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Vom Feuer-Dunst in Chiang DaoÂŽs Bergen zum Temple & Radl-Paradies Chiang Rai im Norden Thailands

In Nordthailand gibt es jede Menge Berge und Nationalparks, da hatte ich mir Bergwandern eingebildet. Angekommen, erfuhr ich, daß im MĂ€rz und April nicht nur die Temperaturen besonders nach oben steigen, sondern die Bergsicht fast auf Null sinkt. Ob das auch der Fall wĂ€re, wenn die Felder nicht immer noch verbotenerweise abgebrannt wĂŒrden?

Ich nahm trotz allem hoffnungsfroh den Bus von Chiang Mai nach Chiang Dao,  inmitten von Bergen. Ich quartierte mich nicht im Ort, sondern in den netten Chiang Dao Huts ein, die zwischen dem Höhlen- und dem auf dem Berg liegenden Wat Tham Pla Plong liegt. NatĂŒrlich lieh ich mir ein Fahrrad, um die Gegend zu erkunden.

Die ringsumliegenden Berge lagen im Dunst und der Mount Chiang Dao, den man in zwei Tagen besteigen kann, mußte ausfallen, so schaute ich mir den tollen Höhlentempel an.

Rechts vom Tempel geht eine Treppe zu einem Pfad zu einer anderen Höhle laut Maps me. Es war entspannend, endlich mal im schattigen Wald spazieren zu gehen. Nach einer Weile war der Weg derartig von BÀumen versperrt, dass ich umkehren musste.

Macht nichts, ich radelte zu den etwa fĂŒnf schweißtreibende Kilometer entfernten heißen Quellen. Schweigebadet, ließ ich mich erst in voller Montur in den kalten Fluss fallen, dann in den runden Pool der heißen Quellen, herrlich!

Ich traf einen Deutschen, der in dem Bergtempel mit den Mönchen zusammen meditiert, fegt und lebt. So verbrachten wir den Rest des Nachmittags abwechselnd mit abkĂŒhlen, aufwĂ€rmen und erzĂ€hlen. Neben den Chiang Dao Huts liegt die Cave Woman Bar, die einzige weit und breit, mit guter Musik und ich traf jeden Abend nette Leute. Am letzten Tag radelte ich zum Eingang vom Tempel Tham Pla Plong und erklomm die 500 Stufen. Alle paar Stufen sind wundervolle, buddhistische Weisheiten zu lesen, so merkte ich die viele Stufen kaum.

Chiang Rai ganz im Norden war mein nĂ€chstes Ziel. In der Staatlichen Touisteninformation nahm ich StadtplĂ€ne und eine Karte mit Radtouren mit. Zum White Temple Wat rong khun waren es 20 Kilometer, eigentlich nicht weit, aber bei der Hitze mußte ich schattige Nebenstraßen finden und so immer wieder absteigen, um in maps me nachzuschauen, wo ich weiterfahren musste. Der Temple, gebaut von Chalermchai Kositpipat seit 1996, im Jahre 2070 ist die Fertigstellung geplant;  lohnt jede Anstrengung! Er ist ausschließlich von Spenden finanziert, die nicht höher als 250 € sein dĂŒrfen, um unabhĂ€ngig zu bleiben. Da könnten sich Parteien mal eine Scheibe abschneiden!

Um hinein zu kommen, muss man erst an der „Hölle“ mit seinen verzweifelt ausgestreckten Armen und Totenköpfen vorbei, bevor man den beeindruckenden weißen Tempel betreten kann. Ich musste bei dem Anblick an die vielen FĂŒchtlinge und die Armen dieser Welt denken.

Im Tempel tummeln sich Engel, Teufel und jede Menge BerĂŒhmtheiten wie Batmann, Spiderman, Keanu Reeves im Matrix-KostĂŒm, Michael Jackson und Elvis. Hier ließ ich mir Zeit zum Reflektieren und Nachdenken!

Die 53 Kilometer lange Radtour am Fluss entlang auf Straßen mit wenig Verkehr und viel Schatten kann ich nur wĂ€rmstens empfehlen. Rechts und links sind sie von Reisfeldern und  Ananasplantagen gesĂ€umt. NatĂŒrlich war ich die einzige Radfahrerin. Da es etwas hĂŒgelig war, freute ich mich, ein gutes Mountainbike geliehen zu haben. Bei Ban Ruammit wird immer noch Elefantenreiten angeboten, obwohl bekannt ist, daß es schĂ€dlich fĂŒr ihren RĂŒcken ist. Die armen DickhĂ€uter standen angekettet in einem Gehege, schade, daß sie sich das gefallen lassen! Das hielt einen Elefanten nicht davon ab, zumindest mit den RĂŒssel seine Angebete zu knutschen.

Beim Radeln Richtung Norden kam ich auch an einem „Hilltribe-Dorf“ vorbei.

auf dem Weg zum Hilltribe-Dorf…ein sehr selten anzutreffender Radweg nicht nur in Thailand

Eine Tour wĂŒrde ich nicht buchen, aber da ich schon mal da war, zahlte ich Eintritt, um mir das ganze anzuschauen. Das „Dorf“ der Akha, Yao, Lahu, Kyor und Karen war sehr klein, eigentlich zu klein, um dort 5 Hilltribe-Dörfer unterzubringen.  Als die Chinesische Gruppe zu Ende fotografiert hatte, sprach ich ein MĂ€dchen an, die Thanaka-Paste in ihrem Gesicht hatte. Das ist sehr populĂ€r in Myanmar, die Karen kommen auch von dort.

Mit meiner Übersetzer-App konnte ich mich glĂŒcklicherweise ein bißchen unterhalten und erfuhr, daß alle Frauen aus diesem Dorf die Halsringe von klein auf tragen, mit dem Alter werden immer mehr Ringe hinzugefĂŒgt.  Dadurch werden die Schulter hinuntergedrĂŒckt, was den Hals lĂ€nger erscheinen lĂ€ĂŸt.  WĂ€hrend sie im Dorf zum Teil selbst-gewebte Schals, Taschen und andere Souvenirs verkaufen und fĂŒr die Touristen posieren, arbeiten die MĂ€nner außerhalb. Viel mehr konnte ich leider nicht erfahren.

Da Blau meine Lieblingsfarbe ist, durfte ein Besuch des Blauen Tempels nicht fehlen. Und er lohnte sich absolut!

Tips fĂŒr Chiang Dao:

nicht im Ort wohnen, er ist staubig und der Verkehr nicht angenehm, besser in den Chiang Daos Huts mit liebevoll dekoriertem Garten einquartieren, die Zimmer sind sogar noch schöner als die Bungalows,; die Wanderwege und Tempel sind in der NÀhe

 

Tips fĂŒr Chiang Rai:

BenÂŽs Guesthouse kann ich sehr empfehlen, ruhige Lage, gute Zimmer und Pool, leider wie meistens ohne Schatten

ChatÂŽs Guesthouse liegt sehr zentral, aber das Restaurant fand ich ĂŒberteuert, an einem Abend wanderte eine Schnecke im Bad, am anderen eine junge Ratte, warscheinlich durch den Abfluss…

Grace CafĂ© und Bakery beimOverbrook- Hospital hat den besten und gĂŒnstigsten Kaffee und fantastische Schokodesserts…, bis 15 Uhr bietet das Vegetarische Restaurant an der Rattanakeat Rd. leckere, nicht ĂŒberteuerte Thai-Gerichte an, abends ist der Nightmarket empfehlenswert mit Live-Performances und riesiger Auswahl an Thai-Gerichten, die beste Massage gibtÂŽs gegenĂŒber bei Mueng Lanna Massage, nicht teurer, aber besser als die anderen; praktisch wĂ€re die Möglichkeit, das Handy am Lenker zu befestigen, um nicht absteigen zu mĂŒssen, um maps me anzuschauen

 

 

Nachhaltigkeit Thai-Style mit Leidenschaft & Gourmet-GenĂŒssen im Khum Lanna Eco-Resort, Thailand

Phrao liegt nur knapp ein bis zwei Stunden nördlich vom abgasschwangeren Chiang Mai, die ideale Oase ist das Khum Lanna EcoResort. Vor fast zwanzig Jahren fingen die Besitzer Rachet Wapeetha und seine Frau Yaowanith Boonchoosilp an, ein HolzhĂ€uschen mit vierZimmern zu vermieten, jetzt befindet sich unter dem GebĂ€ude die Rice for Life Ausstellung, die Rachet gerne erklĂ€rt. Nicht nur 12 gemĂŒtliche Zimmer sind es mehr geworden, sie haben auch einen beneidenswerten, wild aussehenden Bio-GemĂŒse- und Obstgarten angelegt, in dem zu jeder Saison frische FrĂŒchte, KrĂ€uter und GemĂŒse die KĂŒche erfreuen.

Das Tollste sind die fĂŒr die ThailĂ€ndische KĂŒche notwendigen KrĂ€uter wie zum Beispiel Zitronengras und BergamottblĂ€tter, die bei EuropĂ€ischen Temperaturen gar nicht sprießen.

