Archiv der Kategorie: Reisen

Erholung pur mit gutem Gewissen in der Gili Asahan Eco Lodge

Die Secret Gilis in SĂŒdwest-Lombok entdecken

Wer trĂ€umt nicht von einer paradiesischen Insel? Bei genauerem Hinsehen existieren sie nur im Traum. In der RealitĂ€t entspannt sich der Italiener Luciano dabei, wenn er den PlastikmĂŒll vom feinen Sandstrand Gili Asahans aufliest. Dieser ist der bisher sauberste, der mir in Indonesien untergekommen ist. Seit ĂŒber 20 Jahren auf Bali ansĂ€ssig, kaufte er vor 16 Jahren auf der abgelegen Insel Asahan in SĂŒd-Lombok ein StĂŒck Land. Mit Familie und Freunden kam er ab und zu vorbei.

Vor etwa 2 Jahren baute er in traditioneller Holz-Bauweise seine Gili Asahan Eco Lodge auf.

Bungalow mit Terrasse

Mit rustikalem Charme liebevoll bis inÂŽs Detail von Luciano aus Strandgut dekoriert, fĂŒhlte ich mich dort gleich zu Hause. Es gibt Bungalows mit Terrasse und HĂ€ngematte oder nach allen Seiten offene HĂ€uschen im Indonesischen Treffpunkt-Stil, beide mit traumhaften Betten samt Moskitonetz, Open-Air-Bad  und traditionellen BambusvohĂ€ngen als Sichtschutz.

hiermit wird der Bambusvorhang befestigt

Auf eine Klimaanlage wird verzichtet, die frische Meeresluft und der Ventilator machen sie ĂŒberflĂŒssig. Vor dem FrĂŒhstĂŒck ging ich direkt vor die TĂŒr zum Schwimmen und Schnorcheln. Das opulente FrĂŒhstĂŒck mit Fruchtsalat, MĂŒsli, Yoghurt und Eierspeisen schmeckte umso leckerer! Danach mußte ich die insel erkunden. Bei Ebbe konnte ich am Meer entlanglaufen und ĂŒber die Felsen klettern, denn Wege gibt es nicht wirklich.

Nach etwa 2 Stunden war ich an Pferdekoppeln und KĂŒhen vorbei wieder am Ausgangspunkt.

Zum Sonnenuntergang erklomm ich den schmalen Pfad vom Resort auf den höchsten Punkt der Insel. Ein traumhafter Blick auf die umliegenden Inseln samt Lombok durfte ich genießen.

Beim Heruntergehen kam ich vom richtigen Weg ab und dachte, alle Wege fĂŒhren nach unten, das kann kein großer Umweg sein. Ein Irrtum, der Weg war gut ĂŒberwachsen und schien gefĂŒhlt kein Ende zu nehmen, als ich an eine eingezĂ€umte Pferdekoppel gelangte. An ihr entlang wanderte ich Richtung Meer und hatte den Eingang des Resorts vor mir.

Die Angestellten kommen aus dem Dorf nebenan, wo die Bewohner ermuntert werden, Plastik zu sammeln und beim Resort abzugeben, das nach Mataram zur Entsorgung gebracht wird. Die heruntergekommende Schule im Dorf soll mit Hilfe vom Resort neu aufgebaut werden. Ein Teil des Stroms der Eco-Lodge kommt von Sonnenkollektoren.

Abends wird das Lagerfeuer enfacht  Foto: Gili Asahan Lodge

Als echter Italiener bietet Luciano neben Indonesischer auch Italienische Köstlichkeiten an. Hausgemachter Limoncello und Italienische Weine fehlen selbstverstÀndlich nicht.

Luciano, the creator of the eco-lodge

Wer beim Schwimmen, Schnorcheln und Kanufahren Erholung sucht, ist hier an der richtigen Adresse.

Wie kommt man hin:

Neben privatem Transport fĂ€hrt auch ein öffentlicher Bemo/Kleinbus vom gegenĂŒberliegenden Dorf Gili Asahans in Lombok und von dort direkt ĂŒber Temboran, wo das öffentliche Boot zur Nachbarinsel Gili Gede abfĂ€hrt, nach Lembar fĂŒr ca. 50000 Rupias.

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Nach 8 Jahren Weltumsegelung fast den Garten Eden in Lombok gefunden

Nachhaltig erholen: Rinjani Mountain Garden unter dem Vulkan

Auf dem Boot von Sumbawa nach Lombok schmöckerte ich im „Travelfish“, einem sehr informativem Online-Travelhandbuch, ĂŒber den Rinjani Mountain Garden und die Entscheidung ĂŒber meine nĂ€chste Destination war gefallen. Weil der Bus total ĂŒberhöhte Preise verlangte, probierten Jean-Marc, seine Freundin Annie, die ich aus Sumbawa kannte, und ich es mit Autostop. Bei der letzten Etappe auf dem offenen Pick-Up fing es an zu regnen und unser Fahrer nahm uns netterweise auf einen Tee zu Bekannten mit. Dort verhandelten wir die Weiterfahrt, da die Franzosen nach Senaru mit seinen Guides auf Touristen-Fang und ich zum Rinjani Mountain Garden in`s Dorf nebenan wollte. Irmgard, genannt Toni, begrĂŒĂŸte mich in ihrem Guesthouse und erzĂ€hlte mir ihre Geschichte.

der hauseigene Quellwasserpool, im Hintergrund der Rinjani

Gute 8 Jahre segelten Roland und Toni mit ihrer 24 Meter- Segelyacht „Albatros“ samt ChartergĂ€sten um die Welt. Roland hatte sie nach eigenen PlĂ€nen gebaut, inklusive Meerentsalzungsanlage und eigenem Wasserkreislauf fĂŒr die sanitĂ€ren Anlagen. Als durch den Bombenanschlag in Bali viele ChartergĂ€ste ausfielen, suchten sie einen Platz, um nebenbei SĂŒĂŸwasserfische zu zĂŒchten. Sie fanden heraus, daß das beste Wasser durch Gesteinsfilter von LombokÂŽs Vulkan kam. Im Norden von Lombok, am Fuße des Rinjani, fanden sie vor 10 Jahren ihr Paradies in den Reisfeldern.

Durch von Roland angelegter Wasserkraft konnten sie nicht nur ihr Haus, sondern auch 3 Dörfer mit Strom beliefern. Beim Verkauf der Fische an Hotel- und Restaurantbesitzer wurde es gelegentlich beim gemĂŒtlichen Teil mit hausgemachtem Wein zu spĂ€t, die schlechte Straße zurĂŒck zu fahren. Die Idee, GĂ€stezimmer anzubieten, war geboren.

Lumbung, ein traditionelles GasthÀuschen

Es war ein schwerer Schlag, als ihre Segelyacht auf Gili Travangan gestohlen wurde. So richteten sie sich ihr Refugium mit traditionellen GÀstehÀusern aus Holz mit Blick auf den Rinjani und das Meer ein. Im Garten wachsen Avocados und Papayas, ein Quellwasserpool lÀd zum Plantschen ein.

Auch die Duschen werden vom Quellwasser gespeist, das gleichzeitig als Trinkwasser geeignet ist. Nachhaltigkeit ist hier eine SelbstverstĂ€ndlichkeit, daher gibt es auch eine KlĂ€ranlage. Katzen, Hunde, Pferde, Papageien, PerlhĂŒhner und sogar der mit Toni schmusende Nashornvogel fanden hier ein Zuhause.

