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Cochabamba, Dinosaurier-Spuren & Grand Canyon in Tototoro

Saurier haben sich offensichtlich in Bolivien sehr wohl gefĂŒhlt, so viele Spuren hinterließen sie hier.

Der Saurierpark in Sucre hatte mich neugierig gemacht, ich wollte mehr sehen und begab mich nach Cochabamba. Von hier geht ein Minibus, wenn sich genug Mitfahrer einfinden, nach Torotoro, wo es mehr Dinosaurerfußspuren geben soll. Als ich gegen 9 Uhr eintraf, dauerte es nur eine halbe Stunde und der Bus war voll. Kaum hatten wir Cochabamba hinter uns gelassen, durften wir uns ĂŒber die mit Steinen gepflasterte Landstraße schaukeln und rattern lassen. Die Aussicht war schön, nur irgendwie schien die Fahrt keine Ende zu nehmen. Nach gefĂŒhlt 5 Stunden waren wir da, ich quartierte mich im Eden Hostel ein und erfuhr, welche Wanderungen auch ohne Guide möglich waren.

Also tigerte ich los und suchte vergeblich nach den Dino-Spuren. So lief ich weiter bis zum Eingang des Nationalparks, bis es anfing, krĂ€ftig zu hageln. Ich musste unter einem Baum ausharren, bis der Regen weniger wurde und lief zur Unterkunft zurĂŒck.

Das Unwetter verzog sich so schnell, wie es angefangen hatte. Ich zog mich um und brach wieder auf. Maps Me leitete mich wieder an dieselbe Stelle hinter der BrĂŒcke kurz nach dem Ortsausgang, die eingezĂ€unt war. Links davon war ein winziger Pfad zu sehen, ich kletterte herunter und siehe da, von unterhalb konnte ich die Dinosaurier-FußabdrĂŒcke im Stein sehen, faszinierend!

Torotoro ist ein nettes, kleines Dorf aus Stein, abends sitzt man auf SteinbrĂŒstungen und schaut, was nicht passiert.

das anscheinend immer geschlossene Dinosaurier-Museum in Torotoro

Vegetarisch essen ist nicht in Mode, als musste ich zwangslĂ€ufig auf die einzige „Pizzeria“ ausweichen, in der andere Touristen aßen. Die Pasta war eßbar, hatte mit Italienischer KĂŒche nicht viel zu tun wie so oft in Bolivien.

diese traumhafte Landschaft sÀumte meinen Weg

Am nĂ€chsten Morgen beschloß ich, nicht auf eine Gruppe zu warten, sondern allein los zu marschieren, schließlich hatte ich am Vortag fast die halbe Strecke zur Aussicht auf den Canyon hinter mich gebracht. Da hielt mich eine Frau in tradtioneller Kleidung auf, ich dĂŒrfe hier nur mit einem Guide herumlaufen. Warum, konnte sie mir nicht beantworten. Hier wird sogar in der Natur streng kontrolliert!

die Spuren des grĂ¶ĂŸten Dinosauriers und Vegetariers der Welt!

Kurze Kletterpartien spĂ€ter wurde ich dann von einem Guide mit 3 Franzosen aufgehalten, der mich ĂŒberredete, mich ihnen anzuschließen. Der Guide zeigte uns Spuren von dem grĂ¶ĂŸten, fast 18 meter langem Dinosaurier.

Die Aussicht auf den schwindelerregenden14 Kilometer langen Canyon erinnerte mich an Bilder vom Grand Canyon in den USA.

nichts fĂŒr Höhenkranke, hier geht es schwindelig in die Tiefe!

Dann kletterten wir hinunter weiter nach unten, sprangen mehrmals glitschend und springend ĂŒber den Fluß, das hĂ€tte ich alleine nicht geschafft! Oben war es heiß, hier unten wurde mir zu kĂŒhl, um wie die anderen im Fluss zu plantschen. Die wollten gar nicht aufhören, mich beschlich das GefĂŒhl, es wĂŒrde  bald von oben duschen…

Wir brachen irgendwann auf, erklommen den Canyon und sahen die fotogenen Regenwolken hinter uns. Wir legten einen Zahn zu, trotz meines Regencapes wurde ich wieder nass. Im Eden Hostel reservierten sie mir einen Platz im Bus, wo es hieß, es wĂ€re nur noch einer frei. Tja, warten mußte ich dann noch mindestens 2 Stunden, da einige Passagiere absagten. Nach schier unendlichen dreieinhalb Stunden errreichten wir Cochabamba.

Im Ort herrschte ein horrender Verkehrsinfarkt, so fand ich das Spazierengehen stressig und sehr unangenehm fĂŒr meine Atemwege. Rad fahren nur sehr wenige. Ich lieh mir eins, um die außerhalb liegenden zweispurigen Radewege zu erkunden.

so muß ein Radweg aussehen!

Ich genoss es, die praktisch leeren Wege mit Aussicht auf die Stadt am Berg der San Christobal-Statue entlang um den See zu gondeln. Hier sollen schon Radler ĂŒberfallen worden sein, ich sah nur 3 FußgĂ€nger und 2 Sicherheitsleute. Wer die stark befahrenen Straßen meidet, kommt auch so ganz gut durch Cochabamba per pedes oder Rad.

Am nĂ€chsten Tag machte ich eine Radtour etwas außerhalb zu einer Biofarm in Apote. NatĂŒrlich verfranzte ich mich, mußte einen furchtbaren Schotterweg entlanggondeln und wurde noch von einem Hund gebissen, bis ich sie fand. Alle Hunde in Bolivien klĂ€ffen jeden Vorbeigehenden an, anscheinend, damit es nicht zu ruhig wird. Gottseidank war der Hundebiss nicht weiter schlimm und der Besitzer gab mir Alkohol zum Abtupfen.

Auf der Farm Granja Polen erstand ich BiokĂ€se. Brot, gĂŒnstiges Natur-Yoghurt, von dem ich nicht genug kriegen kann und eine ZahnbĂŒrste aus Bambus statt Plastik. Junge Bolivianer kaufen hier ein. Zufrieden radelte ich zurĂŒck, diesmal auf einem einfachen Weg, der gleich auf eine Teerstraße mĂŒndete, gottseidank!

