Alle BeitrÀge von DKrumm

Heldenschmieden, Teecocktails & fairer Genuss auf dem Tollwood

Irritierend fasziniernde Birdman-Aliens leuchten auf dem Tollwood-GelÀnde und necken Passanten mit ihren RiesenschnÀbeln. Nach ausgiebiger Geschenke-Recherche knurrt mein Magen und frieren tu ich auch. 

Da lockt der White Rabbit Stand mit Cocktails auf Teebasis. Alice im Rausch, der Irische Hutmacher oder der wilde Mexikaner? Ich probier von allen und finde sie nicht zu sĂŒĂŸ mit leichtem Teegeschmack im Abgang, grandios! 

Der Magen knurrt und ich begebe mich inÂŽs Esszimmer zum Schmeckerling-Stand, wo die goldene Sojamilch mit indischen GewĂŒrzen auf mich wartet.

KĂŒrbispĂŒrre wird mit GemĂŒse zur GlĂŒcksbowl

Beim Schmeckerling-Stand ist alles fair und bio, da schmeckt die GlĂŒcksbowl  doppelt gut! Die Burger sind auch lecker mit hausgemachter Sauce, bloß Weißmehlsemmel sind nicht mein Geschmack. Der vegane Lebkuchen ist göttlich!

 

Auf gehtÂŽs zur Heldenschmiede in meinem Lieblingsort auf Tollwood: dem Weltsalon! Die Veranstalter lassen sich immer interaktive Aktionen einfallen, die zum Nachdenken anregen, mitmachen!

Da konnt ich eine Trump-Figur herzen unter dem Hashtag#hugsnohate.

Hier im Weltsalon spielen kommenden Freitag die Souligen Troulbeshooters und Im Hexenkessel laden diese Woche die Salsa-Band Palo Santo und die Soulband Troubleshooters ein, das Tanzbein zu schwingen, ich bin dabei!

Insgesamt 12 Preise regneten auf die zukĂŒnftigen Regie-Stars beim Filmschoolfilmfest MĂŒnchen

Unter dem Motto: Mission Film: Possible konnten die Zuschauer des Filmschoolfests MĂŒnchen vom 18.-24. November 46 schrĂ€ge, lustige, erklĂ€rungsbedĂŒrftige, belanglose, spannende und ĂŒberraschende Studentische Kurzfilme im gut besuchten Filmmuseum anschauen.
Am 24. 11. 18 wurde die Preise verliehen und anschließend angemessen in der HFF, der Filmhochschule MĂŒnchens, angemessen gefeiert.

Die Festivaljury und weitere Jurys der Preisstifter konnten aus 30 Spielfilmen, 8 Dokumentar-, 5 Animations- und 3 Experimentalfilmen ihre Sieger kĂŒren, die PreistrĂ€ger*innen freuten sich ĂŒber insgesamt  56.500 €.

Der Hauptpreis VFF Young Talent Award des 38. FILMSCHOOLFEST MUNICH ging an die lakonische Komödie “Excuse Me, I’m Looking for the Ping-Pong Room and My Girlfriend“ von Bernhard Wenger. Er gewann damit 10000 €! Die Jury mit Phillip Gröning, Asja Krsmanivic, Tice Oakfiled, Antonis Papadopoulos and Sinje Köhler sagten: „Wir waren fasziniert von dieser ungewöhnlichen Reise der Selbstfindung eines sehr inaktiven Antihelden.“
Über den ARRI-Preis fĂŒr den Besten Dokumentarfilm (dotiert mit Sachleistungen im Wert von 4.000 Euro), freute sich „Son of Wind“ Regisseur David Noblet. Noblet studiert am National Institute of Performing Arts (INSAS) in Belgien und seine Dokumentation begleitet den kleinen Panpan, der in Peking beim Großvater lebt, wĂ€hrend der Vater im fernen Frankreich Geld verdient.

Der Student Camera Award (2.000 Euro von Film & TV Kameramann) fĂŒr die beste Bildgestaltung ging an DP Cem Demirer fĂŒr den Film „End of Season“ (Regie: Zhannat Alshanova, London Film School). Wie Demirer uns mit Farben, Schattierungen und Kamerabewegungen nicht nur die Melancholie des Herbstes, sondern auch die ZwiespĂ€ltigkeit seiner Hauptfigur spĂŒren lĂ€sst, hat die Jury ĂŒberzeugt.

Der mit insgesamt 2.500 Euro dotierte zweiB-Award fĂŒr die beste Animation geht ebenfalls nach Großbritannien an den Film „Facing it“ von Sam Gainsborough (National Film and Television School Beaconsfield). Sein Protagonist Sean ist aus Knetmasse geformt, einem Material, das sich stĂ€ndig verĂ€ndert und es nie schafft, die ursprĂŒngliche Form anzunehmen, so wie die Hauptfigur stĂ€ndig durch die EinflĂŒsse anderer verĂ€ndert wird.

Der Luggi-Waldleitner-Preis fĂŒr das beste Drehbuch (3.000 Euro) geht an Michal ĎuriĆĄ, der das Drehbuch fĂŒr „A Warm Comedy about Depression, Madness and Unfulfilled Dreams“ zusammen mit Sophia Boyd und Emil Smoliga schrieb und anschließend auch Regie fĂŒhrte (Academy of Performing Arts, Bratislava). „In nur 20 Minuten schaffen es die Autoren, vollkommen abgerundete Charaktere zu erschaffen, die uns subtil von der Zerbrechlichkeit ihres Familienlebens erzĂ€hlen.

Der Panther-Preis fĂŒr die beste Produktion eines Films einer europĂ€ischen Hochschule geht nach Finnland und ist mit 5.000 Euro dotiert. Hannu-Pekka Peltomaa entfĂŒhrt uns in seiner rabenschwarzen Komödie „Rose Garden“ in ein trostloses Altersheim, aus dem drei ungleiche Freunde ausbrechen wollen. Die Jury sagt: „Die Kernbotschaft der TrĂ€ume unserer heroischen Gruppe geht weit ĂŒber eine schlichte Charakterisierung der Ă€lteren Menschen hinaus und kritisiert in aller SchĂ€rfe eine Welt, in der Kriminelle besser behandelt werden als Ă€ltere Menschen.“ Toller Film!

Jury-PrĂ€sident Philip Gröning vergab eine Special Mention of the Jury President an den Film “Landing” von Wong Kam (Hong Kong Academy for Performing Arts) und wĂŒrdigt damit einen Film, der einer Hauptfigur viel Liebe entgegen bringt, die im wirklichen Leben wohl eher gemieden und verachtet wĂŒrde.

