Vom Feuer-Dunst in Chiang Dao´s Bergen zum Temple & Radl-Paradies Chiang Rai im Norden Thailands

In Nordthailand gibt es jede Menge Berge und Nationalparks, da hatte ich mir Bergwandern eingebildet. Angekommen, erfuhr ich, daß im März und April nicht nur die Temperaturen besonders nach oben steigen, sondern die Bergsicht fast auf Null sinkt. Ob das auch der Fall wäre, wenn die Felder nicht immer noch verbotenerweise abgebrannt würden?

Ich nahm trotz allem hoffnungsfroh den Bus von Chiang Mai nach Chiang Dao,  inmitten von Bergen. Ich quartierte mich nicht im Ort, sondern in den netten Chiang Dao Huts ein, die zwischen dem Höhlen- und dem auf dem Berg liegenden Wat Tham Pla Plong liegt. Natürlich lieh ich mir ein Fahrrad, um die Gegend zu erkunden.

Die ringsumliegenden Berge lagen im Dunst und der Mount Chiang Dao, den man in zwei Tagen besteigen kann, mußte ausfallen, so schaute ich mir den tollen Höhlentempel an.

Rechts vom Tempel geht eine Treppe zu einem Pfad zu einer anderen Höhle laut Maps me. Es war entspannend, endlich mal im schattigen Wald spazieren zu gehen. Nach einer Weile war der Weg derartig von Bäumen versperrt, dass ich umkehren musste.

Macht nichts, ich radelte zu den etwa fünf schweißtreibende Kilometer entfernten heißen Quellen. Schweigebadet, ließ ich mich erst in voller Montur in den kalten Fluss fallen, dann in den runden Pool der heißen Quellen, herrlich!

Ich traf einen Deutschen, der in dem Bergtempel mit den Mönchen zusammen meditiert, fegt und lebt. So verbrachten wir den Rest des Nachmittags abwechselnd mit abkühlen, aufwärmen und erzählen. Neben den Chiang Dao Huts liegt die Cave Woman Bar, die einzige weit und breit, mit guter Musik und ich traf jeden Abend nette Leute. Am letzten Tag radelte ich zum Eingang vom Tempel Tham Pla Plong und erklomm die 500 Stufen. Alle paar Stufen sind wundervolle, buddhistische Weisheiten zu lesen, so merkte ich die viele Stufen kaum.

Chiang Rai ganz im Norden war mein nächstes Ziel. In der Staatlichen Touisteninformation nahm ich Stadtpläne und eine Karte mit Radtouren mit. Zum White Temple Wat rong khun waren es 20 Kilometer, eigentlich nicht weit, aber bei der Hitze mußte ich schattige Nebenstraßen finden und so immer wieder absteigen, um in maps me nachzuschauen, wo ich weiterfahren musste. Der Temple, gebaut von Chalermchai Kositpipat seit 1996, im Jahre 2070 ist die Fertigstellung geplant;  lohnt jede Anstrengung! Er ist ausschließlich von Spenden finanziert, die nicht höher als 250 € sein dürfen, um unabhängig zu bleiben. Da könnten sich Parteien mal eine Scheibe abschneiden!

Um hinein zu kommen, muss man erst an der „Hölle“ mit seinen verzweifelt ausgestreckten Armen und Totenköpfen vorbei, bevor man den beeindruckenden weißen Tempel betreten kann. Ich musste bei dem Anblick an die vielen Füchtlinge und die Armen dieser Welt denken.

Im Tempel tummeln sich Engel, Teufel und jede Menge Berühmtheiten wie Batmann, Spiderman, Keanu Reeves im Matrix-Kostüm, Michael Jackson und Elvis. Hier ließ ich mir Zeit zum Reflektieren und Nachdenken!