Tipps:

Unterkunft: Das Jaguar House hat sehr schöne, saubere Zimmer und Dorms, nettes, hilfsbereites Personal, liegt zentral beim Prado-Boulevard, Wasser lĂ€ĂŸt sich gegen eine geringe GebĂŒhr auffĂŒllen

Vegetarisch Essen: der Markt 25 de Mayo hat eine tolle, preiswerte Auswahl, hier drĂ€ngeln sich die Einheimischen bis zum frĂŒhen Nachmittag,

Vida Sana an der Paza de la Mujer, Ecke Avenida Aniceto Arce gegenĂŒber dem bemalten Barbershop in einer Halle wird leckere, Veggie-KĂŒche serviert zum unschlagbar gĂŒnstigem Preis!

wer gemĂŒtlich entspannen will, ist im wunderschön dekorierten Typica CafĂ© in der Calle Espana nahe dem Prado an der richtigen Adresse, guter Kaffee, Weiß-, Winter- und Quinoa-Bier mit kleinen Snacks versĂŒĂŸen die Zeit mit Musik von Elvis, Janis Joplin und mehr…

Café Typica

SehenswĂŒrdigkeiten: Die 34,2 Meter große Christobal de la Concordia-Statue mit 32,8 Meter Armspannweite inklusive Aussicht auf die Stadt lĂ€ĂŸt sich mit 1399 Stufen erklimmen oder fĂŒr Faule mit der Seilbahn erreichen, es gibt viele Kirchen und Museen zu besichtigen, leider sind diese oft von 12-15 Uhr und Montags geschlossen wie so viele GeschĂ€fte auch

Eher fĂŒr Kinder: der eingezĂ€unte Family Park am Fluss, wie es sich gehört, mit wenig BĂ€umen, dafĂŒr mit mehr Attraktionen: Wasserfontainen mit Lichtspielen und Musik zum Nassmachen und Spaß haben

 

Bolivianisch-feuchter Karneval und Dinosaurier bei Sucre

Karneval in Uyuni und Sucre, Dinosaurierspuren in Sucre

Nach der anstrengenden WĂŒstentour gönnte ich mir 2 Tage Ruhe beim Karneval in Ayuni. In Orosi soll zwar der tollste Karneval stattfinden, aber so kurzfristig konnte ich keine Unterkunft erkunden. In einer Straße versammelten sich die Einheimischen mit StĂŒhlen bewaffnet, von denen immer welche ewig frei blieben. Aber wehe, wir, ein Ungarischer RumĂ€nisch-Deutscher, der in Frankreich lebt und ich wagten es, uns mal auf die leeren Sitzgelegenheiten zu setzen! Da wurde gleich gepetzt und gemeckert, nur die HandtĂŒcher haben noch gefehlt.

Dann bewegte sich etwas, Vereine, Clubs, merkwĂŒrdig-, aber auch traditionell gekleidete „Compadres“ liefen oder tanzten ĂŒber die Straße. In den vielen Pausen stĂ€rkten wir uns mit Bier. Die kleinsten Kinder waren mit Schaumpistolen bewaffnet und machten davon quietschend Gebrauch.

Puma- und Condor-TraditionskostĂŒm

Abends, wir hatten schon einige Biere intus, ging es endlich weiter in diversen Clubs mit Eintrittspreisen wie in MĂŒnchen, zum Teil auch nur privat. Wir schafften es, in die „Compadres“ Party zu gelangen,  wurden ausgiebig betrachtet, anschließend zum  Bier eingeladen und zum Tanzen aufgefordert. Eine passable Live-Band heizte mit Cumbia ein. Die Compadres bestellten gleich kistenweise Bier und irgendwann war der Alkohol-Pegel zu hoch und einige MĂ€nner wurden agressiv, das Zeichen, aufzubrechen.

Im weißgetĂŒnchten Sucre landete ich am Wochenende, wo fast alles wegen des Karnevals geschlossen war. Wehe, ich begab mich auf die Suche nach etwas Essbarem oder schönen KolonialhĂ€usern, das wurde sogleich mit einer Dusche bestraft.

Unsere Hostel-Chefin vom Condor lud uns zum mega-leckeren Lunch ein, dann wurden Luftballons mit Wasser gefĂŒllt…

Aus jeder Ecke rauschten ohrenbetĂ€ubende Blaßmusikbands an, begleitet von wasserwerfenden und Schaumpistolen-bewaffneten Begleitern. Je spĂ€ter der Abend, je alkoholisierter wurden alle, leere Bier- und Whiskyflaschen sĂ€umten die Wege und desto schlechter wurde die „Musik“. Wirklich getanzt wurde nicht, der Fokus lag aufÂŽs Bespritzen.

Nachdem mir jemand Seifenschaum in die Augen gespritzt hatte, verzog ich mich lieber.

Am nĂ€chsten Tag freute ich mich ĂŒber die „Ruhe“ und die geöffneten GeschĂ€fte und Restaurants, leider schwĂ€ngerten die Abgase der schicken, neuen Autos in den engen Straßen die Luft. Dabei wĂ€re Sucre eine wunderschöne Stadt!

 

Dinosaurierspuren sehen? Nichts wie hin mit dem Dinobus zum Dinosaurierpark!

der grĂ¶ĂŸte Dino ist 15 Meter lang und Vegetarier!

Der Guide erzÀhlte uns in gutem Englisch, das die Spuren der Dinos vor Millionen von Jahren entstanden sind und durch die Minenarbeiten gefunden und freigelegt wurden.

so sehen sie jetzt aus, vor 10 Jahren waren sie noch erheblich deutlicher zu sehen

Daher sind sie nicht mehr konserviert, verblassen jetzt und sollen besser geschĂŒtzt werden. Die Dinosaurier sind als Repliken wieder auferstanden, schön gemacht und sehr interessant!

Beim Schwarzmarkt von Sucre hat sogar der Dino ein Telefon, ob das wohl funktioniert?

Tipps fĂŒr Uyuni:

Kulinarik:

Streetfood ist gĂŒnstig und lecker, vegetarisch muss man mit der Lupe suchen, alternativ hielt ich nach Comida Boliviano Ausschau, es handelte sich um das in SĂŒdamerika sehr beliebte Fast Food! Da blieben fĂŒr abends nur noch die ĂŒberteuerten Touristenrestaurants ĂŒbrig

Unterkunft:

Das Bunkerhostel hat saubere, gute Zimmer, nette und hilfsbereite Mitarbeiter und eines der besten FrĂŒhstĂŒcksbuffets mit Fruchtsalaten, Smoothies, gutem Brot, auch Vollkornbrot und Ei-Variantionen

Tipps fĂŒr Sucre:

beim Schwarzmarkt gibt es alles mögliche, das Beste aber: ReißverschlĂŒsse und RucksĂ€cke reparieren sie toll und gĂŒnstig!

Kulinarik:

Im Mercado Central werden frisch vom Erzeuger Brot, KĂ€se, FrĂŒchte und GemĂŒse zu guten Preisen angeboten, eigene Plastik- und EinkaufstĂŒten mitbringen, oben gibt es gĂŒnstiges Mittagessen

ganz lecker wird im Condor-Café vegetarisch gekocht, es hat einen schönen Innenhof!

