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Wein, M├Ąnner-Gesang und atemberaubende Fels-Formationen in Bolivien und Argentinien

Was ist sch├Âner, die Weinregionen Tarifa in Bolivien oder Cafayate in Argentinien? Eins zu null f├╝r Argentinien!

Tarija, auf 2000 Metern H├Âhe gelegen, empfang mich mit dunklen Wolken. Da die Weinverkostungen per Rad nur im dicken Stra├čenverkehr zu erreichen waren, entschlo├č ich mich, an einer gef├╝hrten Tour teilzunehmen. Die Gruppe war auch vor jeglicher Verkostung ganz lustig, kaum am ersten Weingut angekommen, begann es zu regnen. Zuerst probierten wir von einer Art mildem Brand, genannt Singani, gottseidank ich zuerst pur, die anderen durften sich den Geschmack mit s├╝├čer, warmer Limo komplett verderben lassen.

der Malbec macht Laune!

Beim Weingut Los Parrales sahen wir bei der Weinpressung zu und probierten vom leckeren Wei├čwein, Cabernet Sauvignon und s├╝ffigem Malbec. Beim Biowein eines anderen Weinguts wurden uns leider nur seltsam anmutende Tropfen angeboten.

Der k├╝hle Dauerregen vertrieb mich dann aus dem leider verkehrsreichenTarija, Spazierengehen bringt mir weder bei Regen, noch beim Abgas-Einatmen Spa├č! Da half auch nicht die Skulptur eines verspeigelten Weinglases mit Blick auf die Stadt.

Der direkte Nacht-Bus brachte mich nach Salta in Argentinien, damit es nicht zu langweilig wurde, durften wir bei Nieselregen zwei Stunden an der Grenze warten. Vielleicht h├Ątten wir unsere mitgebrachte Weine auspacken sollen? Noch unangenehmer, als ich vor M├╝digkeit verga├č, da├č es in Argentinien eine Stunde sp├Ąter ist. So verpa├čte ich den Anschlu├čbus nach Cafayate und mu├čte totm├╝de 3! Stunden warten. Die Busfahrt durch die fantastische Landschaft entsch├Ądigte mich fast f├╝r alles.

In Cafayate angekommen, kannte meine Begeisterung f├╝r den sonnenverw├Âhnten Ort mit Rundumaussicht auf die Berge in allen Farben keine Grenzen.

Dazu kamen die Weinverkostungen an jeder Ecke, wenig Autoverkehr, stattdessen fuhren sogar die Einheimischen Fahrrad! Ausleihen war nicht ganz billig, zwischen 10 und 15 Euro. Leider gab es nur ein Cityrad, dessen Bremsen nicht funktionierten oder gute, aber zumindest f├╝r Frauen extrem unbequeme Mountainbikes.

Quaca-Weine, Cafayate, Argentinien

Das Weingut Quaca bot kostenlose Verkostungen und F├╝hrungen an, das engagierte Personal f├╝hrte mich mit halbwegs verst├Ąndlichem Spanisch herum, der Wein war k├Âstlich, die Preise unglaublich preiswert! Danach lockte mich das empfehlenswerte Weinmuseum, am Eingang wird visuell geschw├Ąrmt, wie ideal die Lage in Cafayate mit seinen warmen Tagen und k├╝hlen N├Ąchten ist, anschlie├čend wird die Geschichte des Weinanbaus in Cafayate erz├Ąhlt, die im 16. Jahrhundert begann.

Die Fahrradverleiherin an der Plaza bot mir an, an ihrer Tagestour in die Quebrada de Conches in Richtung Salta teilzunehmen, dann bekomme das Rad am n├Ąchsten Tag zum Superpreis. Die Sonne brannte, so fand ich es eine gute Idee und wir konnten die fanatastischen Felsformationen von Nahem anschauen beziehungsweise erklettern.

Am n├Ąchsten Tag bestieg ich dann das Mountainbike, um die staubige Stra├če in Richtung der Wasserf├Ąlle der Rios Colorados zu erklimmen. Mit dem Rad ganz machbar. Am Eingang mu├čte ich mich registrieren und bekam ein Guide-Angebot, da├č ich ablehnte. Der „Weg“ zu den Wasserf├Ąllen war nicht immer leicht zu finden, es gab deren mehrere und anscheinend mu├čte ich immer wieder den kleinen, aber rei├čenden Flu├č ├╝berqueren. Irgenwann wu├čte ich nicht weiter und wurde von einem weiblichen Guide, gefragt, ob ich mich den anderen beiden Argentinierinnen anschlie├čen m├Âchte. Ok, meinte ich, wenn es nicht mehr als 3 Stunden dauert.

