Atitlan See

Schönster Atitlan See Guatemalas mit unschönen Auswirkungen

Schon Autor Aldous Huxley, der in “Brave New World” eine mit Drogen, seichten Happy End TV-Filmchen, Sex und Manipulationen im Baby- und Erwachsenen-Alter eine ruhig gestellte Gesellschaft 1930 erschreckend voraus sah, beschrieb den Atitlan See mit seinen Vulkanen in Guatemala als zu schön, um wahr zu sein. Er hatte den Nagel auf den Kopf getroffen!

Atitlan See

Vor 30 Jahren von Hippies entdeckt, war Panajachel ein harmloses Fischdorf. Mit dem chromblitzenden Chicken-Bus, der so heißt, weil er manchmal so voll wie ein Hühnerkäfig gepackt wird, aus Antigua angekommen, wollte ich sofort rückwärts wieder fliehen. Souvenirshops samt den üblichen Touristenfallen und knarrenden Tuck Tuks säumten den Weg zum Bootsanleger.

el Nariz del Indio am blauen See

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Acatenango-Vulkan, Guatemala

Guatemala, Land der Erdbeben und Feuer-Vulkane

In Tapachula, Mexiko, unweit der Grenze zu Guatemala, recherchierte ich über seine Pazifikküste und erfuhr prompt, das genau dort ein Erdbeben vor ein paar Stunden stattgefunden hatte, das dem vorherigen im Zentrum Guatemalas folgte. Der Guamalteke in meiner Unterkunft grinste nur,  daran gewöhnt man sich, es gäbe jährlich 125 Erdbeben in seinem Land.

Meine Busfahrt nach Guatemala City war gebucht, leider kamen wir in dieser als sehr gefährlich geltenden Hauptstadt nachts um 4 Uhr in der Busstation an. Daher hatte ich in letzter Minute einen Shuttle-Bus weiter nach Antigua gebucht, der statt um 6 Uhr um 7 Uhr eintrudelte. Einer Engländerin wurde prompt außerhalb des Busbahnhofs beim Einkaufen ihres Passes, ihrer Kreditkarte und ihres Geldes beraubt; wie sie das anstellte, weiß ich nicht. Willkommen in Guatemala!

Antigua ist das Touristenzentrum schlechthin samt Kopfsteinpflaster, schicken Restaurants, Cafés und unzähligen Agenturen, die alle dieselben Touren anboten und entsprechendem Straßenverkehr.

Antigua, Guatemala
der Aqua-Vulkan in Antigua, von dessen Besteigung wegen Überfallgefahr abgeraten wurde

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Nevada de Toluca

Weingegend zum Weinen, ein erloschener Vulkan und die Schönste Stadt Mexikos?

Von Queretaro nach Tequisquiapan und Bernal, Guanajuato und den Nevada de Toluca 

Queretaro
das berühmte Aquädukt und die unvermeidlichen Souvenirstände

Queretaro ist berühmt für seine mexikanische Vergangenheit, in der die Unabhängigkeit seinen Anfang nahm, Maximilian von Habsburg, dessen Schloss in Mexiko City zu besichtigen ist, erschossen wurde und die Republik gegründet wurde. Seine Umgebung ist die einzige außer Baja California, in der Wein angebaut wird. Als Wein-Liebhaberin lief mir das Wasser im Munde zusammen und fast hätte ich eine Wein- und Käse-Tour gebucht, bis ich die überteuerten Preise sah.

Tequiquiapan
Tequisquiapans bunte Gassen

Auf eigene Faust nahm ich den Bus nach Tequisquiapan, umgeben von Weingütern, und stellte fest, dass die Preise für die Touren dort dieselben waren. Davon hätte ich mir mindestens 5 Flaschen samt Käse kaufen können oder in hervorragendem Wein aus Argentinien schwelgen können. Ich nutzte die seltene Gelegenheit, verschiedene Käsesorten zu probieren und einen zu erstehen. Bis der Bus zurückfuhr, wanderte ich durch den hübschen Ort und schaute mir den opulent dekorierten Friedhof an.

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Wie fühlt es sich an, in Pandemie-Zeiten alleine durch Mexiko zu reisen?

