Traditionell eröffnet die Junge Nacht des Museum Brandhorst in Kooperation mit CineYou am 26. Juni 2026 das Festivalwochenende. Darüber hinaus beteiligt sich das Filmfest am Ausstellungs- und Veranstaltungsprojekt „Carrying“ und widmet sich filmischen Perspektiven, die plurale und vielschichtige Geschichten Münchens sichtbar machen. Kuratiert von Can Sungu, Mitbegründer und Leiter von SİNEMA TRANSTOPIA, präsentiert das Festival in der Reihe „Inventur einer Stadt: München neu betrachtet“ den Langfilm „Im Niemandsland“ von Hans Andreas Guttner. Der Film porträtiert türkische Jugendliche in München Anfang der 1980er-Jahre, die sich in ständiger Unsicherheit in einer Gegenwelt bewegen, die von James Dean und Elvis Presley inspiriert ist.
Zudem zeigt das Filmfest in einem von zwei Kurzfilmprogrammen erstmalig Werke des jugoslawischen Dokumentarfilmemachers Želimir Žilnik, der in den 1970er-Jahren mehrere Jahre in München im Exil lebte. Am Dienstag, den 30.06.2026, ist der Regisseur im Gespräch mit Kurator Can Sungu im Foyer des Museum Brandhorst bei einem FilmTalk mit dem Titel „Inventories of a City – Želimir Žilnik in Munich“ zu erleben. Feiern als Ausdruck von Gemeinschaft, Widerstand und gesellschaftlichem Wandel: Die diesjährige Retrospektive „Why Can’t We Live Together?“ in Kooperation mit der Deutschen Kinemathek widmet sich dem utopischen Potenzial der Popkultur in den späten 1980er- und 1990er-Jahren. Kuratiert wurde das Programm von Heleen Gerritsen, der künstlerischen Leiterin der Deutschen Kinemathek. Ergänzend zu den Filmvorführungen macht eine interaktive Medieninstallation, die im Pavillon 333 präsentiert wird, ausgewählte Werke auf neue Weise erfahrbar.
Im Amerikahaus präsentiert das Filmfest an sechs Abenden Filme aus Nord- und Südamerika, die die künstlerische und thematische Vielfalt des amerikanischen Independent-Kinos widerspiegeln. Zu den Höhepunkten zählt die Münchner Premiere des ersten Kinodokumentarfilms „Nuestra Tierra “ der argentinischen Regisseurin Lucrecia Martel. Darüber hinaus ist mit „See You When I See You“ auch das neueste Werk des US-amerikanischen Indie-Filmemachers Jay Duplass zu sehen.
Im Rahmen des Festivals der Zukunft präsentiert das FILMFEST MÜNCHEN mit MUNICH Beyond neue Formen des immersiven Erzählens. Das Projekt entsteht in Kooperation mit dem XR HUB Bavaria und dem Residenztheater München und wird vom FilmFernsehFonds Bayern unterstützt. Im Mittelpunkt steht eine über 500 Quadratmeter große XR-Ausstellung, die vom 1. bis 5. Juli zugänglich ist. Sie vereint regionale und internationale Arbeiten, die zuletzt bei renommierten Festivals wie der Biennale di Venezia oder South by Southwest gezeigt oder ausgezeichnet wurden. Zugleich versteht sich MUNICH Beyond als interaktive Plattform für Austausch und Begegnung, auf der Kunst, Technologie und Industrie miteinander in Dialog treten. Auch in der HFF wird es eine VR-Experience geben, die von 2. – 4. Juli besucht werden kann.Alle aktuellen Infos unter: https://www.filmfest-muenchen.de/de/