Die gebirgige Sch├Ânheit von Tafi del Valle und Fiambala erleben

von Tafi del Valle nach Fiambala im Nordwesten  Argentiniens

Von Tafi del Valle, von Weinreben und Bergen umgeben, hatte ich viel Gutes gelesen, warum nicht einen kleinen Schlenker dorthin machen, dachte ich. Es liegt in einem Tal, so wollte ich mir nat├╝rlich ein Rad leihen. In meinem Guesthaus standen Mountainr├Ąder im Innenhof, aber die w├╝rden ausschlie├člich f├╝r gef├╝hrte Exkusionen benutzt, hie├č es. Gesch├Ąftst├╝chtigkeit ist nicht die St├Ąrke der Argentinier, besonders nicht, wenn die Siesta naht. Weder vor, noch nach der Siesta war der einzige, andere Fahrradverleih offen. So lief ich einfach zu Fu├č los, um zum 10 Kilometer weitem Angostura-See zu gelangen. Es war hei├č und staubig, so trampte ich bis zu den ber├╝hmten Hinkelsteinen, dem Park der Menhire, mit Gesichtern und Symbolen versehen. Leider sind sie im Freien vor Korosion ungesch├╝tzt.

Der Parque de Menhire zeigt mit 2000! Jahren die j├╝ngsten Hinkelsteine, die jemals gefunden wurden. Zur├╝ck nahm mich nach mehreren Tramp-Versuchen und drohendem Donnergrollen ein P├Ąrchen aus Buenos Aires mit.

Fiambala liegt nicht weit von den schneebedeckten Anden, das wollte ich sehen! Schon im Dorf konnte ich die umliegenden Berge sehen und radelte ein St├╝ck mit dem Mountainbike des Besitzers vom Don Pedro Hostel los. Schon nach ein paar Minuten tat der Sitz weh, also gab ich auf. Unbequeme Leih-R├Ąder geh├Âren zu den Argentinischen Spezialit├Ąten.

Weintrauben satt im Garten mit Aussicht!

Im Hostel-Garten wuchsen die Weinreben, herrlich! Mit Eliza aus Italien, Jimena aus Cordoba, Argentinien und Gustavo aus Brasilien fand ich Mitfahrer f├╝r einen Ausflug in die Berge.

Die Landschaft war mal wieder atemberaubend sch├Ân!

Pissis, der ├Ąlteste Vulkankrater der Welt

Bis zur Chilenischen Grenze ging unsere Jeep-Tour durch die W├╝ste zu den Sechstausendern.

 

Von weitem konnten wir an der Chilenischen Grenze die Sechstausender Incuahasi, San Francisco und den el Muerto erkennen.

Los Seismiles, die Fast-Siebentausender

Tipps f├╝r Tafi del Valle:

andere Orte sind sch├Âner und interessanter, f├╝r Vegetarier uninteressant!

Unterk├╝nfte kann ich nicht empfehlen, nur nicht in┬┤s k├╝hle und unsaubere Nomade Hostel gehen!

ansonsten kann man einige kleine Wanderungen auf eigene Faust unternehmen und Radfahren, wenn man die Verleiher ├╝berreden k├Ânnte…

Tipps f├╝r Fiambala:

Unterk├╝nfte:

Das Don Perdo Hostel ist nicht besonders sauber, hat einen sch├Ânen Garten zum Chillen und ist eigentlich die einzige M├Âglichkeit, als Alleinreisende Gleichgesinnte zu treffen, mit denen man die sehr empfehlenswerte Vulkankrater und Berg-Tour bei der neben dem Hostel liegenden Agentur buchen sollte,

in Chile gibt es ├Ąhnliche Touren, nur zu horrenden Preisen!

sonst ist in dem Ort NICHTS los, wir haben selber gekocht

in der Umgebung gibt es durchaus mehr zu entdecken, die Magischen oder die D├╝nen von Tatin sowie 3 verschiedene Thermen, f├╝r die man Eintritt bezahlen mu├č, teilweise mit dem Bus oder per Tour erreichbar, da ziehe ich doch die nat├╝rlichen in Thailand vor…

Wein, M├Ąnner-Gesang und atemberaubende Fels-Formationen in Bolivien und Argentinien

Was ist sch├Âner, die Weinregionen Tarifa in Bolivien oder Cafayate in Argentinien? Eins zu null f├╝r Argentinien!

Tarija, auf 2000 Metern H├Âhe gelegen, empfang mich mit dunklen Wolken. Da die Weinverkostungen per Rad nur im dicken Stra├čenverkehr zu erreichen waren, entschlo├č ich mich, an einer gef├╝hrten Tour teilzunehmen. Die Gruppe war auch vor jeglicher Verkostung ganz lustig, kaum am ersten Weingut angekommen, begann es zu regnen. Zuerst probierten wir von einer Art mildem Brand, genannt Singani, gottseidank ich zuerst pur, die anderen durften sich den Geschmack mit s├╝├čer, warmer Limo komplett verderben lassen.

der Malbec macht Laune!

Beim Weingut Los Parrales sahen wir bei der Weinpressung zu und probierten vom leckeren Wei├čwein, Cabernet Sauvignon und s├╝ffigem Malbec. Beim Biowein eines anderen Weinguts wurden uns leider nur seltsam anmutende Tropfen angeboten.

Der k├╝hle Dauerregen vertrieb mich dann aus dem leider verkehrsreichenTarija, Spazierengehen bringt mir weder bei Regen, noch beim Abgas-Einatmen Spa├č! Da half auch nicht die Skulptur eines verspeigelten Weinglases mit Blick auf die Stadt.

Der direkte Nacht-Bus brachte mich nach Salta in Argentinien, damit es nicht zu langweilig wurde, durften wir bei Nieselregen zwei Stunden an der Grenze warten. Vielleicht h├Ątten wir unsere mitgebrachte Weine auspacken sollen? Noch unangenehmer, als ich vor M├╝digkeit verga├č, da├č es in Argentinien eine Stunde sp├Ąter ist. So verpa├čte ich den Anschlu├čbus nach Cafayate und mu├čte totm├╝de 3! Stunden warten. Die Busfahrt durch die fantastische Landschaft entsch├Ądigte mich fast f├╝r alles.

In Cafayate angekommen, kannte meine Begeisterung f├╝r den sonnenverw├Âhnten Ort mit Rundumaussicht auf die Berge in allen Farben keine Grenzen.

Dazu kamen die Weinverkostungen an jeder Ecke, wenig Autoverkehr, stattdessen fuhren sogar die Einheimischen Fahrrad! Ausleihen war nicht ganz billig, zwischen 10 und 15 Euro. Leider gab es nur ein Cityrad, dessen Bremsen nicht funktionierten oder gute, aber zumindest f├╝r Frauen extrem unbequeme Mountainbikes.

Quaca-Weine, Cafayate, Argentinien

Das Weingut Quaca bot kostenlose Verkostungen und F├╝hrungen an, das engagierte Personal f├╝hrte mich mit halbwegs verst├Ąndlichem Spanisch herum, der Wein war k├Âstlich, die Preise unglaublich preiswert! Danach lockte mich das empfehlenswerte Weinmuseum, am Eingang wird visuell geschw├Ąrmt, wie ideal die Lage in Cafayate mit seinen warmen Tagen und k├╝hlen N├Ąchten ist, anschlie├čend wird die Geschichte des Weinanbaus in Cafayate erz├Ąhlt, die im 16. Jahrhundert begann.

Die Fahrradverleiherin an der Plaza bot mir an, an ihrer Tagestour in die Quebrada de Conches in Richtung Salta teilzunehmen, dann bekomme das Rad am n├Ąchsten Tag zum Superpreis. Die Sonne brannte, so fand ich es eine gute Idee und wir konnten die fanatastischen Felsformationen von Nahem anschauen beziehungsweise erklettern.