Mexiko ist in den Jahren 2021/22 voller Touristen, da die Einreise keine Corona-Restriktionen beinhaltet. Das Land bietet fast alles, was das Herz begehrt, historische Maya- und Mesoamerikanische Pyramiden, Innenstädte mit Kolonialcharme, UNESCO-Weltkulturerbe ohne Ende, Berge, Vulkane, die Pazifikküste zum Surfen und die Karibikküste zum Schwimmen und Schnorcheln.  Die Einheimischen sind freundlich, hilfsbereit und immer für einen Witz zu haben. Trotzdem ist das Reisen im Land in diesen Zeiten nicht uneingeschränkt erfreulich.

 

90 Prozent der Mexikaner, auch Kleinkinder, tragen Masken überall, also auch draußen. Es scheint fast eine Obsession von ihnen zu sein. Macht es ihnen nichts aus, weil sie am Dia de las Muertos zum Fürchten maskiert, bemalt und als Skelette verkleidet in einer Dekoration des Horrors feiern ?

Als Alleinreisende sehe und spreche  ich ausschließlich mit vermummten Nicht-Gesichtern, es sei denn, im Hostel oder Guesthouse lerne ich andere Traveller kennen, mit denen ich mich unterhalten und ausgehen kann. Allerdings hält sich die Anzahl internationaler Reisender wegen der Pandemie in Grenzen, auch da Mexiko relativ teuer gegenüber Asien und Südamerika ist. Hauptsächlich sind Gruppen und Pärchen unterwegs. Am Eingang von größeren Supermärkten,  Flughäfen, Busbahnhöfen, “besseren” Hotels und Restaurants wird Fieber gemessen, die Schuhe desinfiziert, die Hände und manchmal auch die Kleidung  werden mit Desinfektionsmitteln eingesprüht und natürlich die Maske getragen. Ex-Präsident Trump hatte mal öffentlich gefragt, ob eine Injektion mit Desinfektionsmitteln nicht helfen würde?  Vor dem Essen reiben sich die Mexikaner die Hände damit ein und essen anschießend mit ihren Fingern, ob das auf Dauer gesund ist? Wären gesunde Ernährung und Sport nicht besser?

Mexikaner halten gern ein Schwätzchen, nur durch die Maske verstehe ich nicht viel und es ist auf Dauer unheimlich und deprimierend, keine Mimik und kein Lächeln zu sehen. Nur manchmal, bei Tanzveranstaltungen, wie hier in Queretaro, trauen sich einige, ihre Masken, zu lüften.

Queretaro

Ich lese in anderen Blogs, wie schön und toll alles in Mexiko ist, auch Reisen in andere Länder werden bejubelt, als wäre alles normal und in bester Ordnung. Für mich bedeutet Reisen, in andere Kulturen einzutauchen, die Einheimischen und andere Traveller kennen zu lernen. Wie soll das funktionieren, ohne ihre Gesichter und Mimik sehen zu können? Merkwürdig, dass niemand darüber schreibt.

Ciudad Valles

Türkise Gewässer, eine entspannte Kolonialstadt und ein surrealistischer Garten in der Huasteca Mexikos

San Luis Potosi, nördlich von Mexiko-City, ließ mich im historischen Zentrum durch die Gassen schlendern, im Schneckentempo schlichen wenige Autos an mir vorbei. Was für ein Unterschied zu den von vielen Bloggern gepriesenen San Cristobal de las Casas oder Merida, wo laute Busse, Motorräder und Autos in jeder Gasse für Lärm und Abgase sorgten.  1592 als Silberminenstadt gegründet, bot diese Innenstadt mir wunderbare Kolonialgebäude, Kirchen, Illuminierte Tempel, ein ehemaliges Theater, das 1941 zum Kino umgebaut wurde, jetzt anspruchsvolle Filme wie den Cannes-Gewinner “Titane” im Programm hatte und sich seinen nolstalgischen Charme bewahrt hat.

