Kokosnusscurry auf singhalesisch

Veggie-Kulinarik auf Singhalesisch

Lautes, rythmisches Hämmern kündigte keine Festivität, sondern die Vorbereitung von Kottu an. Eine Art Teigfladen wird mitsamt frischem Gemüse und Chili kleingehackt und kurz angebraten. Die Portionen in einheimischen Lokalen waren wie die Bäuche mancher Männer und Frauen immer riesig, die bestellte halbe Portion nicht viel kleiner. Zu lecker zum wegwerfen, daher ließ ich´s mir als Take away einpacken.

Kottu, Roti- und Curry-Variationen, Camille und Marco amüsieren sich über das "Special Tea Arrangement", fangfrischer Fisch, Brötchen mit recycelter Servierte, Betelnußblätter und die Katze ahnt nichts von der Schärfe...Kokosnuß-Roti mit Zwiebelrelisch, Roti mit Gemüse oder Bananen gefüllt, Teigfladen in allen Variationen, ähnlich wie in Indien, gehörten zu den Snacks zwischendurch.

Kottu, Roti- und Curry-Variationen, Camille und Marco amüsieren sich über das "Special Tea Arrangement", fangfrischer Fisch, Brötchen mit recycelter Servierte, Betelnußblätter und die Katze ahnt nichts von der Schärfe...

Manche Restaurants verstehen es sogar, selbst so langweilige Gerichte wie Rührei dekorativ aufzupeppen. Wer keine Alkohol-Lizenz besitzt, serviert das Bier einfach als „Special Tee Arrangement“ im Teeservice.

Kottu, Roti- und Curry-Variationen, Camille und Marco amüsieren sich über das "Special Tea Arrangement", fangfrischer Fisch, Brötchen mit recycelter Servierte, Betelnußblätter und die Katze ahnt nichts von der Schärfe...
Camille und Marco amüsieren sich über das „Special Tea Arrangement“

Mittags und abends empfiehlt es sich, hausgemachte Küche zu probieren. In Sigiriya wagten die Kanadische Familie aus Quebec, die ein Jahr mit ihren Kindern Camille und Alexandre durch Asien reist, der Franzose Marco und ich den Test. Erst präsentierte uns der Herr des Hauses seine „Bar“, bestehend aus diversen, offensichtlich von Gästen importierten Flaschen, die einen antiken Anstrich haben. Wir verzichteten dankend.

Dann wurde Kokosnußcurry samt den unterschiedlichsten Gemüsevariationen aufgetischt sowie Hühnchen, auf das ich llieber verzichtete, da in Sri Lanka schreiende Hähne Seltenheitswert haben. Woher kommen sie also? Irgendwo gibt es sicher wieder eine Hühnergrippe, bei der diese entsorgt werden müssen.

Kottu, Roti- und Curry-Variationen, Camille und Marco amüsieren sich über das "Special Tea Arrangement", fangfrischer Fisch, Brötchen mit recycelter Servierte, Betelnußblätter und die Katze ahnt nichts von der Schärfe...

Dazu gab’s wie immer Riesenportionen Reis und, was mir wesentlich lieber ist, Chapatti. Ständig wird nachgefüllt und wir greifen gerne zu. Unsere schwanger aussehenden Gastgeber können nicht verbergen, daß sie vor Genuß im Überfluß nicht zurückschrecken.

Außer frisch gefangenem Fisch direkt aus dem Meer in Küstennähe hört die Vielfalt der Sri Lanka-Küche auch schon auf. Immerhin wird Zeitungspapier zum Lebensmittel verpacken und als Serviette in einheimischen Lokalen recycelt. Wenn die Nase ob der Schärfe läuft, sind sie als Schnieftuch leider denkbar ungeeignet.

Betelnuss
Betelnuss zum Zerkauen

Wer die blendend weißen Zähne mancher Hollywoodgrößen satt hat und auf blutunterlaufene steht, sollte die Betelnussblätter probieren. Zum krönenden Schluss ein Überraschungsei:

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3. Strandleben statt Bollywood-Filmkarriere in Sri Lanka

Der Bollywoodschinken „Bombay Velvet“, der einige ausländische Darsteller wie mich suchte, mußte auf meine Mitwirkung in Sri Lanka verzichten. Die Produktion bewegte sich  im Zeilupentempo, für Sri Lanka ganz normal; es sei denn, während der Landung eines Flugzeuges. In dem Moment springen die Passagiere panisch auf, um ihr Handgepäck zu greifen und eingeklemmt im Gang oder Sitz auf die Öffnung der Türen zu warten. Falls Bollywood sich nochmal melden sollte, mein Handy lag nach dem Aufladen mit einem defekten Adapter in den letzten Zügen. Strom- und Wasserausfälle gehörten zum Lokalkolorit.