Am n├Ąchsten Tag bestieg ich dann das Mountainbike, um die staubige Stra├če in Richtung der Wasserf├Ąlle der Rios Colorados zu erklimmen. Mit dem Rad ganz machbar. Am Eingang mu├čte ich mich registrieren und bekam ein Guide-Angebot, da├č ich ablehnte. Der „Weg“ zu den Wasserf├Ąllen war nicht immer leicht zu finden, es gab deren mehrere und anscheinend mu├čte ich immer wieder den kleinen, aber rei├čenden Flu├č ├╝berqueren. Irgenwann wu├čte ich nicht weiter und wurde von einem weiblichen Guide, gefragt, ob ich mich den anderen beiden Argentinierinnen anschlie├čen m├Âchte. Ok, meinte ich, wenn es nicht mehr als 3 Stunden dauert.

So sprangen wir xmal ├╝ber glitschige Steine zur Flu├č├╝berquerung, kletterten senkrechte Felsen hoch und hangelten uns an schwindelerregenden Abh├Ąngen entlang. Da gab es kein zur├╝ck. Ich klettere gern, aber das war halsbrecherisch.

Nachdem wir noch den Aussichtspunkt erklommen hatten, ging es gottseidank nach 5! Stunden einen einfachen Feldweg zur├╝ck. Die Guide-Frau wollte pro Stunde bezahlt werden! Ganz sch├Ân unversch├Ąmt, ich gab ihr etwas weniger und ├Ąrgerte mich trotzdem, da es f├╝r eine Weinprobe im nahen Weingut Las Nubes zu sp├Ąt war.

Vor der Pena-Folklore ist man in ganz Cafayate nicht sicher. Am besten gefiel es mir in meinem Lieblingsrestaurant Casa de Las Empanadas, welches weniger touristisch ist. Hier geno├č ich bei frischen, vegetarischen Empanadas mit einer Karaffe Wein dann den Gesang einers Folklore-S├Ąngers mit Gitarre. Angenehm unaufdringlich von der Lautst├Ąrke fragte er erst die G├Ąste, woher sie kommen, dann wurden traditionelle Pena-Lieder vorgetragen.

Tipps f├╝r Tarija:

Geld abheben:

die Mercantil Bank verlagt keine Geb├╝hr beim ATM

Unterkunft:

Das Kultur-Berlin Hostel f├╝hrt eine freundliche Frau, die liebevoll das leckere Fr├╝hst├╝cksbuffet mit Fruchtsalaten, gutem Brot und Eiern zubereitet, die Zimmer sind sauber und gut ausgestattet, das Wifi gut, im Innenhof l├Ą├čt es sich gem├╝tlich entspannen

auch sch├Ân zum Anschauen, das g├╝nstige, gute Veggie-Restauant in Tarija

Es gibt ein tolles, von Einheimischen gut besuchtes Veggierestaurant in derselben Stra├če, das nat├╝rlich nur zum Mittagessen auf hat

Radfahren d├╝rfte hier keinen Spa├č bringen, auf den viel befahrenen Stra├čen ist kein Platz daf├╝r

Tipps f├╝r Cafayate:

g├╝nstig Geld umtauschen oder abheben:

in der Pharmacy an der Plaza kann man ohne Wartezeit wie bei der Bank g├╝nstig Geld umtauschen, die Banco Nacional verlangt beim ATM die H├Ąlfte von der Macrobank

Ausfl├╝ge:

Das Weinmuseum anschauen!

unbedingt ein Rad ausleihen, vorher die Bremsen und alles andere pr├╝fen, den Sitz einstellen und gut befestigen, ich lieh meins bei IPUNA am Plaza aus, die auch Touren veranstalten

die Touristeninformation an der Plaza gibt Karten aus und gute Infos, im Gegensatz zum uns├Ąglichen Lonely Planet, zu den Weinverkostungen und wie man wo hinkommt, zum Beispiel kann man zur Quebrada de Conches im Bus das Rad mitnehmen und auf der alphaltierten Stra├če zur├╝ck radeln, zu den Wasserf├Ąllen kann man gut radeln, mit Guides vorher alles ausmachen,┬á ohne Guide Maps Me benutzen und den gewanderten Weg markieren, dann sollte man auch zur├╝ck finden oder einfach am Flu├č entlang spazieren, Wanderschuhe sind f├╝r beide unabdingbar!

Unterk├╝nfte:

das Backpackers unweit vom Busbahnhof bot ein Zimmer an, bei dem man die T├╝r nicht schlie├čen konnte, sie blieb einen halben Meter auf, einladend f├╝r streunende Hunde, Katzen und was sonst noch herumfleucht, passend dazu sahen die Bettlaken gebraucht aus,

einen Block weiter an der Ecke stieg ich im San Jorge mit neuen, kleinen, sauberen Zimmern g├╝nstig ab, das Wifi wurde anscheinend nicht bezahlt und folglich funktionierte es nicht, der Besitzer meinte wie so oft, das ginge in der ganzen Gegend nicht,

Da ich etwas schreiben wollte, zog ich 200 Meter weiter in┬┤s Terra Andina um, mit sch├Ânenm Innenhof zum Hinsetzen mit schnellem Wifi. Ein Zimmer lie├č sich nicht abschlie├čen, da der vorherige Mieter weg war; so wurde ich in┬┤s andere Zimmer mit Schl├╝ssel verlegt, der auch unn├╝tz war, da das Abschlie├čen nicht funktionierte, im „modernen“ Argentinien nicht ungew├Âhnlich; die nette Familie pa├čte gottseidank auf meine Sachen auf

Vegetarisch Essen:

an der Plaza lauern die ├╝berteuerten Touristenfallen, daher lieber

leckere Empanadas und einige andere Veggie-Variationen im Casa de las Empanandas verputzen, das gr├Â├čere ist sch├Âner!

Sch├Ân sitzt es sich im Innenhof des Restaurants vom biologischen Nanni Weingut, die Kulinarik ist bescheiden, die Weindegustation jedosch zu empfehlen

am Mercado l├Ą├čt es sich unter Einheimischen drau├čen sitzen und g├╝nstig vegetarische Tamales (Im blatt eingelegtes Gem├╝se mit Quinoa) oder Pasta probieren

 

 

 

 

 

 

 

 

Samaipata, das entspannte Wanderparadies in Bolivien

Vagabundo hie├č das Hostel, in dem ich mich im 3000 Seelen-Ort Samaipata einquartierte und am n├Ąchsten Tag gleich ein Upgrade in ein Appartment mit Balkon und Salon inklusive K├╝che bekam, da das Hostel mit Gruppen voll wurde. Ausger├╝stet mit Aktivit├Ąten-Infos von Besitzer Thomas, machte ich mich auf den Weg zum nahen ÔÇ×HausbergÔÇť. Nur ein P├Ąrchen und drei Pferde kreuzten meinen Weg mit tollem Ausblick auf die unliegenden Berge. Herrlich, mal abgasfreie Luft zu schnuppern!

Am n├Ąchsten Tag traf ich auf Elena und wir machten uns auf eine 15 Kilometer-Wanderung. Es war hei├č, einmal liefen wir zu weit und unsere Wasserflaschen leerten sich, als wir ein Geb├Ąude entdeckten mit einer offenen T├╝r. Es war ein Laden und die Verk├Ąuferin f├╝llte gratis unsere Flaschen auf. Gerettet, dachten wir auf dem R├╝ckweg, der nicht enden wollte. An jeder Kurve hoffte wir auf einen Blick auf Samaipata, Pustekuchen!