ARTE-Zuschauer dĂŒrfen sich auf „Schoolyard Blues“ freuen, der 2018 den ARTE-Kurzfilmpreis gewonnen hat. Es ist der Abschlussfilm der jungen schwedischen Regisseurin Maria Eriksson Hecht und sie erzĂ€hlt darin eine tief berĂŒhrende Geschichte ĂŒber zwei BrĂŒder, in der der Ă€ltere Bruder den JĂŒngeren auf das Schulleben und das Leben an sich vorbereitet. Die ARTE-Jury stellt fest, dass das Thema der Gewalt unter Heranwachsenden leider große AktualitĂ€t hat und dass sich die beiden jungen exzellenten Hauptdarsteller nicht nur in das Herz des Zuschauers spielen, sondern dass dieses kurze StĂŒck Kino sich auch gerne in einen langen Spielfilm verwandeln könnte.

Die Jury, die den mit 3.000 Euro dotierten Wolfgang-LĂ€ngsfeld-Preis vergibt, macht sich regelmĂ€ĂŸig auf die Suche nach dem originellsten Film im internationalen Wettbewerb und hat ihn 2018 in der belgischen Produktion „Simon Cries“ von Sergio Guataquira Sarmiento gefunden.

Der Prix Interculturel (1.500 Euro) geht an „Siren“ von Zara Dwinger (Netherlands Film Academy). Die Jury lobt, dass „Siren“ subtil die IdentitĂ€tssuche eines jungen Menschen portraitiert und dabei seinen Figuren viel Freiraum lĂ€sst. Die Regisseurin behandelt ein gesellschaftlich wichtiges Thema, sie ergreift Partei fĂŒr diejenigen, die auf der Suche nach ihrer Geschlechtszugehörigkeit sind und erzĂ€hlt von der Akzeptanz sich selbst und anderen gegenĂŒber.“

Den ersten Platz bei den Climate Clips Awards (5.000 Euro) gewinnen Veronika Hafner und Rina Zimmering von der HFF MĂŒnchen mit ihrem Film „The Meeting“, der selbstironisch die Green-Production-BemĂŒhungen der Filmindustrie beleuchtet. Den ersten Platz der HofbrĂ€u Trophy (5.000 Euro) fĂŒr die beste Bier-Werbung belegte der Clip „The Beerboard“, in dem uns die drei jungen MĂŒnchner Filmemacher Julius Montgomerie Luger, Clemens Friese und Mike Schneider zeigen, was man mit einer Bierbank auf Rollen machen kann, bevor man sich draufsetzt.

Am besten abgeschnitten in der Gunst des Publikums hat das israelische Drama  „Flood“ von Oshri Zeituni ĂŒber die 17-jĂ€hrige Osher, die zwar ihre Mutter ins Frauenhaus bringen kann, aber selbst zum gewalttĂ€tigen Vater zurĂŒckkehrt, denn da sind ja noch die beiden jĂŒngeren BrĂŒder. Der Publikumspreis wird vom Freundeskreis Filmfest MĂŒnchen e.V. unterstĂŒtzt, der den Publikums-Preis mit 1.500 Euro dotiert.


Was 200 Frauen bewegt, eine inspirierende Ausstellung in der Bayerischen Staatsbank

Was ist Ihnen wirklich wichtig? Was macht Sie glĂŒcklich? Was empfinden Sie als tiefstes Leid? Was wĂŒrden Sie in der Welt verĂ€ndern, wenn Sie könnten? Diese Fragen haben wir uns möglicherweise mal selbst gestellt. 200 Frauen aus aller Welt, berĂŒhmte oder weniger bekannte, wurden diese Fragen im Rahmen des Buchprojektes „200 Frauen – Was uns bewegt“ gestellt. Um die ganze Welt reiste Fotograf Kieran E. Scott, um  diese Frauen vor weißem Leinen zu portrĂ€tieren.

Ashley Judd, links, wurde durch sexuellen Mißbrauch zur Kreuzritterin

Faszinierend und inspirierend sind die Antworten der Frauen auf die fĂŒnf Fragen.

SĂ€ngerin Kimbra aus Neuseeland

Kimbra zum Beispiel sagte, sie wĂŒrde sich selbst verĂ€ndern, die Welt zu retten ist eine Illusion, sie möchte ein besserer, gĂŒtigerer und liebevollerer Mensch werden. NobelpreistrĂ€gerin Jody Williams meinte, Leute, die sich selbst verwirklichen wollen, sollten ihren Hintern in Bewegung setzen, um Menschen zu helfen, die wirklich Hilfe brauchen.

Model und SĂ€ngerin Imany

Model und SĂ€ngerin Imany ließ sich von einem Buch von Simone de Beauvoir beeinflussen, daß sie Herrin ihres Schicksal ist.

Zur Vernissage am letzten Samstag kamen zahlreiche PortrÀtierte und die Initiatoren Blackwell & Ruth sowie Verlegerin Dr. Elizabeth Sandmann, um diese tolle Ausstellung mit dem exklusiven Förderer,  der BMW-Group, zu eröffnen.

Bis zum 26. November 2018 sind die 200 Frauen in der Alten Bayerischen Staatsbank in der Kardinal-Faulhaber-Str. 1 zu sehen, anschließend wandert sie bis zum 14. Dezember in die Technische UniversitĂ€t in der Arcisstrasse 21.

Anschauen, sie ist auch fĂŒr MĂ€nner geeignet!

Die schönsten Herbst-Termine fĂŒr Kunst-, Kulinarik- und Wein-Genießer!

Der Goldene Herbst lĂ€d mich  gerne zum Bergwandern und Spazierengehen ein. Da es frĂŒh dunkel wird, genieße ich es, diverse Kunst-, Wein- und Kulinarik-Festivals aufzusuchen.

Wolf Hamm Perlweiß bei den Highlights in der Residenz

Heute beginnt das Kunst Hightlight in der Residenz MĂŒnchens, die Internationale Kunstmesse  Highlights .   Bis zum 21. Oktober gibt es Antiquarisches, Fotografisches, neue und immer interessante Kunst zu sehen, hingehen!

Brisant: John F. und Bobby Kennedy mit Marolyn Monroe…1962 Foto: Cecil William Stoughton

Jetzt jagd eine Weinprobe die andere. Am 18. Oktober 2018 prĂ€sentiert das Österreichische Burgenland in der MĂŒnchner Tonhalle seine besten Weine mit 70 Winzern. Von 14-16 Uhr dĂŒrfen die Fachleute probieren, anschließend ist bis 20 Uhr fĂŒr alle geöffnet.

ein Genuss-Trio von KĂŒchenchef Andreas Roland von Lump, Stein und KĂŒchenmeister

Am 26. Oktober eröffnet die Frankenweinbar im Alten Hof, genannt Lump, Stein und KĂŒchenmeister, ab 18 Uhr dĂŒrfen alle GĂ€ste  die kulinarischen GenĂŒsse mit dem passenden Frankenwein verkosten. Wie wĂ€re es mit Rotem RĂŒbensalat mit SchafskĂ€se und frischem Koriander, gegrilltem Chicoree mit Kapern und BlauschimmelkĂ€se und Ceviche vom Saibling mit Kokosminzsauce? Die ungewöhnlichen Namen Lump, Stein und KĂŒchenmeister stammen von drei Weinregionen Frankens.

