Haie, Krokodile und andere Hindernisse in Java und Sulavesie

An der Rezeption unseres Hostels, bei den Guides sowie beim oft unsĂ€glichen Stefan Loose Guidebook hiess es, man könne von Lavang aus ganz leicht den Bromovulkan Javas in 2 Stunden erklimmen. Ein aelteres Schweizer Paerchen, ein junges Deutsches, ein langhaariger immer etwas schlaefriger Schwede, der meinte, wenn der Schwede, trinkt, dann muessen es 5 – 10 Bier sein, ein Spanier und ich wollten also zu Fuss gehen.

 

Nachts um 3 stand ich auf und draussen meinten die Guides, die anderen waeren gerade losgegangen. Licht war keins zu sehen, dafuer rasten alle 15 Sekunden Jeeps an mir vorbei, in laengeren Abstaenden Motorraeder, die fragten, ob ich mitfahren wollte. Der Weg zog sich, die anderen waren nicht zu sehen und da die Jeepskolonne nicht aufhoerte, handelte ich mit einem Motorradfahrer einen guten Preis aus und war heilfroh, warm angezogen zu sein.

Gottseidank hatte ich die richtige Entscheideung getroffen, vorm Sonnenaufgang waren wir am einem der Aussichtspunkte der Vulkane und waermten uns erstmal mit einem Kaffee auf, wobei ich gleich von jungen Maennern umringt war, die alle Fotos mit mir wollten. Wenn sie bloss fotografieren koennten!

coole jungsLangsam wurde es heller, einige Wolken bedeckten das Tal, die Sicht war jedoch gut, der Blick ueber die Vulkane atemberaubend.

KraterNach Sonnenaufgang wurde ich zum Bromokrater gefahren, an dessen schmalem Rand man entlang balancieren kann. Ein Taiwaner spielte zur phaenomenalen Aussicht Floete, herrlich!

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Krater m Musik Spaeter wieder im Hostel stellte sich heraus, dass auch die anderen ein Motorrad gechartert hatten, weil der Weg sich unendlich hinzog!

In Surabaya machte ich kurz Station, um nach Makassar, Sulavesie zu fliegen. Sura bedeutet Hai fuer Tapferkeit, Baya Krokodil fuer Gefahr. Passenderweise hatte Surabaya fuer mich den Klang von Freiheit und Abenteuer, als ich meine Nase so tief in Piratenromane der Java- und Chinesischen See steckte, dass mir die Buecherei verboten wurde, um dieselbige mehr in Schulbuecher zu vertiefen. Ahnte mein Vater, dass ich mit zwoelf plante, als blinder Passagier von Hamburg nach Australien auszuwandern?

Parade im Park
Parade im Park

Da kann die Realitaet nicht standhalten, die 4 Millionen Einwohner sorgen fuer genug Verkehr mit neuen GelaendewÀgen und Motorraedern, alten Bussen und Rikschas, die teurer sind als jedes Taxi auf den modern ausgebauten Strassen, schoen angelegte Parks erfeuen das Auge, den Frachtenseglerhafen fand ich auch hier nicht, ein nicht endenwollender Tropenguss zwang mich an einenTeestand und mir verging die Lust, weiterzusuchen. Im Bus zurueck wurde ich mit grossem hallo begrusst, eine Schuelergruppe scharte sich um mich und wollte alles wissen von mir, wir hatten so viel Spass, dass der ganze Bus schmunzelte, als ich ausstieg.

im BusUm diese Zeilen schreiben zu koennen, galt es einige Hindernisse zu ueberwinden. Es regnet in Stroemen, die Strassen von Makassar, der Hauptstadt Sulavesies, sind halb ueberschwemmt, Fusswege zugeparkt oder von Garkuechen besetzt. Nachdem 3 Einheimische mich in 3 verschiedene Richtungen geschickt hatten, gab mir ein Polizist eine praezise Beschreibung. Die staendigen Fragen von Rikschafahrern ignorierend  fand ich das beschriebene Internetcafe  unbeleuchtet und wenig einladend vor. Mein Mut sank, als ich versuchte, die schwarz verklebte Glastuer zu oeffnen. Schusswechsel und laute Geraeusche von Videospielen erfuellten den Raum, auch das noch! Am Ende des Raumes meinte die Mitarbeiterin „upstairs“, und oh Wunder, oben gab es moderne Computer und Monitore! Fotos liessen sich nicht laden. Klappt erst einen Tag spĂ€ter.