So sprangen wir xmal ├╝ber glitschige Steine zur Flu├č├╝berquerung, kletterten senkrechte Felsen hoch und hangelten uns an schwindelerregenden Abh├Ąngen entlang. Da gab es kein zur├╝ck. Ich klettere gern, aber das war halsbrecherisch.

Nachdem wir noch den Aussichtspunkt erklommen hatten, ging es gottseidank nach 5! Stunden einen einfachen Feldweg zur├╝ck. Die Guide-Frau wollte pro Stunde bezahlt werden! Ganz sch├Ân unversch├Ąmt, ich gab ihr etwas weniger und ├Ąrgerte mich trotzdem, da es f├╝r eine Weinprobe im nahen Weingut Las Nubes zu sp├Ąt war.

Vor der Pena-Folklore ist man in ganz Cafayate nicht sicher. Am besten gefiel es mir in meinem Lieblingsrestaurant Casa de Las Empanadas, welches weniger touristisch ist. Hier geno├č ich bei frischen, vegetarischen Empanadas mit einer Karaffe Wein dann den Gesang einers Folklore-S├Ąngers mit Gitarre. Angenehm unaufdringlich von der Lautst├Ąrke fragte er erst die G├Ąste, woher sie kommen, dann wurden traditionelle Pena-Lieder vorgetragen.

Tipps f├╝r Tarija:

Geld abheben:

die Mercantil Bank verlagt keine Geb├╝hr beim ATM

Unterkunft:

Das Kultur-Berlin Hostel f├╝hrt eine freundliche Frau, die liebevoll das leckere Fr├╝hst├╝cksbuffet mit Fruchtsalaten, gutem Brot und Eiern zubereitet, die Zimmer sind sauber und gut ausgestattet, das Wifi gut, im Innenhof l├Ą├čt es sich gem├╝tlich entspannen

auch sch├Ân zum Anschauen, das g├╝nstige, gute Veggie-Restauant in Tarija

Es gibt ein tolles, von Einheimischen gut besuchtes Veggierestaurant in derselben Stra├če, das nat├╝rlich nur zum Mittagessen auf hat

Radfahren d├╝rfte hier keinen Spa├č bringen, auf den viel befahrenen Stra├čen ist kein Platz daf├╝r

Tipps f├╝r Cafayate:

g├╝nstig Geld umtauschen oder abheben:

in der Pharmacy an der Plaza kann man ohne Wartezeit wie bei der Bank g├╝nstig Geld umtauschen, die Banco Nacional verlangt beim ATM die H├Ąlfte von der Macrobank

Ausfl├╝ge:

Das Weinmuseum anschauen!

unbedingt ein Rad ausleihen, vorher die Bremsen und alles andere pr├╝fen, den Sitz einstellen und gut befestigen, ich lieh meins bei IPUNA am Plaza aus, die auch Touren veranstalten

die Touristeninformation an der Plaza gibt Karten aus und gute Infos, im Gegensatz zum uns├Ąglichen Lonely Planet, zu den Weinverkostungen und wie man wo hinkommt, zum Beispiel kann man zur Quebrada de Conches im Bus das Rad mitnehmen und auf der alphaltierten Stra├če zur├╝ck radeln, zu den Wasserf├Ąllen kann man gut radeln, mit Guides vorher alles ausmachen,┬á ohne Guide Maps Me benutzen und den gewanderten Weg markieren, dann sollte man auch zur├╝ck finden oder einfach am Flu├č entlang spazieren, Wanderschuhe sind f├╝r beide unabdingbar!

Unterk├╝nfte:

das Backpackers unweit vom Busbahnhof bot ein Zimmer an, bei dem man die T├╝r nicht schlie├čen konnte, sie blieb einen halben Meter auf, einladend f├╝r streunende Hunde, Katzen und was sonst noch herumfleucht, passend dazu sahen die Bettlaken gebraucht aus,

einen Block weiter an der Ecke stieg ich im San Jorge mit neuen, kleinen, sauberen Zimmern g├╝nstig ab, das Wifi wurde anscheinend nicht bezahlt und folglich funktionierte es nicht, der Besitzer meinte wie so oft, das ginge in der ganzen Gegend nicht,