Das passiert grundsätzlich in den ungünstigen Momenten, zum Beispiel mit Haarkur oder Shampoo im Haar oder nach dem Zubereiten eines Fruchtsalats, wenn man sich die klebrigen Hände waschen möchte.

Auf dem Weg in den Süden sah ich mir die schön bemalten Höhlentempel in Badulla an, bevor ich einen Stopp in Hikkaduva, einer ehemaligen Hippie-Entdeckung, einlege.

Strandleben statt Bollywood-Filmkarriere

Wie so oft, mutiert es zum Ersatz-Arenal von Mallorca auf Singhalesisch. Der Strand war praktisch nicht mehr existent, da die Restaurants und Gasthäuser direkt im schmalen Strandstreifen gebaut wurden, nur geschützt von Sandsäcken, die von Surferwellen traktiert wurden. Lange dürfte es nicht mehr dauern, bis sie im Meer versinken.

Strandleben statt Bollywood-Filmkarriere

Galle Fort wurde im 16ten Jahrhundert von den Holländern gebaut und kürzlich vollkommen renoviert. Heraus kam eine unwirklich geschleckt erscheinende Enklave, bestehend aus Souveniershops, Restaurants und Hotels. Ich kam mir vor wie in der „Truman Show“ mit Jim Carey. Wirkliches Leben existiert nicht? Gottseidank, auf den Mauern des Forts traf ich auf gut aufgelegte Schulklassen, die kichernd zum Fotoshooting posierten.

Strandleben statt Bollywood-Filmkarriere

In Merissa, weiter südlich, hoffte ich auf entspanntes Strandleben zu treffen.

Für den Verwöhnten immer noch zu belebt von zahlreichen Restaurants am Strand, konnte ich den Surfern beim Lesen in der Hängematte zusehen. Der „Aldi“ mit ausschließlichem Touristenportfolio fehlte selbstverständlich nicht.

Strandleben statt Bollywood-Filmkarriere

Nach Überleben der Indischen Visa-Bürokratie für meine Weitereise nach Indien, ließ ich mich nahe des Flughafens in Negombo nieder. In meinen Gasthaus arbeitete Ashok, der meinen Schnitt unterm Zeh versorgte. Tradionell jedes Jahr hole ich mir eine Bein- oder Fußverletzung.

Strandleben statt Bollywood-Filmkarriere

Seine „Bibliothek“ war gut ausgerüstet, so tauschte ich die herausragende Polit- und Waffenhandel-Satire „The Gun Seller“ von „Dr. House“ Hugh Laurie gegen den vielzitierten „Fänger im Roggen“ von Salinger und dem Brutalen München Krimi „Kalteis“ von Anna Maria Schenkel, um für Indische Wartezeiten gerüstet zu sein.

Luxury Planet statt Lonely Planet

Es war einmal eine Zeit, da brach Tony Wheeler mit seiner Frau auf, durch die Welt zu reisen. Nach langen Monaten kamen sie fast Pleite zurück. Sie setzten sich an ihren Küchentisch und schrieben ihr erstes Handbuch nieder. Es verkaufte sich überraschend gut. Der Lonely Planet Reiseführer war geboren. Einst für Traveller gedacht, die sich Zeit nehmem möchten, um Land und Leute kennen zu lernen. Das Budget war so gering wie die Dauer der Reise lang. Handbücher wie der Lonely Planet und Stefan Loose halfen mit, öffentliche Verkehrsmittel nehmen zu können statt sich von Schleppern, Taxi- und Rischkafahrern über´s Ohr hauen zu lassen. Symphatische, saubere Gasthäuser mit Gemeinschaftsräumen zum Austauschen von Geschichten wurden empfohlen.