Der Lions Club in Pullach veranstaltet am 26.10. die Wein und Genuß im BĂŒrgerhaus mit Weinen und Köstlichkeiten aus aller Welt. Dabei  unterstĂŒtzt er Kids to Life, ein Zentrum fĂŒr benachteiigte Kinder und Jugendliche.

Der Weinherbst MĂŒnchen vom 26. – 28. Oktober auf der Praterinsel bietet Weine von Mosel, Saar, Ruhr, Ahr und Nahe, aus dem Rheingau, Franken, Rheinhessen, der Pfalz, Baden, WĂŒrttemberg sowie aus Italien, Spanien, Portugal, Frankreich, Österreich, SĂŒdafrika, Chile, Australien, Neuseeland etc. Insgesamt 900 Weine des Jahrgangs 2017 stehen zum Probieren bereit. Bei dem Angebot ist es wichtig, viel Wasser zu trinken und sich vorher eine Grundlage zu verschaffen!

Am 3. November startet fĂŒr zwei Tage wieder mein Lieblings- Foodfestival, die eat&STYLE im Zenith. 150 Aussteller prĂ€sentieren  ihre außergewöhnliche Köstlichkeiten aus regionalen Manufakturen und Ideen zum Thema Essen und Trinken.  Bei den Workshops wine&STYLE lernen die Besucher,  welche Weine zu Schokolade oder KĂ€se passen. DafĂŒr und zum Backen mit Veronique Witzigmann oder Kochen mit Spitzenköchen wie Lucky Maurer oder Sebastian Copien gilt es, sich rechtzeitig anzumelden, am besten online. KĂŒchentricks lernen und selber verkosten bringt unheimlich viel Spaß!

selber kochen, probieren, genießen, die auf der eat&STYLE

Zum SchnĂ€ppchen-Preis von 5 € darf der Genießer unter dem Motto „so schmeckt deine Stadt“ eine SpezialitĂ€t der 8 MĂŒnchner Restaurants verkosten und damit den indviduellen Style der KĂŒche, das Team und die Philosophie kennenlernen. Dabei sind unter anderem Bernd Arold aus dem Gesellschaftsraum, Lilian Schumann und Michael Urban von La BohĂšme, die Sushi-Meister aus dem Kim Sang,  Daniela und Daniel Roch aus dem Essence, und Anh-Thu von Chi Thu. Ein Gericht nach Wahl ist im Eintrittspreis enthalten. Mit lĂ€uft schon jetzt das Wasser im Munde zusammen!

Die grĂ¶ĂŸte Weinmesse, die Forum Vini, findet vom 9. -11. November im MOC statt. 300 Aussteller aus 40 LĂ€ndern laden zum Probieren ihrer Weine, Schaumweine und Delikatessen ein. Wer bei den anderen Weinmessen nicht fĂŒndig wurde, hier wird er oder sie es!  Erstmalig können Fans und solche, die es werden wollen, an der Prominenten-Weinbar an drei Messetagen ausgewĂ€hlte Weine u. a. von GĂ©rard Depardieu, Sting, Francis Ford Coppola oder Matthias Schweighöfer und Joko Winterscheidt kostenlos probieren. Bei den Seminaren kann, wer sich rechtzeitig angemeldet hat, alles ĂŒber Klasse-Weine lernen, mitmachen!

Die 8 besten Tipps fĂŒr eine Schöne Wiesn 2018

Wo unterkommen? Eine Unterkunft muss man selbstverstĂ€ndlich rechtzeitig, am besten ein Jahr im voraus buchen. Wer noch keine hat, kann im „Zelt“ des Kapuzinerhölzls versuchen, eine Matraze im Massenlager zu ergattern.

Wie Hinkommen? NatĂŒrlich nicht mit dem Auto und nicht im total ĂŒberfĂŒllten U-Bahnhof Theresienwiese aussteigen, sondern eine Station weiter in der Schwanthaler Höhe und mit herrlichem Blick auf die Wiesn hinab wandern.

Was anziehen? NatĂŒrlich geht nichts mehr ohne Tracht. Aber bitte keine Billig-Dirndl oder Lederhosn, die schon beim ersten Wiesnbesuch einreißen. Trachendesigner gibt es viele und beim Kaufhof oder Hallhuber wird der Suchende zu humanen Preisen fĂŒndig.

Dieses schöne Dirndl erstand ich beim Hallhuber

Was mitnehmen? Taschen dĂŒrfen nicht zu groß sein, praktisch sind die zusammenklappbaren Handtaschenhalter, die am Tisch befestigt werden. Da hĂ€nge ich auch meine Jacke auf, so landet sie nicht unter dem Tisch in einer Bierlache.

Vorbereiten auf den Bierkonsum? Mit entsprechenden Grundlagen den Nachwehen vorbeugen, viel Wasser trinken und zwischendurch eine oder mehr Brezn verspeisen, wenn man nicht reserviert hat und ein opulentes Mahl  vernaschen darf. Die Cafés wie der Gugelhupf laden zu Kaffee, Tee und Kuchen ein, Cocktails- und Schnaps-Affine kommen auch im neuen Almgarten nicht zu kurz.

In welches Zelt gehen? Das ist Geschmacksssache, daher empfehle ich, mal mittags in alle Zelte zu schauen, um seine Lieblinge zu erkunden. Wochentags ist es einfacher und entspannter, abends in die Zelte zu kommen.

Express Brass Band

Ich mag am liebsten das Herzkasperlzelt auf der Oidn Wiesn. Tolle Bands wie die Express Brass Band bringen die TanzflĂ€che zum Brodeln, taumelnde Betrunkene gibt es weniger. Im Museumszelt gibt es nicht nur eine Sonderausstellung ĂŒber die Wiesn-Legende Carl Gabriel, der 1903 das „Chinesische Hippodrom“ eröffnete, sondern sĂŒĂŸe Leckerieien wie gebrannte Mandeln werden auf historischen GerĂ€ten hergestellt. Radlfans  dĂŒrfen auf dem Humoristischen Velodrom, eines der Ă€ltesten VergnĂŒgungsbetriebe der Wiesn,  auf „ScherzrĂ€dern“  eine Runde drehen und die sonst weniger lustige Radlsituation in MĂŒnchen vegessen.

ein Muss im KĂ€fer: Ruinart-RosĂ© mit Brezn…

Klasse Stimmung herrscht immer im KĂ€fer, in das ich nachmittags schon auf dem Tisch getanzt habe und natĂŒrlich das Hackerzelt, in dem hauptsĂ€chlich junge Leute feiern! SpĂ€ter gehe ich gerne weiter in BodoÂŽs kleinem, aber feinen Zelt mit toller Band und Stimmung.

Was gibt es Neues auf der Wiesn? Das „Chaos Pendel“ des Schweizers Hanspeter Maier klingt harmloser, als es ist. Die Fahrt ist nichts fĂŒr schwache Nerven und hat uns ganz schön durcheinander gewirbelt, Schreckschreie inklusive!