Die 53 Kilometer lange Radtour am Fluss entlang auf Straßen mit wenig Verkehr und viel Schatten kann ich nur wärmstens empfehlen. Rechts und links sind sie von Reisfeldern und  Ananasplantagen gesäumt. Natürlich war ich die einzige Radfahrerin. Da es etwas hügelig war, freute ich mich, ein gutes Mountainbike geliehen zu haben. Bei Ban Ruammit wird immer noch Elefantenreiten angeboten, obwohl bekannt ist, daß es schädlich für ihren Rücken ist. Die armen Dickhäuter standen angekettet in einem Gehege, schade, daß sie sich das gefallen lassen! Das hielt einen Elefanten nicht davon ab, zumindest mit den Rüssel seine Angebete zu knutschen.

Beim Radeln Richtung Norden kam ich auch an einem „Hilltribe-Dorf“ vorbei.

auf dem Weg zum Hilltribe-Dorf…ein sehr selten anzutreffender Radweg nicht nur in Thailand

Eine Tour würde ich nicht buchen, aber da ich schon mal da war, zahlte ich Eintritt, um mir das ganze anzuschauen. Das „Dorf“ der Akha, Yao, Lahu, Kyor und Karen war sehr klein, eigentlich zu klein, um dort 5 Hilltribe-Dörfer unterzubringen.  Als die Chinesische Gruppe zu Ende fotografiert hatte, sprach ich ein Mädchen an, die Thanaka-Paste in ihrem Gesicht hatte. Das ist sehr populär in Myanmar, die Karen kommen auch von dort.

Mit meiner Übersetzer-App konnte ich mich glücklicherweise ein bißchen unterhalten und erfuhr, daß alle Frauen aus diesem Dorf die Halsringe von klein auf tragen, mit dem Alter werden immer mehr Ringe hinzugefügt.  Dadurch werden die Schulter hinuntergedrückt, was den Hals länger erscheinen läßt.  Während sie im Dorf zum Teil selbst-gewebte Schals, Taschen und andere Souvenirs verkaufen und für die Touristen posieren, arbeiten die Männer außerhalb. Viel mehr konnte ich leider nicht erfahren.

Da Blau meine Lieblingsfarbe ist, durfte ein Besuch des Blauen Tempels nicht fehlen. Und er lohnte sich absolut!

Tips für Chiang Dao:

nicht im Ort wohnen, er ist staubig und der Verkehr nicht angenehm, besser in den Chiang Daos Huts mit liebevoll dekoriertem Garten einquartieren, die Zimmer sind sogar noch schöner als die Bungalows,; die Wanderwege und Tempel sind in der Nähe

 

Tips für Chiang Rai:

Ben´s Guesthouse kann ich sehr empfehlen, ruhige Lage, gute Zimmer und Pool, leider wie meistens ohne Schatten

Chat´s Guesthouse liegt sehr zentral, aber das Restaurant fand ich überteuert, an einem Abend wanderte eine Schnecke im Bad, am anderen eine junge Ratte, warscheinlich durch den Abfluss…

Grace Café und Bakery beimOverbrook- Hospital hat den besten und günstigsten Kaffee und fantastische Schokodesserts…, bis 15 Uhr bietet das Vegetarische Restaurant an der Rattanakeat Rd. leckere, nicht überteuerte Thai-Gerichte an, abends ist der Nightmarket empfehlenswert mit Live-Performances und riesiger Auswahl an Thai-Gerichten, die beste Massage gibt´s gegenüber bei Mueng Lanna Massage, nicht teurer, aber besser als die anderen; praktisch wäre die Möglichkeit, das Handy am Lenker zu befestigen, um nicht absteigen zu müssen, um maps me anzuschauen

 

 

Nachhaltigkeit Thai-Style mit Leidenschaft & Gourmet-Genüssen im Khum Lanna Eco-Resort, Thailand

Phrao liegt nur knapp ein bis zwei Stunden nördlich vom abgasschwangeren Chiang Mai, die ideale Oase ist das Khum Lanna EcoResort. Vor fast zwanzig Jahren fingen die Besitzer Rachet Wapeetha und seine Frau Yaowanith Boonchoosilp an, ein Holzhäuschen mit vierZimmern zu vermieten, jetzt befindet sich unter dem Gebäude die Rice for Life Ausstellung, die Rachet gerne erklärt. Nicht nur 12 gemütliche Zimmer sind es mehr geworden, sie haben auch einen beneidenswerten, wild aussehenden Bio-Gemüse- und Obstgarten angelegt, in dem zu jeder Saison frische Früchte, Kräuter und Gemüse die Küche erfreuen.

