Archiv der Kategorie: Reisen

Was gibt es zu tun au├čer Radeln & Tango-Tanzen in Buenos Aires?

Beim Anflug im Dunkeln sieht Buenos Aires von oben fast wie Los Angeles aus mit seinen geografisch anmutenden Stra├čenz├╝gen. Unten angekommen kann davon keine Rede mehr sein. Gewaltige, bildsch├Ân-verzierte Kolonialbauten, von Art-Deco, Gotik oder den Griechen inspiriert, lassen mich begeistert staunen, ebenso die Seitenstra├čen im Zentrum, die zweispurige! Radwege statt Autoparkpl├Ątze beeinhalten.

so sieht es am Wochenende aus…

Und schon sind wir beim lustigen Raten, wie kann ich mir eines der kostenlosen R├Ąder Ecobici der Stadt Buenos Aires ausleihen? Die Touristeninformation meint, das gibt es im Moment nicht, Einheimische sind sich unsicher. Zwei Tage sp├Ąter erfahre ich von einer anderen Touristeninfo-Mitarbeiterin, das man sich direkt am Plaza de Mayo bei Ecobici registrieren lassen kann. Sicher bin ich 50 mal da vorbeigelaufen!┬á Es klappt und um die Ecke wartet schon ein Rad auf mich. Ein junger Argentinier hift mir und checkt die Bremsen, es kann los gehen, juchhuh!

mit ecobici Buenos Aires erkunden und den Horizont-ausf├╝llenden Rio de la Plata in der nahen Reserva Ecologica bewundern

Am Wochenende war die Stadt fast leer, jetzt am Montag trauen sich doch Autos, auf den Radwegen zu fahren. So einfach ist es nicht, wegen der vielen Einbahnstra├čen den Weg zum Recoleta Friedhof zu finden. Hier liegen die ber├╝hmtesten, wichtigsten Menschen Argentiniens, angefangen von Evita Peron, die eine eher kleine Ruhest├Ątte bekommen hat, Tango-Musiker Carlos Gardel und unendlich viele mehr. Manchen wurden sogar kleine Mausol├Ąumspal├Ąste gebaut. Herrlich, sich hier zu verlaufen!

hier ist die Frau gr├Â├čer als der Mann…im Recoleta Cemetary Buenos Aires

Sp├Ąter treffe ich mich mit Internations-Mitgliedern, die eine gef├╝hrte Tour durch den Reserva Ecologica anbieten. Leider reicht mein Spanisch nicht aus, um alles zu verstehen, aber es ist angenehm, mit netten Menschen durch die gr├╝ne Lunge zu schlendern. Interessant, da├č eher die Nicht-Argentinier dem Tango verfallen sind!

sch├Ân, sich auch in Buenos Aires bei Internations zu treffen!

Am n├Ąchsten Tag mache ich mich auf nach Tigre, das hat mit Tigerbeobachtungen leider gar nichts zu tun, sondern ist das drittgr├Â├čte Flu├č-Delta der Welt, wo der Rio de la Plata und der Parana zusammenflie├čen. Ich nehme ein lokales Bootesortund lasse mich bis nach tres Bocas mitnehmen. Jede Villa hat einen Anlegesteg inklusive Boot, manche Resorts wollen schick sein, haben die Palmen gef├Ąllt, Rasen angepflanzt und als Schattenspender Minibasth├╝tten gebaut. Toll, so wird es sch├Ân hei├č!

Tigre-Resort

Ich lasse mich durch die unendlich scheinenden, schattigen Pfade treiben und treffe ein paar Argentinier und Spanier, die in Berlin leben. Bei Inez leihen wir uns Kanus. Leider bin ich auf┬┤s nasse Kanu-Paddeln mit meinem Kleid nicht perfekt vorbereitet. Gerne w├Ąre ich hier ├╝ber Nacht geblieben, es wirkt so entspannt und viele Kan├Ąle warten auf Entdeckung.

mit dem Kanu durch das Tigre Delta, blo├č nicht verfahren!

Gerade freue ich mich, in Buenos Aires wieder mit dem Rad zu fahren, aber wie sollte es anders sein, die Ecobici werden gerade ausgetauscht und sind leider nicht immer verf├╝gbar oder defekt. Die ├Âffentlichen Verkehrsmittel funktionieren sehr gut, in mancher U-Bahn erspart man sich die Sauna, nur das K├╝hlbecken fehlt!

sogar ein Cello-Spieler gab sein Talent zum Besten!

F├╝r Unterhaltung ist immer gesorgt. Sind die lauten Bettler und schreienden Verk├Ąufer von S├╝├čigkeiten, Kaugummis oder Socken gegangen, stellen sich Musiker und einmal auch ein ziemlich guter Breakdancer auf. Heute tat es mir fast leid, als die U-Bahn kam, gegen├╝ber interpretierten ein Geiger und ein Gitarrist „Child of Mine“. Klasse!

En Verano en La Cuidad bietet jeden Tag gratis Konzerte, gestern ganz entspannt und mit angenehmer Brise vor dem Palacio de Belgrano, vorgestern im Usina del Arte im verufenen Viertel La Boca, der Heimat der Boca Juniors Fu├čballmannschaft, mit wundervoller Lightshow und Musik. Bevor diese spielen, sind die Busse voll und es ist schwierig, mitgenommen zu werden. Nach dem Spiel sollte man sich lieber fernhalten.

Wof├╝r wohl diese Masken auf dem San Temo Markt verwendet werden? F├╝r den Bank├╝berfall zwischendurch? Oder ist das jetzt die neue Horror-Hip-Mode?

Sonntags kann ich nur w├Ąrmstens den San Telmo Markt empfehlen. Selbstgemachter Schmuck, Schallplatten als Uhren, gestrickte Kakteen, k├╝nstlerische und originelle Dinge, die in Europa kaum auf Stra├čenm├Ąrkten zu finden sind, werden feilgeboten.

Wozu das gebraucht wird`? Um die mitgebrachte Flasche unter der Bar zu verstecken?

Ein Stra├čenzug will die Stadt anders nutzen und die K├╝nstler, die sonst dort verkaufen, protestieren dagegen. Demonstrationen geh├Âren zum Alltag in Buenos Aires.

hier in Puerto madero l├Ą├čt es sich herrlich flanieren

Fast wie die Flaniermeile Bund in Shanghai mit Bick auf┬┤s Hochhausviertel sieht es am Hafen Puerto Madero aus, nur ohne Segelschiff, welches hier erklimmen darf, um die ruhige Atmosph├Ąre zu genie├čen.

Nachhaltigkeits-Tipps:

Statt Plastikflaschen zu kaufen, Leitungswasser abf├╝llen, den leichten Chlorgeschmack mit frisch gepresster Zitrone eleminieren, in Touristeninfos, in Superm├Ąrkten und Parks l├Ą├čt sich Trinkwasser abf├╝llen

immer eine kleine Tasche dabeihaben, um auf unvorhergesehene Eink├Ąufe vorbereitet zu sein, am besten eine kleine Plastikt├╝te f├╝r Obst und Gem├╝sekauf dabeihaben

es wird zwar versucht, verschiedene M├╝lltonnen aufzustellen, mit recyclebar und nicht recyclebar, nur woher wei├č irgendjemand, was recycelt wird?

Ecobici Karte beantragen: gleich am Plaza de Mayo, Ecke Rivadaria, Eingang zwischen den Gittern, von 9-15 Uhr, Pa├č mitbringen und die App runterladen, um zu wissen, wo es R├Ąder gibt und wieviele zur Verf├╝gung stehen!

Im Restaurant essen, statt etwas zum Mitnehmen zu bestellen, es schmeckt viel besser!

Tipps f├╝r Buenos Aires:

Leider habe ich es nicht zu einem Tangokurs mit Milonga geschafft, wegen Hitze sind anscheinend einige ausgefallen, aber Oy Millonga aufrufen, oft gibt es Kurse, bevor die Milonga beginnt!

 

el verano en La Ciudad im Internet aufrufen, da gibt es alle sommerlichen Gratis-Veranstaltungen von BA

Von Internationalen Flughafen den Tienda Leon-Bus in┬┤s Zentrum nehmen und am besten gleich die Sammeltaxifahrt mitbuchen, der kleine Milit├Ąrflughafen von flybondi ist mit Bussen und dem Zug zu erreichen, am besten bei googlemaps nachfragen

Sicherheit: gibt es keine; wer seine Wertsachen, teure Kameras und Handys nicht zu offensichtlich herumtr├Ągt, dem werden sie eher nicht gestolen. Abends m├Âglichst keine gro├čenTaschen mitnehmen, lieber kleine, die am K├Ârper getragen werden k├Ânnen und Einheimische fragen, welche Gegend gerade nicht empfehlenswert ist, ich bin trotzdem mit wenig Geld nach la Boca und zur├╝ck per Bus gefahren…

Caf├ę-Restaurant in Palermo

Palermo gilt als DAS Ausgehviertel von Buenos Aires, es gibt sch├Âne Caf├ęs, Restaurants und Clubs. Auf der Suche mittags nach einem Caf├ę musste ich einen Champagner-├Ąhnlichen Cava probieren, da ein schickes Restaurant seine Er├Âffnung feierte. Durch Mapsme fand ich dann doch noch das wundersch├Âne bBlue und genoss einen leckeren Milchcaf├ę in einer Hollywoodschaukel im Patio. Hier in der Calle Armenia 1691 gibt┬┤s sehr schmackhafte, gesunde K├╝che in kreativ-dekoriertem Ambiente!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Welche Insel ist die Sch├Ânste in der Thail├Ąndischen Andamanen-See?

Koh Mook, Koh Kradan, Koh Rok, Koh Lipe, Koh Adang, Koh Lanta oder Koh Jum?

Gibt es ├╝berhaupt das Paradies? Schon bei Adam und Eva war es nicht ganz perfekt. F├╝r mich findet das Paradies im Kopf statt, wenn ich f├╝hle, es passt, ich bin angekommen, f├╝hle mich unendlich wohl an einem Ort. Absolut paradiesisch waren f├╝r mich der Aufenthalt im Viceroy auf Bali, allein die Massagen mit Bl├╝tenbad waren traumhaft, ebenso das Tongsai Bay Resort mit eigenem Biogarten und Kino am Strand, weit, aber nicht zu weit weg vom Touristentrubel auf Koh Samui. Bei einer Insel m├Âchte ich einen sch├Ânen Strand zum Schwimmern, m├Âglichst auch zum Schnorcheln. Um nicht in der Sonne zu Braten, brauche ich Schatten und einen sch├Ânen Bungalow mit Moskitonetz, H├Ąngematte und Fenstern, die ich nachts offen lassen kann, ein f├╝r Einheimische unverst├Ąndlicher Wunsch.