Frau Yaowanith erklĂ€rt uns die Zutaten fĂŒr die ThailĂ€ndischen Gerichte

Da passte es natĂŒrlich hervorragend, daß Frau Yaowanith ThailĂ€ndische Kochkurse anbietet. Wie es sich als exzellente Köchin gehört, sprach sie sehr zur Freude des Französischen PĂ€rchens im Kochkurs, fließend Französisch. Die KĂŒche ist professionell mit allem ausgerĂŒstet, was das Kochherz begehrt und erklĂ€rt in Bildern, aber auch auf Englisch, Französisch und sogar Deutsch die KrĂ€uter und GemĂŒsearten.

bei der Zubereitung des Currys…

So lernten wir die Zubereitung von FrĂŒhingsrollen, Tom Kha Gai  und Curry mit Reis, selbstverstĂ€ndlich mit Zutaten aus eigenem Garten. Anders als in vielen Thai-GarkĂŒchen und Restaurants werden alle KrĂ€uter kleingeschnitten, so daß man alles mitessen kann. Da lief uns das Wasser im Munde zusammen. Zum Dinner durften wir dann unsere Köstlichkeiten vernaschen!

vegetarisch lecker: FrĂŒhlingsrollen, Tom Kha Gai und Curry Ă  la Kum Lanna

Am Tag vorher radelte mit mir Rachet Wapeetha, ihr Ehemann, zu den umliegenden Tempeln, einer Bio– und einer Pilzfarm,  wo ich sah, wie die Engels- , „Woodear“- und Shitakepilze natĂŒrlich gezĂŒchtet werden.

Weiter auf der Zuckerrohrfarm wurde erst das Zuckerrohr geschĂ€lt, die Schalen gleich zum Befeuern genutzt. Dann wurde das Zuckerrohr zerstoßen und gepresst, die FĂŒssigkeit in den großen Töpfen aufgekocht und der Schaum abgeschöpft. Nach mehrmaligem Aufkochen wird die braune Soße auf ein Brett mit zuckerstĂŒckengroßen Löchern gegossen und geschabt. Nach 10 Minuten sind die StĂŒckchen fest und man schĂŒttelt sie raus, fertig sind die rein natĂŒrlichen Zuckerrohrbonbons, beziehungsweise WĂŒrfel.

Von den Entwicklungsprojekten des verstorbenen Königs Bhumibol inspiriert, engagiert sich das Khum Lanna Resort sehr fĂŒr Nachhaltigkeit. In Zusammenarbeit mit den Dörfern der Umgebung haben sie BĂ€ume gepflanzt, die Bienenstöcke geschĂŒtzt und eine Aufstellung von benötigtem Saatgut auf ihre Facebookseite gestellt, die sie noch benötigen, um weiter Wald und Wiesen aufzuforsten.

Aktiv-Urlaub wird im Khum Lanna großgeschrieben, so wurden wir um 5 Uhr 30 geweckt, um zum lokalen Markt in der Umgebung zu radeln, der bereits um 7 Uhr morgens schließt. Die Einheimischen kaufen jetzt schon ein, bevor sie zur Arbeit gehen. Darunter sind auch gewöhnungsbedĂŒrftige Ameiseneier inklusive einige noch herumwandernde Ameisen, frischer gehtÂŽs nicht!

Anschließend bereiteten wir das Mittagsessen, bestehend aus Papaya-Salat, ohne Ameisen, vor. Da lief mir beim Anblick der Zutaten; geraspelte grĂŒne Papaya und Karotten, man kann auch Gurken und oder Melonen verwenden, geschĂ€lter Knoblauch, grĂŒne Chillies, grĂŒne Bohnen, Limonen, Anchovissauce, Tomaten, Tamarindensauce, gerösteter ErdnĂŒsse und Palmzucher schon das Wasser im Munde zusammen! Nicht-Vegetarier wie dieThais fĂŒgen noch die fast ĂŒberall prĂ€sente Fischsauce und getrocknete Shrimps hinzu.

Klar, dass ich mir zum Abschluß die Thai-Massage mit heißen KrĂ€utern zur Entspannung gönnte!

Tips fĂŒrÂŽs Khum Lanna Resort:

per Songthaew kommt man fĂŒr 60 Baht oder mit dem Minibus fĂŒr 80 von Chiang MaiÂŽs kleinem Busbahnhof Chang Phuak, nördlich vom historischen Zentrum, in weiniger als 1 1/2 Stunden nach Phrao, von dort wird man auf Wunsch abgeholt, dem Busfahrer unbedingt sagen, daß er einen bei PhraoÂŽs Busbahnhof absetzen soll, sonst landet man wie ich irgendwo auf der Straße.

Gottseidank traf ich auf Pim, die Rached Wapaatha kannte! Der holte mich dann bei ihrem Proud-Coffee(Poomjai-Coffee) Stand ab, wo ich ihren superleckeren Capuccino probierte, absolut empfehlenswert! Leider gab es ihn in Plastikbechern (ich hatte meinen eigenen -Becher dabei!). Der Stand ist gegenĂŒber der Kaisokorn-Bank, gleich um die Ecke vom Busbahnhof

Pim bei der Chai-Latte Zubereitung

Es lohnt sich, ein paar Tage zu bleiben, es gibt genĂŒgend Interessantes zu sehen und zu tun im Khum Lanna Resort und Umgebung! FĂŒrÂŽs Bergwandern und die dazugehörige Aussicht war es Mitte MĂ€rz leider zu neblig und diesig, erst ab Juni wird die Sicht besser.

 

Radeln im Tempel-Park von Sukhothai, Thai-Massage lernen in Chiang Mai

Nach Überquerung der Burmesisch-Thailandischen Grenze bei Mae Sot war es nicht so einfach, den passenden Bus nach Sukhotai zu finden, erst mussten ein Kanadier, der in Chengdu, China, Jazz! unterrrichtet und ich uns ein Taxi teilen, um zum Busbahnhof zu kommen. In Thailand war es eine halbe Stunden frĂŒher, so hĂ€tten wir fast noch unseren Bus verpasst. Ich quartierte mich gleich in der NĂ€he des Busbahnhofs von Neu-Sukhotai im Siri-Guesthaus ein.

Von hier nahm ich am nĂ€chsten Morgen einen Songtheow nach Old-Sukhotai und von dort lieh ich mir ein Rad fĂŒr 30 Baht. Im Park gab es erfeulicherweise viele BĂ€ume und kein Auto- oder Motorradverkehr, so brachte es viel Spaß, die Tempel per Rad zu erkunden.

ÜberflĂŒssigerweise gab es gelegentlich einen vorbeifahrenden Minibus, der die zahlenden Mitfahrer aufgabelte, die unpraktischerweise auf ihn warten mussten.

auch die Schulklasse hatte viel Spaß auf den Tempeln

Am Nachmittag hörte ich bei einem nahen Tempel Musik und sah eine Menschenmenge sich dazu elegant bewegen. Beim NĂ€herkommen wurde ich ebenfalls aufgefordert, mitzutanzen. Die Thais waren begeistert und ein Mann brachte mir eine kalte, sehr sĂŒĂŸe FlĂŒssigkeit, die ich unauffĂ€llig verschwinden lassen mußte. Nach mehreren Tempel-Umrundungen wurde es mir zu heiß und ich begab mich wieder nach Neu-Sukothai per Bus.

Weiter nach Chiang Mai brauchte der bequeme Bus nur ca. zwei Stunden, die ich sehr genoß nach den furchtbaren Straßen und Bussen in Mynamar! Der Verkehr ist unangenehm stauanfallig, aber  die kleinen Seitengassen im Historischen Zentrum sind schattig und fast Auto- und Motorradfrei, ideal zum Radfahren.

ZufĂ€llig war Vollmond und ein Tempel veranstaltete ein Fest, bei dem die Mönche unzĂ€hlige, schwimmende Kerzen anzĂŒndeten.  Ich kaufte wie viele Thais ein Blumenbouquet, mit dem ich dreimal den Tempel umrundete und mir etwas wĂŒnschte. Ob der Wunsch wohl in ErfĂŒllung geht?

Die Altstadt scheint neben einigen schönen Tempeln ausschließlich aus Massagesalons und Travelagencys zu bestehen, die alle das ĂŒbliche wie Elephant-Riding oder -Camp; das letztere ist eher zu empfehlen, da die hin- und herwackelnden Gestelle, auf denen die Touristen sitzen, den RĂŒcken des Elefanten schĂ€digen; Besuchen von WasserfĂ€llen, Höhlen und der Hilltribe-Dörfer, wo die Einwohner wie im Zoo begafft und fotograiert werden und „Flight like a gibbon“, wo man sich im „Dschungel“ an einem elastischen Seil zum Affen schwingen kann.

Ich wollte die Thai-Massage erlernen, so entschied ich  mich fĂŒr die Old Medical Hospital Massageschool, die sich an dem Physiotherapisten Buddhas, dem „Father Doctor“ Jivaka Komarabhacca orientiert.  Die Thai-Massage ist von der Indischen Ayurvedischen Lehre inspiriert und eine Kombination aus Akupressur der Energie-Meridian-Punkte sowie eine dem Yoga-angelehnte Dehnung. Sie ist eher Energie- statt Körper-Arbeit, um den natĂŒrlichen Heilungsprozess zu stimulieren. Das ist sowohl fĂŒr den Kunden als auch fĂŒr den Masseur anstrengend.

