussehenden Gartenrestaurant in Hangzhou war mein nächster Versuch. Ein Riesenteller voll Suppe mit seltsam aussehenden Reisnudeln inklusive dem unvermeidlichen Wasserspinat samt winzigen Streifen Karotten können den Hunger stillen, beim Geschmack erinnerte es eher an Abwaschwasser. Darauf gönnte ich mir einen leckeren Fruchtsalat mit Kaffee.

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Handgeschuettelter Tee oder frisch plattgehauene und geschnittene Sesamkräcker für den Hunger zwischendurch halten mich auf den Beinen.

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Da Mönche gerüchteweise Vegetarier sind, gibt es in der Nähe einiger Tempel vegetarische Restaurants. Der letzte Versuch, etwas Einheimisches zu probieren. Die bebilderte Speisekarte ist auf Englisch übersetzt und verspricht, nur gute Zutaten zu verwenden. Fleisch ist bei allen Gerichten durch Tofu oder Seitan ersetzt.

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Mein würziges Gemüsecurry, verschiede Gemüsesorten mit festem Tofu, dass ein bisschen wie Hähnchenbrust schmeckt, macht glücklich, endlich! Der Laden ist gut frequentiert, alle Mahlzeiten sehen reichhaltig und lecker aus. Jetzt hätte ich gern den Ginsengwein dazu probiert, den es hier leider nicht gab.

Ekeltofu, Mehrkornbrot, Nudelsuppe, Kaffee mit Fruchsalat, Teezubereitung, Sesamkräcker, Gemüsecurry, Ginsengwein Fotos by D. M. Krumm all rights reserved Ginsengwein Fotos by D. M. Krumm all rights reserved

Vulkane auf Bali – Gili-Inselleben – Shanghai

Ganz nah an den Aufgang vom Vulkan Batur auf Bali kann man heranfahren. Wer zum Sonnenaufgang oben sein moechte, darf mit Taschenlampe nachts aufbrechen und einen Guide engagieren, wenn er es nicht mit dem Guidekartell aufnehmen will. Also stolperten wir 2 Stunden den steinigen Weg hinauf. Am Aussichtspunkt war bereits die Menge versammelt, Handy und Kamera zueckend. Spektakulaer begann sich erst ein Hauch von Helligkeit hinter den Bergen anzukuendigen. Wolken zogen heran, bevor langsam die Sonne hinter Lombok auftauchte. Es wurde geblitzt und geknipst. was die Kamera oder das Handy hergab.

Indonesien china 071Kaum war die Sonne aufgegangen und zu Tode abgeschossen, stieg die Meute herab. Wir erklommen noch den Gipfel, wo wir die gesamte Caldera ueberblicken konnten und ganz unter uns waren.

calderaVon den Motorrad- und Autostaus Balis genervt, freute ich mich schon auf Erholung beim Inselleben auf Gili-Air bei Lombok.

Blick von Gili-Air auf Lombok
Blick von Gili-Air auf Lombok

Hier machen nur die Pferdekutschen die Wege unsicher, waehrend Warane ungestoert ihren Tuempel bevoelkerten.

kutsche2WaranDie Freude beim Schnorcheln wird durch die Dynamitfischerei zerstoerten Korallen etwas getruebt, immerhin konnte ich zweimal Schildkroeten beim eleganten Schwimmen in Zeitlupe beobachten. Abends spielen und singen die Einheimischen gern mit der Gitarre, die Franzoesin Lisa und Ich gesellten uns dazu und hatten einen wunderbaren Abend beim Mitsingen.

singenDie Diskrepanz koennte nicht groesser sein, vom herrlichen Sonnenaufgang am Mount Batur ueber die Gili-Inseln, die ohne Autos und Motorraeder auskommen, in die groesste Stadt Chinas, nach Shanghai.

Auflauf beim Bund, der Promenade Shanghai´s
Auflauf beim Bund, der Promenade Shanghai´s

Mit der 300 – 400 km hyperschnellen-Magnetbahn vom Flughafen eingeschwebt, bescherte mir Shanghai den ersten sonnigen „Fruehlingstag“, fuer den Tropenreisenden abends trotzdem etwas frisch. Mit Blick auf Pudong, dem Finanzdistrikt, auf der Bund-Seite die alten historischen Gebaeude, in denen jetzt Banken ihren Sitz haben, genoss ich den Spaziergang am Huangpu Fluss mit halb Shanghai.

strasseErstaunlicherweise sind Fussgaenger in dieser zentralen Gegend in der Ueberzahl, kaum hupende Motorraeder und Autos bevoelkern die Strassen wie in Indonesien, fuer mich regelrecht erholsam!

finanzviertelBei blauem Himmel ueberquerte ich den Fluss mit der Faehre, um bei idealem Aussichtswetter einen der Wolkenkratzer anzupeilen. Der im Moment noch Heochste, der wie ein Flaschenoeffner aussieht, verlangt umgerechnet ca 18 Euro. Daher nahm ich den Aufzug des Hyatt bis zur Bar im 91sten Stockwerk, Weiter oben haette man auch nicht mehr gesehen, der Smog, von unten gar nicht sichtbar, vernebelt die Aussicht.

aussicht Fotos by D.M. Krumm all rights reserved