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Edgard´s Paradies im Lausanne Palace

Vor 101 Jahren wurde das Hotel Lausanne Palace & Spa eröffnet. Aus dieser Zeit stammen die großzügigen breiten Gänge, in denen Damen mit ihren opulenten Reifröcken der Belle Epoque flanieren  konnten.

Foto: Lausanne Palace
Foto: Lausanne Palace

Royalties, Prominente und Politiker aus aller Welt gaben und geben sich hier die Klinke in die Hand. Seit 1980 residiert das Internationale Olympische Kommitee in der obersten Etage. 140 Zimmer und Suiten haben entweder See-und/oder Alpenblick. Unsere Suite hatte eine wundervolle Aussicht auf den See mit seinen Seglern, leider war es zu diesig, um die Schweizer Berglandschaft mit dem Großglockener zu sehen.

Blick auf den Genfer See von unserer Suite Foto: DK
Blick auf den Genfer See von unserer Suite Foto: DK

Die Gastronomie hat drei Bars und vier Restaurants zu bieten. Die 1915 Bar empfängt den Gast in der Lobby mit Kaffee und Kuchen,  die LP´s Bar mit kolonialer und zeitgenössischer Dekoration bietet Drinks aller Art mit einem feinen Menue indoor und outdoor.

Dekoration in der LP´s Bar Foto: DK
Dekoration in der LP´s Bar
Foto: DK

Wem Kuba zu weit ist, der kann in der Cigar´s Lounge der Havanna Bar inklusive Humidor seiner Leidenschaft frönen.

Coté Jardin Frühstück Foto: DK
Coté Jardin Frühstück Foto: DK

Um das Grand Chène im Stil einer Pariser Brasserie mit 13 Gault Millau Punkten, das unter vielen anderen Prominenten die Rolling Stones als Gäste hatte und das Coté Jardin (14 Gault Millau Punkte), in dem wir Frühstück und Dinner genießen durften, kümmert sich seit 2004 Executive-Chef Edgard Bovier, gekrönt mit 18 Gault Millau Punkten und einem Michelin Stern.

Sternekoch Edgard Bovier und Doris Krumm Foto:BS

Als Sohn und Enkel eines Kochs aus dem Valais in der Schweiz begann früh seine Affinität zum Kochen. Aus seiner Zeit in Griechenland im Corfou Hilton, Palace de Corfou und dem Miramar Beach in Rhodos kommt der Einfluß der Griechischen Küche, dem ein Seite der Karte im Coté Jardin gewidmet ist.

Saumon á la Chef
Saumon á la Chef

In seinem Table D´Edgard mit offener Küche lässt er seiner Kreativität und Passion für die Mediterrane Küche mit Griechischem und Provencalischen Einfluß freien Lauf. Für ihn sind die Produkte wie Olivenöl, Kräuter und Gemüse die Stars. Frisch und von exzellenter Qualität entwickeln sie fein gewürzt ihre eigenen Aromen , statt von Geschmacksallianzen überlagert zu werden. Von den Märkten der Region, in Ligurien, der Provence und Nizza läßt er sich immer wieder zu kulinarischen Höchstleistungen inspirieren. Er liebt die Sonne und sagt, er ist ein Mann der Olivenbäume, nicht der Palmen. Statt im Fernsehen aufzutreten entwickelte er 2003 seine eigene Linie mit Ligurischem Olivenöl und erweiterte sie mit Kapern aus Pantelleria, Taggiasca Oliven und Toskanischer Pasta. Ein besonderes Highlight, diesen Sternekoch kennenlernen zu dürfen! Beim Schmökern in seinem Buch “ Edgard Palace“ im Favre Verlag liefen mir beim Anblick seiner Gerichte das Wasser im Munde zusammen! Nachkochen, wiederkommen oder beides?

Lausanne Palace & Spa

Grand-Chêne 7-9
CH-1002 LAUSANNE
SWITZERLAND
T. +41 21 331 31 31
F. +41 21 323 25 71
reservation@lausanne-palace.ch
www.lausanne-palace.com

 

Herzlichen Dank an das Lausanne Palace & Spa

 

 

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Atemberaubende Landschaften, schwindelerreregende Abgründe & der versäumte Choquequirao Trail

Von Iquitos nach Lima eingeflogen, erfuhr ich im Taxi, daß heute die Stones im Stadium spielen, laut Taxifahrer für 150 Dollar das Ticket. In Bogotá hatte ich ihr Gratis-Konzert versäumt. Meine Unterkunft, das schöne 1900 Hostel im historischen Viertel, befindet sich in einem renovierten Gebäude. Um das 19te Jahrhundert gebaut, zieht es seinen Charme aus den hohen Wänden mit Stuckdecken und der liebevollen Dekoration.

die Bar-Decke vom 1900
die Bar-Decke vom 1900

Das Stadium ist ganz in der Nähe, aber vom Konzert hört man nichts, im Gegenteil zum Münchner Olympiastadium, wo Anwohner sehr wohl mithören können.

Wanddeko im 1900
Wanddeko im 1900

Ich möchte weiter in Richtung Südwesten zum Wandern und nahm den bequemen Molino-Bus nach Huancayo. Die Landschaft ist sensationell, grüne Berge wechseln sich mit grauen und rötlichen Steinformationen ab.

20160310_110904Auf der einen Seite der reißende Fluß unterhalb des zehn bis zwanzig Meter tiefen Abgrunds, auf der anderen zackige Felsen direkt neben dem Bus, der die ständigen Serpentinen auf der engen Straße bewältigen mußte, da bekam sogar ich Angst!