Die Zeiten sind entgültig vorbei. Jetzt gehört der Lonely Planet der BBC. 80 % der darin enthaltenen Unterkünfte, da steht ihm der Loose-Reiseführer in nichts nach, sind Mittelklassehotels und Luxusherbergen, die besonderen Empfehlungen gehören ausschließlich der letzteren Kategorie. Die Behauptung, Empfehlungen beruhen auf Erfahrungen, die unabhängig gefällt werden, sind lächerlich. Keiner vergönnt es dem Schreiber, wenn er sich vom Luxusresort verwöhnen läßt. Nur wem nützt es außer ihm? Der Luxusreisende interessiert sich garantiert nicht für diese Handbücher. Der Budgettraveller ärgert sich über unnötigen Ballast.

Emmisionsschutz und Umweltbewußtsein werden selbstverständlich ebenfalls behandelt, ist ja gerade in Mode. Sollte eine Unterkunft keine Aircondition anbieten, wird die bemängelt. Sehr umweltfreundlich!

Ist das Buch von seiner Geschwätzigkeit noch nicht schwer genug, werden die Unterschiede von Bahn, Bus, Flug, geliehendem Auto mit oder ohne Chauffeur beschrieben. Ein sinnvolles Buch für gebildete Budgetreisende und ein mehrere Kilo schweres Luxury Planet Handbook für Neulinge oder diejenigen, die mit Chauffeur unterwegs sind, wäre eine Option, die beide zufriendenstellt.

Sigiriya, Sri Lanka

2. Sri Lankas schönste Sehenswürdigleiten: Strahlende Kinderaugen und Nigiriyas Felsenpanorama

Von Eliya über Kandy nach Nigiriya

Im kühlen Nuwara Eliya des Hochlands winkten mir Kinder hinter einem Zaun zu. Als ich näher kam und meine Hand ausstreckte, wollten alle, ob groß oder klein, meine Hand schütteln und sie nicht mehr loslassen, ein Riesenspaß! Die Kindergärtnerin erklärte mir, daß die Kinder aus armen Familien stammten und im Kindergarten dreimal am Tag etwas zu essen bekamen. Das hinderte ein Mädchen nicht, elegant im roten Kleid mit weißer Plüschjacke aufzufallen, war schließlich kühl.

IMG_5073 Im der ehemaligen Königsstadt Kandy machte ich nur kurz Station, um die Tänzer zu sehen.

Felsen, Elefanten im Bade und geheimnisvolle Monumente bei Nigiriya, Kandys See, Tempelbesucher und Tänzer Foto by DK

Buddha´s berühmten Zahn, der dort im Tempel nur von weitem zu sehen ist, als Touristenattraktion abzuhaken, schreckte mich angesichts derselben in Massen augenblicklich ab.

Der nahe Botanische Garten wartete mit ungewöhnlich verschlungenen, sich würgenden? Baumformationen auf.

Kinder aus Nuwara Eliya, Sigiriya und Kandy, die rote Hummerzange, Würgepalme, Coco de Mer by DK
Coco de Mer

Einheimische Schulkinder in ihren blendend weißen Kostümen tauchten auf, um sofort von Touristen abgeschossen zu werden. Ich stellte mich neben sie, die mich schüchtern anlächeltn, zeigte ihnen meine Fotos, ließ sie selbst fotografieren und wurde sogleich umschwärmt. Erst der Lehrer konnte sie loseisen.

Kinder aus Nuwara Eliya, Sigiriya und Kandy, die rote Hummerzange, Würgepalme, Coco de Mer by DK

An endlosen, von den Engländern angelegten Teeplantagen vorbei, ging meine Reise weiter nördlich nach Sigiriya, wo der berühmte historische Felsen mitsamt seinen angelegten Wasser- und Felsgärten von unzähligen Einheimischen und Touristen bevölkert wurde. Statt 30 € Eintritt leihten Marco, ein junger Franzose und ich uns Fahrräder und radelten durch den Wald vorbei am badenden Elefanten zum gegenüberliegenden Felsen, der nur einen Bruchteil kostete.

Felsen, Elefanten im Bade und geheimnisvolle Monumente bei Nigiriya, Kandys See, Tempelbesucher und Tänzer Foto by DK

Oben angekommen begeisterte uns eine grandiose Rundumsicht auf die Berge im Dunst.

IMG_5159.jpgDer andere Felsen war viel besser zu sehen, als wenn man ihn erkommen hätte, die friedliche Atmosphäre unbezahlbar!