Unterkunft:

zum Kennenlernen von anderen Reisenden empfehle ich das Condor-Hostel, saubere Zimmer mit gutem FrĂŒhstĂŒck im Innenhof, der abends etwas frisch werden kann, seine Wasserflasche kann man natĂŒrlich gegen ein MinigebĂŒhr auffĂŒllen

wer lieber seine Ruhe hat, ist im wunderschönen Casa Solariega Hostal B&B sehr gut aufgehoben, schön wie in einem 4 Sterne Haus mit sehr schnellem Wifi

Radfahren ist wegen der engen Straßen und dem Verkehr nicht ratsam

 

In 4 Tagen mit dem Jeep durch die WĂŒste Boliviens

Von Tupiza nach Ayuna

An der Grenze Argentiniens in La Quiaca wanderte ich auf die andere Seite nach Villazon, das mit Rolando nichts zu tun hat, sondern meine Durchgangsstation nach Tupiza in Bolivien war. Im Sammeltaxi saß eine Bolivianerin wie aus dem Bilderbuch mit buntem Rock, weißer HĂ€keljacke und schwarzem Hut samt goldenem Band neben mir.

In Tupiza traf ich meine Mitfahrer Francesca und Michele aus Italien, Cynthia und Martin aus Argentinien und unseren Fahrer, Guide und Koch Felipe. Der „Jeep“ war etwas eng, die „Klimaanlage“ bescheiden, so schwitzten wir im Auto, wĂ€hrend draußen oft ein kĂŒhler Wind wehte. Die unterschiedliche WĂŒstenlandschaft entschĂ€digte fĂŒr alles!

Felsformationen, die die Fantasie anregen, kilometerweit nur SandwĂŒste, mit oder ohne Vegetation, die meistens aus grĂŒnem GebĂŒsch bestand. Lamas liefen frei herum, gelegentlich sahen wir auch wilde Vicunas, die ein bisschen wie Reh- und Lamamischlinge aussehen. Wie kann der Mensch weit weg von jeglicher Zivilisation, nur mit ein paar grĂŒnen StrĂ€uchern, ĂŒberleben, fragte ich mich?

 

Am ersten Abend fĂŒhlte ich mich gar nicht gut, warscheinlich, weil ich vorher schlecht geschlafen hatte und wir uns auf 4200 Metern befanden. Die Aussicht auf weitere 3 Tage im Jeep, bis auf 5000 Metern durchgeschĂŒttelt zu werden, förderten nicht gerade meine Zuversicht. So kaute ich samt meinen Leidensgenossen KokablĂ€tter, helfen taten sie mir nicht. Ich ging frĂŒh schlafen und siehe da, am nĂ€chsten Morgen konnte ich schon wieder das FrĂŒhstĂŒck genießen!

Schwarze, grĂŒne und die rote Lagune Colorada mit rosa Flamingos durften wir besichtigen und in den „ThermalbĂ€dern“, den heißen Quellen abhĂ€ngen, allerdings nicht gratis wie in Thailand oder Nepal. Da die UnterkĂŒnfte eher nicht mit heißen Duschen aufwarteten, sehr angenehm!

Am dritten Tag gab es Felsen satt, mit oder ohne See, einer sah wie der Worldcup aus, ein Steinwald, durch den wir kletterten,  erinnerte mich an den in Kunming, SĂŒdwest-China.

 

AufwÀrmen konnten wir uns auf 4990 Metern bei konstanter, vulkanischer AktivitÀt, wo die Geysire von Sol de Manana kochten und uns beinahe davonwehten!

Am Abend ratterten alle verfĂŒgbaren Jeeps zur Salzlagune nahe Ayuna, um den jeden Tag stattfindenden Sonnenuntergang tot zu fotografieren wie Marlene Dietrich.

Die Nacht verbrachten wir im Hotel del Sal, ganz aus Salzbrocken gebaut. Sogar die Matrazen waren mit Salz gefĂŒllt, was gar nicht so unbequem war, beim Abendessen saßen wir auf Salzbrocken mit Kissen.

Das absolute Highlight war der Sonnenaufgang weg von allen anderen Jeeps und die verrĂŒckten Trompe-l`oeil Fotos, die „Regisseur“ Felipe mit uns machte.

 

Wein-Akrobatik

Tipps:

In Tupiza hatte ich die Tour bei La Torre gebucht, die auch passable UnterkĂŒnfte anbieten, außer der Enge und Hitze im Jeep, war die Organisation samt ErnĂ€hrung sehr gut! Felipe schaffte es sogar, leckere, vegetarische KĂŒche zu zaubern!

 

 

 

ÜberwĂ€ltigende Iguazu-WasserfĂ€lle, Mural-Streetart & fantastische Steinlandschaften

Von Iguazu ĂŒber St. Ignacio und Corrientes in die Quebrada de Humahuaca

Atemberaubend? Mega? Riesig? Klitschnass? Um diese Iguazu-WasserfĂ€lle zu beschreiben, fehlen mir einfach die Worte! Am besten selber erleben! Zuerst nahm ich den Bus von Puerto Iguazu auf die Brasilianische Seite, dazu musste ich zwei Grenzen ĂŒberqueren, um dann am Haupteingang zu landen. Ich hatte GlĂŒck, am spĂ€ten Vormittag waren gerade keine großen Gruppen unterwegs. So konnte ich entspannt den Weg zu den WasserfĂ€llen ohne Menschenmassen gnießen. Der Panorama Blick war einfach grandios!

Iguazu WasserfÀlle, Brasilien

Am nÀchsten Morgen gegen ca. 9 Uhr machte ich mich zur Argentinischen Seite auf und folgte ausnahmsweise der Empfehlung vom Lonely Planet, erst die RundgÀnge Circuito Inferior und Superior Circuit  zu bewandern, um den Massen zu entfliehen.

Iguazu WasserfÀlle, Argentinien

Er bringt mich schön nahe an die FĂ€lle, ich bin natĂŒrlich auf eventuelle GĂŒsse vorbereitet und schieße schöne Fotos, ohne meinen Apparat zu gefĂ€hrden. Angenehme KĂŒhlung bringt es auch, die angebotenen Regencapes sind bei der Hitze vollkommen ĂŒberflĂŒssig.

Gegen Mittag wandere ich dann an den Gleisen entlang ĂŒber den noch unschuldig dahinfließenden Fluss zur Teufelskehle, dem Garganta del Diabolo, um das brausend herabstĂŒrzende Wasser zu bestaunen! Auf dem RĂŒckweg drĂ€ngelten sich die Menschenmassen auf dem schmalen Weg zum Wasserfall hin, wĂ€hrend mein RĂŒckweg frei war. Wieder GlĂŒck gehabt!

Der Bus nach St. Ignacio brauchte nur wenige Stunden. so konnte ich gleich die Missionsruinen besichtigen. Auf dem Weg dorthin fielen mir verdÀchtige Absperrungen auf und siehe da, abends sollte eine Karnevalsparade stattfinden.

Karneval Ă  la St. Ignacio

Ich fand die schön wie in Rio GeschmĂŒckten etwas zurĂŒckhaltend tanzend auf der Parade, angeblich wird es erst am letzten Karnevals-Wochenende richtig wild!

