Archiv der Kategorie: Reisen

Bangkok und die Welt im Ausnahmezustand

Beim Anflug auf  Bangkok empfing uns extremer Feinstaub- und Abgasnebel. Davon sterben jährlich sehr viele Menschen, ist aber nicht ansteckend. Ansteckend ist die Geldgier der Konzerne auf bestimmter Politiker, die nichts gegen die Umweltverschmutzung tun. Glauben diese, es betrifft sie nicht?

Anflug nach Bangkok 20.03.20

Ein einziges Gespächsthema beherrschte die Restaurants und Guesthäuser Bangkoks: der Corona Virus und wie wir am schnellsten nach Hause kommen. So viele neue Bekanntschaften hatte ich noch nie in Bangkok gemacht. Flüge wurden stündlich annulliert, jeden Tag gab es eine andere Fluggesellschaft, die nicht mehr flog. Bevor ich auftauchen konnte, schloss meine Airline Emirates, bei der ich meinen Flug am 22. April vorverlegen wollte, rechtzeitig Ihr Büro auf unbestimmte Zeit. Andere hatten mit ihren Airlines mehr Glück und konnten gratis! umbuchen.

Bangkok und die Welt im Ausnahmezustand weiterlesen

Wegen Corona vom Traumstrand in Sumatra nach Bangkok zwangs-geflüchtet

Nach all den Schwierigkeiten vor meiner Einreise landete ich glücklich in Sumatra, Indonesiens größter Insel. Lange hatte ich gezögert, dorthin zu fahren, schließlich gab es immer wieder Naturkatastropfen wie den Tsunani 2003, Vulkanausbrüche mit wochenlangem, dunklem Himmel und 2009 ein Erdbeben bei Padang, das über 1000 Todesopfer forderte.

Ich fand die Eco-Lodge “La Rimba”, unweit von Padang im Westen Sumatras, nur mit deren privatem Boot zu erreichen und hatte Glück, gerade wollte eine Gruppe Franzosen auch dorthin.  Angekommen, meinte ich, im Paradies zu sein. Meeresrauschen, Vogegezwitscher und Grillenzirpen waren die einzigen Geräusche, davon hatte ich nicht mal geträumt! Klimaanlagen sind hier unütz, es weht immer eine frische Brise, nachts wurde es sogar angenehm kühl.

jeden Nachmittag kühlte ein Regenguss die Luft ab

Wegen Corona vom Traumstrand in Sumatra nach Bangkok zwangs-geflüchtet weiterlesen

Mein Zwangsaufenthalt in Singapur: Sauna oder Eisschrank

An der Malayischen Grenze zu Singapur, 23 Uhr: der junge Beamte schüttelte den Kopf, als er meinen Pass sah, der sei nur noch 5 Monate und 27 Tage gültig, da könne ich nicht einreisen, er muss noch mindestens 6 Monate gültig sein. Ein Riesenschreck durchfuhr mich! Ist Fortuna auf psycholgischem Kriegspfad mit mir? Ende Januar wollte ich schon nach Malaysia fliegen, was mir wegen fehlendem Rückflugticket verweigert wurde. So verspätete sich meine Weiterreise und vor lauter Ärger vergaß ich mein Pass-Ablaufdatum. Der Vorgesetzte hatte Verständnis, verpasste mir einen Einreisestempel und organisierte mir eine Mitfahrgelegenheit mit dem nächsten Bus.

Mein Zwangsaufenthalt in Singapur: Sauna oder Eisschrank weiterlesen

Urwald in Sarawak, Borneo verzweifelt gesucht!

Kuching, die Stadt der Katzen, im Südlichen Borneo, empfing mich mit brütender Hitze. Verschwitzt schlängelte ich mich zwischen den Autos durch, die mit ihren Klimaanlagen für noch mehr Wärme sorgten.

Vereinzelte Streetart-Wandmalerien und die spiralförmige Brücke über den Fluß erhaschten meine Aufmerksamkeit, auf der anderen Seite winkte der Orchideen-Garten. Hier konnte ich endlich frische Luft schnappen, eine Seltenheit auf meiner bisherigen Reise durch abgasschwangere Städte, und die farbenprächtigen Blumen genießen.

Urwald in Sarawak, Borneo verzweifelt gesucht! weiterlesen

Flügellos von Bangkok nach Georgetown, Ipoh und Kuala Lumpur, Malaysia

Bangkok am 26. Januar 2020: Malaysian Airlines war so freundlich, mich für den Flug nach Kuching, Malaysia abzuweisen, da ich kein Ausreiseticket aus Malaysia hatte. Mein Ticket von Bangkok nach München Ende April reichte angeblich nicht. So versuchte ich verzweifelt, online ein Ausreiseticket zu buchen. Leider schloss der Airline-Schalter rechtzeitig, bevor ich fertig war. Ein Malaysian Airline Schalter existierte am Bangkoker Flughafen nicht.

Um diesen Schrecken auf Thailands Inseln zu verdauen, nahm ich einen Nachtbus nach Pucket. 14 Stunden später, inklusive gefühlten Stopps alle 10 Minuten, wollte ich nur noch auf die Fähre nach Koh Raja Noi in den vorgebuchten Best Bungalow. Er war der Beste, nicht unbemerkt von anderen. Wie der Rest der Insel auch, war er für die nächsten Nächte ausgebucht.

der schöne Strand 5 Minuten vom Best Bungalow

Flügellos von Bangkok nach Georgetown, Ipoh und Kuala Lumpur, Malaysia weiterlesen

Paradiesisch bemalt: Valparaiso und die Radl- & Hauptstadt Santiago de Chile

Durch trockene Felslandschaften, entlang einer überwucherten Bahnlinie, fuhr unser Bus von Uspallata in Argentinien nach Santiago de Chile.