Zuerst zeigte uns unser Lehrer 15 Positionen, die wir dann an den anderen Teilnehmern ausprobieren durften. Es war alles andere als einfach, sich das alles zu merken! Jeden Tag kamen neue Massagegriffe hinzu, insgesamt 56 in drei Tagen.

die PrĂŒfung ist geschafft!

Am vierten Tag ĂŒbten wir noch einmal die Praxis, bis wir am fĂŒnften Tag geprĂŒft wurden und statt diesem opulenten Blumenstrauß wie die Thai-Kinder, unser Zertifikat bekamen.

Thai-Kinder bekommen bei bestandenem Examens dieses besondere Geschenk, genau auf die BlĂŒten und die Scheinchen schauen!

Mein absolutes Highlight in Chiang Mai war die exzellente Ausstellung in der Seescape Gallery von „Lucktospestive“ von Luck Maisalee, die leider nur noch bis zum 18.MĂ€rz 2018 lĂ€uft.

 

„the last supper“ von Leonardo da Vinci, neu interpretiert als the last drunker von Luck Maisalee in der Seescape Gallery, Chang Mai

Tips fĂŒr Sukhothai und Chiang Mai:

gleich am Busbahnhof von Neu-Sukhothai kann ich das Siri Siri Guesthouse mit sauberen, gĂŒnstigen Zimmern empfehlen, leicht mit Mapsme zu finden, das Poo-Restaurant nicht weit entfernt an der Hauptstraße hat leckere KĂŒche, mit dem Songtheow kommt man  fĂŒr 30 Baht nach Alt-Sukhothai  und kann dort ein Rad leihen

In Chiang Mai hatte ich ein sehr schönes, sauberes Zimmer mit schnellem Wifi und KĂŒhlschrank in GritÂŽs Guesthaus, wer andere Reisende kennenlernen möchte, ist in JulieÂŽs Guesthaus an der richtigen Adresse, die Zimmer sind allerdings weniger schön, gemĂŒtlich sitzt man ohne zuviel Abgase in KatÂŽs Kitchen und kann die tolle KĂŒche unter bunten Lampions genießen, statt die Abgase am Nightmarket an der starkbefahrenen Ringstraße einzuatmen und dort die gleichen Preise zu zahlen…

Abgase inklusive im Nightmarket an der Ringstraße um das Historische Zentrum, Chang Mai

Keine Lust auf zu viele Touristen? Der Kad Manee Market, 5 Minuten mit dem Rad sĂŒdlich vom historischen Zentrum ist ein netter Food-Nightmarket mit Matten auf dem Boden und kleinen Tischen, wo man sich seinen Hotpot im geborgten Tontopf selber brutzelt.

Im „Art of Paradise“ kann groß und klein surrealistische Fotos ausprobieren, eine schöne AbkĂŒhlung und ein Riesenspaß, besonders, wenn man zu mehreren ist! Unbedingt vorher den Handy-Akku aufladen, da die App einen hohen Verbrauch hat.

 

25 Stunden im Burma-Bus nach Mrauk U, Rakhine State

Von Bagan nach Mrauk U, zurĂŒck nach Yangoon und ĂŒber Hpa An zur ThailĂ€ndischen Grenze

Erst seit kurzem dĂŒrfen AuslĂ€nder mit dem Bus nach Mrauk U fahren. Es liegt im Rakhine State, dessen Landschaft Rudyard Kipling zum Dschungelbuch inspiriert haben soll. 1430 von König Mong Saw Mon gegrĂŒndet, war die Hauptdstadt 350 Jahre ein Zentrum fĂŒr Kunst, Kultur und Handel mit Portugiesen, HollĂ€ndern und Arabien. Erst 1785 wurde Mrauk U von einem Birmanischen König durch Verrat erobert und nachdem die Briten 1826 ihren Verwaltungssitz nach Sittwe verlegten, damit bedeutungslos.

Ich durfte mich also in Bagan mit anderen Burmesen vier Stunden lang in einen Minibus quetschen. In Magwe mußte ich dann drei Stunden Zeit im Restaurant totschlagen, bis ein großer Bus mich nach Mrauk U mitnahm. Es gab immerhin Decken und als mein Vordermann die RĂŒckenlehne zurĂŒckklappte, mußte ich dies auch tun, um nicht meine Knie zu zerdrĂŒcken. Diese konnte ich sogar etwas ausstrecken, rutschte nach einiger Zeit nach unten, um mich anschließend wieder aufzurichten. So wurde es mir in der Nacht nicht langweilig. Vor lauter MĂŒdigkeit nickte ich trotz ununterbrochenem Geruckel und Serpentinen ohne Ende sogar gelegentlich ein.

Am nĂ€chsten Vormittag schĂ€lte ich mich gerĂ€dert aus dem Sitz, reckte mĂŒde meine verspannten Glieder und nahm ein Taxi zum Guesthouse. Nach einer kalten Dusche fĂŒhlte ich mich erstaunlich fit genug, mir ein Rad zu leihen, um die Umgebung zu erkunden.

Mrauk U ist ein netter Ort, ideal zum Radfahren. Auf wenigen Straßen wird der Radler von hupenden Autos und MotorrĂ€dern belĂ€stigt. Herrlich, sich auf den zum Teil schattigen Wegen zu verirren!

So entdeckte ich diverse Tempel und einen wunderschönen, friedlichen See.

Nur zum Guesthouse zurĂŒck zu finden war schrierig, da die Einheimischen mir keine genauen Angaben machen konnten und ich mich völlig verfahren hatte. Der Sonnenuntergang war etwas vernebelt und diesig, die Zeit fĂŒr schöne SchnappschĂŒsse war gerade ungĂŒnstig, egal, ich traf einen Franzosen und zwei Burmesische Fofografen, die mir vom Yangoon Photo Festival erzĂ€hlten.

ZurĂŒck nach Yangoon braucht der Bus 25 Stunden! Lieber hĂ€tte ich im 25hours Hotel genĂ€chtigt und mich hinbeamen lassen, leider ist das immer noch Zukunftsmusik. So landete ich im bisher schlechtesten Bus in Myanmar. Eng, ohne Platz fĂŒr meine Beine, ohne Decke, stattdessen Staubwirbel, die durchs Fenster eine Staublunge förderten, daher kamen wohl die Husten- und ekligen SpuckanfĂ€lle der Einheimischen; war die Fahrt eine harte PrĂŒfung . Die steinharte Lehne bereitete mir noch tagelang Schmerzen.

Mrauk U, photo by Edgar Mc Tressin, im Mahabandoola Park

Angekommen, weckte mich die tolle Ausstellung im Mahabandoola Park des Yangoon Photo Festivals ĂŒber Cultural Heritage, Burmese Photographers and World Press Photos wieder auf.

Yangoon Photo Festival Ausstellung

Am Abend wurden die besten Myanmar Photo Stories im Institut Francais de Birmanie ausgezeichnet. Ein absolutes Highlight fĂŒr mich waren die bewegenden Geschichten Myanmars und die Ausstellung von Profifotografen ĂŒber Afghanistan, die FrĂŒchtlingswelle nach Europa und die Drogenmorde in den Philippinen.

Idylle an Hpa Ans Fluss

Zeit, weiter nach Hpa An ĂŒber die ThailĂ€ndische Grenze zu kommen. Hier bekam ich einen wunderbaren, bequemen Bus, der nur 6 Stunden brauchte! Ich blieb nur einen Tag, da ich ja schon mal dort war, und radelte in der glĂŒhenden Hitze, leider ohne viel Schatten, bis zu einer mit unzĂ€hligen Buddhas gefĂŒllten Höhle, um mich dann im kĂŒhlen Naturpool mit planschenden Einheimischen abzukĂŒhlen, herrlich!

Höhle bei Hpa An
Sonnenuntergang in Hpa An

Tips fĂŒr Mrauk U:

das Happy Garden hat schöne Bungalows fĂŒr 15000 Kyat und ein nettes Restaurant

das Nice Meal Restaurant ist total ĂŒberteuert und der „Service“ interessiert sich hauptsĂ€chlich fĂŒr Indische Schmalzfilme

die Tempel lassen sich leicht mit dem Rad erkunden, beim Busticketkauf darauf bestehen, einen neuen, guten Bus zu bekommen! Ich kaufte an dem „Bus Station“ Stand gegenĂŒber dem Mrauk U Luxus Hotel mein Ticket, kann ich nicht empfehlen, versuchen, ein Online-Ticket zu kaufen

Tips fĂŒr Hpa an:

einen Ausflug zu den Höhlen und dem „James Bond Felsen“ machen

das Golden Sky Guesthouse hat den schönsten Flussblick von der Terrasse und passable, gĂŒnstige Zimmer mehr ĂŒber Hpa An hier

 

Wegen ihrer Schönheit tÀtowiert, die Chin-Frauen im Norden Myanmars

Von Yangoon ĂŒber Pyay und Bagan in den Chin-Staat

Vom SĂŒden MyanmarÂŽs landete ich mal wieder in Yangoon, um weiter in den Chin-State zu reisen. Die ĂŒblichen SehenswĂŒrdigkeiten hatte ich ja bereits vor 13 und 3 Jahren angeschaut, so fielen mir die extrem baufĂ€llig aussehenden 8 bis 9stöckigen HĂ€user besonders auf.