Irrsinnige Höhen-SchwĂŒnge! auf dem Chaos Pendel

Mit 80! Stundenkilometern drehen sich die 8-Personen Kabinen in unerwartete Richtungen im Kreis. In 42 Metern Höhe hatten wir einen herrlichen Blick ĂŒber das Oktoberfest bis zu den Bergen, bis wir plötzlich kopfĂŒber mit KrĂ€ften von 4,5 G nach untern rauschten. Das Richtige fĂŒr Adrenalin-Junkies! Vorheriges Biertrinken nicht empfehlenswert!

Im „Insekten“-Dschungel-Camp

Im Dschungelcamp mussten wir gottseidank doch keine Insekten vertilgen, rutschig und schwankend war es trotzdem im Hindernisparcours.

FĂŒr moderate Biertrinker geignet ist das wellenartig sanft schwingende, nagelneue Wellenflieger-Karrussel mit Sicht auf die umliegenden SchaugeschĂ€fte. In „PittÂŽs Original Todeswand“ von 1928 wird erstmals ein spezielles Hochleistungs-E-Bike die Steilwand umrunden. Eine schöne, umweltfreundliche Idee!

Wie schaffen die Wiesn-Wirte es bloß, auch 2018 wieder fĂŒr gutes Wetter zu sorgen trotz schlechter Vorhersage? Haben Sie Petrus lebenslanges Freibier versprochen? Wir wissen es nicht. Sie sorgten fĂŒr schönes Wetter bei den Trachten und SchĂŒtzenumzĂŒgen zur Eröffnung , daher lohnt es sich immer, dabei zu sein!

Ein Klassisch schönes Sommer-Wochenende am Odeonsplatz

Einige GĂ€ste beim Klassik am Odeonsplatz fragten sich doch tatsĂ€chlich, warum Klassik am Odeonsplatz statt Samstag, Sonntag in diesem Jahr am Freitag und Samstag stattfand? Nur auf einer medienlosen, einsamen Insel wĂŒrde man und frau vom Fußball verschont werden.  Wenn am Sonntag WM-Endspiel ist, kann kein Klassik am Odoensplatz stattfinden!

Diana Damrau und Dirigent Cristian Macelaru

Freitags, in einer herrlich warmen Sommernacht, startete das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks mit Leonard Bernsteins „Candide“ ein bißchen zu schmissig. Sopran-Artistin Diana Damrau bezauberte als Manon von Jules Massenet mit leider nur zwei Arien. Anschießend schlĂ€ferte das Orchester unter der Leitung von Cristian Maceraru uns mit Eric SarieÂŽs GymnopĂ©die ein wenig ein, bevor es mit Chares Gounot und Antonin DvorĂĄk eher schwermĂŒtig weiterging.

Klassik am Odeonsplatz, Foto: Marcus Schlaf, 14.07.2018

Der Samstag bescherte einen kurzen Platzregen, um pĂŒnktlich zum Konzertbeginn alles Staubige vom Odeonplatz zu wischen. Der Abend blieb trocken und der Peruanische Tenor Juan Diego Flores eroberte feurig die Zuschauer-Herzen, hervorragend begleitet von Valery Gergievs MĂŒnchner Philharmonikern, mit seinen Weltschmerz-Arien aus „Werther“, als Chevalier Des Grieux in „Manon“ und als Edgardo aus „Lucia de Lammermoor“ und erwĂ€rmte mit Verdis „I Lombardi“. Den Höhepunkt der Begeisterung entfachte er als Zugabe mit Luciano Pavarottis WM-Hymne von 1990 „Nessun dorma“.

Latino-Leidenschaft mit Juan Diego Flores Foto: Marcus Schlaf, 14.07.2018

Nach der Pause versetzten uns die MĂŒnchner Philharmoniker unter der Leitung von Valery Gergiev in  ScheherazadeÂŽs  TrĂ€ume von Nikolaj Rimskij-Korsakw, wunderbar! Noch am Abend flog der Dirigent nach Moskau zum WM-Finale und konnte so die GĂ€ste im VIP-Zelt nicht mit seiner Anwesenheit erfreuen, genauso wenig wie Juan Diego Flores, schade!

Aber im nÀchsten Jahr können wir uns auf René Fleming und Pianist Daniil Trifinow freuen!

Alle Fotos: Marcus Schlaf

 

 

Preisregen, Sonne satt und Filmtips beim Filmfest MĂŒnchen

So viele Filme, nur 10 Tage Zeit; FlĂŒgel mĂŒsste man haben, dachte ich mir, mit dem Rad von einem zum anderen Kino rasend.  Die CSU hat die Lösung, wie schon Stoiber mit seinem „Transrapid“: sie will ein Flugtaxi bauen, um die Staus zu umgehen. Ob die Staus in der Luft nicht viel gefĂ€hrlicher sind?

die wunderbaren Franz Dinda und Sahin Eryilmaz in Ronny & Klaid
Foto: Filmfest

Da ging ich lieber in den  Film „Ronny & Klaid“ aus der Reihe Spotlight. Ronny und Klaid betreiben einen wenig erfolgreichen Laden. Klaid versucht sich beim GlĂŒcksspiel, gewinnt und verliert wieder alles. Jetzt muss er seine Schulden beim Gangsterboss zurĂŒckzahlen. Jeder zehnte Deutsche ist ein MillionĂ€r? Dann mĂŒssen sie nur 10 Kunden aus ihrem Laden entfĂŒhren! Irrwitzige Dialoge und ĂŒberrraschende Wendungen lassen einen schlapplachen. Leider steht ein Kinostart noch nicht fest.

Welcome to Sodom
Foto: Filmfest

Ein sehr wichtiger Film ist „Welcome to Sodom“ ĂŒber die grĂ¶ĂŸte MĂŒllhalde der Welt in Accra, Ghana, wo 6000 Menschen unter gesundheitsschĂ€dlichen Bedingungen unseren ElektromĂŒll sortieren und entsorgen. Leider halten die Regisseure Florian Weigensamer und Christian Krönes nur die Kamera auf das Geschehen, anstatt es zu kommentieren.  Er bekam eine lobende ErwĂ€hnung auf dem Filmfest. Beim Camino-Vereih startet der Film am 2.8.18 in die Kinos, anschauen!

Jede Menge Preise wurden verliehen, das Highlight war Schauspielerin und Drehbuchschreiberin Emma Thompson, die auf der BĂŒhne ein StĂ€ndchen sang, als sie mit dem CineMerit Award geehrt wurde.

Auch Filmfest-Wiederholungsgast Terry Gilliam wurde mit dem CineMerit Award ausgezeichnet, der gutgelaunt seinen neuen Film „The man who killed Don Quijote“ vorstellte, dessen Fertigstellung ĂŒber 20 Jahre dauerte. Witzig und ungewöhnlich mit vielen Überraschungen ist er nur ein klein wenig zu lang. Am 27.9.18 kommt er in die Kinos.

