Programmer als Trüffelschweine mit exzellenter Filmauswahl und Zuschauerrekord beim Filmfest München 2026

Rekordverdächtige 95000 Besucher gaben sich bei rund 385 Filmvorführungen und 140 Veranstaltungen des Filmfests München die Klinke in die Hand und wurde so zum Treffpunkt für Filmbegeisterte, die internationale und nationale Branche. Zuletzt erhielt David Duchovny den CineMerit Award, stellte seinen neuen Film „See you when i see you“, vor und äußerste sich sehr kritisch zu Trumps „Win win win“, „Lasst uns doch mal verlieren und gegenseitig umarmen!“. Davor kamen Weltstars wie Sandra Hüller, die im Film „Vaterland“ von Paweł Pawlikowski Erika Mann verkörpert, die sich mit ihrem Vater Thomas Mann in der früheren DDR hofieren ließ, zur Eröffnung. Pedro Almodóvar zeigte seinen Film „Bitteres Fest“ und die kritische Musikerin Noga Erez ihren Film „Noga“, deren Konzerte abgesagt wurden, weil sie Israelin ist.

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Paweł Pawlikowski und Sandra Hüller bei der CineCoPro Premiere von VATERLAND beim Opening des Filmfest München. © Kurt Krieger / Filmfest München

Gefeiert wurde nicht nur bei der jungen Nacht, sondern auf 18000 Branchenempfängen wie bei so mancher Premiere und der „Servus“ Party von Bavaria Film und Fiction die ganze Nacht.

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Ein Preisregen ging ebenfalls nieder, der Förderpreis Neues Deutsches Kino am 3. Juli 2026 zeichnete Ella Cieslinski und Nina Wesemann für ihren Film „Erzähl mir dein Morgen“ als beste Regisseurinnen aus. Christoph Otto sicherte sich den Preis in der Kategorie „Beste produzentrische Leistung“ für „Die Ballade von Mittwoch auf Donnerstag„. Susanne Heinrich hat den Preis in der Kategorie „Bestes Drehbuch“ für „Die miserable Mutter“ sowie das Mentoring-Programm bei Bavaria Fiction gewonnen, das in diesem Jahr Produzent Ronald Mühlfellner begleitet. In der Kategorie „Beste Schauspielerische Leistung“ wurde Ricarda Seifried für ihre Rolle in „Erzähl mir dein Morgen“ ausgezeichnet.

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Strange River“ von Jaume Claret Muxart und seine deutsche  Ko-Produzent:innen Sophie Ahrens, Fabian Altenried und Kristof Gerega von Schuldenberg Films wurden mit dem CineCoPro Award, dem Ciné Wave, einer silbernen Welle, ausgezeichnet, mit 100.000 Euro der höchstdotierte Preis auf dem FILMFEST MÜNCHEN, gestiftet vom FFF Bayern mithilfe der Bayerischen Staatskanzlei.

Ciné Vision Gewinner FFM26_A Girl Unknown.

Als bester internationaler Film wurde der Film „Von Scham und Geld“ von Visar Morina mit dem CineMasters Award ausgezeichnet. Mit dem CineVision Award für den besten internationalen Nachwuchsfilm wurde „A Girl Unknown“ von Jing Zou ausgezeichnet. Der in diesem Jahr zum dritten Mal verliehene CineRebels Award geht an „Hair, Paper, Water…“ von Nicolas Graux und Minh Quý Trương. Dies ist der zweite CineRebels Award für Minh Quý Trương. Im Jahr 2024 gewann er den Award bereits für „Viêt and Nam“.  „Mein Sommer bei Nonna” von Margherita Spampinato gewann den CineKindl Award für den besten Kinderfilm.

Der Young Jury Award geht in diesem Jahr an „Los Nadadores” , die Schwimmer, von Sol Iglesias SK. Er erzählt ein heißes Buenos Aires, bei dem die reichen Menschen geflohen sind, da die Sonne nicht mehr untergeht und eine Gruppe junger Leute sich in den verlassenen Pools abkühlt, die immer dreckiger und vertrockneter werden. Die Temperaturen in München waren gerade extrem hoch, bei dem Abspann des Films hörte man es regnen und o Wunder, draußen regnete es plötzlich auch!

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Im Rahmen der Preisverleihung wurden auch die Audience Awards des Festivals vergeben. Die Audience Awards, unterstützt von den Medienpartnern BR und Süddeutsche Zeitung, gingen in der Kategorie national an die wahre Geschichte einer Freundschaft zwischen einer 102jährigen und einem jungen Iraner,  „Lieblingsmenschen – Die außergewöhnliche Freundschaft von Agnes & Amir“ von Helena Hufnagel, der am 19.11.26 in den Kinos anläuft und absolut empfehlenswert ist, und international an „If Only the Year Had 364 Days“ von Almourad Aldeeb, der während des Bürgerkriegs in Syrien in einem Foltergefängnis inhaftiert war, bevor er nach Deutschland fliehen konnte. Nach dem Sturz des Regimes kehrt er zum Ort des Schreckens zurück, um sich seinen Erinnerungen zu stellen und seiner Freunde zu gedenken, die dort zu Tode gefoltert wurden.

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Den CineKindl Audience Award erhielt „Plitsch Platsch Forever!“ von Natascha Beller.

Der Fritz-Gerlich-Preis wird seit 2012 im Rahmen des Filmfest München verliehen und erinnert an den Publizisten Fritz Gerlich, der bereits früh gegen die nationalsozialistische Ideologie Stellung bezog und 1934 im Konzentrationslager Dachau ermordet wurde. Die feierliche Preisverleihung übernahm erneut Kardinal Reinhard Marx. Ausgezeichnet wurde in diesem Jahr LOST LAND von Regisseur Akio Fujimoto. Der bewegende Film erzählt die Geschichte zweier Rohingya-Geschwister auf der Flucht und überzeugte die Jury mit seiner sensiblen Inszenierung, seiner emotionalen Kraft und seiner universellen Botschaft von Hoffnung, Menschlichkeit und Würde. Da der Regisseur nicht persönlich anwesend sein konnte, nahm der deutsche Koproduzent Christian Jilka mit 10.000 Euro dotierten Preis von Kardinal Reinhard Marx entgegen.

StartseiteGesellschaftDer Fritz-Gerlich-Preis 2026 beim Filmfest München Der Fritz-Gerlich-Preis 2026 beim Filmfest München Ein Sommerabend voller Haltung 2. Juli 2026 Sophie Adell Gesellschaft 0 Fritz Gerlich Preis 2026 im Künstlerhaus München. Von links nach rechts: Christoph Gröner (Festivaldirektor Filmfest München), Erzbischof Reinhard Kardinal Marx, Philipp Schall (GF Tellux Film), Julia Weigl (Künstlerische Leiterin Filmfest München), Martin Choroba (GF Tellux Film, CEO Tellux Holding), Christian Jilka (Co-Produzent LOST LAND) und Thorsten Grieser (Kaufmännischer Leiter Filmfest München). © FGP-fotocello

Rund 300 Gäste aus Film, Kultur, Medien und Gesellschaft kamen zusammen, um einen Preis zu feiern, der für Zivilcourage, Menschenwürde und den entschlossenen Einsatz gegen Unterdrückung und Machtmissbrauch steht.

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