Java lieber feuchtheiss oder kuehles Nass?

Schweisstreibendes Java, da waere ein Wasserschloss gerade recht, am liebsten mit Poolbar! Leider ist das Taman Sari genannte in Jogyakarta nicht zum Plantschen freigegeben! Frueher vergnuegte sich der Sultan damit, seinen Damen beim Baden zuzuschauen, ob ihm da nicht warm wurde? Wir hatten immerhin das Vergnuegen, die Anmut der Tempeltaenzerinnen bewundern zu duerfen.

Tempeltaenzerinnen, Borobodur inklusive Stromanschluss, Schirmservice bei tropischem Regen

Den fruehmorgentlichen Ausflug zum beruehmten buddistischen Borobodur Tempel, der von 750 an 100 Jahre lang von 1000 Menschen erbaut wurde, haette ich fast verschlafen, ungemuetlicherweise ging es schon um 5 Uhr los. Zum Sonnenaufgang haette man bereits um 4 losfahren muessen, um den fast doppelten Eintritt zu bezahlen. Auf der Hinfahrt rauchte der Merapi Vulkan verfuehrerisch in der Ferne, der alle paar Jahre ausbricht und viele Menschenleben gekostet hat.

Der Borobodur im Nebel

Am Borobodur nebelte es heftig, war daher angenehm kuehl und verbreitete eine besondere Atmosphaere. Auf den Reliefs kann man das Leben des Erleuchteten bis ins Nirwana verfolgen. Leider war die Sicht in die Umgebung gleich null. Der Vorteil: der Touristenansturm hielt sich in Grenzen.

Tempel mit Stromanschluß
Tempel mit Stromanschluß

Das frĂŒhe Aufstehen hĂ€tten wir uns auch sparen können, beim zweiten Tempel Prambanan hatten wir strahlenden Sonnenschein!

Prambanan

Es gibt natuerlich andere Moeglichkeiten, sich abzukuehlen, zum Beispiel beim fast taeglichen Regenguss eine Gratisdusche nehmen. Nicht alle machen das freiwillig, daher werden Busfahrgaeste von Jungs mit Schirmen erwartet, natuerlich kein Service der Busgesellschaft! Heute haette man fast ein paar Boote ausbringen koennen so schuettete sich der Himmel aus.

IMG_2904Eigentlich hatte ich vor, heute Nacht um 22 Uhr einen Ausflug zum Vulkan Merapi unternehmen, eine aeusserst anstrengende Angelegenheit, da man um 1 Uhr losgeht, um den Sonnenaufgang oben zu erleben. Es war unnoetig, meinen inneren Schweinehund zu ueberwinden, da ich mir rechtzeitig eine Blase gelaufen habe und der Dauerregen seinem Namen alle Ehre macht. .

Java fuer Anfaenger

Der Flughafen von Jakarta mit knuffigen roten Ziegeldaechern und begruenten Gaengen lasst nicht ahnen, was auf den Neuankoemmling zukommt. Der Flughafenbus ist bequem, bleibt aber irgendwann im Verkehr hoffnungslos stecken. Nach einer Ewigkeit im Zentrum angekommen, nehme ich spontan ein Motortaxi, vor denen immer gewarnt wird. Meinen Rucksack vor sich, schlaengelt sich der Fahrer haarscharf zwischen Bussen, Autos, Motorraedern und Rikschas durch. Bald werden der Verkehr und die ,Menschen auf den Strassen weniger und mir wird mulmig. Ich frage ihn, ob ich nicht meinen Gastgeber anrufen soll, falls er den Weg nicht weiss? Er schuettelt den Kopf und findet tatsaechlich meine Unterkunft.

Meine Gastgeber Gatot, bei dem ich ueber Airbnb.com ein Zimmer gebucht habe, empfaengt mich herzlich. Alle notwendige Informationen bekomme ich von ihm, er kauft sogar Fruechte ein und bereitet das Fruehstueck vor. Am naechsten Morgen wollte ich  den Frachtenseglerhafen besichtigen, verirre mich aber in einer Art Slum. Da nehme ich doch lieber den Zug zuruck und lasse mich bei einer Ganzkoepermassage durchwalken.

JakartaÂŽs Wasserwege
JakartaÂŽs Wasserwege

Der HItze von Jakarta entflohen, lande ich in Bogor im Botanischen Garten, eine entspannte Oase!

