Archiv der Kategorie: Editorial

Abenteuer inÂŽs Mongolische Nirgendwo vom Sofa aus erleben

Du hast Angst, 400 Kilometer durch die Mongolische WĂŒste zu wandern? Du möchtest testen, ob deine junge Beziehung langfristig halten wird? Dann eventuell doch das obige Abenteuer probieren?

Das muss nicht unbedingt sein, aber sich gegenseitig darin vorlesen, wĂ€re ein Anfang. Autorin Franziska BĂ€r und ihr Freund Felix, gingen das Risiko ein, als ihre Beziehung noch jung war. Fesselnd erzĂ€hlt sie ĂŒber die HĂŒrden, die sie gemeinsam ĂŒberwanden, die Schönheit der Einsamkeit und der Mongolischen Landschaft in ihrem Buch: „Ins Nirgendwo, bitte!

Fast ein Drittel des  Buches gehen fĂŒr die aufwendigen Vorbereitungen drauf, schließlich planen sie, an FlĂŒssen ihre WasservorrĂ€te aufzufĂŒllen, aber fast alle anderen VorrĂ€te mitzuschleppen. Das bedeutet zum Beispiel Astronauten-MĂŒsliriegel-Mittagessen und abends Reis mit Nudeln mit etwas GewĂŒrzen. Reisen kann unbequem und daher spannend sein, aber  ich leide fast immer wegen der wenigen vegetarischen Essensmöglichkeiten und war froh, diese Reise von der HĂ€ngematte aus erleben zu dĂŒrfen.

© Conbook Medien GmbH / Franziska BÀr.

Aber so ein Abenteuer ist absolut außergewöhnlich. Mini-Zelt, Benzin-Kocher, der mit jedem Fusel funktioniert, Astronautennahrung, alte Russsiche MilitĂ€rkarten und wenige lebensnotwenigen Dinge hatten sie dabei, weil sie nie wussten, wann und ob sie Menschen begegnen wĂŒrden. Oft waren die Wenigen, die sie trafen, extrem scheu. Die Yak-Herde, die sie unzingelte, weniger, genauso wie die drei MĂ€nner, die nachts plötzlich das Zelt betraten…

Das klingt spannend und nach mehr? Das Buch im Reisebuch- conbook-Verlag lĂ€ĂŸt sich dort oder auf Franziska BĂ€rÂŽs Webseite bestellen. Viel Spaß dabei!

 

Die Angst der Fleischesser vor dem Veganer

Es war 2006 in Chengdu in der Chinesischen Provinz Szechuan, als mir mein erster Veganer bewusst ĂŒber den Weg lief. Es war ein junger Isaeli. Ich bin Vegetarierin und litt unter der Schwierigkeit in China, etwas Schmackhaftes ohne Fleisch genießen zu können. Überall mussten die Chinesen FleischstĂŒckchen unbekannter Herkunft hineinmischen. Dabei handelt es sich garantiert nicht um hochwertiges Fleisch.  Ich fragte ihn seufzend, wie er es schaffte, nicht zu verhungern. Er meinte, das geht schon, er kocht sich manchmal etwas. Ich hatte so einige unangenehme „Genußerlebnisse“ auf der Suche nach Vegetarischem in China!

War das lecker! GefĂŒllte Auberginen mit Sesamsauce, Veganes von Restaurant Chirimoya, Salta, Argentinien

Heutzutage gibt es einen regelrechten Veganen Boom, sogar in Argentinien!  Ein eigentlich gebildeter Bekannter meinte, Veganer essen nur etwas, dass „freiwillig“ vom Baum fĂ€llt. Ich musste schallend lachen! Veganer essen keine tierischen Produkte.  Manchen tun die Tiere leid und sie möchten die industrielle Fleisch- und Milchproduktion nicht unterstĂŒtzen, andere tun es aus gesundheitlichen GrĂŒnden und  mĂŒssen dann zusĂ€tzliche Vitamin B12 einnehmen. Es kann auch heilende Wirkungen haben. Eine Freundin, die eigentlich Fleischesserin war, heilte mit veganer KĂŒche ihren Hautausschlag und hat am Kochen soviel Genuss und Spaß, dass sie erstmal vegan bleibt.

