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Radeln im Tempel-Park von Sukhothai, Thai-Massage lernen in Chiang Mai

Nach Überquerung der Burmesisch-Thailandischen Grenze bei Mae Sot war es nicht so einfach, den passenden Bus nach Sukhotai zu finden, erst mussten ein Kanadier, der in Chengdu, China, Jazz! unterrrichtet und ich uns ein Taxi teilen, um zum Busbahnhof zu kommen. In Thailand war es eine halbe Stunden früher, so hätten wir fast noch unseren Bus verpasst. Ich quartierte mich gleich in der Nähe des Busbahnhofs von Neu-Sukhotai im Siri-Guesthaus ein.

Von hier nahm ich am nächsten Morgen einen Songtheow nach Old-Sukhotai und von dort lieh ich mir ein Rad für 30 Baht. Im Park gab es erfeulicherweise viele Bäume und kein Auto- oder Motorradverkehr, so brachte es viel Spaß, die Tempel per Rad zu erkunden.

Überflüssigerweise gab es gelegentlich einen vorbeifahrenden Minibus, der die zahlenden Mitfahrer aufgabelte, die unpraktischerweise auf ihn warten mussten.

auch die Schulklasse hatte viel Spaß auf den Tempeln

Am Nachmittag hörte ich bei einem nahen Tempel Musik und sah eine Menschenmenge sich dazu elegant bewegen. Beim Näherkommen wurde ich ebenfalls aufgefordert, mitzutanzen. Die Thais waren begeistert und ein Mann brachte mir eine kalte, sehr süße Flüssigkeit, die ich unauffällig verschwinden lassen mußte. Nach mehreren Tempel-Umrundungen wurde es mir zu heiß und ich begab mich wieder nach Neu-Sukothai per Bus.

Weiter nach Chiang Mai brauchte der bequeme Bus nur ca. zwei Stunden, die ich sehr genoß nach den furchtbaren Straßen und Bussen in Mynamar! Der Verkehr ist unangenehm stauanfallig, aber  die kleinen Seitengassen im Historischen Zentrum sind schattig und fast Auto- und Motorradfrei, ideal zum Radfahren.

Zufällig war Vollmond und ein Tempel veranstaltete ein Fest, bei dem die Mönche unzählige, schwimmende Kerzen anzündeten.  Ich kaufte wie viele Thais ein Blumenbouquet, mit dem ich dreimal den Tempel umrundete und mir etwas wünschte. Ob der Wunsch wohl in Erfüllung geht?

Die Altstadt scheint neben einigen schönen Tempeln ausschließlich aus Massagesalons und Travelagencys zu bestehen, die alle das übliche wie Elephant-Riding oder -Camp; das letztere ist eher zu empfehlen, da die hin- und herwackelnden Gestelle, auf denen die Touristen sitzen, den Rücken des Elefanten schädigen; Besuchen von Wasserfällen, Höhlen und der Hilltribe-Dörfer, wo die Einwohner wie im Zoo begafft und fotograiert werden und „Flight like a gibbon“, wo man sich im „Dschungel“ an einem elastischen Seil zum Affen schwingen kann.

Ich wollte die Thai-Massage erlernen, so entschied ich  mich für die Old Medical Hospital Massageschool, die sich an dem Physiotherapisten Buddhas, dem „Father Doctor“ Jivaka Komarabhacca orientiert.  Die Thai-Massage ist von der Indischen Ayurvedischen Lehre inspiriert und eine Kombination aus Akupressur der Energie-Meridian-Punkte sowie eine dem Yoga-angelehnte Dehnung. Sie ist eher Energie- statt Körper-Arbeit, um den natürlichen Heilungsprozess zu stimulieren. Das ist sowohl für den Kunden als auch für den Masseur anstrengend.

Zuerst zeigte uns unser Lehrer 15 Positionen, die wir dann an den anderen Teilnehmern ausprobieren durften. Es war alles andere als einfach, sich das alles zu merken! Jeden Tag kamen neue Massagegriffe hinzu, insgesamt 56 in drei Tagen.

die Prüfung ist geschafft!

Am vierten Tag übten wir noch einmal die Praxis, bis wir am fünften Tag geprüft wurden und statt diesem opulenten Blumenstrauß wie die Thai-Kinder, unser Zertifikat bekamen.

Thai-Kinder bekommen bei bestandenem Examens dieses besondere Geschenk, genau auf die Blüten und die Scheinchen schauen!

Mein absolutes Highlight in Chiang Mai war die exzellente Ausstellung in der Seescape Gallery von „Lucktospestive“ von Luck Maisalee, die leider nur noch bis zum 18.März 2018 läuft.

 

„the last supper“ von Leonardo da Vinci, neu interpretiert als the last drunker von Luck Maisalee in der Seescape Gallery, Chang Mai

Tips für Sukhothai und Chiang Mai:

gleich am Busbahnhof von Neu-Sukhothai kann ich das Siri Siri Guesthouse mit sauberen, günstigen Zimmern empfehlen, leicht mit Mapsme zu finden, das Poo-Restaurant nicht weit entfernt an der Hauptstraße hat leckere Küche, mit dem Songtheow kommt man  für 30 Baht nach Alt-Sukhothai  und kann dort ein Rad leihen

In Chiang Mai hatte ich ein sehr schönes, sauberes Zimmer mit schnellem Wifi und Kühlschrank in Grit´s Guesthaus, wer andere Reisende kennenlernen möchte, ist in Julie´s Guesthaus an der richtigen Adresse, die Zimmer sind allerdings weniger schön, gemütlich sitzt man ohne zuviel Abgase in Kat´s Kitchen und kann die tolle Küche unter bunten Lampions genießen, statt die Abgase am Nightmarket an der starkbefahrenen Ringstraße einzuatmen und dort die gleichen Preise zu zahlen…

Abgase inklusive im Nightmarket an der Ringstraße um das Historische Zentrum, Chang Mai

Keine Lust auf zu viele Touristen? Der Kad Manee Market, 5 Minuten mit dem Rad südlich vom historischen Zentrum ist ein netter Food-Nightmarket mit Matten auf dem Boden und kleinen Tischen, wo man sich seinen Hotpot im geborgten Tontopf selber brutzelt.

Im „Art of Paradise“ kann groß und klein surrealistische Fotos ausprobieren, eine schöne Abkühlung und ein Riesenspaß, besonders, wenn man zu mehreren ist! Unbedingt vorher den Handy-Akku aufladen, da die App einen hohen Verbrauch hat.