Da ich etwas schreiben wollte, zog ich 200 Meter weiter in┬┤s Terra Andina um, mit sch├Ânenm Innenhof zum Hinsetzen mit schnellem Wifi. Ein Zimmer lie├č sich nicht abschlie├čen, da der vorherige Mieter weg war; so wurde ich in┬┤s andere Zimmer mit Schl├╝ssel verlegt, der auch unn├╝tz war, da das Abschlie├čen nicht funktionierte, im „modernen“ Argentinien nicht ungew├Âhnlich; die nette Familie pa├čte gottseidank auf meine Sachen auf

Vegetarisch Essen:

an der Plaza lauern die ├╝berteuerten Touristenfallen, daher lieber

leckere Empanadas und einige andere Veggie-Variationen im Casa de las Empanandas verputzen, das gr├Â├čere ist sch├Âner!

Sch├Ân sitzt es sich im Innenhof des Restaurants vom biologischen Nanni Weingut, die Kulinarik ist bescheiden, die Weindegustation jedosch zu empfehlen

am Mercado l├Ą├čt es sich unter Einheimischen drau├čen sitzen und g├╝nstig vegetarische Tamales (Im blatt eingelegtes Gem├╝se mit Quinoa) oder Pasta probieren

 

 

 

 

 

 

 

 

├ťberw├Ąltigende Iguazu-Wasserf├Ąlle, Mural-Streetart & fantastische Steinlandschaften

Von Iguazu ├╝ber St. Ignacio und Corrientes in die Quebrada de Humahuaca

Atemberaubend? Mega? Riesig? Klitschnass? Um diese Iguazu-Wasserf├Ąlle zu beschreiben, fehlen mir einfach die Worte! Am besten selber erleben! Zuerst nahm ich den Bus von Puerto Iguazu auf die Brasilianische Seite, dazu musste ich zwei Grenzen ├╝berqueren, um dann am Haupteingang zu landen. Ich hatte Gl├╝ck, am sp├Ąten Vormittag waren gerade keine gro├čen Gruppen unterwegs. So konnte ich entspannt den Weg zu den Wasserf├Ąllen ohne Menschenmassen gnie├čen. Der Panorama Blick war einfach grandios!

Iguazu Wasserf├Ąlle, Brasilien

Am n├Ąchsten Morgen gegen ca. 9 Uhr machte ich mich zur Argentinischen Seite auf und folgte ausnahmsweise der Empfehlung vom Lonely Planet, erst die Rundg├Ąnge Circuito Inferior und Superior Circuit┬á zu bewandern, um den Massen zu entfliehen.

Iguazu Wasserf├Ąlle, Argentinien

Er bringt mich sch├Ân nahe an die F├Ąlle, ich bin nat├╝rlich auf eventuelle G├╝sse vorbereitet und schie├če sch├Âne Fotos, ohne meinen Apparat zu gef├Ąhrden. Angenehme K├╝hlung bringt es auch, die angebotenen Regencapes sind bei der Hitze vollkommen ├╝berfl├╝ssig.

Gegen Mittag wandere ich dann an den Gleisen entlang ├╝ber den noch unschuldig dahinflie├čenden Fluss zur Teufelskehle, dem Garganta del Diabolo, um das brausend herabst├╝rzende Wasser zu bestaunen! Auf dem R├╝ckweg dr├Ąngelten sich die Menschenmassen auf dem schmalen Weg zum Wasserfall hin, w├Ąhrend mein R├╝ckweg frei war. Wieder Gl├╝ck gehabt!

Der Bus nach St. Ignacio brauchte nur wenige Stunden. so konnte ich gleich die Missionsruinen besichtigen. Auf dem Weg dorthin fielen mir verd├Ąchtige Absperrungen auf und siehe da, abends sollte eine Karnevalsparade stattfinden.

Karneval à la St. Ignacio

Ich fand die sch├Ân wie in Rio Geschm├╝ckten etwas zur├╝ckhaltend tanzend auf der Parade, angeblich wird es erst am letzten Karnevals-Wochenende richtig wild!

Mujer Tierra, Mutter Erde in Gefahr

Nichts wie weiter nach Corrientes, ein netter Ort mit wundersch├Ânen Murals, Wandmalereien, beziehungsweise Streetart, von kritisch bis einfach wundersch├Ân. Am verkehrsberuhigten Sonntag┬á war es ein Genuss, durch die Stadt zu schlendern, um ein Bild nach dem anderen zu entdecken.

