Vom Feuer-Dunst in Chiang Dao¬īs Bergen zum Temple & Radl-Paradies Chiang Rai im Norden Thailands

In Nordthailand gibt es jede Menge Berge und Nationalparks, da hatte ich mir Bergwandern eingebildet. Angekommen, erfuhr ich, da√ü im M√§rz und April nicht nur die Temperaturen besonders nach oben steigen, sondern die Bergsicht fast auf Null sinkt. Ob das auch der Fall w√§re, wenn die Felder nicht immer noch verbotenerweise abgebrannt w√ľrden?

Ich nahm trotz allem hoffnungsfroh den Bus von Chiang Mai nach Chiang Dao,¬† inmitten von Bergen. Ich quartierte mich nicht im Ort, sondern in den netten Chiang Dao Huts ein, die zwischen dem H√∂hlen- und dem auf dem Berg liegenden Wat Tham Pla Plong liegt. Nat√ľrlich lieh ich mir ein Fahrrad, um die Gegend zu erkunden.

Die ringsumliegenden Berge lagen im Dunst und der Mount Chiang Dao, den man in zwei Tagen besteigen kann, mußte ausfallen, so schaute ich mir den tollen Höhlentempel an.

Rechts vom Tempel geht eine Treppe zu einem Pfad zu einer anderen Höhle laut Maps me. Es war entspannend, endlich mal im schattigen Wald spazieren zu gehen. Nach einer Weile war der Weg derartig von Bäumen versperrt, dass ich umkehren musste.

Macht nichts, ich radelte zu den etwa f√ľnf schwei√ütreibende Kilometer entfernten hei√üen Quellen. Schweigebadet, lie√ü ich mich erst in voller Montur in den kalten Fluss fallen, dann in den runden Pool der hei√üen Quellen, herrlich!

Ich traf einen Deutschen, der in dem Bergtempel mit den M√∂nchen zusammen meditiert, fegt und lebt. So verbrachten wir den Rest des Nachmittags abwechselnd mit abk√ľhlen, aufw√§rmen und erz√§hlen. Neben den Chiang Dao Huts liegt die Cave Woman Bar, die einzige weit und breit, mit guter Musik und ich traf jeden Abend nette Leute. Am letzten Tag radelte ich zum Eingang vom Tempel Tham Pla Plong und erklomm die 500 Stufen. Alle paar Stufen sind wundervolle, buddhistische Weisheiten zu lesen, so merkte ich die viele Stufen kaum.

Chiang Rai ganz im Norden war mein n√§chstes Ziel. In der Staatlichen Touisteninformation nahm ich Stadtpl√§ne und eine Karte mit Radtouren mit. Zum White Temple Wat rong khun waren es 20 Kilometer, eigentlich nicht weit, aber bei der Hitze mu√üte ich schattige Nebenstra√üen finden und so immer wieder absteigen, um in maps me nachzuschauen, wo ich weiterfahren musste. Der Temple, gebaut von Chalermchai Kositpipat seit 1996, im Jahre 2070 ist die Fertigstellung geplant;¬† lohnt jede Anstrengung! Er ist ausschlie√ülich von Spenden finanziert, die nicht h√∂her als 250 ‚ā¨ sein d√ľrfen, um unabh√§ngig zu bleiben. Da k√∂nnten sich Parteien mal eine Scheibe abschneiden!

Um hinein zu kommen, muss man erst an der „H√∂lle“ mit seinen verzweifelt ausgestreckten Armen und Totenk√∂pfen vorbei, bevor man den beeindruckenden wei√üen Tempel betreten kann. Ich musste bei dem Anblick an die vielen F√ľchtlinge und die Armen dieser Welt denken.

Im Tempel tummeln sich Engel, Teufel und jede Menge Ber√ľhmtheiten wie Batmann, Spiderman, Keanu Reeves im Matrix-Kost√ľm, Michael Jackson und Elvis. Hier lie√ü ich mir Zeit zum Reflektieren und Nachdenken!

