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Mit 10 Tips nachhaltig und plastikfrei einkaufen, jetzt!

Die Geschenke-Kauffwut zu Weihnachten verursacht horrende Müllberge, warum nicht einfach Zeit und Liebe schenken? Umweltfreundlich und menschenfreundlich ist es allemal! Höchste Zeit jetzt Abfall zu vermeiden, bevor unser Planet so aussieht!

beim Karneval in Goa schon 2011 entdeckt
Müllplanet auf dem Carnival in Goa 2011 entdeckt!

Seit ich vor Jahren in Bali´s Meer in Plastiktüten schwamm und auf der ganzen Welt den horrenden Plastikkonsum sah, habe ich mein Konsumverhalten radikal verändert und mir die Plastikbewußtlosigkeit von der Seele geschrieben.

Nicht nur in Südamerika mußte ich mich nur einem Gemüseladen nähern, dann kramte der Verkäufer schon eine Plastiktüte aus. So gewöhnte ich es mir an, immer rechtzeitig meine eigene Tüte auszupacken, da war unter den staunenden Augen der Verkäufer Reaktionschnelligkeit gefragt.

als wenn es gratis ist, mehr Plastik als zuvor auf dem Night-Market in Krabi, Thailand
als wenn es gratis ist, mehr Plastik als zuvor auf dem Night-Market in Krabi, Thailand, obwohl es einen Stand mit organischen Tüten gab…

Für mich gibt es kein zurück mehr. Milch und Yoghurt kaufe ich seitdem im Biomarkt nur im Pfandglas, Trinkwasser fülle ich mir in der ganzen Welt in meine Trinkflasche. Wichtig ist es, alle Produkte aus Palmöl und mit Mikroplastik zu vermeiden, am einfachsten in den Biomärkten. Traurig, daß in vielen tropischen Teilen der Welt wie in Borneo immer noch sauerstoffreiche Regenwälder gerodet werden, um Palmölplantagen anzulegen. Wir Verbraucher müssen jetzt handeln!

Plastikfrei Einkaufen ist möglich, erfordert aber genaue Vorbereitung.

1. Bauernmärkte oder die Münchner Wochenmärkte bieten die Möglichkeit, zum gleichen Preis direkt vom Erzeuger auch biologische Erzeugnisse einzukaufen, ohne die sindflutartige Verpackungsflut. Einfach selber Taschen und Behälter mitnehmen!

 2. Obst und Gemüse lose kaufen sollte selbstverständlich sein, Empfindliches schont ein mitgenommenes Netz. Supermärkte, die alles in Plastik verpacken, vermeiden.

3. Beim Käse wird es schwieriger wegen der Deutschen Hygienevorschriften. Auf den Märkten und im Bio-Markt Basic darf der Kunde seine Behälter  mitbringen. Wichtig ist , verschiedene Käsesorten zu separatieren, da Käse „lebt“ und sich mit der Zeit verändert. In vielen Bioläden gibt es Käse- und Brotpapier aus Bienenwachs, das sich waschen und wiederverwenden läßt.

Papier aus Bienenwachs, ideal für Brot und Käse

4. Geringfügig  teurer als die billigsten, mit Plastik umwickelten, sind trockene Lebensmittel wie Reis, Nudeln, Nüsse, Bohnen, sogar Schokolade und vieles mehr, abfüllbar in mitgebrachte Gläser im „Ohne“ Laden und Basic. Praliné-Liebhaber sollten eigene Behälter dabei haben, die offenen Pralinen sind nicht teurer, dafür frischer und leckerer! Das spart auch den Umstand, die Produkte aus der Verpackung in die Behälter zu füllen.

5. Zum Abschminken, als Sonnen-, Körper- und Haaröl, selbst zum Braten benutze ich Biokokosnussöl im Glas, leer habe ich Glas zum Auffüllen von oben genannten Lebensmitteln. Bei tropischen Temperaturen wird es flüssig, bei kalten hart, daher stelle ich es im Winter auf die Heizung. Vorsicht, der Ausguss kann verstopfen, wenn man es hineingießt.