Sicher sind sie seit hundert Jahren noch nie renoviert worden und fallen wohl nur deswegen nicht zusammen, weil sie sich aneinandergereiht gegenseitig stabil halten. Im krassen Gegensatz dazu werden klimatisierte, elegante Shoppingmalls , die man nur durch eine Sicherheitsschleuse passieren darf, gebaut. Hier wird fĂŒr Rolex-Uhren, Armani und Co. geworben, das ist es, was die Burmesen am dringensten brauchen.

Ich hatte Lust, Unbekanntes zu sehen und buchte einen Radausflug zu den umliegenden Dörfern auf der anderen Flussseite Yangoons. Leider mussten wir eine ganze Weile am Hafen entlang radeln, bis wir endlich mit dem Boot ĂŒbersetzen konnten.

den Hintergrund beachten!

Hier beginnt eine ganz andere, dörfliche Welt. Gerade fand eine Hochzeitsfeier statt und begeistert wurde ich mit der Braut fotografiert.

Es war fast zu heiß, um durch die trockenen Felder ohne Schatten zu radeln.

Überall sah man Plastikabfall, ob am Ufer oder um die HĂŒtten herum. Ein Mönch schenkte uns FrĂŒchte, Kinder winkten uns wie immer zu und umringten uns eisschleckend.

Am nĂ€chsten Tag nahm ich den Bus Richtung Norden nach Pyay. Am grĂ¶ĂŸten Tempel standen die Burmesen am hĂ€ĂŸlichen, riesigen Aufzug Schlange. Touristen dĂŒrfen 3000 Kyat löhnen. Ich wurde von Burmesischen Studentinnen, die sich Yasmine und Iris nannten, angesprochen, um ihr Englisch aufzufrischen. Sie zeigten mir den Markt, wo wir leckere Salate mit Nudeln, Tofu und GemĂŒse verdrĂŒckten. Schön, mal etwas neues Vegetarisches auszuprobieren!

ein schöner Abend mit Iris-su, Yasmine, Alex und jakob

Sie halfen dem Franzosen Alex, den ich im Guesthaus traf, und mir, den Zug nach Bagan zu erwischen. In der neonbeleuchteten „Upper class“ war es unangenehm schmutzig, die Toilette stockdunkel und das Ruckeln förderte nicht unbedingt meinen Schlaf.

Um von Bagan nach Mindat im Chin-State zu kommen, mußte ich erstmal einen Pick-Up nach Pakkoku nehmen.

Beim Rundgang zum Fluss in Pakkoku

Von da gingÂŽs weiter mit dem Bus nach Mindat. Ich hatte mir romantischerweise einen schönen Bergort vorgestellt. Gerade wurde die Straße erweitert, was soviel Staub erzeugte, dass die Anwohner Plastikplanen an ihre Fassaden hĂ€ngen mußten. . Spazierengehen war also gestrichen. Wanderungen sollten auch zum Teil an den Straßen entlang gehen.

Bergpanorama bei Mindat

So buchte ich einen Tagesausflug zu den Chin-Dörfern mit Guide und Motorrad. Die tÀtowierten Chin-Frauen wurden meist sehr jung und oft unfreiwillig im Gesicht tÀtowiert, da sie sehr schön waren und damit verhindert wurde, dass sie vom König zur Frau genommen wurden. Jetzt sind die GesichtstÀtowierungen verboten.

Die obige Dame war schon sehr alt und gekrĂŒmmt, aber zeigte mir ihr schönstes LĂ€cheln

Wunderbar, mit diesen immer noch schönen, wĂŒrdevollen Damen sprechen zu können! Der Guide ĂŒbersetzte uns alles.

mit 70 jahren noch sehr fit, das FeierpÀrchen

Auf dem Weg zurĂŒck wurden wir von einer Familienfeier aufgehalten, die uns zu selbstvergorenem „Wein“ im BĂŒffelhorn und  einem Reisessen einlud. Alle waren sehr gut gelaunt, sie hatten wohl dem frisch schmeckenden GetrĂ€nk gut zugesprochen! Gar nicht so einfach, mit dem Horn in der Hand Fotos zu machen…

mein Highlight im Chin State

 

Umwelttips:

am besten eine Trinkflasche von zu Hause mitbringen, diese kann man fast ĂŒberall, in Tempeln, Restaurants und Hotels kostenlos auffĂŒllen, am besten aus dem Stahltank oder Filter, darauf achten, falls es ein PlastikbehĂ€lter ist, dass dieser nicht in der Sonne stand, sonst können sich Weichmacher lösen. Wenigstens kann man dadurch verhindern, dass noch mehr Plastik in FlĂŒssen landet

am Fluss bei Yangoon…

mehr Unwelttips hier:https://horizonteentdecken.de/nachhaltig-reisen-mit-8-tips-leicht-gemacht/

Im Internet kann man jetzt praktisch und ĂŒbersichtlich seinen Bus selber aussuchen und buchen, einfach Myanmar Bus Ticket in die Suchmaschine eingeben

Tips fĂŒr Yangoon, Bagan, Pakkoku und Mindat:

das nahe der Sule-Pagoda Yangoons  liegende Chan Myaye Guest House hat nette, saubere Zimmer, einen Balkon fĂŒr alle, Englisch-sprechendes Personal und liegt im 4. bzw. teilweise im 8. Stock, gut als Bergwander-Training geeignet!

Der Bus 36 fĂ€hrt fĂŒr 200 Kyat von der Sule Pagode direkt zum Aung Mingalar Busbahnhof und braucht zwischen einer bis eineinhalb Stunden dafĂŒr

Wer mal etwas anderes als Pagoden sehen möchte, sollte die River Gallery nahe dem ebenfalls sehenswerten Strand Hotel besichtigen, zur Zeit stellen sie zeitgenössische, Burmesische KĂŒnstler aus und beteiligen sich an dem Yangoon Photo Festival .

Noch Geld ĂŒbrig vor dem Nachhauseflug und keine Lust, das Geld fĂŒr öde Souvenirs auszugeben? Das Shangli La Hotel bietet fast jeden Abend ein unglaublich tolles Gourmet-Buffet fĂŒr 36 Dollar

In Bagan quartierte ich mich im May Kha Lar Guesthouse im zentralgelgenen Nyaung U ein und bekam ein nettes Zimmer mit Bad fĂŒr 20000 Kyat inklusive sehr gutem FrĂŒhstĂŒck.

Wer in Pakkoku Station machen möchte, kann sich im nahe am Busbahnhof gelegenen Hotel Yoma am Pool erholen, das schöne Zimmer kostete inklusive nettem FrĂŒhstĂŒck, super Service (der Gast wurde mit einem Schirm als Sonnenschutz zum Zimmer begleitet) und Transport zum Busbahnhof 35000 Kyat

In Mindat am besten vorher ein Zimmer reservieren, wir bekamen gerade noch welche im Va Kok (Tel: 09459168374) am Anfang des Ortes. Die sehr nette Mitarbeiterin kĂŒmmert sich rĂŒhrend um ihre GĂ€ste. Ein Geheimtip: der Pastor kann eventuell einen untouristischen Aufenthalt in einer Familie in einem Chin-Dorf vermitteln.

 

 

Einmal Paradies und zurĂŒck nach Dawei und Mawlamyine, SĂŒd-Myanmar

Über die ThailĂ€ndische Grenze nach Dawei, seinen StrĂ€nden und weiter nach Mawlamyine

Von Kanchanaburi brauchte mein hyperbequemer Bus nur 1 Âœ Stunden zur Grenze nach Myanmar. Schnell wurde mein Pass abgestempelt und ich versuchte den Shuttle-Bus zur Bimanesischen Grenze zu erwischen. Fehlanzeige, alle winkten ab und die Fahrzeuge waren blitzschnell voll. So stand ich vor einer Art Travel Agency, die mir den Bus-Transport nach Dawei, der nĂ€chstgrĂ¶ĂŸeren Stadt Myanmars, fĂŒr 800 Baht anbot. Die Summe stand auch in allen ReisefĂŒhrern, also buchten ich und ein ThailĂ€ndisch-Schwedischen PĂ€rchen die Fahrt. An der Burmesischen Grenze durften wir dann in den „Bus“ steigen, der sich als ein etwas betagter Kombi herausstellte. Alles nicht so wild, wir saßen zu dritt hinten, als noch ein Burmese sich neben uns drĂ€ngeln wollte, was ich ablehnte. Nach endlosem Palaver legte sich derjenige bequem hinten aufÂŽs GepĂ€ck und nickte gleich ein.