Die 53 Kilometer lange Radtour am Fluss entlang auf Stra√üen mit wenig Verkehr und viel Schatten kann ich nur w√§rmstens empfehlen. Rechts und links sind sie von Reisfeldern und¬† Ananasplantagen ges√§umt. Nat√ľrlich war ich die einzige Radfahrerin. Da es etwas h√ľgelig war, freute ich mich, ein gutes Mountainbike geliehen zu haben. Bei Ban Ruammit wird immer noch Elefantenreiten angeboten, obwohl bekannt ist, da√ü es sch√§dlich f√ľr ihren R√ľcken ist. Die armen Dickh√§uter standen angekettet in einem Gehege, schade, da√ü sie sich das gefallen lassen! Das hielt einen Elefanten nicht davon ab, zumindest mit den R√ľssel seine Angebete zu knutschen.

Beim Radeln Richtung Norden kam ich auch an einem „Hilltribe-Dorf“ vorbei.

auf dem Weg zum Hilltribe-Dorf…ein sehr selten anzutreffender Radweg nicht nur in Thailand

Eine Tour w√ľrde ich nicht buchen, aber da ich schon mal da war, zahlte ich Eintritt, um mir das ganze anzuschauen. Das „Dorf“ der Akha, Yao, Lahu, Kyor und Karen war sehr klein, eigentlich zu klein, um dort 5 Hilltribe-D√∂rfer unterzubringen.¬† Als die Chinesische Gruppe zu Ende fotografiert hatte, sprach ich ein M√§dchen an, die Thanaka-Paste in ihrem Gesicht hatte. Das ist sehr popul√§r in Myanmar, die Karen kommen auch von dort.

Mit meiner √úbersetzer-App konnte ich mich gl√ľcklicherweise ein bi√üchen unterhalten und erfuhr, da√ü alle Frauen aus diesem Dorf die Halsringe von klein auf tragen, mit dem Alter werden immer mehr Ringe hinzugef√ľgt.¬† Dadurch werden die Schulter hinuntergedr√ľckt, was den Hals l√§nger erscheinen l√§√üt.¬† W√§hrend sie im Dorf zum Teil selbst-gewebte Schals, Taschen und andere Souvenirs verkaufen und f√ľr die Touristen posieren, arbeiten die M√§nner au√üerhalb. Viel mehr konnte ich leider nicht erfahren.

Da Blau meine Lieblingsfarbe ist, durfte ein Besuch des Blauen Tempels nicht fehlen. Und er lohnte sich absolut!

Tips f√ľr Chiang Dao:

nicht im Ort wohnen, er ist staubig und der Verkehr nicht angenehm, besser in den Chiang Daos Huts mit liebevoll dekoriertem Garten einquartieren, die Zimmer sind sogar noch schöner als die Bungalows,; die Wanderwege und Tempel sind in der Nähe

 

Tips f√ľr Chiang Rai:

Ben¬īs Guesthouse kann ich sehr empfehlen, ruhige Lage, gute Zimmer und Pool, leider wie meistens ohne Schatten

Chat¬īs Guesthouse liegt sehr zentral, aber das Restaurant fand ich √ľberteuert, an einem Abend wanderte eine Schnecke im Bad, am anderen eine junge Ratte, warscheinlich durch den Abfluss…

Grace Caf√© und Bakery beimOverbrook- Hospital hat den besten und g√ľnstigsten Kaffee und fantastische Schokodesserts…, bis 15 Uhr bietet das Vegetarische Restaurant an der Rattanakeat Rd. leckere, nicht √ľberteuerte Thai-Gerichte an, abends ist der Nightmarket empfehlenswert mit Live-Performances und riesiger Auswahl an Thai-Gerichten, die beste Massage gibt¬īs gegen√ľber bei Mueng Lanna Massage, nicht teurer, aber besser als die anderen; praktisch w√§re die M√∂glichkeit, das Handy am Lenker zu befestigen, um nicht absteigen zu m√ľssen, um maps me anzuschauen

 

 

Nachhaltigkeit Thai-Style mit Leidenschaft & Gourmet-Gen√ľssen im Khum Lanna Eco-Resort, Thailand

Phrao liegt nur knapp ein bis zwei Stunden n√∂rdlich vom abgasschwangeren Chiang Mai, die ideale Oase ist das Khum Lanna EcoResort. Vor fast zwanzig Jahren fingen die Besitzer Rachet Wapeetha und seine Frau Yaowanith Boonchoosilp an, ein Holzh√§uschen mit vierZimmern zu vermieten, jetzt befindet sich unter dem Geb√§ude die Rice for Life Ausstellung, die Rachet gerne erkl√§rt. Nicht nur 12 gem√ľtliche Zimmer sind es mehr geworden, sie haben auch einen beneidenswerten, wild aussehenden Bio-Gem√ľse- und Obstgarten angelegt, in dem zu jeder Saison frische Fr√ľchte, Kr√§uter und Gem√ľse die K√ľche erfreuen.