Sensationsionell, einfach gem├╝tlich vom beqemen Bus aus die Landschaft von Salta nach Tilcara genie├čen zu k├Ânnen! Die Gesteinsformationen und Farben k├Ânnte kaum ein K├╝nstler traumhafter treffen!

Auf die Touristenpflichtprogramme konnte ich nur fast verzichten, auf die mit 14 farbenpr├Ąchtigen Felsz├Ąhnen bewaffneten Serrania de Hornocal nicht.

Serrania de Hornocal

Kaum hatte ich alles eingehend bewundert und den Bus bestiegen, fing es an, zu hageln!

Meine neuen Bekannten von dem Hostel in Tilcara hatten sich gerade gem├╝tlich zum Felsen-Gucken begeben und bekamen eine Abk├╝hlung.

Die Wanderung zur Garganta del Diablo-Schlucht war am sp├Ąten Nachmittag noch sehr schwei├čtreibend und f├╝r Fotos nicht mehr geeignet.

Pucara, Tilcara

Die pr├Ąkolumbianische, rekonstruierte Festung Pucar├í, war interessant, konnte mich aber nicht wirklich ├╝berzeugen, ich bin einfach von Angkor Wat und die ihn umgebenden Tempeln zu verw├Âhnt. Witzig fand ich die riesigen Kakteen, die teilweise wie ausgestreckte Finger aussehen…

Tipps:

auch wenn der angeblich auf Umweltfreundlichkeit achtende Lonely Planet statt echte Tipps zu geben, immer wieder zum Mieten von Autos und Taxifahrten r├Ąt, was in einem Reisehandbuch nichts zu suchen hat; f├Ąhrt fast ├╝berall ein bequemer, auch f├╝r Langbeinige geeignete Bus hin, auch von Tilcara nach Humahuaca und von dort nach Serrania de Hornocal

Unterkunft: wegen l├Ącherlich hoher Hotel- und Hostelpreise quartierte ich mich oft bei Airbnb ein, so in einem sch├Ânen Zimmer mit Bad, Wasserkocher und K├╝hlschrank bei Carlos in Puerto Iguazu

Tilcara: La Albahaca Hostel hat Dorms und sch├Âne Einzel- Doppelzimmer, ein gelegentlich schw├Ąchelndes Internet, sehr gute Infos, wie man die Umgebung ohne ├╝berteuerte Touren zu buchen, besichtigen kann,┬á von Toni liebevoll zubereitetes┬á Fr├╝hst├╝ck, bei dem Einzelreisende leicht andere Traveller kennenlernen k├Ânnen

Vegetarisch Essen: in Iguazu kochte ich selber bei Carlos, in Corrientes ertrug ich eine „Pizza“ mit dickem Teig und ├╝berlaufendem „K├Ąse“? Tilcara bot im Mercado nicht nur vegetarisch leckere Empanadas mit Quinoa, K├Ąse und Spinat, es gab auch mehr vegetarische K├╝che und Pastel, gebackenes mit K├Ąse auf der Stra├če

Nachhaltig Reisen, mit 8 Tips leicht gemacht

├ľkotourismus ist uncool? Wer einmal beim Schnorcheln statt Fische und Korallen zu bewundern, durch den M├╝ll an der Oberfl├Ąche schwamm, vergi├čt das nie! Bei meiner Indonesien-Reise war die Str├Âmung ung├╝nstig und da durfte ich diese unverge├čliche Erfahrung machen.

Strand bei Labuan Bajo, Flores

Vor der Reise lohnt es sich, zu ├╝berlegen, was man au├čer Stofft├╝ten┬á mitbringen sollte. Einen gro├čen Coffee-to-go Becher kann man mit Tee, Kaffee oder Suppe auff├╝llen. Die in tropischen L├Ąndern frischgespressten Fruchts├Ąfte oder Fruchtsalate und das selbstgemachte M├╝sli schmecken darin besser als in Plastik. Im Flugzeug freut sich die┬á Stewardess ├╝ber weniger Arbeit, wenn sie Wasser in die mitgebrachte Trinkflasche einf├╝llt, den Wein kann sie in den Coffee-to go Becher einf├╝llen.

Einen guten Wasserfilter von zu Hause mitbringen erspart den Kauf von Wasser in Plastikflaschen. Man kann es auch abkochen, abk├╝hlen lassen und in seine mitgebrachte Stahlflasche einf├╝llen. Am besten schmeckt es mit Limonensaft und/oder frisch geschnittenem Ingwer.