Auf der Suche nach den verlorenen Paradies-Inseln landete ich mit dem Zug in Trang im S├╝den Thailands. Da der Sleeper ausgebucht war, probierte ich einen Sitzplatz mit Ventilator, eine nicht empfehlenswerte Entscheidung! Von Trang┬┤s Bahnhof konnte ich einfach einen Transfer nach Koh Mook buchen. Angekommen, traf ich diesmal die richtige Entscheidung, das Mook-Garden-Beach-Resort war genau richtig. Es gibt Bungalows f├╝r jeden Geldbeutel, ├╝berall im Garten laden H├Ąngematten zum Relaxen ein, der kleine Pool hat k├╝hles! Wasser, es ist ruhig, nicht mal Motorradl├Ąrm nervt, von ├╝berall hat man freie Sicht auf die Bucht und das Restaurant lockt mit leckerem Essen.

Koh Mook┬┤s Steilk├╝ste

Von hier l├Ą├čt sich auch der Dschungel auf verschlungenen Pfaden erkunden, Chefin Dada gibt jede Menge Tips. Baden geht nur bei Flut bei nicht besonders klarem Wasser, weit drau├čen kann man manchmal schnorcheln.

Koh Kradan

So buchte ich einen Schnorchel-Ausflug nach Koh Kradan und Umgebung. Die schlechte Sicht unter Wasser erinnerte mich an Zeiten vor meiner Laser-Op, alles, was weiter als einen Meter weg war,┬á war verschwommen. Koh Kradan hat einen wundersch├Ânen Sandstrand mit viel Schatten, wenig Bootsverkehr und au├čer einigen Resorts mit Restaurants ist die Insel fast unbewohnt, zum Erholen und Schwimmen ideal. Am n├Ąchsten Tag auf Koh Rok, nur von Rangern bewohnt und gelegentlich zum Zelten freigeben, war das Wasser klar und wir konnten endlch nach Herzenslust Schnorcheln.

endlich Schnorchelsicht bei Koh Rok

Von Koh Lipe hatte ich bereits viel Gutes gelesen, warum nicht ausprobieren, dachte ich mir. Menschenmassen sch├Ąlten sich aus den zahlreichen Booten, beziehungsweise enterten diese. Am Pattayastrand wurde ein- und entladen, am Sunrise-Strand auf der anderen Seite s├Ąumten wartende Longtailboote den Strand, so da├č man sich kaum traute, zu Baden. Die Str├Ąnde waren mit betonierten Wegen, ges├Ąumt mit den ├╝blichen verd├Ąchtigen Restaurants, Massagesalons, Travelagencys ect., zu Fu├č erreichbar, trotzdem voller Motorradfahrer.

da fliehen sogar die M├Âwen am Sunrise Beach, Koh Lipe

Obwohl man theoretisch sogar hier Schnorcheln k├Ânnte, buchen die Touristen lieber die angebotenen Schnorcheltouren auf anderen Inseln. Nichts wie weg war mein erster Gedanke und ich nahm am n├Ąchsten Tag ein Longtailboot auf die gegen├╝berliegende Insel Koh Adang.

Koh Lipe von Koh Adang aus gesehen

Koh Adang ist das Gegenteil von Koh Lipe. Man kann in den angebotenen Zelten, im eigenem Zelt oder sch├Ânen Bungalows ├╝bernachten. Keinerlei Bebauung st├Ârt die Natur, zum Essen gibt es ein Restaurant. Endlich konnte ich in den sch├Ânen Buchten Schwimmen und Schnorcheln, herrlich enspannend! Am Ende der Bucht am Kliff ging ich den Pfad zum Viewpoint hinauf. Ich war froh, meine Trekkingsandalen dabei zu haben, denn er ist ganz sch├Âne steil und steinig. Von oben sah Koh Lipe wieder ganz unschuldig traumhaft aus! Leider waren die Bungalows nach zwei Tagen ausgebucht, daher konnte ich den Dschungelweg zum Wasserfall oder die anderen Buchten nicht erkunden, vielleicht ein anderes Mal.

ein Strand auf Koh Adang

Die Bootsfahrt nach Koh Lanta mit dem Schnellboot dauerte circa f├╝nf Stunden und ich war froh, ein Buch dabei zu haben, schlafen konnte ich wie einige andere wegen der ruppigen Wellen nicht. Am Pier von Ban Saladan scharten sich sofort Schlepper und Taxi-Fahrer um die ankommenden Touristen, ich setzte mich erstmal in ein kreativ-dekoriertes Caf├ę

das „Not a Toy“ Caf├ę in Ban Saladan

und fand bald ein sch├Ânes Zimmer in der N├Ąhe. Am n├Ąchsten Morgen lie├č ich mich mit dem Tuk-Tuk, das g├╝nstigste Verkehrsmittel, wenn man kein eigenes hat, zum Long Beach fahren und siehe da, ich fand meinen Fast-Traumbungalow! Es gibt keine Bungalows mit Meerblick, die sind f├╝r die Restaurants reserviert. Daf├╝r sind es nur ein paar Schritte zum Meer, in dem ich wunderbar┬á Schwimmen konnte!

auch abends beleuchtet, der Long Beach auf Koh Lanta

Ich lieh mir ein Rad, um die Insel zu erkunden. So entdeckte ich den Relax-Beach, wanderte ein St├╝ckchen weiter s├╝dlich, wo eine Bucht ganz f├╝r mich allein wartete.┬á Weiter Richtung S├╝den hinter dem Klong Nin Beach, der direkt an der lauten Stra├če liegt, wurde es h├╝gellig, mit meinem Citybike kam ich ganz sch├Ân in┬┤s Schwitzen. Daf├╝r wurde ich mit einer sch├Ânen, unbebauten Bucht mit wenigen Besuchern hinter dem Diamond Cliff belohnt.

Diamond Cliff, Koh Lanta

Durch Zufall erfuhr ich von der nahen Insel Koh Jum und buchte die F├Ąhre nach Krabi, die dort stoppte, damit ich mit dem Longtailboot zu meinem Resort gelangen konnte. Absolut traumhaft ist es hier! Sch├Âne Str├Ąnde, ein paar Resorts und das Sch├Ânste, hier existiert lokales Leben, es gibt 3 D├Ârfer mit freundlichen muslimischen Einwohnern. Es geht total entspannt und herzlich zu. Mein geliehenes Rad abschlie├čen? Braucht es nicht, hier kennt jeder jeden. Eine Insel zum wiederkommen!

noch unverdorben, ein Strand von Koh Jum

Umwelt-Tipps:

Sch├Ânheit allein reicht nat├╝rlich nicht, jeder muss etwas daf├╝r tun! Zum Beispiel seinen Plastik-Konsum reduzieren, indem er oder sie immer seine Wasserflasche auff├╝llt, statt neu kauft, geht auf Koh Lanta und Koh Jum mit der Trashhero-Flasche gratis oder mit einer anderen Flasche f├╝r 5!Baht; auf dem Festland stehen ├╝berall die gro├čen wei├čen Osmosefilter herum, wo jeder seine Wasserflaschen f├╝r 1! Baht pro Liter f├╝llen kann! Sich weigern, Smoothies aus Plastikbechern zu trinken, eine uns├Ągliche Mode nicht nur in Thailand,┬á sondern seinen eigenen Becher mitbringen, in Restaurants essen, die kein Plastikgeschirr verwenden

 

Tipps f├╝r die Inseln:

Ko Mook: Im Mook Garden Resort weht immer eine Brise und es ist nicht so hei├č wie im Dorf, das nur 10 Minuten zu Fu├č entfernt ist, die „Smaragd“ H├Âhle, ein von Felsen eingeschlossener „Hong“, ein Ministrand, vor 9 Uhr morgens oder nach 4 Uhr nachmittags besuchen, sonst darf man an Riesenschlangen von paddelnden Asiaten im G├Ąnsemarsch vorbeischwimmen.

Ko Kradan: toll zum Erholen und Schwimmen ohne Abgase

Ko Rok: ideal zum Schnorcheln, vorher im Nationalpark erkundigen, ob man in Zelten ├╝bernachten kann

Ko Lipe: wer auf viel Trubel, eine betonierte Insel und Ausfl├╝ge mit Longtailbooten, ohne am Strand Schwimmen zu k├Ânnen, steht, ist hier an der richtige Adresse

Ko Lanta: hat Str├Ąnde f├╝r jeden Geschmack, mit vielen Restaurants oder fast einsam, mit Partyszene oder ruhig, aber immer entspannt.┬á Der Klong Nin Beach ist nur etwas f├╝r Abgasjunkies. Der Long Beach, wo ich mich in den ruhigen, sch├Ânen Blue Sky Bungalows mit Moskitoscreen und -netz inklusive H├Ąngematte auf der Veranda und nur ein paar Metern zum Strand einquartierte, liegt zentral mit Restaurants und Minimarts in der N├Ąhe, mit dem Rad kommt man vom Norden bis vor dem Diamond Cliff im S├╝den gut voran, weiter s├╝dlich wird es h├╝gellig, allerdings sollte man sich vor rasenden Motorradfahrern in Acht nehmen! Toll, unabh├Ąngig einkaufen zu k├Ânnen, es gibt lokale M├Ąrkte mit Fr├╝chten und Gem├╝se, fast alles, was das Gourmet-Herz begehrt!

Ban Saladan, Koh Lanta

wer zu m├╝de ist, sich seinen Bungalow samt Strand zu suchen, sollte erstmal zur Entspannung im Lanta Chaolay, ein paar Schritte vom Pier, absteigen, sch├Âne Zimmer, perfekt zum Entspannen, nebenan lockt das „Not a Toy“ Caf├ę mit Fr├╝hst├╝ck

Koh Jum

die sch├Ânen Loma Sea View Bungalows liegen am Strand, wo man auch gut Schwimmen kann, um zum Dorf mit Shops, lokalen Restaurants und kleinen Frucht- und Gem├╝sem├Ąrkten zu kommen, mu├č man einige steile Treppen ├╝berwinden, dort kann man sich auch ein Rad leihen, f├╝r gro├če Europ├Ąer leider etwas niedrig gebaut um die Insel schwei├čtreibend erkunden…

 

 

Vom Feuer-Dunst in Chiang Dao┬┤s Bergen zum Temple & Radl-Paradies Chiang Rai im Norden Thailands

In Nordthailand gibt es jede Menge Berge und Nationalparks, da hatte ich mir Bergwandern eingebildet. Angekommen, erfuhr ich, da├č im M├Ąrz und April nicht nur die Temperaturen besonders nach oben steigen, sondern die Bergsicht fast auf Null sinkt. Ob das auch der Fall w├Ąre, wenn die Felder nicht immer noch verbotenerweise abgebrannt w├╝rden?