Exotische Baeume und Pflanzen gibt es zu bewundern, darunter ein 1860 Jahre alter.

Was befindet sich in der Baumbucht?
das ist der traurige Inhalt

Mehmals werde ich von schĂŒchternen SchĂŒlern angesprochen, ob sie mich interviewen dĂŒrfen? Eine filmt mit ihrem Handy, das einen Mariuhana Planzen Aufkleber hat, ob sie wohl weiß, was es bedeutet?

Luxushotel und seine Aussicht Jakarta , Bogor Botanischer Garten, Baeume und als was sie missbraucht werden, Vulkane und ihre heissen Quellen

Luxushotel und seine Aussicht Jakarta , Bogor Botanischer Garten, Baeume und als was sie missbraucht werden, Vulkane und ihre heissen Quellen

Die Hilfsbereitschaft der Indonesier ist phaenomenal, ob es der Bahnbeamte ist, der mit mir durch saemtliche stehenden Zuege klettert, um den Bahnhof zu durchqueren, der Moneychanger, der sein Kabaeuschen zusperrt, um mir den Bankautomaten zu zeigen, die Geschichtslehrerin mit Kopftuch, die fuer Miro Klose schwaermt und sich darum kuemmert, dass ich in den richtigen Bus steige ,oder der Menschenauflauf, als ich einen Taxipreis aushandeln moechte, die Liste laesst sich endlos fortsetzen!

IMG_2765Vulkane gibts hier wie Sand am Meer, in Cipanas nahm ich den ersten in Angriff, nur mit Bussen und Motorrad zu erreichen. Er rauchte aus 7 Schloten fast so viel wie die Einheimischen. Bis zum Kraterrand traute ich mich nicht, da dunkle Wolken aufzogen und die Vorstellung, auf dem Ruecksitz eines Motorrads den mit Schlagloechern uebersaeten Weg  in einem tropischen Regenguss ertragen zu muessen, fand ich nicht so attraktiv.

IMG_2777Wieder im Hotel, begann es aus besonders grossen Eimern zu schuetten und hoerte bis spaet in die Nacht nicht auf.

die Zimmer-eigene heisse Quelle!
die Zimmer-eigene heisse Quelle!

Jedes Zimmer hat hier ein eigenes Bad mit permanent spudelndem heissem Quellwasser, einen Pool mit selbigem existiert natuerlich auch, genau das Richtige zur Entspannung!

Miaos sister’s meal festival SW ChinaTeil 7

Vor der 3 Schluchten – Kreuzfahrt hatte ich bereits herausgefunden, wann dieses Festival der ethnischen Miao Minderheit stattfinden sollte und der Mitarbeiter des Guesthauses in Shengdu die Zugverbindung nach Kaili. Perfekt, dachte ich nach der anstrengenden Schiffahrt, tja, mal wieder gab es angeblich diese direkte Zugverbindung nicht, also musste ein Bus nach Wuhan zum Flughafen, dort ein Standby-Ticket nach Guayang und ein Bus nach Kaili genommen werden. Dort stellte sich die Hotelsuche als schwierig heraus, da nicht jedem Hotel die Aufnahme von Auslaendern erlaubt ist. Kaum bei einem annehmbaren angekommen, begannen 2 Chinesen den Kofferraum zu oeffnen und mein Gepaeck herauszunehmen. Keine Idee, die mir gefiel, was diejenigen schnell zu hoeren bekamen! Da konnte ich nur noch todmuede in’s Bett fallen!

Im Bus nach Taijing hatte ich das Glueck, 2 Studenten aus Hongkong kennenzulernen, die auch zum Festival wollten.

IMG_0539Wir mussten nochmal in einen anderen Bus nach Shidong umsteigen, wo wir auf bereits kostuemierte Miaos trafen, die sich gerade mit dem Handy verabredeten.

Unglaublich, dass ich es geschafft hatte, als einzige Auslaenderin mit oeffentlichen Verkehrsmitteln hierher zu kommen! Die Anzahl anderer Touristen hielt sich angenehm in Grenzen.

IMG_0544Das Festival dient zum Kennenlernen von Maedchen und Jungen, mit wertvollem Schmuck und traditionellen Kostuemen gekleidet sind alle, KInder und Aeltere eingeschlossen. Wenn die Schuhe hinten heruntergetreten sind, ist das Maedchen bereits vergeben, sonst kann ein Junge der Angebeteten ein Reisgeschenk machen.