Wir landeten im Shwe Moung Than Hotel in Dawei, das uns empfohlen wurde. Nachts ließ sich zwar die Klimaanlage abschalten und das Fenster öffnen, das sofort etliche Moskitos zum Anlass nahmen, sich auf mich zu stĂŒrzen. Da war es erstmal vorbei mit Schlafen, zumal sich die eisernen Sprungfedern bemerkbar machten. Am nĂ€chsten Morgen quartierte ich mich daher ins Sein Shwe Moe Guesthouse umÂŽs Eck fĂŒr einen erheblich gĂŒnstigeren Preis ein, samt umweltfreundlichem Moskitoscreen am Fenster und Ventilator. Nachts war es so kĂŒhl, dass ich den Ventilator ausmachte.

Tempelaufgang in Dawei

Dawei ist ein angenehmer Ort mit KolonialhĂ€usern, Tempeln, netten CafĂ©s und sogar einem echten Biergarten mit BĂ€umen, in dem ich einen schönen Abend mit meinem Netbook verbrachte, da das Internet gut funktionierte. Erst spĂ€ter bemerkte ich die zahlreichen, dicken MĂŒckenstiche.

mein tĂ€gliches FrĂŒhstĂŒck in Dawei

Nach einem hervorragenden Kaffee im Journey-CafĂ© und FrĂŒchten mit Joghurt am nĂ€chsten Morgen machte ich einen langen Spaziergang und entdeckte sogar ein gemĂŒtliches CafĂ© im EuropĂ€ischen Stil in der Myotwin Street. Der Besitzer Thanzawhat vom Yathasone CafĂ© zauberte gerade mit viel GefĂŒhl die Verzierung einer Geburtstagstorte. Ich gönnte mir einen leckeren Schokoladenkuchen samt Kaffee.

der Meister am Werk

Aber ich war ja hier, um die jungfrĂ€ulichen StrĂ€nde zu sehen. Mit zwei französischen Schweizerinnen teilte ich ein Taxi zum Fischerdorf San Hilan und dem Tizit Strand. Von der Alphaltstrasse ging ein hĂŒgelliger Sandweg ab, der ĂŒber Stock und Stein zum Dorf fĂŒhrte.

Es liegt idyllisch zwischen zwei Buchten, jeder lÀchelte uns zu, ancheinend waren sie Besucher gewöhnt. Ich wanderte auf den Aussichtspunkt, um eine bessere Rundumsicht zu haben. Absolut lohnend!

Tizit Strand

Weiter fuhren wir zum Tizit-Strand, um uns von der Hitze abkĂŒhlen zu können. Wir waren fast allein, nur ein paar Einheimische liefen uns ĂŒber den Weg. Herrlich, im warmen Wasser zu schwimmen! Leider spendete keine Palme Schatten, so verließen wir dieses Idyll nach ausgiebigem Geplansche.

per Shuttle-Boot ĂŒber den Mangrovensumpf

Im Internet fand ich die Sin Htauk Beach Bungalows im SĂŒden der Dawei-Halbinsel, da mußte ich hin! So nahm ich den Bus und am Weg zum Dorf, das den Bungalows am nĂ€chsten liegt, ein Motorrad-Taxi. Der Fahrer bretterte den sandigen, holprigen, mit Schlaglöchern ĂŒbersĂ€ten Weg entlang, dass mir ganz mulmig wurde. Er wollte wohl den vor ihm sehr flott fahrenden MĂ€dels imponieren. Wir erreichten sicher den ĂŒberfluteten Mangrovensumpf und wurden per Boot in die NĂ€he der Bungalows gebracht. Bei Niedrigwasser lĂ€uft man etwa 20 Minuten ĂŒber den Sumpf.

Sin Htauk Beach bei Ebbe
die Flut kommt…

Am Strand angekommen, atmeten ich und die zwei Griechinnen, die auch im Bus waren, auf. Was fĂŒr ein paradiesischer Ort! Wunderschön und unberĂŒhrt! Genau das, was ich brauchte!

Die Bungallows haben alles, was der Gast benötigt, inklusive Terrasse und Liegestuhl. Hier ließe es sich aushalten, wenn man das entsprechende Kleingeld dabei hat.

Irgendwann ist auch der schönste Aufenthalt zu Ende und so wanderte ich bei Niedigwasser durch die Mangroven und wurde sogar auf dem RĂŒckweg, da der Bus an mir vorbeiraste, von einem Burmesen, der KokosnĂŒsse geladen hatte, bis nach Dawei mitgenommen.

Da man nicht auf den SĂŒdlichen Inseln im Myeick Archipel ĂŒbernachten kann und vieles ĂŒberteuert ist, entschloß ich mich, weiter in den Norden zu fahren.

So machte ich nur kurz Station im Starlight Hotel in Ye und da ich kein Fahrrad leihen konnte, gingÂŽs weiter nach Mawlamyine.

Auf dem Weg dahin sah ich mehrere Tempel auf steilen Felsen und fragte mich, wie diese wohl hinauf transportiert wurden? Endlich konnte ich mir ein Rad leihen, ideal fĂŒr Mawlanyine. Vom Fluß wehte eine Brise, die mich auf die HĂŒgel mit den zahlreichen Tempeln lockte.

Buddha streng bewacht

NatĂŒrlich gibt es einen Sunset-Tempel, den zu spĂ€t Gekommende per Aufzug erreichen können um sich die Treppen zu ersparen.

Sunset Tempel

Anschließend aß ich wieder auf dem Nachtmarkt am Fluß, eine Art Promenade mitsamt einem riesigen TV-Screen, auf dem Werbefilme und kurze Fußballszenen gezeigt werden. Die WM kann kommen!

Myanmar ist vorbereitet…

Tips fĂŒr Dawei:

Das Shwe Moung Than Hotel ist vollklimatisiert, die Zimmer kosten 25000 Kyat mit FrĂŒhstĂŒck auf der Dachterrasse, von der man eine schöne Rundumsicht hat und das Internet gut funktioniert, ist auch nutzbar wĂ€hrend des Tages, wenn man nur einen Snack nimmt

Das Sein Shwe Moe hat kleine, kĂŒhle Zimmer mit Fenstern und Ventilatoren, ab 8000 Kyat das kleine Einzelzimmer, von den nahen Schulen hört man die „GesĂ€nge“ morgens und abends, die Besitzerin spricht besser Englisch als die Angestellten im Shwe Moung Than

Neben dem Shwe Moung Than schlĂŒrfte ich im von vielen Einheimischen frequentierten Journey CafĂ© guten Capuccino fĂŒr 800 Kyat und Fruchtsalat mit Joghurt fĂŒr 1200, draußen im Schatten war es nochmal so schön!

Wer andere Traveller kennenlernen möchte, ist im Tavoy Kitchen richtig, die Nudeln in Kokosnusssoße waren besonders lecker!

Die StrĂ€nde sind nur fĂŒr sehr erfahrene Motorradfahrer geeignet, da die sandigen Wege zum Strand sehr schwierig sind.

Tips fĂŒr Mawlamyine:

Das Sandalwood hat preiswerte, schöne Zimmer ab 15000! Kyat mit Ventilator, unbedingt vorher reservieren! Internet funktioniert sehr gut!

Das Pann Su Wai hat auch saubere Zimmer mit Bad ab 16000 Kyat, mit Ventilator, Fenster mit Fliegengitter und Aircon, nachts war es kĂŒhl genug, um den Ventilator auszulassen, die Aircon sowieso

Schön ist es, im Grandfather-Restaurant auf dem Balkon oder auf dem Nachtmarkt dem Sonnenuntergang zuzusehen.

das einheimische „Sweet“ Restaurant macht gutes Indisches Poori-FrĂŒhstĂŒck, Shan-Nudeln und Kaffee zum unschlagbaren Preis, auffindbar mit Mapsme

 

 

GlĂŒcklich planschende Elefanten, die BrĂŒcke am Kwai und ihre furchtbare Historie in Thailand

Kanchanaburi gehört zu den heißesten Provinzen Thailands. Die Hauptstadt gleichen Namens ist nicht nur bei Bangkoker Thais ein beliebter Wochenend Hot Spot. Kein Wunder, bei Angeboten wie „Get drunk for 10 Baht, (ca 30 cent) und Restaurants, die sich “Schluck“ nennen.

das muss nicht sein, dieses schöne CafĂ© im Sitthisang Haus aus der Kolonialzeit des 19. Jahrhunderts gibtÂŽs auch…

Dabei gibt es erheblich mehr zu sehen als das, wie Nationalparks und die durch Regisseur David Leans Film berĂŒhmte BrĂŒcke am Kwai, sowie Zeugnisse deren unrĂŒhmlicher Vergangenheit wĂ€hrend der Japanischen Besatzung im 2. Weltkrieg.
Nach ein paar Stunden mit dem Bus von Bangkok quartierte ich mich im von Travelfish empfohlenen „Blue Star“ in eine gemĂŒtliche HĂŒtte auf dem Fluss ein.

mein Bungalow im Blue Star

Hier ist es herrlich ruhig vom ewigen Verkehr, aber nachts wurde ich von sanftem Geschaukel geweckt, das sich gelegentlich wiederholte. Was war das? Vielleicht waren die PfĂ€hle, auf denen meine HĂŒtte gebaut war, morsch? Ein BootsgerĂ€usch war auch nicht zu hören, nur gelegentlich planschte ein Waran vorbei. Ein Erdbeben? Das fĂŒhlt sich nach meiner Erfahrung auf Bali Ă€hnlich an, eigentlich ein ganz angenehmes Schaukeln, wenn es sich um ein leichtes handelt…Am nĂ€chsten Morgen bemerkte ich, dass mein Bungalow mit dem daneben liegendem verbunden war, anscheinend war der Nachbar nachts aufgestanden und in seiner HĂŒtte auf und ab gelaufen, viel Platz hatte er da nicht.