KĂŒrzlich sah ich in der Br-Sendung Quer einen Bericht ĂŒber die unter schrecklichsten Bedingungen stattfindenden Tiertransporte von Europa nach Osteuropa oder weiter bis nach Usbekistan. Weil durch die Milchproduktion zuviele KĂ€lber geboren werden, die der Bauer nicht benötigt, werden diese anderweitig weiterverkauft. Das Deutsche „Gesundheitsamt“ fĂŒhlt sich da nicht mehr zustĂ€ndig.

In WĂŒrzburg herrscht gerade wegen achtlos weggeworfener Nahrung und FĂŒtterungen von „TierschĂŒtzern?“ eine Rattenplage, deren Beseitigung offensichtlich von denselbigen sabotiert werden. Ob diese wohl alle Veganer aus Tierliebe sind?

Sobald ich sage, dass ich Vegetarierin bin, werde ich gefragt, ob ich Veganern bin. Und schon geht das Schimpfen und LĂ€stern auf Veganer los! Seltsam, was haben diese den Fleischessern getan, dass so ĂŒber diese Menschen, die damit auch unsere Umwelt schĂŒtzen, gelĂ€stert wird. Ist es das schlechte Gewissen? Ist es unmĂ€nnlich?

In Plastik verpacktes Fleisch kann Weichmacher enthalten, dass in der Tat „weich“ macht, Östrogene in den Körper leitet und bei MĂ€nnern Brustwachstum fördert und die Potenz beeintrĂ€chtigen kann. Guten Appetit!

super-schmackhaftes Vegie Nasi Campur aus Indonesien

Dabei kann es hervorragend schmecken! Auch vor veganem Wein muss niemand Angst haben, er wird einfach mit pflanzlichen Ingredienzen geklÀrt.  Ich kenne Frauen, die  ihre MÀnner vegan bekochen ohne es zu sagen und es schmeckt ihnen! In Indonesien vernaschte ich die leckersten und variantenreichsten veganen Gerichte. Schon mal veganen Mousse au Chocolat mit dunkler Schokolade und Seitan probiert? Göttlich!

Der Traum von GĂ€rten statt Autostau

Vor einigen Monaten titelte die Abendzeitung „BĂ€ume statt Autos“ in MĂŒnchen. Ich trĂ€umte beim Vorbeiradeln von GĂ€rten statt parkender und im Stau stehender Autos, deren Abgase ich einatmen durfte. StĂ€ndig wird man von stockendem Verkehr behindert, bedrĂ€ngt und von ignoranten Rechtsabbiegern gefĂ€hrdet. Leider kam ich beim Lesen der Untertitel wieder in die RealitĂ€t zurĂŒck. Es handelt sich um die Sendlinger Straße, die jetzt FußgĂ€ngerzone bleibt.

Wo bleiben wir Radler bei der Diskussion um „MobilitĂ€t“? Wir brauchen keinen Strom, verpesten die Luft nicht und werden von den Politikern bei der Diskussion um „MobilitĂ€t“ gerne ignoriert. Die Innenstadt MĂŒnchens ist so gut wie nicht mit dem Rad zu durchqueren. Auf dem Marienplatz ist der ĂŒbergroße, aufgemalte Radler verschwunden und stattdessen fĂŒr ZweirĂ€der gesperrt. Wer ĂŒber den Viktualienmarkt ausweichen will, landet in einer „FußgĂ€ngerzone“ mit Taxifahrern und Bussen. Radelt man weiter ĂŒber die Sparkassenstraße, zynisch Fahrradstraße genannt, Ă€rgert und wundert man sich ĂŒber rechts und links parkende und auf der Straße fahrende Autos, fĂŒr einen Radweg ist kein Platz.

die Sparkassenstraße, hĂ€misch „Fahrradstraße“ genannt

Der Hauptbahnhof  und das Sendlinger Tor sind mal wieder wegen Bauspellen gesperrt.