Das Tollste sind die für die Thailändische Küche notwendigen Kräuter wie zum Beispiel Zitronengras und Bergamottblätter, die bei Europäischen Temperaturen gar nicht sprießen.

Frau Yaowanith erklärt uns die Zutaten für die Thailändischen Gerichte

Da passte es natürlich hervorragend, daß Frau Yaowanith Thailändische Kochkurse anbietet. Wie es sich als exzellente Köchin gehört, sprach sie sehr zur Freude des Französischen Pärchens im Kochkurs, fließend Französisch. Die Küche ist professionell mit allem ausgerüstet, was das Kochherz begehrt und erklärt in Bildern, aber auch auf Englisch, Französisch und sogar Deutsch die Kräuter und Gemüsearten.

bei der Zubereitung des Currys…

So lernten wir die Zubereitung von Frühingsrollen, Tom Kha Gai  und Curry mit Reis, selbstverständlich mit Zutaten aus eigenem Garten. Anders als in vielen Thai-Garküchen und Restaurants werden alle Kräuter kleingeschnitten, so daß man alles mitessen kann. Da lief uns das Wasser im Munde zusammen. Zum Dinner durften wir dann unsere Köstlichkeiten vernaschen!

vegetarisch lecker: Frühlingsrollen, Tom Kha Gai und Curry à la Kum Lanna

Am Tag vorher radelte mit mir Rachet Wapeetha, ihr Ehemann, zu den umliegenden Tempeln, einer Bio– und einer Pilzfarm,  wo ich sah, wie die Engels- , „Woodear“- und Shitakepilze natürlich gezüchtet werden.

Weiter auf der Zuckerrohrfarm wurde erst das Zuckerrohr geschält, die Schalen gleich zum Befeuern genutzt. Dann wurde das Zuckerrohr zerstoßen und gepresst, die Füssigkeit in den großen Töpfen aufgekocht und der Schaum abgeschöpft. Nach mehrmaligem Aufkochen wird die braune Soße auf ein Brett mit zuckerstückengroßen Löchern gegossen und geschabt. Nach 10 Minuten sind die Stückchen fest und man schüttelt sie raus, fertig sind die rein natürlichen Zuckerrohrbonbons, beziehungsweise Würfel.

Von den Entwicklungsprojekten des verstorbenen Königs Bhumibol inspiriert, engagiert sich das Khum Lanna Resort sehr für Nachhaltigkeit. In Zusammenarbeit mit den Dörfern der Umgebung haben sie Bäume gepflanzt, die Bienenstöcke geschützt und eine Aufstellung von benötigtem Saatgut auf ihre Facebookseite gestellt, die sie noch benötigen, um weiter Wald und Wiesen aufzuforsten.

Aktiv-Urlaub wird im Khum Lanna großgeschrieben, so wurden wir um 5 Uhr 30 geweckt, um zum lokalen Markt in der Umgebung zu radeln, der bereits um 7 Uhr morgens schließt. Die Einheimischen kaufen jetzt schon ein, bevor sie zur Arbeit gehen. Darunter sind auch gewöhnungsbedürftige Ameiseneier inklusive einige noch herumwandernde Ameisen, frischer geht´s nicht!

Anschließend bereiteten wir das Mittagsessen, bestehend aus Papaya-Salat, ohne Ameisen, vor. Da lief mir beim Anblick der Zutaten; geraspelte grüne Papaya und Karotten, man kann auch Gurken und oder Melonen verwenden, geschälter Knoblauch, grüne Chillies, grüne Bohnen, Limonen, Anchovissauce, Tomaten, Tamarindensauce, gerösteter Erdnüsse und Palmzucher schon das Wasser im Munde zusammen! Nicht-Vegetarier wie dieThais fügen noch die fast überall präsente Fischsauce und getrocknete Shrimps hinzu.

