Veneto

Genüsslich das Venezianische Hinterland per Rad & Boot erleben

Es muss nicht immer Venedig sein, das Veneto, befreit von Touristenmassen, glänzt nachhaltig mit entspannter Gastfreundschaft und Schönheit. Wegen Corona-bedingten Einschränkungen ist Venedig derzeit noch relativ entspannt und gehört fast den Venezianern, einem Kurztrip wäre ich nicht abgeneigt, sobald die Maskenpflicht draußen abgeschafft wird.

Ich wollte Slow Venice ausprobieren, mit Zug, Elektro-Booten und dem Rad unterwegs sein und in einheimischen Restaurants, die auf Frische und Nachhaltigkeit Wert legen, einkehren.

In Mestre mit dem Zug von München angekommen, bekam ich Hunger und durfte das Agriturismo Coda di Gatto in Eraclea im Süden der Lagune ausprobieren. Vor dem wunderschönen Restaurant aus Stein lagen Körbe von duftenden Erbeeren, obwohl es bereits Ende Oktober war! Der weite Garten dient dazu, die Küche mit frischem Gemüse und Kräutern zu versorgen, ganz nach meinem Geschmack!

Die Terasse vom Coda di Gatto Foto by Alberto Barosco

Die Lagune von Venedig ist ideal für meine liebste Fortbewegung nach dem Segeln, dem Radfahren, so startete ich die 15 Kilometer-Radltour am Musile di Piave bis nach Eraclea am ruhigen Fluss, vorbei an Weinplantagen, Melonen- und Salatfeldern. Es ist sowenig aufregend wie der Radweg frequentiert, das ist ja gerade das Schöne! Bewegung an frischer Luft machte hungrig, so kehrte ich im Restaurant La Cavetta ein, ein Italienischer Genuss auch für mich als Vegetarierin.

Piave Bootstour
ist die Gondel aus Venedig ausgebüchst?

Gemütlich knuffige Elektroboote von Laguni Amo brachten mich auf dem Piave-Vecchia-Kanal zurück. Als Schleckermaul durfte ein Stop bei den Brüdern der Cioccolateria Veneziana in San Dona di Piave, den Schokoladen-Magieren, nicht fehlen! Seit 1960 kreirt die Familie Liköre, Grappa und Schokoladen-Naschereien jeglicher Art in Handarbeit ohne chemische Zusatzstoffe, das bedeutet, es macht nicht dick, sondern ist zum Dahinschmelzen!

Gemütlich glitt mein Boot weiter zur abendlichen Gourmet-Station: der Osteria Tejo. Der Apéritiv Spumante Brut, Orangen-Cocktail und die Antipasti mundeten hervorragend und das spätere Diner sowieso! Ich fühlte mich wie eine Gourmet-Göttin in Italien!

Sonnenuntergang im Veneto, Italien

Am späten Vormittag des nächsten Tages lagen die Belussera-Weinberge des unabhängigen Weinguts „Azienda Agricola Bellese“ in Ponte di Piave auf dem Programm. Mich interessierten die kleinen, feinen Weingüter, die alle in dem Verband der unabhängigen Italienischen Weingüter vertreten sind. Zu frischem Brot, Käse, Eiern und Salat schmeckte der exzellente Wein doppelt gut! Der Vino Spumante Brut  Millesimato hatte es mir besonders angetan!

Vignaioli Bellese

„Pesca del Bisat“ heißt der traditionelle Aalfang, der auf dem Fluss Livenza noch praktiziert wird. Eigentlich  esse ich so gut wie keine Fische oder Meeresfrüchte, aber ein Stück vom Aal schmeckte gar so nicht übel. Wer keinen Aal mag, kann lustige Kekse in Aalform ausprobieren.

In Cavallino besichtigte ich die Wehranlagen, Kasernen und Munitionsanalgen, die im ersten Weltkrieg gottseidank Venedig verteidigt haben!

Gerne wäre ich länger geblieben, hätte die Lagune mit dem Rad umrundet und die restlichen Weingüter besichtigt, aber das spare ich mir für´s nächste Mal auf, denn wiederkommen werde ich auf jeden Fall! Hoffentlich wird es bald wieder möglich sein, unkompliziert durch Italien zu reisen!

Tipps:

Einreisen ist wieder möglich, über Besimmungen informiert das Auswärtige Amt immer aktuell, hoffentlich wird die Maskenpflicht draußen abgeschafft!

Slow Venice ist perfekt für nachhaltiges Reisen, außergewöhnliche Landschaften zeigen Euch versierte Naturreiseleiter

Boots- und Kanu-Fahrten durch die zahlreichen Kanäle und gastronomische Touren bietet Laguni Amo

Herzlichen Dank an Real Stories PR, ihr seid die Besten!

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