K├╝he statt Wasser

Da h├Ârten wir ein Auto hinter uns, eine Ambulanz. Noch brauchten wir keine und wurden hochtot im Gesicht und verschwitzt mitgenommen. Geh├Ârig durchgesch├╝ttelt stellte ich mir vor,┬á wie ein Kranker bei dem Geschaukel leiden m├╝├čte.

auf dem Weg nach el Fuente

Lockere 9 Kilometer per pedes die wenig befahrene Stra├če entlang, inklusive wundersch├Ânen Aussichten, trafen wir auf El Fuente, ein Pr├Ąkolumbianisches UNESCO Welt Kultur-Erbe, wo Spanier, Incas und Chan├ęs sich wegen der strategisch g├╝nstigen H├Âhenlage bek├Ąmpften. Es war nett, den Weg entlang zu laufen und gegen├╝ber die Berge des Amboro Nationalparks zu entdecken, wo sich dunkle Wolken zusammenbrauten. Da ging ich lieber etwas schneller zum Eingang zur├╝ck. Gute Idee! Der Regen lie├č nicht auf sich warten und wir hatten Gl├╝ck, ein Jeep brachte uns f├╝r einen sehr g├╝nstigen Preis zur├╝ck nach Samaipata, w├Ąhrend der Regen auf das Autodach prasselte.

el Fuente, sieht aus wie ein riesiges, auf-dem-Bauch-liegendes Wesen aus Stein

Seitdem lie├čen sich die dunklen Wolken in Samaipata nicht mehr vertreiben und ich ├╝berlegte am n├Ąchsten Tag, ob ich mich einem Ausflug zum Amboro Nationalpark anschlie├čen sollte. Die Stra├čen waren grottenschlecht, da n├╝tzte unserem Fahrer sein 4-Radantrieb-Aufkleber nichts mehr. Der Wagen schlitterte und rutschte gef├Ąhrlich ├╝ber die schlammige Stra├če, bis wir festsa├čen und 3mal aussteigen durften, um zu schieben, bis es nicht mehr weiterging.

Das andere Auto mit echtem 4-Radantrieb kam zur├╝ck, wer weiter wollte, mu├čte trotzdem 2 Stunden l├Ąnger hin- und zur├╝ck durch den Schlamm wandern plus 4 Stunden durch den Park. Ich hatte die Nase voll, da ich den Transport zum Park bezahlt hatte und das andere Auto brachte mich und eine Brasilianerin zur├╝ck. Erst nach langen Diskussionen mit der Agentur Michael Blindinger bekam ich die H├Ąlfte meiner Zahlung zur├╝ck, die Besitzerin behauptete immer wieder, unser Wagen h├Ątte einen Vierradantrieb. Seltsam, da├č sich nur die die Hinterr├Ąder bewegen konnten…

Samaipata Tours bot eine Wander-Tour von der anderen Seite des Amboro-Parks am n├Ąchsten Tag an und diese war fantastisch. Verschwitzt vom Auf- und Abwandern samt atemberaubender Aussicht konnten wir uns dann in den Wasserf├Ąllen erfrischen.

am Tag danach…

An meinem letzten Tag feierten wir im La Boh├Ęme meinen letzten Abend mit Wein, Bier, Live-Musik und Tanz, so mancher ging gar nicht erst in Bett…

Tipps f├╝r Samaipata:

Ausfl├╝ge:

Viele Wanderungen kann man auf eigene Faust machen, so zum Beispiel nach el Fuente,  hin und zurück sind es etwa 18 Kilometer, das Museum im Ort kann man sich sparen

In den Nationalpark Amboro darf man nur mit einem Guide, wer die Wege nicht kennt, d├╝rfte sich dort verirren, unbedingt Wanderschuhe anziehen!

Zoo el refugio

per kurzem Fu├čweg von Samaipata zu erreichen ist der el Refugio, dort werden verletzte Tiere aufgep├Ąppelt.

so anschmiegsam kann ein Stachelschwein sein!

Es bringt unheimlich Spa├č, heumzulaufen und in den Gehegen die frei herumlaufenden, scheuen, Lianen-schwingenden Kapuziner├Ąffchen, freche Tukans, die Rafael an der Nase pickten, Hasen und Lamas zu beobachen, mit anschmiegsamen Stachelschweinen und Nasenb├Ąren zu kuscheln sowie an der schwingenden Strickleiter herunterzuklettern.

blitzschnell ist die Banane weg…

Unterkunft:

Vagabundo ist ideal f├╝r Alleinreisende, um Gleichgesinnte kennenzulernen, hat g├╝nstige, aber hellh├Ârige Zimmer, mit zum Teil renovierungsbed├╝rftigen Gemeinschafts-B├Ądern, wer in einer Gruppe reist, sollte versuchen, in dem Appartment mit 3 Zimmern unter zu kommen,┬á gutes Wifi dort im Salon und im Hostel im Fr├╝hst├╝cksraum an der Stra├če

Das Landhaus ist auch sch├Ân, allerdings schwierig zu reservieren, da auf emails nicht geantwortet wurde, eher f├╝r Familien, Gruppen oder P├Ąrchen geeignet

in Restaurants & Caf├ęs vegetarisch essen:

Caf├ę Arte ist wundersch├Ân bemalt, hat leckere Kaffeespezialit├Ąten und auch vegetarische Snacks und Kuchen, das Wifi funktioniert schnell!

La Chacana hat eine gute vegetarische Auswahl, auch f├╝r das g├╝nstige Menu del Dia, schmeckt besonders gut mit dem s├╝ffigen, Bolivianischem Teruno Aranjuez Rotwein

La cocina hat saftigen Falafel und andere schmackhafte, orientalische Spezialit├Ąten, wem es dort wegen des Neonlichts und der Lautst├Ąrke zu ungem├╝tlich ist, kann sich sein Essen auch in┬┤s La Boh├Ęme bringen lassen, das sich abends in eine nette Bar verwandelt

Hin- und Weiterfahrt:

geht mit einem langsamen, gro├čen oder einem schnelleren Kleinbus, der erst f├Ąhrt, wenn er voll ist, mit Wartezeit ist zu rechnen, Sonntags f├Ąhrt er nur vormittags, der gro├če Bus um 14 Uhr

Cochabamba, Dinosaurier-Spuren & Grand Canyon in Tototoro

Saurier haben sich offensichtlich in Bolivien sehr wohl gef├╝hlt, so viele Spuren hinterlie├čen sie hier.

Der Saurierpark in Sucre hatte mich neugierig gemacht, ich wollte mehr sehen und begab mich nach Cochabamba. Von hier geht ein Minibus, wenn sich genug Mitfahrer einfinden, nach Torotoro, wo es mehr Dinosaurerfu├čspuren geben soll. Als ich gegen 9 Uhr eintraf, dauerte es nur eine halbe Stunde und der Bus war voll. Kaum hatten wir Cochabamba hinter uns gelassen, durften wir uns ├╝ber die mit Steinen gepflasterte Landstra├če schaukeln und rattern lassen. Die Aussicht war sch├Ân, nur irgendwie schien die Fahrt keine Ende zu nehmen. Nach gef├╝hlt 5 Stunden waren wir da, ich quartierte mich im Eden Hostel ein und erfuhr, welche Wanderungen auch ohne Guide m├Âglich waren.

Also tigerte ich los und suchte vergeblich nach den Dino-Spuren. So lief ich weiter bis zum Eingang des Nationalparks, bis es anfing, kr├Ąftig zu hageln. Ich musste unter einem Baum ausharren, bis der Regen weniger wurde und lief zur Unterkunft zur├╝ck.

Das Unwetter verzog sich so schnell, wie es angefangen hatte. Ich zog mich um und brach wieder auf. Maps Me leitete mich wieder an dieselbe Stelle hinter der Br├╝cke kurz nach dem Ortsausgang, die eingez├Ąunt war. Links davon war ein winziger Pfad zu sehen, ich kletterte herunter und siehe da, von unterhalb konnte ich die Dinosaurier-Fu├čabdr├╝cke im Stein sehen, faszinierend!