San Luis Potosi
Der Mond schaut zu: Tempel of Carmen bei einer Lichtinstallation des Winter-Festival of Lights

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La Paz

Auf Wal-Jagd in Vallarta und Baja California

1963 war Mismaloya bei Puerto Vallarta  Schauplatz von “Die Nacht des Leguans”. Regisseur John Huston hatte extra diesen Ort, damals ein Dschungel mit Skorpionen und Schlangen, nur per Boot erreichbar, ausgesucht. Das mitspielende Skandal-Paar des 20. Jahrhunderts, Liz Taylor und Richard Burton, sorgten für entsprechende Publicity, so dass aus Puerto Vallarta ein Touristenmagnet wurde.

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Merida, Mexiko

Weltkulturerbe Chichen Itza im Grünen, Autoverkehr ohne Ende

Die Maya Pyramiden von Chichen Itza im Mexikanischen Bundesstaat Yucatan gehören zum Weltkulturerbe der UNESCO. Also machte ich mich auf ins nahe Valladolid, benannt nach seiner Spanischen Namensvetterin. Ich hoffte auf einen ruhigen Ort und landete ausgerechnet in der 42nd Street, ohne Musical aus New York, dafür mit sämtlichem Bus- und Autoverkehr, der gefühlt durch mein schönes Zimmer rauschte. Zur Begrüßung fuhren Motorräder und Autos, mit bunten Luftballons dekoriert, hupend und mit Polizeisirenen ausgestattet, 2 Tage lang durch die Straßen, um die heilige Guadelupe zu ehren, Knallfrösche inbegriffen. Durchatmen, sagte ich mir und fand tatsächlich die einzige ruhige Straße, Calzada de los Frailes und Le`Kaat, ein wunderbares Vegetarisches Restaurant.

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Nachhaltig Reisen, mit 8 Tipps leicht gemacht

Ökotourismus ist uncool? Wer einmal beim Schnorcheln statt Fische und Korallen zu bewundern, durch den Müll an der Oberfläche schwamm, vergißt das nie! Bei meiner Indonesien-Reise war die Strömung ungünstig und da durfte ich diese unvergeßliche Erfahrung machen.

Strand bei Labuan Bajo, Flores

Vor der Reise lohnt es sich, zu überlegen, was man außer Stofftüten  mitbringen sollte. Einen großen Coffee-to-go Becher kann man mit Tee, Kaffee oder Suppe auffüllen. Die in tropischen Ländern frischgespressten Fruchtsäfte oder Fruchtsalate und das selbstgemachte Müsli schmecken darin besser als in Plastik. Im Flugzeug freut sich die  Stewardess über weniger Arbeit, wenn sie Wasser in die mitgebrachte Trinkflasche einfüllt, den Wein kann sie in den Coffee-to go Becher einfüllen.

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Aluxes

In den Höhen und Tiefen von Chiapas

Von San Cristoblal de las Casas nach Palenque

Alle schwärmten von San Cristobal de las Casas im Hochland Chiapas mit seinen schön renovierten Häuschen im historischen Viertel, den Wandmalereien und kreativ dekorierten Cafés und Restaurants. Gerne wäre ich länger durch die engen, auf den einen halben Meter schmalen Gehsteigen flaniert, nur Abgase von den im Dauerstau stehenden Bussen, SVUs und anderen schicken Autos einatmen gehört nicht zu meinen Lieblingbeschäftigungen.  Es erinnert mich an den wunderschönen Ort Sucre in Bolivien.

San Cristobal de las Casas

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Mazunte Beach

Ohne Handy durch Oaxaca´s Kolonialstädte und Traum?-Strände

Von Mexiko-City über Puebla nach Oaxaca, Puerto Escondido, Mazunte in´s geheime Strand-Paradies.

Auf dem Weg von Mexiko-City nach Oaxaca-Stadt liegt Puebla, kein Dorf, sondern eine Großstadt mit schöner historischer Innenstadt, die ich schnell durchlaufen hatte. Wegen der engen Straßen voller Autoverkehr und hyperschmalen Fußwegen, wäre durchzwängen das passendere Wort. Ich nahm den kostenlosen Touristenzug nach Cholula, der Preis war, sich wie überall die Hände zu desinfizieren und unsere Kleidung ebenfalls einsprühen zu lassen, da konnte ich mich nicht wie sonst weigern!

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