Schlagwort-Archive: Rupert Everett

Mit dem Filmfest kam der Sommer inklusive Filmwelt nach München

Trotz oder wegen der langersehnten Sommerhitze brach das diesjährige Internationale Filmfest München den Rekord vom letzten Jahr mit über 81000 Besuchern. Obwohl es einen Tag länger dauerte, fiel die Filmauswahl schwer.

Die Jurys der 15 Preise haben sich entschieden: Den mit 50000 € dotierten ARRI/OSRAM Award  erhielt Pedro Costa für „Cavalo Dinheiro“, der die Wurzeln der portugiesischen Kolonialgeschichte in meisterhaften, ergreifenden Bildern beschreibt.

Der CINEVISION AWARD 2015 ging an die beste internationale Regie-Entdeckung Andrew Cividino für „Sleeping Giant“, der vom Coming of Age bei einem tragischen Familienurlaub am Lake Ontario erzählt.

Nicht nur den One Future Preis der evangelischen Interfilmakademie, auch beim Förderpreis Neues Deutsches Kino räumte Visar Morina mit Babai die Preise für Regie und Drehbuch,  Astrit Kabashi und Val Maloku für ihr Schauspiel ab. Babai ist ein 10jähriger Albanischer Junge, der seinen nach Deutschland verschwundenen Vater sucht.

die "Babai" Crew freut sich über ihre Preise
die „Babai“ Crew freut sich über ihre Preise

Der charmante Rupert Everett stellte seinen mit herrlich spritzigen Dialogen gespickten „A Royal Night Out“ vor. Die Britischen Prinzessinnen Elizabeth (die spätere und jetzige Queen) und Margret möchten sich zur Feier des Kriegsendes im London 1945 unter´s Volk mischen, ein königliches Vergnügen!

Jean-Jacques Annaud feierte seinen Cine Merit Award
Jean-Jacques Annaud feierte seinen Cine Merit Award

Zusammen mit Jean-Jacques Annaud wurde Everett mit dem Cine Merit Award ausgezeichnet. Dieser brachte seinen Film „Der letzte Wolf“ mit und erzählte, daß ihm die Chinesen beim Drehen freie Hand ließen, im Gegensatz zu Produzent Bernd Eichinger beim Dreh zu „Der Name der Rose„.

Heiner Lauterbach, Udo Wachseitl und Hanno Koffler in  Meister des Todes
Heiner Lauterbach, Udo Wachseitl und Hanno Koffler in Meister des Todes

Beeindruckend erzählt „Contergan“ Regisseur Daniel Harrich im fiktionalen Thriller „Meister des Todes“ von illegalem Waffenhandel Deutschlands nach Mexiko, das sich auch in der Realität im Drogenkrieg befindet. Der Mitarbeiter einer Waffenhersteller-Firma möchte nach schrecklichen Erlebnissen beim Waffenhandel in Mexiko aussteigen und sieht sich Bedrohungen von allen Seiten ausgesetzt.  Schon nach Harrichs Film „Der Blinde Fleck“ über das Oktoberfest-Attentat wurden die Ermittlungen wieder aufgenommen.  Derzeit werden illegale Waffenexporte nach Mexiko gerichtlich untersucht. Eigentlich gehört dieser brisanter Film in´s Kino, wird aber am 23.09.15 im Rahmen eines Themenabends über Waffenhandel in der ARD laufen. Anschließend läuft die Doku „Netzwerk des Todes“ , ebenfalls von Daniel Harrich, der die Verwicklungen der Waffenfirma Heckler & Koch beim Waffenhandel mit Mexiko untersucht.

Amy Winehouse
Amy Winehouse

In „Amy“ erfuhr der Zuschauer, wie zerbrechlich und hilfsbedürftig Amy Winehouse war, doch weder ihr Vater und erst recht nicht ihr Ehemann Blake konnten ihr Halt geben, beziehungsweise hatten Interesse daran. Ihr Vater zog es vor, ein Buch und einen Film über sie machen zu lassen. Sie schaffte es zwar, von harten Drogen loszukommen, aber wandte sich stattdessen dem Alkohol zu. So zerbrach sie am Ruhm und starb an einer Alkoholvergiftung. Der Film gewann verdient den Oskar als bester Dokumentarfilm.

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Castor Party aus „ProjektA“

Über den Bayern 3 und SZ Publikumspreis freuten sich die Regisseure Moritz Springer und Marcel Seehuber von „ProjektA“  über alternative Lebensweisen, „Rettet Raffi“ erhielt den Kinderfilmfest-Publikumspreis.