Rad-Allee de Luxe in Lima

Nicht nur in Paris kann man einfach ein Rad fĂŒr eine halbe Stunde kostenlos leihen, in Bordeaux, Lima, und Bogota gibt es autofreie Sonntage.  Andere StĂ€dte und LĂ€nder sind erheblich fortschrittlicher, bieten preisgĂŒnstige Radverleihe und zweispurige, vor Autos und FußgĂ€ngern sichere Rad-Alleen wie in Barcelona oder Lima an.

ein Radlertraum-Weg in Barcelona

Diese befinden sich in der Mitte der Straße, die weder von FußgĂ€ngern noch von Autos benutzt werden können. Und MĂŒnchen mit seinen aufgemalten „Radwegen“ nennt sich peinlicherweise Radlhauptstadt! Vom EuropĂ€ischen Gerichtshof wurde MĂŒnchen verpflichtet, den Feinstaub und die Abgasbelastung zu reduzieren, aber eine wirksame Reaktion blieb aus. Laut Umweltbundesamt sterben jĂ€hrlich 45000 Menschen durch die Folgen des Feinstaubs. In keiner Deutschen Großstadt stehen die Autofahrer so lange im Stau wie in MĂŒnchen. China fĂŒhrt ab 2020 eine E-Auto Quote ein, Volvo baut ab 2019 nur noch E-Autos, nur Deutschland besteht auf rĂŒckstĂ€ndige Auto-Nostalgie statt Fortschritt.

die MĂŒnchner Maximilianstraße mit aufgemaltem „Radweg“

Was ist so schön, im Stau zu stehen, Abgase einzuatmen und verzweifelt einen Parkplatz zu suchen ? Nur in Sturttgart ist die Belastung höher als in MĂŒnchen.  Der MVV muß Anreize schaffen, damit mehr Leute auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen. Da ist noch sehr viel Luft nach oben und erheblicher Verbesserungsbedarf vonnöten. Wer am Stadtrand parkt, sollte zum Beispiel gĂŒnstiger mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren dĂŒrfen. Wenn die Autos nur noch ausnahmsweise, wie E-Taxis und Lieferfahrzeuge, in die innere Stadt dĂŒrften wie in der Innenstadt von Bordeaux, gĂ€be es weder Staus noch Schadstoffbelastung.  Nicht nur Radler könnten aufatmen, es gĂ€be Platz und wĂ€re ungefĂ€hrlich, so dass mehr Menschen aufÂŽs Rad umsteigen wĂŒrden.

Statt Autos und zugeparkten Straßen werden Parks und Gartenrestaurants angelegt, Menschen flanieren und entspannen, wĂ€hrend Radfahrer auf vierspurigen, geschĂŒtzten Radwegen viel schneller als frĂŒher Autos anÂŽs Ziel kommen. Was fĂŒr eine LebensqualitĂ€t wĂ€re möglich!

Die Stadt MĂŒnchen hat nun einen Masterplan Luftreinhaltung vom Stadtrat verabschieded, der mit 1 Milliarde! Fördergeldern vom Bund gesponsert wird und Fahrverbote verhindern soll!

 

Nachhaltig Reisen, mit 8 Tips leicht gemacht

Ökotourismus ist uncool? Wer einmal beim Schnorcheln statt Fische und Korallen zu bewundern, durch den MĂŒll an der OberflĂ€che schwamm, vergißt das nie! Bei meiner Indonesien-Reise war die Strömung ungĂŒnstig und da durfte ich diese unvergeßliche Erfahrung machen.

Strand bei Labuan Bajo, Flores

Vor der Reise lohnt es sich, zu ĂŒberlegen, was man außer StofftĂŒten  mitbringen sollte. Einen großen Coffee-to-go Becher kann man mit Tee, Kaffee oder Suppe auffĂŒllen. Die in tropischen LĂ€ndern frischgespressten FruchtsĂ€fte oder Fruchtsalate und das selbstgemachte MĂŒsli schmecken darin besser als in Plastik. Im Flugzeug freut sich die  Stewardess ĂŒber weniger Arbeit, wenn sie Wasser in die mitgebrachte Trinkflasche einfĂŒllt, den Wein kann sie in den Coffee-to go Becher einfĂŒllen.

Einen guten Wasserfilter von zu Hause mitbringen erspart den Kauf von Wasser in Plastikflaschen. Man kann es auch abkochen, abkĂŒhlen lassen und in seine mitgebrachte Stahlflasche einfĂŒllen. Am besten schmeckt es mit Limonensaft und/oder frisch geschnittenem Ingwer.