IMG_0562Auf einer Wiese am Fluss wurden Essensstaende aufgebaut, waerend bei Trommelmusik immer mehr Maedchen beginnen, im Kreis zu tanzen. Richard, Keuwa und ich waermen uns dabei auf,  ich habe bald die Schritte raus.

Es ist sehr frisch draussen, unsere noch schnell gekauften Pullover reichen leider nicht aus. Halberfroren schaffe ich es, abends ein Taxi zu bekommen, auf eine Übernachtung im sehr einfachen Dorf wie die Studenten verichte ich lieber.

 

Kreuzfahrt des Schreckens beim 3 Schluchten Staudamm in ChinaTeil 6

Nerven so stark wie die Festmacher – Drahtseile waren nötig, um die Yangtze-Kreuzfahrt durch die umstrittenen 3 Schluchten unbeschadet zu ĂŒberstehen. Eigentlich fing es gut an, ich hatte eine halbe 2-Bettkabine gebucht und auch mit dem Super-Gau, dass ich mit einem kettenrauchenden Chinesen zusammengelegt wurde, gerechnet. Der Steward zeigte mir die leere 2-Bettkabine und dann eine Einzelkabine mit Panorama – Fenstern aufs kleine Vordeck. Die letztere fand meine Zustimmung, der Steward schien nur ein englisches Wort zu kennen: Money. Pech fĂŒr ihn, dass ich gerade das nicht verstand, nach einigem Hin und her bekam ich meine Kabine mit herrlicher Aussicht, die Leute auf dem Vordeck hatten allerdings auch Einsicht.

meine "Luxus" Kabine
meine „Luxus“ Kabine

Nachts klemmte die TĂŒr zum Bad, so das ich den Steward beim Knutschen stören musste, um ihm mit HĂ€nden und FĂŒĂŸen zu erklĂ€ren, wo er sich nĂŒtzlich machen konnte.

Am nÀchsten Morgen war um 5 Uhr Weckruf, um bei passendem strömendem Regen Fengdu, die Geisterstadt mit seinen Folterkammern zu besichtigen.

IMG_0485Anschließend versuchten wir, Rosie und Jonny aus England und ich, die einzigen AuslĂ€nder an Bord, im „Restaurant“ etwas zu essen. Auf der Theke lag Reis, undefinierbares Fleisch und GemĂŒse. Da wir die Karte nicht lesen und sonst niemand ĂŒbersetzen konnte, begnĂŒgten wir uns damit, das heißt, ich verzichtete aufÂŽs Fleisch. Gottseidank, denn den EnglĂ€ndern wurde so schlecht, daß sie den Rest der Reise nur Reis zu sich nahmen. Bei den LandausflĂŒgen gab es selten die Gelegenheit, essen zu kaufen. So begnĂŒgte ich mich mit ĂŒberteuerter Instantsuppe vom Bordkiosk.

meine "Lleidensgenossen"
meine „Lleidensgenossen“

Sobald eine schöne Landschaft in Sicht kam, wurde durch ohrenbetĂ€ubendes Geklingel darauf aufmerksam gemacht und ĂŒber Lautsprecher auf Chinesisch erklĂ€rt, was wir sahen. Das Englische PĂ€rchen wurde klaustrophobisch in ihrer 4 – Bettkabine inklusive 2 anderen Mitbewohnern und nur einem Fenster, daher lud ich sie gelegentlich in meine ein.

Es gab beeindruckende FelswĂ€nde und wunderschöne Schluchten zu bewundern, leider bestand der grĂ¶ĂŸte Teil der Reise darin, auf die AusflĂŒgler zu warten, die uninteressante, aber teure AusflĂŒge gebucht hatten. So warteten wir stundenlang auf diese, was trotz BĂŒchern auf Dauer auf die Nerven ging, da wir oft nicht an Land konnten und auf dem Boot praktisch gefangen waren.

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Das Durchfahren des berĂŒhmten 3 Schluchten Staudamms war ein aufregendes Highlight in der Nacht, mit beĂ€ngstigend dichtem Abstand warteten große und kleine Boote in der Schleuse, bis es nach draußen ging und wir endlich in Yichang, Hubei an Land konnten. Allgemeines Aufatmen unsererseits war die Folge.