Mujer Tierra, Mutter Erde in Gefahr

Nichts wie weiter nach Corrientes, ein netter Ort mit wunderschönen Murals, Wandmalereien, beziehungsweise Streetart, von kritisch bis einfach wunderschön. Am verkehrsberuhigten Sonntag  war es ein Genuss, durch die Stadt zu schlendern, um ein Bild nach dem anderen zu entdecken.

Sensationsionell, einfach gemĂŒtlich vom beqemen Bus aus die Landschaft von Salta nach Tilcara genießen zu können! Die Gesteinsformationen und Farben könnte kaum ein KĂŒnstler traumhafter treffen!

Auf die Touristenpflichtprogramme konnte ich nur fast verzichten, auf die mit 14 farbenprÀchtigen FelszÀhnen bewaffneten Serrania de Hornocal nicht.

Serrania de Hornocal

Kaum hatte ich alles eingehend bewundert und den Bus bestiegen, fing es an, zu hageln!

Meine neuen Bekannten von dem Hostel in Tilcara hatten sich gerade gemĂŒtlich zum Felsen-Gucken begeben und bekamen eine AbkĂŒhlung.

Die Wanderung zur Garganta del Diablo-Schlucht war am spĂ€ten Nachmittag noch sehr schweißtreibend und fĂŒr Fotos nicht mehr geeignet.

Pucara, Tilcara

Die prĂ€kolumbianische, rekonstruierte Festung PucarĂĄ, war interessant, konnte mich aber nicht wirklich ĂŒberzeugen, ich bin einfach von Angkor Wat und die ihn umgebenden Tempeln zu verwöhnt. Witzig fand ich die riesigen Kakteen, die teilweise wie ausgestreckte Finger aussehen…

Tipps:

auch wenn der angeblich auf Umweltfreundlichkeit achtende Lonely Planet statt echte Tipps zu geben, immer wieder zum Mieten von Autos und Taxifahrten rĂ€t, was in einem Reisehandbuch nichts zu suchen hat; fĂ€hrt fast ĂŒberall ein bequemer, auch fĂŒr Langbeinige geeignete Bus hin, auch von Tilcara nach Humahuaca und von dort nach Serrania de Hornocal

Unterkunft: wegen lĂ€cherlich hoher Hotel- und Hostelpreise quartierte ich mich oft bei Airbnb ein, so in einem schönen Zimmer mit Bad, Wasserkocher und KĂŒhlschrank bei Carlos in Puerto Iguazu

Tilcara: La Albahaca Hostel hat Dorms und schöne Einzel- Doppelzimmer, ein gelegentlich schwĂ€chelndes Internet, sehr gute Infos, wie man die Umgebung ohne ĂŒberteuerte Touren zu buchen, besichtigen kann,  von Toni liebevoll zubereitetes  FrĂŒhstĂŒck, bei dem Einzelreisende leicht andere Traveller kennenlernen können

Vegetarisch Essen: in Iguazu kochte ich selber bei Carlos, in Corrientes ertrug ich eine „Pizza“ mit dickem Teig und ĂŒberlaufendem „KĂ€se“? Tilcara bot im Mercado nicht nur vegetarisch leckere Empanadas mit Quinoa, KĂ€se und Spinat, es gab auch mehr vegetarische KĂŒche und Pastel, gebackenes mit KĂ€se auf der Straße

Die Angst der Fleischesser vor dem Veganer

Es war 2006 in Chengdu in der Chinesischen Provinz Szechuan, als mir mein erster Veganer bewusst ĂŒber den Weg lief. Es war ein junger Isaeli. Ich bin Vegetarierin und litt unter der Schwierigkeit in China, etwas Schmackhaftes ohne Fleisch genießen zu können. Überall mussten die Chinesen FleischstĂŒckchen unbekannter Herkunft hineinmischen. Dabei handelt es sich garantiert nicht um hochwertiges Fleisch.  Ich fragte ihn seufzend, wie er es schaffte, nicht zu verhungern. Er meinte, das geht schon, er kocht sich manchmal etwas. Ich hatte so einige unangenehme „Genußerlebnisse“ auf der Suche nach Vegetarischem in China!

War das lecker! GefĂŒllte Auberginen mit Sesamsauce, Veganes von Restaurant Chirimoya, Salta, Argentinien

Heutzutage gibt es einen regelrechten Veganen Boom, sogar in Argentinien!  Ein eigentlich gebildeter Bekannter meinte, Veganer essen nur etwas, dass „freiwillig“ vom Baum fĂ€llt. Ich musste schallend lachen! Veganer essen keine tierischen Produkte.  Manchen tun die Tiere leid und sie möchten die industrielle Fleisch- und Milchproduktion nicht unterstĂŒtzen, andere tun es aus gesundheitlichen GrĂŒnden und  mĂŒssen dann zusĂ€tzliche Vitamin B12 einnehmen. Es kann auch heilende Wirkungen haben. Eine Freundin, die eigentlich Fleischesserin war, heilte mit veganer KĂŒche ihren Hautausschlag und hat am Kochen soviel Genuss und Spaß, dass sie erstmal vegan bleibt.

KĂŒrzlich sah ich in der Br-Sendung Quer einen Bericht ĂŒber die unter schrecklichsten Bedingungen stattfindenden Tiertransporte von Europa nach Osteuropa oder weiter bis nach Usbekistan. Weil durch die Milchproduktion zuviele KĂ€lber geboren werden, die der Bauer nicht benötigt, werden diese anderweitig weiterverkauft. Das Deutsche „Gesundheitsamt“ fĂŒhlt sich da nicht mehr zustĂ€ndig.

In WĂŒrzburg herrscht gerade wegen achtlos weggeworfener Nahrung und FĂŒtterungen von „TierschĂŒtzern?“ eine Rattenplage, deren Beseitigung offensichtlich von denselbigen sabotiert werden. Ob diese wohl alle Veganer aus Tierliebe sind?

Sobald ich sage, dass ich Vegetarierin bin, werde ich gefragt, ob ich Veganern bin. Und schon geht das Schimpfen und LĂ€stern auf Veganer los! Seltsam, was haben diese den Fleischessern getan, dass so ĂŒber diese Menschen, die damit auch unsere Umwelt schĂŒtzen, gelĂ€stert wird. Ist es das schlechte Gewissen? Ist es unmĂ€nnlich?

In Plastik verpacktes Fleisch kann Weichmacher enthalten, dass in der Tat „weich“ macht, Östrogene in den Körper leitet und bei MĂ€nnern Brustwachstum fördert und die Potenz beeintrĂ€chtigen kann. Guten Appetit!

super-schmackhaftes Vegie Nasi Campur aus Indonesien

Dabei kann es hervorragend schmecken! Auch vor veganem Wein muss niemand Angst haben, er wird einfach mit pflanzlichen Ingredienzen geklÀrt.  Ich kenne Frauen, die  ihre MÀnner vegan bekochen ohne es zu sagen und es schmeckt ihnen! In Indonesien vernaschte ich die leckersten und variantenreichsten veganen Gerichte. Schon mal veganen Mousse au Chocolat mit dunkler Schokolade und Seitan probiert? Göttlich!

