Schlagwort-Archive: Tobias Moretti

Was gibt es Neues auf dem Sommer-Filmfest Münchens?

Cineasten und Filmliebhaber dürfen aufatmen: nur noch 10 Tage, dann können sie sich auf Münchens entspanntem Filmfest bei aufregenden Filmen in Originalfassung abkühlen, die Regisseure mit Fragen löchern und anschließend auf Partys und Empfängen Gleichgesinnte treffen.

Start ist am 27.6. 18 mit F.W. Murnaus Stummfilmklassiker „Faust – eine Deutsche Volkssage“ in der Philharmonie mit Live-Musik des Komponisten Bernd Schultheiss, gespielt von den Münchner Symphonikern.

Mackie Messer Brechts Dreigroschenfilm mit Tobias Moretti

Offiziell eröffnet wird das Fimfest München am 28.6. mit „Mackie Messer –  Brechts Dreigroschenfilm“ von Joachim A. Lang mit Tobias Moretti, Hannah Herzsprung und Joachim Krol aus der Reihe Neues Deutsches Kino. Hier werden Klassiker über Brechts Rechtsstreit und einem fiktiven Filmprojekt neu interpretiert mit echten Brecht-Zitaten, klingt spannend!

Emma Thomson im neuen Film Kindeswohl

Stargäste sind diesmal die zur „Dame“ gekürte Oskar-Preisträgerin, Drehbuchautorin und Schauspielerin Emma Thomson, die ihren neuen Film „Kindeswohl“ und drei ihrer früheren Filme vorstellt. Sie spielt eine Familienrichterin, die mit dem Fall eines leukämiekranken Jungen der Zeugen Jehovas konfrontiert ist, dessen Eltern aus religiösen Gründen einer lebensnotwendigen Bluttransfusion nicht zustimmen wollen.

der urkomische Film „Die Ritter der Kokosnuss“

Sie bekommt wie Regisseur Terry Gilliam den Cine Merit Award, dessen Filme „Brazil“, „Die Ritter der Kokosnuss„,  „Der König der Fischer“, „Lost in La Mancha“ und „The man who killed Don Quichote“ gezeigt werden. Die Verfilmung des letztgenannten Films dauerte 20! Jahre. Ich bin gespannt, was er darüber beim Filmgespräch am 2.7. um 17 Uhr in der Blackbox zu erzählen weiß. Alle Filme unbedingt anschauen!

„Zama“

10 Filme von Meisterregisseuren wie Lucretia  Martel mit „Zama“ über den königstreuen Zama, der 1790 auf seinem verlassenen Außenposten Paraguays auf seine Versetzung nach Argentinien wartet,  locken in der Reihe Cinemasters, allesamt von den Programmern des Filmfests wärmstens empfohlen.

„Border“

In der Reihe Cinevision habe ich mir den „un certain regard“ Gewinner „Border“ aus Dänemark angekreuzt; die beim Zoll arbeitende Tina hat einen ausgezeichneten Geruchssinn und bei einer Begegnung mit einem außergewöhnlich riechendem Mann öffnet sich eine Tür zu einer mythologischen Welt. In „Chuva é cantoria na aldeia dos mortos“ erlebt ein Eingeborener aus dem Brasilianischen Regenwald die Großstadt. Er gewann den Jurypreis „un certain regard“. „Diamantino“ erzählt eine Geschichte über einen Portugiesischen Fußball-Weltstar, der seine Talente verliert und auf der Sinnsuche mit der Flüchtlingskrise, dem Neofaschismus und der Gentechnik konfrontiert wird.

Anon

Im Spotlight zeigt unter vielen anderen wieder Klaus Lemke sein neuestes Werk „Bad girl avenue“ über Frauen, die ihre Männer in Mimosen verwandeln, um sie später auszuwidern, man darf gespannt sein! Brandaktuell der Abschlußfilm „Anon“ von Andrew Niccol über die totale Datentransparenz über eine Augenimplantation, auf der alles gespeichert wird, ein Horrofilm der nicht mehr so fernen Zukunft! Nicht entgehen lassen.

Filme von Philipp Gröning und Lucretia Martel sind in der Retrospektive zu sehen, die International Independents warten mit 64! spannenden Filmen auf. Das Seriencamp, Kinderfilmfest, die neuen Deutschen Serien und Filme runden das umfangreiche Programm ab. Natürlich sind alle Filmemacher in der Blackbox live zu erleben. Neben vielen Fachveransstaltungen und Workshops laden öffentliche Partys zum Feiern ein, darunter im Bahnwärter Thiel am 30. Juni.

Alles Infos unter filmfest-muenchen

Fotocredit: Filmfest München

Titelbildcredit: aus „Lost in La Mancha“ Diego Lopez Calvin

Die erste Liga der Gastronomie beim Eckart Witzigmann-Preis

Drei in elegant-farbenfrohen Dirndls gekleideten Damen fielen durch ihr ansteckendes Lachen im historischen BMW-Classik-Gebäude auf. Sonnenklar, das waren die Vertreterinnen der 112 Stände vom Viktualienmarkt, der in diesem Jahr den Eckart Witzigmann Preis für Lebenskultur erhielt. Den Eckart haben wir uns einverleibt, der gehört zu uns, meinten sie. Der Jahrhundertkoch selber, in diesem Jahr 75 geworden, gestand augenzwinkernd, früher war er fast jeden Tag dort, um einzukaufen und anzubandeln.