Torotoro ist ein nettes, kleines Dorf aus Stein, abends sitzt man auf Steinbr├╝stungen und schaut, was nicht passiert.

das anscheinend immer geschlossene Dinosaurier-Museum in Torotoro

Vegetarisch essen ist nicht in Mode, als musste ich zwangsl├Ąufig auf die einzige ÔÇ×PizzeriaÔÇť ausweichen, in der andere Touristen a├čen. Die Pasta war e├čbar, hatte mit Italienischer K├╝che nicht viel zu tun wie so oft in Bolivien.

diese traumhafte Landschaft s├Ąumte meinen Weg

Am n├Ąchsten Morgen beschlo├č ich, nicht auf eine Gruppe zu warten, sondern allein los zu marschieren, schlie├člich hatte ich am Vortag fast die halbe Strecke zur Aussicht auf den Canyon hinter mich gebracht. Da hielt mich eine Frau in tradtioneller Kleidung auf, ich d├╝rfe hier nur mit einem Guide herumlaufen. Warum, konnte sie mir nicht beantworten. Hier wird sogar in der Natur streng kontrolliert!

die Spuren des gr├Â├čten Dinosauriers und Vegetariers der Welt!

Kurze Kletterpartien sp├Ąter wurde ich dann von einem Guide mit 3 Franzosen aufgehalten, der mich ├╝berredete, mich ihnen anzuschlie├čen. Der Guide zeigte uns Spuren von dem gr├Â├čten, fast 18 meter langem Dinosaurier.

Die Aussicht auf den schwindelerregenden14 Kilometer langen Canyon erinnerte mich an Bilder vom Grand Canyon in den USA.

nichts f├╝r H├Âhenkranke, hier geht es schwindelig in die Tiefe!

Dann kletterten wir hinunter weiter nach unten, sprangen mehrmals glitschend und springend ├╝ber den Flu├č, das h├Ątte ich alleine nicht geschafft! Gottseidank hatte ich meine Wanderschuhe angezogen. Oben war es hei├č, hier unten wurde mir zu k├╝hl, um wie die anderen im Fluss zu plantschen. Die wollten gar nicht aufh├Âren, mich beschlich das Gef├╝hl, es w├╝rde┬á bald von oben duschen…

Wir brachen irgendwann auf, erklommen den Canyon und sahen die fotogenen Regenwolken hinter uns. Wir legten einen Zahn zu, trotz meines Regencapes wurde ich wieder nass. Im Eden Hostel reservierten sie mir einen Platz im Bus, wo es hie├č, es w├Ąre nur noch einer frei. Tja, warten mu├čte ich dann noch mindestens 2 Stunden, da einige Passagiere absagten. Nach schier unendlichen dreieinhalb Stunden errreichten wir Cochabamba.

Im Ort herrschte ein horrender Verkehrsinfarkt, so fand ich das Spazierengehen stressig und sehr unangenehm f├╝r meine Atemwege. Rad fahren nur sehr wenige. Ich lieh mir eins, um die au├čerhalb liegenden zweispurigen Radewege zu erkunden.

so mu├č ein Radweg aussehen!

Ich genoss es, die praktisch leeren Wege mit Aussicht auf die Stadt am Berg der San Christobal-Statue entlang um den See zu gondeln. Hier sollen schon Radler ├╝berfallen worden sein, ich sah nur 3 Fu├čg├Ąnger und 2 Sicherheitsleute. Wer die stark befahrenen Stra├čen meidet, kommt auch so ganz gut durch Cochabamba per pedes oder Rad.

Am n├Ąchsten Tag machte ich eine Radtour etwas au├čerhalb zu einer Biofarm in Apote. Nat├╝rlich verfranzte ich mich, mu├čte einen furchtbaren Schotterweg entlanggondeln und wurde noch von einem Hund gebissen, bis ich sie fand. Alle Hunde in Bolivien kl├Ąffen jeden Vorbeigehenden an, anscheinend, damit es nicht zu ruhig wird. Gottseidank war der Hundebiss nicht weiter schlimm und der Besitzer gab mir Alkohol zum Abtupfen.

Auf der Farm Granja Polen erstand ich Biok├Ąse. Brot, g├╝nstiges Natur-Yoghurt, von dem ich nicht genug kriegen kann und eine Zahnb├╝rste aus Bambus statt Plastik. Junge Bolivianer kaufen hier ein. Zufrieden radelte ich zur├╝ck, diesmal auf einem einfachen Weg, der gleich auf eine Teerstra├če m├╝ndete, gottseidank!

Tipps:

Unterkunft: Das Jaguar House hat sehr sch├Âne, saubere Zimmer und Dorms, nettes, hilfsbereites Personal, liegt zentral beim Prado-Boulevard, Wasser l├Ą├čt sich umweltfreundlich gegen eine geringe Geb├╝hr auff├╝llen und Alleinreisende k├Ânnen andere kennenlernen!

Vegetarisch Essen: der Markt 25 de Mayo hat eine tolle, preiswerte Auswahl, hier dr├Ąngeln sich die Einheimischen bis zum fr├╝hen Nachmittag,

Vida Sana an der Paza de la Mujer, Ecke Avenida Aniceto Arce gegen├╝ber dem bemalten Barbershop in einer Halle wird leckere, Veggie-K├╝che serviert zum unschlagbar g├╝nstigem Preis!

wer gem├╝tlich entspannen will, ist im wundersch├Ân dekorierten Typica Caf├ę in der Calle Espana nahe dem Prado an der richtigen Adresse, guter Kaffee, Wei├č-, Winter- und Quinoa-Bier mit kleinen Snacks vers├╝├čen die Zeit mit Musik von Elvis, Janis Joplin und mehr…

Caf├ę Typica

Sehensw├╝rdigkeiten: Die 34,2 Meter gro├če Christobal de la Concordia-Statue mit 32,8 Meter Armspannweite inklusive Aussicht auf die Stadt l├Ą├čt sich mit 1399 Stufen erklimmen oder f├╝r Faule mit der Seilbahn erreichen, es gibt viele Kirchen und Museen zu besichtigen, leider sind diese oft von 12-15 Uhr und Montags geschlossen wie so viele Gesch├Ąfte auch

Eher f├╝r Kinder: der eingez├Ąunte Family Park am Fluss, wie es sich geh├Ârt, mit wenig B├Ąumen, daf├╝r mit mehr Attraktionen: Wasserfontainen mit Lichtspielen und Musik zum Nassmachen und Spa├č haben

 

Bolivianisch-feuchter Karneval und Dinosaurier bei Sucre

Karneval in Uyuni und Sucre, Dinosaurierspuren in Sucre

Nach der anstrengenden W├╝stentour g├Ânnte ich mir 2 Tage Ruhe beim Karneval in Ayuni. In Orosi soll zwar der tollste Karneval stattfinden, aber so kurzfristig konnte ich keine Unterkunft erkunden. In einer Stra├če versammelten sich die Einheimischen mit St├╝hlen bewaffnet, von denen immer welche ewig frei blieben. Aber wehe, wir, ein Ungarischer Rum├Ąnisch-Deutscher, der in Frankreich lebt und ich wagten es, uns mal auf die leeren Sitzgelegenheiten zu setzen! Da wurde gleich gepetzt und gemeckert, nur die Handt├╝cher haben noch gefehlt.

Dann bewegte sich etwas, Vereine, Clubs, merkw├╝rdig-, aber auch traditionell gekleidete „Compadres“ liefen oder tanzten ├╝ber die Stra├če. In den vielen Pausen st├Ąrkten wir uns mit Bier. Die kleinsten Kinder waren mit Schaumpistolen bewaffnet und machten davon quietschend Gebrauch.

