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Kulinarik à la Colombiana

Die gute Nachricht zuerst: es gibt hervorragende Küche in Kolumbien, wie die berühmten Rausch-Brüder mit ihren im Land verstreuten Restaurants beweisen. Leider bin ich nicht dazu gekommen, diese auszuprobieren und rechtzeitig zu reservieren.
Als Reisende ist es in kleinen Orten und abgelegenen Gebieten selten möglich, gut oder gar vegetarisch zu essen. Bei Nachfrage zu Letzterem wird man oft kopfschüttelnd abgewiesen. Wer als Feinschmecker abnehmen will, ist hier an der richtigen Adresse. Er wird kaum das übliche Gericht wie weißer, geschälter Reis, frittierte Platanos oder anderes Fettgebackenes mit Schuhsohlen-zähem Fleisch verzehren.

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typische Snacks

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Bueffel & Schwein a la Toraja, Sulavesi

Mancher Tourist  in Rantepor traut sich nicht ohne Guide oder Fahrer aus dem Hotel, daher erfuhr ich unabhaengig von einer kleinen Begraebnisfeier der Toraja, das Touri-Highlight schlechthin im Hochland Sulavesis. Diese sind zwar Christen, haben aber ihre althergebrachten Zeremonien beibehalten. Bei dieser ging es recht familiaer zu und ich hatte das Glueck, als einzige Auslaenderin dabei zu sein. So wurde ich von der Tante des Verstorbenen herzlich begruesst, die sogar etwas Deutsch sprach und von den anderen Verwandten umsorgt.

fröhliches GrillenWaehrend wir uns mit Kaffee, Tee und Snacks staerkten, trudelten langsam die restlichen ca 200 Geaste ein. Recht unspektakulaer ging die Schweineschlachtung ausserhalb unserer Sicht vor sich.

speisenzubereitung

Nach dem Ausnehmen wurde das Fleisch, vermischt mit Blut und Gemuese im Bambusrohr ueber offenem Feuer gegrillt und natuerlich den ganzen Tag ueber verspeist.

wasserspinat & Schwein

Die opulente Beerdigungs-Feier am naechsten Tag hatte ganz andere Dimensionen und natuerlich nicht nur Hunderte von einheimischen Gaesten, sondern viele westliche Touristen und ihre unvermeidlichen Guides. Jeder brachte Geschenke, Zigaretten und ganze Schweine erfreuten sich da groesster Beliebtheit. Zur Begruessung verwoehnten uns die Enkellinnen des Verstorbenen mit Tee sowie kleinen “Schweinereien” wie Fettgebackenes aller Art.

3 EnkellinnenIm Laufe des Tages fuellten sich die Bastmatten unter den dekorierten Torajadaechern und der einbalsamierte Leichnahm wurde feierlich in einer Art Saenfte im Kreis herumgeschwungen.

die Verwandten um die SänfteDie Schweine, kopfueber an Bambusstangen haengend, schrien wie kleine Kinder, als sie hereingetragen und auf den Boden gelegt wurden. Der auf dem Markt auserwaehlte erste Bueffel war die Ruhe selbst, als ihm der Hals aufgeschlitzt wurde, das Blut schoss heraus bis er zu Boden sank.

büffeltötungAnschliessend waren die armen Schweine dran und weitere Bueffel, die ausgenommen und zubereitet wurden. Die Anwesenden liessen sich die Delikatesse den Rest des Tages ueber schmecken und spuelten mit Palmwein, einer Art vergorener Grapefrut- Apfelsaft nach. Mir war der Appetit ob des opulenten Schlachtfeldes vergangen.

der vergorene REiswein

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