Frieder, der Nashornvogel

Morgens weckte mich das exzellente hausgemachte FrĂŒhstĂŒcksbuffet mit FrĂŒchten, gebackenem Brot, hausgemachter Marmelade, Pfannkuchen, leckerem FrischkĂ€se aus mit Milchpulver hergestellter Milch, Gurken-Tomaten-Salat, Guacamole und lĂ€chelndem FrĂŒhstĂŒcksei.

Wegen der Regenzeit war der Rinjani-Nationalpark geschlossen. Daher wanderte ich am Wasserlauf entlang bis zum „Wasserkraftwerk“, einer Art Wasserfall mit Turbinen. Auf den Reisfeldern wurde gerade gesĂ€ht und lĂ€chelnd eine Pause gemacht, als ich exotische Figur auftauchte.

Im nahen Dorf mit traditionellen HĂ€usen aus Bambus wurde ich mit Hundegebell und schmunzelnden Bewohnern begrĂŒĂŸt. Wer sich von LĂ€rm, Straßenverkehr und schlechter Luft erholen möchte, ist hier an der richtgen Adresse. Abends durfte ich die exzellenten Asia-Nudeln des Rinjani Mountain Gardens genießen.

Nudeln mit Meerblick

Nach dem Tod von Roland vor ein paar Monaten ĂŒbergibt Toni das Gasthaus an Gleichgesinnte, um zu Reisen und ihre Freunde in aller Welt zu besuchen.

Tips:

Vom 1.-31.3.17 war der Rinjani-Nationalpark wie jedes Jahr geschlossen. Wer es trotzdem illegal wagt, ihn zu betreten, muß sich vor den Rangern, die die Wege wieder in Ordnung bringen sowie den MĂŒll entsorgen und der Guidemafia in Acht nehmen. Nur seine eigene Fußspuren hinterlassen und allen MĂŒll wieder mitnehmen sollte usus sein!

NatĂŒrlich fĂ€hrt vom nahen Bayan ein Bus in die Hauptstadt Mataram.

 

 

 

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Sumbawa, Surf-Mekka und Heimat des Tambora-Vulkans, der das Weltklima verÀnderte

Von Sape im Osten quer durch Sumbawa ĂŒber Bima nach Santai Lakey bis zur FĂ€hre nach Lombok

Die Überfahrt mit der FĂ€hre von Labuan Bajo in Flores nach Sape in Sumbawa verlief  unspektakulĂ€r. Beim Einlaufen sahen wir den kreisrunden Vulkan Api im Meer, der schon öfters schwarze Wolken spie und den Flugverkehr von Bali und Lombok lahmlegte. Die Busfahrt bis zur modernen Großstadt Bima bescherte uns Ausblicke auf die schöne Berglandschaft. In Bima gab es gerade eine Art Kirmes mit Angel-Spielen, Inlinern und Elektro-Miniautos fĂŒr Kinder.

Zur StĂ€rkung wurde an bunten RieseneistĂŒten geschleckt.

das machte mich neugierig…den Gado Gado mußte ich probieren!

Ich probierte meinen bisher besten Gado Gado Salat, mit gebratenem Tofu, Tempeh(fermentiertes Soja), Eieromelet und einer Art Mais-Minipfannkuchen, grĂŒnen Bohnen und SalatblĂ€ttern unter einer hausgemachten Erdnußsoße mit zerdrĂŒckten Zwiebeln, Stevia (natĂŒrlicher Zuckerersatz), Tamarinde, Knoblauch und Limonenjus. Dazu gab es bunten Krupuk. Lecker!

Einige Busstunden weiter im SĂŒden liegt Pantay Lakey, ein Surf-Mekka von Weltklasse. Surfer aus aller Welt pilgern hierher. Zur Erholung meiner aufgschlagenen Knie von einem Radunfall genau das Richtige!

 

Nette Bungalow-Anlagen sĂ€umen den Strand, ohne LĂ€rm von MotorrĂ€dern oder Moscheen genießt man leckeres einheimisches Essen in „MahatmaÂŽs und indahÂŽs“ Warung-Restaurant an der wenig befahrenen Straße neben der Polisi, fĂŒr den Fruchtsalat versammeln sich die Surfer bei Radna am Strandweg mit Blick auf die DĂŒnung und den fantastischen Sonnenuntergang.

Nicolas & Doris

Es herrscht eine sympathische, entspannte AtmosphÀre, aber fast alle sind zum Surfen hier!

ob groß ob klein, ob Einheimischer oder Tourist, alle wollen surfen!

Eigentlich wollte ich mir den Vulkan Tambora, der 1815 bei seinem Ausbruch von 4300 Metern auf 2851 zusammen stĂŒrzte und damit das Weltklima verĂ€nderte, ansehen. Jean-Marc und Annie rieten mit davon ab, wer ihn nicht erklimmt, sieht kaum etwas und in der Regenzeit kann man ihn nicht besteigen. Also beschloß ich, nach Lombok weiter zu ziehen.

Statt darauf zu warten, bis der Bus vom nĂ€chsten Dorf MuĂș irgendwann voll wird und losfĂ€hrt, probierten Jean-Marc, Annie und ich Auto-Stop. TatsĂ€chlich nahm uns keine 5 Minuten spĂ€ter ein Lastwagen auf seiner LadeflĂ€che nach Dompu mit. Von dort erwischten wir den großen Direktbus nach Sumbawa-Besar. Das Hotel am Busbahnhof war unterirdisch, daher waren wir froh, als die Nacht vorĂŒber war und wir den Bus zum Hafen Poto Tano erwischten, um so schnell wie möglich nach Lombok zu kommen. Eigentlich nahmen wir an, daß die Einwohner auf Sumbawa wenig Touristen gewohnt sind und daher noch nicht ausschießlich darauf aus sind, ĂŒberhöhte Preise zu verlangen. Leider ist das Gegenteil der Fall, die Bevölkerung, die nichts mit Touristen zu tun hat, ist dagegen sehr freundlich.

Geheim-Tips fĂŒr Sumbawa:

Wer gerne Motorcross fĂ€hrt, muß nicht von Pancasila auf den Vulkan Tambora hinaufwandern, bei Doropeli kann man per Motorrad den Berg hinauffahren, wie es die Einheimischen machen

Beim Busfahren unbedingt die großen, schnellen Busse nehmen, die Kleinen halten an jeder Ecke und sind bis oben hin mit Menschen, HĂŒhnern und GepĂ€ck vollgestopft, Autostop bei Pick-Ups ist eine weitere Möglichkeit, um schneller voran zu kommen

Im Amalgati Hotel in Pantai Lakey kann man das meistens gut funktionierende Internet nutzen, wenn man bei moderaten Preisen etwas ißt oder trinkt

Mehr Geschichten ĂŒber Indonesien gibtÂŽs hier:

 

 

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Die Kelimutu-Kraterseen, Schnorcheln im Meer und ein unfreiwilliges Rad-Salto

Flores entdecken: von Moni zu den Kelimutu-Kraterseen bis anŽs Meer bei Maumere  zum Schnorcheln

Die fasziniernden Kraterseen des Kelimutu verĂ€ndern ihre Farben, wenn sie beim Vordringen in tiefere Gesteinsschichten unterschiedliche Mineralien lösen. In den Tagen vor meiner Ankunft war der Nationalpark wegen Sturms geschlossen. Vom netten Dorf Moni aus brechen die meisten Besucher frĂŒhmorgens zum Sonnenaufgang zu den Kratersseen auf. Ich frĂŒhstĂŒckte erst und nahm um 8 Uhr ein Motortaxi. Das Wetter hatte gute Laune und am Eingang angekommen, ging ich den befestigten Weg entlang zu den ersten zwei Seen.