Puma- und Condor-Traditionskost├╝m

Abends, wir hatten schon einige Biere intus, ging es endlich weiter in diversen Clubs mit Eintrittspreisen wie in M├╝nchen, zum Teil auch nur privat. Wir schafften es, in die „Compadres“ Party zu gelangen,┬á wurden ausgiebig betrachtet, anschlie├čend zum┬á Bier eingeladen und zum Tanzen aufgefordert. Eine passable Live-Band heizte mit Cumbia ein. Die Compadres bestellten gleich kistenweise Bier und irgendwann war der Alkohol-Pegel zu hoch und einige M├Ąnner wurden agressiv, das Zeichen, aufzubrechen.

Im wei├čget├╝nchten Sucre landete ich am Wochenende, wo fast alles wegen des Karnevals geschlossen war. Wehe, ich begab mich auf die Suche nach etwas Essbarem oder sch├Ânen Kolonialh├Ąusern, das wurde sogleich mit einer Dusche bestraft.

Unsere Hostel-Chefin vom Condor lud uns zum mega-leckeren Lunch ein, dann wurden Luftballons mit Wasser gef├╝llt…

Aus jeder Ecke rauschten ohrenbet├Ąubende Bla├čmusikbands an, begleitet von wasserwerfenden und Schaumpistolen-bewaffneten Begleitern. Je sp├Ąter der Abend, je alkoholisierter wurden alle, leere Bier- und Whiskyflaschen s├Ąumten die Wege und desto schlechter wurde die „Musik“. Wirklich getanzt wurde nicht, der Fokus lag auf┬┤s Bespritzen.

Nachdem mir jemand Seifenschaum in die Augen gespritzt hatte, verzog ich mich lieber.

Am n├Ąchsten Tag freute ich mich ├╝ber die „Ruhe“ und die ge├Âffneten Gesch├Ąfte und Restaurants, leider schw├Ąngerten die Abgase der schicken, neuen Autos in den engen Stra├čen die Luft. Dabei w├Ąre Sucre eine wundersch├Âne Stadt!

 

Dinosaurierspuren sehen? Nichts wie hin mit dem Dinobus zum Dinosaurierpark!

der gr├Â├čte Dino ist 15 Meter lang und Vegetarier!

Der Guide erz├Ąhlte uns in gutem Englisch, das die Spuren der Dinos vor Millionen von Jahren entstanden sind und durch die Minenarbeiten gefunden und freigelegt wurden.

so sehen sie jetzt aus, vor 10 Jahren waren sie noch erheblich deutlicher zu sehen

Daher sind sie nicht mehr konserviert, verblassen jetzt und sollen besser gesch├╝tzt werden. Die Dinosaurier sind als Repliken wieder auferstanden, sch├Ân gemacht und sehr interessant!

Beim Schwarzmarkt von Sucre hat sogar der Dino ein Telefon, ob das wohl funktioniert?

Tipps f├╝r Uyuni:

Kulinarik:

Streetfood ist g├╝nstig und lecker, vegetarisch muss man mit der Lupe suchen, alternativ hielt ich nach Comida Boliviano Ausschau, es handelte sich um das in S├╝damerika sehr beliebte Fast Food! Da blieben f├╝r abends nur noch die ├╝berteuerten Touristenrestaurants ├╝brig

Unterkunft:

Das Bunkerhostel hat saubere, gute Zimmer, nette und hilfsbereite Mitarbeiter und eines der besten Fr├╝hst├╝cksbuffets mit Fruchtsalaten, Smoothies, gutem Brot, auch Vollkornbrot und Ei-Variantionen

Tipps f├╝r Sucre:

beim Schwarzmarkt gibt es alles m├Âgliche, das Beste aber: Rei├čverschl├╝sse und Rucks├Ącke reparieren sie toll und g├╝nstig!

Kulinarik:

Im Mercado Central werden frisch vom Erzeuger Brot, K├Ąse, Fr├╝chte und Gem├╝se zu guten Preisen angeboten, eigene Plastik- und Einkaufst├╝ten mitbringen, oben gibt es g├╝nstiges Mittagessen

ganz lecker wird im Condor-Caf├ę vegetarisch gekocht, es hat einen sch├Ânen Innenhof!

Unterkunft:

zum Kennenlernen von anderen Reisenden empfehle ich das Condor-Hostel, saubere Zimmer mit gutem Fr├╝hst├╝ck im Innenhof, der abends etwas frisch werden kann, seine Wasserflasche kann man nat├╝rlich gegen ein Minigeb├╝hr auff├╝llen

wer lieber seine Ruhe hat, ist im wundersch├Ânen Casa Solariega Hostal B&B sehr gut aufgehoben, sch├Ân wie in einem 4 Sterne Haus mit sehr schnellem Wifi

Radfahren ist wegen der engen Stra├čen und dem Verkehr nicht ratsam

 

In 4 Tagen mit dem Jeep durch die W├╝ste Boliviens

Von Tupiza nach Ayuna

An der Grenze Argentiniens in La Quiaca wanderte ich auf die andere Seite nach Villazon, das mit Rolando nichts zu tun hat, sondern meine Durchgangsstation nach Tupiza in Bolivien war. Im Sammeltaxi sa├č eine Bolivianerin wie aus dem Bilderbuch mit buntem Rock, wei├čer H├Ąkeljacke und schwarzem Hut samt goldenem Band neben mir.

In Tupiza traf ich meine Mitfahrer Francesca und Michele aus Italien, Cynthia und Martin aus Argentinien und unseren Fahrer, Guide und Koch Felipe. Der ÔÇ×JeepÔÇť war etwas eng, die ÔÇ×KlimaanlageÔÇť bescheiden, so schwitzten wir im Auto, w├Ąhrend drau├čen oft ein k├╝hler Wind wehte. Die unterschiedliche W├╝stenlandschaft entsch├Ądigte f├╝r alles!

Felsformationen, die die Fantasie anregen, kilometerweit nur Sandw├╝ste, mit oder ohne Vegetation, die meistens aus gr├╝nem Geb├╝sch bestand. Lamas liefen frei herum, gelegentlich sahen wir auch wilde Vicunas, die ein bisschen wie Reh- und Lamamischlinge aussehen. Wie kann der Mensch weit weg von jeglicher Zivilisation, nur mit ein paar gr├╝nen Str├Ąuchern, ├╝berleben, fragte ich mich?

 

Am ersten Abend f├╝hlte ich mich gar nicht gut, warscheinlich, weil ich vorher schlecht geschlafen hatte und wir uns auf 4200 Metern befanden. Die Aussicht auf weitere 3 Tage im Jeep, bis auf 5000 Metern durchgesch├╝ttelt zu werden, f├Ârderten nicht gerade meine Zuversicht. So kaute ich samt meinen Leidensgenossen Kokabl├Ątter, helfen taten sie mir nicht. Ich ging fr├╝h schlafen und siehe da, am n├Ąchsten Morgen konnte ich schon wieder das Fr├╝hst├╝ck genie├čen!

Schwarze, gr├╝ne und die rote Lagune Colorada mit rosa Flamingos durften wir besichtigen und in den ÔÇ×Thermalb├ĄdernÔÇť, den hei├čen Quellen abh├Ąngen, allerdings nicht gratis wie in Thailand oder Nepal. Da die Unterk├╝nfte eher nicht mit hei├čen Duschen aufwarteten, sehr angenehm!

Am dritten Tag gab es Felsen satt, mit oder ohne See, einer sah wie der Worldcup aus, ein Steinwald, durch den wir kletterten,  erinnerte mich an den in Kunming, Südwest-China.

 

Aufw├Ąrmen konnten wir uns auf 4990 Metern bei konstanter, vulkanischer Aktivit├Ąt, wo die Geysire von Sol de Manana kochten und uns beinahe davonwehten!