Beim Weiterradeln winkten mir Shohena und ihre Geschwister, die mich nicht nur mit Armreifen und einem Ring beschenkten, sondern meine Fuß- und Fingernägel mit Nagellackdesign versahen. Herzlichkeit ist eben unbezahlbar!

Sri Lankas schönste Sehenswürdigleiten: Strahlende Kinderaugen und entspannte Rundumaussichten vom Felsenberg in Nigiriya

Rafting in Sri Lanka

Natur pur im Rafter´s Paradies Sri Lankas

Im liebevoll dekoriertem Rafters Reteat in Kitulgala, Zentral-Sri Lanka, bewohnt der Gast ein Maisonnette-Häuschen auf Stelzen. Nach Erklimmen der Eingangsstufen betrat ich den zum Fluß offenen Schlafraum. Nur ein Geländer hindert am Herunterfallen, das Bastrollo dient der Verdunklung.

IMG_5030Das Wildwasser rauscht einen in den Schlaf. Öffnete ich die Falltür, führte eine steile Treppe zum Bad.

FalltürWieder zum herrlichen Wald und Fluß offen, konnte ich mich im Duschstrahl aus dem Stein abkühlen. Auf dem erhöhten Toilettensitz ist die Aussicht nach draußen besonders schön.

In diesem naturverbundenen Umfeld mussten zwei Österreicherinnen und ich unbedingt die Rafting-Bedingungen testen. Wegen der Trockenzeit führte der Fluß wenig Wasser, daher ragten einige Felsen heraus, dafür ist er nicht so wild wie in der Regenzeit.

Mit Helm und Schwimmwesten ausgerüstet ging es los mit dem Schlauchbootkapitän, der die Paddelkommandos gab. Leider musste ich die Kameras ganz umständlich im wasserdichten Beutel verpacken und umhängen. Da konnte ich ja gar keine spektakulären Fotos machen! Zwischen den Stromschnellen wirkte das Wasser harmlos, das änderte sich rasend schnell! Es wird naß und plötzlich sinkt das Boot erst vorne und dann hinten tief ein, so daß es einmal die vorne sitzende Mitpaddlerin hinauswarf. Halb so schlimm, in dem ruhigen Wasser danach konnten wir sie wieder auffischen. An einer längeren ruhigen Strecke gingen wir freiwillig baden und ließen uns mit Schwimmweste treiben!

Natur pur im Rafter´s Paradies

1. Sri Lanka: Flucht aus Colombo über die Berge zu den Elefanten

Fliegen wie die allgegenwärtigen Raben in Colombo, Sri Lankas Hauptstadt, müßte man können, um die chronisch verstopften Straßen zu umgehen! Ob Tuk-Tuk, Bus, Taxi oder Limousine, im Stau sind alle gleich. Spazierengehen im stickigen Smog machte mich reif für´s Hochland.

Sri Lanka

Ella, ein Dorf inmitten von Bergen, war Annettes und mein Ziel. Die neunstündige Zugfahrt in der Zweiten Klasse war nur für gut gepolsterte Hintern geeignet. Damit konnte auch Annette nicht aufwarten. Sie hatte früher Charity Events in England organisiert, bis sie die meisten ihrer Sachen in England verkaufte und ihr Haus vermietete, um in Asien für Charity Organisationen zu arbeiten, was nicht so einfach schien.

Mancher muß nicht nur Unterkunft und Verpflegung selber zahlen, sondern auch zusätzlich eine Gebühr als Volontär! Da finde ich doch die Art von Fabian Sixtus Körner, der als „Wandergeselle“ gegen Kost und Logis um die Welt reiste, für die Kuala Lumpur Design Week, in Shanghai mit Architekten und in San Francisco und Kuba mit einem Fotografen arbeiten durfte, erheblich reizvoller. Das verschlang ich in seinem Buch „journeyman“.

Wenn ich die Augen im Zug schloß, stellte ich mir vor, auf einem dieser Hochleistungsrennyachten in den Roaring Forties, die besonders stürmischen, vierzigsten Breitengrade, mit achterlichem Wind zu Segeln, so sehr schlingerte der Zug! Immer wieder schlug krachend ein Waggonübergang auf den Nächsten, wie das Aufschlagen des Bootsrumpfes auf die Kaventsmänner, sprich Riesenwellen. Stattdessen sah ich beim Augen-Öffnen die dicht gedrängten Passagiere der 3. Klasse, die halb aus Fenstern und Türen hingen. Eingequetscht konnten sie nicht umfallen, bequem sah es trotzdem nicht aus. Kichernde Chinesinnen, an Smog und Staub gewöhnt, hatten sich gangsterlike Tücher um Mund und Kopf gebunden.