Traumhaftes Wetter ließ die Seen in krĂ€ftigem GrĂŒn schimmern. Der dritte kleinere See war weniger spektakulĂ€r dunkelgrĂŒn.

Kelimutu See No. 3

Zum Beweisfoto scharten sich die Touristen vor den zwei anderen Seen.

Toll, am steil abfallenden Fels des Kraterrands entlang zu klettern und die klare Aussicht genießen zu dĂŒrfen! Statt mit dem Motorbike wanderte ich den Weg zurĂŒck und bog in den Mini-Pfad zum Wasserfall ab. Es ging steil nach unten und ich fragte mich nach einer Weile, ob ich auf dem richtigen Weg war. Maps me fĂŒhrte mich sicher zu den unterhalb des Wasserfalls im Pool planschenden jungen Indonesiern.

Diese kicherten, als sie mich sahen und ich traute mich nicht, bei so vielen neugierigen Zuschauern selbst in voller Montur unterzutauchen. Die „BrĂŒcke“ ĂŒber den Fluß bestand aus 6 wackeligen Bambusstangen. Als ich zögerlich anfing, diese zu ĂŒberqueren, sprang ein junger Mann zu mir, nahm meine Hand und fĂŒhrte mich sicher hinĂŒber. Alle lachten. Ein paar Minuten spĂ€ter war ich kaum im Dorf angekommen, als ein krĂ€ftiger Platzregen losging, GlĂŒck gehabt!

Am Nachmittag in Moni spazierte ich mal links und rechts ins Dorf und sofort kamen Kinder auf mich zu.

LĂ€nger als „Hello“, „What is your name“ und „my name is…“ geht die Konversation meistens nicht, dafĂŒr wird immer freundllich gelĂ€chelt und gewunken. Ein junges MĂ€dchen kam wie viele andere vom Gottesdienst aus der Kirche und zeigte mir das traditionelle Versammlungshaus des Dorfes und wollte natĂŒrlich ein Selfie.

Das Meer und SchnorchelgrĂŒnde lockten mich nach Maumere und von dort weiter Richtung Osten in das Ankermi Bungalow Resort.

Hier gibt es statt Verkehr und lauter Moschee nur das Meeresrauschen, gutes Essen und SchorchelgrĂŒnde. Mit drei Finnen brachen wir zum Tauch- und Schnorcheltrip auf. Da immer noch Regenzeit herrschte, war die Sicht und der Fischreichtum nicht spektakulĂ€r. Macht nichts, es brachte Spaß, entspannt und ich sah sogar ein paar Babyrochen. Trotz Sonnencreme, T-Shirt und Shorts holte ich mir einen ĂŒblen Sonnenbrand. Eigentlich wollte ich auch den Egon besteigen, einen nahen Vulkan, leider versteckte er sich immer unter Wolken.

mein Arkemi-Bungalow direkt am Meer

ZurĂŒck in Labuan Bajo an der WestkĂŒste gönnte ich mir beim Flores-Spa eine spezielle Sonnenbrand-Behandlung, bei der eine eisige Creme aus Minze, Gurke und Lavendel aufgetragen wird. Sehr empfehlenswert, sogar Einheimische interessierten sich dafĂŒr, die sich trotz brauner Haut verbrannt hatten.

Strand bei Labuan Bajo

Ich lieh mir in der Touristeninformation ein Mountainbike und radelte Richtung Norden zu einem netten Strand. Die geliehene Taucherbrille war nicht dicht, die Korallen bescheiden, aber das Meer angenehm kĂŒhlend. Es war eigentlich viel zu heiß, um die HĂŒgel auf und ab zu radeln. Die Straße war frei, also sauste ich bergab, als sich plötzlich der Sattel löste, hin- und her drehte und herunterrutschte. Ich flog ĂŒber das Rad und schlug mir Knie, Ellenbogen, HĂ€nde und FĂŒĂŸe blutig.

Gleich stand ich wieder auf und fuhr vorsichtig weiter, gab Rad und SchnorchelausrĂŒstung ab und begab mich zum Siloam-Hospital. Hier wurde ich gleich mit allem versorgt, durfte mich erstmal schonen und nicht inÂŽs Meerwasser. Zur Erholung beschloß ich, weiter nach Sumbawa in das Surfer-Paradies Pantai Lakey zu ziehen.

Tips fĂŒr Moni:

die Antoneri Lodge hat Zimmer inklusive Veranda mit dem besten Preis-LeistungsverhĂ€ltnis, die nicht direkt an der Straße liegen, MopiÂŽs Place hat gutes Essen und fĂŒnf verschiedene Kaffeesorten wie den traditionellen Ingwer-Kaffee mit leichter SchĂ€rfe, gelegentlich gibt es Live-Musik

Tips fĂŒrÂŽs Schnorcheln bei Maumere:

die empfehlenswerten Sunset-und Arkemi Bungalows liegen nebeneinander, organisieren Schnorchel- und Tauchtrips und punkten mit sehr leckerem Essen, Arkemi hat gefiltertes Wasser, daß man sich in seine Wasserflasche fĂŒllen kann. Abgelegen, wie es ist, kommt man entweder per Taxi oder mit dem langsamen Bemo-Bus von Maumere dorthin, einfach das Resort dem Fahrer nennen. Ein großer Bus fĂ€hrt morgens direkt nach Ende.

Mehr Geschichten ĂŒber Indonesien gibtÂŽs hier:

www.horizonteentdecken.de/category/reisen/indonesien

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Fast-Absturz in den Kratersee bei Bajawa, Flores

Umwelt- und andere Tips fĂŒr Bajawa

Im Jahr 1644 entdeckte ein Portugiesiches Handelsschiff das Östliche Kap der Musa Nipa (Schlangeninsel) und taufte es Cabo des Flores. Seit dem 17ten Jahrhundert war der Name Flores offiziell, auch als die Insel 1851 an die HollĂ€nder verkauft wurde. Der grĂ¶ĂŸte Teil der Bevölkerung ist seit 1914 katholisch und viele Einheimische haben Italienische, Spanische und Deutsche Namen wie Wilhelmina und Johann.

Als auch in Ruteng in den Bergen der Wettergott Dauerregen bestellte, machten sich Natalia, eine Kolumbianische Spanierin, und ich gleich weiter nach Bajawa Richtung Osten auf.

die schöne Flores-Kuh vor dem Vulkan Inerie

Hier kann man bei trockenem Wetter den 2245 Meter hohen Vulkan Inerie besteigen.

Noch durchgefroren von der NĂ€sse engagierten wir die Motortaxifahrer Roberto und Ignacio, die uns nach Bena fuhren, ein fĂŒr Touristen schöngemachtes, traditionelles Ngada-Dorf.