Ich nahm trotz allem hoffnungsfroh den Bus von Chiang Mai nach Chiang Dao,┬á inmitten von Bergen. Ich quartierte mich nicht im Ort, sondern in den netten Chiang Dao Huts ein, die zwischen dem H├Âhlen- und dem auf dem Berg liegenden Wat Tham Pla Plong liegt. Nat├╝rlich lieh ich mir ein Fahrrad, um die Gegend zu erkunden.

Die ringsumliegenden Berge lagen im Dunst und der Mount Chiang Dao, den man in zwei Tagen besteigen kann, mu├čte ausfallen, so schaute ich mir den tollen H├Âhlentempel an.

Rechts vom Tempel geht eine Treppe zu einem Pfad zu einer anderen H├Âhle laut Maps me. Es war entspannend, endlich mal im schattigen Wald spazieren zu gehen. Nach einer Weile war der Weg derartig von B├Ąumen versperrt, dass ich umkehren musste.

Macht nichts, ich radelte zu den etwa f├╝nf schwei├čtreibende Kilometer entfernten hei├čen Quellen. Schweigebadet, lie├č ich mich erst in voller Montur in den kalten Fluss fallen, dann in den runden Pool der hei├čen Quellen, herrlich!

Ich traf einen Deutschen, der in dem Bergtempel mit den M├Ânchen zusammen meditiert, fegt und lebt. So verbrachten wir den Rest des Nachmittags abwechselnd mit abk├╝hlen, aufw├Ąrmen und erz├Ąhlen. Neben den Chiang Dao Huts liegt die Cave Woman Bar, die einzige weit und breit, mit guter Musik und ich traf jeden Abend nette Leute. Am letzten Tag radelte ich zum Eingang vom Tempel Tham Pla Plong und erklomm die 500 Stufen. Alle paar Stufen sind wundervolle, buddhistische Weisheiten zu lesen, so merkte ich die viele Stufen kaum.

Chiang Rai ganz im Norden war mein n├Ąchstes Ziel. In der Staatlichen Touisteninformation nahm ich Stadtpl├Ąne und eine Karte mit Radtouren mit. Zum White Temple Wat rong khun waren es 20 Kilometer, eigentlich nicht weit, aber bei der Hitze mu├čte ich schattige Nebenstra├čen finden und so immer wieder absteigen, um in maps me nachzuschauen, wo ich weiterfahren musste. Der Temple, gebaut von Chalermchai Kositpipat seit 1996, im Jahre 2070 ist die Fertigstellung geplant;┬á lohnt jede Anstrengung! Er ist ausschlie├člich von Spenden finanziert, die nicht h├Âher als 250 ÔéČ sein d├╝rfen, um unabh├Ąngig zu bleiben. Da k├Ânnten sich Parteien mal eine Scheibe abschneiden!

Um hinein zu kommen, muss man erst an der „H├Âlle“ mit seinen verzweifelt ausgestreckten Armen und Totenk├Âpfen vorbei, bevor man den beeindruckenden wei├čen Tempel betreten kann. Ich musste bei dem Anblick an die vielen F├╝chtlinge und die Armen dieser Welt denken.

Im Tempel tummeln sich Engel, Teufel und jede Menge Ber├╝hmtheiten wie Batmann, Spiderman, Keanu Reeves im Matrix-Kost├╝m, Michael Jackson und Elvis. Hier lie├č ich mir Zeit zum Reflektieren und Nachdenken!

Die 53 Kilometer lange Radtour am Fluss entlang auf Stra├čen mit wenig Verkehr und viel Schatten kann ich nur w├Ąrmstens empfehlen. Rechts und links sind sie von Reisfeldern und┬á Ananasplantagen ges├Ąumt. Nat├╝rlich war ich die einzige Radfahrerin. Da es etwas h├╝gelig war, freute ich mich, ein gutes Mountainbike geliehen zu haben. Bei Ban Ruammit wird immer noch Elefantenreiten angeboten, obwohl bekannt ist, da├č es sch├Ądlich f├╝r ihren R├╝cken ist. Die armen Dickh├Ąuter standen angekettet in einem Gehege, schade, da├č sie sich das gefallen lassen! Das hielt einen Elefanten nicht davon ab, zumindest mit den R├╝ssel seine Angebete zu knutschen.

Beim Radeln Richtung Norden kam ich auch an einem „Hilltribe-Dorf“ vorbei.

auf dem Weg zum Hilltribe-Dorf…ein sehr selten anzutreffender Radweg nicht nur in Thailand

Eine Tour w├╝rde ich nicht buchen, aber da ich schon mal da war, zahlte ich Eintritt, um mir das ganze anzuschauen. Das „Dorf“ der Akha, Yao, Lahu, Kyor und Karen war sehr klein, eigentlich zu klein, um dort 5 Hilltribe-D├Ârfer unterzubringen.┬á Als die Chinesische Gruppe zu Ende fotografiert hatte, sprach ich ein M├Ądchen an, die Thanaka-Paste in ihrem Gesicht hatte. Das ist sehr popul├Ąr in Myanmar, die Karen kommen auch von dort.

Mit meiner ├ťbersetzer-App konnte ich mich gl├╝cklicherweise ein bi├čchen unterhalten und erfuhr, da├č alle Frauen aus diesem Dorf die Halsringe von klein auf tragen, mit dem Alter werden immer mehr Ringe hinzugef├╝gt.┬á Dadurch werden die Schulter hinuntergedr├╝ckt, was den Hals l├Ąnger erscheinen l├Ą├čt.┬á W├Ąhrend sie im Dorf zum Teil selbst-gewebte Schals, Taschen und andere Souvenirs verkaufen und f├╝r die Touristen posieren, arbeiten die M├Ąnner au├čerhalb. Viel mehr konnte ich leider nicht erfahren.

Da Blau meine Lieblingsfarbe ist, durfte ein Besuch des Blauen Tempels nicht fehlen. Und er lohnte sich absolut!

Tips f├╝r Chiang Dao:

nicht im Ort wohnen, er ist staubig und der Verkehr nicht angenehm, besser in den Chiang Daos Huts mit liebevoll dekoriertem Garten einquartieren, die Zimmer sind sogar noch sch├Âner als die Bungalows,; die Wanderwege und Tempel sind in der N├Ąhe

 

Tips f├╝r Chiang Rai:

Ben┬┤s Guesthouse kann ich sehr empfehlen, ruhige Lage, gute Zimmer und Pool, leider wie meistens ohne Schatten

Chat┬┤s Guesthouse liegt sehr zentral, aber das Restaurant fand ich ├╝berteuert, an einem Abend wanderte eine Schnecke im Bad, am anderen eine junge Ratte, warscheinlich durch den Abfluss…

Grace Caf├ę und Bakery beimOverbrook- Hospital hat den besten und g├╝nstigsten Kaffee und fantastische Schokodesserts…, bis 15 Uhr bietet das Vegetarische Restaurant an der Rattanakeat Rd. leckere, nicht ├╝berteuerte Thai-Gerichte an, abends ist der Nightmarket empfehlenswert mit Live-Performances und riesiger Auswahl an Thai-Gerichten, die beste Massage gibt┬┤s gegen├╝ber bei Mueng Lanna Massage, nicht teurer, aber besser als die anderen; praktisch w├Ąre die M├Âglichkeit, das Handy am Lenker zu befestigen, um nicht absteigen zu m├╝ssen, um maps me anzuschauen

 

 

Nachhaltigkeit Thai-Style mit Leidenschaft & Gourmet-Gen├╝ssen im Khum Lanna Eco-Resort, Thailand

Phrao liegt nur knapp ein bis zwei Stunden n├Ârdlich vom abgasschwangeren Chiang Mai, die ideale Oase ist das Khum Lanna EcoResort. Vor fast zwanzig Jahren fingen die Besitzer Rachet Wapeetha und seine Frau Yaowanith Boonchoosilp an, ein Holzh├Ąuschen mit vierZimmern zu vermieten, jetzt befindet sich unter dem Geb├Ąude die Rice for Life Ausstellung, die Rachet gerne erkl├Ąrt. Nicht nur 12 gem├╝tliche Zimmer sind es mehr geworden, sie haben auch einen beneidenswerten, wild aussehenden Bio-Gem├╝se- und Obstgarten angelegt, in dem zu jeder Saison frische Fr├╝chte, Kr├Ąuter und Gem├╝se die K├╝che erfreuen.

Das Tollste sind die f├╝r die Thail├Ąndische K├╝che notwendigen Kr├Ąuter wie zum Beispiel Zitronengras und Bergamottbl├Ątter, die bei Europ├Ąischen Temperaturen gar nicht sprie├čen.

Frau Yaowanith erkl├Ąrt uns die Zutaten f├╝r die Thail├Ąndischen Gerichte

Da passte es nat├╝rlich hervorragend, da├č Frau Yaowanith Thail├Ąndische Kochkurse anbietet. Wie es sich als exzellente K├Âchin geh├Ârt, sprach sie sehr zur Freude des Franz├Âsischen P├Ąrchens im Kochkurs, flie├čend Franz├Âsisch. Die K├╝che ist professionell mit allem ausger├╝stet, was das Kochherz begehrt und erkl├Ąrt in Bildern, aber auch auf Englisch, Franz├Âsisch und sogar Deutsch die Kr├Ąuter und Gem├╝searten.

bei der Zubereitung des Currys…

So lernten wir die Zubereitung von Fr├╝hingsrollen, Tom Kha Gai┬á und Curry mit Reis, selbstverst├Ąndlich mit Zutaten aus eigenem Garten. Anders als in vielen Thai-Gark├╝chen und Restaurants werden alle Kr├Ąuter kleingeschnitten, so da├č man alles mitessen kann. Da lief uns das Wasser im Munde zusammen. Zum Dinner durften wir dann unsere K├Âstlichkeiten vernaschen!

vegetarisch lecker: Frühlingsrollen, Tom Kha Gai und Curry à la Kum Lanna

Am Tag vorher radelte mit mir Rachet Wapeetha, ihr Ehemann, zu den umliegenden Tempeln, einer Bio– und einer Pilzfarm,┬á wo ich sah, wie die Engels- , „Woodear“- und Shitakepilze nat├╝rlich gez├╝chtet werden.