Klar, dass ich mir zum Abschluß die Thai-Massage mit heißen Kräutern zur Entspannung gönnte!

Tips für´s Khum Lanna Resort:

per Songthaew kommt man für 60 Baht oder mit dem Minibus für 80 von Chiang Mai´s kleinem Busbahnhof Chang Phuak, nördlich vom historischen Zentrum, in weiniger als 1 1/2 Stunden nach Phrao, von dort wird man auf Wunsch abgeholt, dem Busfahrer unbedingt sagen, daß er einen bei Phrao´s Busbahnhof absetzen soll, sonst landet man wie ich irgendwo auf der Straße.

Gottseidank traf ich auf Pim, die Rached Wapaatha kannte! Der holte mich dann bei ihrem Proud-Coffee(Poomjai-Coffee) Stand ab, wo ich ihren superleckeren Capuccino probierte, absolut empfehlenswert! Leider gab es ihn in Plastikbechern (ich hatte meinen eigenen -Becher dabei!). Der Stand ist gegenüber der Kaisokorn-Bank, gleich um die Ecke vom Busbahnhof

Pim bei der Chai-Latte Zubereitung

Es lohnt sich, ein paar Tage zu bleiben, es gibt genügend Interessantes zu sehen und zu tun im Khum Lanna Resort und Umgebung! Für´s Bergwandern und die dazugehörige Aussicht war es Mitte März leider zu neblig und diesig, erst ab Juni wird die Sicht besser.

 

Radeln im Tempel-Park von Sukhothai, Thai-Massage lernen in Chiang Mai

Nach Überquerung der Burmesisch-Thailandischen Grenze bei Mae Sot war es nicht so einfach, den passenden Bus nach Sukhotai zu finden, erst mussten ein Kanadier, der in Chengdu, China, Jazz! unterrrichtet und ich uns ein Taxi teilen, um zum Busbahnhof zu kommen. In Thailand war es eine halbe Stunden früher, so hätten wir fast noch unseren Bus verpasst. Ich quartierte mich gleich in der Nähe des Busbahnhofs von Neu-Sukhotai im Siri-Guesthaus ein.

Von hier nahm ich am nächsten Morgen einen Songtheow nach Old-Sukhotai und von dort lieh ich mir ein Rad für 30 Baht. Im Park gab es erfeulicherweise viele Bäume und kein Auto- oder Motorradverkehr, so brachte es viel Spaß, die Tempel per Rad zu erkunden.

Überflüssigerweise gab es gelegentlich einen vorbeifahrenden Minibus, der die zahlenden Mitfahrer aufgabelte, die unpraktischerweise auf ihn warten mussten.

auch die Schulklasse hatte viel Spaß auf den Tempeln

Am Nachmittag hörte ich bei einem nahen Tempel Musik und sah eine Menschenmenge sich dazu elegant bewegen. Beim Näherkommen wurde ich ebenfalls aufgefordert, mitzutanzen. Die Thais waren begeistert und ein Mann brachte mir eine kalte, sehr süße Flüssigkeit, die ich unauffällig verschwinden lassen mußte. Nach mehreren Tempel-Umrundungen wurde es mir zu heiß und ich begab mich wieder nach Neu-Sukothai per Bus.

Weiter nach Chiang Mai brauchte der bequeme Bus nur ca. zwei Stunden, die ich sehr genoß nach den furchtbaren Straßen und Bussen in Mynamar! Der Verkehr ist unangenehm stauanfallig, aber  die kleinen Seitengassen im Historischen Zentrum sind schattig und fast Auto- und Motorradfrei, ideal zum Radfahren.

Zufällig war Vollmond und ein Tempel veranstaltete ein Fest, bei dem die Mönche unzählige, schwimmende Kerzen anzündeten.  Ich kaufte wie viele Thais ein Blumenbouquet, mit dem ich dreimal den Tempel umrundete und mir etwas wünschte. Ob der Wunsch wohl in Erfüllung geht?