Am Abend ratterten alle verf├╝gbaren Jeeps zur Salzlagune nahe Ayuna, um den jeden Tag stattfindenden Sonnenuntergang tot zu fotografieren wie Marlene Dietrich.

Die Nacht verbrachten wir im Hotel del Sal, ganz aus Salzbrocken gebaut. Sogar die Matrazen waren mit Salz gef├╝llt, was gar nicht so unbequem war, beim Abendessen sa├čen wir auf Salzbrocken mit Kissen.

Das absolute Highlight war der Sonnenaufgang weg von allen anderen Jeeps und die verr├╝ckten Trompe-l`oeil Fotos, die „Regisseur“ Felipe mit uns machte.

 

Wein-Akrobatik

Tipps:

In Tupiza hatte ich die Tour bei La Torre gebucht, die auch passable Unterk├╝nfte anbieten, au├čer der Enge und Hitze im Jeep, war die Organisation samt Ern├Ąhrung sehr gut! Felipe schaffte es sogar, leckere, vegetarische K├╝che zu zaubern!

Wasserdichtes Schuhwerk, gegebenenfalls Medikamente gegen die H├Âhenkrankheit, T-Shirt und warme Kleidung mitbringen!

 

 

 

├ťberw├Ąltigende Iguazu-Wasserf├Ąlle, Mural-Streetart & fantastische Steinlandschaften

Von Iguazu ├╝ber St. Ignacio und Corrientes in die Quebrada de Humahuaca

Atemberaubend? Mega? Riesig? Klitschnass? Um diese Iguazu-Wasserf├Ąlle zu beschreiben, fehlen mir einfach die Worte! Am besten selber erleben! Zuerst nahm ich den Bus von Puerto Iguazu auf die Brasilianische Seite, dazu musste ich zwei Grenzen ├╝berqueren, um dann am Haupteingang zu landen. Ich hatte Gl├╝ck, am sp├Ąten Vormittag waren gerade keine gro├čen Gruppen unterwegs. So konnte ich entspannt den Weg zu den Wasserf├Ąllen ohne Menschenmassen gnie├čen. Der Panorama Blick war einfach grandios!

Iguazu Wasserf├Ąlle, Brasilien

Am n├Ąchsten Morgen gegen ca. 9 Uhr machte ich mich zur Argentinischen Seite auf und folgte ausnahmsweise der Empfehlung vom Lonely Planet, erst die Rundg├Ąnge Circuito Inferior und Superior Circuit┬á zu bewandern, um den Massen zu entfliehen.

Iguazu Wasserf├Ąlle, Argentinien

Er bringt mich sch├Ân nahe an die F├Ąlle, ich bin nat├╝rlich auf eventuelle G├╝sse vorbereitet und schie├če sch├Âne Fotos, ohne meinen Apparat zu gef├Ąhrden. Angenehme K├╝hlung bringt es auch, die angebotenen Regencapes sind bei der Hitze vollkommen ├╝berfl├╝ssig.

Gegen Mittag wandere ich dann an den Gleisen entlang ├╝ber den noch unschuldig dahinflie├čenden Fluss zur Teufelskehle, dem Garganta del Diabolo, um das brausend herabst├╝rzende Wasser zu bestaunen! Auf dem R├╝ckweg dr├Ąngelten sich die Menschenmassen auf dem schmalen Weg zum Wasserfall hin, w├Ąhrend mein R├╝ckweg frei war. Wieder Gl├╝ck gehabt!

Der Bus nach St. Ignacio brauchte nur wenige Stunden. so konnte ich gleich die Missionsruinen besichtigen. Auf dem Weg dorthin fielen mir verd├Ąchtige Absperrungen auf und siehe da, abends sollte eine Karnevalsparade stattfinden.

Karneval à la St. Ignacio

Ich fand die sch├Ân wie in Rio Geschm├╝ckten etwas zur├╝ckhaltend tanzend auf der Parade, angeblich wird es erst am letzten Karnevals-Wochenende richtig wild!

Mujer Tierra, Mutter Erde in Gefahr

Nichts wie weiter nach Corrientes, ein netter Ort mit wundersch├Ânen Murals, Wandmalereien, beziehungsweise Streetart, von kritisch bis einfach wundersch├Ân. Am verkehrsberuhigten Sonntag┬á war es ein Genuss, durch die Stadt zu schlendern, um ein Bild nach dem anderen zu entdecken.

Sensationsionell, einfach gem├╝tlich vom beqemen Bus aus die Landschaft von Salta nach Tilcara genie├čen zu k├Ânnen! Die Gesteinsformationen und Farben k├Ânnte kaum ein K├╝nstler traumhafter treffen!

Auf die Touristenpflichtprogramme konnte ich nur fast verzichten, auf die mit 14 farbenpr├Ąchtigen Felsz├Ąhnen bewaffneten Serrania de Hornocal nicht.

Serrania de Hornocal

Kaum hatte ich alles eingehend bewundert und den Bus bestiegen, fing es an, zu hageln!

Meine neuen Bekannten von dem Hostel in Tilcara hatten sich gerade gem├╝tlich zum Felsen-Gucken begeben und bekamen eine Abk├╝hlung.

Die Wanderung zur Garganta del Diablo-Schlucht war am sp├Ąten Nachmittag noch sehr schwei├čtreibend und f├╝r Fotos nicht mehr geeignet.

Pucara, Tilcara

Die pr├Ąkolumbianische, rekonstruierte Festung Pucar├í, war interessant, konnte mich aber nicht wirklich ├╝berzeugen, ich bin einfach von Angkor Wat und die ihn umgebenden Tempeln zu verw├Âhnt. Witzig fand ich die riesigen Kakteen, die teilweise wie ausgestreckte Finger aussehen…

Tipps:

auch wenn der angeblich auf Umweltfreundlichkeit achtende Lonely Planet statt echte Tipps zu geben, immer wieder zum Mieten von Autos und Taxifahrten r├Ąt, was in einem Reisehandbuch nichts zu suchen hat; f├Ąhrt fast ├╝berall ein bequemer, auch f├╝r Langbeinige geeignete Bus hin, auch von Tilcara nach Humahuaca und von dort nach Serrania de Hornocal

Unterkunft: wegen l├Ącherlich hoher Hotel- und Hostelpreise quartierte ich mich oft bei Airbnb ein, so in einem sch├Ânen Zimmer mit Bad, Wasserkocher und K├╝hlschrank bei Carlos in Puerto Iguazu

Tilcara: La Albahaca Hostel hat Dorms und sch├Âne Einzel- Doppelzimmer, ein gelegentlich schw├Ąchelndes Internet, sehr gute Infos, wie man die Umgebung ohne ├╝berteuerte Touren zu buchen, besichtigen kann,┬á von Toni liebevoll zubereitetes┬á Fr├╝hst├╝ck, bei dem Einzelreisende leicht andere Traveller kennenlernen k├Ânnen

Vegetarisch Essen: in Iguazu kochte ich selber bei Carlos, in Corrientes ertrug ich eine „Pizza“ mit dickem Teig und ├╝berlaufendem „K├Ąse“? Tilcara bot im Mercado nicht nur vegetarisch leckere Empanadas mit Quinoa, K├Ąse und Spinat, es gab auch mehr vegetarische K├╝che und Pastel, gebackenes mit K├Ąse auf der Stra├če

Die Angst der Fleischesser vor dem Veganer

Es war 2006 in Chengdu in der Chinesischen Provinz Szechuan, als mir mein erster Veganer bewusst ├╝ber den Weg lief. Es war ein junger Isaeli. Ich bin Vegetarierin und litt unter der Schwierigkeit in China, etwas Schmackhaftes ohne Fleisch genie├čen zu k├Ânnen. ├ťberall mussten die Chinesen Fleischst├╝ckchen unbekannter Herkunft hineinmischen. Dabei handelt es sich garantiert nicht um hochwertiges Fleisch.┬á Ich fragte ihn seufzend, wie er es schaffte, nicht zu verhungern. Er meinte, das geht schon, er kocht sich manchmal etwas. Ich hatte so einige unangenehme „Genu├čerlebnisse“ auf der Suche nach Vegetarischem in China!

