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Einmal Paradies und zurück nach Dawei und Mawlamyine, Süd-Myanmar

Über die Thailändische Grenze nach Dawei, seinen Stränden und weiter nach Mawlamyine

Von Kanchanaburi brauchte mein hyperbequemer Bus nur 1 ½ Stunden zur Grenze nach Myanmar. Schnell wurde mein Pass abgestempelt und ich versuchte den Shuttle-Bus zur Bimanesischen Grenze zu erwischen. Fehlanzeige, alle winkten ab und die Fahrzeuge waren blitzschnell voll. So stand ich vor einer Art Travel Agency, die mir den Bus-Transport nach Dawei, der nächstgrößeren Stadt Myanmars, für 800 Baht anbot. Die Summe stand auch in allen Reiseführern, also buchten ich und ein Thailändisch-Schwedischen Pärchen die Fahrt. An der Burmesischen Grenze durften wir dann in den „Bus“ steigen, der sich als ein etwas betagter Kombi herausstellte. Alles nicht so wild, wir saßen zu dritt hinten, als noch ein Burmese sich neben uns drängeln wollte, was ich ablehnte. Nach endlosem Palaver legte sich derjenige bequem hinten auf´s Gepäck und nickte gleich ein.

Wir landeten im Shwe Moung Than Hotel in Dawei, das uns empfohlen wurde. Nachts ließ sich zwar die Klimaanlage abschalten und das Fenster öffnen, das sofort etliche Moskitos zum Anlass nahmen, sich auf mich zu stürzen. Da war es erstmal vorbei mit Schlafen, zumal sich die eisernen Sprungfedern bemerkbar machten. Am nächsten Morgen quartierte ich mich daher ins Sein Shwe Moe Guesthouse um´s Eck für einen erheblich günstigeren Preis ein, samt umweltfreundlichem Moskitoscreen am Fenster und Ventilator. Nachts war es so kühl, dass ich den Ventilator ausmachte.

Tempelaufgang in Dawei

Dawei ist ein angenehmer Ort mit Kolonialhäusern, Tempeln, netten Cafés und sogar einem echten Biergarten mit Bäumen, in dem ich einen schönen Abend mit meinem Netbook verbrachte, da das Internet gut funktionierte. Erst später bemerkte ich die zahlreichen, dicken Mückenstiche.

mein tägliches Frühstück in Dawei

Nach einem hervorragenden Kaffee im Journey-Café und Früchten mit Joghurt am nächsten Morgen machte ich einen langen Spaziergang und entdeckte sogar ein gemütliches Café im Europäischen Stil in der Myotwin Street. Der Besitzer Thanzawhat vom Yathasone Café zauberte gerade mit viel Gefühl die Verzierung einer Geburtstagstorte. Ich gönnte mir einen leckeren Schokoladenkuchen samt Kaffee.

der Meister am Werk

Aber ich war ja hier, um die jungfräulichen Strände zu sehen. Mit zwei französischen Schweizerinnen teilte ich ein Taxi zum Fischerdorf San Hilan und dem Tizit Strand. Von der Alphaltstrasse ging ein hügelliger Sandweg ab, der über Stock und Stein zum Dorf führte.

Es liegt idyllisch zwischen zwei Buchten, jeder lächelte uns zu, ancheinend waren sie Besucher gewöhnt. Ich wanderte auf den Aussichtspunkt, um eine bessere Rundumsicht zu haben. Absolut lohnend!

Tizit Strand

Weiter fuhren wir zum Tizit-Strand, um uns von der Hitze abkühlen zu können. Wir waren fast allein, nur ein paar Einheimische liefen uns über den Weg. Herrlich, im warmen Wasser zu schwimmen! Leider spendete keine Palme Schatten, so verließen wir dieses Idyll nach ausgiebigem Geplansche.

per Shuttle-Boot über den Mangrovensumpf

Im Internet fand ich die Sin Htauk Beach Bungalows im Süden der Dawei-Halbinsel, da mußte ich hin! So nahm ich den Bus und am Weg zum Dorf, das den Bungalows am nächsten liegt, ein Motorrad-Taxi. Der Fahrer bretterte den sandigen, holprigen, mit Schlaglöchern übersäten Weg entlang, dass mir ganz mulmig wurde. Er wollte wohl den vor ihm sehr flott fahrenden Mädels imponieren. Wir erreichten sicher den überfluteten Mangrovensumpf und wurden per Boot in die Nähe der Bungalows gebracht. Bei Niedrigwasser läuft man etwa 20 Minuten über den Sumpf.

