Ayurveda, das Wissen vom Leben in Indien

Ayurveda Massage lernen in Indien

Beim Wort „Indien“ verdrehen die einen die Augen, weil es so anstrengend ist, während die anderen wirken wie in Trance oder auf Drogen?, wenn sie davon schwärmen. Das wollte ich selber herausfinden und obendrein einen Ayurveda-Massage Kurs absolvieren.

bootsfahrtEndlich in Kerala, Südindien, angekommen, gönnte ich mir erst mal eine Backwater-Tour mit den traditionellen Bambusbooten. Die relaxte Fahrt durch das Kanalgewirr erinnerte an die 1000 Inseln des Mekong in Südlaos. Zwischen dem Grün blitzen Dörfer hervor, wir sahen, wie frau aus Kokosfasern auf einfachste, effektivste Art reißfeste Seile herstellt und kosteten vom leckeren Thali, eine Variation verschiedener Gemüsegerichte inklusive köstlicher Soßen.

IMG_1589Dem Loose-Guide zufolge soll es im Strandort Varkala Ayurveda-Schulen geben. Über Kursangebote stolperte ich an jeder Ecke, besonders darüber, das sie nicht mal einen Lehrplan vorweisen konnten. Also setzte ich mich ins Internet-Café und nach einem Tag Recherche entdeckte ich die School of Ayurveda und Panchakarma in Kannur, am Meer Keralas. Während die anderen Schüler monatelang im voraus gebucht hatten, hatte ich das Glück, zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu sein!

Mit 11 Frauen und zwei Männern aus Europa, USA und Japan lernten wir Panchakarma und Ayurveda-Massage. Die Ayurvedische Medizin ist 3000 Jahre vor Christi alt und beruht auf dem Wissen vom Leben.

Sie teilt die Menschen in die drei Konstitutionstypen Vata, dem Element Luft/Raum zugetan, Pitta, dem Feuer, und Kapha, Erde und Wasser zugehörig, auf. Sind diese im Gleichgewicht, ist der Mensch gesund.

Ayurveda sieht den Menschen ganzheitlich, seinen Körper, Geist und Lebensweise. Die Behandlung macht den Kranken gesund, hält den Gesunden im Geichgewicht.

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Kräuterpackungen selbst gemacht

Theorie und Praxis wechselten sich ab, wir lernten diverse Massagetechniken und Behandungen für die verschiedenen Doshas, unter anderem mit dem Fuß. Dazu liegt der Patient am Boden, über ihm ein Seil, an dem sich der Masseur leicht abstützt, um den Patienten mit seinem Fuß zu massieren. Nicht so einfach, den Druck richtig auszubalancieren, Tänzer sind eindeutig im Vorteil! Eine tolle Dehn- und Gleichgewichtsübung für den Therapeuten. Andere Therapien mit selbsthergestellten Kräuterpackungen gehörten auch zur Ausbildung. Das Öl macht die Hände der Masseure samtweich, als Massage-Modell konnten wir uns dann meistens schön entspannen! Nach einer Öl-Ganzörpermassage fühlt man sich wie neugeboren!

Shirodara, der Stirnguß
Shirodara, der Stirnguß

Kannur ist für seinen Teyyam berühmt, einem geheimnisvollen Geisteritual, dem wir eines nachts beiwohnten.

Der „Geist“ hört die Betenden an und begleitet von Trommeln und seltsamen Zeremonien betet er dann für sie. Das hätte ich auch gerne gehabt, als mein MP3 Player sich plötzlich tot stellte, erst vom 4. Computer aufladen ließ und keine Daten mehr anzeigte. Kaum hatte ich jemanden gefunden, der mir Musik aufladen wollte, war meine wieder da! Magic India!

Dem Winter in Malaysia entkommen!