 

6. Zum Reinigen vermische ich Essigessenz mit Wasser, kann Putzmittel in der eigenen Flasche im Bioladen abfüllen und als Waschmittel benutze ich Indische Waschnüsse. Bei weißer Wäsche empfehle ich zusätzlich etwas Waschsoda oder Backpulver beizugeben.

7. Um Mikroplastik in den Abflüssen zu vermeiden, läßt sich zum Putzen und zur Körperpflege aus der Luffapflanze der rein biologische Luffaschwamm herstellen, selber im Garten anbauen oder in gut sortierten Biomärkten erwerben. Den muß ich erst noch austesten, der Anbau dauert noch…

8. Zum Haarewaschen habe ich mir jetzt aus dem Ohne-Laden Shampoo- und Spülung als Seifen zugelegt und bin sehr zufrieden. Die von allen empfohlene Essig-Spülung hat mein lockiges Haar nicht wirklich entwirrt. Auch zum Baden und Duschen kommt bei mir nur noch naturreine Seife in Frage.

9. Warum nicht Kosmetik selber machen und einem Kurs belegen? Rein natürlichen Kajal habe ich zum Beispiel in Indien aus Asche selbstgemacht. Kaffeesatz, vermischt mit kaltgepresstem Sonnenblumenöl, macht als Maske und Gesichtspeeling eine samtweiche Haut. Letzteres Öl half mir auch als Mundspülung gegen Zahnfleischentzüdung. Kokosöl, Kokosmilch und ein Stück von der Aloe Vera Pflanze zerstampfen und schon hat man einen feuschtigkeitsspendenden Sonnenschutz.

10. Für Kaffee to go gilt es natürlich, seinen eigenen Becher dabei zu haben oder nur in einem Geschäft, das die RECUP Pfandbecher, benutzt, einkaufen.

Noch mehr Tips für nachhaltige Reisevorbereitung gibt´s hier

Bayerisch genießen auf dem Münchner Odeonsplatz

Seit gestern darf sich der Münchner Gourmet wieder freuen: Das Bayerische Genussfestival am Odeonsplatz, organisiert von Culinarium Bavaricum,  wurde durch Stadträtin Renate Kürzdörfer, Frankenweinverbands-Präsident Artur Steinmann und der Weinkönigin Carolin Meyer  eröffnet. Artur Steinmann freute sich, jedes Jahr von einer anderen Weinkönigin mit Persönlichkeit begleitet zu werden, diese, selber Winzerin, erzählte von ihrer Einladung zur Eröffnung der Bayreuther Festspiele und wie heiß es im Abendkleid wurde…Sie besucht 400  Verantaltungen in einem Jahr und entspannt sich davon auf ihrem Weinberg. Harald Scholl vom Vinum-Magazin stellte die 100 Genussorte in Bayern in Buchform vor, ein kalorienarmes Schlemmer-Vergnügen mit Reiseführer!

Zahlreiche hochwertige Genüsse stehen auch am Odeonplatz zur Verkostung bereit wie Allgäuer Käse der Dorfsennerei Untrasried oder Praliné-Frucht-Käse-Spieß zum Niederknien vom Hotel Natur-Landhaus Krone, natürlich alles plastikfrei serviert!

Weinschmecker mit Sennkäs, Ziegenfrischkäse und Praliné vom Genussort Maierhöfen im Allgäu

Junge, experimentelle oder erfahrene Winzer aus Franken stellen ihre edlen Tropfen noch bis Sonntag selber vor,  natürlich auch Ökowein, der nicht teurer als konventionell hergestellter sein muss. Zum Beipiel der Silvaner von der alten Rebe vom Winzerhof Edgar Wallrapp in natürlicher Gärung belassen, schmeckt hervorragend und ist schon für 9,50 € pro Flasche zu haben.