Die DĂ€cher sind mit Bambus und Stroh gedeckt und zum Teil mit Figuren geschmĂŒckt wie ich es bereits in Peru gesehen habe. Ngadhu sind kleine PfĂ€hle mit Schnitzerreien und einer Kriegerfigur, die das mĂ€nnliche symbolisieren. Bhaga, die kleinen HĂŒtten mit Strohdach stellen die Mutterschaft dar, in Ihnen werden Rituale der Ahnenverehrung abgehalten.

Dorf hin und her, die heissen Quellen bei Malabhaga waren das absolute Highlight! Hier fließt das heiße Wasser vom Vulkan auf der einen Seite, das kalte auf der anderen. Außer Natalia, Ignacio, Roberto und mir war keine Menschenseele zu sehen, herrlich!

Am nĂ€chsten Tag lieh ich mir in der offiziellenTouristeninformation ein neues Luxus-Mountainbike aus, um die Kraterseen des 1753 Meter hohen Wawomudha zu erkunden. Im symphatischen Ort Bajawa winkten mir alle freundlich zu und zeigten mir den Weg. SelbstverstĂ€ndlich bin ich die einzige Radlerin weit und breit. Die Indonesier mĂŒssen unbedingt Motorrad und Auto fahren, ist ja auch schön laut inklusive Abgase und man muß sich nicht bewegen. FĂŒr die Einheimischen ist Spazierengehen völlig unverstĂ€ndlich.

Es geht ein wenig bergauf bis zu einem steilen Schotterweg. Hier stell ich das Rad ab und mir begegnet Johannis, barfuß mit Sarong und Machete, der fragt, ob ich einen Guide brauche. Ich habe eine Karte mit Beschreibung und verneine.

Johan

Ein StĂŒck geht er mit, dann bin ich alleine in wunderschöner Natur. Nach einer ganzen Weile kommt mir ein Mann mit umgehĂ€ngten Gewehr entgegen, den ich nach dem Weg frage. Ich muß umkehren und glaube bald, die Mini-Abzweigung gefunden zu haben.

wo gehtÂŽs zum Kratersee?

Ich erklimme den hohen, ehemaligen Kraterrand. Ganz oben auf dem schmalen Pfad angekommen, kommt plötzlich Sturm auf und Regentropfen fallen. Ist das der angekĂŒndigte Zyklon? Rechts und links geht es steil bergab, ich versuche, mein wie ein schotenloses Segel flatterndes Regencape anzulegen, eine extrem schwierige Angelegenheit. Ich gehe ein StĂŒck den Weg weiter nach unten, vielleicht ist es dort geschĂŒtzter? Von wegen, es weht wie verrĂŒckt, aber ich sehe endlich die Kraterseen.

Schnell das Handy raus, um ein paar Fotos zu machen, ohne den Abhang hinunter zu rutschen! Vorsichtig gehe ich den rutschigen Weg zurĂŒck, eine nicht ganz ungefĂ€hrliche Angelegenheit bei den WindstĂ€rken. Unten verpasse ich noch eine Abzweigung, so dauert es gefĂŒhlt ewig, bis ich mein ersehntes Rad erreiche. Damit kann ich dann fast wie von alleine abwĂ€rts bis Bajawa hinunterrollen, wundervoll! Angekommen bemerke ich erst meine dreckigen FĂŒĂŸe, aufgescheuert und blutig von Steinen, die in den Trekkingsandalen gelandet sind.

Reise- und Umwelt-Tips fĂŒr Bajawa, die in keinem ReisefĂŒhrer stehen:

Statt mit dem lauten Motorrad stehen mehrere Rad-Touren zur Auswahl, je nach Kondition und Wetter, sie sind in der Brochure der Touristeninformation beschrieben.

der Watu Nariwato Viewpoint auf den Gunung Inerie

Viewpoints wie Watu Nariwoto auf den Inerie  Vulkan gilt es zu entdecken.

Ewal von der Touristeninfo

Der freundliche und kompetente Mitarbeiter Ewal kennt sich gut aus. Bei AusflĂŒgen maps me aktivieren, damit man sich nicht verlĂ€uft. Einen Wasserschutz, auch fĂŒrÂŽs Handy mitnehmen, Trinkwasser und zur Sicherheit eine Taschenlampe.

Im Restaurant Milonari spielt öfters eine gute Band in netter AtmosphĂ€re. Das Lukas Restaurant gegenĂŒber hat leckere Indonesische KĂŒche. Hier gibt es auch mehrere gĂŒnstige Homestays.

Mehr ĂŒber Indonesien hier

 

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Tanzen beim Komodo-Festival und die schockierende Kehrseite Indonesiens

Plastik-Horror am Strand von Flores und Umwelt– & Geheimtips, die in keinem ReisefĂŒhrer stehen

Indonesien könnte so schön sein! Beim Zwischenstop in Seminyak, SĂŒdbali, einer ĂŒberfĂŒllten Touristenenklave wie in Spanien, wurde ich mit RegengĂŒssen wie aus KĂŒbeln begrĂŒĂŸt.

2003, bei meinem ersten Indonesien-Besuch,  empfing mich eine tolle Strandparty, siehe hier: http://horizonteentdecken.de/baliparis-statt-haengende-graeber/, aber im Meer bemerkte ich schon damals PlastiktĂŒten beim Schwimmen. Jetzt lag MĂŒll offen und in PlastiksĂ€cken am Strand von Seminyak, der normalerweise tĂ€glich gereinigt wird.

Bei zwei Tagen Dauerregen blieb Kuu aus Japan, die einen Indonesien-Sprachkurs hier macht, und mir, nichts anderes ĂŒbrig, als im empfehlenswerten Wineshop an der Hauptstraße den Balinesischen Cuvee-Brut Sekt zu probieren.

Am nĂ€chsten Tag vor dem Abflug nach Flores wurde der Besucher am Flughafen, leider nur auf Englisch, darauf aufmerksam gemacht, daß eine Person durchschnittlich pro Jahr 700 PlastiktĂŒten benutzt und wie horrend das fĂŒr die Umwelt ist. Drei MĂŒlleimer fĂŒr Bio- Plastik- und RestmĂŒll waren aufgestellt. Das dĂŒrfte kaum reichen, um der Plastikflut hier Herr zu werden.

die Bucht von Labuan Bajo

Labuan Bajo auf Flores ist der Ausgangspunkt zur Besichtigung der Riesenwarane, die bis zu 3 Meter lang, 135 Kilo schwer und 30 Jahre alt werden können. Schnorchel und Tauchgebiete sollen auch fantastisch sein. Kleinere Warane habe ich schon oft gesehen und   die Unterwasserwelt wollte ich weiter im Nordosten bei Maumere ergrĂŒnden, wo das Wetter besser sein soll. Touristen, die die Millionen Rupies schwere „Drachen“ Besichtigung  gebucht hatten, zeigten mir Fotos von chillig-ĂŒbereinander liegenden Waranen, die auf die FĂŒtterung warteten, wĂ€hrend sie von Touristen umrundet, geknipst wurden. Sah nicht besonders aufregend aus. Taucher erzĂ€hlten mir, das sich hier mehrmals Plastik in der Schiffsschraube verhedderte und durch einen Tauchgang entwirrt werden mußte.