Von Borneo auf´s Festland über den Negara-Dschungel zu den Haien der Perhentian Islands

Wer noch nicht weiß, wie er den nächsten Winter überstehen soll, dieses Land wäre eine Alternative!

das Erntedankfest von Sabah, Borneo
das Erntedankfest von Sabah, Borneo

Im Paradies Borneo angekommen, kann ich gut auf die Utensilien der Zivilisation verzichten. Die relaxten Malaysier machen mir nicht nur schöne Augen, sie sind es auch.

IMG_0824Bei Dschungelwanderungen empfiehlt sich ein Guide, sonst verpaßt das zivilationsgetrübte Auge Makaken- und Prosperisaffen, kleine Wasserschlangen, Adler und andere Vögel sowie Skorpione, die ganz in der Nähe meines Bambusbungalows ihr Lager aufgeschlagen hatten.

Blutegel in Aktion
Blutegel in Aktion

Leider ließ ich mich vom netten Guide hinreissen, in einem Weiher zu baden, nur eine gute Idee für die Blutegel, die sich an mir labten. Statt TV und Computer bestand das Abendprogramm aus Asienschach oder Gitarre-spielenden Einheimischen, während wir die Sterne anhimmelten.

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der Mount Kinabalu von 1500 m

Die Besteigung des Mount Kinabalu war das wunderbarste Erlebnis in Borneo. Am Samstag davor habe ich im Nachleben von Kota Kinabalu schon mal meine Beine beim Abtanzen trainiert und die schönen Menschen auf einem Haufen bewundert. Erstaunlich, daß die muslimischen Mädchen das Kopftuch, mit Glitzer verziert, locker um den Kopf schlingen und mit engem T-Shirt und knappen Jeans abrocken!

Vom Park Hauptquartier geht‘ s von 1500 Metern in c.a. 4 Stunden auf halbe Höhe, unsere 3er Gruppe aus Jeroen, Emily und ich hatte sich da schon auseinander gewandert. Nachts um 3 Uhr wird mit Taschenlampe der Gipfel auf 4096m erklommen. Nachdem ich eine lahme chinesische Gruppe und laute Amis überholt hatte, genoss ich den Aufstieg unterm Sternenhimmel.

IMG_0943Rechtzeitig zum Sonnenaufgang erreichte ich den Gipfel, erst c.a. 10 Leute waren vor mir.

IMG_0947Immer mehr Wanderer folgten, die nichts besseres zu tun hatten, als wie wild zu fotografieren und wieder herunterzulaufen. Je höher die Sonne stieg, desto atemberaubender die Rundumsicht.

IMG_0952Am Abend kamen die heißen Quellen in der Nähe gerade recht, um die müden Beine auszuruhen. Zusammen mit anderen Leidensgenossen vom Berg machte es doppelt Spaß!

IMG_0977Klar, das am nächsten Morgen der Canopy Walkway mit noch etwas wackeligen Beinen ausprobiert werden mußte, ein auf einigen Brettern in den Baumwipfeln aufgehängter Hochseilweg. Selbst für mich Klettertante aufregend!

IMG_0975Gerüchten zufolge soll man auf der malayischen Halbinsel beim Schnorcheln Haie sehen, so flog ich nach Johor Baru, ein Flughafen mit Schokoladenduft, dem ich sofort nachgehen musste. Der Verkäufer verführte mich zu Eiskreme ( die allerbeste!) und Schokomuffin.

IMG_1055Bei einer Wanderung im uralten Taman Negara-Dschungel mit zwei Österreicherinnen fielen uns die Blutegel reihenweise an, sobald wir nur einen Moment stehenblieben. Bei Alexandra hatte sich ein besonders fetter an ihrem Bauchnabel festgesogen. Wegbrennen mit einem Feuerzeug ist die einzige Möglichkeit, sich zu befreien.

auch dieser Canopy-Walkway im Negara-Dschungel war vor mir nicht sicher
auch dieser Canopy-Walkway im Negara-Dschungel war vor mir nicht sicher