Sri Lanka: Flucht aus Colombo über die Berge zu den Elefanten

Angenehme 25 Grad tagsüber und kühle 19 waren eine angenehme Abwechslung zum stickigen Colombo. Herrlich entspannt wanderten wir duch die grüne Landschaft, die weiter entfernten Berge erahnen wir im Nebel, da wir es nicht schafften, ganz früh auf zu stehen. Statt zu Relaxen, klingelte entweder Annettes Handy oder sie war mit ihrem IPad beschäftigt. Ein Casting Agent wollte uns für einen Bollywood-Film buchen, mal sehen, was draus wird. Nach der zweiten Nacht ist Annette schon wieder auf Achse, ohne mich.

Nach einer entspannten  Ayurveda-Massage nahm ich den Bus zum Uda-Walawe Nationalpark, laut dem unsäglichen Lonely Planet soll er, was wilde Elefanten betrifft, die ostafrikanischen Parks übertreffen.

Sri Lanka: Flucht aus Colombo über die Berge zu den Elefanten

Der hübsche Jeepfahrer holt mich zur nachtschlafenden Zeit um 5:50 ab. Am Eingang angelangt, sahen wir außer anderen Besuchern erstmal nur ein paar Vögel. Fast machte sich Enttäuschung breit, als eine Elefanten-Familie unseren Weg kreuzte und uns neugierig begutachtete. Die anderen Jeeps waren nicht so interessant. Weiter im Park begegneten wir noch weiteren gutmütig aussehenden, wilden Dickhäutern. Krokodile lagen faul am See, Reiher stakten am Ufer, leider hatten meine Liebelingstiere, die immer grinsend aussehenden Warzenschweine andere Pläne.

meine Buch-Empfehlung:

bei Cartagena, Kolumbien

Umweltfreundlich nächtigen am Kolumbianischen Karibikstrand

  Es gibt Menschen, denen bricht beim Wort „tropische Hitze“ bereits der Schweiß aus, sie sind überzeugt, in warmen Gefilden nicht ohne Klimaanlage auskommen zu können. Nun, als umweltfreundliche Maßnahme wollte ich mal das Hängemattenfeeling am kolumbianischen Karibikstrand testen.

Nur ein Karzensprung von Cartagena entfernt erreicht der strandhungrige Reisende mit dem Schnellboot die Landzunge Playa Blanca. Direkt am Strand wurden wir abgesetzt und wateten an Land. Die Argentinierinnen, die mir in Medellin begegnet waren, kamen mir entgegen, hatten aber leider keine Zeit, mir Tips zu geben, so schnell raste das Boot wieder zurück.

Umweltfreundlich nächtigen am Kolumbianischen Karibikstrand

Vereinsamte „Cocktail-Bars“ und „Restaurants“ mit Hängematten säumten den sehr übersichtlich belebten Strand. Endlich entdeckte ich eine Gruppe junger Südamerikaner und fragte, ob eine Unterkunft verfügbar war? Ja, eine Hängematte wäre noch frei, die gleich getestet werden mußte mit meinem Buch über die Entstehung der Kolumbianischen Drogenkriege und dessen Ende.

Nach und nach wurden die fast durch die Bank gutaussehenden Mitbewohnern zutraulich und sprachen mich an. Sie waren Studenten aus Chile und zwei von ihnen unterhielten sich in hervorragendem Deutsch mit mir. Beim sehr einfachen Abendessen war es stockdunkel, nur wenige Kerzen ließen gerade so die Teller erkennen.

Umweltfreundlich nächtigen am Kolumbianischen Karibikstrand
das Luxus-Bad…

Plötzlich ein gellender Schrei! Ein junger Chilene wurde von einem Mini-Scorpion gebissen! Er krümmte sich vor Schmerz. Der Koch erschien mit einem glühenden Stück Holz, mit dem er anscheinend einen Zauber veranstalten wolle. Da zogen wir es vor, ein Motorrad vom Hospital zu organisieren. Wir zogen vorsichtshalber unsere Sandalen an.

