Vor 10 jahren noch hatte fast jeder Myanmar-Besucher regelmäßig Magenprobleme. Das hat sich erheblich verbessert. So traute ich mich, das traditionelle Buffet aus dem nordöstlichen Shanstaat zu probieren. Gemüse- und Fleischvariationen, die letzteren kommen nicht in Frage, werden mit frischen grünen Salat-Zutaten serviert. Dazu schmecken selbstgemachte Chutneys und Pickles unterschiedlicher Schärfe.
Am besten und günstigsten ist es im lokalen Einheimischen-Restaurant. Der Lärmempfindliche muß allerdings mit TV-Beschallung und wenig schmeichelhaftem Neon-Licht rechnen, in dem der Weißhäutige leichenblaß aussieht, an der Straßenbeleuchtung wird dagegen gerne gespart, sprich man tappt im Dunkeln.
Um die Schärfe und den Knoblauch etwas zu mildern, passen Kokosnußbonbons, süß-saure Tamarindbälle und Coffecandys hervorragend.
scharfer Hot Pot mit Nudeln, Gemüse und frischem Koreander
Chinesische Restaurants sind sehr populär und es lohnt sich, ein gutes für den scharfen Hot Pot, ürsprünglich aus der Chinesischen Provinz Szechuan, zu geniessen.
Enteneisalat mit Gratissuppe
Die authentische Küche probierte ich auf einem Night-Market, hier Enteneisalat mit Erdnüssen, Zwiebeln, Knoblauch, Rettich, Karotten und Linsen, mmmhhh!
so wird der Enteneisalat zubereitet
Traditionell ist auch der Avocado-Salat aus der schwarzen Avocado mit viel Knoblauch, Zwiebeln und Tomaten zubereitet, manchmal auch als Guakamole.
Wem nach vitaminreicher Erfrischung ist, kann die frischen Fruchtsalate direkt von den mobilen Damen kaufen!
Nepal hat nicht nur sensationelle Bergwelten zu bieten.
Die Anreise kann bereits zum Abenteuer mutieren. Der Online Check-In bei Malaysia Airlines kannte meine E-Ticket Nummer nicht, dafür teilte mir die von www.lastminute.com für Fluginfos empfohlene tripcase Webseite mit, daß mein Weiterflug von Kuala Lumpur nach Kathmandu statt um 20:15 Uhr erst um 2 Uhr nachts starten würde. Am Bangkoker Flughafen erfuhr ich, daß dieser rechtzeitig losfliegen, dafür der Bangkok-Kuala Lumpur Flug 1 ½ Stunden später abheben wird. Prompt verpaßte ich meinen Anschlußflug. Am Ticketschalter wurde mir ein Flug am nächsten Tag angeboten, der nächste um 23 Uhr wäre ausgebucht. Nach Konsultierung des Managers bekam ich sofort ein Business Class Ticket und begab mich zum Gate.
Der Koreaner neben mir, dem Bösewicht aus einem der Bondfilme nicht unähnlich, erzählte, daß er drei Tage in Kuala Lumpur auf Kosten der Airline auf seinen Flug warten mußte, da in Kathmandu eine Maschine der Turkish Airlines bei extrem schlechter Sicht nicht ganz die Landebahn getroffen hatte, im Gras landete und für vier Tage den Flughafen blockierte. 80000 Fluggäste waren betroffen. Um die Maschine zu entfernen, mußte Equipment von Indien ausgeliehen werden. Gottseidank wurde niemand verletzt.
Nach all der Aufregung ließ ich den Canard-Duchène Champagner öffnen und die Stewardessen nicht müde, uns nachzuschenken. Die Landung war sanft und entspannt, der Immigrationofficer hieß mich willkommen und ich begab mich zum Baggage Claim. In der Halle stapelten sich Himalaya-Berge von Gepäck und Menschenmassen in Viererreihen an der Ausgabe. Zwei Stunden später, gegen vier Uhr morgens, gab ich es auf und nahm ein Taxi zum Hotel. Der Taxifahrer erzählte, daß es für Katmandu normal sei, sein Gepäck ein paar Tage später zu bekommen.