 Raffi
Raffi

Swingfilme wurden im Open-Air Kino für Hartgesottene, die den Umgebungslärm ignorieren können, gezeigt, auf dem Abschlußfest bei Live-Musik die ganze Nacht durchgeswingt.

sogar barfuß und im Dirndl wurde geschwoft
sogar barfuß und im Dirndl wurde geschwoft

Während die Berlinale vom Großkonzern L´Oréal gesponsert wird, ließ sich das Münchner Filmfest vom hochwertigen Naturkosmetikkonzern Dr. Hauschka sponsern. Die Akkreditierten konnten sich nicht nur über die überdimensionale Segeltuchtasche mit dem Warhol-Aufdruck: „Sorry I can´t come, Andy“ freuen, sondern auch über Dr. Hauschka´s Lemongras-Körpermilch, das angekündigte Verwöhnset Frische und Energie, bei den Temperaturen dringend gebraucht, fehlte leider. Dafür konnten die Gäste des Director´s Cut das auf Naturbasis bestehende Anti-Aging-Gel Renu28 von Asea ausprobieren, ob es die Nachwirkungen der langen Partynächte ausgleichen kann.

Weitere Infos unter: www.filmfest-muenchen.de

www.asea.net

Entdeckungen auf dem 33. Internationalen Filmfest München

Nur noch zwei Tage, dann kann der Film-Affine aufatmen: Das Internationale Filmfest München öffnet seine Kinos, wo es gilt, neue Film-Entdeckungen zu machen oder in den Retrospektiven alte wieder aufleben zu lassen. Das Programmer-Team reiste auf Festivals rund um die Welt und sah sich über 2000 Filme an. Grenzüberschreitungen ziehen sich wie ein roter Faden durch das Programm.

GODLOVESTHEFIGHTER_MULTICOPY_kl_700So wird in „ God loves the fighter“ in der Reihe (Spotlight) aus dem bisher eher für Strände berühmten Trinidad und Tobago das harte Leben in der Hafenmetropole Port of Spain gezeigt. In „ Theeb“ (Cinevision) muß sich der Junge Hussein um seinen kleinen Bruder Theeb kümmern und gerät in ein gefährliches Abenteuer in der Wüste Jordaniens. Drei Filme aus Kolumbien werden gezeigt, darunter „La Tierra y la Sombra“ (Cinevision), der in Cannes die Camera D ´Or für den besten Erstlingsfilm erhielt.

La sombra y
„La Tierra y la Sombra“

Dort kehrt Alfonso, dessen Sohn durch den Qualm der Feuerrodungen krank wurde, nach 17 Jahren in seine Heimat zurück, um das Überleben seiner Familie zu sichern.

Sehr aktuell „Mediterraneo“ (International Independends) über Afrikanische Flüchtlinge, die ihr Leben riskieren, nur mit der zweifelhaften Hoffnung im Gepäck, in Europa ein besseres Leben zu finden. „La Obra del siglio“ (International Independents) erzählt die semidokumentarische Geschichte über eine halbfertige, stehengelassene Kernkraftwerkstatt, einst Vorzeigeobjekt der Kubanischen Revolution, in der jetzt drei Generationen miteinander zurecht kommen müssen. Geraldine Chaplin spielt in „Dolares de arena“ (Spotlight) aus der Dominikanischen Republik eine alternde Europäerin, die eine Liebesgeschichte mit einer jungen Dominikanerin hat.

ESCOBARPLMikaCotellon_AlamodeFilm1_700Benicio del Toro lehrt uns als schillernde Persönlichkeit Pablo Escobar das Fürchten in „Escobar: Paradise Lost„(Spotlight), das sich  von einer anfänglichen  Liebesgesschichte bis zum Thriller ausweitet.

"Much Loved"
„Much Loved“

Kein Wunder, daß „Much Loved“ (International Independents) in Marokko auf den Index kam. Für die Marokkanische Gesellschaft darf es nicht sein, daß Frauen, die ihren Körper verkaufen, daran Freude finden und obendrein ihre Freiheit und Würde für sich bewahren, die ihnen diese verweigert.

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Ben Stiller und Naomi Watts in „Gefühlt Mitte Zwanzig“

Komödienliebhaber kommen nicht zu kurz mit der Beziehungskomödie „Gefühlt Mitte Zwanzig“ von Noah Baumbach mit Ben Stiller und Naomi Watts, Broadway Therapy“ von Peter Bogdanovich und dem komplett durchgeknallten „Men & Chicken“ mit Mads Mikkelsen.

179 Deutschlandpremieren aus 54 Ländern präsentiert das Filmfest München. Alexander Payne, Rupert Everett und Jean Jacques Annaud zeigen als Ehrengäste ihre Filme.  In Kooperation mit dem Museum Brandhorst wird Andy Warhol mit der Ausstellung Yes!Yes!Yes! Warholmania und zahlreichen Filmen geehrt.

15! Preise werden verliehen, die Open Air Reihe hat dieses Jahr das Thema Swing, bei dem auf den öffentlichen Partys auch das Tanzbein geschwungen werden kann.

Alle Infos unter www.filmfest-muenchen.de