War das lecker! Gef├╝llte Auberginen mit Sesamsauce, Veganes von Restaurant Chirimoya, Salta, Argentinien

Heutzutage gibt es einen regelrechten Veganen Boom, sogar in Argentinien!┬á Ein eigentlich gebildeter Bekannter meinte, Veganer essen nur etwas, dass „freiwillig“ vom Baum f├Ąllt. Ich musste schallend lachen! Veganer essen keine tierischen Produkte.┬á Manchen tun die Tiere leid und sie m├Âchten die industrielle Fleisch- und Milchproduktion nicht unterst├╝tzen, andere tun es aus gesundheitlichen Gr├╝nden und┬á m├╝ssen dann zus├Ątzliche Vitamin B12 einnehmen. Es kann auch heilende Wirkungen haben. Eine Freundin, die eigentlich Fleischesserin war, heilte mit veganer K├╝che ihren Hautausschlag und hat am Kochen soviel Genuss und Spa├č, dass sie erstmal vegan bleibt.

K├╝rzlich sah ich in der Br-Sendung Quer einen Bericht ├╝ber die unter schrecklichsten Bedingungen stattfindenden Tiertransporte von Europa nach Osteuropa oder weiter bis nach Usbekistan. Weil durch die Milchproduktion zuviele K├Ąlber geboren werden, die der Bauer nicht ben├Âtigt, werden diese anderweitig weiterverkauft. Das Deutsche „Gesundheitsamt“ f├╝hlt sich da nicht mehr zust├Ąndig.

In W├╝rzburg herrscht gerade wegen achtlos weggeworfener Nahrung und F├╝tterungen von „Tiersch├╝tzern?“ eine Rattenplage, deren Beseitigung offensichtlich von denselbigen sabotiert werden. Ob diese wohl alle Veganer aus Tierliebe sind?

Sobald ich sage, dass ich Vegetarierin bin, werde ich gefragt, ob ich Veganern bin. Und schon geht das Schimpfen und L├Ąstern auf Veganer los! Seltsam, was haben diese den Fleischessern getan, dass so ├╝ber diese Menschen, die damit auch unsere Umwelt sch├╝tzen, gel├Ąstert wird. Ist es das schlechte Gewissen? Ist es unm├Ąnnlich?

In Plastik verpacktes Fleisch kann Weichmacher enthalten, dass in der Tat „weich“ macht, ├ľstrogene in den K├Ârper leitet und bei M├Ąnnern Brustwachstum f├Ârdert und die Potenz beeintr├Ąchtigen kann. Guten Appetit!

super-schmackhaftes Vegie Nasi Campur aus Indonesien

Dabei kann es hervorragend schmecken! Auch vor veganem Wein muss niemand Angst haben, er wird einfach mit pflanzlichen Ingredienzen gekl├Ąrt.┬á Ich kenne Frauen, die┬á ihre M├Ąnner vegan bekochen ohne es zu sagen und es schmeckt ihnen! In Indonesien vernaschte ich die leckersten und variantenreichsten veganen Gerichte. Schon mal veganen Mousse au Chocolat mit dunkler Schokolade und Seitan probiert? G├Âttlich!

Was gibt es zu tun au├čer Radeln & Tango-Tanzen in Buenos Aires?

Beim Anflug im Dunkeln sieht Buenos Aires von oben fast wie Los Angeles aus mit seinen geografisch anmutenden Stra├čenz├╝gen. Unten angekommen kann davon keine Rede mehr sein. Gewaltige, bildsch├Ân-verzierte Kolonialbauten, von Art-Deco, Gotik oder den Griechen inspiriert, lassen mich begeistert staunen, ebenso die Seitenstra├čen im Zentrum, die zweispurige! Radwege statt Autoparkpl├Ątze beeinhalten.

so sieht es am Wochenende aus…

Und schon sind wir beim lustigen Raten, wie kann ich mir eines der kostenlosen R├Ąder Ecobici der Stadt Buenos Aires ausleihen? Die Touristeninformation meint, das gibt es im Moment nicht, Einheimische sind sich unsicher. Zwei Tage sp├Ąter erfahre ich von einer anderen Touristeninfo-Mitarbeiterin, das man sich direkt am Plaza de Mayo bei Ecobici registrieren lassen kann. Sicher bin ich 50 mal da vorbeigelaufen!┬á Es klappt und um die Ecke wartet schon ein Rad auf mich. Ein junger Argentinier hift mir und checkt die Bremsen, es kann los gehen, juchhuh!

mit ecobici Buenos Aires erkunden und den Horizont-ausf├╝llenden Rio de la Plata in der nahen Reserva Ecologica bewundern

Am Wochenende war die Stadt fast leer, jetzt am Montag trauen sich doch Autos, auf den Radwegen zu fahren. So einfach ist es nicht, wegen der vielen Einbahnstra├čen den Weg zum Recoleta Friedhof zu finden. Hier liegen die ber├╝hmtesten, wichtigsten Menschen Argentiniens, angefangen von Evita Peron, die eine eher kleine Ruhest├Ątte bekommen hat, Tango-Musiker Carlos Gardel und unendlich viele mehr. Manchen wurden sogar kleine Mausol├Ąumspal├Ąste gebaut. Herrlich, sich hier zu verlaufen!

hier ist die Frau gr├Â├čer als der Mann…im Recoleta Cemetary Buenos Aires

Sp├Ąter treffe ich mich mit Internations-Mitgliedern, die eine gef├╝hrte Tour durch den Reserva Ecologica anbieten. Leider reicht mein Spanisch nicht aus, um alles zu verstehen, aber es ist angenehm, mit netten Menschen durch die gr├╝ne Lunge zu schlendern. Interessant, da├č eher die Nicht-Argentinier dem Tango verfallen sind!

sch├Ân, sich auch in Buenos Aires bei Internations zu treffen!

Am n├Ąchsten Tag mache ich mich auf nach Tigre, das hat mit Tigerbeobachtungen leider gar nichts zu tun, sondern ist das drittgr├Â├čte Flu├č-Delta der Welt, wo der Rio de la Plata und der Parana zusammenflie├čen. Ich nehme ein lokales Bootesortund lasse mich bis nach tres Bocas mitnehmen. Jede Villa hat einen Anlegesteg inklusive Boot, manche Resorts wollen schick sein, haben die Palmen gef├Ąllt, Rasen angepflanzt und als Schattenspender Minibasth├╝tten gebaut. Toll, so wird es sch├Ân hei├č!

Tigre-Resort

Ich lasse mich durch die unendlich scheinenden, schattigen Pfade treiben und treffe ein paar Argentinier und Spanier, die in Berlin leben. Bei Inez leihen wir uns Kanus. Leider bin ich auf┬┤s nasse Kanu-Paddeln mit meinem Kleid nicht perfekt vorbereitet. Gerne w├Ąre ich hier ├╝ber Nacht geblieben, es wirkt so entspannt und viele Kan├Ąle warten auf Entdeckung.

mit dem Kanu durch das Tigre Delta, blo├č nicht verfahren!

Gerade freue ich mich, in Buenos Aires wieder mit dem Rad zu fahren, aber wie sollte es anders sein, die Ecobici werden gerade ausgetauscht und sind leider nicht immer verf├╝gbar oder defekt. Die ├Âffentlichen Verkehrsmittel funktionieren sehr gut, in mancher U-Bahn erspart man sich die Sauna, nur das K├╝hlbecken fehlt!

sogar ein Cello-Spieler gab sein Talent zum Besten!