Nach ein paar Stunden Schlaf durfte ich die umliegende Bergwelt bewundern und vom Himalaya träumen! Ich nutzte die Gunst der Stunde, im März versinken die Berge oft im Dunst und bestieg den heiligen Affentempel, das Wahrzeichen von Kathmandu.
die Affen warten schon…
Prompt ließ ich mir den gerade gekauften Fruchtsalat unter den lachenden Augen des Fruchtverkäufers klauen! Verscheuchen ließen sich die Affen nicht.
Gebetsmühlen
Am nächsten Morgen versuchte ich mein Glück erneut am Flughafen. Im „Lost and Found“ Büro schickte man mich in die immer noch mit Gepäck vollgestopfte Ankunftshalle; gerade wäre ein Flugzeug von Malaysia Airlines gelandet. Am Gepäckband traf ich Gleichgesinnte und hörte ihre Stories, wie sie an Flughäfen festsaßen, mein Gepäck tauchte nicht auf. Am Counter hatte tatsächlich ein Mitarbeiter eine Liste mit Nummern und meinte, meine wäre darunter. In einer gut versteckten Ecke fanden wir dann tatsächlich meinen Rucksack!
Der Strom ist in Nepal auf bestimmte Zeiten limitiert, wenn er nicht von allein ausfällt
Eins meiner schönsten Erlebnisse war die Zugfahrt über das Gokteik-Viadukt. In Hsipaw eingestiegen, wählte ich die economy class statt der ausschließlich von Touristen bevölkerten Upper class.
Mit einer Jacke als Polster machte ich mir´s gemütlich, der „Geschwindigkeit“ des Zuges angepaßt. Felder zogen vorbei, von denen uns die Arbeiter zuwinkten, entspannter geht’s kaum. Gelegentlich fing der Zug an zu schaukeln wie ein Boot bei kappeliger See, ein Wagen entgegengesetzt zum anderen. Das Geheimnis, warum er nicht entgleist?
Dann näherten wir uns dem Highlight, dem Gokteik-Viadukt. Nach einem Felsentunnel ratterten wir über die Brücke, nur eine Handbreit neben dem Abgrund. Da wird sogar mir ein wenig schwindelig. Gottseidank schaukelt er hier nicht!
Als schreibende Reisende in Myanmar fühlte ich mich wie von der Schlange Kaa aus Rudyard Kipling´s Dschungelbuch hypnotisiert, so starrte ich auf das unendlich-kreisende Ladezeichen im Internet. Ich fühlte mich wie in einem Hamsterrad. Wann würde ich befreit? Damit hatten Kipling, George Orwell und Co. damals keine Schwierigkeiten.
Um dem Staub und hupendem Verkehr in Mandalay zu entkommen, empfiehlt sich ein Bootstrip nach Mingun. Einheimische räkeltn sich nicht in den harten Deckchairs, kein Wunder, wie ich erfahre, kostete das lokale Boot, angeblich für Ausländer verboten, wie so oft nur ein Zehntel.
In Mingun hatte der König Bodawpaya versucht, die größte Pagode der Welt mit Hilfe von Zwangsarbeitern zu bauen. Wie so viele Größenwahnsinnige vor und nach ihm scheiterte er, als sie zu einem Drittel fertig war, starb er und die Bauarbeiten wurden eingestellt. Jetzt erklomm ich wie viele Touristen barfuß den Bau und genoß den Rundumblick, nur vom ewigen Februar-Dunst Myanmars eingeschränkt.
Laut den einschlägigen Reiseführern soll der reperaturbedürftige Burma-Bus bis zu 15! Stunden Verspätung haben.
Ob dieser umgebaute, mit jedem Zentimeter vollgepackte Pick-Up gemeint ist? Ausprobieren gehört zum Burma-Abenteur dazu! Eingezwängt sollte man sich besser eine Sitzunterlage besorgen, er nimmt sich viel Zeit, damit Leute ein-, aussteigen, auf-, abladen, ein Schwätzchen halten oder essen können.
Yangoon, von Smog umnebelt, besteht offensichtlich aus Baustellen und Staus. Fußgänger sind zwar bewegsamer, angenehm fühlt sich der Lärm von auf sich aufmerksam machenden Straßenhändlern rechts und links vom Fußweg nicht an. Wer auf die Straße ausweicht, darf sich zwischen im Stau stehenden Autos und Bussen durchdrängeln.