Nichts böses ahnend machte ich  einen Ausflug zum obigen Strand. Ein Meer aus Plastik wurde an den Strand gespĂŒlt. Schockierend und traurig, daß anscheinend geglaubt wird, Plastik löst sich im Wasser in Luft auf. Ein Irrtum, es verwandelt sich in Mikroplastik, daß sich erst in 500 Jahren auflöst. Auf ein Bad verzichtete ich lieber.

die „saubere“ Bucht von Labuan Bajo

Um auf andere Gedanken zu kommen, fuhr ich mit dem lokalen Minibus, dem Bemo, zur Spiegelsteinhöhle und traf dort auf Dirk aus Holland. Eine schöne Abwechslung, mal außerhalb des Verkehrs im GrĂŒnen herumzulaufen und in der Höhle zu klettern. Wir entdeckten im Stockdunkeln mehrere GĂ€nge, die immer enger wurden. Seine Handylampe flackerte unheimlich, da zogen wir es vor, den glitschigen Weg lieber zurĂŒckzukraxeln. Die Sonne fiel zwar in die Höhle, aber wirklich spiegeln tat sich nichts.

am Eingang der Spiegelsteinhöhle

Vor dem Eingang wurden fĂŒr ein großes Event StĂŒhle, BĂŒhne und StĂ€nde aufgebaut. Auf unsere Frage erzĂ€hlten uns die Einheimischen, daß das Komodo-Festival um 19 Uhr beginnen soll. Das lassen wir uns natĂŒrlich nicht entgehen!

Wir gehörten zu den wenigen AuslĂ€ndern auf dem Fest. Nach einigen Reden vom BĂŒrgermeister und anderen VIPÂŽs wurde das indonesische Buffet eröffnet und alle durften davon kosten.

Traditionelle TĂ€nze wurden vorgefĂŒhrt, dann spielte eine gute Band Pop- und Reggaecoversongs. Die hohen Herrschaften, wie fast alle in traditioneller Kleidung mit Sarong, tanzten in Formation, Hunderte von Einheimischen trauten sich nicht und schauten wie gebannt zu.

der Waran als Dekoration darf natĂŒrlich nicht fehlen!

Als die VIPÂŽs gegangen sind,  stĂŒrmten die Mitarbeiter inklusive Dirk und ich die TanzflĂ€che. Wir hatten einen Riesenspaß und Dirk meinte, vor so vielen Zuschauern hĂ€tte er noch nie getanzt!

Posted by Doris Krumm on Samstag, 4. Februar 2017

 

mehr Geschichten und Tips aus Indonesien horizonteentdecken.de/reisen/indonesien

 

Umwelttip: Man kann seine Wasserflasche in der offiziellen Touristen- Info gratis auffĂŒllen! Das geht in Nepal schon lange in jedem Shop und jetzt hier in manchen Hotels. Also einfach mal im Hotel, Restaurant oder Shop nachfragen, ob das gegen einen Obulus möglich ist und sagen, warum(s.o.). Wenn das nicht geht, kann man auch Wasser abkochen, es kĂŒhl werden lassen und in seine Stahlflasche, die man in der Touristeninformation kaufen kann, fĂŒllen. Eine andere Lösing wĂ€re es, einen Filter zu kaufen.

www.trashhero.org trifft sich jeden Freitag zum clean-up und bezieht auch einheimische Kinder mit ein.

Geheim-Tips fĂŒr Labuan Bajo, die in keinem Handbuch stehen :

die offizielle Touristeninformation im Zentrum, neben Hotel Gardena, hat sehr gute Infos und verleiht neue TrekkingrĂ€der zum gĂŒnstigen Preis, zum Erkunden der nĂ€heren Umgebung ideal. Trotzdem die RĂ€der auf Herz und Nieren prĂŒfen, da einmal der Sattel verrutschte, was zu UnfĂ€llen fĂŒhren kann.

Statt ĂŒberteuerte AusflĂŒge nach Komodo oder Rinca von „Tourist Information Centern“, die sich als normale Tour-Anbieter herausstellen, zu buchen, einfach ein öffentliches Boot (ja, das gibt es) nehmen und in dem Dorf vor dem Nationalpark ĂŒbernachten. An dem Strand laufen Riesenwarane herum, ganz ohne Guide. Die Boote fahren hinter dem Fischmarkt um ca. 10 Uhr Montags, Mittwochs und Freitags ab, die Übersetzter-App nicht vergessen, dort spricht keiner Englisch.

Das Gardena Hotel und Bungalows hat ein gutes Preis- LeistungsverhĂ€ltnis, ist oberhalb der Straße, hat eine schöne Aussicht auf die Bucht, und das Wlan funktioniert sehr gut bei den gemĂŒtlichen Tischen neben der Rezeption, wenn nicht mal wieder der Strom ausfĂ€llt! Über dem Bett hĂ€ngt ein Mosquitonetz, das Fenster ist vergittert und hat einen Mosquitoscreen, so daß man nachts die kĂŒhle Luft hinein lassen kann.

Mamas Warung schrĂ€g gegenĂŒber hat leckere einheimische Speisen zu gĂŒnstigen Preisen.

Unbedingt Ohrstöpsel einpacken, da trotz ĂŒberwiegend katholischer Bevölkerung der Muezzin nachts und tagsĂŒber per knarrendem Lautsprecher „singt“.

Wer einen Transport braucht, kann einfach ein Bemo, den lokalen Minibus, fragen, die fahren einen fast ĂŒberall zum Spottpreis inklusive Lokalkolorit, hin, natĂŒrlich auch zum Flughafen und zurĂŒck.

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Das GlĂŒck des Weinliebhabers auf NatalieÂŽs Weingut

Im DĂ©partment Var der Provence hat der RosĂ© eine 2600 Jahre alte Tradition. Bloß wie den Richtigen finden? Diese Frage stellt sich frau im Laufe ihres Lebens des Öfteren. Die Gelegenheit, Wein zu verkosten, scheint hier unendlich.

wanddeko bildBei Saint- Antonin-du-Var in der Domaine du Clos DŽAlari fanden wir mitten in den Weinbergen Unterkunft. Liebevoll bis inŽs Detail hat Winzerin Natalie Vancoilie die Zimmer und GemeinschaftsrÀume dekoriert.

WandbilderBeim RosĂ©-Apero grand CĂŽte de Provence erzĂ€hlt uns Natalie, wie sie zur Winzerin wurde. Ihre Eltern kauften die Farm, in der jetzt die GĂ€ste logieren und kurze Zeit spĂ€ter das NachbargebĂ€ude. Ein befreundeter Önologe stellte fest, wie gut der Kalk-Lehm-Boden fĂŒr den Weinanbau geeignet ist und schlug vor, es mit seiner Hilfe doch einmal damit zu versuchen. Seit 1998 wurden Natalie und ihre Mutter zu Winzerinnen, ebenfalls untertĂŒtzt von ihrem Vater, einem Weinliebhaber. Von Hand werden auf 10 Hektar rund um die Farmen 60 % RosĂ©, 35 % Rouge und 5 % Blanc geerntet. Erst kĂŒrzlich gewannen Natalie und ihre Mutter Ann Marie Vancoillie die Silbermedaille beim Wettbewerb der grands vins de MĂącon 2016 und den vins de Provence 2016. WĂ€hrend der Saison können auch hausgemachtes Olivenöl und TrĂŒffel verkostet werden.