Was gibt es zu tun außer Radeln & Tango-Tanzen in Buenos Aires?

Beim Anflug im Dunkeln sieht Buenos Aires von oben fast wie Los Angeles aus mit seinen geografisch anmutenden StraßenzĂŒgen. Unten angekommen kann davon keine Rede mehr sein. Gewaltige, bildschön-verzierte Kolonialbauten, von Art-Deco, Gotik oder den Griechen inspiriert, lassen mich begeistert staunen, ebenso die Seitenstraßen im Zentrum, die zweispurige! Radwege statt AutoparkplĂ€tze beeinhalten.

so sieht es am Wochenende aus…

Und schon sind wir beim lustigen Raten, wie kann ich mir eines der kostenlosen RÀder Ecobici der Stadt Buenos Aires ausleihen? Die Touristeninformation meint, das gibt es im Moment nicht, Einheimische sind sich unsicher. Zwei Tage spÀter erfahre ich von einer anderen Touristeninfo-Mitarbeiterin, das man sich direkt am Plaza de Mayo bei Ecobici registrieren lassen kann. Sicher bin ich 50 mal da vorbeigelaufen!  Es klappt und um die Ecke wartet schon ein Rad auf mich. Ein junger Argentinier hift mir und checkt die Bremsen, es kann los gehen, juchhuh!

mit ecobici Buenos Aires erkunden und den Horizont-ausfĂŒllenden Rio de la Plata in der nahen Reserva Ecologica bewundern

Am Wochenende war die Stadt fast leer, jetzt am Montag trauen sich doch Autos, auf den Radwegen zu fahren. So einfach ist es nicht, wegen der vielen Einbahnstraßen den Weg zum Recoleta Friedhof zu finden. Hier liegen die berĂŒhmtesten, wichtigsten Menschen Argentiniens, angefangen von Evita Peron, die eine eher kleine RuhestĂ€tte bekommen hat, Tango-Musiker Carlos Gardel und unendlich viele mehr. Manchen wurden sogar kleine MausolĂ€umspalĂ€ste gebaut. Herrlich, sich hier zu verlaufen!

hier ist die Frau grĂ¶ĂŸer als der Mann…im Recoleta Cemetary Buenos Aires

SpĂ€ter treffe ich mich mit Internations-Mitgliedern, die eine gefĂŒhrte Tour durch den Reserva Ecologica anbieten. Leider reicht mein Spanisch nicht aus, um alles zu verstehen, aber es ist angenehm, mit netten Menschen durch die grĂŒne Lunge zu schlendern. Interessant, daß eher die Nicht-Argentinier dem Tango verfallen sind!

schön, sich auch in Buenos Aires bei Internations zu treffen!

Am nĂ€chsten Tag mache ich mich auf nach Tigre, das hat mit Tigerbeobachtungen leider gar nichts zu tun, sondern ist das drittgrĂ¶ĂŸte Fluß-Delta der Welt, wo der Rio de la Plata und der Parana zusammenfließen. Ich nehme ein lokales Bootesortund lasse mich bis nach tres Bocas mitnehmen. Jede Villa hat einen Anlegesteg inklusive Boot, manche Resorts wollen schick sein, haben die Palmen gefĂ€llt, Rasen angepflanzt und als Schattenspender MinibasthĂŒtten gebaut. Toll, so wird es schön heiß!

Tigre-Resort

Ich lasse mich durch die unendlich scheinenden, schattigen Pfade treiben und treffe ein paar Argentinier und Spanier, die in Berlin leben. Bei Inez leihen wir uns Kanus. Leider bin ich aufÂŽs nasse Kanu-Paddeln mit meinem Kleid nicht perfekt vorbereitet. Gerne wĂ€re ich hier ĂŒber Nacht geblieben, es wirkt so entspannt und viele KanĂ€le warten auf Entdeckung.

mit dem Kanu durch das Tigre Delta, bloß nicht verfahren!

Gerade freue ich mich, in Buenos Aires wieder mit dem Rad zu fahren, aber wie sollte es anders sein, die Ecobici werden gerade ausgetauscht und sind leider nicht immer verfĂŒgbar oder defekt. Die öffentlichen Verkehrsmittel funktionieren sehr gut, in mancher U-Bahn erspart man sich die Sauna, nur das KĂŒhlbecken fehlt!

sogar ein Cello-Spieler gab sein Talent zum Besten!

FĂŒr Unterhaltung ist immer gesorgt. Sind die lauten Bettler und schreienden VerkĂ€ufer von SĂŒĂŸigkeiten, Kaugummis oder Socken gegangen, stellen sich Musiker und einmal auch ein ziemlich guter Breakdancer auf. Heute tat es mir fast leid, als die U-Bahn kam, gegenĂŒber interpretierten ein Geiger und ein Gitarrist „Child of Mine“. Klasse!

En Verano en La Cuidad bietet jeden Tag gratis Konzerte, gestern ganz entspannt und mit angenehmer Brise vor dem Palacio de Belgrano, vorgestern im Usina del Arte im verufenen Viertel La Boca, der Heimat der Boca Juniors Fußballmannschaft, mit wundervoller Lightshow und Musik. Bevor diese spielen, sind die Busse voll und es ist schwierig, mitgenommen zu werden. Nach dem Spiel sollte man sich lieber fernhalten.

WofĂŒr wohl diese Masken auf dem San Temo Markt verwendet werden? FĂŒr den BankĂŒberfall zwischendurch? Oder ist das jetzt die neue Horror-Hip-Mode?

Sonntags kann ich nur wĂ€rmstens den San Telmo Markt empfehlen. Selbstgemachter Schmuck, Schallplatten als Uhren, gestrickte Kakteen, kĂŒnstlerische und originelle Dinge, die in Europa kaum auf StraßenmĂ€rkten zu finden sind, werden feilgeboten.

Wozu der Flaschenhalter gebraucht wird`? Um die mitgebrachte Flasche unter der Bar zu verstecken?

Ein Straßenzug will die Stadt anders nutzen und die KĂŒnstler, die sonst dort verkaufen, protestieren dagegen. Demonstrationen gehören zum Alltag in Buenos Aires.

hier in Puerto Madero lĂ€ĂŸt es sich herrlich flanieren

Fast wie die Flaniermeile Bund in Shanghai mit Bick aufÂŽs Hochhausviertel sieht es am Hafen Puerto Madero aus, nur ohne Segelschiff, welches hier erklommen werden darf, um die ruhige AtmosphĂ€re zu genießen.