Jetzt kann man sogar in Thailand f├╝r unglaublichen 1! Baht, circa 3 Cent, einen Liter Trinkwasser auff├╝llen!

da staunt S├Ąnger Ryan, da├č ich freiwillig radfahre

In flachen Regionen ein Fahrrad zu leihen erzeugt keine stinkenden Abgase, l├Ąrmt nicht und man tut etwas f├╝r seinen Kreislauf und die Fitness.

Entgegen anderslautenden Empfehlungen der einschl├Ągigen Handb├╝cher wie Lonely Planet und Stefan-Loose-Reisef├╝hrer, die fast immer aus undurchsichtigen Gr├╝nden Taxis und privaten Shuttle-Bussen den Vorzug geben, konnte ich sehr wohl mit ├Âffentlichen Verkehrsmitteln durch Lombok und Bali reisen. Einfach vorher zum Beispiel bei travelfish oder Einheimischen informieren. Ein paar Worte in Indonesisch und Hartn├Ąckigkeit sind von Vorteil, dann f├Ąhrt man oft bequem und meistens schnell mit dem Bemo-Kleinbus f├╝r ein Drittel Rupias durch die Lande. Der beste Platz f├╝r Langbeinige ist rechts von der offenen Eingangst├╝r, oft ist noch Platz f├╝r┬┤s Gep├Ąck, man kann seine Beine ausstrecken und bekommt den Fahrtwind in┬┤s Gesicht. Die Reihe hinter oder neben dem Fahrer ist die Schlechteste, weil sie vom schlecht abgedichteten Motor schwei├čtreibend erhitzt wird. Mit den freundlichen Mitreisenden, immer Einheimische, konnte ich ein Schw├Ątzchen halten und oft wurde mir ein Snack angeboten.

Beim Fr├╝chte- und Gem├╝se-Kauf Unverpacktes in seinen Stoffbeutel einf├╝llen, das spart Plastikt├╝ten und Verpackung.

in der Touristen-Info von Flores…

Klimaanlagen, sch├Ądigen die Umwelt und tragen zur Erderw├Ąrmung bei. Das Meerwasser ersitzt sich so stark, das bereits viele Korallen abgestorben sind. Ein anst├Ąndiger Ventilator und Fenster, die man nachts offen lassen kann, am besten mit Mosquitoscreen, gen├╝gen bei tropischer Hitze v├Âllig. Leider sind letztere nicht besonders popul├Ąr in Indonesien, manche Fenster lassen sich gar nicht ├Âffnen oder sind ebenerdig ohne Gitter, so da├č jederman hineinfensterln kann.

Im Eco-Resort n├Ąchtigen, zum Beispiel von┬á Green Pearls,┬á ist eine andere M├Âglichkeit, nachhaltig zu reisen. Das mu├č nicht die Welt kosten wie beim┬á El Maco Resort in St. Agostin, Kolumbien oder In Lombok┬┤s Rinjani Mountain Garden, der ein eigenes kleines Wasserkraft- und Kl├Ąrwerk sein eigen nennt. Es gibt interessante Projekte kennen zu lernen wie beim luxuri├Âsen Tongsai Bay Resort auf Ko Samui, das einen eigenen Biogarten betreibt und seine Reinigungsmittel aus traditionellen, rein nat├╝rlichen Zutaten herstellt: http://horizonteentdecken.de/das-tongsai-bay-resort-eine-oase-in-koh-samui/. Abgeschiedenheit und Ruhe mit rustikal-charmantem Outdoor-Ambiente samt exzellentem Italienischem und Indonesischem Essen findet man auf den Secret Gilis von Lombok┬á in der Eco Gili Asahan Lodge.┬á Das Zeavola Green Pearls Resort engagiert sich f├╝r das┬á Dorf nebenan und den Schutz der Korallen auf Ko Phi Phi in Thailand :http://horizonteentdecken.de/eco-outdoor-feeling-pur-im-zeavola-auf-koh-phi-phi-thailand/

Wer sich und seiner/seinem Liebsten etwas Besonderes g├Ânnen m├Âchte oder zum Honeymoon unterwegs ist,┬á kann sich im ├Ąltesten internationalen Eco Resort Bali┬┤s, dem Kupu Kupu Barong Villas & Tree Spa by L ` Occitane , nach Strich und Faden verw├Âhnen lassen, Chef I. Ketut Bagiada kreirt jeden Monat ein neues Gourmet-Menue und die Massage ist g├Âttlich!