Beim Radverleih ein paar Meter weiter musste ich mich durch den Fundus wĂŒhlen, um ein funktionierendes Zweirad fĂŒr die kurze Radtour zur BrĂŒcke am Kwai zu ergattern.

An den unvermeidlichen SouvenirstĂ€nden vorbei schloss ich mich den anderen Touristen an, die ĂŒber die BrĂŒcke wanderten.

die berĂŒhmte BrĂŒcke am Kwai

Lautes Bimmeln kĂŒndigte einen Zug an und alle verließen die BrĂŒcke, beziehungsweise stellten sich in die dafĂŒr vorgesehenen Einbuchtungen. Die ursprĂŒngliche BrĂŒcke sollte die von Kriegsgefangenen unter horrenden Bedingungen gebaute Bahnlinie nach Myanmar vervollstĂ€ndigen. Der empfehlenswerte War Cemetary und das gegenĂŒberliegende Museum im Zentrum Kanchanaburis zeugen von den 6982 Kriegsgefangenen, die beim Bau der Bahnlinie wegen der schrecklichen Bedingungen umkamen.

die Schneise des Hellfire-Passes

Am Hellfirepass mussten sich die gefangenen Australier, HollÀnder und Briten sowie die angeheuerten Asiaten mit primitivsten Werkzeugen durch die Felsen schlagen.

Bei der Besichtigung wanderte ich ein StĂŒck den wegen der Hitze  endlos scheinenden Weg mit Blick auf Myanmar entlang, bis ich aufgab. Viele Kriegsgefangene hatten weder genug zu Trinken noch zu Essen und starben elendig. Das kleine Museum und der Hellfirepass sind leicht mit dem Bus von Kanchanaburi zu erreichen.

ZurĂŒck nahm ich den Bus zum Sai Yok Noi Wasserfall in Nam Tok, in der Trockenzeit im April war dieser leider nur ein bescheidenes Rinnsaal. Die Zugfahrt von dort zurĂŒck nach Kanchanaburi inklusive der Überquerung der BrĂŒcke am Kwai war wunderbar entspannend entlang der Felder und des Flusses.

Es war heiß, so beschloß ich, den Erawan Nationalpark mit seinen 7 WasserfĂ€llen zu besuchen. Der Bus brauchte 1 1/2 Stunden und ich dachte mir, da ist es sicher schöner, dort zu ĂŒbernachten. Tja, alle UnterkĂŒnfte waren voll, da blieb nur ein kleines Minizelt ĂŒbrig. Ab 18:30 schloß das einzige Restaurant am Parkeingang, also blieb mir nichts anderes ĂŒbrig, als mit der Taschenlampe etwas zu lesen und frĂŒh auf dem harten Boden zu versuchen, einzuschlafen.  So wachte ich bei Sonnenaufgang auf und machte mich auf den Weg zum ersten Wasserfall.

ein Pool schöner als der

Keine Menschenseele war unterwegs und so konnte ich in aller Ruhe in den Pools plantschen, die nachmittags voller Touristen sein sollen.

Andere

In der HerrgottsfrĂŒhe war es nicht so heiß zum Wandern, aber warm genug, um sich gelegentlich abzukĂŒhlen.

Unterwegs war diese Kleidung auf BÀumen aufgehÀngt, vermutlich, um damit bunte Fotos machen zu können.

Fishspa war hier inklusive, das heißt, kleine Tierchen knapperten an meinen winzigen Hautfetzen und reinigten sie so. Am spĂ€ten Vormittag war ich wieder zurĂŒck, um den Bus nach Kanchanaburi nehmen zu konnen.

beim Elefanten-FĂŒttern im Elephantsworld

Elefanten-Reiten wird leider immer noch in Thailand angeboten, obwohl es den RĂŒcken dieser Tiere schĂ€digt,. Nicht weit von Kanchanaburi  konnte ich einen nicht ganz billigen Ausflug inÂŽs Elephants World Camp buchen, das sich um kranke, schlecht behandelte und unterernĂ€hrte Elefanten kĂŒmmert.

Kein Elefant kommt von derselben Familie, manche freunden sich miteinander an. Nur ihr Mahout darf alles mit ihnen machen, wir sollten lieber von einigen, die schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht hatten,  Abstand halten.

Es brachte Spaß, diese wunderbaren Tiere etwas kennenlernen zu dĂŒrfen, im Wasser zu schrubben  und zu fĂŒttern. FĂŒr die Ă€lteren mit wenigen ZĂ€hnen kochten wir Reis und GemĂŒse, stampften es und formten es zu BĂ€llchen, anschließend wurden diese vernascht!

der Elefantendame lĂ€uft schon das Wasser im Munde zusammen…

Tips fĂŒr Kanchanaburi:

Alle SehenswĂŒrdigkeiten sind innerhalb Kanchanaburis mit dem Rad zu erreichen, die außerhalb liegenden mit dem Bus. RĂ€der werden ĂŒberall fĂŒr 50 Baht am Tag angeboten. Unbedingt den Zug von Nam Tok zurĂŒck nehmen, ist viel schöner als auf der Straße und er fĂ€hrt ĂŒber die BrĂŒcke am Kwai!

Wer im Erawan-Nationalpark ĂŒbernachten möchte, sollte rechtzeitig reservieren, sonst muß er oder sie mit einem kleinen Zelt vorlieb nehmen. Wertsachen können nirgendwo eingeschlossen werden! Es empfielt sich, so frĂŒh wie möglich loszugehen, um den Massen zu entgehen.

dieses leckere Gericht entdeckte ich auf dem Nachtmarkt, hauchdĂŒnn gebackenes mit Creme, Eiern und geraspelter Kokosnuß gefĂŒllt, hmmm

Jeden Abend von 18-22 Uhr gibt es einen Nachtmarkt westlich vom Bahnhof in Kanchanaburi mit Thai-Essen, Schuhen, Kleidung, Handyzubehör und was man sonst noch braucht oder nicht. Das Nachtleben beschrĂ€nkt sich hauptsĂ€chlich auf glatzköpfige AuslĂ€nder mit Bauchansatz beim Biertrinken an den Straßenbars, fĂŒr alleinreisende Frauen nicht gerade empfehlenswert.

Besser ist es, sich in ein nettes Restaurant zu setzen wie OnÂŽs Issan Thai Vegetarian mit leckerem vegetarischen und veganen Essen an der Mae Nam Khwae Rd, leider gibt es an der Straße nur 2 Tische, im Restaurant kĂŒhlt einen die Klimaanlage unangehem ab. In den GuesthĂ€usern am Fluß ein StĂŒckchen weiter rechts die Straße herunter kann man gemĂŒtlich essen ohne StraßenlĂ€rm- und Abgase inklusive free WiFi.

Das Blue Star Guesthouse hat blitzsaubere Zimmer und Bungalows, im Restaurant, auch ruhig, funktioniert das WiFi sehr gut.

Das wunderschöne CafĂ© im Siitisang House ist leider klimatisiert statt mit Holzventilatoren zu kĂŒhlen, drinnen sitzen ein paar Thais, vor sich GetrĂ€nke zum Teil in Plastikbechern! Draußen gibt 2 Tische an der Straße.

das Siri Osot and Boonpong & Brothers House

Interessant ist es, die verbliebenen KolonialhĂ€user anzuschauen, daneben kann man auf Schildern ihre Geschichte erfahren. Der Besitzer des obigen Hauses vermittelte mit geheimen Codes zwischen den Gefangenen und ihren HeimatlĂ€ndern, so konnten die Alliierten die BrĂŒcke am Kwai erfolgreich bombadieren.

 

Viel interessante Reiseberichte gibÂŽs auch  bei 1001 Reiseberichte…

 

 

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Bali-Tips: Schnorcheln bei Amed, Wandern in Munduk, Live-Musik in Ubud

Mit der FĂ€hre aus Lombok landete ich in Padang Bai auf Bali. Trotz des immer stĂ€rker werdenden Massentourismus verstehen es die Balinesen, ihrem ausgeprĂ€gten Sinn fĂŒr Schönheit Ausdruck zu verleihen. Die Tempel und ihre Skulpturen sind mit bunten TĂŒchern geschmĂŒckt. Wenn eine Zeremonie stattfindet und das passiert fast jeden Tag, werfen sie sich in traditionelle KostĂŒme.