Nachhaltigkeits-Tipps:

Statt Plastikflaschen zu kaufen, das sicher trinkbare Leitungswasser abfĂŒllen, den leichten Chlorgeschmack mit frisch gepresster Zitrone eleminieren, in Touristeninfos, in SupermĂ€rkten und Parks lĂ€ĂŸt sich Trinkwasser abfĂŒllen

immer eine kleine Tasche dabeihaben, um auf unvorhergesehene EinkĂ€ufe vorbereitet zu sein, am besten eine kleine PlastiktĂŒte fĂŒr Obst und GemĂŒsekauf dabeihaben

es wird zwar versucht, verschiedene MĂŒlltonnen aufzustellen, mit recyclebar und nicht recyclebar, nur woher weiß irgendjemand, was recycelt wird?

Ecobici Karte beantragen: gleich am Plaza de Mayo, Ecke Rivadaria, Eingang zwischen den Gittern, von 9-15 Uhr, Paß mitbringen und die App runterladen, um zu wissen, wo es RĂ€der gibt und wieviele zur VerfĂŒgung stehen! In Rosario, der Geburtsstadt von Che Guevara und Lionel Messi, klappt es sehr gut mit den Ecobicis

Im Restaurant essen, statt etwas zum Mitnehmen zu bestellen, es schmeckt viel besser!

Tipps fĂŒr Buenos Aires:

Leider habe ich es nicht zu einem Tangokurs mit Milonga geschafft, wegen Hitze sind anscheinend einige ausgefallen, aber Oy Milonga aufrufen, oft gibt es Kurse, bevor die Milonga beginnt!

 

el verano en La Ciudad im Internet aufrufen, da gibt es alle sommerlichen Gratis-Veranstaltungen von BA

Von Internationalen Flughafen den Tienda Leon-Bus inÂŽs Zentrum nehmen und am besten gleich die Sammeltaxifahrt mitbuchen, der kleine MilitĂ€rflughafen vom gĂŒnstigen flybondi ist mit Bussen und dem Zug zu erreichen, am besten bei googlemaps nachfragen

Sicherheit: gibt es keine; wer seine Wertsachen, teure Kameras und Handys nicht zu offensichtlich herumtrĂ€gt, dem werden sie eher nicht gestolen. Abends möglichst keine großenTaschen mitnehmen, lieber kleine, die am Körper getragen werden können und Einheimische fragen, welche Gegend gerade nicht empfehlenswert ist, ich bin trotzdem mit wenig Geld nach la Boca und spĂ€te abends zurĂŒck per Bus gefahren…

Café-Restaurant in Palermo

Palermo gilt als DAS Ausgehviertel von Buenos Aires, es gibt schöne Cafés, Restaurants und Clubs. Auf der Suche mittags nach einem Café musste ich einen Champagner-Àhnlichen Cava probieren, da ein schickes Restaurant seine Eröffnung feierte.

Vegetarisch essen:

Durch Mapsme fand ich dann doch noch das wunderschöne bBlue CafĂ© und genoss einen leckeren MilchcafĂ© in einer Hollywoodschaukel im Patio. Hier in der Calle Armenia 1691 gibtÂŽs sehr schmackhafte, auch vegetarische KĂŒche in kreativ-dekoriertem Ambiente, in der NĂ€he der Plaza de Mayo, Calle Alfonso Alsina, im El Toro gibt es leckere, saftige Veggiesandwiches mit Vollkornbrot und Veggieburger, eher eine Ausnahme!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Heldenschmieden, Teecocktails & fairer Genuss auf dem Tollwood

Irritierend fasziniernde Birdman-Aliens leuchten auf dem Tollwood-GelÀnde und necken Passanten mit ihren RiesenschnÀbeln. Nach ausgiebiger Geschenke-Recherche knurrt mein Magen und frieren tu ich auch. 

Da lockt der White Rabbit Stand mit Cocktails auf Teebasis. Alice im Rausch, der Irische Hutmacher oder der wilde Mexikaner? Ich probier von allen und finde sie nicht zu sĂŒĂŸ mit leichtem Teegeschmack im Abgang, grandios! 

Der Magen knurrt und ich begebe mich inÂŽs Esszimmer zum Schmeckerling-Stand, wo die goldene Sojamilch mit indischen GewĂŒrzen auf mich wartet.

KĂŒrbispĂŒrre wird mit GemĂŒse zur GlĂŒcksbowl

Beim Schmeckerling-Stand ist alles fair und bio, da schmeckt die GlĂŒcksbowl  doppelt gut! Die Burger sind auch lecker mit hausgemachter Sauce, bloß Weißmehlsemmel sind nicht mein Geschmack. Der vegane Lebkuchen ist göttlich!

 

Auf gehtÂŽs zur Heldenschmiede in meinem Lieblingsort auf Tollwood: dem Weltsalon! Die Veranstalter lassen sich immer interaktive Aktionen einfallen, die zum Nachdenken anregen, mitmachen!

Da konnte ich eine Trump-Figur herzen unter dem Hashtag#hugsnohate.

Hier im Weltsalon spielen kommenden Freitag die Souligen Troulbeshooters und Im Hexenkessel laden diese Woche die Salsa-Band Palo Santo und die Soulband Troubleshooters ein, das Tanzbein zu schwingen, ich bin dabei!

Insgesamt 12 Preise regneten auf die zukĂŒnftigen Regie-Stars beim Filmschoolfilmfest MĂŒnchen

Unter dem Motto: Mission Film: Possible konnten die Zuschauer des Filmschoolfests MĂŒnchen vom 18.-24. November 46 schrĂ€ge, lustige, erklĂ€rungsbedĂŒrftige, belanglose, spannende und ĂŒberraschende Studentische Kurzfilme im gut besuchten Filmmuseum anschauen.
Am 24. 11. 18 wurde die Preise verliehen und anschließend angemessen in der HFF, der Filmhochschule MĂŒnchens, angemessen gefeiert.

Die Festivaljury und weitere Jurys der Preisstifter konnten aus 30 Spielfilmen, 8 Dokumentar-, 5 Animations- und 3 Experimentalfilmen ihre Sieger kĂŒren, die PreistrĂ€ger*innen freuten sich ĂŒber insgesamt  56.500 €.

Der Hauptpreis VFF Young Talent Award des 38. FILMSCHOOLFEST MUNICH ging an die lakonische Komödie “Excuse Me, I’m Looking for the Ping-Pong Room and My Girlfriend“ von Bernhard Wenger. Er gewann damit 10000 €! Die Jury mit Phillip Gröning, Asja Krsmanivic, Tice Oakfiled, Antonis Papadopoulos and Sinje Köhler sagten: „Wir waren fasziniert von dieser ungewöhnlichen Reise der Selbstfindung eines sehr inaktiven Antihelden.“
Über den ARRI-Preis fĂŒr den Besten Dokumentarfilm (dotiert mit Sachleistungen im Wert von 4.000 Euro), freute sich „Son of Wind“ Regisseur David Noblet. Noblet studiert am National Institute of Performing Arts (INSAS) in Belgien und seine Dokumentation begleitet den kleinen Panpan, der in Peking beim Großvater lebt, wĂ€hrend der Vater im fernen Frankreich Geld verdient.