Das Tollste sind die f√ľr die Thail√§ndische K√ľche notwendigen Kr√§uter wie zum Beispiel Zitronengras und Bergamottbl√§tter, die bei Europ√§ischen Temperaturen gar nicht sprie√üen.

Frau Yaowanith erkl√§rt uns die Zutaten f√ľr die Thail√§ndischen Gerichte

Da passte es nat√ľrlich hervorragend, da√ü Frau Yaowanith Thail√§ndische Kochkurse anbietet. Wie es sich als exzellente K√∂chin geh√∂rt, sprach sie sehr zur Freude des Franz√∂sischen P√§rchens im Kochkurs, flie√üend Franz√∂sisch. Die K√ľche ist professionell mit allem ausger√ľstet, was das Kochherz begehrt und erkl√§rt in Bildern, aber auch auf Englisch, Franz√∂sisch und sogar Deutsch die Kr√§uter und Gem√ľsearten.

bei der Zubereitung des Currys…

So lernten wir die Zubereitung von Fr√ľhingsrollen, Tom Kha Gai¬† und Curry mit Reis, selbstverst√§ndlich mit Zutaten aus eigenem Garten. Anders als in vielen Thai-Gark√ľchen und Restaurants werden alle Kr√§uter kleingeschnitten, so da√ü man alles mitessen kann. Da lief uns das Wasser im Munde zusammen. Zum Dinner durften wir dann unsere K√∂stlichkeiten vernaschen!

vegetarisch lecker: Fr√ľhlingsrollen, Tom Kha Gai und Curry √† la Kum Lanna

Am Tag vorher radelte mit mir Rachet Wapeetha, ihr Ehemann, zu den umliegenden Tempeln, einer Bio– und einer Pilzfarm,¬† wo ich sah, wie die Engels- , „Woodear“- und Shitakepilze nat√ľrlich gez√ľchtet werden.

Weiter auf der Zuckerrohrfarm wurde erst das Zuckerrohr gesch√§lt, die Schalen gleich zum Befeuern genutzt. Dann wurde das Zuckerrohr zersto√üen und gepresst, die F√ľssigkeit in den gro√üen T√∂pfen aufgekocht und der Schaum abgesch√∂pft. Nach mehrmaligem Aufkochen wird die braune So√üe auf ein Brett mit zuckerst√ľckengro√üen L√∂chern gegossen und geschabt. Nach 10 Minuten sind die St√ľckchen fest und man sch√ľttelt sie raus, fertig sind die rein nat√ľrlichen Zuckerrohrbonbons, beziehungsweise W√ľrfel.

Von den Entwicklungsprojekten des verstorbenen K√∂nigs Bhumibol inspiriert, engagiert sich das Khum Lanna Resort sehr f√ľr Nachhaltigkeit. In Zusammenarbeit mit den D√∂rfern der Umgebung haben sie B√§ume gepflanzt, die Bienenst√∂cke gesch√ľtzt und eine Aufstellung von ben√∂tigtem Saatgut auf ihre Facebookseite gestellt, die sie noch ben√∂tigen, um weiter Wald und Wiesen aufzuforsten.

Aktiv-Urlaub wird im Khum Lanna gro√ügeschrieben, so wurden wir um 5 Uhr 30 geweckt, um zum lokalen Markt in der Umgebung zu radeln, der bereits um 7 Uhr morgens schlie√üt. Die Einheimischen kaufen jetzt schon ein, bevor sie zur Arbeit gehen. Darunter sind auch gew√∂hnungsbed√ľrftige Ameiseneier inklusive einige noch herumwandernde Ameisen, frischer geht¬īs nicht!

Anschlie√üend bereiteten wir das Mittagsessen, bestehend aus Papaya-Salat, ohne Ameisen, vor. Da lief mir beim Anblick der Zutaten;¬†geraspelte gr√ľne Papaya und Karotten, man kann auch Gurken und oder Melonen verwenden, gesch√§lter Knoblauch, gr√ľne Chillies, gr√ľne Bohnen, Limonen, Anchovissauce, Tomaten, Tamarindensauce, ger√∂steter Erdn√ľsse und Palmzucher schon das Wasser im Munde zusammen! Nicht-Vegetarier wie dieThais f√ľgen noch die fast √ľberall pr√§sente Fischsauce und getrocknete Shrimps hinzu.