WeinbergDie Weinprobe bei ihr wird zum absoluten Genuß, so ausgewogen, frisch und fruchtig ist ihr RosĂ©-Wein, der Weiße und Rote stehen ihm in nichts nach. Der perfekte Entspannungsurlaub hatte begonnen.

do im pool Was gibt es Schöneres, als durch die Weinberge zu schlendern und die gute Luft zu atmen! Wurde es uns zu heiss, erfrischten wir uns im hauseigenen Pool mit kĂŒhlen Quellwasser. Auf das Kanufahren am nahen Fluß mußten wir verzichten, da der Pegel zu niedrig war. Stattdessen besuchten wir nur ein paar Kilometer weiter den alten Stadtkern von Lorgues mit seinen aus dem 16ten und 17ten Jahrhundert stammenden FontĂ€nen und WaschhĂ€usern. Gewaschen wurde viel! Die Saison fĂŒr Lavendelfelder war leider vorbei und es gibt noch so viel hier zu entdecken!

 

Domaine de Clos D `Alari

Routte du Mappe

83510 Saint-Antonin-du-Var

00 33 (0) 494.044.674

http://www.leclosdalari.com/

France

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

WĂŒste, Wein und Relaxen in Lima

Huacachina an der KĂŒste entlang Richtung Norden wird als WĂŒstenoase angepriesen, also dachte ich, nichts wie hin!

Huacachina
Huacachina

Beim NĂ€herkommen merkte ich, dass es leider mal wieder nur umÂŽs schnelle Geldverdienen geht und lieblos hingebaute Hotels, Restaurants und Hostels die WĂŒste rund um den nicht mehr sauberen See verschandeln. Statt WĂŒstentour mit Riesenbuggys wollte ich das Weingebiet kennenlernen und buchte einen Ausflug dorthin. Angekommen, bemerkte ich den stinkenden Rauch, der neben dem Parkplatz aufstieg, vermutlich wurde Plastik verbrannt, das die Luft vergiftet. Das ging ja gut los! Statt zwischen Weinreben zu flanieren, wurden wir in GeschĂ€ften mit Piscoschnaps und eher lieblichem  Wein abgefĂŒllt. Die Peruaner ließen sich dazu animieren, in Gewehren dekorierte Weinflaschen zu kaufen.

IMG_1654Viel schöner als eine Buggy-Tour war es, die steilen  DĂŒnen hinauf zu wandern! Mancher versuchte sich im Sandsurfen.

Nichts wie weiter im scheinbar unendlichen WĂŒstengebiet nach Paracas. Zwischendurch tauchten immer wieder grĂŒne Abschnitte mit GemĂŒse- und Weinanbau auf. WĂ€hrend der Semana Santa ist das ganze Land auf den Beinen und die Hotelpreise schießen in die Höhe. Der Strand war dicht bevölkert von Einheimischen, sogar Yulio, der Sohn des Soler-BackpackerÂŽs Gasthauses, fand den Strand zu schmutzig.  Er kannte einen „Geheimtip“ und brachte Laura, eine Deutsche Studentin und mich dorthin.

secret oasis
secret oasis

Eine Traumoase ohne HĂ€user, Kiosks oder sonstige Bebauung erwartete uns. Zwar kennen andere Einheimischen diese Oase und gleichzeitig fand ein Motorcrossrennen statt, trotzdem konnten wir entspannt, von Einheimischen als einzige AuslĂ€nder ob unserer weißen Haut bestaunt, das klare Wasser und die umliegenden DĂŒnen genießen.

IMG_1699
Seelöwen-Treff auf den Ballestas-Inseln

Beim Ausflug zu auf den nahen Ballestas-Inseln  ĂŒbertönten die Seelöwen mit ihrem Grunzen die Pazifikwellen, die unser Boot fast auf die Felsen trieben, wenn wir nicht einen erfahreren  Skipper hĂ€tten. Eine Tour auf eigene Faust wĂ€re hier unmöglich.

Ich wollte an einen schönen Strand, um  mich endlich mal vom allgegenwĂ€rtigen LĂ€rm zu erholen und  versuchte es mit Cerro Azul ein StĂŒckchen weiter nördlich. Montag nach der Semana Santa war alles wie ausgestorben, ich fand ein schönes Zimmer mit Balkon und „Meerblick“. Der Strand sah sauber aus und ich wagte mich in die Wellen. Abends aß ich im einzig offenen Restaurant ĂŒberteuerte, zĂ€he Ceviche.

IMG_1722
Zimmer mit Aussicht

Morgens ab vier Uhr begannen die HĂ€hne ununterbrochen zu krĂ€hen. Nur ein paar HĂŒhner waren mir am Abend aufgefallen, jetzt sah ich, daß nebenan eine verfallen aussehende HĂŒhnerfarm auf dem Dach ihren Platz gefunden hatte. Irgendwie muß der enorme Fleischkonsum ja befriedigt werden.

20160401_123940
an der SteilkĂŒste von Miraflores

Also beschloß ich, gleich nach Lima weiter zu ziehen. Unglaublich, aber wahr, Miraflores an der SteilkĂŒste, ist endlich die richtige Adresse, um vom lauten Straßenverkehr Ruhe zu finden. An der SteilkĂŒste weht ein angenehmer Wind alle stressigen Gedanken beim Radeln von Park zu Park davon. Das Meeresrauschen ĂŒbertönt den Straßenverkehr.

Parque de Amor, Miraflores
Parque de Amor, Miraflores

NatĂŒrlich ist das Wasser nicht besonders sauber, Surfer versuchen trotzdem ihr GlĂŒck, die richtige Welle zu erwischen.  Hupen ist verpönt, Sonntags sind viele Straßen gesperrt, um Radlern und Skatern Platz zu machen, unglaublich!

20160403_123654
von Palmen gesÀumte Radelalle von Miraflores bis inŽs Zentum

Eigentlich wollte ich mich erstmal ausruhen, aber Amerikanische Mexikaner von der Air Force, eine Deutsche und eine Amerikanische Spanischstudentin ĂŒberredeten mich Dienstags zum Salsa-Tanzen inÂŽs Sargento Pimiento. Da konnte ich nicht widerstehen!

Salsa Live im Sargento Pimiento
Salsa Live im Sargento Pimiento

Die nĂ€chste Nacht verbrachten wir beim traditionnellen Peruanischen Pena-Abend im Club Del Carajo im Ausgehviertel Limas, in Barranco. Eine Live-Band spielte Pena-Salsa-Reggaeton, davor gaben Profis eine Tanz-Performance. Dann war das Publikum beim HĂŒft- und Hinternschwingen gefragt. MĂ€nner und Frauen zeigten, was sie drauf haben. Danach konnten wir endlich die TanzflĂ€che stĂŒrmen!

Tips:

fĂŒr Huacachina: lieber selber zum Weingebiet fahren, duch die WĂŒste wandern statt immer dasselbe wie andere machen und Buggy-Touren buchen. Die Casa Bamboo ist nett und hat ein gutes Restaurant. Ein Tag reicht dafĂŒr.

In Paracas lohnt der eintÀgige Ausflug zum Nationalpark nicht, lieber mehrer Tage bleiben und am besten ein Fahrzeug leihen. Das symphatische BackpackerŽs House Soler hat schöne Zimmer,  gibt gerne Ausfunft zu Transport und was sonst noch eine Besichtigung lohnt.