SHOPLIFTERS
Foto: filmfest

Das humanistische Meisterwerk Shoplifters von Hirokazu Kore-eda begeisterte nicht nur die Jury aus Schauspielerin und SĂ€ngerin Meret Becker, Schauspielerin Amanda Plummer und Musiker Blixa Bargeld, die ihm den ARRI/Osram Award fĂŒr den besten internationalen Film in der Reihe CineMasters vermachten. Die Goldene Palme von Cannes hat erschon. Hier wird die Familie aufgebrochen, IdentitĂ€ten geĂ€ndert, neue Moralvorstellungen entwickelt, die laut Jury Hoffnung geben.

Border
Foto: Filmfest

Der verstörende, ungeheuerliche Film „Border“ aus DĂ€nemark von Ali Abbasi ĂŒber die „anders-aussehende“ Protagonistin, die einen herausragenden Geruchssinn hat, mit dem sie sogar Angstschweiß riechen kann, erhielt den CineVision Award.

Alles ist gut“ von Eva Trobisch ĂŒber sexuelle Gewalt und Nötigung, die die Betroffene einfach ignorieren möchte, gewann nicht nur den Firesci Preis des internationalen Kritikerverbandes, sondern auch den Fördepreis Neues Deutsches Kino fĂŒr Beste Regie und Schauspielproduktion. Im Herbst 2018 ist er im Kino zu sehen, sehenswert!

Wackersdorf

Das Filmfest Publikum wĂ€hlte „Wackersdorf“ von Oliver Haffner, die kritische Geschichte ĂŒber die damaligen Vorkommnisse um die Proteste gegen die Wiederaufbereitungsanlage in Wackersdorf, fĂŒr den Publikumspreis aus. Hoffentlich bekommt er auch im Kino ab dem 20.9.18 genug Zuschauer!

Die BrĂŒcke“, den Friedenspreis des Deutschen Films, erhielten Ziad Doueiri fĂŒr „The Insult“ (Regiepreis international),  Lars Kraume fĂŒr „Das Schweigende Klassenzimmer“ (Regiepreis national) und Feras Fayyad fĂŒr „Die letzten MĂ€nner von Aleppo“ (Spezialpreis), Katja Benrath (Nachwuchspreis) in „Watu Wote – All of us“ und Bernhard Wicki GedĂ€chtnis Fonds bekam Oliver Bodmer bei einer festlichen Gala im CuvillĂ©e Theater.

Anna de Paoli freute sich ĂŒber den Produzentenpreis fĂŒr „A Young Man with High Potential“ und Damian John Harper ĂŒber den Preis fĂŒr das beste Drehbuch fĂŒr „In the Middle of the River„.

Und ich freue mich auf das nĂ€chste Filmfest MĂŒnchen in 2019!

Save the Date!

 

Was gibt es Neues auf dem Sommer-Filmfest MĂŒnchens?

Cineasten und Filmliebhaber dĂŒrfen aufatmen: nur noch 10 Tage, dann können sie sich auf MĂŒnchens entspanntem Filmfest bei aufregenden Filmen in Originalfassung abkĂŒhlen, die Regisseure mit Fragen löchern und anschließend auf Partys und EmpfĂ€ngen Gleichgesinnte treffen.

Start ist am 27.6. 18 mit F.W. Murnaus Stummfilmklassiker „Faust – eine Deutsche Volkssage“ in der Philharmonie mit Live-Musik des Komponisten Bernd Schultheiss, gespielt von den MĂŒnchner Symphonikern.

Mackie Messer Brechts Dreigroschenfilm mit Tobias Moretti

Offiziell eröffnet wird das Fimfest MĂŒnchen am 28.6. mit „Mackie Messer –  Brechts Dreigroschenfilm“ von Joachim A. Lang mit Tobias Moretti, Hannah Herzsprung und Joachim Krol aus der Reihe Neues Deutsches Kino. Hier werden Klassiker ĂŒber Brechts Rechtsstreit und einem fiktiven Filmprojekt neu interpretiert mit echten Brecht-Zitaten, klingt spannend!

Emma Thomson im neuen Film Kindeswohl

StargĂ€ste sind diesmal die zur „Dame“ gekĂŒrte Oskar-PreistrĂ€gerin, Drehbuchautorin und Schauspielerin Emma Thomson, die ihren neuen Film „Kindeswohl“ und drei ihrer frĂŒheren Filme vorstellt. Sie spielt in „Kindeswohl“ eine Familienrichterin, die mit dem Fall eines leukĂ€miekranken Jungen der Zeugen Jehovas konfrontiert ist, dessen Eltern aus religiösen GrĂŒnden einer lebensnotwendigen Bluttransfusion nicht zustimmen wollen.

der urkomische Film „Die Ritter der Kokosnuss“

Sie bekommt wie Regisseur Terry Gilliam den Cine Merit Award, dessen Filme „Brazil“, „Die Ritter der Kokosnuss„,  „Der König der Fischer“, „Lost in La Mancha“ und „The man who killed Don Quichote“ gezeigt werden. Die Verfilmung des letztgenannten Films dauerte 20! Jahre. Ich bin gespannt, was er darĂŒber beim FilmgesprĂ€ch am 2.7. um 17 Uhr in der Blackbox zu erzĂ€hlen weiß. Alle Filme unbedingt anschauen!

„Zama“

10 Filme von Meisterregisseuren wie Lucretia  Martel mit „Zama“ ĂŒber den königstreuen Zama, der 1790 auf seinem verlassenen Außenposten Paraguays auf seine Versetzung nach Argentinien wartet,  locken in der Reihe Cinemasters, allesamt von den Programmern des Filmfests wĂ€rmstens empfohlen.

„Border“

In der Reihe Cinevision habe ich mir den „un certain regard“ Gewinner „Border“ aus DĂ€nemark angekreuzt; die beim Zoll arbeitende Tina hat einen ausgezeichneten Geruchssinn und bei einer Begegnung mit einem außergewöhnlich riechendem Mann öffnet sich eine TĂŒr zu einer mythologischen Welt. In „Chuva Ă© cantoria na aldeia dos mortos“ erlebt ein Eingeborener aus dem Brasilianischen Regenwald die Großstadt. Auch er gewann den Jurypreis „un certain regard“. „Diamantino“ erzĂ€hlt eine Geschichte ĂŒber einen Portugiesischen Fußball-Weltstar, der seine Talente verliert und auf der Sinnsuche mit der FlĂŒchtlingskrise, dem Neofaschismus und der Gentechnik konfrontiert wird.

Anon

Im Spotlight zeigt unter vielen anderen wieder Klaus Lemke sein neuestes Werk „Bad girl avenue“ ĂŒber Frauen, die ihre MĂ€nner in Mimosen verwandeln, um sie spĂ€ter auszuwidern, man darf gespannt sein! Brandaktuell der Abschlußfilm „Anon“ von Andrew Niccol ĂŒber die totale Datentransparenz ĂŒber eine Augenimplantation, auf der alles gespeichert wird, ein Horrofilm der nicht mehr so fernen Zukunft! Nicht entgehen lassen.