Klar, dass ich mir zum Abschluß die Thai-Massage mit heißen Kräutern zur Entspannung gönnte!

Tips f√ľr¬īs Khum Lanna Resort:

per Songthaew kommt man f√ľr 60 Baht oder mit dem Minibus f√ľr 80 von Chiang Mai¬īs kleinem Busbahnhof Chang Phuak, n√∂rdlich vom historischen Zentrum, in weiniger als 1 1/2 Stunden nach Phrao, von dort wird man auf Wunsch abgeholt, dem Busfahrer unbedingt sagen, da√ü er einen bei Phrao¬īs Busbahnhof absetzen soll, sonst landet man wie ich irgendwo auf der Stra√üe.

Gottseidank traf ich auf Pim, die Rached Wapaatha kannte! Der holte mich dann bei ihrem Proud-Coffee(Poomjai-Coffee) Stand ab, wo ich ihren superleckeren Capuccino probierte, absolut empfehlenswert! Leider gab es ihn in Plastikbechern (ich hatte meinen eigenen -Becher dabei!). Der Stand ist gegen√ľber der Kaisokorn-Bank, gleich um die Ecke vom Busbahnhof

Pim bei der Chai-Latte Zubereitung

Es lohnt sich, ein paar Tage zu bleiben, es gibt gen√ľgend Interessantes zu sehen und zu tun im Khum Lanna Resort und Umgebung! F√ľr¬īs Bergwandern und die dazugeh√∂rige Aussicht war es Mitte M√§rz leider zu neblig und diesig, erst ab Juni wird die Sicht besser.

 

Radeln im Tempel-Park von Sukhothai, Thai-Massage lernen in Chiang Mai

Nach √úberquerung der Burmesisch-Thailandischen Grenze bei Mae Sot war es nicht so einfach, den passenden Bus nach Sukhotai zu finden, erst mussten ein Kanadier, der in Chengdu, China, Jazz! unterrrichtet und ich uns ein Taxi teilen, um zum Busbahnhof zu kommen. In Thailand war es eine halbe Stunden fr√ľher, so h√§tten wir fast noch unseren Bus verpasst. Ich quartierte mich gleich in der N√§he des Busbahnhofs von Neu-Sukhotai im Siri-Guesthaus ein.

Von hier nahm ich am n√§chsten Morgen einen Songtheow nach Old-Sukhotai und von dort lieh ich mir ein Rad f√ľr 30 Baht. Im Park gab es erfeulicherweise viele B√§ume und kein Auto- oder Motorradverkehr, so brachte es viel Spa√ü, die Tempel per Rad zu erkunden.

√úberfl√ľssigerweise gab es gelegentlich einen vorbeifahrenden Minibus, der die zahlenden Mitfahrer aufgabelte, die unpraktischerweise auf ihn warten mussten.

auch die Schulklasse hatte viel Spaß auf den Tempeln

Am Nachmittag h√∂rte ich bei einem nahen Tempel Musik und sah eine Menschenmenge sich dazu elegant bewegen. Beim N√§herkommen wurde ich ebenfalls aufgefordert, mitzutanzen. Die Thais waren begeistert und ein Mann brachte mir eine kalte, sehr s√ľ√üe Fl√ľssigkeit, die ich unauff√§llig verschwinden lassen mu√üte. Nach mehreren Tempel-Umrundungen wurde es mir zu hei√ü und ich begab mich wieder nach Neu-Sukothai per Bus.

Weiter nach Chiang Mai brauchte der bequeme Bus nur ca. zwei Stunden, die ich sehr genoß nach den furchtbaren Straßen und Bussen in Mynamar! Der Verkehr ist unangenehm stauanfallig, aber  die kleinen Seitengassen im Historischen Zentrum sind schattig und fast Auto- und Motorradfrei, ideal zum Radfahren.

Zuf√§llig war Vollmond und ein Tempel veranstaltete ein Fest, bei dem die M√∂nche unz√§hlige, schwimmende Kerzen anz√ľndeten.¬† Ich kaufte wie viele Thais ein Blumenbouquet, mit dem ich dreimal den Tempel umrundete und mir etwas w√ľnschte. Ob der Wunsch wohl in Erf√ľllung geht?

