Isla Mujeres

Welche Insel lohnt einen Besuch? Cozumel, Isla de Mujeres oder Isla Holbox?

Cozumel liegt praktisch vor Playa del Carmen und soll laut Jacques Cousteau vor langer Zeit eines der besten Tauchgründe und Korallenriffe gehabt haben. Von diversen Blogs werbewirksam besungen, wollte ich es ausprobieren, ohne den überall an der Riviera Maya verlangten Eintritt zahlen zu müssen. Das letztere ist so schwer zu finden wie unabhängige Politiker die nur nach ihrem Gewissen handeln, wie es das Gesetz vorschreibt. Ich mietete mir ein Fahrrad und radelte nach Süden, wo es laut meiner Gastgeberin und einem Blog gute Schnorchel-Gründe geben soll.

Cozumel

Es war heiß und selten schattig. Verschwitzt am blaugrünen Wasser angelangt, vermieden Wellen wegen des starken Windes und Seegras gute Sicht, Korallen waren sehr spärlich vorhanden. Ob die Touristen, die eine Schnorchel-Tour buchten, mehr Glück hatten? ich bezweifelte es, da viele wegen des ungünstigen Wetters abgesagt wurden. Der Teil von Cozumel, der am weitesten von den Kreuzfahrtschiffen entfernt ist, sieht sogar ganz hübsch aus mit seinen nur einstöckigen, zum Teil bemalten Häuschen.

Puerto Morelos soll einem weniger touristischen Fischerdorf ähneln und da es auf dem Weg  nach Cancun lag, blieb ich 2 Nächte. Der Strand wäre ohne Seegras ganz schön, die Unterwassersicht wegen des Wetters gleich null, nur an meinem Pool war die Sicht gut. In der Nähe des Strandes reihten sich überteuerte Resorts an Restaurants mit weniger Lärm als in den anderen Orten der Riviera Maya, aber mit einem  Fischerdorf hatte es nichts gemein!

Isla Mujeres
Noch hatte ich Hoffnung, auf Isla Mujeres zu schnorcheln…

Isla Mujeres begrüßte mich mit starkem Verkehr in engen Straßen, gesäumt von Tour-Anbietern, Restaurants und Souvenirshops. Um dem zu entfliehen, probierte ich die von meinem Hostel empfohlenen Schnorchelspots aus. Türkises Wasser mit vielen Menschen und schwimmendem Seegras hatten anscheinend die Fische vertrieben, zu sehen war praktisch nichts. Ich fischte das Seegras aus meinen Haaren und nahm den Collectivo nach Süden, wo es von Blogs empfohlene gute Schnorchel-Möglichkeiten samt Fischen und Korallen geben soll.  Eine Touristin empfahl mir eine Stelle an einem Steg. Nach 500 Metern Schwimmen waren ein paar Fische alles, was ich zu sehen bekam. Offensichtlich wurden sie von den teuren Beachclubs zu gut bezahlt oder gefüttert? Weitere Erkundungen ersparte ich mir, Holbox wartete auf mich.

Beim Fähranleger in Holbox wirbelten die Taxis, hier handelt es sich um Golfcarts, den Staub  auf den unbefestigten Straßen auf. Ein paar Straßen weiter erreichte ich mein Hostel Tribu, eine Oase  an einer wenig befahrenen Straße.

Holbox Island

Ein paar Schritte weiter betrat ich den Strand mit weißem Sand. Das Schwimmen fühlte sich an, wie in einem türkisen, endlosen Pool, herrlich! Es gab sogar Schatten, um es sich mit einem Buch gemütlich zu machen.

Holbox

Das Tribu veranstaltete einen hochinteressanten Streetart-Spaziergang der einheimischen Künstler. Es lohnte sich, durch die Straßen zu schlendern, um diese zu entdecken! Im Tribu war immer etwas los, vom Mojito zubereiten, was mir um 17 Uhr bei der Hitze zu früh war bis zu Live-Musik oder dem Open-Mic Abend voller attraktiver, starker Frauen, die richtig gut singen konnten.  Anschließend wurde abgetanzt und wer wollte, konnte an der Ecke des Hot Corner bei Salsa und Technomusik weiterfeiern. Holbox gehörte zu meinen Highlights der Karibischen Küste, weil es noch nicht komplett vom Tourismus verdorben war. Die Hälfte der Insel ist Naturschutzgebiet und wird auch so behandelt, das heißt, wenn überhaupt, sind nur geführte Touren erlaubt.

Tipps für An- und Abreise:

bei der Einreise muss eine Gebühr von 30 Dollar gezahlt werden, de meistens im Ticketpreis enthaten ist, ABER wer über Land einreist, wie ich von Guatemala, muss 30  Dollar mit Karte zahlen und wer per Flugzeug ausreist, die Quittung vorzeigen, da ich meine natürlich nicht mehr hatte, musste ich doppelt zahlen! Vorsicht, die Quittung unbedongt behalten!

Tipps für Cozumel:

Unterkunft:

Casa del Solar liegt zentral, unweit dem Fähranleger nach Playa del Carmen, aber weit genug entfernt vom schlimmen Trubel, mit schönen Zimmern, Küchenbenutzung und einem ruhigen innenhof

Essen:

im lokalen Markt bieten günstige Restaurants tagsüber günstige Küche, auch vegetarische Optionen

Tipps für Puerto Morelos:

Unterkunft:

Hotel mit tollen Zimmern und Pool inklusive Gratis-Fahrrädern

Tipps für Cancun:

Das Nomads Hostel & Rooftop nahe des ADO-Busbahnhofs ist klasse, tolle, luxuriöse female-dorms, blitzsauber, unten gibt´s Tische zum Schreiben in ruhiger Atmosphäre, auf der Dachterrasse wird bei Cocktails geplantscht und der Lounge-Musik gelauscht, ansonsten ist in der Gegend nichts interessantes los

Tipps für Isla Mujeres:

Unterkunft:

das winzige Itze Hostel hat schöne Zimmer und Küchenbenutzung, die ich bei den überteuerten Restaurant-Preisen gerne genutzt habe, abends gab es sogar gute Live-Musik in manchen überteuerten Restaurants

Tipps für Holbox:

Unterkunft:

nur das Tribu-Hostel kommt für mich in Frage, saubere Dorms mit Bad, Innenhof mit Hängesesseln, zwei Küchen (die obige ist viel besser  und da funktioniert das WiFi gut), freundliches Personal, schöne Events, tolle Atmo…

Essen:

Vegane und Vegetarische Restaurants habe ich nicht probiert, sondern bin günstig einkaufen gegangen auf dem lokaen Markt, der bis 14 Uhr auf hatte.

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