Schlagwort-Archive: Machu Picchu

Zu schön, um wahr zu sein: Machu Picchu

Cusco mit seinen weißgetünten Wänden, roten Dachziegeln, verzierten Holzbalkönchen und Eckern, ist der Ausgangspunkt zum Heiligen Inka-Tal mit seinen Ruinen und dem 1450 erbauten Weltkulturerbe Machu Picchu.

20160317_132444Es bringt Spaß, durch die alten Gassen mit zum Teil noch erhaltenen Inkamauern zu flanieren. Faszinierend, sich vorzustellen, wie diese schweren Steine abgeschliffen und ohne moderne Maschinen perfekt zusammen gesetzt wurden. In Sacsayhuaman oberhalb von Cusco passen 130 Tonnen schwere Felsen in absoluter Perfektion zusammen. 20160317_115943So viel Antikes macht hungrig und der Gourmet hat dank der Touristen die Auswahl. „Le Soleil“ soll zu den besten Restaurants Südamerikas geghören, leider hatte ich nicht rechtzeitig reserviert. Es gibt eine tolle Auswahl an veganen und vegetarischen Restaurants.  Im Green Point an der Plaza San Francisco kann man sogar draußen im vollbesetzten Innenhof die leckere Speiseauswahl geniessen. Jeden Tag haben die Gäste die Auswahl zwischen zwei leckeren Mittagsmenues inklusive exzellenter Salatauswahl, frischem Saft und Dessert, ganz ohne TV-Berieselung. Abends genoß ich im Ableger in San Blas den cremigen veganen Mousse au Chocolat.

Apfelstückchen getaucht in veganes Mousse au Chocolat mit Mangosauce
Apfelstückchen getaucht in veganes Mousse au Chocolat mit Mangosauce

Im Encuentro faszinierte als Alternative zum Fernsehen ein junges Pärchen mit Violine und Gitarre beim veganen Dinner.

Blieb die Frage, soll man den Machu Picchu-Massentourismus mit seinem Besuch fördern? Wegen meiner Knieverletzung fiel jegliches Bergwandern flach, daher blieb nur Machu Picchu übrig.

Viele Wege führen dorthin, zum Teil zu horrenden Preisen. Ich buchte eine zwei-Tagestour bei einer Agentur. Die Fahrt dorthin führte durch fantastische Landschaften bis zu einem Kraftwerk. Weiter ging es entweder mit der unverschämt teuren Bahn oder per pedes drei Stunden am Gleis entlang.

IMG_1612Wunderbar, endlich in bildschöner Natur im Flußtal und vor allen Dingen in RUHE spazieren gehen zu dürfen. Davor scheinen die Peruaner eine Heidenangst zu haben. In Bussen preisen entweder Merchandiser in Megaphonlautstärke ihre Nahrungsergänzungs- oder Potenzmittel an oder DVDs von Action-Filmen müssen so laut wie möglich abgespielt werden. In fast allen Restaurants laufen Fernseher in Kinolautstärke. Gegen zuviel Ruhe melden sich regelmäßig Auto-Alarmsirenen.
In Pueblo unterhalb Machu Picchus übernachtete ich, um am nächsten Morgen in aller Herrgottsfrühe den Bus zum Eingang zu nehmen.

IMG_1605Wolken zogen vorüber, die Sonne ging langsam auf und tauchte die Berge in ein geheimnisvolles Licht. Allein die traumhafte Landschaft lohnt den Ausflug. Faszinierend, wie die Inkas es geschafft haben, eine ganze Stadt mit Agrarterrassen, Wasserversorgung, Astronomischem Observatorium, Wachturm und allem Notwenigen in dieser Höhe zu bauen. Als religiöses, politisches und administratives Zentrum des Inka-States wurde es  in der zweiten Hälfte des 16ten Jahrhunderts verlassen, aber immer wieder von Farmern besiedelt. 1874 wurde erstmals der Name Machu Picchu in einem karthografischen Dokument von Ingenieur Herman Göhring erwähnt. Obwohl Professor Hiram Bingham 1912 mit einem Forscherteam hier recherchierte, gibt Machu Picchu immer noch Rätsel auf.

Samana Santa Umzug am Placa de Armas
Samana Santa Umzug am Placa de Armas

Am meinem letzten Tag in Cusco begann die Semana Santa mit einem bunten Umzug, der den ganzen Tag über die Innenstadt lahmlegte.

IMG_1626

Tips für Cusco:

Die Free Walking Tours sind sehr informativ und natürlich auch touristisch, wenn sich alle mit einem Alpaca oder Lama gegen Trinkgeld abknipsen.

20160322_114343Im Pan Am Café an der Placa Recocija gibt es guten Kaffee, frisches Brot und Croissants wie in Frankreich!

Hotels und Hostels gibt es wie Sand am Meer, ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis bietet das Hostel Royal Frankenstein in der Calle San Juan de Dios. Das vom Franken Ludwig leicht gruselig dekorierte Hostel bietet Küchenbenutzung, Kaffee und Tee gratis und vor allen Dingen kümmert er sich darum, daß alles sauber ist und die Gäste mit sämtlichen Informationen versorgt werden.

Der Party-Affine kann man bei dem Point- oder Wild-Rover Hostel vorbeischauen.

Merken

Merken