Die Altstadt scheint neben einigen sch√∂nen Tempeln ausschlie√ülich aus Massagesalons und Travelagencys zu bestehen, die alle das √ľbliche wie Elephant-Riding oder -Camp; das letztere ist eher zu empfehlen, da die hin- und herwackelnden Gestelle, auf denen die Touristen sitzen, den R√ľcken des Elefanten sch√§digen; Besuchen von Wasserf√§llen, H√∂hlen und der Hilltribe-D√∂rfer, wo die Einwohner wie im Zoo begafft und fotograiert werden und „Flight like a gibbon“, wo man sich im „Dschungel“ an einem elastischen Seil zum Affen schwingen kann.

Ich wollte die Thai-Massage erlernen, so entschied ich¬† mich f√ľr die Old Medical Hospital Massageschool, die sich an dem Physiotherapisten Buddhas, dem „Father Doctor“ Jivaka Komarabhacca orientiert.¬† Die Thai-Massage ist von der Indischen Ayurvedischen Lehre inspiriert und eine Kombination aus Akupressur der Energie-Meridian-Punkte sowie eine dem Yoga-angelehnte Dehnung. Sie ist eher Energie- statt K√∂rper-Arbeit, um den nat√ľrlichen Heilungsprozess zu stimulieren. Das ist sowohl f√ľr den Kunden als auch f√ľr den Masseur anstrengend.

Zuerst zeigte uns unser Lehrer 15 Positionen, die wir dann an den anderen Teilnehmern ausprobieren durften. Es war alles andere als einfach, sich das alles zu merken! Jeden Tag kamen neue Massagegriffe hinzu, insgesamt 56 in drei Tagen.

die Pr√ľfung ist geschafft!

Am vierten Tag √ľbten wir noch einmal die Praxis, bis wir am f√ľnften Tag gepr√ľft wurden und statt diesem opulenten Blumenstrau√ü wie die Thai-Kinder, unser Zertifikat bekamen.

Thai-Kinder bekommen bei bestandenem Examens dieses besondere Geschenk, genau auf die Bl√ľten und die Scheinchen schauen!

Mein absolutes Highlight in Chiang Mai war die exzellente Ausstellung in der Seescape Gallery von „Lucktospestive“ von Luck Maisalee, die leider nur noch bis zum 18.M√§rz 2018 l√§uft.

 

„the last supper“ von Leonardo da Vinci, neu interpretiert als the last drunker von Luck Maisalee in der Seescape Gallery, Chang Mai

Tips f√ľr Sukhothai und Chiang Mai:

gleich am Busbahnhof von Neu-Sukhothai kann ich das Siri Siri Guesthouse mit sauberen, g√ľnstigen Zimmern empfehlen, leicht mit Mapsme zu finden, das Poo-Restaurant nicht weit entfernt an der Hauptstra√üe hat leckere K√ľche, mit dem Songtheow kommt man¬† f√ľr 30 Baht nach Alt-Sukhothai¬† und kann dort ein Rad leihen

In Chiang Mai hatte ich ein sehr sch√∂nes, sauberes Zimmer mit schnellem Wifi und K√ľhlschrank in Grit¬īs Guesthaus, wer andere Reisende kennenlernen m√∂chte, ist in Julie¬īs Guesthaus an der richtigen Adresse, die Zimmer sind allerdings weniger sch√∂n, gem√ľtlich sitzt man ohne zuviel Abgase in Kat¬īs Kitchen und kann die tolle K√ľche unter bunten Lampions genie√üen, statt die Abgase am Nightmarket an der starkbefahrenen Ringstra√üe einzuatmen und dort die gleichen Preise zu zahlen…

Abgase inklusive im Nightmarket an der Ringstraße um das Historische Zentrum, Chang Mai

Keine Lust auf zu viele Touristen? Der Kad Manee Market, 5 Minuten mit dem Rad s√ľdlich vom historischen Zentrum ist ein netter Food-Nightmarket mit Matten auf dem Boden und kleinen Tischen, wo man sich seinen Hotpot im geborgten Tontopf selber brutzelt.

Im „Art of Paradise“ kann gro√ü und klein surrealistische Fotos ausprobieren, eine sch√∂ne Abk√ľhlung und ein Riesenspa√ü, besonders, wenn man zu mehreren ist! Unbedingt vorher den Handy-Akku aufladen, da die App einen hohen Verbrauch hat.