F├╝r Unterhaltung ist immer gesorgt. Sind die lauten Bettler und schreienden Verk├Ąufer von S├╝├čigkeiten, Kaugummis oder Socken gegangen, stellen sich Musiker und einmal auch ein ziemlich guter Breakdancer auf. Heute tat es mir fast leid, als die U-Bahn kam, gegen├╝ber interpretierten ein Geiger und ein Gitarrist „Child of Mine“. Klasse!

En Verano en La Cuidad bietet jeden Tag gratis Konzerte, gestern ganz entspannt und mit angenehmer Brise vor dem Palacio de Belgrano, vorgestern im Usina del Arte im verufenen Viertel La Boca, der Heimat der Boca Juniors Fu├čballmannschaft, mit wundervoller Lightshow und Musik. Bevor diese spielen, sind die Busse voll und es ist schwierig, mitgenommen zu werden. Nach dem Spiel sollte man sich lieber fernhalten.

Wof├╝r wohl diese Masken auf dem San Temo Markt verwendet werden? F├╝r den Bank├╝berfall zwischendurch? Oder ist das jetzt die neue Horror-Hip-Mode?

Sonntags kann ich nur w├Ąrmstens den San Telmo Markt empfehlen. Selbstgemachter Schmuck, Schallplatten als Uhren, gestrickte Kakteen, k├╝nstlerische und originelle Dinge, die in Europa kaum auf Stra├čenm├Ąrkten zu finden sind, werden feilgeboten.

Wozu der Flaschenhalter gebraucht wird`? Um die mitgebrachte Flasche unter der Bar zu verstecken?

Ein Stra├čenzug will die Stadt anders nutzen und die K├╝nstler, die sonst dort verkaufen, protestieren dagegen. Demonstrationen geh├Âren zum Alltag in Buenos Aires.

hier in Puerto Madero l├Ą├čt es sich herrlich flanieren

Fast wie die Flaniermeile Bund in Shanghai mit Bick auf┬┤s Hochhausviertel sieht es am Hafen Puerto Madero aus, nur ohne Segelschiff, welches hier erklommen werden darf, um die ruhige Atmosph├Ąre zu genie├čen.

Nachhaltigkeits-Tipps:

Statt Plastikflaschen zu kaufen, das sicher trinkbare Leitungswasser abf├╝llen, den leichten Chlorgeschmack mit frisch gepresster Zitrone eleminieren, in Touristeninfos, in Superm├Ąrkten und Parks l├Ą├čt sich Trinkwasser abf├╝llen

immer eine kleine Tasche dabeihaben, um auf unvorhergesehene Eink├Ąufe vorbereitet zu sein, am besten eine kleine Plastikt├╝te f├╝r Obst und Gem├╝sekauf dabeihaben

es wird zwar versucht, verschiedene M├╝lltonnen aufzustellen, mit recyclebar und nicht recyclebar, nur woher wei├č irgendjemand, was recycelt wird?

Ecobici Karte beantragen: gleich am Plaza de Mayo, Ecke Rivadaria, Eingang zwischen den Gittern, von 9-15 Uhr, Pa├č mitbringen und die App runterladen, um zu wissen, wo es R├Ąder gibt und wieviele zur Verf├╝gung stehen! In Rosario, der Geburtsstadt von Che Guevara und Lionel Messi, klappt es sehr gut mit den Ecobicis

Im Restaurant essen, statt etwas zum Mitnehmen zu bestellen, es schmeckt viel besser!

Tipps f├╝r Buenos Aires:

Leider habe ich es nicht zu einem Tangokurs mit Milonga geschafft, wegen Hitze sind anscheinend einige ausgefallen, aber Oy Milonga aufrufen, oft gibt es Kurse, bevor die Milonga beginnt!

 

el verano en La Ciudad im Internet aufrufen, da gibt es alle sommerlichen Gratis-Veranstaltungen von BA

Von Internationalen Flughafen den Tienda Leon-Bus in┬┤s Zentrum nehmen und am besten gleich die Sammeltaxifahrt mitbuchen, der kleine Milit├Ąrflughafen vom g├╝nstigen flybondi ist mit Bussen und dem Zug zu erreichen, am besten bei googlemaps nachfragen

Sicherheit: gibt es keine; wer seine Wertsachen, teure Kameras und Handys nicht zu offensichtlich herumtr├Ągt, dem werden sie eher nicht gestolen. Abends m├Âglichst keine gro├čenTaschen mitnehmen, lieber kleine, die am K├Ârper getragen werden k├Ânnen und Einheimische fragen, welche Gegend gerade nicht empfehlenswert ist, ich bin trotzdem mit wenig Geld nach la Boca und sp├Ąte abends zur├╝ck per Bus gefahren…

Caf├ę-Restaurant in Palermo

Palermo gilt als DAS Ausgehviertel von Buenos Aires, es gibt sch├Âne Caf├ęs, Restaurants und Clubs. Auf der Suche mittags nach einem Caf├ę musste ich einen Champagner-├Ąhnlichen Cava probieren, da ein schickes Restaurant seine Er├Âffnung feierte.

Vegetarisch essen:

Durch Mapsme fand ich dann doch noch das wundersch├Âne bBlue Caf├ę und genoss einen leckeren Milchcaf├ę in einer Hollywoodschaukel im Patio. Hier in der Calle Armenia 1691 gibt┬┤s sehr schmackhafte, auch vegetarische K├╝che in kreativ-dekoriertem Ambiente, in der N├Ąhe der Plaza de Mayo, Calle Alfonso Alsina, im El Toro gibt es leckere, saftige Veggiesandwiches mit Vollkornbrot und Veggieburger, eher eine Ausnahme!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Heldenschmieden, Teecocktails & fairer Genuss auf dem Tollwood

Irritierend fasziniernde Birdman-Aliens leuchten auf dem Tollwood-Gel├Ąnde und necken Passanten mit ihren Riesenschn├Ąbeln. Nach ausgiebiger Geschenke-Recherche knurrt mein Magen und frieren tu ich auch.┬á

Da lockt der White Rabbit Stand mit Cocktails auf Teebasis. Alice im Rausch, der Irische Hutmacher oder der wilde Mexikaner? Ich probier von allen und finde sie nicht zu s├╝├č mit leichtem Teegeschmack im Abgang, grandios!┬á

Der Magen knurrt und ich begebe mich in┬┤s Esszimmer zum Schmeckerling-Stand, wo die goldene Sojamilch mit indischen Gew├╝rzen auf mich wartet.

K├╝rbisp├╝rre wird mit Gem├╝se zur Gl├╝cksbowl

Beim Schmeckerling-Stand ist alles fair und bio, da schmeckt die Gl├╝cksbowl┬á doppelt gut! Die Burger sind auch lecker mit hausgemachter Sauce, blo├č Wei├čmehlsemmel sind nicht mein Geschmack. Der vegane Lebkuchen ist g├Âttlich!

 

Auf geht┬┤s zur Heldenschmiede in meinem Lieblingsort auf Tollwood: dem Weltsalon! Die Veranstalter lassen sich immer interaktive Aktionen einfallen, die zum Nachdenken anregen, mitmachen!

Da konnte ich eine Trump-Figur herzen unter dem Hashtag#hugsnohate.

Hier im Weltsalon spielen kommenden Freitag die Souligen Troulbeshooters und Im Hexenkessel laden diese Woche die Salsa-Band Palo Santo und die Soulband Troubleshooters ein, das Tanzbein zu schwingen, ich bin dabei!

Geschichten und Geheim-Tips ├╝ber Nachhaltiges Reisen, Hotellerie, Kulinarik & Events