Weiter auf der Zuckerrohrfarm wurde erst das Zuckerrohr gesch├Ąlt, die Schalen gleich zum Befeuern genutzt. Dann wurde das Zuckerrohr zersto├čen und gepresst, die F├╝ssigkeit in den gro├čen T├Âpfen aufgekocht und der Schaum abgesch├Âpft. Nach mehrmaligem Aufkochen wird die braune So├če auf ein Brett mit zuckerst├╝ckengro├čen L├Âchern gegossen und geschabt. Nach 10 Minuten sind die St├╝ckchen fest und man sch├╝ttelt sie raus, fertig sind die rein nat├╝rlichen Zuckerrohrbonbons, beziehungsweise W├╝rfel.

Von den Entwicklungsprojekten des verstorbenen K├Ânigs Bhumibol inspiriert, engagiert sich das Khum Lanna Resort sehr f├╝r Nachhaltigkeit. In Zusammenarbeit mit den D├Ârfern der Umgebung haben sie B├Ąume gepflanzt, die Bienenst├Âcke gesch├╝tzt und eine Aufstellung von ben├Âtigtem Saatgut auf ihre Facebookseite gestellt, die sie noch ben├Âtigen, um weiter Wald und Wiesen aufzuforsten.

Aktiv-Urlaub wird im Khum Lanna gro├čgeschrieben, so wurden wir um 5 Uhr 30 geweckt, um zum lokalen Markt in der Umgebung zu radeln, der bereits um 7 Uhr morgens schlie├čt. Die Einheimischen kaufen jetzt schon ein, bevor sie zur Arbeit gehen. Darunter sind auch gew├Âhnungsbed├╝rftige Ameiseneier inklusive einige noch herumwandernde Ameisen, frischer geht┬┤s nicht!

Anschlie├čend bereiteten wir das Mittagsessen, bestehend aus Papaya-Salat, ohne Ameisen, vor. Da lief mir beim Anblick der Zutaten;┬ágeraspelte gr├╝ne Papaya und Karotten, man kann auch Gurken und oder Melonen verwenden, gesch├Ąlter Knoblauch, gr├╝ne Chillies, gr├╝ne Bohnen, Limonen, Anchovissauce, Tomaten, Tamarindensauce, ger├Âsteter Erdn├╝sse und Palmzucher schon das Wasser im Munde zusammen! Nicht-Vegetarier wie dieThais f├╝gen noch die fast ├╝berall pr├Ąsente Fischsauce und getrocknete Shrimps hinzu.

Klar, dass ich mir zum Abschlu├č die Thai-Massage mit hei├čen Kr├Ąutern zur Entspannung g├Ânnte!

Tips f├╝r┬┤s Khum Lanna Resort:

per Songthaew kommt man f├╝r 60 Baht oder mit dem Minibus f├╝r 80 von Chiang Mai┬┤s kleinem Busbahnhof Chang Phuak, n├Ârdlich vom historischen Zentrum, in weiniger als 1 1/2 Stunden nach Phrao, von dort wird man auf Wunsch abgeholt, dem Busfahrer unbedingt sagen, da├č er einen bei Phrao┬┤s Busbahnhof absetzen soll, sonst landet man wie ich irgendwo auf der Stra├če.

Gottseidank traf ich auf Pim, die Rached Wapaatha kannte! Der holte mich dann bei ihrem Proud-Coffee(Poomjai-Coffee) Stand ab, wo ich ihren superleckeren Capuccino probierte, absolut empfehlenswert! Leider gab es ihn in Plastikbechern (ich hatte meinen eigenen -Becher dabei!). Der Stand ist gegen├╝ber der Kaisokorn-Bank, gleich um die Ecke vom Busbahnhof

Pim bei der Chai-Latte Zubereitung

Es lohnt sich, ein paar Tage zu bleiben, es gibt gen├╝gend Interessantes zu sehen und zu tun im Khum Lanna Resort und Umgebung! F├╝r┬┤s Bergwandern und die dazugeh├Ârige Aussicht war es Mitte M├Ąrz leider zu neblig und diesig, erst ab Juni wird die Sicht besser.

 

Radeln im Tempel-Park von Sukhothai, Thai-Massage lernen in Chiang Mai

Nach ├ťberquerung der Burmesisch-Thailandischen Grenze bei Mae Sot war es nicht so einfach, den passenden Bus nach Sukhotai zu finden, erst mussten ein Kanadier, der in Chengdu, China, Jazz! unterrrichtet und ich uns ein Taxi teilen, um zum Busbahnhof zu kommen. In Thailand war es eine halbe Stunden fr├╝her, so h├Ątten wir fast noch unseren Bus verpasst. Ich quartierte mich gleich in der N├Ąhe des Busbahnhofs von Neu-Sukhotai im Siri-Guesthaus ein.

Von hier nahm ich am n├Ąchsten Morgen einen Songtheow nach Old-Sukhotai und von dort lieh ich mir ein Rad f├╝r 30 Baht. Im Park gab es erfeulicherweise viele B├Ąume und kein Auto- oder Motorradverkehr, so brachte es viel Spa├č, die Tempel per Rad zu erkunden.

├ťberfl├╝ssigerweise gab es gelegentlich einen vorbeifahrenden Minibus, der die zahlenden Mitfahrer aufgabelte, die unpraktischerweise auf ihn warten mussten.

auch die Schulklasse hatte viel Spa├č auf den Tempeln

Am Nachmittag h├Ârte ich bei einem nahen Tempel Musik und sah eine Menschenmenge sich dazu elegant bewegen. Beim N├Ąherkommen wurde ich ebenfalls aufgefordert, mitzutanzen. Die Thais waren begeistert und ein Mann brachte mir eine kalte, sehr s├╝├če Fl├╝ssigkeit, die ich unauff├Ąllig verschwinden lassen mu├čte. Nach mehreren Tempel-Umrundungen wurde es mir zu hei├č und ich begab mich wieder nach Neu-Sukothai per Bus.

Weiter nach Chiang Mai brauchte der bequeme Bus nur ca. zwei Stunden, die ich sehr geno├č nach den furchtbaren Stra├čen und Bussen in Mynamar! Der Verkehr ist unangenehm stauanfallig, aber┬á die kleinen Seitengassen im Historischen Zentrum sind schattig und fast Auto- und Motorradfrei, ideal zum Radfahren.

Zuf├Ąllig war Vollmond und ein Tempel veranstaltete ein Fest, bei dem die M├Ânche unz├Ąhlige, schwimmende Kerzen anz├╝ndeten.┬á Ich kaufte wie viele Thais ein Blumenbouquet, mit dem ich dreimal den Tempel umrundete und mir etwas w├╝nschte. Ob der Wunsch wohl in Erf├╝llung geht?

Die Altstadt scheint neben einigen sch├Ânen Tempeln ausschlie├člich aus Massagesalons und Travelagencys zu bestehen, die alle das ├╝bliche wie Elephant-Riding oder -Camp; das letztere ist eher zu empfehlen, da die hin- und herwackelnden Gestelle, auf denen die Touristen sitzen, den R├╝cken des Elefanten sch├Ądigen; Besuchen von Wasserf├Ąllen, H├Âhlen und der Hilltribe-D├Ârfer, wo die Einwohner wie im Zoo begafft und fotograiert werden und „Flight like a gibbon“, wo man sich im „Dschungel“ an einem elastischen Seil zum Affen schwingen kann.

Ich wollte die Thai-Massage erlernen, so entschied ich┬á mich f├╝r die Old Medical Hospital Massageschool, die sich an dem Physiotherapisten Buddhas, dem „Father Doctor“ Jivaka Komarabhacca orientiert.┬á Die Thai-Massage ist von der Indischen Ayurvedischen Lehre inspiriert und eine Kombination aus Akupressur der Energie-Meridian-Punkte sowie eine dem Yoga-angelehnte Dehnung. Sie ist eher Energie- statt K├Ârper-Arbeit, um den nat├╝rlichen Heilungsprozess zu stimulieren. Das ist sowohl f├╝r den Kunden als auch f├╝r den Masseur anstrengend.

Zuerst zeigte uns unser Lehrer 15 Positionen, die wir dann an den anderen Teilnehmern ausprobieren durften. Es war alles andere als einfach, sich das alles zu merken! Jeden Tag kamen neue Massagegriffe hinzu, insgesamt 56 in drei Tagen.

die Pr├╝fung ist geschafft!

Am vierten Tag ├╝bten wir noch einmal die Praxis, bis wir am f├╝nften Tag gepr├╝ft wurden und statt diesem opulenten Blumenstrau├č wie die Thai-Kinder, unser Zertifikat bekamen.

Thai-Kinder bekommen bei bestandenem Examens dieses besondere Geschenk, genau auf die Bl├╝ten und die Scheinchen schauen!

Mein absolutes Highlight in Chiang Mai war die exzellente Ausstellung in der Seescape Gallery von „Lucktospestive“ von Luck Maisalee, die leider nur noch bis zum 18.M├Ąrz 2018 l├Ąuft.

 

„the last supper“ von Leonardo da Vinci, neu interpretiert als the last drunker von Luck Maisalee in der Seescape Gallery, Chang Mai

Tips f├╝r Sukhothai und Chiang Mai:

gleich am Busbahnhof von Neu-Sukhothai kann ich das Siri Siri Guesthouse mit sauberen, g├╝nstigen Zimmern empfehlen, leicht mit Mapsme zu finden, das Poo-Restaurant nicht weit entfernt an der Hauptstra├če hat leckere K├╝che, mit dem Songtheow kommt man┬á f├╝r 30 Baht nach Alt-Sukhothai┬á und kann dort ein Rad leihen

In Chiang Mai hatte ich ein sehr sch├Ânes, sauberes Zimmer mit schnellem Wifi und K├╝hlschrank in Grit┬┤s Guesthaus, wer andere Reisende kennenlernen m├Âchte, ist in Julie┬┤s Guesthaus an der richtigen Adresse, die Zimmer sind allerdings weniger sch├Ân, gem├╝tlich sitzt man ohne zuviel Abgase in Kat┬┤s Kitchen und kann die tolle K├╝che unter bunten Lampions genie├čen, statt die Abgase am Nightmarket an der starkbefahrenen Ringstra├če einzuatmen und dort die gleichen Preise zu zahlen…

Abgase inklusive im Nightmarket an der Ringstra├če um das Historische Zentrum, Chang Mai

Keine Lust auf zu viele Touristen? Der Kad Manee Market, 5 Minuten mit dem Rad s├╝dlich vom historischen Zentrum ist ein netter Food-Nightmarket mit Matten auf dem Boden und kleinen Tischen, wo man sich seinen Hotpot im geborgten Tontopf selber brutzelt.

Im „Art of Paradise“ kann gro├č und klein surrealistische Fotos ausprobieren, eine sch├Âne Abk├╝hlung und ein Riesenspa├č, besonders, wenn man zu mehreren ist! Unbedingt vorher den Handy-Akku aufladen, da die App einen hohen Verbrauch hat.