 

Luftkur & Abk√ľhlung im Flussparadies Sukantara Cascade, Thailand

40 Minuten Fahrt von Chiang Mai entfernt liegt diese Oase der Ruhe, nur der Fluss rauscht in Kaskaden den Berg hinunter. Endlich, nach f√ľnf¬† Wochen anstrengendem Reisen quer durch Myanmar und ein paar Tagen Sukhotai und Chiang Mai tut es gut, endlich mal frische Luft zu schnappen, um der Hitze, dem Staub und den fast allgegenw√§rtigen Abgasen zu entkommen.

Die Sukantara Cascade Anlage besticht durch ihr nat√ľrliches¬† Design ganz aus Teak-Holz, liebevoll bis in¬īs Detail dekoriert, mit vielen Elefanten-Skulpturen, die sich scheinbar im Garten aalen und sogar St√ľhlen im Elefanten-Design.

Besitzer Somporn Suganasil entdeckte diese Skulturen auf Chang Mai¬īs M√§rkten.

mit Besitzer Somporn Suganasil

Natur pur ist hier angesagt. Ich machte ein bi√üchen Canyoning, das hei√üt, ich kletterte im Fluss herum und erkundete die umliegenden Waldwege. F√ľr die l√§ngere Wanderung zum gro√üen Wasserfall bekam ich gottseidank einen Guide, sonst h√§tte ich mich hoffnungslos verlaufen. Unter dem Wasserfall wehte es und k√ľhlte merklich ab, daher verzichtete ich auf eine Ganzk√∂rperdusche.

eine Schwalldusche zur Abk√ľhlung erwartete mich

Abends probierte ich als das leckere Veggie-Curry mit s√ľffigem, wei√üen Hauswein aus Thailand.

Dinner im Sukantara Cascades

Jeden Morgen wird hier heftig geturtelt, zumindest unter den Enten und Pfauen…

Also empfehle ich, seine Familie oder Flirt- beziehungsweise Lebenspartner selber mitzubringen…

Tips:

Wie beschrieben wird das Naturerlebnis und die Ruhe gro√ü geschrieben, Entertainment muss man anderswo suchen. Am besten reist man mit eigenem Auto an, dann kann man eigenst√§ndig die Gegend erkunden. Nat√ľrlich wird man auf Wunsch auch von Chiang Mai abgeholt.¬† Abends wird es recht k√ľhl und da sich das Restaurant drau√üen befindet, unbedingt ein warme Jacke mitnehmen. Die H√§user haben Moskitoscreens an den Fenstern, so kann man diese erfeulicherweise nachts offen lassen, Decken zum W√§rmen sind selbstverst√§ndlich inklusve!

Herzlichen Dank an das Sukantara Cascade!

25 Stunden im Burma-Bus nach Mrauk U, Rakhine State

Von Bagan nach Mrauk U, zur√ľck nach Yangoon und √ľber Hpa An zur Thail√§ndischen Grenze

Erst seit kurzem d√ľrfen Ausl√§nder mit dem Bus nach Mrauk U fahren. Es liegt im Rakhine State, dessen Landschaft Rudyard Kipling zum Dschungelbuch inspiriert haben soll. 1430 von K√∂nig Mong Saw Mon gegr√ľndet, war die Hauptdstadt 350 Jahre ein Zentrum f√ľr Kunst, Kultur und Handel mit Portugiesen, Holl√§ndern und Arabien. Erst 1785 wurde Mrauk U von einem Birmanischen K√∂nig durch Verrat erobert und nachdem die Briten 1826 ihren Verwaltungssitz nach Sittwe verlegten, damit bedeutungslos.

Ich durfte mich also in Bagan mit anderen Burmesen vier Stunden lang in einen Minibus quetschen. In Magwe mu√üte ich dann drei Stunden Zeit im Restaurant totschlagen, bis ein gro√üer Bus mich nach Mrauk U mitnahm. Es gab immerhin Decken und als mein Vordermann die R√ľckenlehne zur√ľckklappte, mu√üte ich dies auch tun, um nicht meine Knie zu zerdr√ľcken. Diese konnte ich sogar etwas ausstrecken, rutschte nach einiger Zeit nach unten, um mich anschlie√üend wieder aufzurichten. So wurde es mir in der Nacht nicht langweilig. Vor lauter M√ľdigkeit nickte ich trotz ununterbrochenem Geruckel und Serpentinen ohne Ende sogar gelegentlich ein.