Die Perhentian Islands hielten auch einige Aufregungen für mich bereit. schon beim ersten Schorcheln sah ich im glasklaren Wasser Clownfische (bekannt aus „findet NEMO“, Triggerfische, Sägefische, Papageienfische, riesige Muscheln mit beweglichen bunten „Lippen“ und ganz weit draußen, wo plantschende Japaner oder Chinesen mit Schwimmweste und Schnorchel verkleidet, nie hinkommen würden, schwamm ein c.a. 1,20 Meter großer Hai in etwa 4 Meter Tiefe unter mir durch. Deswegen war ich hier! Taucherin Alexandra erzählte, das diese Haie nur Plankton fressen…

noch kein Hai in Sicht...
noch kein Hai in Sicht…

Morgens sollen sie besonders aktiv sein, also schwamm ich am letzten Tag noch mal hinaus. Plötzlich, nicht mehr im tiefen Wasser, sondern nur 1 Meter 50 unter mir sah ich diesmal glasklar zwei 80cm große Haie, kurz darauf kam noch ein großer, vielleicht 1.60 Meter langer vorbei, der mich langsam umkreiste. Mulmig war mir schon, nach Planktonfressern sahen sie nicht aus! An Land las ich dann, dass diese Riffhaie sehr wohl Fische fressen und nur versehentlich Tauchern in die Wade beißen.

frisch gejazzt von Panzerballett bis zur Robbie Williams – Gigantomie

frisch gejazzt von Panzerballett bis zur Robbie Williams - Gigantomie

Der Münchner Musiksommer fällt Rekorde! Die Konzerte im Theatron lassen das Guinnesbuch erzittern wegen seines innovativen und längsten Musiksommers der Welt. Letzten Montag war Jazz im Fokus. Die 17köpfige Earforce-Band inklusive 13 Bläser und toller Rhythmusgruppe heizte den vollbesetzen Rängen mit Jazz- und Latingroove vom allerfeinsten ein, das einfach glücklich machte!

Panzerballett tanzt gerne auf verschiedenen Hochzeiten, die fünf Musiker paaren Jazz mit Funk, Hardrock, Metal und Schlager. Die Gastsängerin Conny Kreitmeier intonierte „Ein bißchen Frieden“ erst bluesig, um dann mit Hardrock-Gitarrenriffs ihre Wahnsinnsstimme zum Bersten zu bringen! Auch der „Dirty Dancing“ Song „Time of my Life“ wurde metal-jazzig neu interpretiert,  für Fans mindestens so gut wie das Original! Ungewohnte Freejazzklänge, wer sich darauf einließ und das waren die meisten im Amphitheater, erlebte einen fantastischen Abend!

Bis zum 25.08.13 kann der Musikliebhaber von Rock, Indie, Electro und Pop seine Entdeckungen im Theatron machen.

Gigantomie ist das Rezept von Robbie Williams` Take the Crown Tour letzten Mittwoch im mit 62000 prall gefüllten Olympiastadium. Eine riesige Robbie-Büste ziert? die Megabühne, von der er sich zum Opening abseilen läßt. Von den ersten Tönen „Let me entertain you“ berauscht, singt und tanzt die Arena mit. Die Party konnte beginnen! Der 39jährige hat an Gewicht zugelegt, dafür fehlt der Hals, an Reife sowieso. Pupertierende, lächerliche Sprüche über sein Gemächt sind so überflüssig wie die übergroßen, wasserspritzenden, feuerspeienden Robbiebüsten, die sich über die Bühne schieben.

Das hat er gar nicht nötig, die Stimme und Entertainment Qualitäten lassen den Wunsch aufkommen, ihn mal in kleinerem Ambiente zu erleben. Die Menge will die Gassenhauer hören und mitsingen, die neuen Songs und sein Gitarreneinspiel bei „Millenium, Sexed up und Better Man“ läßt die Begeisterung sinken. Fulminant holt er seine Fans wieder ab mit Rock DJ und Angels, der nicht endenwollende Chor kreischt und singt, will ihn nicht gehen lassen, A Lot of Love and Affection hallt ihm beim Verlassen der Bühne hinterher…

Robbie Williams entertainte das Olympiaststadium!

Robbie Williams entertainte das Olympiaststadium!