Nicht nur in diesem Film geht es um die weltweite, permanente Überwachung, der EntfĂŒhrungethriller „Searching“ spielt sich ausschließlich auf Computerbildschirmen ab, „Dragonfly Eyes“ von Bing Xu besteht nur aus Material mit Überwachungskameras.

Filme von Philipp Gröning und Lucretia Martel sind in der Retrospektive zu sehen, die International Independents warten mit 64! spannenden Filmen auf. Das Seriencamp, Kinderfilmfest, die neuen Deutschen Serien und Filme runden das umfangreiche Programm ab. NatĂŒrlich sind alle Filmemacher in der Blackbox live zu erleben. Neben vielen Fachveransstaltungen und Workshops laden öffentliche Partys zum Feiern ein, darunter im BahnwĂ€rter Thiel am 30. Juni.

Alles Infos unter filmfest-muenchen

Fotocredit: Filmfest MĂŒnchen

Titelbildcredit: aus „Lost in La Mancha“ Diego Lopez Calvin

Auf der Jagd nach den besten Filmen beim Dok.Fest MĂŒnchen

So viele Filme und nur 12 Tage Zeit!

Beim Radeln von Kino zu Kino war es nötig, genau zu planen, um einen Bruchteil der Veranstaltungen besuchen zu können, bei 22 Veranstaltungsorten nicht so einfach!

Eröffnet wurde das DOKfest mit „Over the Limit„; hier ertrĂ€gt die russiche Turnerin Rita unzĂ€hlige Beschimpfungen ihrer berĂŒhmten Trainerin stoisch, Familien- und persönliche Anglegenheiten mĂŒssen zurĂŒckstehen. Sie schafft den Olympia-Sieg und befreit sich von dem unnachgiebigen System, tritt zurĂŒck und unterrrichtet jetzt. Bei der Eröffnung wirkte sie selbstbewußt und befreit, wĂ€hrend die Regisseurin und ehemalige Turnerin Marta Prus einen eingeschĂŒchterten Eindruck machte.

Rita in „Over the Limit“
Fotocredit: DOKfest

Mein Filmfavorit war eindeutig „Genesis 2.0“ von Christian Frei und Maxim Arbugaev.   WĂ€hrend auf einer Sibirischen Insel Reste von Mammut-Skeletten- und zĂ€hnen ausgegraben und verkauft werden,  möchte ein Wissenschaftler, falls sich noch eine lebende Zelle finden sollte, diese in eine Elefantenkuh implantieren, um ein Mammutbaby zu erzeugen. Ob er wohl King Kong gesehen hat? In der grĂ¶ĂŸten Gendatenbank der Welt in China wollen die Wissenschaftler Gott spielen, indem sie irgendwann den Designmenschen erschaffen wollen, wĂ€hrend in den USA Haustierklonen ein gutes GeschĂ€ft ist. Auch Barbara Streisand hat sich ihr Haustier kopieren lassen! In der Bostoner UniversitĂ€t der Bioenergetik experimentieren die Studenten mit genetisch verĂ€nderten Produkten, um Krankheiten zu heilen und die Honigbiene zu retten. Vom Zauberlerling haben sie anscheinend noch nichts gehört! Ein brisant-aktueller Film! Kinostart: Herbst 2018.

In „Die Schatten der WĂŒste“ von „Amma und Appa“ Regisseurin Franziska Schönenberger und ihrem Mann Jay Subramanian erfĂ€hrt dieser, daß der Mann seiner Kusine in Dubai Selbstmord begannen haben soll, was sie nicht glaubt. Sie bittet ihn, das zu untersuchen. WĂ€hrend er Freunde und Kollegen befragt, lernt die Witwe, auf eigenen Beinen zu stehen, fĂŒr sich und ihre Kinder zu sorgen, was sonst ihr Mann erledigt hat.


In “The Goddesses of Food“ werden Gourmetköchinnen portraitiert, die in den „normalen“ Medien fast gĂ€nzlich untergehen. Über 90 % der Sterneköche sind mĂ€nnlich. In den Gourmet-Magazinen kommen fast nur berĂŒhmte Sterneköche vor, weil damit mehr Anzeigen verkauft werden. Dabei gab es Anfang des 20sten Jahrhunderts sehr berĂŒhmte Sterneköchinnen. Ein unterhaltsamer, inspirierender Film nicht nur fĂŒr Gourmets!

DOKfest: The Goddesses of Food

In „System Error“  befragt „Speed“ Regisseur Florian Opitz weltweit Ökonomen, die sagen, die Grenzen des Wachstums sind bald erreicht, die Erde und ihre Resourcen sind endlich. IndustrievorstĂ€nde und Finanzjongleure behaupten felsenfest, ohne Wachstum bricht die Wirtschaft zusammen.  Toll wĂ€re es gewesen, wenn diese zusammen diskutiert hĂ€tten, trotzdem ein wichtger Film, der 10.5.18 in die Kinos kommt.

System Error…

Beim Afrika-Tag interessierte mich  „Silas“ , der sich fĂŒr die Umwelt seines Landes Liberia einsetzt und dafĂŒr de App TIMBY nutzt, in der Menschenrechtsverletzungen angezeigt werden können.

„For in my way it lies“ zeigt die Entstehung des neuen Albums von Ausnahme-Musiker Jasper Junk und seine Entwicklung, wie es dazu kam. Er ist sein grĂ¶ĂŸter Kritiker und zweifelt immer wieder an sich, fĂŒr ihn muß alles 100%ig stimmen. Seine Blues-Stimme ist bereits außergewöhnlich, sein Aussehen erinnert an David Bowie!

Jasper Junk
Fotovcredit: DOKfest

Fasziniert hat mich  auch M.I.A.  ĂŒber die Musikerin Matangi Maya, die eigentlich Filmemacherin werden wollte, aber durch Elastica SĂ€ngerin Justine Frischmann zur Musik kommt. Als Teenager mußte sie mit ihrer Familie nach London fliehen, ihr Vater blieb als MitbegrĂŒnder der Tamil Tigers, der Tamilischen UnabhĂ€ngigkeitsbewegung, in Sri Lanka. Schwanger, war sie fĂŒr den Grammy und den Oskar nominiert und wĂ€hrend sie ĂŒber den roten Teppich schritt, brach der BĂŒrgerkrieg in ihrer Heimat aus. Immer wieder kritisiert sie den brutalen Krieg, auch im US-TV, was herausgeschnitten wird, unangenehme Wahrheiten sind hier unerwĂŒnscht.  Ihre außergewöhnlichen Videos thematisieren ebenfalls radikal den Krieg.  Ein toller Film von Steve Loveridge!

M.I.A. Matanga

Das reichhaltige Filmprogramm des 33. DOK.fest offerierte  nicht nur zahlreiche interessante Filme, sondern auch DOK Education mit der Dokumentarfilm-Schule, im DOK-Forum Diskussionen, Open Training- und Kamera-Workshops for Profis und Interessierte.