Aussicht von meinem Busfenster

Leider war kein Ende abzusehen, sondern der Bus hielt plötzlich vor anderen Lastwägen an. Eine Steinlawine versperrte den Weg. Einige Männer waren dabei, die Steine weg zu räumen. Endlich setzten sich die ersten Autos vor uns in Bewegung. Einige Mitfahrer aus unserem Bus waren ausgestiegen. Wir fuhren über die schmale, rutschige Stelle, der Bus schlingerte, ich hielt den Atem an, denn der Abgrund war direkt neben meinem Fenster, dann war die gefährliche Stelle überwunden. Die Ausgestiegenen hatten anscheinend damit gerechnet, daß etwas schiefgeht, und stiegen erst danach wieder ein.

Nach sieben Stunden Schlingern kamen wir endlich in Huancayo an. Viel Interessantes gibt es nicht zu sehen, so buchte ich gleich den nächsten Bus nach Ayacucho. Es gibt sogar zwei vegetarische Restaurants gegenüber des Bahnhofs, das eine bietet riesige Mengen leckerer Speisen zu einem Spottpreis an.

Ayacucho ist ein netter Ort mit 33 Kirchen, eine davon, 1540 gebaut, gehört zu den Ältesten Südamerikas. Sie ist sehr klein und nicht zu besichtigen. Es brachte Spaß, durch die schmalen Gassen zu laufen, die nicht vom Autoverkehr mit Abgasen versorgt werden.

20160311_125440Auf dem Markt gibt es alles, was das Herz begehrt, sogar richtiges Fladenbrot und frischer Käse aller Art von den umliegenden Dörfern.

Auch hier regnet es jeden Nachmittag und wird unangenehm kalt. Mit dem lokalen Bus besuchte ich das Dorf Quinua, wo die Schlacht von 1824 Peru von den Spaniern befreite. Man kann noch das Mini-Museum besichtigen, in dem der Friedensvertrag beschlossen wurde und die traditionellen Dachverzierungen ansehen, die böse Geister fernhalten sollen. Auf dem Weg zurück begann es zu regnen, kaum hatte ich das einzige Motorcar-Taxi angehalten, brach der Himmel auf. Glück gehabt!

IMG_1488Der Choquequirao Trail weiter westlich hatte es mir angetan, der eine gute Kondition erfordert, dafür mit wenig Touristen gesegnet sein soll. Er führt zu einer weiteren verlorenen Inka-Stadt.  Im kleinen Dorf Cachora angekommen, suchte ich nach der vom Footprint-Führer empfohlenen Casa de Salcantay. Erst landete ich beim ähnlich klingenden Guesthouse, stolperte prompt über einen rutschigen Absatz und schlug mir Ellenbogen und Knie auf. Nicht gerade zu empfehlen vor einer anstrengenden Wanderung!  Im Casa de Salcantay die Straße hinunter angekommen, war ich erstmal erleichtert. Die Zimmer sind schön, die Aussicht fantastisch! So ruhig und gut habe ich selten geschlafen.

20160315_175138Jan Willem van Delft und seine Frau Yovana betreiben das Guesthaus seit zehn Jahren. Sie sind bereits mehrmals den Choquequirao-Weg gewandert und gaben mir alle notwendigen Informationen. Sämtliches Equipment wie Zelte, Schlafsäcke und Kocher für die Wanderung sowie Mulis und Führer können sie ebenfalls organisieren. Wer den Trek auf eigene Faust meistern möchte, ist hier an der richtigen Adresse.

das kräftige Frühstück im Casa
das Kraft- Frühstück im Casa de Salcantay

Von hier kann man direkt loswandern, ich spazierte am Nachmittag den Weg entlang. Wenn nur nicht Knie und Ellenbogen so schmerzen würden. Ganz nah davor mußte ich schweren Herzens darauf verzichten. So genoß ich das leckere Frühstück, die Ruhe und die herrliche Aussicht.

Tips:

für Huancayo: Das Hotel Los Balcones hat große Zimmer und liegt zentral, das WiFi ist langsam, man kann aber die Computer benutzen. Für schnelles WiFi sorgt das Café Koqui nebenan, das auch leckeren Käse und Fladenbrot verkauft. Susan´s Restaurant bietet eine herrliche Rundumsicht und gutes Essen.

für Ayacucho: das Hotel El Meson unweit vom Paca de Armas liegt im Innenhof, daher sehr ruhig, toll vom Preis-Leistungsverhältnis mit blitzschnellem WiFi. Es gibt ein preiswertes vegetarisches Restaurant Natural y Vida, das nur bis ca. 2 Uhr auf hat, für Abends empfehle ich das Via Via an der Placa mit sehr angenehmer Atmosphäre, gutem Essen und Service, sowie weder Neonlicht noch TV Berieselung.

für Cachora und den Choquechirao-Trail: In Cachora gibt es kaum gute Unterkünfte, geschweige denn Informationen, da die meisten Wanderer aus Cusco anreisen. Das einzige Restaurant, Criolla, bietet leckere Küche. Das Casa de Salcantay kocht auch Abendessen bei Voranmeldung und bietet alles, was der Individualreisende für den Choquequirao Trek braucht. Sie sprechen Englisch, Deutsch und Holländisch. Weitere informationen auf http://www.salcantay.com/