 

25 Stunden im Burma-Bus nach Mrauk U, Rakhine State

Von Bagan nach Mrauk U, zur├╝ck nach Yangoon und ├╝ber Hpa An zur Thail├Ąndischen Grenze

Erst seit kurzem d├╝rfen Ausl├Ąnder mit dem Bus nach Mrauk U fahren. Es liegt im Rakhine State, dessen Landschaft Rudyard Kipling zum Dschungelbuch inspiriert haben soll. 1430 von K├Ânig Mong Saw Mon gegr├╝ndet, war die Hauptdstadt 350 Jahre ein Zentrum f├╝r Kunst, Kultur und Handel mit Portugiesen, Holl├Ąndern und Arabien. Erst 1785 wurde Mrauk U von einem Birmanischen K├Ânig durch Verrat erobert und nachdem die Briten 1826 ihren Verwaltungssitz nach Sittwe verlegten, damit bedeutungslos.

Ich durfte mich also in Bagan mit anderen Burmesen vier Stunden lang in einen Minibus quetschen. In Magwe mu├čte ich dann drei Stunden Zeit im Restaurant totschlagen, bis ein gro├čer Bus mich nach Mrauk U mitnahm. Es gab immerhin Decken und als mein Vordermann die R├╝ckenlehne zur├╝ckklappte, mu├čte ich dies auch tun, um nicht meine Knie zu zerdr├╝cken. Diese konnte ich sogar etwas ausstrecken, rutschte nach einiger Zeit nach unten, um mich anschlie├čend wieder aufzurichten. So wurde es mir in der Nacht nicht langweilig. Vor lauter M├╝digkeit nickte ich trotz ununterbrochenem Geruckel und Serpentinen ohne Ende sogar gelegentlich ein.

Am n├Ąchsten Vormittag sch├Ąlte ich mich ger├Ądert aus dem Sitz, reckte m├╝de meine verspannten Glieder und nahm ein Taxi zum Guesthouse. Nach einer kalten Dusche f├╝hlte ich mich erstaunlich fit genug, mir ein Rad zu leihen, um die Umgebung zu erkunden.

Mrauk U ist ein netter Ort, ideal zum Radfahren. Auf wenigen Stra├čen wird der Radler von hupenden Autos und Motorr├Ądern bel├Ąstigt. Herrlich, sich auf den zum Teil schattigen Wegen zu verirren!

So entdeckte ich diverse Tempel und einen wundersch├Ânen, friedlichen See.

Nur zum Guesthouse zur├╝ck zu finden war schrierig, da die Einheimischen mir keine genauen Angaben machen konnten und ich mich v├Âllig verfahren hatte. Der Sonnenuntergang war etwas vernebelt und diesig, die Zeit f├╝r sch├Âne Schnappsch├╝sse war gerade ung├╝nstig, egal, ich traf einen Franzosen und zwei Burmesische Fofografen, die mir vom Yangoon Photo Festival erz├Ąhlten.

Zur├╝ck nach Yangoon braucht der Bus 25 Stunden! Lieber h├Ątte ich im 25hours Hotel gen├Ąchtigt und mich hinbeamen lassen, leider ist das immer noch Zukunftsmusik. So landete ich im bisher schlechtesten Bus in Myanmar. Eng, ohne Platz f├╝r meine Beine, ohne Decke, stattdessen Staubwirbel, die durchs Fenster eine Staublunge f├Ârderten, daher kamen wohl die Husten- und ekligen Spuckanf├Ąlle der Einheimischen; war die Fahrt eine harte Pr├╝fung . Die steinharte Lehne bereitete mir noch tagelang Schmerzen.

Mrauk U, photo by Edgar Mc Tressin, im Mahabandoola Park

Angekommen, weckte mich die tolle Ausstellung im Mahabandoola Park des Yangoon Photo Festivals ├╝ber Cultural Heritage, Burmese Photographers and World Press Photos wieder auf.

Yangoon Photo Festival Ausstellung

Am Abend wurden die besten Myanmar Photo Stories im Institut Francais de Birmanie ausgezeichnet. Ein absolutes Highlight f├╝r mich waren die bewegenden Geschichten Myanmars und die Ausstellung von Profifotografen ├╝ber Afghanistan, die Fr├╝chtlingswelle nach Europa und die Drogenmorde in den Philippinen.

Idylle an Hpa Ans Fluss

Zeit, weiter nach Hpa An ├╝ber die Thail├Ąndische Grenze zu kommen. Hier bekam ich einen wunderbaren, bequemen Bus, der nur 6 Stunden brauchte! Ich blieb nur einen Tag, da ich ja schon mal dort war, und radelte in der gl├╝henden Hitze, leider ohne viel Schatten, bis zu einer mit unz├Ąhligen Buddhas gef├╝llten H├Âhle, um mich dann im k├╝hlen Naturpool mit planschenden Einheimischen abzuk├╝hlen, herrlich!

H├Âhle bei Hpa An
Sonnenuntergang in Hpa An

Tips f├╝r Mrauk U:

das Happy Garden hat sch├Âne Bungalows f├╝r 15000 Kyat und ein nettes Restaurant

das Nice Meal Restaurant ist total ├╝berteuert und der „Service“ interessiert sich haupts├Ąchlich f├╝r Indische Schmalzfilme

die Tempel lassen sich leicht mit dem Rad erkunden, beim Busticketkauf darauf bestehen, einen neuen, guten Bus zu bekommen! Ich kaufte an dem „Bus Station“ Stand gegen├╝ber dem Mrauk U Luxus Hotel mein Ticket, kann ich nicht empfehlen, versuchen, ein Online-Ticket zu kaufen

Tips f├╝r Hpa an:

einen Ausflug zu den H├Âhlen und dem „James Bond Felsen“ machen

das Golden Sky Guesthouse hat den sch├Ânsten Flussblick von der Terrasse und passable, g├╝nstige Zimmer mehr ├╝ber Hpa An hier

 

Wegen ihrer Sch├Ânheit t├Ątowiert, die Chin-Frauen im Norden Myanmars

Von Yangoon ├╝ber Pyay und Bagan in den Chin-Staat

Vom S├╝den Myanmar┬┤s landete ich mal wieder in Yangoon, um weiter in den Chin-State zu reisen. Die ├╝blichen Sehensw├╝rdigkeiten hatte ich ja bereits vor 13 und 3 Jahren angeschaut, so fielen mir die extrem bauf├Ąllig aussehenden 8 bis 9st├Âckigen H├Ąuser besonders auf.

Sicher sind sie seit hundert Jahren noch nie renoviert worden und fallen wohl nur deswegen nicht zusammen, weil sie sich aneinandergereiht gegenseitig stabil halten. Im krassen Gegensatz dazu werden klimatisierte, elegante Shoppingmalls , die man nur durch eine Sicherheitsschleuse passieren darf, gebaut. Hier wird f├╝r Rolex-Uhren, Armani und Co. geworben, das ist es, was die Burmesen am dringensten brauchen.

Ich hatte Lust, Unbekanntes zu sehen und buchte einen Radausflug zu den umliegenden D├Ârfern auf der anderen Flussseite Yangoons. Leider mussten wir eine ganze Weile am Hafen entlang radeln, bis wir endlich mit dem Boot ├╝bersetzen konnten.

den Hintergrund beachten!

Hier beginnt eine ganz andere, d├Ârfliche Welt. Gerade fand eine Hochzeitsfeier statt und begeistert wurde ich mit der Braut fotografiert.

Es war fast zu hei├č, um durch die trockenen Felder ohne Schatten zu radeln.

├ťberall sah man Plastikabfall, ob am Ufer oder um die H├╝tten herum. Ein M├Ânch schenkte uns Fr├╝chte, Kinder winkten uns wie immer zu und umringten uns eisschleckend.

Am n├Ąchsten Tag nahm ich den Bus Richtung Norden nach Pyay. Am gr├Â├čten Tempel standen die Burmesen am h├Ą├člichen, riesigen Aufzug Schlange. Touristen d├╝rfen 3000 Kyat l├Âhnen. Ich wurde von Burmesischen Studentinnen, die sich Yasmine und Iris nannten, angesprochen, um ihr Englisch aufzufrischen. Sie zeigten mir den Markt, wo wir leckere Salate mit Nudeln, Tofu und Gem├╝se verdr├╝ckten. Sch├Ân, mal etwas neues Vegetarisches auszuprobieren!

ein sch├Âner Abend mit Iris-su, Yasmine, Alex und jakob

Sie halfen dem Franzosen Alex, den ich im Guesthaus traf, und mir, den Zug nach Bagan zu erwischen. In der neonbeleuchteten ÔÇ×Upper classÔÇť war es unangenehm schmutzig, die Toilette stockdunkel und das Ruckeln f├Ârderte nicht unbedingt meinen Schlaf.

Um von Bagan nach Mindat im Chin-State zu kommen, mu├čte ich erstmal einen Pick-Up nach Pakkoku nehmen.

Beim Rundgang zum Fluss in Pakkoku

Von da ging┬┤s weiter mit dem Bus nach Mindat. Ich hatte mir romantischerweise einen sch├Ânen Bergort vorgestellt. Gerade wurde die Stra├če erweitert, was soviel Staub erzeugte, dass die Anwohner Plastikplanen an ihre Fassaden h├Ąngen mu├čten. . Spazierengehen war also gestrichen. Wanderungen sollten auch zum Teil an den Stra├čen entlang gehen.

Bergpanorama bei Mindat

So buchte ich einen Tagesausflug zu den Chin-D├Ârfern mit Guide und Motorrad. Die t├Ątowierten Chin-Frauen wurden meist sehr jung und oft unfreiwillig im Gesicht t├Ątowiert, da sie sehr sch├Ân waren und damit verhindert wurde, dass sie vom K├Ânig zur Frau genommen wurden. Jetzt sind die Gesichtst├Ątowierungen verboten.