Chengdu und das Reich der Pandas in Sichuan, ChinaTeil 5

Chengdu ist bekannt fĂŒr scharfe Hot Pots und seine entspannenden, gemĂŒtlichen TeehĂ€user. Stundenlang kann man in bequemen Korbsesseln Tee schlĂŒrfen ohne sich vom sonst ĂŒblichen Neonlicht blenden zu lassen. In der NĂ€he besichtigten wir, Pia aus Holland, frisch aus Indien eingeflogen, Alison, als Englischlehrerin in Japan tĂ€tig, die jede Menge schrĂ€ge Geschichten von Japanern erzĂ€hlte, Nadja aus Muenchen, die monatelang in Shanghai lebte und ich den höchsten Buddha der Welt. Das bedeutet, mit dem Boot nahe vorbei zu fahren und in maximaler LautstĂ€rke per Lautsprecher die Chinesichen ErklĂ€rungen dazu zu hören.

IMG_0446Zur Erholung stĂŒrmten wir ein thailĂ€ndisches Restaurant und besetzten die 1. Etage. Das Ambiente war wunderbar, das Essen ausnahmsweise unkomplizert zu bestellen, der Geschmack fantastisch, die Preise ebenso, nur seltsam, das nichts los war.

Die Sichuan Oper war erstaunlicherweise wenig besucht, dafĂŒr mit fantasievollen KostĂŒmen, natĂŒrlich viel Gesang sowie blitzschnellem Maskenwechsel.

Die Pandas waren das absolute HIghlight in der Provinz Sichuan. Sehr relaxt sind sie den ganzen Tag mit Knabbern beschĂ€ftigt, Ausnahmen bestĂ€tigen die Regel wie man auf den Fotos sehen kann…

IMG_0412IMG_0408IMG_0440Ein ganz normaler Abend in Chengdu, China, im vegetarischen Tempelrestaurant. Die Bezeichnungen auf der englische Menukarte lassen den Schluß zu, daß es sich um Fleischgerichte handelt, es sieht zum Teil auch so aus, ist aber vegetarisch.

Die Wahl ist wie immer schwierig. Ich entscheide mich fĂŒr crisby fish in sweet and sour sauce, potatos and vegetables. Das letztere wird bald auf dem Tisch landen, die Kartoffeln sind gerieben, aber fast roh. Versteht natĂŒrlich keiner meine Kritik, daher kommt der grosse, gutaussehende junge Chinese der mich schon am Eingang begruesst hat, dazu, versteht auch nichts, schlĂ€gt aber vor, meinen Rough Guide, in dem sich ein Wörterbuch befindet, zu Hilfe zu nehmen. So stecken denn mindestens 5 Kellner inklusive mir die Nasen ins Buch, wĂ€hrend der Rest der Kellner kichernd zuschaut. Es gibt mal wieder mehr von ihnen als GĂ€ste. Es dauert, aber endlich merkt eine Kellnerin, dass sie die Kartoffeln etwas mehr als nur 5 Minuten braten soll. So wird es doch noch ein leckeres Mahl und alle Kellner lĂ€cheln beim vorbeigehen. .

Carnaval de Barranquilla Colombia

Carnaval de Barranquilla Colombia

Im Februar ist es wieder soweit: Fasnacht in Basel, Karneval in Köln, Fasching in MĂŒnchen, sogar in Goa, Indien bringt der Karneval die Menschen zum Tanzen und Flirten. Wer tagelang auf den Strassen und in den Clubs feiern, aber nicht frieren möchte, wem Rio zu riesig und gefĂ€hrlich ist, kann beim Carnaval de Barranquilla an der koumbianischen KaribikkĂŒste die Puppen tanzen lassen.

Bunte fantasievolle KostĂŒme sĂ€umen auf den Paraden die Straßen, in der Mittagshitze glĂŒhen die Kolumbianer mit Bier und Rum vor, um spĂ€ter in den Strassen Barranquillas oder auf Partys aller Art abzutanzen.

Carnaval de Barranquilla Colombia

Lijiang & Tiger Leaping Gorge in Yunnan, ChinaTeil 4

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Lijiang, die ehemalige Hochburg des Naxikönigreichs im Norden fasziniert durch seine Altstadt mit seinen verwirrenden, engen Gassen und KanÀlen, wo man sich wie in Venedig herrlich verlaufen kann.

IMG_0294Kublai Khan brachte die Musik der Taoistischen Dong Jin Schriften nach Lijiang und spendete sein halbes Orchester den Naxis, nachdem diese seiner Armee ĂŒber den Yangtze geholfen hatten. Lange Zeit verbannt, durfte nach der Kulturrevolution wieder die antike Musik gespielt werden.