Opfergaben werden in Körben dekoriert, Gamelanorchester spielen und gelegentlich wird elegant getanzt.

Gamelanorchester

 

frisch geschmĂŒckt fĂŒr die nĂ€chste Zereminie

In Jelenuk im Norden soll es gute Tauch- und SchnorchelgrĂŒnde geben, also nahm ich den flotten Bemo-Minibus nach Amlapura, stieg in Culik um, von dort waren es nur ein paar Minuten per Taxi nach Jelenuk. In meinem Zimmer beim FishermanÂŽs Homestay lief ein zwei handbreit großer Gecko an meiner Zimmerdecke entlang; eigentlich gehört er aufÂŽs Dach zum MĂŒcken fangen! Als eine fette Kakerlake sich im Bad niederließ und mir ein kleiner Skorpion vor die FĂŒĂŸe lief, erinnerte ich mich an einen Vorfall an einem Kolumbianischen Strand, wo der Gebissene wie am Spieß schrie. Da hatte ich die Nase voll und sah ich mich nach einer anderen Unterkunft um.

tanzende Frauen am Strand von Jelenuk

Direkt am Strand fand ich beim jungen PÀrchen im Beten Enjung Beach Guesthouse  in Karangasem  ein blitzsauberes Zimmer samt Terrasse zum Meer. Ein paar Meter weiter konnte ich mit Schnorcheln loslegen. SpektakulÀr war es nicht, aber entspannend, die bunten Fische und Korallen zu bewundern.

der Strand von Jelenuk von meiner Terrasse gesehen

Das Japanische Mini-Wrack unter Wasser im nĂ€chsten Ort, von dem in diversen ReisefĂŒhrern die Rede ist, konnte nicht mithalten. Am dritten Tag bemerkte ich braunes, angeschwemmtes Heu am Strand und dachte mir nichts weiter dabei. Mit Schnorchel, Brille und Flossen bewaffnet, tauchte ich unter und gleich wieder auf. Unter Wasser schwammen ganz unschuldig die Fische, an der WasseroberflĂ€che schaukelte der Plastik-MĂŒll. Widerlich!

Mir war die Lust auf weitere Meereserkundungen vergangen, so beschloß ich, nach Munduk in die Berge zu fahren. Angeblich fahren keine öffentlichen Verkehrsmittel dorthin. Keine drei Minuten wartete ich in Culik, bis mich der lokale Bus an der KĂŒste entlang nach Singaraja brachte. Hier durfte ich einige Zeit am Busbahnhof mit Einheimischen zubringen, bis der Bus nach Denpasar weiterfuhr. Er ließ mich an der Abzweigung nach Munduk heraus und jetzt wurde das Weiterkommen spannend. Ein leerer, weißer Minibus stand herum und es hieß, warte ein bißchen. Kein gutes Zeichen, da normalerweise der Bus erst fĂ€hrt, wenn er voll besetzt ist. Zehn Minuten spĂ€ter war er voll und wir fuhren los.

Die Hauptstraße wird leider auch Munduk von MotorrĂ€dern und Autos stark frequentiert. Einmal auf dem Wanderpfad in den GewĂŒrzplantagen konnte ich endlich in Ruhe die Berglandschaft genießen.

Im unvermeidlichen Wasserfall badete ich meine FĂŒĂŸe, zum Schwimmen war es zu flach. WĂ€hrend andere ausgiebig plantschten, sah ich eine dunkle Wolkenlandsschaft aufziehen.

die dunklen Wolken sind im Anmarsch…

Auf den Wasserfall von oben war ich nicht scharf, daher begab ich mich auf den RĂŒckweg. Wind kam auf und ich begann zu laufen. Als der Regen wie aus Eimern losprasselte, konnte ich gerade noch rechtzeitg das Dach eines Restaurants erreichen.

Der Besitzer brachte mir mit einem Regenschirm bewaffnet lachend die Karte. Ich bekam die beste vegetarische Pasta Bolognese ĂŒberhaupt!

Zimtstangen und MuskatnĂŒsse warten auf den Koch

Nach drei Tagen Wandern in GewĂŒrzplantagen und die wolkenverhangene Aussicht auf Berge und Meer bekam ich Lust, heraus zu finden, wie sich Ubud in 4 Jahren verĂ€ndert hat. Das mußte ich herausfinden und nahm den Bus nach Batubulan, dem Busbahnhof bei Denpasar, der Hauptstadt BaliÂŽs. In Ermangellung jeglicher Informationsmöglichkeit fragte ich bei der Polizeistation, wo der Bus nach Ubud weiterfuhr. Diese wollten mir ihren „friend“ fĂŒr viel Geld als Motorradtaxifahrer andrehen, als ich den Bus auf der anderen Straßenseite erblickte. Ich raste los, erwischte ihn und durfte etwas ĂŒberteuert, aber dafĂŒr auf einem Sitzplatz bequem nach Ubud weiterfahren.

im Loka Sari lĂ€ĂŸt es sich aushalten

In der Hauptstraße quetschten sich Busse und MotorrĂ€der im Stau aneinander vorbei. Ich bog in die Kajengstraße mit seinen in den Stein eingelassenen Namen mit Hand- und SchuhabdrĂŒcken der Sponsoren wie in Hollywood ein. Ein Guesthouse ist schöner als das andere, alle mit hauseigenem Tempel und Garten. Nach einigem Suchen fand ich ein Traum-Zimmer mit geschnitzten Holzmöbeln, Terrasse zum Garten und Pool. Unfaßbar, wie gĂŒnstig und ruhig ich hier im Luxus schwelgen durfte!

Zu den Reisfeldern ging ich nur die Kajeng Straße weiter und konnte herrlich entspannen! Nur wie den Abgasen und dem LĂ€rm der Hauptstraße entgehen, wenn man mehr sehen will? FrĂŒh morgens ist der Verkehr ertrĂ€glich, so konnte ich zum Arma Museum radeln. Balinesische traditionelle und moderne Kunst wechseln sich hier ab, auch die GemĂ€lde vom Deutschen Walter Spies, der lange Zeit in Ubud lebte, sind zu sehen.

Balinesiche Kunst im Arma-Museum

NatĂŒrlich gibt es wundervollerweise kaum Besucher. Auf dem RĂŒckweg blieb ich weniger schön im Stau stecken. Ja, Ubud hat sich nicht zum Vorteil verĂ€ndert, die Touristenmassen sind enorm geworden, gottseidank werden diese zum großen Teil mit Bussen nach Kuta oder Seminyak zurĂŒck gekarrt, wo sie hingehören.

Abends erlebte ich eine klasse Jazzband im Casa Luna an der jetzt normal belebten Hauptstrasse. Zur gleichen Zeit fand das  balispiritfestival statt, mit Yoga-und anderen Workshops und drei Abenden Live-Musik. So viele schöne, kreativ gekleidete Menschen sieht man selten. Das Ambiente war friedlich und das Konzert mit Zap Mama am folgenden Abend ein Genuß!

An meinem letzten Tag auf Bali durfte ich zufÀllig mein absolutes Highlight mit den Brooklyn Gypsies gratis im Casa Luna erleben!

Brooklyn Gypsies im Casa Luna heizen ein!

 

Tips fĂŒr Bali:

Das absolut empfehlenswerte Beten Anjung Beachguesthouse am Ende von Jelenuk hat nur 2 wunderschöne Zimmer, also schnell zugreifen: Tel.: +6263252866, email: betenenjung@gmail.com

Sehr schön und blitzsauber wohnt man in Munduk mit Aussicht, aber etwas VerkehrlÀrm im Taman Sari Guesthouse, das beste Restaurant ist der Warung Classic, der mir ein fantastisches vegetarisches Nasi Campur servierte, leider einmalig!

In Ubud gibt es die meisten Spas Indonesiens, die beste Massage gab es bisher fĂŒr mich im Kupu Kupu Barong Villas & Tree SPA by L’OCCITANE. NatĂŒrlich kann sich hier der anspruchsvolle Gast  grĂŒndlich verwöhnen lassen.

mein Zimmer im Kupu Kupu Barong

Konkurrenzlos gĂŒnstig und schön kann er auch in anderen GasthĂ€usern unterkommen, das ist nur hier in Ubud möglich.

Das Loka Sari in der Kajeng Straße 10, Tel.: 0361971847 ist fantastisch, oder die Ajana 3 Bungalows, Tel.; 0361-976303, liegen bildschön im Reisfeld mit Pool, nur die BĂ€der brĂ€uchten eine Renovierung.

Mehr ĂŒber Indonesien gibtÂŽs unter www.horizonteentdecken.de/category/reisen/indonesien

 

 

 

 

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Erholung pur mit gutem Gewissen in der Gili Asahan Eco Lodge

Die Secret Gilis in SĂŒdwest-Lombok entdecken

Wer trĂ€umt nicht von einer paradiesischen Insel? Bei genauerem Hinsehen existieren sie nur im Traum. In der RealitĂ€t entspannt sich der Italiener Luciano dabei, wenn er den PlastikmĂŒll vom feinen Sandstrand Gili Asahans aufliest. Dieser ist der bisher sauberste, der mir in Indonesien untergekommen ist. Seit ĂŒber 20 Jahren auf Bali ansĂ€ssig, kaufte er vor 16 Jahren auf der abgelegen Insel Asahan in SĂŒd-Lombok ein StĂŒck Land. Mit Familie und Freunden kam er ab und zu vorbei.