Jetzt kann man sogar in Thailand fĂŒr unglaublichen 1! Baht, circa 3 Cent, einen Liter Trinkwasser auffĂŒllen!

da staunt SĂ€nger Ryan, daß ich freiwillig radfahre

In flachen Regionen ein Fahrrad zu leihen erzeugt keine stinkenden Abgase, lĂ€rmt nicht und man tut etwas fĂŒr seinen Kreislauf und die Fitness.

Entgegen anderslautenden Empfehlungen der einschlĂ€gigen HandbĂŒcher wie Lonely Planet und Stefan-Loose-ReisefĂŒhrer, die fast immer aus undurchsichtigen GrĂŒnden Taxis und privaten Shuttle-Bussen den Vorzug geben, konnte ich sehr wohl mit öffentlichen Verkehrsmitteln durch Lombok und Bali reisen. Einfach vorher zum Beispiel bei travelfish oder Einheimischen informieren. Ein paar Worte in Indonesisch und HartnĂ€ckigkeit sind von Vorteil, dann fĂ€hrt man oft bequem und meistens schnell mit dem Bemo-Kleinbus fĂŒr ein Drittel Rupias durch die Lande. Der beste Platz fĂŒr Langbeinige ist rechts von der offenen EingangstĂŒr, oft ist noch Platz fĂŒrÂŽs GepĂ€ck, man kann seine Beine ausstrecken und bekommt den Fahrtwind inÂŽs Gesicht. Die Reihe hinter oder neben dem Fahrer ist die Schlechteste, weil sie vom schlecht abgedichteten Motor schweißtreibend erhitzt wird. Mit den freundlichen Mitreisenden, immer Einheimische, konnte ich ein SchwĂ€tzchen halten und oft wurde mir ein Snack angeboten.

Beim FrĂŒchte- und GemĂŒse-Kauf Unverpacktes in seinen Stoffbeutel einfĂŒllen, das spart PlastiktĂŒten und Verpackung.

in der Touristen-Info von Flores…

Klimaanlagen, schĂ€digen die Umwelt und tragen zur ErderwĂ€rmung bei. Das Meerwasser ersitzt sich so stark, das bereits viele Korallen abgestorben sind. Ein anstĂ€ndiger Ventilator und Fenster, die man nachts offen lassen kann, am besten mit Mosquitoscreen, genĂŒgen bei tropischer Hitze völlig. Leider sind letztere nicht besonders populĂ€r in Indonesien, manche Fenster lassen sich gar nicht öffnen oder sind ebenerdig ohne Gitter, so daß jederman hineinfensterln kann.

Im Eco-Resort nĂ€chtigen, zum Beispiel von  Green Pearls,  ist eine andere Möglichkeit, nachhaltig zu reisen. Das muß nicht die Welt kosten wie beim  El Maco Resort in St. Agostin, Kolumbien oder In LombokÂŽs Rinjani Mountain Garden, der ein eigenes kleines Wasserkraft- und KlĂ€rwerk sein eigen nennt. Es gibt interessante Projekte kennen zu lernen wie beim luxuriösen Tongsai Bay Resort auf Ko Samui, das einen eigenen Biogarten betreibt und seine Reinigungsmittel aus traditionellen, rein natĂŒrlichen Zutaten herstellt: http://horizonteentdecken.de/das-tongsai-bay-resort-eine-oase-in-koh-samui/. Abgeschiedenheit und Ruhe mit rustikal-charmantem Outdoor-Ambiente samt exzellentem Italienischem und Indonesischem Essen findet man auf den Secret Gilis von Lombok  in der Eco Gili Asahan Lodge.  Das Zeavola Green Pearls Resort engagiert sich fĂŒr das  Dorf nebenan und den Schutz der Korallen auf Ko Phi Phi in Thailand :http://horizonteentdecken.de/eco-outdoor-feeling-pur-im-zeavola-auf-koh-phi-phi-thailand/

Wer sich und seiner/seinem Liebsten etwas Besonderes gönnen möchte oder zum Honeymoon unterwegs ist,  kann sich im Àltesten internationalen Eco Resort BaliŽs, dem Kupu Kupu Barong Villas & Tree Spa by L ` Occitane , nach Strich und Faden verwöhnen lassen, Chef I. Ketut Bagiada kreirt jeden Monat ein neues Gourmet-Menue und die Massage ist göttlich!