Die obige Dame war schon sehr alt und gekr├╝mmt, aber zeigte mir ihr sch├Ânstes L├Ącheln

Wunderbar, mit diesen immer noch sch├Ânen, w├╝rdevollen Damen sprechen zu k├Ânnen! Der Guide ├╝bersetzte uns alles.

mit 70 jahren noch sehr fit, das Feierp├Ąrchen

Auf dem Weg zur├╝ck wurden wir von einer Familienfeier aufgehalten, die uns zu selbstvergorenem „Wein“ im B├╝ffelhorn und┬á einem Reisessen einlud. Alle waren sehr gut gelaunt, sie hatten wohl dem frisch schmeckenden Getr├Ąnk gut zugesprochen! Gar nicht so einfach, mit dem Horn in der Hand Fotos zu machen…

mein Highlight im Chin State

 

Umwelttips:

am besten eine Trinkflasche von zu Hause mitbringen, diese kann man fast ├╝berall, in Tempeln, Restaurants und Hotels kostenlos auff├╝llen, am besten aus dem Stahltank oder Filter, darauf achten, falls es ein Plastikbeh├Ąlter ist, dass dieser nicht in der Sonne stand, sonst k├Ânnen sich Weichmacher l├Âsen. Wenigstens kann man dadurch verhindern, dass noch mehr Plastik in Fl├╝ssen landet

am Fluss bei Yangoon…

mehr Unwelttips hier:https://horizonteentdecken.de/nachhaltig-reisen-mit-8-tips-leicht-gemacht/

Im Internet kann man jetzt praktisch und ├╝bersichtlich seinen Bus selber aussuchen und buchen, einfach Myanmar Bus Ticket in die Suchmaschine eingeben

Tips f├╝r Yangoon, Bagan, Pakkoku und Mindat:

das nahe der Sule-Pagoda Yangoons  liegende Chan Myaye Guest House hat nette, saubere Zimmer, einen Balkon für alle, Englisch-sprechendes Personal und liegt im 4. bzw. teilweise im 8. Stock, gut als Bergwander-Training geeignet!

Der Bus 36 f├Ąhrt f├╝r 200 Kyat von der Sule Pagode direkt zum Aung Mingalar Busbahnhof und braucht zwischen einer bis eineinhalb Stunden daf├╝r

Wer mal etwas anderes als Pagoden sehen m├Âchte, sollte die River Gallery nahe dem ebenfalls sehenswerten Strand Hotel besichtigen, zur Zeit stellen sie zeitgen├Âssische, Burmesische K├╝nstler aus und beteiligen sich an dem Yangoon Photo Festival .

Noch Geld ├╝brig vor dem Nachhauseflug und keine Lust, das Geld f├╝r ├Âde Souvenirs auszugeben? Das Shangli La Hotel bietet fast jeden Abend ein unglaublich tolles Gourmet-Buffet f├╝r 36 Dollar

In Bagan quartierte ich mich im May Kha Lar Guesthouse im zentralgelgenen Nyaung U ein und bekam ein nettes Zimmer mit Bad f├╝r 20000 Kyat inklusive sehr gutem Fr├╝hst├╝ck.

Wer in Pakkoku Station machen m├Âchte, kann sich im nahe am Busbahnhof gelegenen Hotel Yoma am Pool erholen, das sch├Âne Zimmer kostete inklusive nettem Fr├╝hst├╝ck, super Service (der Gast wurde mit einem Schirm als Sonnenschutz zum Zimmer begleitet) und Transport zum Busbahnhof 35000 Kyat

In Mindat am besten vorher ein Zimmer reservieren, wir bekamen gerade noch welche im Va Kok (Tel: 09459168374) am Anfang des Ortes. Die sehr nette Mitarbeiterin k├╝mmert sich r├╝hrend um ihre G├Ąste. Ein Geheimtip: der Pastor kann eventuell einen untouristischen Aufenthalt in einer Familie in einem Chin-Dorf vermitteln.

 

 

Einmal Paradies und zur├╝ck nach Dawei und Mawlamyine, S├╝d-Myanmar

├ťber die Thail├Ąndische Grenze nach Dawei, seinen Str├Ąnden und weiter nach Mawlamyine

Von Kanchanaburi brauchte mein hyperbequemer Bus nur 1 ┬Ż Stunden zur Grenze nach Myanmar. Schnell wurde mein Pass abgestempelt und ich versuchte den Shuttle-Bus zur Bimanesischen Grenze zu erwischen. Fehlanzeige, alle winkten ab und die Fahrzeuge waren blitzschnell voll. So stand ich vor einer Art Travel Agency, die mir den Bus-Transport nach Dawei, der n├Ąchstgr├Â├čeren Stadt Myanmars, f├╝r 800 Baht anbot. Die Summe stand auch in allen Reisef├╝hrern, also buchten ich und ein Thail├Ąndisch-Schwedischen P├Ąrchen die Fahrt. An der Burmesischen Grenze durften wir dann in den ÔÇ×BusÔÇť steigen, der sich als ein etwas betagter Kombi herausstellte. Alles nicht so wild, wir sa├čen zu dritt hinten, als noch ein Burmese sich neben uns dr├Ąngeln wollte, was ich ablehnte. Nach endlosem Palaver legte sich derjenige bequem hinten auf┬┤s Gep├Ąck und nickte gleich ein.

Wir landeten im Shwe Moung Than Hotel in Dawei, das uns empfohlen wurde. Nachts lie├č sich zwar die Klimaanlage abschalten und das Fenster ├Âffnen, das sofort etliche Moskitos zum Anlass nahmen, sich auf mich zu st├╝rzen. Da war es erstmal vorbei mit Schlafen, zumal sich die eisernen Sprungfedern bemerkbar machten. Am n├Ąchsten Morgen quartierte ich mich daher ins Sein Shwe Moe Guesthouse um┬┤s Eck f├╝r einen erheblich g├╝nstigeren Preis ein, samt umweltfreundlichem Moskitoscreen am Fenster und Ventilator. Nachts war es so k├╝hl, dass ich den Ventilator ausmachte.

Tempelaufgang in Dawei

Dawei ist ein angenehmer Ort mit Kolonialh├Ąusern, Tempeln, netten Caf├ęs und sogar einem echten Biergarten mit B├Ąumen, in dem ich einen sch├Ânen Abend mit meinem Netbook verbrachte, da das Internet gut funktionierte. Erst sp├Ąter bemerkte ich die zahlreichen, dicken M├╝ckenstiche.

mein t├Ągliches Fr├╝hst├╝ck in Dawei

Nach einem hervorragenden Kaffee im Journey-Caf├ę und Fr├╝chten mit Joghurt am n├Ąchsten Morgen machte ich einen langen Spaziergang und entdeckte sogar ein gem├╝tliches Caf├ę im Europ├Ąischen Stil in der Myotwin Street. Der Besitzer Thanzawhat vom Yathasone Caf├ę zauberte gerade mit viel Gef├╝hl die Verzierung einer Geburtstagstorte. Ich g├Ânnte mir einen leckeren Schokoladenkuchen samt Kaffee.

der Meister am Werk

Aber ich war ja hier, um die jungfr├Ąulichen Str├Ąnde zu sehen. Mit zwei franz├Âsischen Schweizerinnen teilte ich ein Taxi zum Fischerdorf San Hilan und dem Tizit Strand. Von der Alphaltstrasse ging ein h├╝gelliger Sandweg ab, der ├╝ber Stock und Stein zum Dorf f├╝hrte.

Es liegt idyllisch zwischen zwei Buchten, jeder l├Ąchelte uns zu, ancheinend waren sie Besucher gew├Âhnt. Ich wanderte auf den Aussichtspunkt, um eine bessere Rundumsicht zu haben. Absolut lohnend!

Tizit Strand

Weiter fuhren wir zum Tizit-Strand, um uns von der Hitze abk├╝hlen zu k├Ânnen. Wir waren fast allein, nur ein paar Einheimische liefen uns ├╝ber den Weg. Herrlich, im warmen Wasser zu schwimmen! Leider spendete keine Palme Schatten, so verlie├čen wir dieses Idyll nach ausgiebigem Geplansche.

per Shuttle-Boot ├╝ber den Mangrovensumpf

Im Internet fand ich die Sin Htauk Beach Bungalows im S├╝den der Dawei-Halbinsel, da mu├čte ich hin! So nahm ich den Bus und am Weg zum Dorf, das den Bungalows am n├Ąchsten liegt, ein Motorrad-Taxi. Der Fahrer bretterte den sandigen, holprigen, mit Schlagl├Âchern ├╝bers├Ąten Weg entlang, dass mir ganz mulmig wurde. Er wollte wohl den vor ihm sehr flott fahrenden M├Ądels imponieren. Wir erreichten sicher den ├╝berfluteten Mangrovensumpf und wurden per Boot in die N├Ąhe der Bungalows gebracht. Bei Niedrigwasser l├Ąuft man etwa 20 Minuten ├╝ber den Sumpf.

Sin Htauk Beach bei Ebbe
die Flut kommt…

Am Strand angekommen, atmeten ich und die zwei Griechinnen, die auch im Bus waren, auf. Was f├╝r ein paradiesischer Ort! Wundersch├Ân und unber├╝hrt! Genau das, was ich brauchte!

Die Bungallows haben alles, was der Gast ben├Âtigt, inklusive Terrasse und Liegestuhl. Hier lie├če es sich aushalten, wenn man das entsprechende Kleingeld dabei hat.

Irgendwann ist auch der sch├Ânste Aufenthalt zu Ende und so wanderte ich bei Niedigwasser durch die Mangroven und wurde sogar auf dem R├╝ckweg, da der Bus an mir vorbeiraste, von einem Burmesen, der Kokosn├╝sse geladen hatte, bis nach Dawei mitgenommen.

Da man nicht auf den S├╝dlichen Inseln im Myeick Archipel ├╝bernachten kann und vieles ├╝berteuert ist, entschlo├č ich mich, weiter in den Norden zu fahren.

So machte ich nur kurz Station im Starlight Hotel in Ye und da ich kein Fahrrad leihen konnte, ging┬┤s weiter nach Mawlamyine.

Auf dem Weg dahin sah ich mehrere Tempel auf steilen Felsen und fragte mich, wie diese wohl hinauf transportiert wurden? Endlich konnte ich mir ein Rad leihen, ideal f├╝r Mawlanyine. Vom Flu├č wehte eine Brise, die mich auf die H├╝gel mit den zahlreichen Tempeln lockte.

Buddha streng bewacht

Nat├╝rlich gibt es einen Sunset-Tempel, den zu sp├Ąt Gekommende per Aufzug erreichen k├Ânnen um sich die Treppen zu ersparen.

Sunset Tempel

Anschlie├čend a├č ich wieder auf dem Nachtmarkt am Flu├č, eine Art Promenade mitsamt einem riesigen TV-Screen, auf dem Werbefilme und kurze Fu├čballszenen gezeigt werden. Die WM kann kommen!