IMG_0290Jetzt kann man ihr in Lijiang lauschen. Aber auch hier gibt es kein Entkommen vor der unvermeidlichen chinesischen Touristenschwemme, SouvenirlÀden inklusive.

IMG_0306ZufĂ€llig lief mir Ester Fu, eine Finanzexpertin aus Beijing, die ich in Dali getroffen hatte, ĂŒber den Weg, so konnten wir gemeinsam die dreitĂ€gige Wanderung in die Tigerssprung-Schlucht, die Tiger Leaping Gorge, am Yangtze-Fluss planen. Sie soll die Tiefste der Welt sein und so schmal werden, das der Legende nach ein Tiger auf der Flucht sich nur mit einem Riesensprung duch die Enge retten konnte.

Anfangs noch harmlos dahinfließend, wird der Yangtze, zunehmend reißender, rechts und links tĂŒrmen sich FelswĂ€nde wĂ€hrend der noch blaue Yangtze sich seinen Weg bahnt und die tiefste Schlucht der Welt uns in ihren Bann zieht. Die Ruhe wird nur selten von wenigen Einheimischen unterbrochen, herrlich!

IMG_0325Das Ă€ndert sich im Guesthaus, das wir abends zwecks Übernachtung ansteuern. Das Restaurant befindet sich neben unserem Zimmer, dessen TĂŒr regelmĂ€ĂŸig vom heulenden Wind aufgerissen wird, daher dĂŒrfen wir die halbe Nacht dem Geschrei der anderen GĂ€ste lauschen, der Rest der Nacht wird krĂ€ftig geschnarcht und gebellt, um uns den Schlaf zu rauben. Die sanitĂ€ren Anlagen sind so eklig, daß ich aufÂŽs Fotografieren verzichte, um Magenverstimmungen bei etwaigen Betrachtern zu vermeiden.

IMG_0314Einen Teil des Wanderweges legt Esther auf einem Esel zurĂŒck, den man hier mieten kann. Die Schlucht wird so schmal, daß wir nur ĂŒber eine megasteile Treppe nach oben gelangen.

IMG_0350Die Sicht auf die umliegende Bergwelt ist atemberaubend!

die Tiger Leaping Gorge
die Tiger Leaping Gorge

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IMG_0359am Ende des Treks angelangt, lassen wir es uns erstmal in einem richtigen Bett und Restaurant gutgehen.

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ITB Berlin 6. – 8.03.13

Die ITB gehört zu den weltweit fĂŒhrenden Messen der Tourismusindustrie. Der Offizieller Partner der ITB ist dieses Jahr Indonesien, das sich mit zahlreichen Veranstaltungen fĂŒr Besucher und Presse prĂ€sentieren wird.

Die ITB möchte besonders die Corporate Social Responability unterstĂŒtzen, da ökologisch, sozial und ökonomisch verantwortliches Handeln im Tourismus als nachhaltiges Konzept unternehmerischer Entwicklung gefördert werden soll.

Kraut mit Schlangenschnaps – Lecker essen in China

 Weitverbreitet in ganz Asien ist der beliebte Schlangenschnaps, wahlweise auch mit eingelegten Skorpionen, Ingwer oder anderem Getier. Er soll gegen fast alle UnpĂ€ĂŸlichkeiten wie Impotenz, ErkĂ€ltung, zur StĂ€rkung des Immunsystems oder zur Prophilaxe helfen. Bei manchem hat man den penetranten Fleischgeschmack tagelang im Mund, anderer schmeckt wie Honigmet, hat aber meine Bronchitis nicht heilen können.

IMG_0222WĂ€hrend der PandabĂ€r entspannt den ganzen Tag mit Knappern beschĂ€ftigt ist und da muß viel gegessen werden, wenn er bei der ErnĂ€hrung sein Gewicht halten will, bekommt der Gast in China bei fast jedem Gericht dieses GrĂŒnzeig serviert. Es handelt sich um eine Art meterlanger Spinat, der warscheinlich nur mit viel Schlangenschnaps hinuntergespĂŒlt werden kann, bei mir bewirkt er eher ein WĂŒrgegefĂŒhl.

 

Geschichten und Geheim-Tips ĂŒber Nachhaltiges Reisen, Hotellerie, Kulinarik & Events