Amira-Award Gewinner wurde der Horrorfilm Caniba ĂŒber zwei gestörte BrĂŒder; der eine verletzt sich selber, der andere brachte seine Geliebte um und aß sie teilweise. Er bekam nur 2 Jahre in Frankreich und wurde nach Japan abgeschoben. Die Kamera, stĂ€ndig wechselnd zwischen SchĂ€rfe und UnschĂ€rfe, kam den Protagonisten fĂŒr den Zuschauer unertrĂ€glich nahe. Daß die Regisseure das konnten, ist schauerlich genug.

Der VFF Dokumentarfilm-Produktionspreis, der die Arbeit der Produzent.innen wĂŒrdigt, ging an „Grenzenlos-Geschichten von Freiheit & Freundschaft„, wo junge Syrer, Deutsche, Kolumbianer und Iraner Kurzfilme ĂŒber ein Leben ohne Heimat, Familie oder Freunde in FlĂŒchtlingslagern drehten.

The distant barking of dogs“ von Simon Lereng Wilmont rĂ€umte gleich 2 Preise ab, den SOS-Dokumentarfilmpreis und den Viktor fĂŒr den besten Film. Der Film, im nicht ganz ungefĂ€hrlichen Ukraine-Krieg aufgenommen, wĂ€hrend immer wieder Bomben zu hören sind, handelt von der Liebe von Enkel und Großmutter in diesen gefĂ€hrlichen, traumatisierenden Zeiten.

The distant barking of dogs

Der BR Kino Kino Publikumspreis ging an das Feel-Good Movie  „Tackling Life“ ĂŒber eine schwul-hetero gemischte Rugby Mannschaft, bei der sich alle wie in einer Familie fĂŒhlen.

Über den „Viktor“ DOK Deutsch freute sich Regisseurin Susanne Freund fĂŒr „I am a bad guy“ ĂŒber einen ehemaligen BankrĂ€uber. Sri LankaÂŽs Geschichte in „Demons in Paradise“ ĂŒberzeugte die Jury von DOK horizonte. Der FFF Förderpreis ging an „FrĂŒher oder SpĂ€ter “ ĂŒber Bayerisches Dorfleben mit einer BĂ€uern, die gleichzeitig als Bestatterin tĂ€tig ist und einer „Veganen Kommune“ von Pauline Roenneberg.

frĂŒher oder spĂ€ter

Musik spielt eine wichtige Rolle im Film, so erhielten Damien Scholl und Ulrich Reuter den Dokumentarfilm-Musikpreis fĂŒr „Beuys“ von Andres Veiels.

Das nÀchste DOKfest kommt bestimmt, am 8. Mai 2019 gehtŽs los!

 

Alle Fotocredits: DOKfest

 

 

 

 

 

Welche Insel ist die Schönste in der ThailÀndischen Andamanen-See?

Koh Mook, Koh Kradan, Koh Rok, Koh Lipe, Koh Adang, Koh Lanta oder Koh Jum?

Gibt es ĂŒberhaupt das Paradies? Schon bei Adam und Eva war es nicht ganz perfekt. FĂŒr mich findet das Paradies im Kopf statt, wenn ich fĂŒhle, es passt, ich bin angekommen, fĂŒhle mich unendlich wohl an einem Ort. Absolut paradiesisch waren fĂŒr mich der Aufenthalt im Viceroy auf Bali, allein die Massagen mit BlĂŒtenbad waren traumhaft, ebenso das Tongsai Bay Resort mit eigenem Biogarten und Kino am Strand, weit, aber nicht zu weit weg vom Touristentrubel auf Koh Samui. Bei einer Insel möchte ich einen schönen Strand zum Schwimmern, möglichst auch zum Schnorcheln. Um nicht in der Sonne zu Braten, brauche ich Schatten und einen schönen Bungalow mit Moskitonetz, HĂ€ngematte und Fenstern, die ich nachts offen lassen kann, ein fĂŒr Einheimische unverstĂ€ndlicher Wunsch.

Auf der Suche nach den verlorenen Paradies-Inseln landete ich mit dem Zug in Trang im SĂŒden Thailands. Da der Sleeper ausgebucht war, probierte ich einen Sitzplatz mit Ventilator, eine nicht empfehlenswerte Entscheidung! Von TrangÂŽs Bahnhof konnte ich einfach einen Transfer nach Koh Mook buchen. Angekommen, traf ich diesmal die richtige Entscheidung, das Mook-Garden-Beach-Resort war genau richtig. Es gibt Bungalows fĂŒr jeden Geldbeutel, ĂŒberall im Garten laden HĂ€ngematten zum Relaxen ein, der kleine Pool hat kĂŒhles! Wasser, es ist ruhig, nicht mal MotorradlĂ€rm nervt, von ĂŒberall hat man freie Sicht auf die Bucht und das Restaurant lockt mit leckerem Essen.

Koh MookÂŽs SteilkĂŒste

Von hier lĂ€ĂŸt sich auch der Dschungel auf verschlungenen Pfaden erkunden, Chefin Dada gibt jede Menge Tips. Baden geht nur bei Flut bei nicht besonders klarem Wasser, weit draußen kann man manchmal schnorcheln.

Koh Kradan

So buchte ich einen Schnorchel-Ausflug nach Koh Kradan und Umgebung. Die schlechte Sicht unter Wasser erinnerte mich an Zeiten vor meiner Laser-Op, alles, was weiter als einen Meter weg war,  war verschwommen. Koh Kradan hat einen wunderschönen Sandstrand mit viel Schatten, wenig Bootsverkehr und außer einigen Resorts mit Restaurants ist die Insel fast unbewohnt, zum Erholen und Schwimmen ideal. Am nĂ€chsten Tag auf Koh Rok, nur von Rangern bewohnt und gelegentlich zum Zelten freigeben, war das Wasser klar und wir konnten endlch nach Herzenslust Schnorcheln.

endlich Schnorchelsicht bei Koh Rok

Von Koh Lipe hatte ich bereits viel Gutes gelesen, warum nicht ausprobieren, dachte ich mir. Menschenmassen schĂ€lten sich aus den zahlreichen Booten, beziehungsweise enterten diese. Am Pattayastrand wurde ein- und entladen, am Sunrise-Strand auf der anderen Seite sĂ€umten wartende Longtailboote den Strand, so daß man sich kaum traute, zu Baden. Die StrĂ€nde waren mit betonierten Wegen, gesĂ€umt mit den ĂŒblichen verdĂ€chtigen Restaurants, Massagesalons, Travelagencys ect., zu Fuß erreichbar, trotzdem voller Motorradfahrer.

da fliehen sogar die Möwen am Sunrise Beach, Koh Lipe

Obwohl man theoretisch sogar hier Schnorcheln könnte, buchen die Touristen lieber die angebotenen Schnorcheltouren auf anderen Inseln. Nichts wie weg war mein erster Gedanke und ich nahm am nĂ€chsten Tag ein Longtailboot auf die gegenĂŒberliegende Insel Koh Adang.