Die Altstadt scheint neben einigen schönen Tempeln ausschließlich aus Massagesalons und Travelagencys zu bestehen, die alle das übliche wie Elephant-Riding oder -Camp; das letztere ist eher zu empfehlen, da die hin- und herwackelnden Gestelle, auf denen die Touristen sitzen, den Rücken des Elefanten schädigen; Besuchen von Wasserfällen, Höhlen und der Hilltribe-Dörfer, wo die Einwohner wie im Zoo begafft und fotograiert werden und „Flight like a gibbon“, wo man sich im „Dschungel“ an einem elastischen Seil zum Affen schwingen kann.

Ich wollte die Thai-Massage erlernen, so entschied ich  mich für die Old Medical Hospital Massageschool, die sich an dem Physiotherapisten Buddhas, dem „Father Doctor“ Jivaka Komarabhacca orientiert.  Die Thai-Massage ist von der Indischen Ayurvedischen Lehre inspiriert und eine Kombination aus Akupressur der Energie-Meridian-Punkte sowie eine dem Yoga-angelehnte Dehnung. Sie ist eher Energie- statt Körper-Arbeit, um den natürlichen Heilungsprozess zu stimulieren. Das ist sowohl für den Kunden als auch für den Masseur anstrengend.

Zuerst zeigte uns unser Lehrer 15 Positionen, die wir dann an den anderen Teilnehmern ausprobieren durften. Es war alles andere als einfach, sich das alles zu merken! Jeden Tag kamen neue Massagegriffe hinzu, insgesamt 56 in drei Tagen.

die Prüfung ist geschafft!

Am vierten Tag übten wir noch einmal die Praxis, bis wir am fünften Tag geprüft wurden und statt diesem opulenten Blumenstrauß wie die Thai-Kinder, unser Zertifikat bekamen.

Thai-Kinder bekommen bei bestandenem Examens dieses besondere Geschenk, genau auf die Blüten und die Scheinchen schauen!

Mein absolutes Highlight in Chiang Mai war die exzellente Ausstellung in der Seescape Gallery von „Lucktospestive“ von Luck Maisalee, die leider nur noch bis zum 18.März 2018 läuft.

 

„the last supper“ von Leonardo da Vinci, neu interpretiert als the last drunker von Luck Maisalee in der Seescape Gallery, Chang Mai

Tips für Sukhothai und Chiang Mai:

gleich am Busbahnhof von Neu-Sukhothai kann ich das Siri Siri Guesthouse mit sauberen, günstigen Zimmern empfehlen, leicht mit Mapsme zu finden, das Poo-Restaurant nicht weit entfernt an der Hauptstraße hat leckere Küche, mit dem Songtheow kommt man  für 30 Baht nach Alt-Sukhothai  und kann dort ein Rad leihen

In Chiang Mai hatte ich ein sehr schönes, sauberes Zimmer mit schnellem Wifi und Kühlschrank in Grit´s Guesthaus, wer andere Reisende kennenlernen möchte, ist in Julie´s Guesthaus an der richtigen Adresse, die Zimmer sind allerdings weniger schön, gemütlich sitzt man ohne zuviel Abgase in Kat´s Kitchen und kann die tolle Küche unter bunten Lampions genießen, statt die Abgase am Nightmarket an der starkbefahrenen Ringstraße einzuatmen und dort die gleichen Preise zu zahlen…

Abgase inklusive im Nightmarket an der Ringstraße um das Historische Zentrum, Chang Mai

Keine Lust auf zu viele Touristen? Der Kad Manee Market, 5 Minuten mit dem Rad südlich vom historischen Zentrum ist ein netter Food-Nightmarket mit Matten auf dem Boden und kleinen Tischen, wo man sich seinen Hotpot im geborgten Tontopf selber brutzelt.