Es existieren bereits lokale Projekte, um Plastik zu vermeiden und dieses einzusammeln. Dar├╝ber Reden, Schreiben und Unterst├╝tzen hilft.

Beauty-Produkte nach traditionellem Rezept von ubud botany

Die studierte Botanikerin Dewi von www.ubudbotany.com in Ubud┬┤s Kajeng Stra├če in Bali gibt nicht nur Workshops f├╝r selbstgemachte, Balinesische Beauty-Produkte und Botanische Spazierg├Ąnge, sondern verwendet von Sch├╝lern eingesammelte, ehemalige Saft- und Schnapsfl├Ąschchen wieder. Ausschlie├člich lokale Farmer-Produkte werden f├╝r ihre naturreinen Shampoos, Sonnenlotions und ├ľle verwandt.

www.trashhero.org engagiert sich mit Schulprogrammen und Gemeinden, um auf den Plastikm├╝ll und seine Auswirkungen aufmerksam zu machen. In Thailand, Malaysia, den Philippinen, sogar in New York, ├╝berall, wo es n├Âtig ist, wird w├Âchentlich mit Volont├Ąren der M├╝ll an Str├Ąnden und anderswo gesammelt. Warum nicht mitmachen, statt immer die gleichen Sehensw├╝rdigkeiten mit anderen Touristen abzuhaken? Die Zeiten stehen auf der Webseite.

Von alleine kann der Ozean sich nicht vom Plastik befreien, daher gibt es unz├Ąhlige M├Âglichkeiten, sich zu engagieren, wie zum Beispiel hier: http://www.parley.tv/oceanplastic/#parleyair oder: https://www.nabu.de/natur-und-landschaft/meere/muellkippe-meer/.

 

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Luxury Planet statt Lonely Planet

Es war einmal eine Zeit, da brach Tony Wheeler mit seiner Frau auf, durch die Welt zu reisen. Nach langen Monaten kamen sie fast Pleite zur├╝ck. Sie setzten sich an ihren K├╝chentisch und schrieben ihr erstes Handbuch nieder. Es verkaufte sich ├╝berraschend gut. Der Lonely Planet Reisef├╝hrer war geboren. Einst f├╝r Traveller gedacht, die sich Zeit nehmem m├Âchten, um Land und Leute kennenlernen zu lernen. Das Budget war so gering wie die Dauer der Reise lang. Handb├╝cher wie der Lonely Planet und Stefan Loose halfen mit, ├Âffentliche Verkehrsmittel nehmen zu k├Ânnen statt sich von Schleppern, Taxi- und Rischkafahrern ├╝ber┬┤s Ohr hauen zu lassen. Symphatische, saubere Gasth├Ąuser mit Gemeinschaftsr├Ąumen zum Austauschen von Geschichten wurden empfohlen.

Die Zeiten sind entg├╝ltig vorbei. Jetzt geh├Ârt der Lonely Planet der BBC. 80 % der darin enthaltenen Unterk├╝nfte, da steht ihm der Loose-Reisef├╝hrer in nichts nach, sind Mittelklassehotels und Luxusherbergen, die besonderen Empfehlungen geh├Âren ausschlie├člich der letzteren Kategorie. Die Behauptung, Empfehlungen beruhen auf Erfahrungen, die unabh├Ąngig gef├Ąllt werden, sind l├Ącherlich. Keiner verg├Ânnt es dem Schreiber, wenn er sich vom Luxusresort verw├Âhnen l├Ą├čt. Nur wem n├╝tzt es au├čer ihm? Der Luxusreisende interessiert sich garantiert nicht f├╝r diese Handb├╝cher. Der Budgettraveller ├Ąrgert sich ├╝ber unn├Âtigen Ballast.

Emmisionsschutz und Umweltbewu├čtsein werden selbstverst├Ąndlich ebenfalls behandelt, ist ja gerade in Mode. Sollte eine Unterkunft keine Aircondition anbieten, wird die bem├Ąngelt. Sehr umweltfreundlich!

Ist das Buch von seiner Geschw├Ątzigkeit noch nicht schwer genug, werden die Unterschiede von Bahn, Bus, Flug, geliehendem Auto mit oder ohne Chauffeur beschrieben. Ein sinnvolles Buch f├╝r gebildete Budgetreisende und ein mehrere Kilo schweres Luxury Planet Handbook f├╝r Neulinge oder diejenigen, die mit Chauffeur unterwegs sind, w├Ąre eine Option, die beide zufriendenstellt.