Eckart Witzigmann mit den 3 Damen vom Viktualienmarkt
Eckart Witzigmann mit den 3 Damen vom Viktualienmarkt

Beim Tanz der Marktfrauen machen alle drei nicht mit, Vorstand und Sprecherin Elke Fett ist stattdessen als Punk verkleidet. Manuela Wilkerson vom Teltschiks Wurststand wurde international bekannt, weil Jamie Oliver eine Wette einlöste und daher mit ihr Wurst verkaufte. Bei Feinkost Hammer präsentiert Marina Bröckelt Italienische Spezialitäten und Lebensfreude.

die Poetin der Sterneküche Dominique Crenn
die Poetin der Sterneküche Dominique Crenn

Poesie und Genuß gehören für die Innovations-Preisträgerin Dominique Crenn zusammen, die seit ihrem vierten Lebensjahr Gedichte schreibt. Auf ihrer Speisekarte erscheinen Kreationen wie “Spaziergang im Wald” oder “Die trägen Bewegungen dieser Geschöpfe”. Klingt nach wahrem Genuss und mehr! Schade, daß ihr “Atelier Crenn” in San Franzisco liegt. Ursprünglich aus der Bretagne, studierte sie Wirtschaftswissenschaften. Inspiriert durch die Küche ihrer Mutter und dank väterlicher Unzerstützung schaffte sie es, als Quereinsteigerin und erste weibliche Köchin in den USA zwei Michelin Sterne verliehen zu bekommen.

3 Sterne für den charmanten Andreas Caminada
3 Sterne für den charmanten Andreas Caminada

Über den Eckart für Große Kochkunst freute sich der nicht nur unverschämt gutaussehende, sondern auch extrem symphatische Andreas Caminada. Mit 33 Jahren wurde er der jüngste Drei Sterne-Koch der Schweiz und hält seit 2010 dieses Niveau. In seinem kleinen, feinen Restaurant in Schloß Schauenstein in Fürstenau gibt es bewusst kein Business Menue, sondern der Gast, der zum Mittagessen kommt, bleibt oft bis um späten Nachmittag. Der Kontakt mit Künstlern inspiriert ihn immer wieder zur Verfeinerung seiner Küche mit französichem Touch, bei dem der ürspüngliche Geschmack der Alpenprodukte erhalten bleibt. Mit seiner Stiftung bildet er talentierte Koch- und Servicekräfte individuel aus, um die Qualität der Spitzengastronomie zu sichern.

der Ehren-Eckart für Julia und Tobias Moretti
der Ehren-Eckart für Julia und Tobias Moretti

Einen Ehrenpreis erhielt der Schauspieler und Diplomlandwirt Tobias Moretti, der mit seiner Frau Julia, einer Musikerin, seinen Biobauernhof in Tirol betreibt. Hier züchten sie die “Tux-Zillertaler”, die älteteste, aber fast ausgestorbene Rinderrasse Tirols. Für sie ist die Natur eine wunderbare Lehrerin.

Abenteurer und Polarforscher Sebastian Copeland
Polarforscher und Fotograf Sebastian Copeland

Umweltaktivist und Fotograf Sebastian Copeland brachte die 200 geladenen Gäste wie Ex-Minister Theo Waigl, Ex- und voraussichtlich bald Wieder-Bayern-München Präsident Ulli Hoeneß und Schauspieler und Umweltaktivist Hannes Jaeneke in die Wirklichkeit zurück. Der Preisträger für Kreative Verantwortung und Genuß plädierte für mehr Bewußtsein und die eigene Verantwortung jedes Einzelnen, um die Umwelt besser zu schützen und den Klimawandel aufzuhalten. Der richtige Umgang mit Lebensmitteln gehört selbstverständlich dazu. Der ehemalige Promi-Fotograf bereist die Welt, fotografiert das Schmelzen der Eismassen am Nord- und Südpol und hält Vorträge darüber vor den Vereinten Nationen und weltweiten Klimakonferenzen.

BMW feierte 2016 das 100jährige Jubiläum und engagiert sich seit langem für Nachhaltigkeit wie alternative Fahrzeugkonzepte und umweltschonende Produktionsprozesse. Zusammen mit der Witzigmann-Akademie richten sie den Internationalen Eckart-Witzigmann Preis aus und sponsern seit 2013 den mit 10000 € dotierten Eckart für Kreative Verantwortung und Genuß.

Preisträger von 2015 und Mitbegründer des NOMA Claus Meyer nutzte sein Preisgeld für ein Foodprojekt in Brownsville, dem armen Stadtteil von New York, wo er Jugendlichen eine Gastronomie-Ausbildung ermöglicht und ihnen ihre Soulfood-Küche näherbringt.

Natürlich kam der Genuß an diesem Gala-Abend nicht zu kurz, Sterne-Chefs wie Martin Fauster vom Königshof und James Baron vom Tannenhof in St. Anton interpretierten ein 5-Gänge-Menue der Extra-Klasse von Witzigmann´s Rezeptklassikern aus dem Tantris und Aubergine.

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Hors d´oeuvre: Rote-Beete Gelee mit geräuchertem Stör und Imperial Kaviar, interpretiert von Thomas Kellermann von der Burg Wernberg

Die von Otto Geisel, dem Eckart Initiator, ausgewählten passenden Weine und Charles Schumann´s Bar Kreationen zu Eckart Witzigmann´s 75sten Geburtstag waren vom Feinsten an diesem Abend, der von Witzigmann´s Ayala Champagner benetzt wurde.

Le Dessert: Guanja-Schokoladentörtchen mit gefüllter Williamsbirne & Orange
Le Dessert de Luxe: Guanja-Schokoladentörtchen mit gefüllter Williamsbirne & Orange, interpretiert von Stefan Leitner vom Bareis in Mitteltal

 

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