Myanmar ist vorbereitet…

Tips f├╝r Dawei:

Das Shwe Moung Than Hotel ist vollklimatisiert, die Zimmer kosten 25000 Kyat mit Fr├╝hst├╝ck auf der Dachterrasse, von der man eine sch├Âne Rundumsicht hat und das Internet gut funktioniert, ist auch nutzbar w├Ąhrend des Tages, wenn man nur einen Snack nimmt

Das Sein Shwe Moe hat kleine, k├╝hle Zimmer mit Fenstern und Ventilatoren, ab 8000 Kyat das kleine Einzelzimmer, von den nahen Schulen h├Ârt man die ÔÇ×Ges├ĄngeÔÇť morgens und abends, die Besitzerin spricht besser Englisch als die Angestellten im Shwe Moung Than

Neben dem Shwe Moung Than schl├╝rfte ich im von vielen Einheimischen frequentierten Journey Caf├ę guten Capuccino f├╝r 800 Kyat und Fruchtsalat mit Joghurt f├╝r 1200, drau├čen im Schatten war es nochmal so sch├Ân!

Wer andere Traveller kennenlernen m├Âchte, ist im Tavoy Kitchen richtig, die Nudeln in Kokosnussso├če waren besonders lecker!

Die Str├Ąnde sind nur f├╝r sehr erfahrene Motorradfahrer geeignet, da die sandigen Wege zum Strand sehr schwierig sind.

Tips f├╝r Mawlamyine:

Das Sandalwood hat preiswerte, sch├Âne Zimmer ab 15000! Kyat mit Ventilator, unbedingt vorher reservieren! Internet funktioniert sehr gut!

Das Pann Su Wai hat auch saubere Zimmer mit Bad ab 16000 Kyat, mit Ventilator, Fenster mit Fliegengitter und Aircon, nachts war es k├╝hl genug, um den Ventilator auszulassen, die Aircon sowieso

Sch├Ân ist es, im Grandfather-Restaurant auf dem Balkon oder auf dem Nachtmarkt dem Sonnenuntergang zuzusehen.

das einheimische „Sweet“ Restaurant macht gutes Indisches Poori-Fr├╝hst├╝ck, Shan-Nudeln und Kaffee zum unschlagbaren Preis, auffindbar mit Mapsme

 

 

Gl├╝cklich planschende Elefanten, die Br├╝cke am Kwai und ihre furchtbare Historie in Thailand

Kanchanaburi geh├Ârt zu den hei├česten Provinzen Thailands. Die Hauptstadt gleichen Namens ist nicht nur bei Bangkoker Thais ein beliebter Wochenend Hot Spot. Kein Wunder, bei Angeboten wie ÔÇ×Get drunk for 10 Baht, (ca 30 cent) und Restaurants, die sich ÔÇťSchluckÔÇť nennen.

das muss nicht sein, dieses sch├Âne Caf├ę im Sitthisang Haus aus der Kolonialzeit des 19. Jahrhunderts gibt┬┤s auch…

Dabei gibt es erheblich mehr zu sehen als das, wie Nationalparks und die durch Regisseur David Leans Film ber├╝hmte Br├╝cke am Kwai, sowie Zeugnisse deren unr├╝hmlicher Vergangenheit w├Ąhrend der Japanischen Besatzung im 2. Weltkrieg.
Nach ein paar Stunden mit dem Bus von Bangkok quartierte ich mich im von Travelfish empfohlenen ÔÇ×Blue StarÔÇť in eine gem├╝tliche H├╝tte auf dem Fluss ein.

mein Bungalow im Blue Star

Hier ist es herrlich ruhig vom ewigen Verkehr, aber nachts wurde ich von sanftem Geschaukel geweckt, das sich gelegentlich wiederholte. Was war das? Vielleicht waren die Pf├Ąhle, auf denen meine H├╝tte gebaut war, morsch? Ein Bootsger├Ąusch war auch nicht zu h├Âren, nur gelegentlich planschte ein Waran vorbei. Ein Erdbeben? Das f├╝hlt sich nach meiner Erfahrung auf Bali ├Ąhnlich an, eigentlich ein ganz angenehmes Schaukeln, wenn es sich um ein leichtes handelt…Am n├Ąchsten Morgen bemerkte ich, dass mein Bungalow mit dem daneben liegendem verbunden war, anscheinend war der Nachbar nachts aufgestanden und in seiner H├╝tte auf und ab gelaufen, viel Platz hatte er da nicht.

Beim Radverleih ein paar Meter weiter musste ich mich durch den Fundus w├╝hlen, um ein funktionierendes Zweirad f├╝r die kurze Radtour zur Br├╝cke am Kwai zu ergattern.

An den unvermeidlichen Souvenirst├Ąnden vorbei schloss ich mich den anderen Touristen an, die ├╝ber die Br├╝cke wanderten.

die ber├╝hmte Br├╝cke am Kwai

Lautes Bimmeln k├╝ndigte einen Zug an und alle verlie├čen die Br├╝cke, beziehungsweise stellten sich in die daf├╝r vorgesehenen Einbuchtungen. Die urspr├╝ngliche Br├╝cke sollte die von Kriegsgefangenen unter horrenden Bedingungen gebaute Bahnlinie nach Myanmar vervollst├Ąndigen. Der empfehlenswerte War Cemetary und das gegen├╝berliegende Museum im Zentrum Kanchanaburis zeugen von den 6982 Kriegsgefangenen, die beim Bau der Bahnlinie wegen der schrecklichen Bedingungen umkamen.

die Schneise des Hellfire-Passes

Am Hellfirepass mussten sich die gefangenen Australier, Holl├Ąnder und Briten sowie die angeheuerten Asiaten mit primitivsten Werkzeugen durch die Felsen schlagen.

Bei der Besichtigung wanderte ich ein Stück den wegen der Hitze  endlos scheinenden Weg mit Blick auf Myanmar entlang, bis ich aufgab. Viele Kriegsgefangene hatten weder genug zu Trinken noch zu Essen und starben elendig. Das kleine Museum und der Hellfirepass sind leicht mit dem Bus von Kanchanaburi zu erreichen.

Zur├╝ck nahm ich den Bus zum Sai Yok Noi Wasserfall in Nam Tok, in der Trockenzeit im April war dieser leider nur ein bescheidenes Rinnsaal. Die Zugfahrt von dort zur├╝ck nach Kanchanaburi inklusive der ├ťberquerung der Br├╝cke am Kwai war wunderbar entspannend entlang der Felder und des Flusses.

Es war hei├č, so beschlo├č ich, den Erawan Nationalpark mit seinen 7 Wasserf├Ąllen zu besuchen. Der Bus brauchte 1 1/2 Stunden und ich dachte mir, da ist es sicher sch├Âner, dort zu ├╝bernachten. Tja, alle Unterk├╝nfte waren voll, da blieb nur ein kleines Minizelt ├╝brig. Ab 18:30 schlo├č das einzige Restaurant am Parkeingang, also blieb mir nichts anderes ├╝brig, als mit der Taschenlampe etwas zu lesen und fr├╝h auf dem harten Boden zu versuchen, einzuschlafen.┬á So wachte ich bei Sonnenaufgang auf und machte mich auf den Weg zum ersten Wasserfall.

ein Pool sch├Âner als der

Keine Menschenseele war unterwegs und so konnte ich in aller Ruhe in den Pools plantschen, die nachmittags voller Touristen sein sollen.

Andere

In der Herrgottsfr├╝he war es nicht so hei├č zum Wandern, aber warm genug, um sich gelegentlich abzuk├╝hlen.

Unterwegs war diese Kleidung auf B├Ąumen aufgeh├Ąngt, vermutlich, um damit bunte Fotos machen zu k├Ânnen.

Fishspa war hier inklusive, das hei├čt, kleine Tierchen knapperten an meinen winzigen Hautfetzen und reinigten sie so. Am sp├Ąten Vormittag war ich wieder zur├╝ck, um den Bus nach Kanchanaburi nehmen zu konnen.

beim Elefanten-F├╝ttern im Elephantsworld

Elefanten-Reiten wird leider immer noch in Thailand angeboten, obwohl es den R├╝cken dieser Tiere sch├Ądigt,. Nicht weit von Kanchanaburi┬á konnte ich einen nicht ganz billigen Ausflug in┬┤s Elephants World Camp buchen, das sich um kranke, schlecht behandelte und unterern├Ąhrte Elefanten k├╝mmert.

Kein Elefant kommt von derselben Familie, manche freunden sich miteinander an. Nur ihr Mahout darf alles mit ihnen machen, wir sollten lieber von einigen, die schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht hatten,  Abstand halten.

Es brachte Spa├č, diese wunderbaren Tiere etwas kennenlernen zu d├╝rfen, im Wasser zu schrubben┬á und zu f├╝ttern. F├╝r die ├Ąlteren mit wenigen Z├Ąhnen kochten wir Reis und Gem├╝se, stampften es und formten es zu B├Ąllchen, anschlie├čend wurden diese vernascht!

der Elefantendame l├Ąuft schon das Wasser im Munde zusammen…

Tips f├╝r Kanchanaburi:

Alle Sehensw├╝rdigkeiten sind innerhalb Kanchanaburis mit dem Rad zu erreichen, die au├čerhalb liegenden mit dem Bus. R├Ąder werden ├╝berall f├╝r 50 Baht am Tag angeboten. Unbedingt den Zug von Nam Tok zur├╝ck nehmen, ist viel sch├Âner als auf der Stra├če und er f├Ąhrt ├╝ber die Br├╝cke am Kwai!

Wer im Erawan-Nationalpark ├╝bernachten m├Âchte, sollte rechtzeitig reservieren, sonst mu├č er oder sie mit einem kleinen Zelt vorlieb nehmen. Wertsachen k├Ânnen nirgendwo eingeschlossen werden! Es empfielt sich, so fr├╝h wie m├Âglich loszugehen, um den Massen zu entgehen.

dieses leckere Gericht entdeckte ich auf dem Nachtmarkt, hauchd├╝nn gebackenes mit Creme, Eiern und geraspelter Kokosnu├č gef├╝llt, hmmm

Jeden Abend von 18-22 Uhr gibt es einen Nachtmarkt westlich vom Bahnhof in Kanchanaburi mit Thai-Essen, Schuhen, Kleidung, Handyzubeh├Âr und was man sonst noch braucht oder nicht. Das Nachtleben beschr├Ąnkt sich haupts├Ąchlich auf glatzk├Âpfige Ausl├Ąnder mit Bauchansatz beim Biertrinken an den Stra├čenbars, f├╝r alleinreisende Frauen nicht gerade empfehlenswert.

Besser ist es, sich in ein nettes Restaurant zu setzen wie On┬┤s Issan Thai Vegetarian mit leckerem vegetarischen und veganen Essen an der Mae Nam Khwae Rd, leider gibt es an der Stra├če nur 2 Tische, im Restaurant k├╝hlt einen die Klimaanlage unangehem ab. In den Guesth├Ąusern am Flu├č ein St├╝ckchen weiter rechts die Stra├če herunter kann man gem├╝tlich essen ohne Stra├čenl├Ąrm- und Abgase inklusive free WiFi.