Nicht von übertriebener Schöhnheit  verwöhnt, bietet Santiago neben der Straßenkunst tolle Museen, Ausstellungen und zu meiner Freude zweispurige Radwege, die die gesamte Stadt durchziehen. Da kann sich das peinlich “Radlhauptstadt” nennende München einige Scheiben abschneiden!

Paradiesisch bemalt: Valparaiso und die Radl- & Hauptstadt Santiago de Chile weiterlesen

Abenteuer in´s Mongolische Nirgendwo vom Sofa aus erleben

Du hast Angst, 400 Kilometer durch die Mongolische Wüste zu wandern? Du möchtest testen, ob deine junge Beziehung langfristig halten wird? Dann eventuell doch das obige Abenteuer probieren?

Das muss nicht unbedingt sein, aber sich gegenseitig darin vorlesen, wäre ein Anfang. Autorin Franziska Bär und ihr Freund Felix, gingen das Risiko ein, als ihre Beziehung noch jung war. Fesselnd erzählt sie über die Hürden, die sie gemeinsam überwanden, die Schönheit der Einsamkeit und der Mongolischen Landschaft in ihrem Buch: “Ins Nirgendwo, bitte!

Abenteuer in´s Mongolische Nirgendwo vom Sofa aus erleben weiterlesen

Von der Wein-Metropole Mendoza nach Uspallata im Gebirgstal

Nachdem ich Malbec auf Deutschen Weinfestivals probieren durfte, stellte ich mir Mendoza in Argentinien romantisch inmitten von Weinbergen vor.  So stand für mich fest, das wollte ich vor Ort kennenlernen!

Ursprünglich eine Wüstenstadt, wird die Umgebung mit Schmelzwasser aus den Bergen gewässert, um hervorragenden Wein anbauen zu können. Pulsierend, mit entsprechendem Autoverkehr und weit entfernten Bergen, entsprach es natürlich nicht meiner romantischen Vorstellung. Immerhin sind die Straßen von schattenspendenden Bäumen gesäumt.

die Qual der Wahl bei der Weinprobe in Mendoza

An der sehr gut informierten Touristeninformation wurde ich sogleich auf einen Weinrundgang geschickt. Zwei Bodegas luden uns zum Verkosten ein. Die süffigen Rotweine, mit kreativen Etiketten versehen, waren ausschließlich leckere Malbecs, der Probier-Sekt befand sich in einer verdächtig bunten Flasche. Ich ahnte nichts Trockenes und ja, es handelte sich um süßen Sekt, sehr beliebt bei den Süßigkeiten-verliebten Argentiniern.

Von der Wein-Metropole Mendoza nach Uspallata im Gebirgstal weiterlesen

Die gebirgige Schönheit von Tafi del Valle und Fiambala erleben

von Tafi del Valle nach Fiambala im Nordwesten  Argentiniens

Von Tafi del Valle, von Weinreben und Bergen umgeben, hatte ich viel Gutes gelesen, warum nicht einen kleinen Schlenker dorthin machen, dachte ich. Es liegt in einem Tal, so wollte ich mir natürlich ein Rad leihen. In meinem Guesthaus standen Mountainräder im Innenhof, aber die würden ausschließlich für geführte Exkusionen benutzt, hieß es. Geschäftstüchtigkeit ist nicht die Stärke der Argentinier, besonders nicht, wenn die Siesta naht. Weder vor, noch nach der Siesta war der einzige, andere Fahrradverleih offen. So lief ich einfach zu Fuß los, um zum 10 Kilometer weitem Angostura-See zu gelangen. Es war heiß und staubig, so trampte ich bis zu den berühmten Hinkelsteinen, dem Park der Menhire, mit Gesichtern und Symbolen versehen. Leider sind sie im Freien vor Korosion ungeschützt.

Die gebirgige Schönheit von Tafi del Valle und Fiambala erleben weiterlesen

Wein, Männer-Gesang und atemberaubende Fels-Formationen in Bolivien und Argentinien

Was ist schöner, die Weinregionen Tarifa in Bolivien oder Cafayate in Argentinien? Eins zu null für Argentinien!

Tarija, auf 2000 Metern Höhe gelegen, empfang mich mit dunklen Wolken. Da die Weinverkostungen per Rad nur im dicken Straßenverkehr zu erreichen waren, entschloß ich mich, an einer geführten Tour teilzunehmen. Die Gruppe war auch vor jeglicher Verkostung ganz lustig, kaum am ersten Weingut angekommen, begann es zu regnen. Zuerst probierten wir von einer Art mildem Brand, genannt Singani, gottseidank ich zuerst pur, die anderen durften sich den Geschmack mit süßer, warmer Limo komplett verderben lassen.

der Malbec macht Laune!

Beim Weingut Los Parrales sahen wir bei der Weinpressung zu und probierten vom leckeren Weißwein, Cabernet Sauvignon und süffigem Malbec. Beim Biowein eines anderen Weinguts wurden uns leider nur seltsam anmutende Tropfen angeboten.

Wein, Männer-Gesang und atemberaubende Fels-Formationen in Bolivien und Argentinien weiterlesen