Der Student Camera Award (2.000 Euro von Film & TV Kameramann) fĂŒr die beste Bildgestaltung ging an DP Cem Demirer fĂŒr den Film „End of Season“ (Regie: Zhannat Alshanova, London Film School). Wie Demirer uns mit Farben, Schattierungen und Kamerabewegungen nicht nur die Melancholie des Herbstes, sondern auch die ZwiespĂ€ltigkeit seiner Hauptfigur spĂŒren lĂ€sst, hat die Jury ĂŒberzeugt.

Der mit insgesamt 2.500 Euro dotierte zweiB-Award fĂŒr die beste Animation geht ebenfalls nach Großbritannien an den Film „Facing it“ von Sam Gainsborough (National Film and Television School Beaconsfield). Sein Protagonist Sean ist aus Knetmasse geformt, einem Material, das sich stĂ€ndig verĂ€ndert und es nie schafft, die ursprĂŒngliche Form anzunehmen, so wie die Hauptfigur stĂ€ndig durch die EinflĂŒsse anderer verĂ€ndert wird.

Der Luggi-Waldleitner-Preis fĂŒr das beste Drehbuch (3.000 Euro) geht an Michal ĎuriĆĄ, der das Drehbuch fĂŒr „A Warm Comedy about Depression, Madness and Unfulfilled Dreams“ zusammen mit Sophia Boyd und Emil Smoliga schrieb und anschließend auch Regie fĂŒhrte (Academy of Performing Arts, Bratislava). „In nur 20 Minuten schaffen es die Autoren, vollkommen abgerundete Charaktere zu erschaffen, die uns subtil von der Zerbrechlichkeit ihres Familienlebens erzĂ€hlen.

Der Panther-Preis fĂŒr die beste Produktion eines Films einer europĂ€ischen Hochschule geht nach Finnland und ist mit 5.000 Euro dotiert. Hannu-Pekka Peltomaa entfĂŒhrt uns in seiner rabenschwarzen Komödie „Rose Garden“ in ein trostloses Altersheim, aus dem drei ungleiche Freunde ausbrechen wollen. Die Jury sagt: „Die Kernbotschaft der TrĂ€ume unserer heroischen Gruppe geht weit ĂŒber eine schlichte Charakterisierung der Ă€lteren Menschen hinaus und kritisiert in aller SchĂ€rfe eine Welt, in der Kriminelle besser behandelt werden als Ă€ltere Menschen.“ Toller Film!

Jury-PrĂ€sident Philip Gröning vergab eine Special Mention of the Jury President an den Film “Landing” von Wong Kam (Hong Kong Academy for Performing Arts) und wĂŒrdigt damit einen Film, der einer Hauptfigur viel Liebe entgegen bringt, die im wirklichen Leben wohl eher gemieden und verachtet wĂŒrde.

ARTE-Zuschauer dĂŒrfen sich auf „Schoolyard Blues“ freuen, der 2018 den ARTE-Kurzfilmpreis gewonnen hat. Es ist der Abschlussfilm der jungen schwedischen Regisseurin Maria Eriksson Hecht und sie erzĂ€hlt darin eine tief berĂŒhrende Geschichte ĂŒber zwei BrĂŒder, in der der Ă€ltere Bruder den JĂŒngeren auf das Schulleben und das Leben an sich vorbereitet. Die ARTE-Jury stellt fest, dass das Thema der Gewalt unter Heranwachsenden leider große AktualitĂ€t hat und dass sich die beiden jungen exzellenten Hauptdarsteller nicht nur in das Herz des Zuschauers spielen, sondern dass dieses kurze StĂŒck Kino sich auch gerne in einen langen Spielfilm verwandeln könnte.

Die Jury, die den mit 3.000 Euro dotierten Wolfgang-LĂ€ngsfeld-Preis vergibt, macht sich regelmĂ€ĂŸig auf die Suche nach dem originellsten Film im internationalen Wettbewerb und hat ihn 2018 in der belgischen Produktion „Simon Cries“ von Sergio Guataquira Sarmiento gefunden.

Der Prix Interculturel (1.500 Euro) geht an „Siren“ von Zara Dwinger (Netherlands Film Academy). Die Jury lobt, dass „Siren“ subtil die IdentitĂ€tssuche eines jungen Menschen portraitiert und dabei seinen Figuren viel Freiraum lĂ€sst. Die Regisseurin behandelt ein gesellschaftlich wichtiges Thema, sie ergreift Partei fĂŒr diejenigen, die auf der Suche nach ihrer Geschlechtszugehörigkeit sind und erzĂ€hlt von der Akzeptanz sich selbst und anderen gegenĂŒber.“

Den ersten Platz bei den Climate Clips Awards (5.000 Euro) gewinnen Veronika Hafner und Rina Zimmering von der HFF MĂŒnchen mit ihrem Film „The Meeting“, der selbstironisch die Green-Production-BemĂŒhungen der Filmindustrie beleuchtet. Den ersten Platz der HofbrĂ€u Trophy (5.000 Euro) fĂŒr die beste Bier-Werbung belegte der Clip „The Beerboard“, in dem uns die drei jungen MĂŒnchner Filmemacher Julius Montgomerie Luger, Clemens Friese und Mike Schneider zeigen, was man mit einer Bierbank auf Rollen machen kann, bevor man sich draufsetzt.

Am besten abgeschnitten in der Gunst des Publikums hat das israelische Drama  „Flood“ von Oshri Zeituni ĂŒber die 17-jĂ€hrige Osher, die zwar ihre Mutter ins Frauenhaus bringen kann, aber selbst zum gewalttĂ€tigen Vater zurĂŒckkehrt, denn da sind ja noch die beiden jĂŒngeren BrĂŒder. Der Publikumspreis wird vom Freundeskreis Filmfest MĂŒnchen e.V. unterstĂŒtzt, der den Publikums-Preis mit 1.500 Euro dotiert.


Was 200 Frauen bewegt, eine inspirierende Ausstellung in der Bayerischen Staatsbank

Was ist Ihnen wirklich wichtig? Was macht Sie glĂŒcklich? Was empfinden Sie als tiefstes Leid? Was wĂŒrden Sie in der Welt verĂ€ndern, wenn Sie könnten? Diese Fragen haben wir uns möglicherweise mal selbst gestellt. 200 Frauen aus aller Welt, berĂŒhmte oder weniger bekannte, wurden diese Fragen im Rahmen des Buchprojektes „200 Frauen – Was uns bewegt“ gestellt. Um die ganze Welt reiste Fotograf Kieran E. Scott, um  diese Frauen vor weißem Leinen zu portrĂ€tieren.