Koh Lipe von Koh Adang aus gesehen

Koh Adang ist das Gegenteil von Koh Lipe. Man kann in den angebotenen Zelten, im eigenem Zelt oder schönen Bungalows ĂŒbernachten. Keinerlei Bebauung stört die Natur, zum Essen gibt es ein Restaurant. Endlich konnte ich in den schönen Buchten Schwimmen und Schnorcheln, herrlich enspannend! Am Ende der Bucht am Kliff ging ich den Pfad zum Viewpoint hinauf. Ich war froh, meine Trekkingsandalen dabei zu haben, denn er ist ganz schöne steil und steinig. Von oben sah Koh Lipe wieder ganz unschuldig traumhaft aus! Leider waren die Bungalows nach zwei Tagen ausgebucht, daher konnte ich den Dschungelweg zum Wasserfall oder die anderen Buchten nicht erkunden, vielleicht ein anderes Mal.

ein Strand auf Koh Adang

Die Bootsfahrt nach Koh Lanta mit dem Schnellboot dauerte circa fĂŒnf Stunden und ich war froh, ein Buch dabei zu haben, schlafen konnte ich wie einige andere wegen der ruppigen Wellen nicht. Am Pier von Ban Saladan scharten sich sofort Schlepper und Taxi-Fahrer um die ankommenden Touristen, ich setzte mich erstmal in ein kreativ-dekoriertes CafĂ©

das „Not a Toy“ CafĂ© in Ban Saladan

und fand bald ein schönes Zimmer in der NĂ€he. Am nĂ€chsten Morgen ließ ich mich mit dem Tuk-Tuk, das gĂŒnstigste Verkehrsmittel, wenn man kein eigenes hat, zum Long Beach fahren und siehe da, ich fand meinen Fast-Traumbungalow! Es gibt keine Bungalows mit Meerblick, die sind fĂŒr die Restaurants reserviert. DafĂŒr sind es nur ein paar Schritte zum Meer, in dem ich wunderbar  Schwimmen konnte!

auch abends beleuchtet, der Long Beach auf Koh Lanta

Ich lieh mir ein Rad, um die Insel zu erkunden. So entdeckte ich den Relax-Beach, wanderte ein StĂŒckchen weiter sĂŒdlich, wo eine Bucht ganz fĂŒr mich allein wartete.  Weiter Richtung SĂŒden hinter dem Klong Nin Beach, der direkt an der lauten Straße liegt, wurde es hĂŒgellig, mit meinem Citybike kam ich ganz schön inÂŽs Schwitzen. DafĂŒr wurde ich mit einer schönen, unbebauten Bucht mit wenigen Besuchern hinter dem Diamond Cliff belohnt.

Diamond Cliff, Koh Lanta

Durch Zufall erfuhr ich von der nahen Insel Koh Jum und buchte die FĂ€hre nach Krabi, die dort stoppte, damit ich mit dem Longtailboot zu meinem Resort gelangen konnte. Absolut traumhaft ist es hier! Schöne StrĂ€nde, ein paar Resorts und das Schönste, hier existiert lokales Leben, es gibt 3 Dörfer mit freundlichen muslimischen Einwohnern. Es geht total entspannt und herzlich zu. Mein geliehenes Rad abschließen? Braucht es nicht, hier kennt jeder jeden. Eine Insel zum wiederkommen!

noch unverdorben, ein Strand von Koh Jum

Umwelt-Tipps:

Schönheit allein reicht natĂŒrlich nicht, jeder muss etwas dafĂŒr tun! Zum Beispiel seinen Plastik-Konsum reduzieren, indem er oder sie immer seine Wasserflasche auffĂŒllt, statt neu kauft, geht auf Koh Lanta und Koh Jum mit der Trashhero-Flasche gratis oder mit einer anderen Flasche fĂŒr 5!Baht; auf dem Festland stehen ĂŒberall die großen weißen Osmosefilter herum, wo jeder seine Wasserflaschen fĂŒr 1! Baht pro Liter fĂŒllen kann! Sich weigern, Smoothies aus Plastikbechern zu trinken, eine unsĂ€gliche Mode nicht nur in Thailand,  sondern seinen eigenen Becher mitbringen, in Restaurants essen, die kein Plastikgeschirr verwenden

 

Tipps fĂŒr die Inseln:

Ko Mook: Im Mook Garden Resort weht immer eine Brise und es ist nicht so heiß wie im Dorf, das nur 10 Minuten zu Fuß entfernt ist, die „Smaragd“ Höhle, ein von Felsen eingeschlossener „Hong“, ein Ministrand, vor 9 Uhr morgens oder nach 4 Uhr nachmittags besuchen, sonst darf man an Riesenschlangen von paddelnden Asiaten im GĂ€nsemarsch vorbeischwimmen.

Ko Kradan: toll zum Erholen und Schwimmen ohne Abgase

Ko Rok: ideal zum Schnorcheln, vorher im Nationalpark erkundigen, ob man in Zelten ĂŒbernachten kann

Ko Lipe: wer auf viel Trubel, eine betonierte Insel und AusflĂŒge mit Longtailbooten, ohne am Strand Schwimmen zu können, steht, ist hier an der richtige Adresse

Ko Lanta: hat StrĂ€nde fĂŒr jeden Geschmack, mit vielen Restaurants oder fast einsam, mit Partyszene oder ruhig, aber immer entspannt.  Der Klong Nin Beach ist nur etwas fĂŒr Abgasjunkies. Der Long Beach, wo ich mich in den ruhigen, schönen Blue Sky Bungalows mit Moskitoscreen und -netz inklusive HĂ€ngematte auf der Veranda und nur ein paar Metern zum Strand einquartierte, liegt zentral mit Restaurants und Minimarts in der NĂ€he, mit dem Rad kommt man vom Norden bis vor dem Diamond Cliff im SĂŒden gut voran, weiter sĂŒdlich wird es hĂŒgellig, allerdings sollte man sich vor rasenden Motorradfahrern in Acht nehmen! Toll, unabhĂ€ngig einkaufen zu können, es gibt lokale MĂ€rkte mit FrĂŒchten und GemĂŒse, fast alles, was das Gourmet-Herz begehrt!

Ban Saladan, Koh Lanta

wer zu mĂŒde ist, sich seinen Bungalow samt Strand zu suchen, sollte erstmal zur Entspannung im Lanta Chaolay, ein paar Schritte vom Pier, absteigen, schöne Zimmer, perfekt zum Entspannen, nebenan lockt das „Not a Toy“ CafĂ© mit FrĂŒhstĂŒck

Koh Jum

die schönen Loma Sea View Bungalows liegen am Strand, wo man auch gut Schwimmen kann, um zum Dorf mit Shops, lokalen Restaurants und kleinen Frucht- und GemĂŒsemĂ€rkten zu kommen, muß man einige steile Treppen ĂŒberwinden, dort kann man sich auch ein Rad leihen, fĂŒr große EuropĂ€er leider etwas niedrig gebaut um die Insel schweißtreibend erkunden…