Sin Htauk Beach bei Ebbe
die Flut kommt…

Am Strand angekommen, atmeten ich und die zwei Griechinnen, die auch im Bus waren, auf. Was für ein paradiesischer Ort! Wunderschön und unberührt! Genau das, was ich brauchte!

Die Bungallows haben alles, was der Gast benötigt, inklusive Terrasse und Liegestuhl. Hier ließe es sich aushalten, wenn man das entsprechende Kleingeld dabei hat.

Irgendwann ist auch der schönste Aufenthalt zu Ende und so wanderte ich bei Niedigwasser durch die Mangroven und wurde sogar auf dem Rückweg, da der Bus an mir vorbeiraste, von einem Burmesen, der Kokosnüsse geladen hatte, bis nach Dawei mitgenommen.

Da man nicht auf den Südlichen Inseln im Myeick Archipel übernachten kann und vieles überteuert ist, entschloß ich mich, weiter in den Norden zu fahren.

So machte ich nur kurz Station im Starlight Hotel in Ye und da ich kein Fahrrad leihen konnte, ging´s weiter nach Mawlamyine.

Auf dem Weg dahin sah ich mehrere Tempel auf steilen Felsen und fragte mich, wie diese wohl hinauf transportiert wurden? Endlich konnte ich mir ein Rad leihen, ideal für Mawlanyine. Vom Fluß wehte eine Brise, die mich auf die Hügel mit den zahlreichen Tempeln lockte.

Buddha streng bewacht

Natürlich gibt es einen Sunset-Tempel, den zu spät Gekommende per Aufzug erreichen können um sich die Treppen zu ersparen.

Sunset Tempel

Anschließend aß ich wieder auf dem Nachtmarkt am Fluß, eine Art Promenade mitsamt einem riesigen TV-Screen, auf dem Werbefilme und kurze Fußballszenen gezeigt werden. Die WM kann kommen!

Myanmar ist vorbereitet…

Tips für Dawei:

Das Shwe Moung Than Hotel ist vollklimatisiert, die Zimmer kosten 25000 Kyat mit Frühstück auf der Dachterrasse, von der man eine schöne Rundumsicht hat und das Internet gut funktioniert, ist auch nutzbar während des Tages, wenn man nur einen Snack nimmt

Das Sein Shwe Moe hat kleine, kühle Zimmer mit Fenstern und Ventilatoren, ab 8000 Kyat das kleine Einzelzimmer, von den nahen Schulen hört man die „Gesänge“ morgens und abends, die Besitzerin spricht besser Englisch als die Angestellten im Shwe Moung Than

Neben dem Shwe Moung Than schlürfte ich im von vielen Einheimischen frequentierten Journey Café guten Capuccino für 800 Kyat und Fruchtsalat mit Joghurt für 1200, draußen im Schatten war es nochmal so schön!

Wer andere Traveller kennenlernen möchte, ist im Tavoy Kitchen richtig, die Nudeln in Kokosnusssoße waren besonders lecker!

Die Strände sind nur für sehr erfahrene Motorradfahrer geeignet, da die sandigen Wege zum Strand sehr schwierig sind.

Tips für Mawlamyine:

Das Sandalwood hat preiswerte, schöne Zimmer ab 15000! Kyat mit Ventilator, unbedingt vorher reservieren! Internet funktioniert sehr gut!

Das Pann Su Wai hat auch saubere Zimmer mit Bad ab 16000 Kyat, mit Ventilator, Fenster mit Fliegengitter und Aircon, nachts war es kühl genug, um den Ventilator auszulassen, die Aircon sowieso

Schön ist es, im Grandfather-Restaurant auf dem Balkon oder auf dem Nachtmarkt dem Sonnenuntergang zuzusehen.

das einheimische „Sweet“ Restaurant macht gutes Indisches Poori-Frühstück, Shan-Nudeln und Kaffee zum unschlagbaren Preis, auffindbar mit Mapsme