Es existieren bereits lokale Projekte, um Plastik zu vermeiden und dieses einzusammeln. DarĂŒber Reden, Schreiben und UnterstĂŒtzen hilft.

Beauty-Produkte nach traditionellem Rezept von ubud botany

Die studierte Botanikerin Dewi von www.ubudbotany.com in UbudÂŽs Kajeng Straße in Bali gibt nicht nur Workshops fĂŒr selbstgemachte, Balinesische Beauty-Produkte und Botanische SpaziergĂ€nge, sondern verwendet von SchĂŒlern eingesammelte, ehemalige Saft- und SchnapsflĂ€schchen wieder. Ausschließlich lokale Farmer-Produkte werden fĂŒr ihre naturreinen Shampoos, Sonnenlotions und Öle verwandt.

www.trashhero.org engagiert sich mit Schulprogrammen und Gemeinden, um auf den PlastikmĂŒll und seine Auswirkungen aufmerksam zu machen. In Thailand, Malaysia, den Philippinen, sogar in New York, ĂŒberall, wo es nötig ist, wird wöchentlich mit VolontĂ€ren der MĂŒll an StrĂ€nden und anderswo gesammelt. Warum nicht mitmachen, statt immer die gleichen SehenswĂŒrdigkeiten mit anderen Touristen abzuhaken? Die Zeiten stehen auf der Webseite.

Von alleine kann der Ozean sich nicht vom Plastik befreien, daher gibt es unzÀhlige Möglichkeiten, sich zu engagieren, wie zum Beispiel hier: http://www.parley.tv/oceanplastic/#parleyair oder: https://www.nabu.de/natur-und-landschaft/meere/muellkippe-meer/.

 

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Sauberes Wasser fĂŒr alle initiiert Surfer und Eckart-PreistrĂ€ger Jon Rose mit Waves4Water

Immer wieder gibt es engagierte Menschen, die statt auf Hilfe von großen Organisationen zu warten, selber die Initiative ergreifen, wie aktuell bei der FĂŒchtlingshilfe.

Auf der Suche nach der perfekten Welle erfuhr Surferlegende Jon Rose, daß in vielen Gegenden der Welt Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser hatten.  Er grĂŒndete das Kooperationsmodell Waves4Water, stellt einfach zu handhabende Wasserfilter her. Partner sind kleine und große Organisationen wie die UN und Infrastrukturprojekte. Einheimische Helfer verteilen  die Filter an BedĂŒrtige und leiten sie an, wie sie benutzt werden können.

Surfer Jon Rose
Surfer und waves4water GrĂŒnder Jon Rose

So wurde Jon Rose PreistrĂ€ger des ECKART 2014 fĂŒr Kreative Verantwortung und Genuss.,(horizonteentdecken berichtete). Im Juni 2015 reisten Theresa Geisel und Lejla Beganovic fĂŒr die Witzigmann Academy mit Jon Rose auf die Philippineninsel Bohol. Hier verhilft Rose mit seiner Organisation Waves4Water (W4W) der von Erdbeben und Taifunen heimgesuchten Bevölkerung zu sauberem Trinkwasser. Er berichtet Ihnen von der Verwendung des Preisgeldes und seinem Projekt.

„Als der Taifun „Haiyan“ vor ungefĂ€hr eineinhalb Jahren auf die Inseln traf, haben wir hier auf den Philippinen unser Clean-Water-Projekt gestartet. Wir arbeiteten auf ĂŒber zwölf Inseln, von denen einige besonders stark betroffen waren. Seitdem fĂŒhren wir unsere Projekte hier so gut wir können weiter: im Bereich der Entwicklungshilfe, in langfristig angelegten Infrastruktur-Projekten und so weiter. Wir sind regelmĂ€ĂŸig hier, abhĂ€ngig davon, mit welchen Partnern wir zusammen arbeiten, und checken den Status auf den verschiedenen Inseln.“

sauberesTrinkwasser fĂŒr alle!
sauberesTrinkwasser fĂŒr alle!