Lima bietet viel, die historische Altstatt mit ihren wunderschönen KolonialhĂ€usern und Museen, einen entsetzlichen Verkehr inklusive Dauerhupen- und Alarm. In Miraflores geht es entspannter und teurer zu,  Barranco ist das Ausgehviertel an der SteilkĂŒste, das zu einem Lima-Besuch unbedingt dazu gehört.

An- und Abreise geht mit dem Taxi fĂŒr 20 – 30 Dollar oder dem blauen Bus Nr. 18 fĂŒr 2 Sol, rechts aus dem Flughafen rausgehen bis zum Ende, dem Weg links weiter folgen, schon ist man an der Avenue Faucet, wo der Bus bis zum Parque Kennedy in Miraflores hin- und zurĂŒck fĂ€hrt.

Das JW-Marriott bietet die tollste Aussicht auf den Pazifik, wer ĂŒber das nötige Kleingeld verfĂŒgt, kann die Executive Lounge im 24. Stock ausprobieren, wenn er oder sie ein Executive-Zimmer bucht. 24 Stunden geöffent, bietet sie nicht nur einen exzellenten Service, sondern fĂŒr FrĂŒhstĂŒck, Lunch, Happy Hour und Dinner die passenden Amuse Gueule.

IMG_1738Von hier aus kann man beobachten, wie der Smog-Nebel als unheimlich graue Wand am Horizont aufsteigt, nĂ€her kommt, die oberen Stockwerke in weißen Nebel hĂŒllt und die Aussicht auf null reduziert.

IMG_1741FĂŒr Outdoor-Fans ist das vollklimatisierte Marriott weniger geeignet, da nur der Pool im Open-Air-Bereich liegt, alles andere lĂ€ĂŸt sich indoor genießen.

 

 

Merken

Merken

Zu schön, um wahr zu sein: Machu Picchu

Cusco mit seinen weißgetĂŒnten WĂ€nden, roten Dachziegeln, verzierten Holzbalkönchen und Eckern, ist der Ausgangspunkt zum Heiligen Inka-Tal mit seinen Ruinen und dem 1450 erbauten Weltkulturerbe Machu Picchu.

20160317_132444Es bringt Spaß, durch die alten Gassen mit zum Teil noch erhaltenen Inkamauern zu flanieren. Faszinierend, sich vorzustellen, wie diese schweren Steine abgeschliffen und ohne moderne Maschinen perfekt zusammen gesetzt wurden. In Sacsayhuaman oberhalb von Cusco passen 130 Tonnen schwere Felsen in absoluter Perfektion zusammen. 20160317_115943So viel Antikes macht hungrig und der Gourmet hat dank der Touristen die Auswahl. „Le Soleil“ soll zu den besten Restaurants SĂŒdamerikas geghören, leider hatte ich nicht rechtzeitig reserviert. Es gibt eine tolle Auswahl an veganen und vegetarischen Restaurants.  Im Green Point an der Plaza San Francisco kann man sogar draußen im vollbesetzten Innenhof die leckere Speiseauswahl geniessen. Jeden Tag haben die GĂ€ste die Auswahl zwischen zwei leckeren Mittagsmenues inklusive exzellenter Salatauswahl, frischem Saft und Dessert, ganz ohne TV-Berieselung. Abends genoß ich im Ableger in San Blas den cremigen veganen Mousse au Chocolat.

ApfelstĂŒckchen getaucht in veganes Mousse au Chocolat mit Mangosauce
ApfelstĂŒckchen getaucht in veganes Mousse au Chocolat mit Mangosauce

Im Encuentro faszinierte als Alternative zum Fernsehen ein junges PĂ€rchen mit Violine und Gitarre beim veganen Dinner.

Blieb die Frage, soll man den Machu Picchu-Massentourismus mit seinem Besuch fördern? Wegen meiner Knieverletzung fiel jegliches Bergwandern flach, daher blieb nur Machu Picchu ĂŒbrig.

Viele Wege fĂŒhren dorthin, zum Teil zu horrenden Preisen. Ich buchte eine zwei-Tagestour bei einer Agentur. Die Fahrt dorthin fĂŒhrte durch fantastische Landschaften bis zu einem Kraftwerk. Weiter ging es entweder mit der unverschĂ€mt teuren Bahn oder per pedes drei Stunden am Gleis entlang.

IMG_1612Wunderbar, endlich in bildschöner Natur im Flußtal und vor allen Dingen in RUHE spazieren gehen zu dĂŒrfen. Davor scheinen die Peruaner eine Heidenangst zu haben. In Bussen preisen entweder Merchandiser in MegaphonlautstĂ€rke ihre NahrungsergĂ€nzungs- oder Potenzmittel an oder DVDs von Action-Filmen mĂŒssen so laut wie möglich abgespielt werden. In fast allen Restaurants laufen Fernseher in KinolautstĂ€rke. Gegen zuviel Ruhe melden sich regelmĂ€ĂŸig Auto-Alarmsirenen.
In Pueblo unterhalb Machu Picchus ĂŒbernachtete ich, um am nĂ€chsten Morgen in aller HerrgottsfrĂŒhe den Bus zum Eingang zu nehmen.

IMG_1605Wolken zogen vorĂŒber, die Sonne ging langsam auf und tauchte die Berge in ein geheimnisvolles Licht. Allein die traumhafte Landschaft lohnt den Ausflug. Faszinierend, wie die Inkas es geschafft haben, eine ganze Stadt mit Agrarterrassen, Wasserversorgung, Astronomischem Observatorium, Wachturm und allem Notwenigen in dieser Höhe zu bauen. Als religiöses, politisches und administratives Zentrum des Inka-States wurde es  in der zweiten HĂ€lfte des 16ten Jahrhunderts verlassen, aber immer wieder von Farmern besiedelt. 1874 wurde erstmals der Name Machu Picchu in einem karthografischen Dokument von Ingenieur Herman Göhring erwĂ€hnt. Obwohl Professor Hiram Bingham 1912 mit einem Forscherteam hier recherchierte, gibt Machu Picchu immer noch RĂ€tsel auf.

Samana Santa Umzug am Placa de Armas
Samana Santa Umzug am Placa de Armas

Am meinem letzten Tag in Cusco begann die Semana Santa mit einem bunten Umzug, der den ganzen Tag ĂŒber die Innenstadt lahmlegte.

IMG_1626

Tips fĂŒr Cusco:

Die Free Walking Tours sind sehr informativ und natĂŒrlich auch touristisch, wenn sich alle mit einem Alpaca oder Lama gegen Trinkgeld abknipsen.

20160322_114343Im Pan Am Café an der Placa Recocija gibt es guten Kaffee, frisches Brot und Croissants wie in Frankreich!

Hotels und Hostels gibt es wie Sand am Meer, ein sehr gutes Preis-LeistungsverhĂ€ltnis bietet das Hostel Royal Frankenstein in der Calle San Juan de Dios. Das vom Franken Ludwig leicht gruselig dekorierte Hostel bietet KĂŒchenbenutzung, Kaffee und Tee gratis und vor allen Dingen kĂŒmmert er sich darum, daß alles sauber ist und die GĂ€ste mit sĂ€mtlichen Informationen versorgt werden.

Der Party-Affine kann man bei dem Point- oder Wild-Rover Hostel vorbeischauen.