Ich glaubte, bersonders schlau auf Seitenstraßen auszuweichen, das war ein Fehltritt. Dort kam nicht mal ein Fußgänger vorbei, Lastwägen und Autos standen kreuz und quer, dazwischen Waren, die verladen wurden.
Auch erfahrene Bangkok-Besucher ahnen nicht, was sie erwartet, wenn sie mit Skytrain und Taxi den Bang Na Pier erreichen, um mit dem Boot den Chao Praya zu überqueren. Mangrovendschungel, durchzogen von erhöhten Holzpfaden, die zu vereinzelten Häusern auf Stelzen führen, lässt den gestessten Reisenden aufatmen. Hier hatte sich der Besitzer Frank einen Traum erfüllt, als er im Einklang mit der Natur und den Nachbarn das Bangkok Tree House aus Holz und Glas baute.
Die ungewöhnlichen, mit liebevollen Details ausgestatteten Baumhäuser auf Stelzen sind dreistöckig, man betritt zuerst das verspiegelte Bad. Der Toilettenboden ist aus Glas mit Blick auf das Flußbett.
Die 1,2 Millionenstadt Barcelona wird jährlich von 12 Millionen Touristen überlaufen, darf man überhaupt davon schwärmen und Tipps geben?
Wann ist die beste Zeit? So spät im Jahr wie möglich, außer während der Weihnachtszeit. Meistens scheint die Sonne und die Touristenmassen halten sich zumindest ein wenig in Grenzen.
Wo Übernachten? Ob im Luxushotel, wie das Mandarin Oriental, im Hostel oder Privatzimmer bei Airbnb, die Nähe zum zentralen Placa Catalunya ist ideal.
Die nahen Gassen locken mich immer in´s Barrio Gotico und die Altstadt, in der man sich herrlich verlaufen kann. Shopping Queens werden im Nobel-H&M in einem historischen Gebäude oder den unzähligen Boutiquen glücklich.
Ein Deutscher Pilgerwegwanderer führte mich weiter zum Avenguda del Portal del Angel, wo er mich mit Picasso-Malereien an der Fassade derTouristeninformation zeigte.
Picasso in Barcelona
Es gibt so unendlich viel zu endecken, einfach treiben lassen! Vom Placa Catalunya fahren die Flughafenbusse- und U-Bahnen, ein direkter lokaler Bus fährt an den Gaudi-Bauten Casa Milla und Casa Batilló vorbei zum Parc Güell.
Von Kovalam, Kerala nach Madurai und Trichy in Tamil Nadu.
Schnee, Eis und Regen verjagen mich regelmäßig im Winter in wärmere Gefilde. Nachdem ich ein dreiviertel Jahr an meinem Tennisarm laboriert hatte und mein Arzt mit Operation drohte, da sämtliche teuren Therapien nichts halfen, beschloß ich stattdessen, Edith aus Aachen in ihrem Haus in Kerala, Indien zu besuchen.
mein Gästehäuschen
Im Paralleluniversum Indien bei angenehmen 28 Grad empfahl sie mir einen Ayurveda Arzt, der mich eine Woche mit ayurvedischer Medizin versorgte und durchmassierte. War es die Wärme oder Ayurveda, wundersamerweise waren die Schmerzen fast wie weggeblasen! Mein Arzt empfahl mir, hierzubleiben. Das macht Edith immer mehrere Monate im Jahr und sie ist nicht die einzige.
In Indien ist es üblich, seinen Müll, wo man geht und steht, einfach fallen zu lassen.
beim Strand von Kovalam, Kerala, Indien
Früher aß man seinen Straßensnack aus dem Bananenblatt und ließ es fallen, die Kuh fraß es. Jetzt besteht es aus Plastik, die „heilige“ Kuh frißt es und sieht dementsprechend aus. Mit lustigen Mülleimern versucht die Regierung, seine Bürger zum Hinein-werfen zu ermuntern.
Es gibt sogar einige Indische Städte, in denen das Tragen von Plastiktüten bei Strafe verboten ist, in Dehli das Handeln damit.