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Nachhaltigkeit Thai-Style mit Leidenschaft & Gourmet-Genüssen im Khum Lanna Eco-Resort, Thailand

Phrao liegt nur knapp ein bis zwei Stunden nördlich vom abgasschwangeren Chiang Mai, die ideale Oase ist das Khum Lanna EcoResort. Vor fast zwanzig Jahren fingen die Besitzer Rachet Wapeetha und seine Frau Yaowanith Boonchoosilp an, ein Holzhäuschen mit vierZimmern zu vermieten, jetzt befindet sich unter dem Gebäude die Rice for Life Ausstellung, die Rachet gerne erklärt. Nicht nur 12 gemütliche Zimmer sind es mehr geworden, sie haben auch einen beneidenswerten, wild aussehenden Bio-Gemüse- und Obstgarten angelegt, in dem zu jeder Saison frische Früchte, Kräuter und Gemüse die Küche erfreuen.

Das Tollste sind die für die Thailändische Küche notwendigen Kräuter wie zum Beispiel Zitronengras und Bergamottblätter, die bei Europäischen Temperaturen gar nicht sprießen.

Frau Yaowanith erklärt uns die Zutaten für die Thailändischen Gerichte

Da passte es natürlich hervorragend, daß Frau Yaowanith Thailändische Kochkurse anbietet. Wie es sich als exzellente Köchin gehört, sprach sie sehr zur Freude des Französischen Pärchens im Kochkurs, fließend Französisch. Die Küche ist professionell mit allem ausgerüstet, was das Kochherz begehrt und erklärt in Bildern, aber auch auf Englisch, Französisch und sogar Deutsch die Kräuter und Gemüsearten.

bei der Zubereitung des Currys…

So lernten wir die Zubereitung von Frühingsrollen, Tom Kha Gai  und Curry mit Reis, selbstverständlich mit Zutaten aus eigenem Garten. Anders als in vielen Thai-Garküchen und Restaurants werden alle Kräuter kleingeschnitten, so daß man alles mitessen kann. Da lief uns das Wasser im Munde zusammen. Zum Dinner durften wir dann unsere Köstlichkeiten vernaschen!

vegetarisch lecker: Frühlingsrollen, Tom Kha Gai und Curry à la Kum Lanna

Am Tag vorher radelte mit mir Rachet Wapeetha, ihr Ehemann, zu den umliegenden Tempeln, einer Bio– und einer Pilzfarm,  wo ich sah, wie die Engels- , „Woodear“- und Shitakepilze natürlich gezüchtet werden.

Weiter auf der Zuckerrohrfarm wurde erst das Zuckerrohr geschält, die Schalen gleich zum Befeuern genutzt. Dann wurde das Zuckerrohr zerstoßen und gepresst, die Füssigkeit in den großen Töpfen aufgekocht und der Schaum abgeschöpft. Nach mehrmaligem Aufkochen wird die braune Soße auf ein Brett mit zuckerstückengroßen Löchern gegossen und geschabt. Nach 10 Minuten sind die Stückchen fest und man schüttelt sie raus, fertig sind die rein natürlichen Zuckerrohrbonbons, beziehungsweise Würfel.

Von den Entwicklungsprojekten des verstorbenen Königs Bhumibol inspiriert, engagiert sich das Khum Lanna Resort sehr für Nachhaltigkeit. In Zusammenarbeit mit den Dörfern der Umgebung haben sie Bäume gepflanzt, die Bienenstöcke geschützt und eine Aufstellung von benötigtem Saatgut auf ihre Facebookseite gestellt, die sie noch benötigen, um weiter Wald und Wiesen aufzuforsten.

Aktiv-Urlaub wird im Khum Lanna großgeschrieben, so wurden wir um 5 Uhr 30 geweckt, um zum lokalen Markt in der Umgebung zu radeln, der bereits um 7 Uhr morgens schließt. Die Einheimischen kaufen jetzt schon ein, bevor sie zur Arbeit gehen. Darunter sind auch gewöhnungsbedürftige Ameiseneier inklusive einige noch herumwandernde Ameisen, frischer geht´s nicht!

Anschließend bereiteten wir das Mittagsessen, bestehend aus Papaya-Salat, ohne Ameisen, vor. Da lief mir beim Anblick der Zutaten; geraspelte grüne Papaya und Karotten, man kann auch Gurken und oder Melonen verwenden, geschälter Knoblauch, grüne Chillies, grüne Bohnen, Limonen, Anchovissauce, Tomaten, Tamarindensauce, gerösteter Erdnüsse und Palmzucher schon das Wasser im Munde zusammen! Nicht-Vegetarier wie dieThais fügen noch die fast überall präsente Fischsauce und getrocknete Shrimps hinzu.

Klar, dass ich mir zum Abschluß die Thai-Massage mit heißen Kräutern zur Entspannung gönnte!

Tips für´s Khum Lanna Resort:

per Songthaew kommt man für 60 Baht oder mit dem Minibus für 80 von Chiang Mai´s kleinem Busbahnhof Chang Phuak, nördlich vom historischen Zentrum, in weiniger als 1 1/2 Stunden nach Phrao, von dort wird man auf Wunsch abgeholt, dem Busfahrer unbedingt sagen, daß er einen bei Phrao´s Busbahnhof absetzen soll, sonst landet man wie ich irgendwo auf der Straße.

Gottseidank traf ich auf Pim, die Rached Wapaatha kannte! Der holte mich dann bei ihrem Proud-Coffee(Poomjai-Coffee) Stand ab, wo ich ihren superleckeren Capuccino probierte, absolut empfehlenswert! Leider gab es ihn in Plastikbechern (ich hatte meinen eigenen -Becher dabei!). Der Stand ist gegenüber der Kaisokorn-Bank, gleich um die Ecke vom Busbahnhof

Pim bei der Chai-Latte Zubereitung

Es lohnt sich, ein paar Tage zu bleiben, es gibt genügend Interessantes zu sehen und zu tun im Khum Lanna Resort und Umgebung! Für´s Bergwandern und die dazugehörige Aussicht war es Mitte März leider zu neblig und diesig, erst ab Juni wird die Sicht besser.