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Sauberes Wasser für alle initiiert Surfer und Eckart-Preisträger Jon Rose mit Waves4Water

Immer wieder gibt es engagierte Menschen, die statt auf Hilfe von großen Organisationen zu warten, selber die Initiative ergreifen, wie aktuell bei der Füchtlingshilfe.

Auf der Suche nach der perfekten Welle erfuhr Surferlegende Jon Rose, daß in vielen Gegenden der Welt Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser hatten.  Er gründete das Kooperationsmodell Waves4Water, stellt einfach zu handhabende Wasserfilter her. Partner sind kleine und große Organisationen wie die UN und Infrastrukturprojekte. Einheimische Helfer verteilen  die Filter an Bedürtige und leiten sie an, wie sie benutzt werden können.

Surfer Jon Rose
Surfer und waves4water Gründer Jon Rose

So wurde Jon Rose Preisträger des ECKART 2014 für Kreative Verantwortung und Genuss.,(horizonteentdecken berichtete). Im Juni 2015 reisten Theresa Geisel und Lejla Beganovic für die Witzigmann Academy mit Jon Rose auf die Philippineninsel Bohol. Hier verhilft Rose mit seiner Organisation Waves4Water (W4W) der von Erdbeben und Taifunen heimgesuchten Bevölkerung zu sauberem Trinkwasser. Er berichtet Ihnen von der Verwendung des Preisgeldes und seinem Projekt.

„Als der Taifun „Haiyan“ vor ungefähr eineinhalb Jahren auf die Inseln traf, haben wir hier auf den Philippinen unser Clean-Water-Projekt gestartet. Wir arbeiteten auf über zwölf Inseln, von denen einige besonders stark betroffen waren. Seitdem führen wir unsere Projekte hier so gut wir können weiter: im Bereich der Entwicklungshilfe, in langfristig angelegten Infrastruktur-Projekten und so weiter. Wir sind regelmäßig hier, abhängig davon, mit welchen Partnern wir zusammen arbeiten, und checken den Status auf den verschiedenen Inseln.“

sauberesTrinkwasser für alle!
sauberesTrinkwasser für alle!

Nicht nur die ECKART-Preisverleihung machte Rose viel Spaß, er konnte das von der BMW-Group gesponserte Preisgeld dazu verwenden, den Menschen auf den Philippinen nach den zerstörerischen Taifunen „Haiyan“ und dem im Jahr 2014 kurz nach der Verleihung darauffolgenden „Ruby“  sofort zu helfen. Es wurden lokale Netzwerke für den Aufbau der Infrastruktur geschaffen. So konnte fast das gesamte Preisgeld in Trinkwasserfilter-Systeme investiert werden. Die meisten Menschen hier hatten keinen Zugang zu sauberem Wasser. Mit dem Fördergeld konnte er jede Menge Filter kaufen und so schnell helfen.

Jon Rose wollte nicht den üblichen Weg der großen Hilfsorganisationen nehmen. Er liebt es, die Welt zu bereisen und natürlich zu surfen. Er machte einfach, was sein Herz ihm sagte, das es möglich sein muß, Trinkwasser für alle zu organisieren.
Er meint: “ Die globale Wasserkrise ist lösbar. Es ist keine Frage der Technologie, es ist eine Frage der Zugangsmöglichkeiten. Wasser ist das neue Öl, so hört man. Bedeutende Kriege werden über Wasser und den Zugang zu Wasser ausgefochten werden. Aber wenn man darüber nachdenkt, was eine Flasche Wasser im Vergleich zu derselben Menge Öl kostet, dann sieht man, dass es schon viermal so teuer ist – es passiert bereits. Was wir wirklich tun: Wir bauen eine Plattform, die Zugang ermöglicht. Die Menschen, die bereits Lösungen geschaffen haben, haben großartige Arbeit geleistet. Das heißt aber nicht notwendigerweise, dass sie wissen, wer wo ihre Lösungen braucht und wie man sie den Menschen zukommen lässt. Und die Menschen, die Lösungen brauchen, wissen nicht, dass es sie bereits gibt. Es gibt also dieses fehlende Bindeglied. Und ich denke, wir haben dieses Bindeglied geschaffen.“

Ein Engagement, das Schule machen sollte und gleichzeitig den unsäglichen Plastikmüll vermeidet!

