Mit dem bewegenden SOS-Kinderdörfer-Preiträger- Film „New Kind of Wilderness„, über eine Familie, die in der Natur lebt und plötzlich mit dem Tod der Mutter konfrontiert wird, ging das 39. DOK.fest München zu Ende. Der Film von Regisseurin Silje Evensmo Jakobsen wirft Fragen zu unserem Verhältnis zur Natur auf und stellt gesellschaftliche Fragen auf subtile Art und Weise. Sehenswert!
Ein Jahr noch, dann wird das 17. Fünfseen Filmfestival volljährig! Das Datum wurde auf genau die Woche vorverlegt, in der die Stammstreckensprerrung aufgehoben, aber die Bahnstrecke bis Gauting gesperrt war. Bei über 30 Grad draußen durfte die umweltfreundliche Kinogängerin einen gefühlt 60 Grad heißen Bus von der U3/U6 Endstation in München nach Gauting nehmen und bis Starnberg die S-Bahn. Im Breitwand Kino Starnberg angekommen, erwarteten mich „Fallende Blätter“, ein wunderschön lakonischer Film von Aki Kaurismäki, leider bei saunaähnlichen Temperaturen.
Margarete von Trotta mit Produzentrin und Festivalchef Matthias Hellweg Foto: dk
Fulminant eröffnete das Filmfest München zum 40. Geburtstag mit „The Persion Version“ in der Isarphilharmonie, welche nicht wirklich als Kino geeignet ist. Die Familiensaga über eine Iranische Familie, die in die USA emigriert ist und mit unterschiedlichen Problemen in der Familie zu kämpfen hat, macht gute Laune, trotz der tragischen Geschichte der Mutter der Protagonistin Leila und die Probleme der lesbischen Leila mit derselben. Am Ende weht ein hauch Bollywood durch den Film, wenn die ganze Familie „Girls just wanna have fun“ neu interpretiert. Anschließend wurde angemessen gefeiert und getanzt im HP8!
Das war erst der Feier-Anfang beim Filmfest im HP8 Foto: DK
Warum nicht mal etwas ganz Neues probieren und Georgien in Filmen kennenlernen? Vom 22. bis zum 25.06.2023 gibt es 9 Filme zu sehen. Eröffnet wird mit „Lotto- a Tale at the Seaside City“ von Zaza Khalvashi und Tamta Khalvashi im Filmmuseum am St. Jakobsplatz 1 mit Georgischem Wein und kleinem Buffet um 19 Uhr. Liebe und Verbrechen sowie Geheimnisse und Träume vermischen sich in dieser Gesamtgeschichte, die ihren verführerischen Weg durch eine eng verbundene Gemeinschaft in einer georgischen Küstenstadt, Batumi, führt. Zur Q&A steht die Casting Managerin und Botschafterin des Films Nino Papunidze zur Verfügung. Für diesen Film gibt es nur noch Restkarten.
Der Sommer war und ist dir zu heiß? Kein Problem, für Abkühlung ist in den fünf Seen südlich von München gesorgt! Und anschließend gibt es nichts Schöneres als einen oder besser mehr Filme in einem der Kinos des FünfSeen Filmfestival zu genießen, zu lachen, zu staunen, zu weinen oder nach zu denken.
Ein sehr passender Fokus liegt in diesem heißen Sommer auf Kino & Klima in Zusammenarbeit mitunserklima.jetzt. Sind wir und unser Planet noch zu retten? In „Rise Up“ zeigt am Beispiel von fünf engegierten Menschen, wie jeder Einzelne konkret gegen Ungerechtigkeiten vorgehen kann un soll Hoffnung geben, unbedingt notwendig in diesen absurden Zeiten! Anschauen!
Auf meinen Reisen habe ich bereits über die Plastikbewußlosigkeit vor Jahren berichtet, der Film „The North Drift-Plastik in Strömen“ fragt sich, wie eine Deutsche Bierflasche in´s Nordpolarmeer geschwemmt wird?
Der Sommer war dir zu heiß? Kein Problem, für Abkühlung ist in den fünf Seen in Münchens Süden gesorgt. Beim anschließenden Filme gucken im Rahmen des Fünf Seen Filmfestivalsdarfst du Staunen, Lachen, Weinen, Nachdenken, Genießen oder dich inspieren lassen.