Nicht nur die ECKART-Preisverleihung machte Rose viel Spaß, er konnte das von der BMW-Group gesponserte Preisgeld dazu verwenden, den Menschen auf den Philippinen nach den zerstörerischen Taifunen „Haiyan“ und dem im Jahr 2014 kurz nach der Verleihung darauffolgenden „Ruby“  sofort zu helfen. Es wurden lokale Netzwerke fĂŒr den Aufbau der Infrastruktur geschaffen. So konnte fast das gesamte Preisgeld in Trinkwasserfilter-Systeme investiert werden. Die meisten Menschen hier hatten keinen Zugang zu sauberem Wasser. Mit dem Fördergeld konnte er jede Menge Filter kaufen und so schnell helfen.

Jon Rose wollte nicht den ĂŒblichen Weg der großen Hilfsorganisationen nehmen. Er liebt es, die Welt zu bereisen und natĂŒrlich zu surfen. Er machte einfach, was sein Herz ihm sagte, das es möglich sein muß, Trinkwasser fĂŒr alle zu organisieren.
Er meint: “ Die globale Wasserkrise ist lösbar. Es ist keine Frage der Technologie, es ist eine Frage der Zugangsmöglichkeiten. Wasser ist das neue Öl, so hört man. Bedeutende Kriege werden ĂŒber Wasser und den Zugang zu Wasser ausgefochten werden. Aber wenn man darĂŒber nachdenkt, was eine Flasche Wasser im Vergleich zu derselben Menge Öl kostet, dann sieht man, dass es schon viermal so teuer ist – es passiert bereits. Was wir wirklich tun: Wir bauen eine Plattform, die Zugang ermöglicht. Die Menschen, die bereits Lösungen geschaffen haben, haben großartige Arbeit geleistet. Das heißt aber nicht notwendigerweise, dass sie wissen, wer wo ihre Lösungen braucht und wie man sie den Menschen zukommen lĂ€sst. Und die Menschen, die Lösungen brauchen, wissen nicht, dass es sie bereits gibt. Es gibt also dieses fehlende Bindeglied. Und ich denke, wir haben dieses Bindeglied geschaffen.“

Ein Engagement, das Schule machen sollte und gleichzeitig den unsĂ€glichen PlastikmĂŒll vermeidet!

 

 

Die Plastik-Bewußtlosigkeit

In Indien ist es ĂŒblich, seinen MĂŒll, wo man geht und steht, einfach fallen zu lassen.

beim Strand von Kovalam, Kerala, Indien
beim Strand von Kovalam, Kerala, Indien

FrĂŒher aß man seinen Straßensnack aus dem Bananenblatt und ließ es fallen, die Kuh fraß es. Jetzt besteht es aus Plastik, die „heilige“ Kuh frißt es und sieht dementsprechend aus. Mit lustigen MĂŒlleimern versucht die Regierung, seine BĂŒrger zum Hinein-werfen zu ermuntern.

Indien 2011 161Es gibt sogar einige Indische StĂ€dte, in denen das Tragen von PlastiktĂŒten bei Strafe verboten ist, in Dehli das Handeln damit.

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Im Ort Mamalapuram in Ostindien zahlt man in LebensmittelmĂ€rkten fĂŒr PlastiktĂŒten, bei den kleinen Obst- und GemĂŒsehĂ€ndler sind sie nur noch aus Stoff.

In SĂŒd-Bali schwimmt man zwischen PlastiktĂŒten, Fische essen die Kleinteile, ganze Inseln bilden sich im Ozean, aber immerhin lösen sie sich schon in ca 500 Jahren auf.

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Strand von Kuta, Bali

In seinem Film Plastik Planet thematisierte Regisseur Werner Boote den Plastik Wahn und fand bei seiner weltweiten Recherche heraus, wie belasted das Meer und der menschliche Körper bereits sind. Im Ozean schwimmen mehr Plastikteilchen als Plankton!

Auf der EIBTM in Barcelona, eine Messe fĂŒr Event- und Incentive Planer, stellen sich die LĂ€nder und Hotels, die es sich leisten können, vor. Da wird selbstverstĂ€ndlich nicht gespart, um seine Destination adĂ€quat vorzustellen.