Vor etwa 2 Jahren baute er in traditioneller Holz-Bauweise seine Gili Asahan Eco Lodge auf.

Bungalow mit Terrasse

Mit rustikalem Charme liebevoll bis inÂŽs Detail von Luciano aus Strandgut dekoriert, fĂŒhlte ich mich dort gleich zu Hause. Es gibt Bungalows mit Terrasse und HĂ€ngematte oder nach allen Seiten offene HĂ€uschen im Indonesischen Treffpunkt-Stil, beide mit traumhaften Betten samt Moskitonetz, Open-Air-Bad  und traditionellen BambusvohĂ€ngen als Sichtschutz.

hiermit wird der Bambusvorhang befestigt

Auf eine Klimaanlage wird verzichtet, die frische Meeresluft und der Ventilator machen sie ĂŒberflĂŒssig. Vor dem FrĂŒhstĂŒck ging ich direkt vor die TĂŒr zum Schwimmen und Schnorcheln. Das opulente FrĂŒhstĂŒck mit Fruchtsalat, MĂŒsli, Yoghurt und Eierspeisen schmeckte umso leckerer! Danach mußte ich die insel erkunden. Bei Ebbe konnte ich am Meer entlanglaufen und ĂŒber die Felsen klettern, denn Wege gibt es nicht wirklich.

Nach etwa 2 Stunden war ich an Pferdekoppeln und KĂŒhen vorbei wieder am Ausgangspunkt.

Zum Sonnenuntergang erklomm ich den schmalen Pfad vom Resort auf den höchsten Punkt der Insel. Ein traumhafter Blick auf die umliegenden Inseln samt Lombok durfte ich genießen.

Beim Heruntergehen kam ich vom richtigen Weg ab und dachte, alle Wege fĂŒhren nach unten, das kann kein großer Umweg sein. Ein Irrtum, der Weg war gut ĂŒberwachsen und schien gefĂŒhlt kein Ende zu nehmen, als ich an eine eingezĂ€umte Pferdekoppel gelangte. An ihr entlang wanderte ich Richtung Meer und hatte den Eingang des Resorts vor mir.

Die Angestellten kommen aus dem Dorf nebenan, wo die Bewohner ermuntert werden, Plastik zu sammeln und beim Resort abzugeben, das nach Mataram zur Entsorgung gebracht wird. Die heruntergekommende Schule im Dorf soll mit Hilfe vom Resort neu aufgebaut werden. Ein Teil des Stroms der Eco-Lodge kommt von Sonnenkollektoren.

Abends wird das Lagerfeuer enfacht  Foto: Gili Asahan Lodge

Als echter Italiener bietet Luciano neben Indonesischer auch Italienische Köstlichkeiten an. Hausgemachter Limoncello und Italienische Weine fehlen selbstverstÀndlich nicht.

Luciano, the creator of the eco-lodge

Wer beim Schwimmen, Schnorcheln und Kanufahren Erholung sucht, ist hier an der richtigen Adresse.

Wie kommt man hin:

Neben privatem Transport fĂ€hrt auch ein öffentlicher Bemo/Kleinbus vom gegenĂŒberliegenden Dorf Gili Asahans in Lombok und von dort direkt ĂŒber Temboran, wo das öffentliche Boot zur Nachbarinsel Gili Gede abfĂ€hrt, nach Lembar fĂŒr ca. 50000 Rupias.

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Nach 8 Jahren Weltumsegelung fast den Garten Eden in Lombok gefunden

Nachhaltig erholen: Rinjani Mountain Garden unter dem Vulkan

Auf dem Boot von Sumbawa nach Lombok schmöckerte ich im „Travelfish“, einem sehr informativem Online-Travelhandbuch, ĂŒber den Rinjani Mountain Garden und die Entscheidung ĂŒber meine nĂ€chste Destination war gefallen. Weil der Bus total ĂŒberhöhte Preise verlangte, probierten Jean-Marc, seine Freundin Annie, die ich aus Sumbawa kannte, und ich es mit Autostop. Bei der letzten Etappe auf dem offenen Pick-Up fing es an zu regnen und unser Fahrer nahm uns netterweise auf einen Tee zu Bekannten mit. Dort verhandelten wir die Weiterfahrt, da die Franzosen nach Senaru mit seinen Guides auf Touristen-Fang und ich zum Rinjani Mountain Garden in`s Dorf nebenan wollte. Irmgard, genannt Toni, begrĂŒĂŸte mich in ihrem Guesthouse und erzĂ€hlte mir ihre Geschichte.

der hauseigene Quellwasserpool, im Hintergrund der Rinjani

Gute 8 Jahre segelten Roland und Toni mit ihrer 24 Meter- Segelyacht „Albatros“ samt ChartergĂ€sten um die Welt. Roland hatte sie nach eigenen PlĂ€nen gebaut, inklusive Meerentsalzungsanlage und eigenem Wasserkreislauf fĂŒr die sanitĂ€ren Anlagen. Als durch den Bombenanschlag in Bali viele ChartergĂ€ste ausfielen, suchten sie einen Platz, um nebenbei SĂŒĂŸwasserfische zu zĂŒchten. Sie fanden heraus, daß das beste Wasser durch Gesteinsfilter von LombokÂŽs Vulkan kam. Im Norden von Lombok, am Fuße des Rinjani, fanden sie vor 10 Jahren ihr Paradies in den Reisfeldern.

Durch von Roland angelegter Wasserkraft konnten sie nicht nur ihr Haus, sondern auch 3 Dörfer mit Strom beliefern. Beim Verkauf der Fische an Hotel- und Restaurantbesitzer wurde es gelegentlich beim gemĂŒtlichen Teil mit hausgemachtem Wein zu spĂ€t, die schlechte Straße zurĂŒck zu fahren. Die Idee, GĂ€stezimmer anzubieten, war geboren.

Lumbung, ein traditionelles GasthÀuschen

Es war ein schwerer Schlag, als ihre Segelyacht auf Gili Travangan gestohlen wurde. So richteten sie sich ihr Refugium mit traditionellen GÀstehÀusern aus Holz mit Blick auf den Rinjani und das Meer ein. Im Garten wachsen Avocados und Papayas, ein Quellwasserpool lÀd zum Plantschen ein.

Auch die Duschen werden vom Quellwasser gespeist, das gleichzeitig als Trinkwasser geeignet ist. Nachhaltigkeit ist hier eine SelbstverstĂ€ndlichkeit, daher gibt es auch eine KlĂ€ranlage. Katzen, Hunde, Pferde, Papageien, PerlhĂŒhner und sogar der mit Toni schmusende Nashornvogel fanden hier ein Zuhause.

Frieder, der Nashornvogel

Morgens weckte mich das exzellente hausgemachte FrĂŒhstĂŒcksbuffet mit FrĂŒchten, gebackenem Brot, hausgemachter Marmelade, Pfannkuchen, leckerem FrischkĂ€se aus mit Milchpulver hergestellter Milch, Gurken-Tomaten-Salat, Guacamole und lĂ€chelndem FrĂŒhstĂŒcksei.

Wegen der Regenzeit war der Rinjani-Nationalpark geschlossen. Daher wanderte ich am Wasserlauf entlang bis zum „Wasserkraftwerk“, einer Art Wasserfall mit Turbinen. Auf den Reisfeldern wurde gerade gesĂ€ht und lĂ€chelnd eine Pause gemacht, als ich exotische Figur auftauchte.

Im nahen Dorf mit traditionellen HĂ€usen aus Bambus wurde ich mit Hundegebell und schmunzelnden Bewohnern begrĂŒĂŸt. Wer sich von LĂ€rm, Straßenverkehr und schlechter Luft erholen möchte, ist hier an der richtgen Adresse. Abends durfte ich die exzellenten Asia-Nudeln des Rinjani Mountain Gardens genießen.

Nudeln mit Meerblick

Nach dem Tod von Roland vor ein paar Monaten ĂŒbergibt Toni das Gasthaus an Gleichgesinnte, um zu Reisen und ihre Freunde in aller Welt zu besuchen.

Tips:

Vom 1.-31.3.17 war der Rinjani-Nationalpark wie jedes Jahr geschlossen. Wer es trotzdem illegal wagt, ihn zu betreten, muß sich vor den Rangern, die die Wege wieder in Ordnung bringen sowie den MĂŒll entsorgen und der Guidemafia in Acht nehmen. Nur seine eigene Fußspuren hinterlassen und allen MĂŒll wieder mitnehmen sollte usus sein!

NatĂŒrlich fĂ€hrt vom nahen Bayan ein Bus in die Hauptstadt Mataram.

 

 

 

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