Der Edelbrandsommelier Josef Schätzl vom Schätzlhof,  der dort auch Zimmer vermietet, kredenzt seinen hauseigenen Brand wie den unwiderstehlich-leckeren Ingwer-Apfel-Likör, der sicher nur gesund sein kann. Die Edelmanufaktur Guggenbichler aus Frasdorf kann nicht nur seit 1829 mit hervorragender Auswahl und Qualität punkten, sondern besticht durch die wunderschönen, handbemalten Etiketten.

direkt von Prinzessinnen eingeschenkt, so schmeckt der Fränkische Crement am Besten!

Bei den Wine-Walks schenken der Winzer oder die Winzerin persönlich ein und erzählen von der Herstellung. Dazu gibt es Live Musik, am Sonntag von 17 bis 21 Uhr spielt Buck Rogers & the Sidetrackers, die schon beim Bayerischen Filmpreis auftraten.

Alle weiteren Infos sowie Anmeldungen für die Wine-Walks sind auf https://www.bayerisches-genussfestival.de/ zu erfahren, zum Wohl!

Winzer und Weinfeste erfährt der Frankenwein-Affine auf https://www.frankenwein-aktuell.de/

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kein Sommer ohne Tollwood

Sein Blaues Wunder kann der Besucher auf dem gerade eröffneten Tollwood Festival im Olympiapark erleben! Ein Riesenwal aus Plastikflaschen begrüßt ihn und soll auf die unfaßbar riesige Plastikverschmutzung der Ozeane aufmerksam machen. Eine begehbare Fischdose läßt einen in´s blaue Meer eintauchen und animiert den Besucher zum #WelleMachen für den Schutz der Ozeane. Das betrifft nicht irgendwelche Ökofuzzis, sondern uns alle! Jeder kann bei sich selbst anfangen, etwas dagegen zu tun!

wal

Mit Live Musik, Theater, Kunst und Akrobatik ist bis zum  24.07.16 für jeden ist Geschmack etwas dabei. Top Musik Acts wie Anastacia, Melody Gardot oder Jamie Cullum, der 2014 das Zelt zum Kochen brachte, bespielen  die Musikarena.

Im Andechser, der Fassbar und dem Hackbrettl gibt´s täglich Live-Musik bei freiem Eintritt. Meine Lieblinge sind die jungen Bands vom Stadt-Land-Rock-Festival, die ihre eigene Musik in der Tanzbar spielen. Ein Erlebnis ist auch die Silent Disco mit Kopfhören in der Tanzbar.

Nur noch bis morgen ist Maria Rud´s außergewöhnliche Performance aus Live-Musik mit Live-Malerei zu sehen, sie trägt Farbe auf eine Glasplatte auf, die von einer hochempfindlichen Kamera auf eine große Leinwand übertragen wird. Mit der Musik verändert sie ständig ihre Bilder. Die beste Aussicht darauf hat man an der S-Beach im Liegestuhl.

Mit dem Kinderprogramm, Performances, dem Markt der Ideen und der Biogastronomie gibt es viel zu entdecken.

Alle Infos im Programmheft oder der Tollwood-Webseite.

Das Tollwood engagiert sich auch für ein Artgerechtes München. Das bedeutet: nur noch artegerechte Tierhaltung ohne massenhaften Antibiotika-Einsatz in München, würdiges Leben und menschliche Arbeitsbedingungen der Bauern. Selbstverständlich wird das Tollwood nachhaltig mit Ökostrom betrieben!

Auf der Webseite www.artgerechtes-muenchen.de kann man seine Stimme abgeben.

 

 

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Gastrostände zum Geniessen und Ausstellungen zum Nachdenken

Empfehlenswertes auf dem Wintertollwood

Insider des Einzelhandels raunen, wegen des lauen Wetters leide die Weihnachts- und damit die KaufrauschStimmung. Den Eindruck habe ich als Radlerin in der Münchner Innenstadt keineswegs. An gefühlt jeder Ecke drängeln sich Weihnachtsmärkte mit ihren glühweinsüchtigen Besuchern samt Autostaus um die Wette, so daß man selbst als Radler kaum durchkommt.