Im „Art of Paradise“ kann groß und klein surrealistische Fotos ausprobieren, eine schöne Abkühlung und ein Riesenspaß, besonders, wenn man zu mehreren ist! Unbedingt vorher den Handy-Akku aufladen, da die App einen hohen Verbrauch hat.

 

Luftkur & Abkühlung im Flussparadies Sukantara Cascade, Thailand

40 Minuten Fahrt von Chiang Mai entfernt liegt diese Oase der Ruhe, nur der Fluss rauscht in Kaskaden den Berg hinunter. Endlich, nach fünf  Wochen anstrengendem Reisen quer durch Myanmar und ein paar Tagen Sukhotai und Chiang Mai tut es gut, endlich mal frische Luft zu schnappen, um der Hitze, dem Staub und den fast allgegenwärtigen Abgasen zu entkommen.

Die Sukantara Cascade Anlage besticht durch ihr natürliches  Design ganz aus Teak-Holz, liebevoll bis in´s Detail dekoriert, mit vielen Elefanten-Skulpturen, die sich scheinbar im Garten aalen und sogar Stühlen im Elefanten-Design.

Besitzer Somporn Suganasil entdeckte diese Skulturen auf Chang Mai´s Märkten.

mit Besitzer Somporn Suganasil

Natur pur ist hier angesagt. Ich machte ein bißchen Canyoning, das heißt, ich kletterte im Fluss herum und erkundete die umliegenden Waldwege. Für die längere Wanderung zum großen Wasserfall bekam ich gottseidank einen Guide, sonst hätte ich mich hoffnungslos verlaufen. Unter dem Wasserfall wehte es und kühlte merklich ab, daher verzichtete ich auf eine Ganzkörperdusche.

eine Schwalldusche zur Abkühlung erwartete mich

Abends probierte ich als das leckere Veggie-Curry mit süffigem, weißen Hauswein aus Thailand.

Dinner im Sukantara Cascades

Jeden Morgen wird hier heftig geturtelt, zumindest unter den Enten und Pfauen…

Also empfehle ich, seine Familie oder Flirt- beziehungsweise Lebenspartner selber mitzubringen…

Tips:

Wie beschrieben wird das Naturerlebnis und die Ruhe groß geschrieben, Entertainment muss man anderswo suchen. Am besten reist man mit eigenem Auto an, dann kann man eigenständig die Gegend erkunden. Natürlich wird man auf Wunsch auch von Chiang Mai abgeholt.  Abends wird es recht kühl und da sich das Restaurant draußen befindet, unbedingt ein warme Jacke mitnehmen. Die Häuser haben Moskitoscreens an den Fenstern, so kann man diese erfeulicherweise nachts offen lassen, Decken zum Wärmen sind selbstverständlich inklusve!

25 Stunden im Burma-Bus nach Mrauk U, Rakhine State

Von Bagan nach Mrauk U, zurück nach Yangoon und über Hpa An zur Thailändischen Grenze

Erst seit kurzem dürfen Ausländer mit dem Bus nach Mrauk U fahren. Es liegt im Rakhine State, dessen Landschaft Rudyard Kipling zum Dschungelbuch inspiriert haben soll. 1430 von König Mong Saw Mon gegründet, war die Hauptdstadt 350 Jahre ein Zentrum für Kunst, Kultur und Handel mit Portugiesen, Holländern und Arabien. Erst 1785 wurde Mrauk U von einem Birmanischen König durch Verrat erobert und nachdem die Briten 1826 ihren Verwaltungssitz nach Sittwe verlegten, damit bedeutungslos.

Ich durfte mich also in Bagan mit anderen Burmesen vier Stunden lang in einen Minibus quetschen. In Magwe mußte ich dann drei Stunden Zeit im Restaurant totschlagen, bis ein großer Bus mich nach Mrauk U mitnahm. Es gab immerhin Decken und als mein Vordermann die Rückenlehne zurückklappte, mußte ich dies auch tun, um nicht meine Knie zu zerdrücken. Diese konnte ich sogar etwas ausstrecken, rutschte nach einiger Zeit nach unten, um mich anschließend wieder aufzurichten. So wurde es mir in der Nacht nicht langweilig. Vor lauter Müdigkeit nickte ich trotz ununterbrochenem Geruckel und Serpentinen ohne Ende sogar gelegentlich ein.