Nachts in der Hängematte war es nicht wirklich gemütlich und trotz Decke und tropischem Klima reichlich windig und kühl. Sogar die Männer froren! Am Morgen war der Patient wieder gesund zurück, aber niemanden hielt es hier. Zum Schnorcheln war es zu stürmisch, die Cocktailbars verlassen, das Essen zum Davonlaufen, ebenso die sanitären Primitivst-Anlagen, da packten wir lieber unsere Sachen und nahmen den Bus zurück nach Cartagena.

Umweltfreundlich nächtigen am Kolumbianischen Karibikstrand
Schlemmer Gala, Bussche Verlag

Spitzenköche und Genießer satt bei der Schlemmer-Gala des Busche -Verlags

Das Gourmet-Herz schlug höher letzten Montag im Hotel Vier Jahrezeiten in München´s Maximiliansstraße. Der Schlemmer- und Schlummeraltas-Verlag lud zur 16. Busche Gala, um die Spitzenkräfte aus Hotellerie und Gastronomie zu prämieren. Achzehn Spitzenköche aus Deutschland von Heinz Winkler (Residenz Aschau) bis Lokalmatador Hans Haas vom Tantris und sieben aus Österreich wurden geehrt. Als Gastronom des Jahres konnte sich Eugen Block von der Blockgruppe aus Hamburg freuen, ebenso acht weitere Preisträger aus der Gastronomie, unter anderen der Aufsteiger des Jahres Bobby Bräuer vom Esszimmer, München und Tim Raue vom Sra Bua, Adlon in Berlin als Neueröffnung des Jahres. Hotel des Jahres wurde das Vier Jahreszeiten in München und der Hotelmanager des Jahres Axel Ludwig ebenfalls vom Vier Jahreszeiten, holte seine Mannschaft mit auf die Bühne, die den Preis mitverdient haben.

Das Entertainment-Highlight war die Verleihung an den Genießer des Jahres Franz Beckenbauer. Laudator Günther Netzer gab einige Anekdoten zum Besten, wie Franz als Genießer durch die Welt jettete. Einmal in einem Chinesischen Restaurant war ihm nach Sushi zumute und er brachte die Chinesischen Kellner dazu, im Japanischen Restaurant um die Ecke Sushi zu besorgen und in ihrem Lokal zu servieren. Selbstverständlich erfand er auch den Libero-Posten für sich, um entspannt weniger laufen zu müssen. Kaiser Franz konterte lässig mit nicht weniger witzigen Sprüchen. Als ihm eine Schürze umgebunden wurde, befürchtete er gar schmunzelnd, gleich in der Küche eingeteilt zu werden.

Bei der Tombola der Beckenbauer-Stiftung, die Menschen, die in Not geraten oder behindert sind, hilft, konnte man dank vieler Sponsoren wertvolle Preise gewinnen.

Während er noch am selben Abend nach Salzburg zurückfuhr, genossen die hochkarätigen Gäste Kempinski´s Gourmet-Spezialitäten vom Allerfeinsten. Sechserlei Sushi vom Neuseelandhirsch, confierter Hummer auf Papayachutney, die Austernbar, Tagliarini mit frischgeriebenem Herbsttrüffel und acht! verschiedene Desserts verführten zum Schlemmen und Genuß ohne Ende.

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Karneval in Barranquilla

Feiern auf Kolumbianisch von Bogotà bis Barranquilla

Von Bogotà über  Manizales, Medellin, Cartagena zum Karneval in Barranquilla in Kolumbien.

Als ein Freund mir von Bogotà´s Salsa- und Rumbapartys vorschwärmte und mich nach Kolumbien einlud, konnte ich nicht widerstehen. Beim Erwähnen von Kolumbien fallen den meisten Menschen die längst vergangenen Drogenkriege, Entführungen durch Rebellen und Shakira ein. Die Drogenkriege führten einmal sogar zum Sturm des Kartells auf den Justizpalast mit vielen Toten, weil die Regierung es wagte, einen Drogenboss anzuklagen. Bei meinem Besuch war der Palast von künstlichen Riesen-Ameisen übersäht, es handelte sich ganz harmlos um eine Kunstinstallation.