Ein passender Fokus in diesem Sommer liegt in Zusammenarbeit mit unserkllima.jetzt auf Kino & Kima. Sind wir und dieser Planet noch zu retten? „Rise Up“ fragt fünf Menschen, die an gesellschaftlichen Umbrüchen beteiligt waren, wie sich jeder Einzelne konkret gegen die großen Ungerechtigkeiten dieser Zeit wehren kann, da wünsche ich viel Glück!
Erfrischung gefällig? Im Freibad? Dann ab in´s Kino und den gleichnamigen Doris Dörrie Film genießen! Witzige Dialoge werfen sich die Besucher des Freibads gegenseitig an den Kopf. Die einen sind fast voll vemummte Schweizerinnen, die von Andrea Sawatzki gespielte Protagonistin zieht sich aus Protest das Bikini-Oberteil aus und jeder hat etwas am anderen auszusetzen: zu dick, zu dünn, zu alt, zu vermummt, irgendetwas findet sich immer im Frauenfreibad, das am 1. September in den Deutschen Kinos startet.
„Freibad“ Premiere mit der Filmcrew von Doris Dörrie im Arri-Kino, der eine Hommage gewidmet wurde
Viele Starke Frauen, die immer noch unterdrückt werden und sich wehren, bestimmten das 37. internationale DOKfest mit, diesmal endlich wieder im Kino und Online!
Dragon Woman nennen sich die weiblichen CEOs großer Firmen in dem gleichnamigen Film. Sie sind immer noch in der Minderzahl und machen sich Gedanken, um die Männer sich wie selbstverständlich kaum kümmern, zum Beispiel, ob sie eine Familie gründen wollen oder nicht. Eine Französin erzählt, wie sich die Männer bei einem Meeting schon gut kannten und die wichtigen Dinge offensichtlich im Vorfeld besprochen hatten. Der sehenswerte Film läuft jetzt in der ARD-Mediathek.
Dragon woman Foto: DOKfest
In einer ganz anderen Welt lebt die Sängerin der traditionellen Asmari-Musik Nardos im Film Stand up my Beauty, die erfolgreich in den Clubs Äthiopiens auftritt. Ihr Mann ist als Musiker viel unterwegs, sie kümmert sich um ihre Kinder und befragt Frauen, die von ihrem Leben und ihrer Zwangsheirat erzählen. Keine schönen Geschichten, die sie in ihren Liedern verarbeitet und diesen Frauen ihre wunderbare Stimme gibt. Ein bewegender Film über starke Frauen mit toller Musik! Jetzt in der ZDF-Mediathek.
Von „Normalität“ ist nicht nur das diesjährige Filmfest München weit entfernt. An´s Maskentragen im Kino, kann und will ich mich nicht gewöhnen. Nö, um es mit dem Filmtitel vom neuen Brüggemann-Film zu sagen, so viel Abstand wie möglich zu halten, statt sich zu auszutauschen und zusammen zu feiern, das fehlt sehr!
So verlegte ich mein Filme-Gucken hauptsächlich in´s Freie, sieben Open-Air Kinos luden dazu ein. Anscheinend waren die Verhandlungen mit Petrus nicht erfolgreich, denn schon bei der Eröffnung mit dem lang ersehnten „Kaiserschmarrndrama“ in den ausverkauften Open-Air Kinos schüttete es dramatisch.
Der Sommer in München ist da und wir sind spätestens seit dem EM-Fußballspiel Deutschland-Portugal, welches die meisten in Biergärten gewittrig überlebten, auf etwaige Wetter-Kapriolen vorbereitet. Acht Kinos zeigen indoor ihre Filme und in sieben Open-Air Locations können sich die Zuschauer die hoffentlich lauen Sommerabende mit interessanten Filmfest-Neuheiten versüßen, da muss nur Petrus mitmachen!
Nach ewigem Erlebnis-Lockdown dürfte der Eröffnungsfilm: Kaiserschmarrndrama mit den üblichen Verdächtigen wie der lässsige Sebastian Bezzel die Zuschauer in entspannte Schmunzel-Stimmung versetzen, das brauchen wir alle dringend!