Der größte und beliebteste Weihnachtsmarkt ist natürlich das Winter-Tollwood auf der Theresienwiese. Schon vor dem Eingang läd die Müll-Armee Installation vom Künstler H.A. Schult zum Reflektieren ein, wie man selbst Müll vermeiden kann.

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Foto: dk
Auf dem Gelände gibt es statt Tannenbaum einen aus den leider immer noch allgegenwärtigen Plastikflaschen, ansonsten ist hier Plastik tabu.

20151221_211347Unbedingt sind auch die Ausstellungen im Weltsalon zu empfehlen, in der eine „Welle“ aus Sandalen an der Wand die diesjährigen Flüchtlinge symbolisiert, die im Mittelmeer ertrunken sind.

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Foto: dk
Bei so vielen ernsten Themen melden sich Hunger und Durst. Jedes Jahr werden die Besucher gefragt, welche Essens- und Getränke-Stände ihnen am besten gefallen. Gleich nach dem Eingang fällt die originelle Druiden-Bar inklusive Kessel unterm Feuer auf, bei der wir den leckeren Zaubertrank nach „Geheimrezept“ aus einer kleinen Flasche wie bei Asterix kosten. Ob er Zauberkräfte verleiht, ist nicht überliefert, den 3. Preis hat er verdient.

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Foto: dk

Die Schwedenbar von Wirt Jörn Mayerding mit klassischen Schwedischen Drinks wie Glögg und Schwedenfeuer freute sich über den 2. Platz. Sieger wurde die EssZimmer Bar, deren Highlight der „Morgenland“ mit in Rum eingelegten Himbeeren und Glühwein gerade richtig zum Aufwärmen einläd. Internationale Vegane und vegetarische Spezialitäten verlocken zum Probieren.

Mein absoluter Favorit vom Sommertollwood, die Mambo Wraps von Peter Dörfer verdienten sich dieses Mal den 1. Platz in der Kategorie Speisen. Frisch und mit Liebe gemacht sind die Afrikanisch inspirierten Wraps ein Genuß.

Der 2. Platz ging an die Kartoffel-Reiberei mit süßen oder salzigen Kombinationen, der dritte an die Nussbrennerei, die etliche Variationen von gebrannten Nüssen anbietet, die fast auf der Zunge zergehen statt an den Zähnen fest zu kleben.

20151213_191340Bei  Ali Baba Tajine im Bazar Zelt probierten wir Gemüse aus traditionellen Naturkochtöpfen und wunderten uns, wie gut das ungewürzte Gemüse schmeckte. Ursprünglich stammen diese  Tajine genannten Lehmtöpfe von Nomaden aus Marokko. Das freundliche Personal und die originelle Gestaltung des Standes in Form einer Tajine Kuppel brachten ihnen den 1. Marktplatz Preis ein.

Charlot u. Cie verbreiten mit ihren handgemachten, bunten Papierlampen eine angenehme Atmosphäre und zusammen mit zuvorkommendem Personal ging der 2. Platz an sie. Den 3. Platz ging an Kibonu, in dessen Mooskugeln kleine Setzlinge oder Miniaturpflanzen verwurzelt sind, die dem Besitzer Glück und Lebensergie bringen sollen.

Selbstverständlich sind alle Stände biozertifiziert und aus fairem Handel.

Noch bis zum 23.12.15 kann man sich auf dem Bazar, den Gastroständen oder Bars tummeln, die Ausstellungen besuchen, Performances bewundern oder zur Live-Musik das Tanzbein im Festivalclub schwingen! Noch mehr Tanzen geht nur bei der großen Sylvestersause mit zahlreichen Bands.

Alle Infos unter: www.tollwood.de