Bogotà, Medellin, Barranquilla

Bogotà, Medellin, Barranquilla

Der echte George Young, im Film „Blow“ gespielt von Johnny Depp, sorgte damals eine Zeitlang für reißenden Absatz von Pablo Escobar´s gelieferten Rauschmitteln, weil die Kunden seines Kontaktmanns, ein Prominentenfriseur in LA, Unmengen davon konsumierten. Daran hat sich anscheinend nicht viel verändert, die Drogenkriege dagegen haben sich nach Mexiko verlagert, die Rebellen fangen sogar an, mit der Regierung zu verhandeln und halten sich normalerweise in Malaria verseuchten Dschungelgebieten auf.

Bogotà, Medellin, Barranquilla

Bogotà liegt auf 2600 m und eigentlich wäre Ausruhen empfehlenswert nach dem langen Flug, aber es half nichts, wir mußten die umliegenden Bars und Clubs der Wohnung meines Freundes unsicher machen. Hier im Norden Bogotàs konnten wir gefahrlos nachts zu Fuß herumlaufen!

Trotzdem wird man in manchen Lokalen nach Waffen? abgetastet. Nicht nur, denn die Kolumbianer schmuggeln gerne Rumflaschen hinein. Wer das Lokal verläßt, muss seine Rechnung vorzeigen, ob auch bezahlt wurde.

Bogotà, Medellin, Barranquilla

Die Einheimischen verstehen zu feiern und zu trinken und das nicht zu knapp. Am nächsten Tag rief seine berüchtigte Kollegen-Clique an, daß der Chef gerade gegangen sei und die Flasche Aguardiente geöffnet wurde. 15 Minuten später kam ein Anruf, daß sie bereits in´s Lokal um die Ecke weitergezogen waren. Kaum betraten wir das Lokal, es war ca. 20:30 Uhr, wurde abgetanzt, dass die Wände wackelten. Dazu wurde literweise Bier und Rum getrunken. Leider hatte an diesem Tag meine neue Digitalkamera schlappgemacht, als ich den Hausberg besichtigen wollte, super! So konnte ich die Salsa-Tänze bisher nicht filmen.

Bogotà, Medellin, Barranquilla

Während ich nach den nächtlichen Gelagen ausschlafen und mir die Stadt mit dem wundervollen Botero- und Goldmuseum anschauen konnte, mussten mein Freund und seine Kollegen zur Arbeit und abends natürlich wieder auf die Piste.

2600 m von Bogota in’s Tal und wieder hinauf auf 2200 m ging´s kurvenreich per Bus nach Manizales mit seinen herrlichen Kaffeeplantagen. Weiter in Medellin, berüchtigt wegen des ehemaligen Drogenkartells, entpuppte es sich als eine relativ sichere Großtadt. In der Gegend, in der ich unterkam, reihte sich ein Lokal an das andere, und wir hätten abends sicher die Gegend unsicher machen können. Stattdessen kochten und mixten die jungen Argentinier im Guesthaus ihre Cocktails selber, Salsa- oder Tango-Tanzen fiel daher flach.

Bogotà, Medellin, Barranquilla

Der Carneval in Barranquilla nahte, daher wurde es Zeit, den Nachtbus ins tropische Cartagena zu nehmen. Es erinnerte mich an Fotos von Havana mit seinen Kolonialbauten und den engen Gassen mit seinem lebendigen Treiben.

Bogotà, Medellin, Barranquilla

Um zum Carneval zu kommen, mussten wir angeblich um 5 Uhr los, um rechtzeitig vor 10 Uhr da zu sein, bevor die Stadt gesperrt würde. Jede Menge Warnungen hatte ich über den Carneval gehört, hoffentlich kommt mir meine neu erstandene Kamera aus Medellin nicht abhanden! Sie befand sich gut versteckt unterm T-Shirt. Mit dem Bus angekommen, trafen wir die Kolumbianer, bei denen einige als couchsurfer untergekommen waren, (sie schliefen auf dem Boden in ihren Schlafsäcken). Für den Österreicher Matthias und mich war weder eine Couch noch sonst ein Flecken frei, daher müssten wir wohl mit dem Bus abends nach Cartagena zurück.