Das Blue Star Guesthouse hat blitzsaubere Zimmer und Bungalows, im Restaurant, auch ruhig, funktioniert das WiFi sehr gut.

Das wundersch├Âne Caf├ę im Siitisang House ist leider klimatisiert statt mit Holzventilatoren zu k├╝hlen, drinnen sitzen ein paar Thais, vor sich Getr├Ąnke zum Teil in Plastikbechern! Drau├čen gibt 2 Tische an der Stra├če.

das Siri Osot and Boonpong & Brothers House

Interessant ist es, die verbliebenen Kolonialh├Ąuser anzuschauen, daneben kann man auf Schildern ihre Geschichte erfahren. Der Besitzer des obigen Hauses vermittelte mit geheimen Codes zwischen den Gefangenen und ihren Heimatl├Ąndern, so konnten die Alliierten die Br├╝cke am Kwai erfolgreich bombadieren.

 

Viel interessante Reiseberichte gib┬┤s auch┬á bei 1001 Reiseberichte…

 

 

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Bali-Tips: Schnorcheln bei Amed, Wandern in Munduk, Live-Musik in Ubud

Mit der F├Ąhre aus Lombok landete ich in Padang Bai auf Bali. Trotz des immer st├Ąrker werdenden Massentourismus verstehen es die Balinesen, ihrem ausgepr├Ągten Sinn f├╝r Sch├Ânheit Ausdruck zu verleihen. Die Tempel und ihre Skulpturen sind mit bunten T├╝chern geschm├╝ckt. Wenn eine Zeremonie stattfindet und das passiert fast jeden Tag, werfen sie sich in traditionelle Kost├╝me.

Opfergaben werden in K├Ârben dekoriert, Gamelanorchester spielen und gelegentlich wird elegant getanzt.

Gamelanorchester

 

frisch geschm├╝ckt f├╝r die n├Ąchste Zereminie

In Jelenuk im Norden soll es gute Tauch- und Schnorchelgr├╝nde geben, also nahm ich den flotten Bemo-Minibus nach Amlapura, stieg in Culik um, von dort waren es nur ein paar Minuten per Taxi nach Jelenuk. In meinem Zimmer beim Fisherman┬┤s Homestay lief ein zwei handbreit gro├čer Gecko an meiner Zimmerdecke entlang; eigentlich geh├Ârt er auf┬┤s Dach zum M├╝cken fangen! Als eine fette Kakerlake sich im Bad niederlie├č und mir ein kleiner Skorpion vor die F├╝├če lief, erinnerte ich mich an einen Vorfall an einem Kolumbianischen Strand, wo der Gebissene wie am Spie├č schrie. Da hatte ich die Nase voll und sah ich mich nach einer anderen Unterkunft um.

tanzende Frauen am Strand von Jelenuk

Direkt am Strand fand ich beim jungen P├Ąrchen im Beten Enjung Beach Guesthouse┬á in Karangasem┬á ein blitzsauberes Zimmer samt Terrasse zum Meer. Ein paar Meter weiter konnte ich mit Schnorcheln loslegen. Spektakul├Ąr war es nicht, aber entspannend, die bunten Fische und Korallen zu bewundern.

der Strand von Jelenuk von meiner Terrasse gesehen

Das Japanische Mini-Wrack unter Wasser im n├Ąchsten Ort, von dem in diversen Reisef├╝hrern die Rede ist, konnte nicht mithalten. Am dritten Tag bemerkte ich braunes, angeschwemmtes Heu am Strand und dachte mir nichts weiter dabei. Mit Schnorchel, Brille und Flossen bewaffnet, tauchte ich unter und gleich wieder auf. Unter Wasser schwammen ganz unschuldig die Fische, an der Wasseroberfl├Ąche schaukelte der Plastik-M├╝ll. Widerlich!

Mir war die Lust auf weitere Meereserkundungen vergangen, so beschlo├č ich, nach Munduk in die Berge zu fahren. Angeblich fahren keine ├Âffentlichen Verkehrsmittel dorthin. Keine drei Minuten wartete ich in Culik, bis mich der lokale Bus an der K├╝ste entlang nach Singaraja brachte. Hier durfte ich einige Zeit am Busbahnhof mit Einheimischen zubringen, bis der Bus nach Denpasar weiterfuhr. Er lie├č mich an der Abzweigung nach Munduk heraus und jetzt wurde das Weiterkommen spannend. Ein leerer, wei├čer Minibus stand herum und es hie├č, warte ein bi├čchen. Kein gutes Zeichen, da normalerweise der Bus erst f├Ąhrt, wenn er voll besetzt ist. Zehn Minuten sp├Ąter war er voll und wir fuhren los.

Die Hauptstra├če wird leider auch Munduk von Motorr├Ądern und Autos stark frequentiert. Einmal auf dem Wanderpfad in den Gew├╝rzplantagen konnte ich endlich in Ruhe die Berglandschaft genie├čen.

Im unvermeidlichen Wasserfall badete ich meine F├╝├če, zum Schwimmen war es zu flach. W├Ąhrend andere ausgiebig plantschten, sah ich eine dunkle Wolkenlandsschaft aufziehen.

die dunklen Wolken sind im Anmarsch…

Auf den Wasserfall von oben war ich nicht scharf, daher begab ich mich auf den R├╝ckweg. Wind kam auf und ich begann zu laufen. Als der Regen wie aus Eimern losprasselte, konnte ich gerade noch rechtzeitg das Dach eines Restaurants erreichen.

Der Besitzer brachte mir mit einem Regenschirm bewaffnet lachend die Karte. Ich bekam die beste vegetarische Pasta Bolognese ├╝berhaupt!

Zimtstangen und Muskatn├╝sse warten auf den Koch

Nach drei Tagen Wandern in Gew├╝rzplantagen und die wolkenverhangene Aussicht auf Berge und Meer bekam ich Lust, heraus zu finden, wie sich Ubud in 4 Jahren ver├Ąndert hat. Das mu├čte ich herausfinden und nahm den Bus nach Batubulan, dem Busbahnhof bei Denpasar, der Hauptstadt Bali┬┤s. In Ermangellung jeglicher Informationsm├Âglichkeit fragte ich bei der Polizeistation, wo der Bus nach Ubud weiterfuhr. Diese wollten mir ihren „friend“ f├╝r viel Geld als Motorradtaxifahrer andrehen, als ich den Bus auf der anderen Stra├čenseite erblickte. Ich raste los, erwischte ihn und durfte etwas ├╝berteuert, aber daf├╝r auf einem Sitzplatz bequem nach Ubud weiterfahren.

im Loka Sari l├Ą├čt es sich aushalten

In der Hauptstra├če quetschten sich Busse und Motorr├Ąder im Stau aneinander vorbei. Ich bog in die Kajengstra├če mit seinen in den Stein eingelassenen Namen mit Hand- und Schuhabdr├╝cken der Sponsoren wie in Hollywood ein. Ein Guesthouse ist sch├Âner als das andere, alle mit hauseigenem Tempel und Garten. Nach einigem Suchen fand ich ein Traum-Zimmer mit geschnitzten Holzm├Âbeln, Terrasse zum Garten und Pool. Unfa├čbar, wie g├╝nstig und ruhig ich hier im Luxus schwelgen durfte!

Zu den Reisfeldern ging ich nur die Kajeng Stra├če weiter und konnte herrlich entspannen! Nur wie den Abgasen und dem L├Ąrm der Hauptstra├če entgehen, wenn man mehr sehen will? Fr├╝h morgens ist der Verkehr ertr├Ąglich, so konnte ich zum Arma Museum radeln. Balinesische traditionelle und moderne Kunst wechseln sich hier ab, auch die Gem├Ąlde vom Deutschen Walter Spies, der lange Zeit in Ubud lebte, sind zu sehen.

Balinesiche Kunst im Arma-Museum

Nat├╝rlich gibt es wundervollerweise kaum Besucher. Auf dem R├╝ckweg blieb ich┬áweniger sch├Ân im Stau stecken. Ja, Ubud hat sich nicht zum Vorteil ver├Ąndert, die Touristenmassen sind enorm geworden, gottseidank werden diese zum gro├čen Teil mit Bussen nach Kuta oder Seminyak zur├╝ck gekarrt, wo sie hingeh├Âren.

Abends erlebte ich eine klasse Jazzband im Casa Luna an der jetzt normal belebten Hauptstrasse. Zur gleichen Zeit fand das┬á balispiritfestival statt, mit Yoga-und anderen Workshops und drei Abenden Live-Musik. So viele sch├Âne, kreativ gekleidete Menschen sieht man selten. Das Ambiente war friedlich und das Konzert mit Zap Mama am folgenden Abend ein Genu├č!

An meinem letzten Tag auf Bali durfte ich zuf├Ąllig mein absolutes Highlight mit den Brooklyn Gypsies gratis im Casa Luna erleben!

Brooklyn Gypsies im Casa Luna heizen ein!

 

Tips f├╝r Bali:

Das absolut empfehlenswerte Beten Anjung Beachguesthouse am Ende von Jelenuk hat nur 2 wundersch├Âne Zimmer, also schnell zugreifen: Tel.: +6263252866, email: betenenjung@gmail.com

Sehr sch├Ân und blitzsauber wohnt man in Munduk mit Aussicht, aber etwas Verkehrl├Ąrm im Taman Sari Guesthouse, das beste Restaurant ist der Warung Classic, der mir ein fantastisches vegetarisches Nasi Campur servierte, leider einmalig!

In Ubud gibt es die meisten Spas Indonesiens, die beste Massage gab es bisher f├╝r mich im Kupu Kupu Barong Villas & Tree SPA by L’OCCITANE. Nat├╝rlich kann sich hier der anspruchsvolle Gast┬á gr├╝ndlich verw├Âhnen lassen.

mein Zimmer im Kupu Kupu Barong

Konkurrenzlos g├╝nstig und sch├Ân kann er auch in anderen Gasth├Ąusern unterkommen, das ist nur hier in Ubud m├Âglich.

Das Loka Sari in der Kajeng Stra├če 10, Tel.: 0361971847 ist fantastisch, oder die Ajana 3 Bungalows, Tel.; 0361-976303, liegen bildsch├Ân im Reisfeld mit Pool, nur die B├Ąder br├Ąuchten eine Renovierung.

Mehr ├╝ber Indonesien gibt┬┤s unter www.horizonteentdecken.de/category/reisen/indonesien

 

 

 

 

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken