Samaipata, das entspannte Wanderparadies in Bolivien

Vagabundo hieß das Hostel, in dem ich mich im 3000 Seelen-Ort Samaipata einquartierte und am nĂ€chsten Tag gleich ein Upgrade in ein Appartment mit Balkon und Salon inklusive KĂŒche bekam, da das Hostel mit Gruppen voll wurde. AusgerĂŒstet mit AktivitĂ€ten-Infos von Besitzer Thomas, machte ich mich auf den Weg zum nahen „Hausberg“. Nur ein PĂ€rchen und drei Pferde kreutzten meinen Weg mit tollem Ausblick auf die unliegenden Berge. Herrlich, mal abgasfreie Luft zu schnuppern!

Am nĂ€chsten Tag traf ich auf Elena und wir machten uns auf eine 15 Kilometer-Wanderung. Es war heiß, einmal liefen wir zu weit und unsere Wasserflaschen leerten sich, als wir ein GebĂ€ude entdeckten mit einer offenen TĂŒr. Es war ein Laden und die VerkĂ€uferin fĂŒllte gratis unsere Flaschen auf. Gerettet, dachten wir auf dem RĂŒckweg, der nicht enden wollte. An jeder Kurve hoffte wir auf einen Blick auf Samaipata, Pustekuchen!

KĂŒhe statt Wasser

Da hörten wir ein Auto hinter uns, eine Ambulanz. Noch brauchten wir keine und wurden hochtot im Gesicht und verschwitzt mitgenommen. Gehörig durchgeschĂŒttelt stellte ich mir vor,  wie ein Kranker bei dem Geschaukel leiden mĂŒĂŸte.

auf dem Weg nach el Fuente

Lockere 9 Kilometer per pedes die wenig befahrene Straße entlang, inklusive wunderschönen Aussichten, trafen wir auf El Fuente, ein PrĂ€kolumbianisches UNESCO Welt Kultur-Erbe, wo Spanier, Incas und ChanĂ©s sich wegen der strategisch gĂŒnstigen Höhenlage bekĂ€mpften. Es war nett, den Weg entlang zu laufen und gegenĂŒber die Berge des Amboro Nationalparks zu entdecken, wo sich dunkle Wolken zusammenbrauten. Da ging ich lieber etwas schneller zum Eingang zurĂŒck. Gute Idee! Der Regen ließ nicht auf sich warten und wir hatten GlĂŒck, ein Jeep brachte uns fĂŒr einen sehr gĂŒnstigen Preis zurĂŒck nach Samaipata, wĂ€hrend der Regen auf das Autodach prasselte.

el Fuente, sieht aus wie ein riesiges, auf-dem-Bauch-liegendes Wesen aus Stein

Seitdem ließen sich die dunklen Wolken in Samaipata nicht mehr vertreiben und ich ĂŒberlegte am nĂ€chsten Tag, ob ich mich einem Ausflug zum Amboro Nationalpark anschließen sollte. Die Straßen waren grottenschlecht, da nĂŒtzte unserem Fahrer sein 4-Radantrieb-Aufkleber nichts mehr. Der Wagen schlitterte und rutschte gefĂ€hrlich ĂŒber die schlammige Straße, bis wir festsaßen und 3mal aussteigen durften, um zu schieben, bis es nicht mehr weiterging.

Das andere Auto mit echtem 4-Radantrieb kam zurĂŒck, wer weiter wollte, mußte trotzdem 2 Stunden lĂ€nger hin- und zurĂŒck durch den Schlamm wandern plus 4 Stunden durch den Park. Ich hatte die Nase voll, da ich den Transport zum Park bezahlt hatte und das andere Auto brachte mich und eine Brasilianerin zurĂŒck. Erst nach langen Diskussionen mit der Agentur Michael Blindinger bekam ich die HĂ€lfte meiner Zahlung zurĂŒck, die Besitzerin behauptete immer wieder, unser Wagen hĂ€tte einen Vierradantrieb. Seltsam, daß sich nur die die HinterrĂ€der bewegen konnten…

Samaipata Tours bot eine Wander-Tour von der anderen Seite des Amboro-Parks am nÀchsten Tag an und diese war fantastisch. Verschwitzt vom Auf- und Abwandern samt atemberaubender Aussicht konnten wir uns dann in den WasserfÀllen erfrischen.

am Tag danach…

An meinem letzten Tag feierten wir im La BohĂšme meinen letzten Abend mit Wein, Bier, Live-Musik und Tanz, so mancher ging gar nicht erst in Bett…

Tipps fĂŒr Samaipata:

AusflĂŒge:

Viele Wanderungen kann man auf eigene Faust machen, so zum Beispiel nach el Fuente,  hin und zurĂŒck sind es etwa 18 Kilometer, das Museum im Ort kann man sich sparen

In den Nationalpark Amboro darf man nur mit einem Guide, wer die Wege nicht kennt, dĂŒrfte sich dort verirren, unbedingt Wanderschuhe anziehen!

Zoo el refugio

per kurzem Fußweg von Samaipata zu erreichen ist der el Refugio, dort werden verletzte Tiere aufgepĂ€ppelt.

so anschmiegsam kann ein Stachelschwein sein!

Es bringt unheimlich Spaß, heumzulaufen und in den Gehegen die frei herumlaufenden, scheuen, Lianen-schwingenden KapuzinerĂ€ffchen, freche Tukans, die Rafael an der Nase pickten, Hasen und Lamas zu beobachen, mit anschmiegsamen Stachelschweinen und NasenbĂ€ren zu kuscheln sowie an der schwingenden Strickleiter herunterzuklettern.

blitzschnell ist die Banane weg…

Unterkunft:

Vagabundo ist ideal fĂŒr Alleinreisende, um Gleichgesinnte kennenzulernen, hat gĂŒnstige, aber hellhörige Zimmer, mit zum Teil renovierungsbedĂŒrftigen Gemeinschafts-BĂ€dern, wer in einer Gruppe reist, sollte versuchen, in dem Appartment mit 3 Zimmern unter zu kommen,  gutes Wifi dort im Salon und im Hostel im FrĂŒhstĂŒcksraum an der Straße

Das Landhaus ist auch schön, allerdings schwierig zu reservieren, da auf emails nicht geantwortet wurde, eher fĂŒr Familien, Gruppen oder PĂ€rchen geeignet

in Restaurants & Cafés vegetarisch essen:

Café Arte ist wunderschön bemalt, hat leckere KaffeespezialitÀten und auch vegetarische Snacks und Kuchen, das Wifi funktioniert schnell!

La Chacana hat eine gute vegetarische Auswahl, auch fĂŒr das gĂŒnstige Menu del Dia, schmeckt besonders gut mit dem sĂŒffigen, Bolivianischem Teruno Aranjuez Rotwein

La cocina hat saftigen Falafel und andere schmackhafte, orientalische SpezialitĂ€ten, wem es dort wegen des Neonlichts und der LautstĂ€rke zu ungemĂŒtlich ist, kann sich sein Essen auch inÂŽs La BohĂšme bringen lassen, das sich abends in eine nette Bar verwandelt

Hin- und Weiterfahrt:

geht mit einem langsamen, großen oder einem schnelleren Kleinbus, der erst fĂ€hrt, wenn er voll ist, mit Wartezeit ist zu rechnen, Sonntags fĂ€hrt er nur vormittags, der große Bus um 14 Uhr

Cochabamba, Dinosaurier-Spuren & Grand Canyon in Tototoro

Saurier haben sich offensichtlich in Bolivien sehr wohl gefĂŒhlt, so viele Spuren hinterließen sie hier.

Der Saurierpark in Sucre hatte mich neugierig gemacht, ich wollte mehr sehen und begab mich nach Cochabamba. Von hier geht ein Minibus, wenn sich genug Mitfahrer einfinden, nach Torotoro, wo es mehr Dinosaurerfußspuren geben soll. Als ich gegen 9 Uhr eintraf, dauerte es nur eine halbe Stunde und der Bus war voll. Kaum hatten wir Cochabamba hinter uns gelassen, durften wir uns ĂŒber die mit Steinen gepflasterte Landstraße schaukeln und rattern lassen. Die Aussicht war schön, nur irgendwie schien die Fahrt keine Ende zu nehmen. Nach gefĂŒhlt 5 Stunden waren wir da, ich quartierte mich im Eden Hostel ein und erfuhr, welche Wanderungen auch ohne Guide möglich waren.

Also tigerte ich los und suchte vergeblich nach den Dino-Spuren. So lief ich weiter bis zum Eingang des Nationalparks, bis es anfing, krĂ€ftig zu hageln. Ich musste unter einem Baum ausharren, bis der Regen weniger wurde und lief zur Unterkunft zurĂŒck.

Das Unwetter verzog sich so schnell, wie es angefangen hatte. Ich zog mich um und brach wieder auf. Maps Me leitete mich wieder an dieselbe Stelle hinter der BrĂŒcke kurz nach dem Ortsausgang, die eingezĂ€unt war. Links davon war ein winziger Pfad zu sehen, ich kletterte herunter und siehe da, von unterhalb konnte ich die Dinosaurier-FußabdrĂŒcke im Stein sehen, faszinierend!

Torotoro ist ein nettes, kleines Dorf aus Stein, abends sitzt man auf SteinbrĂŒstungen und schaut, was nicht passiert.

das anscheinend immer geschlossene Dinosaurier-Museum in Torotoro

Vegetarisch essen ist nicht in Mode, als musste ich zwangslĂ€ufig auf die einzige „Pizzeria“ ausweichen, in der andere Touristen aßen. Die Pasta war eßbar, hatte mit Italienischer KĂŒche nicht viel zu tun wie so oft in Bolivien.

diese traumhafte Landschaft sÀumte meinen Weg

Am nĂ€chsten Morgen beschloß ich, nicht auf eine Gruppe zu warten, sondern allein los zu marschieren, schließlich hatte ich am Vortag fast die halbe Strecke zur Aussicht auf den Canyon hinter mich gebracht. Da hielt mich eine Frau in tradtioneller Kleidung auf, ich dĂŒrfe hier nur mit einem Guide herumlaufen. Warum, konnte sie mir nicht beantworten. Hier wird sogar in der Natur streng kontrolliert!

die Spuren des grĂ¶ĂŸten Dinosauriers und Vegetariers der Welt!

Kurze Kletterpartien spĂ€ter wurde ich dann von einem Guide mit 3 Franzosen aufgehalten, der mich ĂŒberredete, mich ihnen anzuschließen. Der Guide zeigte uns Spuren von dem grĂ¶ĂŸten, fast 18 meter langem Dinosaurier.

Die Aussicht auf den schwindelerregenden14 Kilometer langen Canyon erinnerte mich an Bilder vom Grand Canyon in den USA.

nichts fĂŒr Höhenkranke, hier geht es schwindelig in die Tiefe!

Dann kletterten wir hinunter weiter nach unten, sprangen mehrmals glitschend und springend ĂŒber den Fluß, das hĂ€tte ich alleine nicht geschafft! Gottseidank hatte ich meine Wanderschuhe angezogen. Oben war es heiß, hier unten wurde mir zu kĂŒhl, um wie die anderen im Fluss zu plantschen. Die wollten gar nicht aufhören, mich beschlich das GefĂŒhl, es wĂŒrde  bald von oben duschen…

Wir brachen irgendwann auf, erklommen den Canyon und sahen die fotogenen Regenwolken hinter uns. Wir legten einen Zahn zu, trotz meines Regencapes wurde ich wieder nass. Im Eden Hostel reservierten sie mir einen Platz im Bus, wo es hieß, es wĂ€re nur noch einer frei. Tja, warten mußte ich dann noch mindestens 2 Stunden, da einige Passagiere absagten. Nach schier unendlichen dreieinhalb Stunden errreichten wir Cochabamba.

Im Ort herrschte ein horrender Verkehrsinfarkt, so fand ich das Spazierengehen stressig und sehr unangenehm fĂŒr meine Atemwege. Rad fahren nur sehr wenige. Ich lieh mir eins, um die außerhalb liegenden zweispurigen Radewege zu erkunden.

so muß ein Radweg aussehen!

Ich genoss es, die praktisch leeren Wege mit Aussicht auf die Stadt am Berg der San Christobal-Statue entlang um den See zu gondeln. Hier sollen schon Radler ĂŒberfallen worden sein, ich sah nur 3 FußgĂ€nger und 2 Sicherheitsleute. Wer die stark befahrenen Straßen meidet, kommt auch so ganz gut durch Cochabamba per pedes oder Rad.

Am nĂ€chsten Tag machte ich eine Radtour etwas außerhalb zu einer Biofarm in Apote. NatĂŒrlich verfranzte ich mich, mußte einen furchtbaren Schotterweg entlanggondeln und wurde noch von einem Hund gebissen, bis ich sie fand. Alle Hunde in Bolivien klĂ€ffen jeden Vorbeigehenden an, anscheinend, damit es nicht zu ruhig wird. Gottseidank war der Hundebiss nicht weiter schlimm und der Besitzer gab mir Alkohol zum Abtupfen.

Auf der Farm Granja Polen erstand ich BiokĂ€se. Brot, gĂŒnstiges Natur-Yoghurt, von dem ich nicht genug kriegen kann und eine ZahnbĂŒrste aus Bambus statt Plastik. Junge Bolivianer kaufen hier ein. Zufrieden radelte ich zurĂŒck, diesmal auf einem einfachen Weg, der gleich auf eine Teerstraße mĂŒndete, gottseidank!

Tipps:

Unterkunft: Das Jaguar House hat sehr schöne, saubere Zimmer und Dorms, nettes, hilfsbereites Personal, liegt zentral beim Prado-Boulevard, Wasser lĂ€ĂŸt sich umweltfreundlich gegen eine geringe GebĂŒhr auffĂŒllen und Alleinreisende können andere kennenlernen!

Vegetarisch Essen: der Markt 25 de Mayo hat eine tolle, preiswerte Auswahl, hier drĂ€ngeln sich die Einheimischen bis zum frĂŒhen Nachmittag,

Vida Sana an der Paza de la Mujer, Ecke Avenida Aniceto Arce gegenĂŒber dem bemalten Barbershop in einer Halle wird leckere, Veggie-KĂŒche serviert zum unschlagbar gĂŒnstigem Preis!

wer gemĂŒtlich entspannen will, ist im wunderschön dekorierten Typica CafĂ© in der Calle Espana nahe dem Prado an der richtigen Adresse, guter Kaffee, Weiß-, Winter- und Quinoa-Bier mit kleinen Snacks versĂŒĂŸen die Zeit mit Musik von Elvis, Janis Joplin und mehr…

Café Typica

SehenswĂŒrdigkeiten: Die 34,2 Meter große Christobal de la Concordia-Statue mit 32,8 Meter Armspannweite inklusive Aussicht auf die Stadt lĂ€ĂŸt sich mit 1399 Stufen erklimmen oder fĂŒr Faule mit der Seilbahn erreichen, es gibt viele Kirchen und Museen zu besichtigen, leider sind diese oft von 12-15 Uhr und Montags geschlossen wie so viele GeschĂ€fte auch

Eher fĂŒr Kinder: der eingezĂ€unte Family Park am Fluss, wie es sich gehört, mit wenig BĂ€umen, dafĂŒr mit mehr Attraktionen: Wasserfontainen mit Lichtspielen und Musik zum Nassmachen und Spaß haben

 

Bolivianisch-feuchter Karneval und Dinosaurier bei Sucre

Karneval in Uyuni und Sucre, Dinosaurierspuren in Sucre

Nach der anstrengenden WĂŒstentour gönnte ich mir 2 Tage Ruhe beim Karneval in Ayuni. In Orosi soll zwar der tollste Karneval stattfinden, aber so kurzfristig konnte ich keine Unterkunft erkunden. In einer Straße versammelten sich die Einheimischen mit StĂŒhlen bewaffnet, von denen immer welche ewig frei blieben. Aber wehe, wir, ein Ungarischer RumĂ€nisch-Deutscher, der in Frankreich lebt und ich wagten es, uns mal auf die leeren Sitzgelegenheiten zu setzen! Da wurde gleich gepetzt und gemeckert, nur die HandtĂŒcher haben noch gefehlt.

Dann bewegte sich etwas, Vereine, Clubs, merkwĂŒrdig-, aber auch traditionell gekleidete „Compadres“ liefen oder tanzten ĂŒber die Straße. In den vielen Pausen stĂ€rkten wir uns mit Bier. Die kleinsten Kinder waren mit Schaumpistolen bewaffnet und machten davon quietschend Gebrauch.

Puma- und Condor-TraditionskostĂŒm

Abends, wir hatten schon einige Biere intus, ging es endlich weiter in diversen Clubs mit Eintrittspreisen wie in MĂŒnchen, zum Teil auch nur privat. Wir schafften es, in die „Compadres“ Party zu gelangen,  wurden ausgiebig betrachtet, anschließend zum  Bier eingeladen und zum Tanzen aufgefordert. Eine passable Live-Band heizte mit Cumbia ein. Die Compadres bestellten gleich kistenweise Bier und irgendwann war der Alkohol-Pegel zu hoch und einige MĂ€nner wurden agressiv, das Zeichen, aufzubrechen.

Im weißgetĂŒnchten Sucre landete ich am Wochenende, wo fast alles wegen des Karnevals geschlossen war. Wehe, ich begab mich auf die Suche nach etwas Essbarem oder schönen KolonialhĂ€usern, das wurde sogleich mit einer Dusche bestraft.

Unsere Hostel-Chefin vom Condor lud uns zum mega-leckeren Lunch ein, dann wurden Luftballons mit Wasser gefĂŒllt…

Aus jeder Ecke rauschten ohrenbetĂ€ubende Blaßmusikbands an, begleitet von wasserwerfenden und Schaumpistolen-bewaffneten Begleitern. Je spĂ€ter der Abend, je alkoholisierter wurden alle, leere Bier- und Whiskyflaschen sĂ€umten die Wege und desto schlechter wurde die „Musik“. Wirklich getanzt wurde nicht, der Fokus lag aufÂŽs Bespritzen.

Nachdem mir jemand Seifenschaum in die Augen gespritzt hatte, verzog ich mich lieber.

Am nĂ€chsten Tag freute ich mich ĂŒber die „Ruhe“ und die geöffneten GeschĂ€fte und Restaurants, leider schwĂ€ngerten die Abgase der schicken, neuen Autos in den engen Straßen die Luft. Dabei wĂ€re Sucre eine wunderschöne Stadt!

 

Dinosaurierspuren sehen? Nichts wie hin mit dem Dinobus zum Dinosaurierpark!

der grĂ¶ĂŸte Dino ist 15 Meter lang und Vegetarier!

Der Guide erzÀhlte uns in gutem Englisch, das die Spuren der Dinos vor Millionen von Jahren entstanden sind und durch die Minenarbeiten gefunden und freigelegt wurden.

so sehen sie jetzt aus, vor 10 Jahren waren sie noch erheblich deutlicher zu sehen

Daher sind sie nicht mehr konserviert, verblassen jetzt und sollen besser geschĂŒtzt werden. Die Dinosaurier sind als Repliken wieder auferstanden, schön gemacht und sehr interessant!

Beim Schwarzmarkt von Sucre hat sogar der Dino ein Telefon, ob das wohl funktioniert?

Tipps fĂŒr Uyuni:

Kulinarik:

Streetfood ist gĂŒnstig und lecker, vegetarisch muss man mit der Lupe suchen, alternativ hielt ich nach Comida Boliviano Ausschau, es handelte sich um das in SĂŒdamerika sehr beliebte Fast Food! Da blieben fĂŒr abends nur noch die ĂŒberteuerten Touristenrestaurants ĂŒbrig

Unterkunft:

Das Bunkerhostel hat saubere, gute Zimmer, nette und hilfsbereite Mitarbeiter und eines der besten FrĂŒhstĂŒcksbuffets mit Fruchtsalaten, Smoothies, gutem Brot, auch Vollkornbrot und Ei-Variantionen

Tipps fĂŒr Sucre:

beim Schwarzmarkt gibt es alles mögliche, das Beste aber: ReißverschlĂŒsse und RucksĂ€cke reparieren sie toll und gĂŒnstig!

Kulinarik:

Im Mercado Central werden frisch vom Erzeuger Brot, KĂ€se, FrĂŒchte und GemĂŒse zu guten Preisen angeboten, eigene Plastik- und EinkaufstĂŒten mitbringen, oben gibt es gĂŒnstiges Mittagessen

ganz lecker wird im Condor-Café vegetarisch gekocht, es hat einen schönen Innenhof!

Unterkunft:

zum Kennenlernen von anderen Reisenden empfehle ich das Condor-Hostel, saubere Zimmer mit gutem FrĂŒhstĂŒck im Innenhof, der abends etwas frisch werden kann, seine Wasserflasche kann man natĂŒrlich gegen ein MinigebĂŒhr auffĂŒllen

wer lieber seine Ruhe hat, ist im wunderschönen Casa Solariega Hostal B&B sehr gut aufgehoben, schön wie in einem 4 Sterne Haus mit sehr schnellem Wifi

Radfahren ist wegen der engen Straßen und dem Verkehr nicht ratsam

 

In 4 Tagen mit dem Jeep durch die WĂŒste Boliviens

Von Tupiza nach Ayuna

An der Grenze Argentiniens in La Quiaca wanderte ich auf die andere Seite nach Villazon, das mit Rolando nichts zu tun hat, sondern meine Durchgangsstation nach Tupiza in Bolivien war. Im Sammeltaxi saß eine Bolivianerin wie aus dem Bilderbuch mit buntem Rock, weißer HĂ€keljacke und schwarzem Hut samt goldenem Band neben mir.

In Tupiza traf ich meine Mitfahrer Francesca und Michele aus Italien, Cynthia und Martin aus Argentinien und unseren Fahrer, Guide und Koch Felipe. Der „Jeep“ war etwas eng, die „Klimaanlage“ bescheiden, so schwitzten wir im Auto, wĂ€hrend draußen oft ein kĂŒhler Wind wehte. Die unterschiedliche WĂŒstenlandschaft entschĂ€digte fĂŒr alles!

Felsformationen, die die Fantasie anregen, kilometerweit nur SandwĂŒste, mit oder ohne Vegetation, die meistens aus grĂŒnem GebĂŒsch bestand. Lamas liefen frei herum, gelegentlich sahen wir auch wilde Vicunas, die ein bisschen wie Reh- und Lamamischlinge aussehen. Wie kann der Mensch weit weg von jeglicher Zivilisation, nur mit ein paar grĂŒnen StrĂ€uchern, ĂŒberleben, fragte ich mich?

 

Am ersten Abend fĂŒhlte ich mich gar nicht gut, warscheinlich, weil ich vorher schlecht geschlafen hatte und wir uns auf 4200 Metern befanden. Die Aussicht auf weitere 3 Tage im Jeep, bis auf 5000 Metern durchgeschĂŒttelt zu werden, förderten nicht gerade meine Zuversicht. So kaute ich samt meinen Leidensgenossen KokablĂ€tter, helfen taten sie mir nicht. Ich ging frĂŒh schlafen und siehe da, am nĂ€chsten Morgen konnte ich schon wieder das FrĂŒhstĂŒck genießen!

Schwarze, grĂŒne und die rote Lagune Colorada mit rosa Flamingos durften wir besichtigen und in den „ThermalbĂ€dern“, den heißen Quellen abhĂ€ngen, allerdings nicht gratis wie in Thailand oder Nepal. Da die UnterkĂŒnfte eher nicht mit heißen Duschen aufwarteten, sehr angenehm!

Am dritten Tag gab es Felsen satt, mit oder ohne See, einer sah wie der Worldcup aus, ein Steinwald, durch den wir kletterten,  erinnerte mich an den in Kunming, SĂŒdwest-China.

 

AufwÀrmen konnten wir uns auf 4990 Metern bei konstanter, vulkanischer AktivitÀt, wo die Geysire von Sol de Manana kochten und uns beinahe davonwehten!

Am Abend ratterten alle verfĂŒgbaren Jeeps zur Salzlagune nahe Ayuna, um den jeden Tag stattfindenden Sonnenuntergang tot zu fotografieren wie Marlene Dietrich.

Die Nacht verbrachten wir im Hotel del Sal, ganz aus Salzbrocken gebaut. Sogar die Matrazen waren mit Salz gefĂŒllt, was gar nicht so unbequem war, beim Abendessen saßen wir auf Salzbrocken mit Kissen.

Das absolute Highlight war der Sonnenaufgang weg von allen anderen Jeeps und die verrĂŒckten Trompe-l`oeil Fotos, die „Regisseur“ Felipe mit uns machte.

 

Wein-Akrobatik

Tipps:

In Tupiza hatte ich die Tour bei La Torre gebucht, die auch passable UnterkĂŒnfte anbieten, außer der Enge und Hitze im Jeep, war die Organisation samt ErnĂ€hrung sehr gut! Felipe schaffte es sogar, leckere, vegetarische KĂŒche zu zaubern!

Wasserdichtes Schuhwerk, T-Shirt und warme Kleidung mitbringen!