Die Einheimischen rieten uns, jetzt bereits Rum und Bier einzukaufen. Bei der Affenhitze mittags? Da verzichte ich. Während die anderen in der prallen Sonne beim lauen Getränke-schlürfen der Parade zusahen, genehmigte ich mir kaltes Bier an den Bars im Schatten und sah der bunten parade zu. Irgendwann verabschieden sich die Kolumbianer, um sich für die abendlichen Feiern auszuruhen.

Bogotà, Medellin, Barranquilla

Am späten Nachmittag mussten Matthias und ich schweren Herzens den Bus zurück nehmen. Er fuhr quer duch die Stadt, wo überall bereits getanzt wurde! Die Kostümierten von der Parade waren ebenfalls dabei. Zurück in Cartagena war mein Begleiter müde, ich auch, aber die Argentinierinnen Mara und Guadeloupe schleppen mich noch in die Havana Bar mit toller Salsa-Live Band, immerhin ein kleiner Trost!

Bei eat & STYLE Gourmet-Genüsse erleben

Bei eat & STYLE Gourmet-Genüsse erleben

eat&STYLE 2013 – das Schlemmen genießen in München

Top Unterhaltung bei Live-Shows, dazu regionale und internationale Qualitäts-Produkte –
bereits zum fünften Mal gastiert die eat&STYLE, Deutschlands großes Food-Festival, in der Bayerischen Landeshauptstadt.

Vom 1. bis 3. November 2013 dürfen sich die Münchner in der Kulturhalle Zenith auf kulinarische Genüsse und trendige Küchen-Neuheiten freuen. Zudem sorgen auch in diesem Jahr die Kochshows mit beliebten Starköchen wie Stefan Marquard, Alexander Herrmann sowie Nelson Müller samt Soul-Band! für unvergessliches Food-Entertainment. Die Besucher können darüber hinaus aus einer Fülle verschiedener Workshops und Seminare wählen.

Deko, Kochduell & Nelson Müller by Guido Schröder, Sardinenglocke by Till Gläser

Über 120 namhafte Aussteller – vom kleinen, exquisiten Familienbetrieb bis hin zum renommierten Großunternehmen – präsentieren die volle Bandbreite an Genüsslichkeiten: Edle Weine, Fisch und Fleisch, regionale und internationale Käsespezialitäten, erlesene Öle und köstliche Schokoladenkreationen garantieren unvergessliche Erlebnisse für alle Sinne. Professionelles Küchenequipment, trendige Wohnaccessoires und hochwertige Geschenkideen runden das Angebot ab.

Qualität für Auge und Gaumen. Herzstück des Food-Festivals ist die GourmetKitchen: Im eat&STYLERestaurant verwöhnen die verschiedenen Food-Partner Probierfreudige mit
spektakulären Geschmackserlebnissen. Die vielfältigen Probierportionen laden Freunde des guten Geschmacks auf eine Genuss-Reise um die Welt ein. Mit von der Partie sind hier unter anderem Patrick Bertermann und Mario Huth´s Steak-Restaurant „Zum goldenen Kalb“ und deren neues Fischrestaurant „Die Krake“ sowie die Tapas Bar Miura.

Deko, Kochduell & Nelson Müller by Guido Schröder, Sardinenglocke by Till Gläser

Besondere Unterhaltung garantieren die Koch-Shows. Im Kesselhaus gegenüber gewähren bekannte Star- und Sterneköche gleichermaßen interessante wie unterhaltsame Einblicke in ihre Kochtöpfe. Interessierte Gäste haben zudem die Möglichkeit „ihren“ Starkoch im Rahmen eines „Meet&Greet“ persönlich kennenzulernen.

WineVibes steht für hervorragende Weine, sympathische Winzer,
ausgelassene Stimmung und entspannten Clubsound. Die achte WineVibes-Session am 2. November 2013, die erstmalig im Rahmen der eat&STYLE München stattfindet, steht im Zeichen der Münchner Trinkkultur. Getreu dem Motto „Bier auf Wein, das lass sein; Wein auf Bier, das rat ich dir!“ ist es nach der Wiesn Zeit für ein unvergessliches Wein-Erlebnis. Kulinarisch begleitet wird die WineVibes Party-Session in München durch unterschiedliche Food-Kreationen aus der eat&STYLE GourmetKitchen.

Deko, Kochduell & Nelson Müller by Guido Schröder, Sardinenglocke by Till Gläser

Deko, Kochduell & Nelson Müller by Guido Schröder, Sardinenglocke by Till Gläser