Merken

Merken

Atemberaubende Landschaften, schwindelerreregende AbgrĂŒnde & der versĂ€umte Choquequirao Trail

Von Iquitos nach Lima eingeflogen, erfuhr ich im Taxi, daß heute die Stones im Stadium spielen, laut Taxifahrer fĂŒr 150 Dollar das Ticket. In BogotĂĄ hatte ich ihr Gratis-Konzert versĂ€umt. Meine Unterkunft, das schöne 1900 Hostel im historischen Viertel, befindet sich in einem renovierten GebĂ€ude. Um das 19te Jahrhundert gebaut, zieht es seinen Charme aus den hohen WĂ€nden mit Stuckdecken und der liebevollen Dekoration.

die Bar-Decke vom 1900
die Bar-Decke vom 1900

Das Stadium ist ganz in der NĂ€he, aber vom Konzert hört man nichts, im Gegenteil zum MĂŒnchner Olympiastadium, wo Anwohner sehr wohl mithören können.

Wanddeko im 1900
Wanddeko im 1900

Ich möchte weiter in Richtung SĂŒdwesten zum Wandern und nahm den bequemen Molino-Bus nach Huancayo. Die Landschaft ist sensationell, grĂŒne Berge wechseln sich mit grauen und rötlichen Steinformationen ab.

20160310_110904Auf der einen Seite der reißende Fluß unterhalb des zehn bis zwanzig Meter tiefen Abgrunds, auf der anderen zackige Felsen direkt neben dem Bus, der die stĂ€ndigen Serpentinen auf der engen Straße bewĂ€ltigen mußte, da bekam sogar ich Angst!

Aussicht von meinem Busfenster

Leider war kein Ende abzusehen, sondern der Bus hielt plötzlich vor anderen LastwĂ€gen an. Eine Steinlawine versperrte den Weg. Einige MĂ€nner waren dabei, die Steine weg zu rĂ€umen. Endlich setzten sich die ersten Autos vor uns in Bewegung. Einige Mitfahrer aus unserem Bus waren ausgestiegen. Wir fuhren ĂŒber die schmale, rutschige Stelle, der Bus schlingerte, ich hielt den Atem an, denn der Abgrund war direkt neben meinem Fenster, dann war die gefĂ€hrliche Stelle ĂŒberwunden. Die Ausgestiegenen hatten anscheinend damit gerechnet, daß etwas schiefgeht, und stiegen erst danach wieder ein.

Nach sieben Stunden Schlingern kamen wir endlich in Huancayo an. Viel Interessantes gibt es nicht zu sehen, so buchte ich gleich den nĂ€chsten Bus nach Ayacucho. Es gibt sogar zwei vegetarische Restaurants gegenĂŒber des Bahnhofs, das eine bietet riesige Mengen leckerer Speisen zu einem Spottpreis an.

Ayacucho ist ein netter Ort mit 33 Kirchen, eine davon, 1540 gebaut, gehört zu den Ältesten SĂŒdamerikas. Sie ist sehr klein und nicht zu besichtigen. Es brachte Spaß, durch die schmalen Gassen zu laufen, die nicht vom Autoverkehr mit Abgasen versorgt werden.

20160311_125440Auf dem Markt gibt es alles, was das Herz begehrt, sogar richtiges Fladenbrot und frischer KÀse aller Art von den umliegenden Dörfern.

Auch hier regnet es jeden Nachmittag und wird unangenehm kalt. Mit dem lokalen Bus besuchte ich das Dorf Quinua, wo die Schlacht von 1824 Peru von den Spaniern befreite. Man kann noch das Mini-Museum besichtigen, in dem der Friedensvertrag beschlossen wurde und die traditionellen Dachverzierungen ansehen, die böse Geister fernhalten sollen. Auf dem Weg zurĂŒck begann es zu regnen, kaum hatte ich das einzige Motorcar-Taxi angehalten, brach der Himmel auf. GlĂŒck gehabt!

IMG_1488Der Choquequirao Trail weiter westlich hatte es mir angetan, der eine gute Kondition erfordert, dafĂŒr mit wenig Touristen gesegnet sein soll. Er fĂŒhrt zu einer weiteren verlorenen Inka-Stadt.  Im kleinen Dorf Cachora angekommen, suchte ich nach der vom Footprint-FĂŒhrer empfohlenen Casa de Salcantay. Erst landete ich beim Ă€hnlich klingenden Guesthouse, stolperte prompt ĂŒber einen rutschigen Absatz und schlug mir Ellenbogen und Knie auf. Nicht gerade zu empfehlen vor einer anstrengenden Wanderung!  Im Casa de Salcantay die Straße hinunter angekommen, war ich erstmal erleichtert. Die Zimmer sind schön, die Aussicht fantastisch! So ruhig und gut habe ich selten geschlafen.

20160315_175138Jan Willem van Delft und seine Frau Yovana betreiben das Guesthaus seit zehn Jahren. Sie sind bereits mehrmals den Choquequirao-Weg gewandert und gaben mir alle notwendigen Informationen. SĂ€mtliches Equipment wie Zelte, SchlafsĂ€cke und Kocher fĂŒr die Wanderung sowie Mulis und FĂŒhrer können sie ebenfalls organisieren. Wer den Trek auf eigene Faust meistern möchte, ist hier an der richtigen Adresse.

das krĂ€ftige FrĂŒhstĂŒck im Casa
das Kraft- FrĂŒhstĂŒck im Casa de Salcantay

Von hier kann man direkt loswandern, ich spazierte am Nachmittag den Weg entlang. Wenn nur nicht Knie und Ellenbogen so schmerzen wĂŒrden. Ganz nah davor mußte ich schweren Herzens darauf verzichten. So genoß ich das leckere FrĂŒhstĂŒck, die Ruhe und die herrliche Aussicht.

Tips:

fĂŒr Huancayo: Das Hotel Los Balcones hat große Zimmer und liegt zentral, das WiFi ist langsam, man kann aber die Computer benutzen. FĂŒr schnelles WiFi sorgt das CafĂ© Koqui nebenan, das auch leckeren KĂ€se und Fladenbrot verkauft. SusanÂŽs Restaurant bietet eine herrliche Rundumsicht und gutes Essen.

fĂŒr Ayacucho: das Hotel El Meson unweit vom Paca de Armas liegt im Innenhof, daher sehr ruhig, toll vom Preis-LeistungsverhĂ€ltnis mit blitzschnellem WiFi. Es gibt ein preiswertes vegetarisches Restaurant Natural y Vida, das nur bis ca. 2 Uhr auf hat, fĂŒr Abends empfehle ich das Via Via an der Placa mit sehr angenehmer AtmosphĂ€re, gutem Essen und Service, sowie weder Neonlicht noch TV Berieselung.

fĂŒr Cachora und den Choquechirao-Trail: In Cachora gibt es kaum gute UnterkĂŒnfte, geschweige denn Informationen, da die meisten Wanderer aus Cusco anreisen. Das einzige Restaurant, Criolla, bietet leckere KĂŒche. Das Casa de Salcantay kocht auch Abendessen bei Voranmeldung und bietet alles, was der Individualreisende fĂŒr den Choquequirao Trek braucht. Sie sprechen Englisch, Deutsch und HollĂ€ndisch. Weitere informationen auf http://www.salcantay.com/