Am nächsten Vormittag schälte ich mich gerädert aus dem Sitz, reckte müde meine verspannten Glieder und nahm ein Taxi zum Guesthouse. Nach einer kalten Dusche fühlte ich mich erstaunlich fit genug, mir ein Rad zu leihen, um die Umgebung zu erkunden.

Mrauk U ist ein netter Ort, ideal zum Radfahren. Auf wenigen Straßen wird der Radler von hupenden Autos und Motorrädern belästigt. Herrlich, sich auf den zum Teil schattigen Wegen zu verirren!

So entdeckte ich diverse Tempel und einen wunderschönen, friedlichen See.

Nur zum Guesthouse zurück zu finden war schrierig, da die Einheimischen mir keine genauen Angaben machen konnten und ich mich völlig verfahren hatte. Der Sonnenuntergang war etwas vernebelt und diesig, die Zeit für schöne Schnappschüsse war gerade ungünstig, egal, ich traf einen Franzosen und zwei Burmesische Fofografen, die mir vom Yangoon Photo Festival erzählten.

Zurück nach Yangoon braucht der Bus 25 Stunden! Lieber hätte ich im 25hours Hotel genächtigt und mich hinbeamen lassen, leider ist das immer noch Zukunftsmusik. So landete ich im bisher schlechtesten Bus in Myanmar. Eng, ohne Platz für meine Beine, ohne Decke, stattdessen Staubwirbel, die durchs Fenster eine Staublunge förderten, daher kamen wohl die Husten- und ekligen Spuckanfälle der Einheimischen; war die Fahrt eine harte Prüfung . Die steinharte Lehne bereitete mir noch tagelang Schmerzen.

Mrauk U, photo by Edgar Mc Tressin, im Mahabandoola Park

Angekommen, weckte mich die tolle Ausstellung im Mahabandoola Park des Yangoon Photo Festivals über Cultural Heritage, Burmese Photographers and World Press Photos wieder auf.

Yangoon Photo Festival Ausstellung

Am Abend wurden die besten Myanmar Photo Stories im Institut Francais de Birmanie ausgezeichnet. Ein absolutes Highlight für mich waren die bewegenden Geschichten Myanmars und die Ausstellung von Profifotografen über Afghanistan, die Früchtlingswelle nach Europa und die Drogenmorde in den Philippinen.

Idylle an Hpa Ans Fluss

Zeit, weiter nach Hpa An über die Thailändische Grenze zu kommen. Hier bekam ich einen wunderbaren, bequemen Bus, der nur 6 Stunden brauchte! Ich blieb nur einen Tag, da ich ja schon mal dort war, und radelte in der glühenden Hitze, leider ohne viel Schatten, bis zu einer mit unzähligen Buddhas gefüllten Höhle, um mich dann im kühlen Naturpool mit planschenden Einheimischen abzukühlen, herrlich!

Höhle bei Hpa An
Sonnenuntergang in Hpa An

Tips für Mrauk U:

das Happy Garden hat schöne Bungalows für 15000 Kyat und ein nettes Restaurant

das Nice Meal Restaurant ist total überteuert und der „Service“ interessiert sich hauptsächlich für Indische Schmalzfilme

die Tempel lassen sich leicht mit dem Rad erkunden, beim Busticketkauf darauf bestehen, einen neuen, guten Bus zu bekommen! Ich kaufte an dem „Bus Station“ Stand gegenüber dem Mrauk U Luxus Hotel mein Ticket, kann ich nicht empfehlen, versuchen, ein Online-Ticket zu kaufen

Tips für Hpa an:

einen Ausflug zu den Höhlen und dem „James Bond Felsen“ machen

das Golden Sky Guesthouse hat den schönsten Flussblick von der Terrasse und passable, günstige Zimmer mehr über Hpa An hier