Am n√§chsten Vormittag sch√§lte ich mich ger√§dert aus dem Sitz, reckte m√ľde meine verspannten Glieder und nahm ein Taxi zum Guesthouse. Nach einer kalten Dusche f√ľhlte ich mich erstaunlich fit genug, mir ein Rad zu leihen, um die Umgebung zu erkunden.

Mrauk U ist ein netter Ort, ideal zum Radfahren. Auf wenigen Straßen wird der Radler von hupenden Autos und Motorrädern belästigt. Herrlich, sich auf den zum Teil schattigen Wegen zu verirren!

So entdeckte ich diverse Tempel und einen wunderschönen, friedlichen See.

Nur zum Guesthouse zur√ľck zu finden war schrierig, da die Einheimischen mir keine genauen Angaben machen konnten und ich mich v√∂llig verfahren hatte. Der Sonnenuntergang war etwas vernebelt und diesig, die Zeit f√ľr sch√∂ne Schnappsch√ľsse war gerade ung√ľnstig, egal, ich traf einen Franzosen und zwei Burmesische Fofografen, die mir vom Yangoon Photo Festival erz√§hlten.

Zur√ľck nach Yangoon braucht der Bus 25 Stunden! Lieber h√§tte ich im 25hours Hotel gen√§chtigt und mich hinbeamen lassen, leider ist das immer noch Zukunftsmusik. So landete ich im bisher schlechtesten Bus in Myanmar. Eng, ohne Platz f√ľr meine Beine, ohne Decke, stattdessen Staubwirbel, die durchs Fenster eine Staublunge f√∂rderten, daher kamen wohl die Husten- und ekligen Spuckanf√§lle der Einheimischen; war die Fahrt eine harte Pr√ľfung . Die steinharte Lehne bereitete mir noch tagelang Schmerzen.

Mrauk U, photo by Edgar Mc Tressin, im Mahabandoola Park

Angekommen, weckte mich die tolle Ausstellung im Mahabandoola Park des Yangoon Photo Festivals √ľber Cultural Heritage, Burmese Photographers and World Press Photos wieder auf.

Yangoon Photo Festival Ausstellung

Am Abend wurden die besten Myanmar Photo Stories im Institut Francais de Birmanie ausgezeichnet. Ein absolutes Highlight f√ľr mich waren die bewegenden Geschichten Myanmars und die Ausstellung von Profifotografen √ľber Afghanistan, die Fr√ľchtlingswelle nach Europa und die Drogenmorde in den Philippinen.

Idylle an Hpa Ans Fluss

Zeit, weiter nach Hpa An √ľber die Thail√§ndische Grenze zu kommen. Hier bekam ich einen wunderbaren, bequemen Bus, der nur 6 Stunden brauchte! Ich blieb nur einen Tag, da ich ja schon mal dort war, und radelte in der gl√ľhenden Hitze, leider ohne viel Schatten, bis zu einer mit unz√§hligen Buddhas gef√ľllten H√∂hle, um mich dann im k√ľhlen Naturpool mit planschenden Einheimischen abzuk√ľhlen, herrlich!

Höhle bei Hpa An
Sonnenuntergang in Hpa An

Tips f√ľr Mrauk U:

das Happy Garden hat sch√∂ne Bungalows f√ľr 15000 Kyat und ein nettes Restaurant

das Nice Meal Restaurant ist total √ľberteuert und der „Service“ interessiert sich haupts√§chlich f√ľr Indische Schmalzfilme

die Tempel lassen sich leicht mit dem Rad erkunden, beim Busticketkauf darauf bestehen, einen neuen, guten Bus zu bekommen! Ich kaufte an dem „Bus Station“ Stand gegen√ľber dem Mrauk U Luxus Hotel mein Ticket, kann ich nicht empfehlen, versuchen, ein Online-Ticket zu kaufen

Tips f√ľr Hpa an:

einen Ausflug zu den H√∂hlen und dem „James Bond Felsen“ machen

das Golden Sky Guesthouse hat den sch√∂nsten Flussblick von der Terrasse und passable, g√ľnstige Zimmer mehr √ľber Hpa An hier