Der beste Champagner, Billcart-Salmon wird in Plastikbechern kredenzt! In der Hosted Buyer Lounge fĂŒr eingeladene MessegĂ€ste „speist“ man aus Plastikgeschirr. Green Meetings werden groß beworben und Nachhaltigkeitspreise vergeben. Die RealitĂ€t sieht anders aus.

Ein Trost: der Skandinavische Stand lud zum Eiscocktail in gefrorenem  Eis, das sich auf Glastischen selbstÀndig machte und so die Standparty richtig in Gang brachte.

Eisige Cocktails
Eisige Cocktails

In Ruanda und Tanzania ist Plastik völlig verboten, China setzt auf erhebliche Reduzierung. Warum sind der Recyclingmeister Deutschland samt Europa unfÀhig, mitzuziehen?

MĂŒllplanet auf dem Carnval in Goa
MĂŒllplanet auf dem Carnval in Goa

Wer keine Lust auf Plastik im Körper hat, kann sich jetzt an den Bundes- oder Landtagsabgeordneten seines Vertrauens oder gleich an das EU-Parlament wenden. In 500 Jahren ist es zu spÀt.

DIE Gelegenheit, statt guter VorsĂ€tze aus der Bewußt-losigkeit zu erwachen, um mal selber aktiv zu werden!

www.bayern.landtag.de

www.bundestag.de     

auch hier kann man sich engagieren : www.surfriderfoundation.de

 

Luxury Planet statt Lonely Planet

Es war einmal eine Zeit, da brach Tony Wheeler mit seiner Frau auf, durch die Welt zu reisen. Nach langen Monaten kamen sie fast Pleite zurĂŒck. Sie setzten sich an ihren KĂŒchentisch und schrieben ihr erstes Handbuch nieder. Es verkaufte sich ĂŒberraschend gut. Der Lonely Planet ReisefĂŒhrer war geboren. Einst fĂŒr Traveller gedacht, die sich Zeit nehmem möchten, um Land und Leute kennenlernen zu lernen. Das Budget war so gering wie die Dauer der Reise lang. HandbĂŒcher wie der Lonely Planet und Stefan Loose halfen mit, öffentliche Verkehrsmittel nehmen zu können statt sich von Schleppern, Taxi- und Rischkafahrern ĂŒberÂŽs Ohr hauen zu lassen. Symphatische, saubere GasthĂ€user mit GemeinschaftsrĂ€umen zum Austauschen von Geschichten wurden empfohlen.

Die Zeiten sind entgĂŒltig vorbei. Jetzt gehört der Lonely Planet der BBC. 80 % der darin enthaltenen UnterkĂŒnfte, da steht ihm der Loose-ReisefĂŒhrer in nichts nach, sind Mittelklassehotels und Luxusherbergen, die besonderen Empfehlungen gehören ausschließlich der letzteren Kategorie. Die Behauptung, Empfehlungen beruhen auf Erfahrungen, die unabhĂ€ngig gefĂ€llt werden, sind lĂ€cherlich. Keiner vergönnt es dem Schreiber, wenn er sich vom Luxusresort verwöhnen lĂ€ĂŸt. Nur wem nĂŒtzt es außer ihm? Der Luxusreisende interessiert sich garantiert nicht fĂŒr diese HandbĂŒcher. Der Budgettraveller Ă€rgert sich ĂŒber unnötigen Ballast.

Emmisionsschutz und Umweltbewußtsein werden selbstverstĂ€ndlich ebenfalls behandelt, ist ja gerade in Mode. Sollte eine Unterkunft keine Aircondition anbieten, wird die bemĂ€ngelt. Sehr umweltfreundlich!

Ist das Buch von seiner GeschwĂ€tzigkeit noch nicht schwer genug, werden die Unterschiede von Bahn, Bus, Flug, geliehendem Auto mit oder ohne Chauffeur beschrieben. Ein sinnvolles Buch fĂŒr gebildete Budgetreisende und ein mehrere Kilo schweres Luxury Planet Handbook fĂŒr Neulinge oder diejenigen, die mit Chauffeur unterwegs sind, wĂ€re eine Option, die beide zufriendenstellt.