Ashley Judd, links, wurde durch sexuellen Mißbrauch zur Kreuzritterin

Faszinierend und inspirierend sind die Antworten der Frauen auf die fĂŒnf Fragen.

SĂ€ngerin Kimbra aus Neuseeland

Kimbra zum Beispiel sagte, sie wĂŒrde sich selbst verĂ€ndern, die Welt zu retten ist eine Illusion, sie möchte ein besserer, gĂŒtigerer und liebevollerer Mensch werden. NobelpreistrĂ€gerin Jody Williams meinte, Leute, die sich selbst verwirklichen wollen, sollten ihren Hintern in Bewegung setzen, um Menschen zu helfen, die wirklich Hilfe brauchen.

Model und SĂ€ngerin Imany

Model und SĂ€ngerin Imany ließ sich von einem Buch von Simone de Beauvoir beeinflussen, daß sie Herrin ihres Schicksal ist.

Zur Vernissage am letzten Samstag kamen zahlreiche PortrÀtierte und die Initiatoren Blackwell & Ruth sowie Verlegerin Dr. Elizabeth Sandmann, um diese tolle Ausstellung mit dem exklusiven Förderer,  der BMW-Group, zu eröffnen.

Bis zum 26. November 2018 sind die 200 Frauen in der Alten Bayerischen Staatsbank in der Kardinal-Faulhaber-Str. 1 zu sehen, anschließend wandert sie bis zum 14. Dezember in die Technische UniversitĂ€t in der Arcisstrasse 21.

Anschauen, sie ist auch fĂŒr MĂ€nner geeignet!

Die schönsten Herbst-Termine fĂŒr Kunst-, Kulinarik- und Wein-Genießer!

Der Goldene Herbst lĂ€d mich  gerne zum Bergwandern und Spazierengehen ein. Da es frĂŒh dunkel wird, genieße ich es, diverse Kunst-, Wein- und Kulinarik-Festivals aufzusuchen.

Wolf Hamm Perlweiß bei den Highlights in der Residenz

Heute beginnt das Kunst Hightlight in der Residenz MĂŒnchens, die Internationale Kunstmesse  Highlights .   Bis zum 21. Oktober gibt es Antiquarisches, Fotografisches, neue und immer interessante Kunst zu sehen, hingehen!

Brisant: John F. und Bobby Kennedy mit Marolyn Monroe…1962 Foto: Cecil William Stoughton

Jetzt jagd eine Weinprobe die andere. Am 18. Oktober 2018 prĂ€sentiert das Österreichische Burgenland in der MĂŒnchner Tonhalle seine besten Weine mit 70 Winzern. Von 14-16 Uhr dĂŒrfen die Fachleute probieren, anschließend ist bis 20 Uhr fĂŒr alle geöffnet.

ein Genuss-Trio von KĂŒchenchef Andreas Roland von Lump, Stein und KĂŒchenmeister

Am 26. Oktober eröffnet die Frankenweinbar im Alten Hof, genannt Lump, Stein und KĂŒchenmeister, ab 18 Uhr dĂŒrfen alle GĂ€ste  die kulinarischen GenĂŒsse mit dem passenden Frankenwein verkosten. Wie wĂ€re es mit Rotem RĂŒbensalat mit SchafskĂ€se und frischem Koriander, gegrilltem Chicoree mit Kapern und BlauschimmelkĂ€se und Ceviche vom Saibling mit Kokosminzsauce? Die ungewöhnlichen Namen Lump, Stein und KĂŒchenmeister stammen von drei Weinregionen Frankens.

Der Lions Club in Pullach veranstaltet am 26.10. die Wein und Genuß im BĂŒrgerhaus mit Weinen und Köstlichkeiten aus aller Welt. Dabei  unterstĂŒtzt er Kids to Life, ein Zentrum fĂŒr benachteiigte Kinder und Jugendliche.

Der Weinherbst MĂŒnchen vom 26. – 28. Oktober auf der Praterinsel bietet Weine von Mosel, Saar, Ruhr, Ahr und Nahe, aus dem Rheingau, Franken, Rheinhessen, der Pfalz, Baden, WĂŒrttemberg sowie aus Italien, Spanien, Portugal, Frankreich, Österreich, SĂŒdafrika, Chile, Australien, Neuseeland etc. Insgesamt 900 Weine des Jahrgangs 2017 stehen zum Probieren bereit. Bei dem Angebot ist es wichtig, viel Wasser zu trinken und sich vorher eine Grundlage zu verschaffen!

Am 3. November startet fĂŒr zwei Tage wieder mein Lieblings- Foodfestival, die eat&STYLE im Zenith. 150 Aussteller prĂ€sentieren  ihre außergewöhnliche Köstlichkeiten aus regionalen Manufakturen und Ideen zum Thema Essen und Trinken.  Bei den Workshops wine&STYLE lernen die Besucher,  welche Weine zu Schokolade oder KĂ€se passen. DafĂŒr und zum Backen mit Veronique Witzigmann oder Kochen mit Spitzenköchen wie Lucky Maurer oder Sebastian Copien gilt es, sich rechtzeitig anzumelden, am besten online. KĂŒchentricks lernen und selber verkosten bringt unheimlich viel Spaß!

selber kochen, probieren, genießen, die auf der eat&STYLE

Zum SchnĂ€ppchen-Preis von 5 € darf der Genießer unter dem Motto „so schmeckt deine Stadt“ eine SpezialitĂ€t der 8 MĂŒnchner Restaurants verkosten und damit den indviduellen Style der KĂŒche, das Team und die Philosophie kennenlernen. Dabei sind unter anderem Bernd Arold aus dem Gesellschaftsraum, Lilian Schumann und Michael Urban von La BohĂšme, die Sushi-Meister aus dem Kim Sang,  Daniela und Daniel Roch aus dem Essence, und Anh-Thu von Chi Thu. Ein Gericht nach Wahl ist im Eintrittspreis enthalten. Mit lĂ€uft schon jetzt das Wasser im Munde zusammen!

Die grĂ¶ĂŸte Weinmesse, die Forum Vini, findet vom 9. -11. November im MOC statt. 300 Aussteller aus 40 LĂ€ndern laden zum Probieren ihrer Weine, Schaumweine und Delikatessen ein. Wer bei den anderen Weinmessen nicht fĂŒndig wurde, hier wird er oder sie es!  Erstmalig können Fans und solche, die es werden wollen, an der Prominenten-Weinbar an drei Messetagen ausgewĂ€hlte Weine u. a. von GĂ©rard Depardieu, Sting, Francis Ford Coppola oder Matthias Schweighöfer und Joko Winterscheidt kostenlos probieren. Bei den Seminaren kann, wer sich rechtzeitig angemeldet hat, alles ĂŒber Klasse-Weine lernen, mitmachen!