Weihnachtsmarkt-Entspurt auf dem Winter-Tollwood

 So schnell kann es gehen, am nĂ€chsten Wochenende ist schon Weihnachten! Jetzt einfach entspannen und auf dem Wintertollwood gleich nach dem Einhgang die Almrausch-Bar links liegen lassen und die Druidenbar ansteuern Nach Einnahme des Zaubertranks kann nichts mehr schiefgehen, außer man ĂŒbertreibt es. Kein Wunder, daß die Bar wieder den 1. Platz nach dem GrĂŒnen CafĂ© im Esszimmer und dem Saloonium beim Gastro-Publikumspreis gewonnen hat.

Hunger meldet sich, da muß ich die SpĂ€tzle von JĂŒrgenÂŽs SpĂ€tzlehaus probieren. Endlich klebt der Magen vom KĂ€se nicht mehr zusammen, sondern es schmeckt köstlich locker!  Die  „Kochsinnigen“ JĂŒrgen Baren und Alexander Jahou servieren SpĂ€tzle Ratatouille mit GemĂŒse, Spinat oder Asiatisch, die letzteren sind meine Favoriten. Psst, alles ist vegan!

die leckersten SpÀtzle!

Noch Hunger? Der Kaiserschmarrn vom Glocknerhaus ist göttlich und gewann den 3. Gastro-Preis!

Frisch gestĂ€rkt kann man im Weltsalon die empfehlenswerte Kunst-Installation „Schauplatz der Demokratie“ erkunden, denn in diesem Winter lautet das Tollwood-Motto „Wir Alle“.  Kommenden Freitag gibt die Jazzrausch-Bigband ein Benefiz-Konzert mit Jazz-Elektro.

die Band „Strom und Wasser“ , engagiert bei 1000Bruecken, mit tollen Musikern & kritischen Texten spielten im Weltsalon

Im Hexenkessel kann man zu Live-Musik abtanzen, morgen zu Oansno und Donnerstag zu Latino-Rhythmen. Wer noch Weihnachtsgeschenke sucht, sollte den Mercado oder Bazar aufsuchen, mir gefallen die bunten Lampen und Kaffeehaferl am Besten.

Der akrobatische Cirque Éloise performt bis zum 22.12.17 im Grand Chapiteau. Am 24.12.17 schließt das Tollwood, nur der Cavemann verlustiert sich bis zum 30.12.17 im selben Zelt.

Am 31.12.2017 steigt die grosse Tollwood-Sylvesterparty mit DJŽs und Bands wie Rockomotion und Jamaram in allen Zelten, im Grand Chapiteau bringt Hannes RinglstÀtter die GÀste beim Gourmet Menue-Goutieren zum Lachen, Ecco di Lorenzo heizt mit seinen Innersoul  ein. Prosit Neujahr!

 

Der Traum von GĂ€rten statt Autostau

Vor einigen Monaten titelte die Abendzeitung „BĂ€ume statt Autos“ in MĂŒnchen. Ich trĂ€umte beim Vorbeiradeln von GĂ€rten statt parkender und im Stau stehender Autos, deren Abgase ich einatmen durfte. StĂ€ndig wird man von stockendem Verkehr behindert, bedrĂ€ngt und von ignoranten Rechtsabbiegern gefĂ€hrdet. Leider kam ich beim Lesen der Untertitel wieder in die RealitĂ€t zurĂŒck. Es handelt sich um die Sendlinger Straße, die jetzt FußgĂ€ngerzone bleibt.

Wo bleiben wir Radler bei der Diskussion um „MobilitĂ€t“? Wir brauchen keinen Strom, verpesten die Luft nicht und werden von den Politikern bei der Diskussion um „MobilitĂ€t“ gerne ignoriert. Die Innenstadt MĂŒnchens ist so gut wie nicht mit dem Rad zu durchqueren. Auf dem Marienplatz ist der ĂŒbergroße, aufgemalte Radler verschwunden und stattdessen fĂŒr ZweirĂ€der gesperrt. Wer ĂŒber den Viktualienmarkt ausweichen will, landet in einer „FußgĂ€ngerzone“ mit Taxifahrern und Bussen. Radelt man weiter ĂŒber die Sparkassenstraße, zynisch Fahrradstraße genannt, Ă€rgert und wundert man sich ĂŒber rechts und links parkende und auf der Straße fahrende Autos, fĂŒr einen Radweg ist kein Platz.

die Sparkassenstraße, hĂ€misch „Fahrradstraße“ genannt

Der Hauptbahnhof  und das Sendlinger Tor sind mal wieder wegen Bauspellen gesperrt.

Rad-Allee de Luxe in Lima

Nicht nur in Paris kann man einfach ein Rad fĂŒr eine halbe Stunde kostenlos leihen, in Bordeaux, Lima, und Bogota gibt es autofreie Sonntage.  Andere StĂ€dte und LĂ€nder sind erheblich fortschrittlicher, bieten preisgĂŒnstige Radverleihe und zweispurige, vor Autos und FußgĂ€ngern sichere Rad-Alleen wie in Barcelona oder Lima an.

ein Radlertraum-Weg in Barcelona

Diese befinden sich in der Mitte der Straße, die weder von FußgĂ€ngern noch von Autos benutzt werden können. Und MĂŒnchen mit seinen aufgemalten „Radwegen“ nennt sich peinlicherweise Radlhauptstadt! Vom EuropĂ€ischen Gerichtshof wurde MĂŒnchen verpflichtet, den Feinstaub und die Abgasbelastung zu reduzieren, aber eine wirksame Reaktion blieb aus. Laut Umweltbundesamt sterben jĂ€hrlich 45000 Menschen durch die Folgen des Feinstaubs. In keiner Deutschen Großstadt stehen die Autofahrer so lange im Stau wie in MĂŒnchen. China fĂŒhrt ab 2020 eine E-Auto Quote ein, Volvo baut ab 2019 nur noch E-Autos, nur Deutschland besteht auf rĂŒckstĂ€ndige Auto-Nostalgie statt Fortschritt.

die MĂŒnchner Maximilianstraße mit aufgemaltem „Radweg“

Was ist so schön, im Stau zu stehen, Abgase einzuatmen und verzweifelt einen Parkplatz zu suchen ? Nur in Sturttgart ist die Belastung höher als in MĂŒnchen.  Der MVV muß Anreize schaffen, damit mehr Leute auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen. Da ist noch sehr viel Luft nach oben und erheblicher Verbesserungsbedarf vonnöten. Wer am Stadtrand parkt, sollte zum Beispiel gĂŒnstiger mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren dĂŒrfen. Wenn die Autos nur noch ausnahmsweise, wie E-Taxis und Lieferfahrzeuge, in die innere Stadt dĂŒrften wie in der Innenstadt von Bordeaux, gĂ€be es weder Staus noch Schadstoffbelastung.  Nicht nur Radler könnten aufatmen, es gĂ€be Platz und wĂ€re ungefĂ€hrlich, so dass mehr Menschen aufÂŽs Rad umsteigen wĂŒrden.

Statt Autos und zugeparkten Straßen werden Parks und Gartenrestaurants angelegt, Menschen flanieren und entspannen, wĂ€hrend Radfahrer auf vierspurigen, geschĂŒtzten Radwegen viel schneller als frĂŒher Autos anÂŽs Ziel kommen. Was fĂŒr eine LebensqualitĂ€t wĂ€re möglich!

Die Stadt MĂŒnchen hat nun einen Masterplan Luftreinhaltung vom Stadtrat verabschieded, der mit 1 Milliarde! Fördergeldern vom Bund gesponsert wird und Fahrverbote verhindern soll!