 

 

Neue Dimensionen in der Deutschen Küche, ein Symposium im Vorfeld des Eckart Witzigmann Preises

Ist die Deutsche Gastronomie am Scheideweg? Beim Vierten Symposium der Witzigmann Academy diskutierten Wissenschaftler, Köche und weitere Experten aus dem Gastronomiebereich im Esszimmer der BMW-Welt über die zukünftigen Perspektiven der deutschen Küche. „Für die eigene Identität und den eigenen Ausdruck der Spitzenküche wird die Region entscheidend sein“, erklärte Foodscout Dominik Flammer,  der Schweizer Autor von „Das kulinarische Erbe der Alpen“. Seine These: „Nur mit starkem regionalen Bezug kann sich eine deutsche Spitzenküche von den anderen Nationen unterscheiden und als eigenständig wahrgenommen werden.“
Bisher ist das nicht der Fall, obwohl die Zahl der Sterne-Restaurants in Deutschland höher ist, als in jedem Land außer Frankreich. Für die Herkunft der Lebensmittel wird die Region ebenfalls weiter in den Fokus rücken – auch in der Gemeinschaftsverpflegung.
Für Prof. Dr. Volkmar Nüssler vom Tumorzentrum München beginnt Gesundheit beim Einkauf. „Gesunde Lebensmittel kommen von Tieren aus artgerechter Haltung sowie von Äckern und aus Gewässern, die nachhaltig bewirtschaftet werden“, erklärte er. „Bio ist gut, aber regionale Erzeugnisse sind oft besser.“ „So übernimmt man Verantwortung dafür, was und wie man isst“, sagt Nüssler weiter. „Das Zukunftsthema gesunde und geschmackvolle Ernährung erfordert die Zusammenarbeit zwischen Ärzten, Ernährungsberatern, Fachleuten in der Lebensmittelproduktion und Köchen mit Expertise“. Das Tumorzentrum München hat als Vorreiter mit der Witzigmann Academy eine Koch-App für Tumor-Patienten entwickelt, die gratis im App-Store und bei Google Play erhältlich ist.

Gibt es Demokratie in der Spitzengastronomie? Albert Adria, der Bruder und frühere Küchenchef des Avantgarde-Küchenkünstlers Ferran Adria (El Bulli) hat in Barcelona die Tapas-Bar Tickets! eröffnet, in der man ab 50 € ein kulinarisches Feuerwerk mit besten Zutaten und kreativer Küche erleben darf.  Die tolle Atmosphäre verführt zum Bleiben.

Prof. Volkmar Nüssler, BMW-Vorstand Dr. Friedrich Eichiner, Eckart Witzigmann, 3 Sternekoch Kevin Fehling und Otto Geisel im EssZimmer der BMW Welt © BMW
Prof. Volkmar Nüssler, BMW-Vorstand Dr. Friedrich Eichiner, Eckart Witzigmann, 3 Sterne-Koch Kevin Fehling und Otto Geisel im EssZimmer der BMW Welt Foto: BMW

Einen Weg zu mehr Lockerheit geht Kevin Fehling. Deutschlands jüngster Drei-SterneKoch mit seinem Restaurant „The Table„, das  Anfang August in Hamburg eröffnete. Die Gäste sitzen an einer schlangenförmigen Theke und können die Köche bei der Arbeit beobachten. Statt Silberbesteck, Tischdecken oder opulente Weinkarte genießt der Gast ein exzellentes Menü.
Eckart Witzigmann: „Wir sind auf dem Weg zur Küche der Zukunft. Wir brauchen kritische, aufgeschlossene Partner und ebensolche Gäste.“

Bei kulinarischen Genüssen inklusive Witzigmann-Ayala-Champagner im Restaurant BNM des Nationalmuseums von Mike Emmerz und André Wöhner wurde die Diskussion angeregt weitergeführt.
ECKART Der internationale Eckart Witzigmann Preis ist eine der bedeutendsten Ehrungen für herausragende Verdienste um Kochkunst und Esskultur: Mit dem ECKART würdigt Jahrhundert-Koch Eckart Witzigmann seit dem Jahr 2004 einzigartige Leistungen der Kochkunst und das besondere Engagement in dem facettenreichen Themenkreis der Lebenskultur. In Partnerschaft mit der BMW Group vergibt die WITZIGMANN ACADEMY jährlich die Preise in den Kategorien „Große Koch-Kunst“, „Innovation“ und „Lebenskultur“. Seit dem Jahr 2013 gibt es zudem einen ECKART für „Kreative Verantwortung und Genuss“, dotiert von der BMW Group mit 10.000 Euro.

Eckart Witzigmann mit Mich Hucknall und
Eckart Witzigmann mit Mick Hucknall und Chris de Margary Foto: BMW

Eckart Witzigmann besuchte Simply Red Sänger MIck Hucknall, Eckart-Preisträger 2014 für Lebenskultur, in Irland. Dieser verwendete sein Preisgeld zur Pflege  des Flusses Finn im Norden Irlands. Mit Hilfe seines Bandkollegen  Chris de Margary verdopplte sich die Anzahl der Lachse innerhalb von 10 Jahren, natürlich im Einklang mit der Natur.